Ravindra Jain wurde am 28. Februar 1944 als indischer Filmkomponist, Musikdirektor und Playback-Sänger geboren, dessen Karriere sich von den 1970er bis Mitte der 2010er Jahre erstreckte. Er war von Geburt an blind und wuchs in Hathras, Britisch-Indien, auf, wo er schon als Kind in den örtlichen Tempeln Bhajans sang. Seine musikalische Begabung machte ihn schnell zu einem beliebten Komponisten in der Bollywood-Industrie, und Jain debütierte 1972 mit dem Film Kanch aur Heera. 1973 sorgte der Film Saudagar für Furore, dessen Soundtrack Jain-Kompositionen wie "Sajana Hain Mujhe Sajna Ke Liye" und "Husn Hain Ya Koi Qayamat Hain" enthielt bei Chor Machaye Shor (1974) fungierte er zum ersten Mal als Musikregisseur, und der Erfolg des Films an den indischen Kinokassen überzeugte Jain, sich 1976 für den Nachfolgehit Fakira wieder mit dem Regisseur und den Darstellern zusammenzutun. Fakira wurde bei den 24. FIlmfare Awards zweimal ausgezeichnet und erhielt auch zwei Nominierungen für seinen Soundtrack: Mahendra Kapoor wurde mit dem Lied "Sunke Teri Pukar" als "Bester männlicher Playback-Sänger" nominiert, und seine Schauspielkollegin Hemlata erhielt eine ähnliche Nominierung als "Beste weibliche Playback-Sängerin" mit"Sunke Teri Pukar" Beide Lieder wurden von Ravindra Jain geschrieben. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre arbeitete Jain an bis zu sieben Filmen pro Jahr. Sein Erfolg setzte sich in den 1980er Jahren fort, als er für seine Arbeit am erfolgreichsten Film des Jahres, Ram Teri Ganga Maili, den Filmfare Award als "Bester Musikdirektor" gewann. Zwei Jahre später komponierte er die Musik für die Fernsehserie Ramayan, die einen Weltrekord für die weltweit meistgesehene Fernsehsendung aufstellte. Im Jahr 2015 erhielt er den Padma Shri, eine zivile Auszeichnung für seine Verdienste um die Kunst. Er starb noch im selben Jahr, am 9. Oktober 2015 im Alter von 71 Jahren.