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Der in der Tschechoslowakei geborene schwedische Musiker und Komponist Georg Riedel hat sich als Jazz- und Filmmusiker hervorgetan. Bei seiner Geburt am 8. Januar 1934 in Karlsbad in der Tschechoslowakei erhält er den Vornamen Jiří. Mit gerade einmal vier Jahren muss er mit seinen jüdischen Eltern das Land verlassen. Die Familie flüchtet nach Stockholm. Von seinem Vater, einem Freizeit-Cellisten, bekommt er Unterricht in klassischer Musik. Später spielt Georg Riedel am Konservatorium nacheinander Geige, Cello und Kontrabass und gewinnt einen Amateur-Jazz-Wettbewerb. Im Jahr 1951 wird er in das Quintett von Lasse Bagge aufgenommen und gründet zwei Jahre später sein eigenes Quartett. Er begleitet Lars Gullin und später Arne Domnérus und macht sich auch als Arrangeur einen Namen, unter anderem für die Sängerin Monica Zetterlund. Im Jahr 1961 verdient sich Georg Riedel seine Sporen als Komponist mit Jazz Ballet, einer Aufführung, in der unter der Regie der Choreografin Lia Schubert Jazzrhythmen auf die Harmonien eines klassischen Orchesters treffen. Daraus entsteht im Jahr 1964 ein Album. Im selben Jahr kommt seine Zusammenarbeit mit Jan Johansson heraus. Jazz på Svenska ist ein von der lokalen musikalischen Folklore inspiriertes Album, welches damals zum meistverkauften Jazz-Album in Schweden aufsteigt. Nach zwei weiteren gemeinsamen Werken, Rörelser (1964) und Mobil (1965), setzt Georg Riedel diese Linie mit Adventures in Jazz and Folklore (1966) und für die Bühne bestimmten Kompositionen fort. Danach widmet er sich anderen musikalischen Formen. Das im Jahr 1967 erschienene Album Reidalgia entsteht aus einer eigens für das Fernsehen produzierten Aufnahme einer Jazz-Bigband, die er zusammen mit dem Kammerchor von Eric Ericson leitet. Nach einigen Alben, in denen er sich mit einer poppigen und melodischen Version des Jazz beschäftigt, insbesondere zusammen mit Bengt Hallberg, wendet sich der Künstler zwei Jahrzehnte lang der Filmmusik zu und schreibt Kinderreime. So komponiert er die Partituren für Serien wie Pippi Langstrumpf, darunter auch einige Lieder, die später zu Klassikern werden. Später kehrt Georg Riedel zum Jazz zurück, auf Alben wie Jazz i Kyrkan (1977) und Bröst-Toner (1980) zusammen mit Arne Domnérus und Bengt Hallberg. Mit Hemsöborna komponiert er auch eine Oper nach dem Roman von August Strindberg. Georg Riedel wird im Jahr 2021 von der Stadt Stockholm und mehreren Institutionen geehrt. Er stirb am 25. Februar 2024 im Alter von 90 Jahren.