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Unter einer Masse von dunklen Haaren, Röhrenjeans und einer schmollenden Gothic-Düsternis nehmen The Horrors die Haltung einer zombifizierten Bande von Garagenpunks aus den 1960er Jahren ein, die wiederauferstanden sind, um die britische Musikszene vor einem Meer von Indie-Klonen zu retten. Die Mitglieder von The Horrors lernten sich 2005 beim Auflegen in London und Southend-on-Sea kennen und wurden schon bald vom NME bis zum Gehtnichtmehr gehypt, da sie eine Vorliebe für verstaubtes Vinyl, The Cramps und alle möglichen obskuren Pre-Punk-Gitarrenbands verbindet. Ihr Debütalbum Strange House aus dem Jahr 2007 war ein wilder, konfrontativer Rock'n'Roll, der das Publikum verblüffte und die Kritiker spaltete. Der gefeierte Regisseur Chris Cunningham kam aus dem Ruhestand, um das Video zur Single Sheena Is a Parasite" mit der für den Academy Award nominierten Schauspielerin Samantha Morton zu drehen, aber die Band wurde schnell zu selbsternannten Ausgestoßenen und wurde in jeder Nacht ihres Support-Slots für die Arctic Monkeys mit Flaschen beworfen. Ihr zweites Album Primary Colours, das von Portisheads Geoff Barrow produziert wurde, milderte zwei Jahre später die Anfeindungen, als die Band die Instrumente wechselte, einen Hauch von Garagen-Psychedelik annahm und zu introspektiven, alternativen Außenseitern heranreifte. Die Reaktionen der Kritiker waren äußerst positiv und das Album wurde vom NME zum Album des Jahres gekürt, für den Mercury Music Prize nominiert und stand bei den Umfragen zum Jahresende ganz oben. Das dritte Album Skying wurde 2011 veröffentlicht, mit der Leadsingle "Still Life" als Vorbote. Sie tourten durch Großbritannien und traten auf Festivals wie Reading, Leeds und Latitude auf, bevor sie 2014 ihr viertes Studioalbum Luminous vorstellten. Nachdem sie Anfang 2017 als Support für Depeche Mode auf Tour waren, veröffentlichten sie ihr fünftes Album V mit einigen kleinen Vorab-Shows in Londoner Locations. Zurückgekehrt von der Covid-19-Pandemie, veröffentlichte die Band 2021 zwei EPs, Lout und Against the Blade, im Electro-Industrial-Stil. Nach dem Ausscheiden von Keyboarder Tom Furse und Schlagzeuger Joe Spurgeon alias Coffin' Joe, die durch Amelia Kidd bzw. Jordan Cook ersetzt wurden, erschien 2024 eine Reihe von Singles, die im folgenden Jahr zur Veröffentlichung des sechsten Albums Night Life führten.