Fernanda Porto (geboren am 31. Dezember 1965) ist das Pseudonym von Maria Fernanda Dutra Clemente, einer brasilianischen Komponistin und Sängerin, die durch die Kombination von elektronischer Musik (vor allem Drum 'n' Bass) mit traditionellen brasilianischen Rhythmen wie Bossa Nova bekannt wurde. Porto studierte in den 80er Jahren Klavier und Songwriting an der Musikschule Santa Marcelina in São Paulo und verbrachte den Großteil der 90er Jahre mit dem Schreiben von Filmmusik. 1999 reiste Porto nach London, um sich der Drum'n'Bass-Szene anzunähern. Im selben Jahr nahm sie ein Demo auf, das von DJ Patife aufgenommen wurde, dessen Remix von Portos "Sambassim" auf den Londoner Dancefloors sehr beliebt wurde. Ihr gleichnamiges Album, das 2002 veröffentlicht wurde, verkaufte sich allein in Brasilien mehr als 100.000 Mal und brachte sie auf eine Tournee durch Europa, die USA und Japan. Zwei Jahre später, auf Giramundo (2004), bevorzugte Porto einen organischeren, schlichteren Sound und arbeitete mit Will Calhoun und Doug Wimbish von Living Colour sowie der brasilianischen MPB-Legende Chico Buarque zusammen. Sie folgte ihrer kreativen Ader mit dem Live-Album Fernanda Porto Ao Vivo (2006) und Autorretrato (2009), einem 14-Track-Album, das Portos Rückkehr zur elektronischen Musik markierte und mit Downtempo, Progressive House und Nu-Jazz experimentierte.