9 350 Fans
Neuheiten von Mory Kanté auf Deezer
Die beliebtesten Alben von Mory Kanté
Ähnliche Künstler*innen wie Mory Kanté
Playlists & Musik von Mory Kanté
Hör Mory Kanté auf Deezer
Der Kora-Spieler Mory Kanté hat die Musik Westafrikas weltweit bekannt gemacht, die musikalischen Traditionen der Mandinka (einer ethnischen Gruppe, die sich über Mali, Guinea und die Elfenbeinküste erstreckt) bewahrt und dabei einen weltweiten Hit gelandet. Kanté wurde am 29. März 1950 in Guinea geboren und wuchs in einer Familie von Griots auf, einer Kaste in der Mandinka-Gesellschaft, die ihre Geschichten und ihre Geschichte durch Gesang und Literatur weitergibt und zelebriert. Sein erstes Instrument war das Balafon, eine regionale Variante der Marimba, aber er lernte die Kora kennen - ein 21-saitiges Instrument, das an Harfe und Laute erinnert - als seine Familie ihn zum Studium der Musik und der Griot-Traditionen nach Mali schickte.
In seinen frühen Zwanzigern schloss sich Kanté der populären malischen Band Rail Band an, deren Frontmann er schließlich wurde. Die Band wurde von der malischen Regierung als eine Art kulturelles Aufklärungsprogramm gesponsert, und Kanté nahm sich diese Aufgabe für den Rest seines Lebens zu Herzen. Mit diesem Ziel vor Augen gelang Kanté 1987 der weltweite Durchbruch mit seiner Hitsingle "Yé ké yé ké". Kanté war Anfang der 80er Jahre nach Paris gezogen und öffnete seinen Sound für äußere Einflüsse, was dazu führte, dass er ein traditionelles Manding-Lied durch die Brille der modernen westlichen Tanzmusik adaptierte. Der Song wurde ein weltweiter Hit, der in Belgien, den Niederlanden, Finnland, Israel und Spanien auf Platz eins landete. Es wurde die erste millionenfach verkaufte Single aus Afrika und verhalf dem Album Akwaba Beach zu ähnlichem Erfolg. Der Erfolg führte auch zur Zusammenarbeit mit westlichen Künstlern wie Talking Heads und Carlos Santana.
Kantés faktische Rolle als Kulturbotschafter wurde offiziell, als er 2001 von den Vereinten Nationen zum Botschafter des guten Willens ernannt wurde. Er unterstützte auch Ärzte ohne Grenzen, sprach sich gegen die Apartheid aus und setzte sich für die Aufklärung über die noch immer praktizierte Genitalverstümmelung bei Frauen ein. Bis zu seinem Tod am 22. Mai 2020 verschmolz er traditionelle westafrikanische Klänge mit Musik aus der ganzen Welt.