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Maria Bethânia Viana Teles Veloso (geboren am 18. Juni 1946 in Santo Amaro, Bahia) ist die jüngere Schwester von Caetano Veloso. Sie entstammt den Theater- und Musikkreisen Salvadors und erlangte 1965 ihren nationalen Durchbruch, als sie in der Show Opinião in Rio de Janeiro auftrat und mit dem Protestsong "Carcará" einen entscheidenden frühen Hit landete, der sie zu einer der markantesten Stimmen der MPB machte. In den 1970er Jahren entwickelte sie eine charakteristische Bühnensprache, die Gesang, gesprochenes Wort und brasilianische Literaturreferenzen vermischte, während sie eine Reihe von Aufnahmen machte, die mit Álibi (1978) einen großen kommerziellen Erfolg erzielten, ein Meilenstein, der in Brasilien mehr als eine Million Exemplare verkaufte und sie als eine der meistverkauften Künstlerinnen der Ära festigte. Sie schloss sich auch der Tropicalismo-Generation an, die eng mit dem Kreis ihres Bruders verbunden war: 1976 schloss sie sich mit Caetano Veloso, Gilberto Gil und Gal Costa in der Supergruppe Doces Bárbaros zusammen, die durch Live-Veröffentlichungen und Filme dokumentiert wurde. In den 1980er- und 1990er-Jahren blieb sie eine wichtige Konzert- und Interpretenpersönlichkeit, indem sie ein Repertoire zusammenstellte, das Samba, Bolero und zeitgenössisches Songwriting miteinander verband. In den 2010er Jahren hielt sie die Waage zwischen neuen Studioarbeiten und prestigeträchtigen Live-Produktionen. Sie veröffentlichte Meus Quintais (2014) und das karrieremarkierende Konzertprojekt Abraçar e Agradecer (2015 live aufgenommen und 2016 veröffentlicht) und kehrte 2019 mit Mangueira - A Menina dos Meus Olhos zurück, einer Studio-Hommage an Estação Primeira de Mangueira. Es folgte Noturno (2021), mit dem sie ihre späte Karriere auf Stimme, Text und Atmosphäre konzentrierte, und 2025 stand sie erneut gemeinsam mit Caetano Veloso im Rampenlicht des Tourneeprojekts, das auf Caetano e Bethânia Ao Vivo (2025) festgehalten wurde.