Show cover of Weltgeschichte vor der Haustür

Weltgeschichte vor der Haustür

Warum ist ein sechs Meter hoher Hügel bei Leubingen die Wiege des modernen Europa? „Weltgeschichte vor der Haustür“ begibt sich auf Spurensuche nach besonderen, kuriosen oder scheinbar ganz gewöhnlichen Orten und Objekten, ergründet deren Geschichte und Bedeutung - und erzählt zugleich ein Stück Weltgeschichte.

Titel

"Wir winden dir den Jungfernkranz“ oder "Was gleicht wohl auf Erden" sind mal regelrechte Gassenhauer gewesen. Sie stammen aus dem "Freischütz". Der Inbegriff der romantischen Oper erlebte die Uraufführung 1821 in Berlin, geschrieben wurde das Werk um Liebe, Verrat und zauberische Freikugeln indes in Dresden, vom Königlichen Kapellmeister Carl Maria von Weber. Dieser Tage jährt sich dessen 200. Todestag.   Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler, Stefan Noelke, Thomas Hartmann Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Romy Donath (Leiterin Carl-Maria-von Weber-Museum in Dresden, Leiterin des Museums der Dresdner Romantik im Kügelgenhaus); Andrea Hammes (Musikwissenschaftlerin Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden); Solveig Schreiter (Musikwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe)

04.06.26 • 36:27

Er wirkte als Pfarrer in Berlin, im brandenburgischen Mittenwalde und im damals zu Kursachsen gehörenden Spreewaldort Lübben. Schon die Zeitgenossen schätzten seine poetischen Qualitäten, und noch heute wird Paul Gerhardt zu den bedeutendsten protestantischen Dichtern geistlicher Lieder gezählt. Sie waren Predigten in Reimform, erschienen in schwerer Zeit, nämlich am Ende des Dreißigjährigen Krieges und in den Jahren danach, spendeten Zuversicht, Hoffnung, Trost und Gottvertrauen. In der neuen Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" geht es um das Leben, das Wirken und die Strahlkraft des Theologen, zu dessen Schaffen Lieder wie "Geh aus, mein Herz, und suche Freud´", "Ich steh an Deiner Krippen hier" oder "Nun ruhen alle Wälder“ gehören. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Konrad Klek (Professor für Kirchenmusik am Institut für Praktische Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Universitätsmusikdirektor); Wilma Deißner (Autorin, Vorsitzende und Begründerin des Paul Gerhardt-Freundeskreises in Gräfenhainichen); Albrecht Henkys, (ehemals Kurator der Berliner Nikolaikirche)

21.05.26 • 43:00

Mitten auf dem Marktplatz in Annaberg-Buchholz, dort, wo in anderen Städten der Roland oder der Stadtgründer steht, steht in Annaberg eine Frau: Barbara Uthmann, eine Unternehmerin in der – modern gesprochen – Montan-, Immobilien- und Textilbranche. Als "gute Fee des Erzgebirges" wird Uthmann oft bezeichnet. Das war sie nicht. Aber eine Frau, die erfolgreich in der Männerdomäne Bergbau agierte und den Grundstein für Annabergs Aufstieg in der Posamentenindustrie legte. Podcast-Tipp "Buchgefühl" hier hören: https://1.ard.de/buchgefuehl Katharina von Bora: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3450db225b88dd42/Gießerei Lauchhammer: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:5b5521b7a1146fc3/ Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Wolfgang Blaschke, Leiter des Stadtarchivs Annaberg-Buchholz Manuela Fischer, Leiterin der Klöppelschule Annaberg-Buchholz Bastian Guthke, Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz Reinhart Unger, Chronist und Uthmann-Biograph, Annaberg-Buchholz

07.05.26 • 41:49

Nicht erst seit Goethe weiß man, dass sich Hexen auf dem Brocken versammeln und in der Walpurgisnacht ein großes Fest feiern. Mittlerweile tun es ihnen viele erheblich irdischere Wesen, Männer, Frauen, Kinder nach, verkleiden sich und feiern, und das längst nicht nur auf dem höchsten Berg des Harzes. So ändern sich die Zeiten: einst wurden Hexen verfolgt, gefoltert und auf Scheiterhaufen verbrannt, heute werden Hexensouvenirs aller Art im Harz verkauft. Die neue Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" beleuchtet die Schrecken der Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit, besucht den Hexentanzplatz in Thale, will herausbekommen, wo sich vermeintliche Hexen und Hexer einst trafen und klärt, warum ausgerechnet der Brocken zum Inbegriff der Feierlichkeiten in der Walpurgisnacht geworden ist. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Gerd Schwerhoff (Seniorprofessor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Technischen Universität Dresden) Christoph Eydt (Schriftsteller) Harald Watzek (Diplomingenieur für Ökonomie und Zweiter Vorsitzender des Harzklub Zweigvereins Thale)

23.04.26 • 38:52

Die Himmelsscheibe von Nebra, das Sonnenobservatorium Goseck oder das mitteldeutsche Stonehenge, das Ringheiligtum in Pömmelte: Sachsen-Anhalt bietet einzigartige Einblicke in die Vergangenheit. Eine ist dazugekommen: die Schamanin von Bad Dürrenberg. Ein 9000 Jahre altes Grab mit einer für die Zeit einmaligen Ausstattung. Gefunden 1934 und damals als Grab eines Mannes tituliert, wurde es in den letzten Jahren mit modernsten Methoden neu untersucht. Aus dem Mann ist nicht einfach eine Frau geworden, sondern die für Jahrhunderte mächtigste Frau der Region. Folge zum Krematorium: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:85454cdc09226225/ Folge zum Fürstengrab von Leubingen: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:7774c968e672c05f/ Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Professor Harald Meller, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Dr. Jörg Orschiedt, Anthropologe, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Andreas Siegl, Grabungstechniker, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

09.04.26 • 46:24

Am 19. März 2026 haben Linda und Charly die "Weltgeschichte vor der Haustür" auf der MDR Kultur-Bühne auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt: Wann ist ein Thema Weltgeschichte? Was für Folgen sind den beiden besonders im Kopf geblieben? Außerdem sprechen beide nochmal über Leipzig als die Welthauptstadt des Buches und wie die Leipziger Buchmesse zu dem wurde, was sie heute ist.Folge "Leipzig – Welthauptstadt des Buches" hier hören: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:7feabe4a616a1bf7/

02.04.26 • 26:10

Sie gilt als die größte und älteste Kamelie nördlich der Alpen. Die Camellia japonica im Schlosspark Pillnitz. Sie ist gute neun Meter hoch, der Umfang beträgt 33 Meter, der Durchmesser 11. Etwa 30 000 karminrote Blüten bringt sie in der Blütezeit hervor und ein Großteil des Jahres verbringt sie in einem imponierenden, fahrbaren Gewächshaus. Ursprünglich stammen die Kamelien aus Asien und Südostasien, im 19. Jahrhundert waren sie in Europa DIE Modepflanze schlechthin, und Alexandre Dumas der Jüngere hat sie sogar in seinem Roman "Die Kameliendame" literarisch verewigt. Viele Geschichten ranken sich um die Pflanze, und eine ganze Reihe davon sind nicht wahr... Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Tilman Gebhardt (Gartenbereichsleiter bei der Sächsischen Schlösserverwaltung und u.a. zuständig für den Schlosspark Pillnitz); Priska Lindenberg (Orangeriegärtnerin Schlosspark Pillnitz)

26.03.26 • 35:01

1481 wird in Leipzig erstmals ein Buch gedruckt. Und damit der Grundstock für eine einmalige Wirtschaftsgeschichte gelegt, die im 19. Jahrhundert Leipzig zur Welthauptstadt der Bücher macht. Leipzig wird zum internationalen Vorbild, wie man Bücher herstellt und vertreibt. Podcast-Tipp "Unter Büchern": https://www.ardsounds.de/sendung/unter-buechern-mit-katrin-schumacher/urn:ard:show:170222a71e331d9b/ Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Thomas Keiderling, Buchwissenschaftler Sabine Knopf, Autorin Mark Lehmstedt, Verleger und Buchhistoriker Siegfried Lokatis, emeritierter Professor für Buchwissenschaft

12.03.26 • 44:47

Er war ein Unternehmer, der auch immer an das Wohl seiner Arbeiter und Angestellten dachte. Ein Kapitalist, der sein Geld am liebsten in die Forschung steckte und dem Wohle der Menschheit dienen wollte. Ein Workaholic, der früh den Nutzen der zivilen Luftfahrt erkannte und das Flugzeug als Instrument der Völkerverständigung begriff. "Hass und Rachsucht sind schlechte Kutscher, sie führen in den Abgrund", so seine Überzeugung. Er entwickelte mit der J 1 das erste fliegende freitragende Metallflugzeug der Welt und ist der Vater der "Tante Ju". Die Nazis hatten nach ihrer Machtübernahme nichts Eiligeres zu tun, als diesen Mann von der Spitze seiner Unternehmen zu entfernen. Hugo Junkers war ein Erfinder, ein un- wie außergewöhnlicher Arbeitgeber, ein Mann, der seine Selbständigkeit schätzte. Podcast-Tipp "Die großen Fragen in 10 Minuten": https://1.ard.de/DGF_Artemis Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Armin Fuhrer (Autor) Gerd Fucke, Geschäftsführer des Technikmuseums "Hugo Junkers" in Dessau

26.02.26 • 41:14

Jahrhundertelang band man Kleidungsstücke einfach zusammen, verschloss sie mit Haken und Ösen. Erst seit dem 18. Jahrhundert setzt sich der Knopf in der Alltagskleidung durch. Und damit entstand eine Industrie, die Mitteldeutschland prägte. Mit handwerklich gefertigten Stoffknöpfen aus dem Erzgebirge, Zwirnknöpfen aus der Lausitz, Perlmuttschließen aus Frankenhausen. Doch am bedeutendsten war die thüringische Stadt Schmölln, um 1900 die Welthauptstadt der Knopfproduktion.  Knopfausstellung im Museum Frankenhausen:https://www.regionalmuseum-bfh.de/uerberblick-knoepfe-maxHandschuhhauptstadt Limbach-Oberfrohna:https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:df01e49166bc8b74/ Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Dr. Ulrich Hahnemann, Leiter Regionalmuseum Bad Frankenhausen Stefanie Heilemann, Knopf- und Regionalmuseum Schmölln Klaus Hofmann, Direktor Burg Posterstein Hans-Jürgen Mutz, Knopfmacher, Stadtführer Schmölln

13.02.26 • 36:07

Wer um 1800 in Sachen Mode auf der Höhe der Zeit sein wollte, der konnte sich auf eine Lektüre aus Weimar verlassen: "Das Journal des Luxus und der Moden" gilt als als erstes deutsches Lifestyle-Magazin, ist auch als erste deutsche Modeillustrierte bezeichnet worden und als erstes deutsches Kulturmagazin. Gelesen wurde es in ganz Europa – von Königinnen, jungen Mädchen und Handwerkern auf der Suche nach Inspiration. Die beliebte Vogue des späten 18. Jahrhunderts erschien mehr als 40 Jahre lang und wurde von dem Unternehmer Friedrich Justin Bertuch aus der Taufe gehoben. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Barbara Steingießer (Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Goethe-Museum Düsseldorf); Alf Rößner (Direktor Stadtmuseum Weimar im Bertuchhaus)

30.01.26 • 44:29

Er ist einer der großen Anziehungspunkte Leipzigs: der Südfriedhof. Weit mehr als nur eine Begräbnisstätte, auf der die Leipziger in Reih und Glied liegen. Er ist die letzte Adresse für große Wissenschaftler, Künstler, Kaufleute, Unternehmer, Bürgermeister. Aber ebenso für hunderttausende jener "einfachen Leute", die eine Stadt aufbauen und am Laufen halten. Der Südfriedhof erzählt die Geschichte der Stadt, von wechselnden Begräbnismoden und politischer Vereinnahmung. Hör-Tipp "Provinzjugend – eine Suche": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:6af17bf995f960a7/ Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2026 Mitwirkende: Alfred E. Otto Paul, Sepukralhistoriker, Vorsitzender der Paul Benndorf Gesellschaft zur Förderung und Pflege der Friedhofskultur; Ulrike Dura, Kunsthistorikerin Stadtgeschichtliches Museum Leipzig 

16.01.26 • 40:13

Kein Weihnachten ohne "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Alljährlich läuft der Film rund um die Festtage über eine ganze Reihe von Fernsehkanälen. Außenaufnahmen zum populären Märchenfilm wurden damals rund um das Schloss Moritzburg gedreht, und auch andere Filmemacher haben sich die Schönheit der prachtvollen Barockunterkunft zu Nutze gemacht. In dieser Folge öffnen Linda Schildbach und Thomas Hartmann Haselnüsse und unterhalten sich u. a. mit der Kuratorin der nun schon fast traditionellen Moritzburg-Winterausstellung zum Film. Welche Missgeschicke es beim Dreh des Filmes gab, wie das Schloss Moritzburg zum Drehort wurde und mehr über das Schloss selbst – all das gibt es diesmal zu erfahren. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Margitta Hensel (Kuratorin der "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"-Ausstellung Schloss Moritzburg); Mirko Krüger (Autor, Journalist); David Pieper (Location Manager); Rolf Hoppe (Schauspieler)

02.01.26 • 46:56

"Merseburg bezaubert" – so wirbt die sachsen-anhaltinische Stadt für sich. Was nicht auf das besondere Flair der Stadt anspielt, sondern auf ein Stück Pergament. Auf dem finden sich zwei Texte, die einzigartig in der deutschen Literatur sind: Zaubersprüche auf althochdeutsch. Entdeckt vor knapp 200 Jahren in einem Buch mit christlichen Texten für den Gottesdienst im Dom. Seither rätseln die Wissenschaftler und sind alle Literaturfans bezaubert, von Klang, Poesie und vielleicht auch Magie der ältesten deutschen Dichtung. Eine Weltgeschichte vor der Haustür von Hartmut Schade, gesprochen von Conny Wolter. Podcasttipp "Faust forward": https://1.ard.de/faust-forward Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Prof. Wolfgang Beck, Philologe Uni Jena; Markus Cottin, Leiter der Domstiftsbibliothek Merseburg; Dr. Aletta Leipold, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Projekt Althochdeutsches Wörterbuch; Althochdeutsche Zitate: Professor Eduard Sievers, Linguist, Uni Leipzig, 1925; Dr. Christoph Hössel, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Projekt Althochdeutsches Wörterbuch; Beate Tippelt, Domführerin Merseburg      

18.12.25 • 40:43

Es sei "Gnade und Ehre", auf diesem Instrument zu spielen, sagt Stadtkantor Hartmut Meinhardt – auf der romantischen Regerorgel in der evangelischen Stadtkirche von Bad Salzungen. Nur warum nennt man die Regerorgel Regerorgel? Diesen und vielen anderen Fragen geht die neue Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" auf den Grund. Was zeichnet eine romantische Orgel aus? Was vermag ein Instrument, das im Jahre 1909 eingeweiht wird und auf dem musikalisch-technischen Höchststand seiner Zeit ist? Wer hat die Orgel tatsächlich gebaut, schließlich war Max Reger kein Orgelbauer? Und warum lockt sie heute Organisten aus nah und fern an? Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Hartmut Meinhardt (Stadtkantor Bad Salzungen), Konrad Friedemann Scheffler (Geschäftsführer Orgelwerkstatt Scheffler), Christian Scheffler (2. Geschäftsführer Orgelwerkstatt Scheffler), Karl Weber (Pfarrer Stadtkirche Bad Salzungen)

04.12.25 • 36:24

Wieviel Sozialstaat können, sollen oder dürfen wir uns leisten? Eine Frage, die derzeit heftig und kontrovers diskutiert wird.  Nicht anders als vor knapp anderthalb Jahrhunderten, als Reichskanzler Otto von Bismarck mit Renten-, Kranken- und Unfallversicherung die deutsche Sozialversicherung schuf. So zumindest steht es in allen Geschichtsbüchern und ist doch nur die halbe Wahrheit. Denn Otto hatte einen Vorläufer und vor allem Vordenker: Otto zu Stolberg-Wernigerode. Er erließ in seiner Grafschaft schon vorher Sozialgesetze und drängte Bismarck, dies für das ganze Reich zu tun. Hier hören: Weltgeschichte vor der Haustür – Schulze-Delitzsch und die Genossenschaftsidee Hier hören: Weltgeschichte vor der Haustür – Das Josephskreuz von Stolberg Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Konrad Breitenborn, Historiker, Buchautor    Jan Kellershohn, Institut für Landesgeschichte LDA Halle André Niedostadek, Jurist, FH Harz

20.11.25 • 35:57

Martin Luther beginnt hier seine Übersetzung der Bibel. Die Heilige Elisabeth wirkt an diesem Ort. 1817 feiern Studenten ein berühmt gewordenes Fest und setzen sich für ein geeintes Deutschland ein. Und ein sagenhafter Gesangswettstreit auf Leben und Tod tobt hier, der legendäre "Sängerkrieg auf der Wartburg". Er ist wirklich nur Legende, Fiktion, hervorgegangen aus mittelalterlichen Dichtungen. Was nicht heißt, er hätte keinen realen Hintergrund. Der Sängerkrieg wurde Sagenstoff, von den Schriftstellern der Romantik aufgegriffen und durch Richard Wagner schließlich mit der Sage um den Tannhäuser verbunden. Weshalb in der neuen Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" auch die weltweit zweitgrößte Wagner-Sammlung im Reuter-Wagner-Museum in Eisenach vorgestellt wird.  Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Grit Jacobs (Leiterin der Abteilung Sammlung, Forschung und Museumspädagogik auf der Wartburg); Thomas Krakow (Vorsitzender des Richard Wagner-Zentrums Mitteldeutschland); Reinhold Brunner (Leiter des Fachdienstes Museum und Archiv der Stadt Eisenach);  Christina Arnold, Museologin, Mitarbeiterin im Thüringer Museum Eisenach)

09.11.25 • 41:47

Als Ruine erhalten und nicht wie anderen Kirchen abgerissen, sollte die Frauenkirche in Dresden ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt sein - so wie die Ägidienkirche in Hannover und Sankt Alban in Köln. Doch diese sind noch heute Mahnmale, die Frauenkirche wurde ein halbes Jahrhundert nach ihrer Zerstörung wieder rekonstruiert. Vor 20 Jahren wurde die neue Frauenkirche eingeweiht. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Hans Joachim Jäger, Mitbegründer der Bürgerinitiative zum Wiederaufbau der Frauenkirche Torsten Remus, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen Joachim Schneider, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

26.10.25 • 40:38

Sie waren tödlich – die Grenzanlagen der Deutschen Demokratischen Republik. Gleichzeitig boten sie seltenen Tier- und Pflanzenarten Schutz und Platz zum Überleben. Der so entstandene Naturstreifen verläuft heute als Grünes Band Deutschlands dort, wo sich einst die deutsch-deutsche Grenze befand, ist gleichzeitig Erinnerungsort und Naturschutzprojekt in einem und gehört heute zum Grünen Band Europa. Die neue Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" erinnert an die Dramen, die sich einst an der Nahtstelle zwischen Ost und West abspielten, an die Maßnahmen der DDR, um  die Grenzanlagen zu einem menschenfeindlichen Monument der Unüberwindlichkeit auszubauen, an das Leben in der grenznahen 5-Kilometer-Sperrzone. Gleichzeitig aber zeigt sie, wieviel Engagement, Geduld und Hartnäckigkeit vonnöten waren, damit das Grüne Band überhaupt zu einem Naturschutzprojekt werden konnte. Hostin: Linda Schildbach; Autor und Producer: Thomas Hartmann; Sprecherin: Conny Wolter; Techn. Distribution: Theresa Wünsch; Redaktion: Stefan Noelke; Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Kai Frobel (Leiter des Kompetenzzentrums Grünes Band des BUND, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland), Andreas Weihe (Erster Vorsitzender des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins Abbenrode), Wolfram von Scheliha (Referent beim Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Anne Haertel (Geschäftsführerin beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V., Autorin), Ines Godazgar (Journalistin, Autorin), Nele Herkt (Geschäftsführerin der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt), Lothar Engler (Organisator Grenzerkreis Abbenrode)

12.10.25 • 42:35

Thüringer Meer nennt sich großspurig der Bleilochstausee. Und wirbt damit, DAS Naturparadies im Grünen Herzen Deutschlands zu sein. Ein Anziehungspunkt für Segler, Angler, Surfer, für Wanderer und Radler. Doch nicht für Sommerfrischler wurde vor 100 Jahren, 1925, mit dem Bau der Talsperre begonnen, sondern um Jena, Naumburg, Kahla vor Hochwasser zu schützen und die Carl-Zeiss-Werke mit sauberem Strom zu versorgen. Der Bau der Talsperre stellte die Ingenieure vor ungeahnte Herausforderungen und wurde zum Vorbild für weitere Talsperren. Seit 2016 gilt die Talsperre als Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst. Eine Weltgeschichte vor der Haustür von Hartmut Schade, gesprochen von Conny Wolter. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Stephan Gunkel, Flussbüro Erfurt Martin Loga, Elektroingenieur, Vattenfall Wasserkraft GmbH Harald Mittelsdorf, Historiker, Buchautor Marco Müller, Bauingenieur, Vattenfall Wasserkraft  GmbH

28.09.25 • 35:01

Der zweite Teil des Bauhaus-Podcasts beleuchtet die Phase ab 1925: Warum wird Dessau zur neuen Heimat des Bauhauses? Was bedeutet es für die Bildungsstätte (ab 1926 Hochschule für Gestaltung), inmitten einer Industrieregion auszubilden? Was macht das 1926 eröffnete Bauhausgebäude zu einer Ikone der Klassischen Moderne? Warum beschränkt sich der Aufenthalt des Bauhauses in Dessau wie in Weimar nur auf wenige Jahre? Und was ist das nun, "modern"? Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Barbara Steiner (Direktorin und Vorständin der Stiftung Bauhaus Dessau), Torsten Blume (Wissenschaftlicher und Künstlerischer Mitarbeiter der Stiftung Bauhaus Dessau), Peter Biewer (Mitarbeiter in der Abteilung Bau, Bauforschung und Denkmalpflege der Stiftung Bauhaus Dessau)

14.09.25 • 36:45

"Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau!" Mit diesen Worten beginnt das Manifest des "Staatlichen Bauhauses in Weimar", gemeinsam mit einem Programm verfasst von Walter Gropius im April 1919. An seinem Haus sollte das Bewusstsein für das "Mit- und Ineinanderwirken aller Werkleute" vermittelt, sollte die Grenze zwischen Handwerk und Kunst aufgelöst werden. Nach Jahren des Krieges stand der Begriff "Gemeinschaft" nicht mehr für Tod und Verderben, sondern für schöpferische Kraft. Ein gewichtiger Höhepunkt der Weimarer Zeit war die Bauhausausstellung von 1923, eine Leistungsschau mit großer Ausstrahlung. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2023/25 Mitwirkende: Ulrike Bestgen (Abteilungsleiterin Bauhaus-Museum, Moderne und Gegenwart der Klassik-Stiftung Weimar) Ute Ackermann (Kustodin der Bauhaus-Sammlung Weimar) Anke Blümm (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bauhaus-Museum Weimar)

11.09.25 • 39:49

Es ist eine Kopfgeburt, das Handballspiel. Erdacht von Sportfunktionären, die Frauen in Bewegung bringen und den Fußball zurückdrängen wollen. In Mitteldeutschland fasst der neue Sport rasch Fuß. Magdeburg, Dessau, Leipzig, Weißenfels und Halle werden zu Zentren des Handballs. In der Saalestadt findet am 13. September 1925 auch das erste Handballländerspiel statt. Wie es dazu kam und warum Mitteldeutschland und besonders Magdeburg immer noch erfolgreich sind, erzählt diese Weltgeschichte vor der Haustür. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Erik Eggers, Publizist und Historiker Dr. Dirk Suckow, Historiker, MLU Halle Christoph Theuerkauf, Handballer, Trainer SCM Youngsters Winfried Wächter, Sportjournalist Hier den Podcast "Vier Töne gegen Stalin" hören: https://1.ard.de/alles-geschichte-schostakowitsch

31.08.25 • 38:30

Der Philosoph Friedrich Nietzsche verstarb vor 125 Jahren. Er ruht in dem kleinen Ort Röcken. Wir haben die Erinnerungsstätte besucht, die auf allen Bombast und jeglichen Eventcharakter verzichtet, ein stilles Ensemble des Gedenkens ist. Röcken - das ist auch der Geburtsort des Pfarrerssohns, der seinen Vater bereits mit vier Jahren verliert. In Naumburg nach Bildung strebt und als "Kleiner Pastor" verspottet wird. Der bereits in jungen Jahren eine religionskritische Haltung zu entwickeln beginnt. Diesen jungen Nietzsche wollen wir näher kennenlernen - und das Verhältnis des späteren Philosophen zu Gott und Kirche beleuchten.    Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Technische Distribution: Theresa Wünsch Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025Teilnehmer: Ralf Eichberg (Philosoph, Kulturwissenschaftler, Leiter des Nietzsche-Dokumentationszentrums und des Nietzsche-Hauses in Naumburg); Stefanie Jung (Anglistin, Vorsitzende des Nietzsche-Vereins Röcken); Elmar Schenkel (Literaturwissenschaftler, stv. Vorsitzender des Nietzsche-Vereins Röcken)

17.08.25 • 41:59

Leipzig ist Bachstadt. Bachwoche, Bach-Archiv und natürlich Thomanerchor und Thomaskirche. Doch es gibt noch einen zweiten musikalischen Säulenheiligen: Felix Mendelssohn Bartholdy. Ohne den könnte sich Leipzig nicht Bachstadt nennen, ohne ihn wäre Leipzig auch keine Musikmetropole. Denn Gewandhausorchester und Konservatorium sind von ihm geprägt. Wie der jüngste Gewandhauskapellmeister aller Zeiten das Musikleben der Stadt revolutionierte, erzählt Hartmut Schade in seiner Weltgeschichte vor der Haustür. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025Mitwirkende: Gerald Fauth, Rektor der Hochschule für Musik und Theater Leipzig Clemens Harasim, Mitarbeiter Leipziger Mendelssohn Gesamtausgabe Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig Patrick Schmeing, Direktor des Mendelssohn-Hauses und geschäftsführender Vorstand der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung Cornelia Thierbach, Museumsleiterin Mendelssohn Haus Leipzig

03.08.25 • 35:33

Hans Christian Andersen liebte das Reisen. Er lernte das Osmanische Reich kennen, Portugal oder Großbritannien. Eine seiner ersten Reisen führte ihn 1831 nach Deutschland - der Anlass war eine unglückliche Liebe. Das Reiseziel Deutschland hatte mit seiner Vorliebe für Autoren wie E.T.A. Hoffmann, Ludwig Tieck oder Heinrich Heine zu tun. In die Sächsische Schweiz zog es ihn wegen seiner Schwäche für Berge, Felsen, Täler und Höhlen. Und die Stadt Dresden faszinierte ihn so sehr, dass er danach immer wieder zurückkehrte.Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas HartmannSprecherin: Conny WolterTechnische Distribution: Theresa WünschRedaktion: Stefan NoelkeProduktion: MDR Kultur und Jugend 2025Mitwirkende: Romy Donath (Leiterin Kügelgen-Haus Dresden); Hanka Owsian (Kulturwissenschaftlerin, Gästeführerin); Silke Fischer (Geschäfsführerin Märchenland)

20.07.25 • 35:08

Was verbindet Luther mit Scharnhorst? Neptun mit dem polnischen Fürsten Mieczyslaw und Boleslaw? Das Leipziger Marxmonument über dem Universitätseingang mit dem Buchenwalddenkmal? Die Antwort: Lauchhammer. Das Wormser Lutherdenkmal und das Leipziger Marxmonument, der Berliner und Nordhäuser Neptunbrunnen, die Statuen der ersten christlichen polnischen Fürsten - sie alle entstanden in der Kunstgießerei Lauchhammer. Gegründet vor 300 Jahren als Eisengießerei durch eine Frau. Die damit die Industrialisierung der Lausitz auslöste. Anm. d. Red.: In einer früheren Fassung des Podcasts sagten wir, dass das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar und das Wittenberger Lutherdenkmal ebenfalls in Lauchhammer gegossen wurden. Mehrere Hörerinnen und Hörer haben uns aufmerksam gemacht, dass das nicht stimmt. Der Wittenberger Luther wurd ein Berlin gegossen und das Weimarer Goethe-Schiller-Denkmal entstand in München, weil der bayrische König Geld dafür gab. Aber es gibt drei Kopien dieses Denkmals in den USA (San Francisco, Milwaukee und Cleveland) und diese Kopien wurden in Lauchhammer gegossen. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Antje Bräuer, Kustodin Gießereimuseum Lauchhammer Dr. Sönke Friedreich, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde       Dr. Michael Wetzel, Landeshistoriker TU Chemnitz

06.07.25 • 39:42

In der neuen Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" besuchen wir ein Technisches Denkmal. Ein Denkmal, das in voller Schönheit "Historischer Schieferbergbau Lehesten" heißt. Bereits im 13. Jahrhundert wurde um Lehesten Schiefer gewonnen, später befanden sich hier die größten Schiefertagebaue Europas, noch später musste das Gestein sogar unter Tage aus dem Erdreich geholt werden. Wegen seiner beeindruckenden Eigenschaften diente Schiefer vor allem als Dach- und Wandschiefer, man stellte allerdings auch andere Dinge daraus her. Der poetische Name des hiesigen Schiefers lautete "Blaues Gold". So genannt wegen seiner Färbung und seiner außergewöhnlichen Qualität. Hostin: Linda SchildbachAutor und Producer: Thomas HartmannSprecherin: Conny WolterRedaktion: Stefan NoelkeProduktion: MDR Kultur und Jugend 2025Mitwirkende: Dorit Gropp (Historikerin, Vorstandsmitglied der Stiftung "Thüringischer Schieferpark Lehesten"), Peter Langbein (Ingenieur für Baustofftechnologie), Jörg Pantzer (Museumsführer), Klaus Mäder (Diplomingenieur für Kraftfahrzeugtechnik), Bernd Adolph (Hauer), Lothar Brandt (Schießhauer) 

22.06.25 • 29:42

Nachhaltigkeit ist eines der großen Themen der Gegenwart. Von den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bis zu nachhaltiger Cola, dem nachhaltigen Kleid und dem nachhaltigen Urlaub: Vieles wird heute mit dem Label "Nachhaltigkeit" versehen. Wie aus dem forstwissenschaftlichen Fachbegriff ein Kultwort wurde und warum "Nachhaltigkeit" heute aktueller denn je ist, erzählt diese Folge der "Weltgeschichte vor der Haustür".Hostin: Linda SchildbachAutor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny WolterRedaktion: Stefan NölkeProduktion: MDR Kultur und Jugend 2025Mitwirkende: Bernd Hansjürgens, Professor, Leiter des Departments Ökonomie, Helmholtz-Zentrum für UmweltforschungFriedhart Knolle, Ex-Sprecher des Nationalparks HarzDominik Thom, Professor für Waldbau, TU Dresden

08.06.25 • 32:45

In diesem Jahr begeht die Palucca Hochschule für Tanz Dresden ihren 100. Geburtstag. 1925 rief eine der bedeutendsten Vertreterinnen des Modernen Tanzes ihre Schule ins Leben: Gret Palucca. Da war an eine Hochschule noch nicht zu denken. Die neue Folge von "Weltgeschichte vor der Haustür" besucht den Unterricht an der einzigen eigenständigen Tanzhochschule in Deutschland, bringt in Erfahrung, wie sie aufgebaut ist oder wie wichtig Selbständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung für die Tanzenden sind. Natürlich widmet sie sich ausgiebig der Geschichte dieser Institution wie der Biographie Gret Paluccas. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas HartmannSprecherin: Conny WolterTechnische Distribution: Theresa WünschRedaktion: Stefan NoelkeProduktion: MDR Kultur und Jugend 2025Mitwirkende: Angela Rannow (Tanzwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin Palucca Hochschule), Angelika Forner (künstlerische Mitarbeiterin Palucca Hochschule), Katharina Christl (Professorin für Choreographie, Direktorin Palucca Hochschule), Wilhelm Julius Waske (Bachelorstudent Tanz), Gret Palucca (Tänzerin, Tanzpädagogin)  Filmtipp: Der Film „Die Welt tanzt in Dresden“ begleitet Schüler, Studenten und Lehrer durch das 100. Jahr an der Palucca-Schule. Hier anschauen: https://1.ard.de/palucca100?wg

22.05.25 • 37:59

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