Fred Hersch - geboren am 21. Oktober 1955 in Cincinnati, Ohio - ist ein 15-fach für den Grammy nominierter Jazzpianist, Komponist und Pädagoge, der dafür bekannt ist, Einflüsse der klassischen Musik in sein Spiel einzubringen. Im Laufe seiner Karriere hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 2016 und 2018 den Jazzpianisten des Jahres der Jazz Journalists Association und 2017 den Prix Honorem de Jazz der L'Académie Charles Cros. Als innovativer, ungewöhnlich ausdrucksstarker Pianist und wortgewandter Komponist hat sich Fred Hersch auch als Pädagoge und als erster offen schwuler, HIV-positiver Jazzkünstler einen Namen gemacht, der sich nicht scheut, seine Meinung zu äußern, sich leidenschaftlich engagiert und Spenden für AIDS-Hilfsorganisationen sammelt. Sein kommerzieller Bekanntheitsgrad stieg 1978, als er mit Art Farmer spielte und später den Sänger Chris Connor begleitete und mit dem Bassisten Ratso Harris ein Duo bildete. Fred Hersch schloss sich mit dem Schlagzeuger Joey Baron und dem Kontrabassisten Marc Johnson zusammen, um das Fred Hersch Trio zu gründen, das 1985 sein erstes Album Horizons veröffentlichte. Obwohl die Besetzung im Laufe ihrer Karriere immer wieder wechselte, hat das Fred Hersch Trio neben Herschs Solo-Veröffentlichungen und anderen Kollaborationen auch weiterhin Alben herausgebracht. Der Katalog des Fred Hersch Trios umfasst Heartsongs (1990), das Grammy-nominierte Dancing in the Dark (1993), Night & the Music (2007), Everybody's Song But My Own (2011), das Grammy-nominierte Floating (2014), Live in Europe (2018) und die Kompilation 10 Years/6 Discs (2019). Fred Hersch, sowohl mit seinem Trio als auch ohne, hat eine neue Generation von Jazzmusikern maßgeblich beeinflusst.