10/14/24 • 1 h 01 min
Mit der möglichen Rückkehr von Donald Trump ins Weisse Haus wächst die Furcht vor seiner «America First»-Politik – doch diese Idee ist viel älter als Trump. In dieser Folge von «Überall Geschichte» zeichnen Mirco Melone und Alan Cassidy die Geschichte der wichtigsten aussenpolitischen Strömung der USA nach: des Isolationismus. Warum wollten sich die Vereinigten Staaten über weite Phasen von der Welt fernhalten? Welche Rolle spielten dabei moralisch-religiöse Überzeugungen und wirtschaftliche Interessen? Wie hat sich das Selbstverständnis der Supermacht immer wieder verändert? Und was ist an Trumps «America First» wirklich neu?Diese Folge stützt sich u.a. auf den Artikel «Weltmacht wider Willen» im Heft NZZ Geschichte, Nr. 54: Weltmacht USA. Ihr findet sowohl die Einzelausgabe als auch die übrigen (sehr empfehlenswerten!) Ausgaben des Magazins im Shop der NZZ.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Weitere Informationen findet ihr auf ueberallgeschichte.info. Falls euch diese Episode gefällt, bewertet und abonniert uns gerne.Tags: USA, Donald Trump, Aussenpolitik, Isolationismus, America First
***Unterstütze «Überall Geschichte!» auf Steady! Mit deinem Beitrag hilfst du uns, diesen Podcast unabhängig weiterzuführen.***Wenn heute über die USA gesprochen wird, dominiert meist ein einfaches Bild: gespaltenes Land, Blau gegen Rot, Demokraten gegen Republikaner. Das ist nicht falsch, aber es greift zu kurz. In dieser Folge schlagen wir deshalb eine andere Perspektive vor. Wir schauen auf die Vereinigten Staaten als historisches Mosaik regionaler Kulturen, deren Konfliktlinien weit älter sind als Parteien und Wahlkämpfe.Ausgangspunkt ist der Ansatz des Journalisten und Historikers Colin Woodard. Seine These: Die tiefsten Brüche der USA verlaufen nicht zwischen politischen Lagern, sondern zwischen Regionen, die seit der Kolonialzeit unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit, Staat, Religion und Ordnung entwickelt haben. Wir reisen von Neuengland über New York und die Midlands bis in den Süden, nach Appalachia und an die Westküste und zeigen, wie diese Kulturen entstehen, sich nach Westen ausbreiten und bis heute politische Debatten prägen. Die USA erscheinen so weniger als zerfallender Nationalstaat, sondern als dauerhaftes Aushandlungsprojekt zwischen sehr unterschiedlichen Gesellschaftsvorstellungen.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: USA, Kolonialismus, Kulturgeschichte, GeografieFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
1/18/26 • 56:00
***Unterstütze «Überall Geschichte!» auf Steady! Mit deinem Beitrag hilfst du uns, diesen Podcast unabhängig weiterzuführen.***Er soll den Zweiten Weltkrieg vorhergesehen haben, den 11. September und sehr vieles mehr sowieso: Der französische Arzt und Astrologe Michel de Nostredame, besser bekannt als Nostradamus, gilt bis heute als der berühmteste Wahrsager der Geschichte. Seine rätselhaften Vierzeiler sind über Jahrhunderte hinweg gedeutet, gefeiert und gefürchtet worden. Doch wer war der Mensch hinter dem Mythos? Was hat er tatsächlich geschrieben – und in welchem historischen Kontext ist das zu verstehen? In dieser Folge nähern wir uns Nostradamus als Figur des 16. Jahrhunderts: als Pestarzt, religiös geprägter Denker und Repräsentant einer Zeit, in der die Apokalypse oft ganz nahe schien. Wir sprechen über seine Texte, ihren späteren Kultstatus und darüber, wie die Prophezeiungen rückblickend immer wieder neu gelesen wurden: vom Hof des französischen Königs bis zu Verschwörungstheorien im 21. Jahrhundert.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Pest, Nostradamus, Prophezeiungen, FrankreichFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
1/4/26 • 57:57
***Unterstütze «Überall Geschichte!» auf Steady! Mit einem Abo hilfst du uns, diesen Podcast unabhängig weiterzuführen. Auf Steady kannst du ausserdem Geschenkabos abschliessen.***Ein Jahresrückblick, einmal anders: In dieser Folge von «Überall Geschichte!» greifen wir fünf historische Fundstücke auf, über die wir im Laufe des Jahres gestolpert sind und die uns nicht mehr losgelassen haben. Wir sprechen über den Ausbruch des isländischen Vulkans Laki im Jahr 1783 und darüber, wie dieser Klimaschock den Boden für die Revolution mit bereitete. Wir rekonstruieren die Geburtsstunde des Emoticons. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie viel «Tradition» in der italienischen Küche wirklich steckt. Wir erzählen von einer gescheiterten sozialistischen Kolonie in Texas (ausgerechnet). Und wir gehen einem brisanten Foto aus dem Frankreich der Besatzungszeit nach, das jahrzehntelang unter Verschluss blieb und grundlegende Fragen zu politischer Macht, Verantwortung und Erinnerung aufwirft.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Revolution, Internet, Mitterrand, Texas, Italienische KücheFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
12/22/25 • 49:12
Die Erde ist eine Scheibe: Das glauben heute nur noch wenige. Doch obschon das Wissen über unseren Planeten im späten 19. Jahrhundert bereits weit fortgeschritten war, hielt sich der Glaube an die flache Erde in manchen Kreisen hartnäckig. Einer der Menschen, der ihm anhing, war Melchior Dönni, Käser aus Luzern, dessen spannende Geschichte der Schweizer Historiker Urs Hafner in einem neuen Buch aufgearbeitet hat. Melchior Dönni war religiös geprägt, technisch interessiert – und überzeugt, dass alle anderen falsch lagen. In Broschüren und mit eigens konstruierten Erdreliefs vertrat er seine Theorie von der flachen Erde mit erstaunlicher Hartnäckigkeit.Wir fragen: Warum klammerte sich Dönni so an seine Sicht? Welche Netzwerke, Ideen und Einflüsse führten dazu? Und was sagt sein Fall über die Entstehung von Wissenschaftsskepsis, Verschwörungsdenken und den Glauben an alternative Wahrheiten – damals wie heute?«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Wissenschaft, Schweiz, Flat Earth, ModernisierungFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! PodcastFür diese Folge wurde u.a. folgende Literatur verwendet:Hafner, Urs: Dönnis Erdscheibe. Ein Käser und seine Welt, Zürich 2025.
12/7/25 • 63:06
Sauberes Wasser, saubere Städte, saubere Berge: Kaum ein Land pflegt sein Bild als Naturidylle so sorgfältig wie die Schweiz. Doch unter der Oberfläche lauert eine andere Geschichte: die der Gifte. In dieser Folge sprechen wir mit der Historikerin Claudia Aufdermauer über ihr Buch «Vergiftete Schweiz». Es erzählt von den unbekannten Seiten der Industrialisierung: von Flüssen voller Chemikalien, arsenhaltigen Tapeten, vergifteten Böden – und von Arbeiter:innen, die in diesen Landschaften krank wurden.Wir fragen: Wie wurde ausgerechnet ein Land ohne Rohstoffe zu einer Industrie- und Exportnation? Wie passte der Fortschrittsglaube zu den sichtbaren Schäden? Und warum galt die Schweiz trotzdem als sauber? Ein Gespräch über die dunklen Spuren der Moderne und über die blinden Flecken, die sie hinterlassen hat.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Umwelt, Industrialisierung, Modernisierung, Chemie, PFASFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
11/30/25 • 31:56
Ob Dürre, Hagel oder sintflutartige Regenfälle: Wenn das Wetter heute extreme Formen annimmt, ist die Sehnsucht gross, es zu kontrollieren. Und die Angst ebenso: vor dem Eingriff von Staaten, Firmen oder geheimen Mächten. Denn die Idee, dass sich das Wetter steuern lässt, ist nicht neu.In dieser Folge erzählen wir die Geschichte der «Wettermacher». Wir beginnen im 19. Jahrhundert bei James P. Espy, der Regen mit Feuer auslösen wollte. Wir zeigen, wie der technische Fortschritt im 20. Jahrhundert die Idee befeuerte, das Wetter sei steuerbar – und wie sich diese Vorstellung im Kalten Krieg politisch auflud: mit geheimen Programmen, militärischen Einsätzen und einem internationalen Abkommen, das Wetter als Waffe verbietet. Heute heisst das Thema Geoengineering, und es steht im Zentrum hitziger Debatten über den Klimawandel. Eine Folge über Technik, Vertrauen und die Frage, warum die Idee vom «Wettermachen» bis heute so wirksam ist.WERBEPARTNERHOLY – das sind Softdrinks ohne Zucker, aber mit vollem Geschmack. Probiert es aus! Mit dem Code GESCHICHTE10 gibt es im HOLY-Shop 10% Rabatt auf alle Drinks.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Wetter, Klima, Cloudseeding, Operation PopeyeFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
11/23/25 • 53:22
Anfang der 1950er-Jahre sorgt in den USA ein republikanischer Senator für Schlagzeilen: Joseph McCarthy behauptet, das US-Aussenministerium sei von Kommunisten unterwandert. Was folgt, ist eine Welle aus Verdächtigungen, öffentlichen Anhörungen und Berufsverboten, in der Angst und Paranoia zur Methode wurden – politisch, medial und gesellschaftlich.In dieser Folge erzählen wir die Geschichte des McCarthyismus. Wir zeigen, wie ein einzelner Politiker ein ganzes Land in Misstrauen stürzen konnte, worauf er dabei aufbaute und wie tief diese Jahre in Behörden, Universitäten, Kultur und im Alltag nachwirkten. Wir werfen einen Blick auf die Rolle der Medien, die Mechanismen der Einschüchterung – und auf die Stimmen des Widerstands. Und wir fragen: Was steckt dahinter, wenn heute im Amerika von Donald Trump wieder von einem «neuen McCarthyismus» die Rede ist?«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: McCarthy, Kommunismus, Kalter Krieg, Paranoia, USAFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
11/9/25 • 57:10
Luftbilder prägen unsere Vorstellung von Kriegen. Sie zeigen Städte von oben, Truppen in Bewegung, Spuren der Zerstörung. Der Blick aus der Luft verspricht Objektivität. Doch was sehen wir wirklich? In dieser Folge erzählen wir die Geschichte der Luftbildfotografie: von den ersten Aufnahmen aus dem Ballonkorb bis zu den Beweisfotos der Kubakrise. Wir zeigen, wie sich das Luftbild vom staunenden Überblick zum Mittel der Überwachung, Deutung und Machtdemonstration entwickelt – und wie es manchmal erst Jahrzehnte später spricht, wie im Fall der Auschwitz-Aufnahmen, die 1944 gemacht, aber erst in den 1970er-Jahren ausgewertet wurden. Spätestens mit dem Auftritt des US-Aussenministers Colin Powells vor dem Irak-Krieg 2003 wird klar: Auch scheinbar neutrale Bilder sind nie eindeutig. Sie brauchen Kontext – und können gezielt politisch eingesetzt werden. Wir fragen: Wie entsteht Wahrheit aus Bildern? Und wie viel Macht liegt im Blick von oben?«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Luftbilder, Kubakrise, Auschwitz, IrakkriegFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
10/26/25 • 63:38
Wer je im Ferienstau am Gotthard stand oder im Schnellzug durch den Tunnel gefahren ist, hat selbst erlebt, wie wichtig dieser Durchgang durch die Alpen für die Schweiz und für Europa ist. Doch wie wurde aus einem unwegsamen Pass einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Kontinents? In dieser Folge erzählen wir die Geschichte des ersten Gotthardtunnels – ein Bauwerk, das Technikgeschichte schrieb und zum Symbol der modernen Schweiz wurde. Wir begegnen dem Eisenbahnkönig Alfred Escher, dem Baumeister Louis Favre und den tausenden italienischen Arbeitern, die sich unter schwierigsten Bedingungen durch Granit, Wasser und Staub kämpften. Und wir zeigen, warum sich am Gotthard nicht nur ein Tunnel öffnete, sondern auch eine neue Epoche: wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. Eine Folge über Fortschrittsglauben, Machtkämpfe, nationale Erzählungen und das Drama hinter einem Monument.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Gotthard, Eisenbahn, Alfred Escher, Tunnelbau, SchweizFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
10/12/25 • 70:37
**Diese Folge präsentieren wir euch in Zusammenarbeit mit unserem Sponsor be-weg.ch, eurem Studio für Bewegung, Personal Training und individuelle Begleitung für Menschen jeden Alters in Basel und darüber hinaus.** Jogging, Gym, Youtube-Workouts – für viele ist Fitness heute Teil des Alltags. Doch die Idee, den Körper bewusst zu formen, zu disziplinieren oder zu optimieren, ist überraschend jung. In dieser Folge fragen wir: Woher kommt sie eigentlich? Wir diskutieren in dieser Folge die frühen Sportpädagogen Johann Christoph Friedrich GutsMuths und Friedrich Ludwig Jahn, den Wunsch der Lebensreform-Bewegung nach Licht, Luft und einfachen Übungen, das Müesli des Arztes Maximilian Bircher-Benner, die Trimm-dich-Kampagnen im Nachkriegsdeutschland – und die Entstehung einer globalen Fitnessindustrie. Dabei geht es nicht nur um Bewegung, sondern auch um Selbstbilder, Ideale und darum, dass Fitness und Sport bisweilen auch mit politischen Botschaften aufgeladen werden.«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.Wir freuen uns über Feedback an podcast@ueberallgeschichte.info. Mehr Infos findet ihr auf https://ueberallgeschichte.info. Wenn euch diese Episode gefällt, abonniert uns gerne!Tags: Sport, Fitness, Turnen, LebensreformFolge uns auf Instagram: @ueberallgeschichteund auf LinkedIn: Überall Geschichte! Podcast
9/29/25 • 61:28