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VON WELT

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Biografie

„Verschwende deine Jugend.“ Wer wirft schon für die Musik alles in die Waagschale? An dem Punkt, an dem andere Musiker die Reißleine ziehen, um endlich ihr BWL Studium zu Ende zu bringen, haben VON WELT eine andere Leine gezogen: nämlich jene, die sie mit dem durchgeplanten Alltag zwischen Studium, Job und Heimatkaff verband. Ganz nach dem Motto ihrer ersten Single „Raus“ – aus dem, was sie Leben nennen, ist die Band drei Jahre lang durch Europa und nicht zuletzt durch Kasachstan getourt. Müde davon, Veranstalter von sich selbst für einen Festivalslot überzeugen zu müssen oder bei Labels um den lang erwarteten Deal zu betteln, haben sie den Spieß umgedreht. Ausgestattet mit einer innovativen Idee, den „Stillen Konzerten“, war es ihnen völlig egal, ob sich die Branche für sie interessierte. Sie haben mit 30 Kopfhörern jeden Ort auf dieser Welt zu ihrer Bühne gemacht, indem sie einfach dort gespielt haben, wo sich Menschen aufhielten. Ihre erste EP „Milliardenstadt“ veröffentlichten sie unter dem eigenen Label Modern Post. Und sie haben begeistert. 2017 wurde es turbulent für die Band. Nachdem man sich zu Beginn des Jahres für eine Zusammenarbeit mit FKP als Bookingagentur entschieden hatte, wurde 10 Monate an neuem Material gefeilt, welches schließlich im Winter 2017/18 aufgenommen und produziert wurde. Für ihr neues Werk sind VON WELT zurück zu ihren Wurzeln in die Tiefen des Schwarzwalds gekehrt und haben aus diesen Einflüssen einen Stil kreiert, der in seiner Düsterkeit und Mystik zwar noch an „Milliardenstadt“ erinnert, gleichzeitig aber direkter und eingängiger daherkommt. Songs wie „Schwarz Schwarz Weiß“ und „Vorkriegskinder“ legen den Grundstein für einen neuen, mitreißenden Rocksound, wie man ihn von der Band bisher noch nicht gekannt hat. Hier ist deutlich der Einfluss von Produzent Christoph Wieczorek zu hören, der diese neue Facette der Band maßgeblich mitgeprägt hat. Eingängige Melodien transportieren Texte, die vom Leben, Lieben und – wie man es schon von der EP „Milliardenstadt“ kennt – der Kritik an einer Gesellschaft handeln, die dem digitalen Dasein verkommen ist und sich geradewegs selbst zerstört. VON WELT erheben aber nicht den moralischen Zeigefinger, sondern besingen schlichtweg die Unwägbarkeiten, derer sich ihre Generation Y ausgesetzt sieht. VON WELT sind reifer geworden, ihre Musik hat sich weiterentwickelt. Sie können spielen, das haben sie die letzten drei Jahren bewiesen – und sind dabei noch besser geworden. Sie sind eine vorwärtsgewandte Band, die bereit ist, immer wieder neue Dinge auszuprobieren und sich dem Puls der Zeit zu stellen. Das haben sie mit ihren „Stillen Konzerten“ bewiesen. Nach dem selben Prinzip veröffentlichen sie ihre Songs über das eigene Label „Modern Post“ ausschließlich über Streaming. Durch ihre Umtriebigkeit ist es ihnen erneut gelungen, in die 45. Förderrunde der Initiative Musik aufgenommen zu werden. Obwohl man vielleicht den Newcomer 2019 vor sich stehen hat, wirkt das so gar nicht mehr nach Newcomer.