Der am 31. Juli 1948 in Melbourne geborene australische Nationalheld Russell Morris verdiente sich seine Sporen als Popsänger in den späten 60er Jahren. Er schloss sich zunächst der Pop- und Rockgruppe Somebody's Image an, mit der er 1967 debütierte und im selben Jahr mit "Hush" eine Top-20-Single landete. Die Nachfolgesingle der Band, "Hide And Seek", erreichte 1968 Platz 32, aber Russell Morris verließ Somebody's Image im September und startete seine Solokarriere mit der Veröffentlichung seiner Debütsingle, dem wirbelnden Psychedelic Rock "The Real Thing", im März 1969. Trotz seiner Länge von fast sieben Minuten war "The Real Thing" ein lebensverändernder Hit für Russell Morris, der im Juni 1969 die Nummer 1 in Australien wurde. Es wurde die meistverkaufte Single in Australien in diesem Jahr und hatte auch in den USA Erfolg, wo es in Chicago, Houston und New York City an die Spitze der Charts kam. Er veröffentlichte drei weitere Singles - darunter 1970 "Rachel", das ihm in Neuseeland eine Nummer 1 bescherte, und "Mr America", das sowohl in Australien als auch in Neuseeland bis auf Platz 8 kletterte - bevor er sein Debütalbum Bloodstone veröffentlichte. Die 1971 erschienene LP, die in Richtung Folk-Rock mit einem Hauch von Country tendierte, erreichte Platz 12 der australischen Go-Set-Charts. Außerdem wurde Russell Morris bei den King of Pop Awards 1971 mit dem Preis für das beste Album ausgezeichnet. In den nächsten vier Jahrzehnten nahm er 13 weitere Alben auf, auch unter dem Namen The Russell Morris Band (1979 Foot in the Door) und Russell Morris & The Rubes (1981 Almost Frantic). Er wurde am 1. Juli 2008 in die ARIA Hall of Fame aufgenommen und arbeitete 2011 mit Brian Cadd an Wild Bulls and Horseszusammen. Russell Morris veröffentlichte 2019 ein neues Album, Black and Blue Heart, und schloss sich 2021 mit Rick Springfield zusammen, um The Morris Springfield Project zu gründen. Das Duo veröffentlichte sein Debütalbum Jack Chrome and the Darkness Waltz im Oktober 2021 und erreichte Platz 34 der ARIA-Charts.