Nachdem er schon früh in Jugendorchestern gespielt hatte, setzte sich Bill Coleman Anfang der 20er Jahre als Bandleader durch, bevor er sich in den New Yorker Clubs einen Namen machte, zunächst unter der Leitung von Lloyd und Cecil Scott. Von da an verfolgte Bill Coleman eine ununterbrochene Karriere, die durch Reisen in die ganze Welt und Verträge mit einigen der beliebtesten Orchester der USA und Europas bereichert wurde. Nach Lucky Millinder, Benny Carter, Teddy Hill und Fats Waller in Amerika reiste der Trompeter nach Frankreich, wo er Mitglied des Hot Club de France und der Band von Django Reinhardt wurde, bevor er durch Nordeuropa reiste und nach Asien und Afrika flog. Zurück in den USA folgte wieder ein Vertrag nach dem anderen mit mehreren seiner früheren Arbeitgeber und anderen Bandleadern, zu denen Andy Kirk, John Kirby und Sy Oliver gehörten. Ab Ende der 1940er Jahre war Bill Coleman häufiger in Europa, wo er sich schließlich dauerhaft niederließ, um als Bandleader mit lokalen Musikern oder durchreisenden Amerikanern Aufnahmen zu machen. Als Swing-Musiker par excellence bewahrt er diese Tradition, die er vor allem in Frankreich durch Unterricht und musikalische Begegnungen im Rahmen von Festivals weitergibt. Nach einer ausgedehnten Afrika-Tournee in den 70er Jahren nahm Bill Coleman einige neue Alben mit vorwiegend französischen Musikern auf, bevor er 1981 in Toulouse verstarb.