Big Black wird im Jahr 1981 in Evanston, Illinois, gegründet. Die Formation gehört zu den einflussreichsten Bands in der Geschichte des Punkrocks. Ihr rauer, herausfordernder Sound ist eine Mischung aus Hardcore-Punk, Industrial und experimentellem Noise-Rock. Big Black zeichnen sich durch den Einsatz von Drumcomputern und ihre kontroversen Texte aus. Darin dreht sich alles um Themen wie Rassismus, Mord und anderen dubiosen Themen. Der am 22. Juli 1962 in Pasadena, Kalifornien, geborene Gitarrist, Sänger und Produzent Steve Albini nimmt die erste Big Black-EP, Lungs (1982), zunächst als Soloprojekt auf. Mit den Naked Raygun-Mitgliedern, Gitarrist Santiago Durango und Bassist Jeff Pezzati, wächst die Gruppe zu einem Trio heran. Ihre zweite EP, Bulldozer, wird im Jahr 1983 veröffentlicht, gefolgt von der EP Racer X (1985). Jeff Pezzati verlässt Big Black, um seine Energie auf Naked Raygun zu konzentrieren. Santiago Durango hingegen verlässt Naked Raygun, um sich Big Black in Vollzeit anzuschließen. Jeff Pezzati wird durch den Bassisten Dave Riley ersetzt. Big Black veröffentlichen 1986 ihr Debütalbum Atomizer. Die Scheibe kommt bei den Kritikern sehr gut an und entwickelt sich zu einem Klassiker des Underground- und Indie-Punk. Im selben Jahr veröffentlichen sie The Hammer Party, eine Compilation, die ihre EPs Lungs und Bulldozer zusammenfasst. Steve Albini und Big Black bekommen Probleme mit ihrem Label Homestead Records. Deswegen wechseln sie für die Veröffentlichung ihrer EP Headache (1987) zum Label Touch and Go. Obwohl sie sich zu einer der vielversprechendsten Bands der Indie-Punk-Bewegung entwickeln, führen Spannungen innerhalb der Gruppe – unter anderem Dave Rileys Alkoholprobleme und Santiago Durangos Absicht, Jura zu studieren – zur Auflösung der Band. Bevor sie sich trennen, nehmen sie ihr zweites und letztes Album Songs About Fucking (1987) auf. Auch dieses Album wird von den Kritikern gelobt und schafft es seit seiner Veröffentlichung in viele Top 50 / 100 / 200 Alben der 1980er Jahre. Steve Albini gründet später Rapeman und Shellac. Außerdem produziert und konzipiert er Alben von Künstlern wie Nirvana, The Pixies, Jimmy Page & Robert Plant, P.J. Harvey und vielen anderen. Steve Albini stirbt am 7. Mai 2024 an einem Herzinfarkt in seinem Aufnahmestudio. Er ist 61 Jahre alt geworden.