Martin Simpson (* 5. Mai 1953 in Scunthorpe, Lincolnshire) ist ein englischer Folk-Sänger, -Gitarrist und -Songwriter. Seit den 1970er Jahren ist er eine wichtige Figur in der britischen Folkszene. Er ist bekannt für seine Virtuosität beim Fingerpicking und seine Fähigkeit, traditionelle englische und amerikanische Musik mit Eigenkompositionen zu vermischen. Er begann seine Plattenkarriere 1976 mit dem Album Golden Vanity und wurde für seinen flüssigen Stil bekannt, der Akustikgitarre, Banjo und Slide miteinander verbindet. Als er mehrere Jahre in den USA lebte, nahm er Alben auf, die von Oldtime-Musik, Blues und Country beeinflusst waren, darunter Sad or High Kicking (1985), True Dare or Promise (1987) und Cool & Unusual (1997). Ab den 2000er Jahren, als er nach Großbritannien zurückkehrte, etablierte er sich als einer der führenden Künstler der Folk-Erneuerung. Seine Alben Righteousness and Humidity (2003), Prodigal Son (2007, BBC Folk Award für das beste Album), Purpose + Grace (2011), Vagrant Stanzas (2013) oder Rooted (2019) zeugen von seiner Verbundenheit mit populären Erzählungen, der Sozialgeschichte und den transatlantischen Musiktraditionen. Er war Mitglied mehrerer wichtiger Formationen wie The Albion Band (1979-1980) und arbeitete mit wichtigen Figuren wie June Tabor, Jackson Browne, Richard Thompson, Danny Thompson, Andy Cutting oder Dom Flemons zusammen. Er ist auch an dem Gemeinschaftsalbum The Full English (2013) beteiligt, einem von der Organisation EFDSS (English Folk Dance and Song Society) initiierten Projekt, das aus dem Fundus der von der Gesellschaft digitalisierten Archive schöpft. Zu seinen bevorzugten Instrumenten gehören die akustische Stahlsaitengitarre, die Slide-Gitarre und das Banjo, die er mit bemerkenswerter Ausdruckskraft und Präzision spielt. Er ist eine feste Größe im britischen Folk und setzte seine Karriere mit den Alben Rooted (2019), Home Recordings (2020), Nothing But Green Willow: The Songs of Mary Sands and Jane Gentry mit Thomm Jutz und Skydancers im Jahr 2025.