Auf der Suche nach dem verlorenen Ton
Fernando Serrano war jung in Buenos Aires, als er sich die krächzenden Tango-Vinyls anhörte, die vor fünfzig Jahren aufgenommen worden waren. Versteckte Schätze, verloren in der Zeit. Musik von unvergleichlicher Schönheit, die uns nur wie eine verzerrte, intermittierende Funkübertragung erreicht.
Fernando tanzte zu dieser Musik und liebte sie. Am liebsten wäre er durch die Zeit gereist, um zu hören, wie es so kräftig und klar klang wie damals. Während der nächsten zwanzig Jahre tanzte, sang, rezitierte und verbreitete er die Musik, die er liebte, diese Musik der Vergangenheit, in der Welt, während in seinem Herzen die Sehnsucht nach dem verlorenen Klang stark wurde.
Wenn es nur nachgebildet werden könnte ... keine einfache Nachahmung, sondern wirklich neue Musik!
Aber wie schafft man neue Musik ohne die richtige Stimmung?
Eines Tages fühlte er sich endlich bereit. Es reichte ihm nicht mehr aus, sich nur vorzustellen, wie es war. Wie ein Archäologe hatte Serrano im Darm der Zeit nach dem uralten Klang gesucht. Er brachte die besten argentinischen Musiker und Arrangeure zusammen, um die in den Spuren der Vergangenheit verborgenen Klänge wiederzuentdecken.
Diese archäologisch-musikalische Forschung hat die Klänge wiederbelebt. Durch die Wiederentdeckung dieses tonalen Erbes ist Serrano über die Tradition hinausgegangen und hat sich in eine Mischung aus beispiellosen Farben und musikalischen Texturen vertieft, die dem Tango neues Leben verleihen. Ein verjüngter, innovativer Tango für unsere Zeit.
Deshalb heißt Fernandos erste CD Der Tango, der fehlte "El Tango que Faltaba" ...
www.fernandoserrano.eu