Dominique Panol (geb. 1955 in Le Gosier, Guadeloupe) ist ein französisch-karibischer Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist, der dafür bekannt ist, Einflüsse aus Zouk, Cadence-Lypso und Jazz miteinander zu verbinden. Aufgewachsen in der Gwo-Ka-Tradition, begann er im Alter von sieben Jahren bei der Folkloregruppe La Brisquante Bass zu spielen und studierte später an der Schola Cantorum in Paris, bevor er nach New York zog, wo er das Mannes College of Music besuchte und Jazzgrößen wie Gil Evans und Max Roach kennenlernte. Sein Durchbruch gelang ihm 1981 mit dem Album Guadeloupéennes Queens, auf dem der Titel „Ti Kadance“ zu finden ist; anschließend schloss er sich der Gruppe Kassav’ an und trug zu deren weltweitem Erfolg im Zouk bei. 1987 veröffentlichte er das Album „Bolotte“, gefolgt von den Soloalben „N’Limited“ (1996), „Karibbean Attitud“ (2004) und „Son Sé Lov“ (2008). Parallel zu seiner Solokarriere war er Mitbegründer der Zouk-Rock-Band Volt-Face (1990–1991), die Hits wie „Ma Puce“ und „KC Sa“ hervorbrachte, und brachte die Gruppe 2007 für ein ausverkauftes Konzert in Baie-Mahault wieder zusammen. Dominique Panols Karriere brachte ihm 2005 den SACEM-Sonderpreis für sein Lebenswerk ein, und seine Auftritte wurden im „Guide de la Caraïbe culturelle“ sowie in Fred Genes „Dictionnaire amoureux de Kassav“ gewürdigt. Sein Vermächtnis lebt in Compilations wie „The Very Best Of“ (2011) und seinem anhaltenden Einfluss auf die karibische Musik weiter.