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Avishaï Cohen wurde am 20. April 1970 im Kibbuz Kabri in Israel geboren, wuchs in der Nähe von Jerusalem auf und lernte zunächst Klavier, bevor er sich mit 14 Jahren dem Bass zuwandte und später bei Michael Klinghoffer Jazz-Kontrabass studierte. Als Student der Musikakademie in Jerusalem ging er anschließend zum Studium nach New York und lernte dort den Pianisten Danilo Perez kennen, der ihn in sein Trio aufnahm. 1997 erhielt Avishaï Cohen das Angebot, in die beiden neuen Formationen des Pianisten Chick Corea einzutreten: das „Chick Corea’s New Trio“ und das Ensemble „Origin“, mit denen der Kontrabassist sechs Jahre lang zusammenarbeitete. Er wirkte zudem an der Aufnahme zweier klassischer Werke mit: „Spain: Concerto for Sextet & Orchestra und das Piano Concerto No. 1 (1999). Neben Aufnahmen für Nnenna Freelon, Orrin Evans, Kurt Rosenwinkel oder Seamus Blake veröffentlichte Avishai Cohen die ersten Alben unter eigenem Namen: „Adama“ (1998), „Devotion“ (1999) und „Colors“ (2000), sowie zwei weitere Alben mit der „International Vamp Band“ für das Label Stretch Records. Seine Kompositionen sind in den folgenden Alben für Sunnyside – „Lyla“ (2003), „Continuo“ (2006) und „At Home“ (2005), die unter dem Namen Avishaï Cohen Trio & Ensemble veröffentlicht wurden – bisweilen von orientalischen oder lateinamerikanischen Einflüssen geprägt. Das Trio, das er mit Shai Maestro und Mark Guiliana auf „Gently Disturbed“ und „Night of Magic“ (2008) bildete, wurde mit Nitai Hershkovits und Daniel Dor auf „From Darkness“ (2015) fortgesetzt. In der Zwischenzeit wurde er vom Label Blue Note unter Vertrag genommen und veröffentlichte die Alben „Aurora“ (2009), „Seven Seas“ (2010) und „Duende“ (2012) im Duo mit Nitai Hershkovits und widmet sich anschließend verschiedenen Projekten mit neuen Musikern: „Almah“ (2013) wurde mit einem orientalischen Streichensemble aufgenommen. 2017 wagte Avishaï Cohen den Einstieg in die Filmmusik mit „Le Sens de la Fête“, der Komödie von Eric Toledano und Olivier Nakache mit Jean-Pierre Bacri. Im selben Jahr erscheint das von Pop-Rock geprägte Album „1970“ (2017), gefolgt von „Arvole“ im Jahr 2019. 2021 entsteht „Two Roses“ mit dem Göteborger Symphonieorchester unter der Leitung von Alexander Hanson. Im Jahr darauf veröffentlichte er „Shifting Sands“ (2022), ein Trio-Album mit Elchin Shirinov (Klavier) und Roni Kaspi (Schlagzeug). Letztere wirkte anschließend gemeinsam mit Guy Moskovich an „Brightlight“ (2024) mit, das auf die Zusammenarbeit von Avishaï Cohen mit dem Perkussionisten Abraham Rodriguez Jr. auf dem afro-kubanischen Album „Iroko“ (2023) folgte. Im Jahr 2026 umgab sich der Kontrabassist für „Eternal Child“ mit dem Pianisten Itai Simhovich und dem Schlagzeuger Eviatar Slivnik; an dem Album wirkte zudem der Schlagzeuger Jeff Ballard mit.