Kiyohiko Ozaki (尾崎紀世彦), geboren am 1. Januar 1943 im Tokioter Stadtteil Shibuya und aufgewachsen in Chigasaki, war ein japanischer Popsänger, der für seine unverwechselbare Stimme und seine Koteletten bekannt war und manchmal als der „japanische Tom Jones“ bezeichnet wurde. Nachdem er mit 13 Jahren das Ukulele-Spielen gelernt und die Hawaii-Band „Hilo Hawaiians“ gegründet hatte, schloss er sich Jimmie Tokitas „Mountain Playboys“ an, bevor er 1970 mit seiner Debütsingle „Wakare no Yoake“ bei Philips Records seine Solokarriere startete. Ozakis Durchbruch gelang 1971 mit der millionenfach verkauften Single „Mata au hi made“, die in jenem Jahr den Japan Record Award gewann; es folgten Hits wie „Sayonara wo mou ichido“, „Yuki ga furu“ und „Koi suru hito wa hitori“. Er veröffentlichte 1971 sein erstes Studioalbum, „First Album“, und brachte weiterhin Platten heraus, darunter die Single „My Better Life“ aus dem Jahr 1979 und den Hit „Summer Love“ aus dem Jahr 1987. Ozaki gab 1971 sein Debüt beim „Kōhaku Uta Gassen“ und kehrte 1972 sowie 1990 zu diesem Wettbewerb zurück; er nahm den Titelsong für den Anime „Gulliver Boy“ auf und trat gemeinsam mit der Band The Wonders auf, deren Mitglieder später seine Chart-Hits begleiteten. Nach langer Krankheit starb er am 30. Mai 2012 in Tokio an Leberkrebs; im Dezember 2012 wurde ihm posthum bei den 54. Japan Record Awards ein Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen, und im Oktober 2013 wurde er in die Popular Music Hall of Fame aufgenommen.