Show cover of DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

‘What we design designs us back’ sagte einmal Jason Silva ein bekannter Techno Futurist aus den USA. Design – das ist die Botschaft – nimmt großen Einfluss auf unser Dasein und Zusammenleben. Der Ruf nach grundlegenden Veränderungen unserer planetaren Realität indes wird immer lauter. So weitermachen wie bisher geht nicht und wird uns unweigerlich in die nächste Krise stürzen. Also ist gerade jetzt unsere Kreativität gefragter denn je. Was geht? Was kommt und was können wir BESSER machen. Wie können wir Design neu denken? Dazu präsentiert der DDCAST des Deutschen Design Club jede Woche eine starke Stimme. Sie kommt aus allen Sparten des Design, aus angrenzenden Disziplinen, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Titel

DDCAST 190 - Andreas Diefenbach & Franziska Warnke "Always Day One"
Andreas Diefenbach (*1979) ist seit 2019 Managing Partner von PHOENIX Studio Stuttgart. Als studierter Industriedesigner der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, sowie der Folkwang Universität der Künste in Essen hat er mehrjährige Erfahrung in Aufbau und Leitung interdisziplinärer Innovationsteams im globalen Kontext. Im Team hat er für viele renommierte, internationale Unternehmen Innovationsstrategien, Designsprachen, sowie preisgekrönte Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Sein persönlicher Werdegang ist aufs Engste mit der Entwicklung von PHOENIX verwoben. Seit 2009 ist er in verschiedenen Positionen und Rollen tätig, sowie als Mitglied diverser Beiräte und Verbände. „Ich bin überzeugt, dass wir als Designer sowohl eine humane als auch eine unternehmerische Fürsorgepflicht haben. Wir dürfen nicht nur Träumer sein, sondern müssen auch Ermöglicher für Erneuerung sein. Meine Arbeit bei PHOENIX soll das Wohlbefinden der Menschen aber auch unserer Kunden durch die Stärke von Design verbessern. Nur so kann Design in jeglicher Hinsicht einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft leisten – ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich.“ Franziska Warnke (*21.11.1992) ist seit März 2024 als Projektmanagerin der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft der HA Hessen Agentur tätig. Zuvor verantwortete sie als Senior Brand & Communication Manager Marke und Unternehmenskommunikation des renommierten Stuttgarter Designbüros PHOENIX, indem sie in einer Phase der Transformation des Studios einen Website- und Markenrelaunch umsetzen konnte, sowie das Netzwerk des Designbüros in diversen Verbänden und Institutionen ausbauen. Mit einem Master of Science in Business Administration, sowie einem Bachelor of Arts in Designmanagement legte sie den Schwerpunkt ihrer Ausbildung auf Themen wie Wertschöpfung durch Design (Value of Design), Strategisches Design, sowie dessen Messbarkeit. Dies bestätigt auch die Veröffentlichung ‘Strategic Design – A Study on the Value Added by Design in an Economic Context’ im Rahmen des International Forum on Knowledge Asset Dynamics 2020.
40:17 21.04.24
DDCAST 189 - Tulga Beyerle "Die Museumsdirektorin"
Tulga Beyerle (*1964, Wien) ist seit dem 1. Dezember 2018 Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe (MK&G) Hamburg. Ausgehend vom programmatischen Gründungsgedanken von Kunstgewerbemuseen über die Vorbildsammlung Gestaltungsqualität zu prägen, ist es ein wesentliches Anliegen Tulga Beyerles das Museum als Möglichkeitsraum und Plattform für Diskurs und Verhandlung über die Fragen der Gestaltung unserer Welt zu verstehen. Als ausgewiesene Designexpertin war sie von 2014 bis 2018 Direktorin des Kunstgewerbemuseums Dresden, Schloss Pillnitz und zugleich Mitglied der Geschäftsführung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, einem der führenden Museumsverbunde in Deutschland. Zuvor war sie Co-Leiterin der Vienna Design Week, die sie 2006 mitbegründete. Zudem war sie viele Jahre als selbstständige Kuratorin in Europa erfolgreich tätig. Nach einer mit Gesellenprüfung abgeschlossenen Tischlerlehre studierte sie Industrial Design in Wien und unterrichtete an der dortigen Universität für angewandte Kunst im Anschluss für rund sieben Jahre Designgeschichte und Theorie. Sie ist u.a. Mitglied im Kuratorium der Kulturstiftung der Länder, im Programmbeirat der Bundeskunsthalle Bonn, im wissenschaftlichen Beirat des mudac, dem Museum für angewandte Kunst in Lausanne, der Jury der 16. Design Parade Hyères 2022 sowie der Jury für den Österreich-Beitrag zur 18. Internationalen Architekturausstellung in Venedig 2023.
37:35 14.04.24
DDCAST 188 - Anastasia Kalensky "Design gegen Schmerzen beim Sex"
Anastasia Kalensky ist 1998 in Bryn Mawr in den USA geboren, in Konstanz aufgewachsen und hat von 2018-2023 an der Hochschule Augsburg Kommunikationsdesign (B.A.) studiert. Während ihres Studiums hat sie Studierende in der Bleisatzwerkstatt der Hochschule Augsburg betreut und als Grafikdesignerin bei dem Keramik-Start up Motel a Miio in München gearbeitet. Derzeit wohnt sie als Freelance Designerin sie in Zürich. Sie hat ihren Schwerpunkt auf Editorial- und Brand Design gelegt und hat eine besondere Leidenschaft für Print, Typografie und das Gestalten von Büchern und Magazinen. 2021 wurde sie für das Comic-Magazin „A Taste of Your Own Medicine“, das humorvoll Genderstereotypen in der Designbranche thematisiert, vom Art Directors Club ausgezeichnet und 2022 für das Brand Design der Spielzeitgestaltung der bayerischen Staatsoper mit einem silbernen Nagel des Art Director Clubs ausgezeichnet. Für Ihre Abschlussarbeit „We are all able to pleasure. We are pleasurable.“ erhielt sie 2023 eine Auszeichnung des Deutschen Designer Clubs. Ein großes Interesse gilt feministischen Themen und Aufklärungsarbeit besonders im Bereich Gender Equality und sexueller Gesundheit. Wenn sie Menschen zum Nachdenken anregen kann oder ein Gefühl von „gehört werden“ und Inklusivität vermitteln kann, zusammen mit dem Erfüllen eines ästhetischen Anspruchs, dann ist das für sie die ideale Umsetzung von Design. Dies zeigt sich besonders in ihrer Abschlussarbeit: „We are all able to pleasure. We are pleasurable.“ in der sie sich lösungsorientiert mit ungewollten Schmerzen beim Sex befasst. Da bis zu 30 % aller Frauen und Menschen mit Vulva/Vagina regelmäßig von Schmerzen betroffen sind ist es ein Thema, das sehr viele betrifft und dem bislang viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Ziel des Buches ist es das zu ändern, Betroffene aufzuklären und zu empoweren und zu vermitteln: jeder hat ein Anrecht auf eine schmerzfreie, erfüllende Sexualität. Im nächsten Schritt möchte sie „We are pleasurable.“ publizieren. Es gibt eine limitierte Anzahl für 37 Euro pro Exemplar zu verkaufen, ansonsten gibt es die Möglichkeit zum Druck auf Anfrage.
33:49 07.04.24
DDCAST 187 - Antje Tschira "Das Centre Agro-Alimentaire in Siby, Mali"
Antje Tschira arbeitet als freiberufliche systemische Organisationsberaterin und Führungscoach für Bildungs-, Kultur- und Wissenschaftsorganisationen, kreiert Weiterbildungen für die Pädagogik, beteiligungsorientierte Formate für Entwicklungsprozesse und ist Dozentin für Erziehungswissenschaft und Organisationsdesign, Didaktik, sowie ästhetische Bildung in der Sozialen Arbeit. Nach dem Studium der Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft und Kunstgeschichte folgte die Promotion und Weiterbildungen zur Organisationsberaterin bei Simon Weber Friends, zum Coach am Milton-Erickson-Institut und für Systemaufstellungen und szenische Verfahren am WISL. Außerdem ist sie eine der Gesellschafter*innen des Centre Agro-Alimentaire in Siby, Mali, der CAAS gGmbH. Sie arbeitet entlang der Frage: Wie kommen Menschen, Teams und Organisationen in ihre Kraft? Die Promotion über die Spielregeln zwischen Mensch und Umwelt im Lernprozess bildete die theoretische Reflexion jahrelanger pädagogischer Erfahrung und Konzeptentwicklung in der Jugendarbeit. Schon in die praktische Arbeit flossen systemische und konstruktivistische Theorien ein. Beides, Theorie und Praxis begründeten das Credo, dass der Kontext bestimmt, wie sich Menschen in ihm verhalten und entwickeln. Veränderung und Entwicklung finden also immer durch Kontextgestaltung statt. Im Großen wie im Kleinen. Der Begriff der Sozialen Skulptur von Joseph Beuys bringt in ihren Augen zum Ausdruck, dass durch Interaktionen immer eine soziale Form entsteht. Sie könnte auch anders aussehen. Jede Interaktion ist immer auch gekoppelt an Entscheidungen. Entscheidet man sich anders, entsteht eine andere Form. Insofern tragen wir mit unseren Entscheidungen immer auch die Verantwortung für die Form, die dadurch entsteht. Nicht nur in dem Sinne, dass Kunst Gesellschaft verändert, sondern gesellschaftliche Akteure bringen auch Formen hervor. Welche Formen und Formate bringen gute Entwicklungen hervor? Kein Wunder also, dass sie die Idee, das Fundraising für ein Berufsbildungszentrum für junge Frauen in Mali zu übernehmen und eine Stiftung dafür zu gewinnen, von Anfang an mittragen konnte und wollte. Sie ist seit der Gründung des Centre Agro-Alimentaire in Siby mit dabei. Als Scharnier zur Projekt fördernden Klaus Tschira Stiftung, deren Gesellschafterfamilie sie angehört, sitzt sie auf dem Zaun zwischen dem Projekt und der Stiftung und balanciert beide Logiken immer wieder aus. Da sie passionierte Konzepterin und Kennerin guter nachhaltiger pädagogischer Konzepte ist, und ein Gespür für erfolgreiche Teams und Gründer*innen hat, konnte sie das Konzept des CAAS von Anfang an mit Engagement und Leidenschaft vertreten, weil sie vom Erfolg dieses Konzeptes und seiner Entwickler überzeugt war und ist. Sie ist außerdem Bergsteigerin und feministische Aktivistin.
44:08 31.03.24
DDCAST 186 - Tanja Godlewsky "Gender Design muss in die Lehre"
Die Designerin Tanja Godlewskys setzt sich in ihrer wissenschaftlichen und praktischen Arbeit mit den aktuell geführten gesellschaftlichen Debatten auseinander und verbindet diese oft mit Bezügen in popkulturell relevante Kontexte. In zahlreichen interdisziplinären Projekten spannt die freie Kreativdirektorin die ihr Diplom in Köln an der KISD machte, den Bogen von klassischen gedruckten Editorialformaten über Messe- und Ausstellungskonzepte bis hin zu digitalen Anwendungen. Dabei liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Konzeption von Corporate Designs und der Ausarbeitung visueller Identitäten. Dabei bedient sich Tanja Godlewsky an einer Bandbreite von Themen, die einen wichtigen Einfluss auf Design und Gesellschaft haben. So war sie z.B. bis Ende 2023 Teil eines inter- und transdisziplinären Teams welches sich mit der Frage beschäftigte, wie Menschen zu einer aktiven Mitgestaltung der Zukunft und der Transformation der Gesellschaft motiviert werden können. In dem Projekt „Urbane Xtopien–Freiräume der Zukunft“ hat sie mit anderen Wissenschftler:innen unter anderem den Todomat (Tod+ToDo+Automat) einwickelt, ein Automat an dem man seine Beerdigung und sein Vermächtnis konfiguriert und der heute im Museum für Sepulkralkultur in Kassel steht. Auch in ihren Ausstellungsbeiträgen und Publikationen setzt Tanja Godlewsky sich mit den Herausforderungen für zukunftsweisendes Design auseinander und lehrt seit vielen Jahren an verschiedenen Kunst- und Designhochschulen - sowohl in Bachelor- als auch in Masterstudiengängen und ist Jurorin für verschiedene Designpreise. Aktuell ist sie Professorin für Mediendesign an der IU Internationalen Hochschule in Essen und hat einen festen Lehrauftrag am Institut für Pop-Musik der Folkwang Universität der Künste, wo sie mit den Studierenden ihre visuellen Identitäten entwickelt. All diese Aktivitäten werden immer auch unter der Perspektive gendersensiblen Designs analysiert. In Seminaren, Vorträgen, Publikationen und Podcasts verfolgt sie das Ziel, die Relevanz und Chancen von gendersensibler Gestaltung zu verbreiten und die Möglichkeiten für Designer:innen und Unternehmen aufzuzeigen. Sie ist Gründungsmitglied des international Gender Design Network (iGDN) und Mitinitiatorin und Jurorin des internationalen Designpreises iphiGenia Gender Design Award. Dabei liegt ein Schwerpunkt ihres Interesses auf der Nachwuchsförderung und der Verleihung des Nachwuchspreises in dieser wichtigen Kategorie.
38:34 24.03.24
DDCAST 185 - Gerhard Kreysa "Wir brauchen den Systemwandel"
Gerhard Kreysa wurde 1945 in Dresden geboren. Er studierte Chemie an der TU Dresden und promovierte dort 1970 bei Kurt Schwabe mit einer Arbeit über die Passivierung von Eisen. Danach war er Gastwissenschaftler an der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof, wo er aus seinem Büro täglich auf die Berliner Mauer blicken musste. 1971 scheiterte dann ein Fluchtversuch in die Bundesrepublik, führte zu einer Gefängnisstrafe und endete aber glücklich mit einem Freikauf durch die Bundesregierung. 1973 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Gruppenleiter am DECHEMA-Institut in Frankfurt am Main. Hier beschäftigte er sich mit Problemen der Technischen Elektrochemie und des Umweltschutzes. Ein Patent für ein neues Verfahren zur elektrochemischen Reinigung metallhaltiger Abwässer wurde erfolgreich vermarktet und führte 1990 im Zuge eines management buy-out von der Deutschen Carbone AG zur Gründung eines start-ups. 1978 habilitierte er sich an der TU Dortmund mit einer Arbeit über die elektrochemische Prozesstechnik von Fest- und Wirbelbettzellen. 1989 konnte er schon sechs Wochen nach der Veröffentlichung durch Martin Fleischmann zeigen, dass es sich bei der sensationellen Kalten Kernfusion leider nur um eine fata morgana handelte. 1998 erzählte er dieses Kapitel Wissenschaftsgeschichte in seinem Roman „Fusionsfieber“. 1986 trat Gerhard Kreysa in die Geschäftsführung der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ein und wurde 1992 deren alleiniger Geschäftsführer. Seitdem widmet er sich, auch in zahlreichen Ehrenämtern auf nationaler und internationaler Ebene, Fragen der Forschungsförderung und der Akzeptanz von Naturwissenschaft und Technik in der Gesellschaft. Er erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen im In- und Ausland, Ehrendoktorate der Technischen Universität Clausthal und der Königlich-Technischen Hochschule Stockholm und lehrte seit 1985 als apl. Professor an der TU Dortmund und seit 1993 auch als Honorarprofessor an der Universität Regensburg. Er ist Ehrenbürger der TU Clausthal, Mitglied der Königlich-Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Nach der deutschen Wiedervereinigung hat er sich u.a. als Gründungsvorsitzender und danach als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für die Integration des Kernforschungszentrums Rossendorf bei Dresden in die gesamtdeutsche Forschungslandschaft engagiert, wofür 2007 mit dem Sächsischen Verdienstorden geehrt wurde. Bis heute gilt sein besonderes Engagement dem Klimaschutz. Gerhard Kreysa lebt seit 2005 in Eppstein und ist seit 2012 aktives Mitglied im Wiesbadener Filmkreis, Mitglied beim Bundesverband Deutscher Film-Autoren. Er hat bereits über 25 Wettbewerbsfilme produziert, wovon 13 Medaillenpreise und 2 den Deutschen Filmpreis (höchste Auszeichnung im deutschen Amateurfilm) erhielten. Sein vorrangiges Genre ist der populärwissenschaftlich Film, den er gern als Pop-Science-Film bezeichnet. Er ist Vater von zwei erwachsenen Kindern und glücklicher Opa von drei Enkeln.
42:28 17.03.24
DDCAST 184 - Juliane Kühr "Eigen-Insemination gestalten"
Juliane Kühr ist Produktdesignerin. Sie hat ihr Bachelorstudium an der Hochschule der Bildenden Künste Saar 2023 abgeschlossen. Derzeit setzt sie ihr Studium im Master fort. Ihr Schwerpunkt liegt im Social Design, Gender Design und Inklusion durch Design. Sie verfolgt einen Gestaltungsansatz, der darauf abzielt, eine Vielzahl an Perspektiven in den Designprozess einzubinden. Sie ist nicht nur Mitglied, sondern auch engagiert in ihrer Mitarbeit für das „international Gender Design Network“, das sich dafür einsetzt, Gender im Design sichtbar zu machen und einzubeziehen. Juliane Kühr betrachtet Design als ein Werkzeug zur Gestaltung einer gerechten und inklusiven Gesellschaft. Dabei ist es für sie essentiell, zukunftsorientierte Konzepte zu entwickeln, die bestehende gesellschaftliche Normen hinterfragen. Dieser Überzeugung entspricht auch ihre Abschlussarbeit „Vruit“ – ein Sextoy-Set für die Eigen-Insemination, das vor allem für Singles und queere Menschen eine Alternative zur klinischen Insemination bietet. Für die Weiterentwicklung von „Vruit“ erhielt Juliane Kühr Unterstützung durch das Verbundprojekt places2x sowie das EXIST-Women-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Bei den German Design Graduates 2023 wurde sie für „Vruit“ im Bereich „Fokusthema: Inklusion“ ausgezeichnet. 2023 und 2024 war „Vruit“ in verschiedenen Ausstellungen zu sehen, darunter die Dutch Design Week. Juliane Kühr stellt ihren Gestaltungsansatz und ihre Arbeit auf verschiedenen Plattformen vor, beispielsweise auf der Konferenz „Gesellschaft gestalten! Soziale Nachhaltigkeit durch Design“ des Rats für Formgebung oder dem Podcast "Eine Stunde Liebe" von Deutschlandfunk Nova.
34:58 10.03.24
DDCAST 183 - François Burkhardt "Design für die Öffentlichkeit"
François Burkhardt ist einer der wichtigsten und produktivsten Designpublizisten und -Kuratoren, Ausstellungsmacher, Zeitschriftenherausgeber, Art Direktoren Hochschulrektoren, Architekten, Gremien-Mitglieder der letzten fast 60 Jahre. Er publiziert auf Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch. Allein in den letzten 4 Jahren hat der 1936 in Winterthur geborene Schweizer 3 umfangreiche Bücher herausgegeben. Burkhardt steht wie wenige andere für ein kritisches, am Gemeinwohl orientiertes Designverständnis. Sein Wirken in Paris, Berlin, Mailand etc. hat Spuren hinterlassen. Sein Ansatz ist heute aktueller denn je. Ob im Centre Pompidou, als Leiter des Internationalen Designzentrum, als Chefredakteur von DOMUS hat er stets auf eine Öffnung des Diskurses, auf ein Designverständnis hingearbeitet, in dem Industrieinteressen nur ein Faktor unter vielen und nicht der dominante Aspekt sind. In seiner umfangreichen Publizistik (vollständige Angaben unter DDCAST 183 auf https://www.ddc.de/de/magazin/ddcast.php) berührt er zahlreiche Themen unserer Zukunftsgestaltung.
35:07 03.03.24
DDCAST 182 - Christina Ackermann "Zeichnen ist mächtig."
Christina Ackermann ist Spezialistin für das bildliche Erklären von komplexen Zusammenhängen. Sie ist systemische Organisationsberaterin und Information Designerin und hilft Unternehmen dabei, ihre Strategien, Prozesse und Ziele besser zu kommunizieren. In ihrer Beratungs- und Gestaltungsarbeit verbindet sie drei Disziplinen miteinander: Als ausgebildete Organisationsberaterin begleitet sie Unternehmen in ihren Transformationsprozessen. Das Wissen um Wirkweisen von Organisationen unterstützt ihre Beratung für eine erfolgreiche Gestaltung von Veränderung in Unternehmen.Als kreativer Kopf entwickelt sie Kommunikationskonzepte und visuelle Ideen, um Strategien erfolgreich zu vermitteln. Dabei entwickelt und gestaltet sie Leit- und Zielbilder, Prozessvisualisierungen, Erklärmodelle und Animationsfilme. Als Information Designerin setzt sie den Fokus darauf, komplexe Inhalte analytisch zu durchdringen und einfach verständlich für die Nutzer aufzubereiten. Dabei spielt die Reduktion auf das Wesentliche und ¬ein zielgruppenangepasstes Storytelling im Sinne des „Show, don´t tell“ eine zentrale Rolle. Christina Ackermann hat Illustration und Kommunikationsdesign studiert und als langjährige Führungskraft einer großen Content Marketing Agentur die Unternehmenskommunikation vieler namhafter Firmen visuell unterstützt. Sie ist Co-Autorin des „Real Book of Work“, das sie gemeinsam mit Christina Grubendorfer (Text) konzipiert und gestaltet hat. Es beschäftigt sich mit den aktuellen Mythen der Arbeitswelt und reflektiert diese auf Basis der Systemtheorie. Unter dem Label „Visual Strategies“ arbeitet Christina Ackermann als selbständige Beraterin.
30:20 25.02.24
DDCAST 181 - Christoph Grünberger "Full Pro AI - Design"
Christoph Grünberger ist Designer und Typograph, der sein Skillset in den Bereichen Corporate-, Interactive- und Spatial-Design anwendet. Hier geht es ihm stets darum, die Grenzen der gegebenen Design- und Interaction-Theorie auszureizen. Diese Erkenntnisse gewinnt und kondensiert er bislang in zahlreichen Fach- Publikationen welche bei namhaften Verlegern erschienen sind. Darunter „Analog Algorithm“ welches als zeitgemässe Interpretation zur Neuauflage von Karl Gerst- ners „Designing Programmes“ 2019 bei Lars Müller, Zürich erschienen ist und zuletzt auch als Lizenzausgaben in japanischer und chinesischer Edition. Mit dem Nachfolgetitel „The Age of Data“ nutzte er die Zeit des Lockdowns während der Corona-Pandemie um 40 internationale Medienkünstler zu interviewen und ein Kompendium herauszugeben, welches eine Momentaufnahme der Kunst zwischen Post-Digital- und AI-Zeitalter wiedergibt. Als prägend bezeichnet Grünberger die während seines Studiums der Kunst- geschichte/Pädagogik erlangten Einblicke in die zeitlichen Zusammenhänge des gestalterischen Ausdrucks durch Prof. Oswald Miedl, der ihm auch anrat, seine Interessen im Studium des Kommunikationsdesigns weiter zu verfolgen. Auf verschiedenen nationalen und internationalen Konferenzen, Panels und Work- shops versucht Grünberger diese Entwicklung der computergestützten Gestal- tung voranzutreiben. 2022 moderierte er ein Panel auf der OFFF in Barcelona mit Refik Anadol und Flo Ortkrass (RANDOM INTERNATIONAL) in dieser Kombination hielt er im selben Jahr ein Interview mit Ian Anderson (The Designers Republik™). Für 2024 sind Panels geplant für Mouvo (Prag), Charlottesville Designweek (USA) und OFFF Mexiko). Bevor er bei Jung von Matt im Dezember 2022 als Principal Creative Art anfing, war Grünberger über 20 Jahre als freiberuflicher Art-Director bei Designagen- turen wie KMS-Team, BLACKSPACE, Mutabor oder R/GA tätig. 2005-2009 war er Partner von Stefan Gandl bei NEUBAU™ in Berlin. Hier entstanden Werke wie NeubauModul und NeubauISM, seinerzeit von Wim Crouwel eröffnet. Seit November 2023 leitet er als Head of Artificial Crafts die hauseigene AI-Unit welche sich neben der Anwendung neuer Prozesse auch auf das Identifizieren dieser spezialisiert und mit diesem Service die gesamte Jung von Matt Gruppe zu empowern.
44:30 18.02.24
DDCAST 180 - Maria Möller "Sprechende Hände"
Maria Möller wurde 1994 in Frankfurt am Main geboren. Von 2014-2018 studierte sie Visuelle Kommunikation an der European School of Design in Frankfurt. 2018 absolvierte sie ein Praktikum bei Lars Müller Publishers in Zürich, wo sie erste Einblicke in die Verlagswelt erhielt. 2019 schloss sie sich mit ihrer Kommilitonin Laura Mohn zusammen, um aus Lauras Abschlussarbeit „talking hands - Daumenkinos für Gebärden“ ein Unternehmen zu gründen. Die Gründung von talking hands erfolgte 2020, nachdem das Konzept der Gebärden-Daumenkinos als Kommunikationsstütze in Kitas erfolgreich getestet wurde. 2021 waren Maria und Laura in der Höhle der Löwen zu sehen, wo sie talking hands vorstellten. Seitdem haben sie Kitas quer durch Deutschland von talking hands überzeugen können und erweitern ihr Sortiment um weitere inklusive Spiel- und Lernmaterialen, die von Kindern mit verschiedensten Voraussetzungen genutzt werden können.
38:28 11.02.24
DDCAST 179 - Stefano Boeri "BioCity"
Stefano Boeri ist der Creative Explorer der munich creative business week 2024. Er wird als Keynote Speaker beim mcbw design summit am Montag, den 13. Mai 2024 im Munich Urban Colab sprechen. Die munich creative business week findet vom 11. – 19. Mai 2024 unter dem Jahresmotto „How to co-create with nature“ statt. Stefano Boeri, Architekt und Stadtplaner, ist Professor für Stadtplanung am Politecnico di Milano und leitet das Future City Lab an der Tongji-Universität in Shanghai, ein Post-Doc-Forschungsprogramm, das die Mutation planetarischer Metropolen aus der Perspektive der Biodiversität und der städtischen Forstwirtschaft vorwegnimmt. Er war Gastprofessor an mehreren internationalen Universitäten wie der Harvard University Graduate School of Design, der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, dem Berlage Institute in Rotterdam und der Akademie für Architektur in Mendrisio. Er ist Präsident des wissenschaftlichen Komitees von Forestami, dem städtischen Forstwirtschaftsprojekt im Großraum Mailand. Seit 2018 ist er Präsident der Triennale Milano. Als Architekt des 2014 in Mailand errichteten Bosco Verticale gehört Stefano Boeri zu den wichtigsten Protagonisten der Debatte über den Klimawandel im Bereich der internationalen Architektur. Im Jahr 2017 nimmt er am Programm Commonwealth Regenerative Development to Reverse Climate Change teil; er ist Ko-Vorsitzender des wissenschaftlichen Ausschusses des World Forum on Urban Forests (Mantua, 2018 - Washington, 2023) und stellt anlässlich des UN Climate Action Summit 2019 in New York das Projekt Great Green Wall of Cities /Green Urban Oases vor, das zusammen mit der FAO, C40 und anderen internationalen Forschungsinstituten realisiert wird. Im Jahr 2023 wird Stefano Boeri im Rahmen des internationalen Kongresses der European Respiratory Society mit dem ELF Award ausgezeichnet, eine Anerkennung der European Lung Foundation "für seine Arbeit zur Verbesserung der Luftqualität in städtischen Gebieten". Stefano Boeri ist bekannt für seine Forschungen und Visionen über die Zukunft der städtischen Verhältnisse in der Welt, was die Gestaltung von Regenerations- und Entwicklungsplänen für Metropolen und Großstädte betrifft, darunter São Paulo, Genf, Tirana, Cancun, Riad, Kairo und in Italien Mailand, Genua, Cagliari, Neapel, Padua, Taranto und viele andere. Seine Forschungsarbeiten wurden in internationalen Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Partner dieser Ausgabe ist die munich creative business week und deren Veranstalter bayern design. Website mcbw: https://www.mcbw.de Website bayern design GmbH: https://bayern-design.de
32:50 04.02.24
DDCAST 178 - Marcel Teine "Digital Brand Telling"
Marcel Teine wurde 1968 in Neuwied am Rhein geboren. Seine berufliche Laufbahn startete er 1987 mit einer Ausbildung zum Siebdrucker. Anschließend widmete er sich dem Kommunikationsdesign-Studium in Mainz, das er von 1990 bis 1996 absolvierte und mit dem Diplom abschloss. In den Jahren 1992 bis 1996 arbeitete er als freier Mitarbeiter in Agenturen wie Ogilvy & Mather, Tassilo von Grolman Design und Wunderman in Frankfurt. 1997 gründete er nach Abschluss des Studiums mit Florian Heine und einem weiteren Partner die Agentur 3st kommunikation in Mainz. 3st gehört heute mit den Themenfeldern Digital Brandtelling und dem Schwerpunkt Reporting zu den darin führenden Agenturen in Deutschland. 2020 beteiligte sich die F.A.Z.-Gruppe mehrheitlich an 3st. In den Jahren 2017 bis 2021 unterrichtete Marcel Teine als Dozent und Vertretungsprofessor an der University of Applied Science in Mainz die Fächer Designmanagement und Corporate Identity / Corporate Design. Marcel Teine ist Mitglied im Deutschen Design Club und im Type Directors Club of New York.
43:47 28.01.24
DDCAST 177 - Miriam Horn-Klimmek "Ungerechte Design-Awards"
Für Miriam Horn-Klimmek kann Design viel mehr als nur schön sein. Gerade Kommunikationsdesign kann Werte vermitteln, Regeln hinterfragen oder neu definieren, Empathie wecken oder Situationen erklären. Mit FORMLOS Berlin (formlos-berlin.de) hat sie gemeinsam mit Lukas Kerecz ein Team aufgebaut, das NGOs und Unternehmen strategisch dabei begleitet, genau das zu sagen, wofür sie wirklich stehen und zu verdeutlichen, was sie brauchen und wollen. Als Leiterin des Rats für Geschlechtergerechtigkeit des Deut¬schen Designtags hat sie 2020 die Wettbewerbe der Designbranche unter die Lupe genommen: Wie geschlechtergerecht sind die Jurys besetzt? Da ist noch Luft nach oben: 563 Frauen und 1322 Männer wurden 2020/21 gezählt. Daraus ist ein laufendes Projekt entstanden, das regelmäßig überprüft, ob sich die Jurys im Laufe der Jahre besser verteilen. Zuletzt geschah dies 2023 beim COUNTATHON gemeinsam mit den Women of DDC in Frankfurt am Main. Für die Ergebnisse hat sie zusammen mit ihrem Team bei FORMLOS Berlin eine Website entwickelt, die die Ergebnisse dokumentiert, aber auch interaktiv filterbar macht. So ist es auch möglich, die Verteilung nach Designbereichen zu überprüfen. Miriam hat gemeinsam mit einem Team einen Blog im Berufsverband für Kommunikationsdesign (BDG.de) ins Leben gerufen. In diesem Blog werden verschiedene Perspektiven zum Thema Verantwortung im Design präsentiert. Sie agiert als Referentin für Verantwortung im Design in ihrem Berufsverband und hat darüber hinaus im Dachverband Deutscher Designtag die Verantwortung für die Recherche zur Frage "Wie gendern wir" übernommen. Über diese Recherche und die Entwicklung der eigenen Stellung zum Thema hat sie einen Artikel verfasst, den man auf dem genannten Blog nachlesen kann (https://perspektiven.bdg.de/).
37:28 21.01.24
DDCAST 176 - Ruedi Baur "La scuola di non sapere / Schule des Nichtwissens"
Ruedi Baur, Designer, Frankreich und Schweiz, geboren 1956 in Paris. Ausbildung als Grafikdesigner bei Michael Baviera und an der Hochschule der Künste (ZHdK) Zürich. 1984 gründete er das Atelier Baur, Baviera, Vetter Lyon / Milano / Zürich, und 1989 in Paris, das transdisziplinäre Design Netzwerk Integral Concept. Bis 2023 leitete er die interdisziplinäre Design Studios Integral Ruedi Baur später Integral Designers in Paris oder Zürich. In 2011 gründet er mit Vera Baur das Institut Civic City, und 2019 das Design-Laboratorium Ruedi & Vera Baur, dix-milliards-humains. Baurs wissenschaftliche Expertise manifestiert sich in seiner breiten internationalen Lehr-, Vortrags- und Forschungspraxis seit 1987. Neben einer Professur für Grafikdesign war er von 1995 bis 2004 Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Anschließend gründete und leitete er das Forschungsinstitut design2context an der Zürcher Hochschule der Künste, das er 2012 in das Institut für kritische Designforschung Civic City in Genf und Paris umwandelte. Seit 2013 ist er Professor in der Abteilung für Grafikdesign an der École des Arts Décoratifs, Paris und der Hochschule für Kunst und Design, Genf (Head). Im Jahr 2000 erhielt er den Dr. h.c. der Universität Laval in Quebec sowie von der Universität Sheng Jang. In 2016 wurde ihm der Dr.-Titel von der Universität Strasburg verliehen. Seine Lehre und Forschung, sein Schreiben sowie viele Projekte, die er mit seinen Teams entwickelt, zeigen seinen disziplinenübergreifenden Ansatz, seine Sensibilität für den Raum als Zeichen, sein Engagement für ein sozialeres Design im Dienste des öffentlichen Raums. Er steht für ein Design, das auf dem Kontext reagiert, ein Design der Relationen. Sein Ansatz verbindet Fragen der Orientierung, der Bildsprache, mit Fragen der Identität von Orten und Institutionen, urbaner Inszenierung und schließlich bürgerlicher Information. Durch die Verknüpfung der funktionalen Dimension mit dem Sinnlichen gelingt es Ruedi Baur, komplexen Infrastrukturen wie Flughäfen, Universitäten oder Krankenhäusern symbolische und kontextuelle Dimensionen zu verleihen. Einige Lebensstufen und frühen Projekte in Deutschland: 1987, Preisträger der Kieler Woche.1988 organisiert in seiner Galerie in Lyon-Villeurbanne eine Ausstellung unter dem Titel „Deutsch Design – Dieter Rams, Anton Stankowski, Otl Aicher". 1991wurde eine Ausstellung der Arbeiten von Ruedi Baur und Pippo Lionni am Institut für neue Technische Form in Darmstadt präsentiert. 1993 Gastprofessor der Klasse Corporate Design der Hochschule für Gestaltung Offenbach. 1994, graphische Installation in der Kunsthalle Schirn im Rahmen des Festivals „Design Horizonte. 1995 Professur für Systemdesign an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er leitete bis 2004 die Klasse für Systemdesign und fungierte von 1999-2002 als Rektor der HGB. 1995 wurde seine Arbeit im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg unter dem Titel „Meine Augen schmerzen“ präsentiert. 1996, Erscheinungsbild der Institut Français in Deutschland. – Szenographie der Ausstellungen „Zeit und Ewigkeit“, „Längster Schnitt“, „1x100“ „Sächsische Nacht“ im Archäologischen Museum Dresden. Szenographie und Erscheinungsbild des Museums Kalkriese. 2000 berät und gestaltet er an der Zollverein School of Management und Design. 2002 gewinnt den Wettbewerb für das Erscheinungsbild des Flughafens Köln-Bonn.
37:31 14.01.24
DDCAST 175 - Georg Christof Bertsch / Rainer Gehrisch "Blick zurück nach vorn"
Ein Gespräch zwischen dem Chefredakteur Georg Christof Bertsch und dem Produzenten Rainer Gehrisch über den DDCAST, seine Gäste, Themen und Highlights und darüber was die Hörer im kommenden Jahr erwartet.
29:40 17.12.23
DDCAST 174 - Jan Schwochow / Tim S. Weiffenbach "Hat sich’s ausgezeichnet?"
Jan Schwochow Jan ist Unternehmer, Journalist und Kreativer zugleich. Er blickt auf rund 30 Jahre Erfahrung als Infografiker, Designer und Journalist zurück. Schon während seines Design-Studiums an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg lernte er sein journalistisches Handwerk beim Magazin Stern im Hause Gruner und Jahr in Hamburg. Zuletzt war er dort als Ressortleiter und Artdirector der Infografik-Abteilung angestellt. 2004 wechselte Jan von der Elbe an die Spree, um dort in Berlin bei der Agentur KircherBurkhardt eine Infografik-Unit aufzubauen, die er dann über zwei Jahre lang leitete. 2007 machte er sich selbstständig und gründete das Büro Golden Section Graphics, welches im Zeitraum von zehn Jahren zu einer der größten Infografik-Agenturen der Welt anwuchs: 2017 wurde die Agentur in die Infographics Group umbenannt und hatte bis zu 50 Mitarbeiter. Nachdem Jan bereits 2019 die Führung abgegeben hatte, wurde die Firma 2020 neu ausgerichtet und in Sapera umbenannt. Im Sommer 2020 verließ Jan die von ihm gegründete Agentur, um sich wieder intensiver dem Thema Visual Storytelling und Datenvisualisierung widmen zu können. Er arbeitet derzeit als Publizist und Journalist, gibt Workshops und hält Vorträge. Von März 2021 bis Februar 2022 war Jan für zwei Semester stellvertretender Professor an der Fachhochschule Potsdam im Fachbereich Design. Seit Frühjahr 2022 ist er Mitgründer und kreativer Kopf des StartUps Scrollytelling GmbH. Von Jan Schwochow empfohlene Links: https://www.instagram.com/janschwochow/ https://www.schwochow.de/about/ https://www.schwochow.de/ https://schwochow.shop/ https://www.penguin.de/Buch/Die-Welt-verstehen-mit-264-Infografiken/Jan-Schwochow/Prestel/e575274.rhd https://www.ullstein.de/werke/wirtschaft-verstehen-mit-infografiken/hardcover/9783430202107 Tim S. Weiffenbach Tim hört gerne abseitige Musik, sammelt Comics, Designer Toys, Hawaii-Hemden und unnützes Wissen (sagt die Familie) und geht länger spazieren als der Hund (was am Hund liegt). Er ist diplomierter Kommunikationsdesigner, spezialisiert auf Illustration und Graphic Recording. Sein persönlicher Antrieb ist der Wunsch „Teil von etwas zu sein, das größer ist als ich selbst“. Dieser Antrieb führt dann vermutlich zu nachfolgenden Ergebnissen: Er ist Gründungsmitglied und war von 2004 bis 2014 Vorsitzender der Illustratoren Organisation e.V. Zudem ist er Ehrenmitglied der Society of Illustrators New York (USA) und der Illustratoren Organisation e.V. In 2023 übernahm Tim Weiffenbach die Professur für Illustration und Animation im Fachbereich Business, Design und Technologie an der Macromedia Hochschule Frankfurt. Er erhielt diverse internationale Auszeichnungen, so z.B. Illustratoren Organisation (DEU - Gold 2004), 3x3 Magazine for Illustration (USA - Merit Award 2014), Joseph-Binder-Award (AUT - Bronze 2014, Gold 2022) Creative Quarterly (USA - Gold & RunnerUp 2022, Gold 2023), des Art Directors Club (DEU - Auszeichnung 2023) und des Lisbon Ad Award (POR - Bronze 2023). Er war u.A. Jurymitglied bei der Illustrations-Anthologie Freistil 2 - Best of commercial Illustration, beim Joseph Binder Awards designaustria, dem „Rüsselsheimer Illustrationspreis“, dem World Illustration Awards im Bereich „Research and Knowledge Communication“. Er zeigte seine Arbeiten in internationalen Ausstellungen u.A. „160 Jahre Struwwelpeter“ – Forum am Deutschen Museum, München (DEU), „Metamorphose“ – Pictoplasma Character Walk - Galerie Boehm, Berlin (DEU) 2008: „Football Heroes see Red!“ (AUT/CHE), 2009: „Wäscher - Pionier der Comics (Hommage)“ – Forum am Deutschen Museum, München (DEU), 2021: „Illustrade 4 - Festival für Illustration“ – Kunstverein zu Rostock e.V., Rostock (DEU), 2023: „JBA Exhibition“ – WEI SRAUM. Designforum Tirol, Innsbruck (AUT), RED CARPET Austria, Linz (AUT). Er hat Texte und Arbeiten beigesteuert zu Publikationen wie „SelbstHändig“, Prof. Florian Bayer, Stiebner Verlag (2008) und „Illustration: 100 Wege einen Vogel zu malen
39:50 10.12.23
DDCAST 173 - Alfredo Häberli "Human / Humble / Honest / Heart / Humor"
Human / Humble / Honest / Heart / Humor Alfredo Häberli 4.12.11.23 Alfredo Häberli, 1964, ist Industriedesigner mit eigenem, 1991 gegründetem, Studio im Zürcher Seefeld: «Alfredo Häberli Design Development». Dort entwickelt er unter anderem für Firmen wie Iittala ikonische Designentwürfe. Er ist vor allem dafür bekannt, dass er Alltagsgegenstände gestaltet. Sein Credo: „Beobachten ist die schönste Form des Denkens.“ Er hat ein offenes Auge für das Schöne sowie Verwunderliche dieser Welt, offeriert neue Denkweisen und Blickwinkel und ist sich bewusst, dass man für die Poesie genauso Sinnlichkeit braucht als auch Disziplin. Seine Entwürfe wurden in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa gezeigt und er hat im Laufe der Jahre viele Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten. Mit seinen Werken schafft Alfredo Häberli Räume und Objekte, die unsere besonderen, zeitgenössischen Lebensbedingungen verkörpern. Der in Buenos Aires geborene und in Zürich verankerte Designer beschreibt sich selbst als eine Mischung aus Schweizer Präzision und lateinamerikanischer Emotionalität. Instinktiv und vielseitig bewegt er sich vom Kleinen zum Großen, von der Architektur zur Szenografie, stets mit großer Sicherheit für die Poesie eines Entwurfs und mit einer geradezu unerbittlichen Konzentration auf das Detail. Buchempfehlungen von Alfredo Häberli LICHTENSTEIN, Claude & HÄBERLI, Alfredo: Die Luft sichtbar Machen. Ein visuelles Lesebuch zu Bruno Munari. Zürich (1995): Verlag Lars Müller TANIZAKI, Jun’ichirō: Lob des Schattens. Zürich (1988): Manesse Verlag ALEXANDER, Christopher & ISHIKAWA, Sara & SILVERSTEIN Murray: A Pattern Language. New York (1977): Oxford University Press TARUFFI, Piero: Stil und Technik des Rennfahrens. Erfahrungen eines Meisters im Rennsport. Stuttgart (1964): Mororbuch-Verlag STEINBERG, Saul: All in line. London (1954): Penguin Books
60:32 03.12.23
DDCAST 172 - Thilo Schwer & Georg-Christof Bertsch "DESIGNLESEN – Bücher von Bedeutung 02"
Prof. Dr. Thilo Schwer Thilo Schwer ist Produktgestalter und Designwissenschaftler. Er studierte 1993–2001 an der Schule für Gestaltung in Basel und der HfG Offenbach. 2002 erfolgte mit Sybille Fleckenstein und Jens Pohlmann die Gründung des Designstudios speziell® in Offenbach, das für bekannte Unternehmen im Konsumgüterbereich tätig ist. Ab 2006 widmet sich Thilo Schwer designwissenschaftlichen Themen. Seine Promotion 2014 an der Folkwang Universität in Essen trug den Titel „Produktsprachen: Design zwischen Unikat und Industrieprodukt“. Seit 2011 lehrt er Designgeschichte, Designtheorie, Designmethodologie und Theorien der Produktsprache.

 Seit 2019 ist Thilo Schwer Professor für Designgeschichte und -theorie, ab 2021 Leiter des Instituts für Kunst- und Designwissenschaft an der Hochschule der bildenden Künste in Essen (HBK Essen). Thilo Schwer ist Gründungsmitglied von design inclusion e.V. und Vorstand der Gesellschaft für Designgeschichte e.V. (GfDg). Links und Literaturempfehlungen zu Prof. Dr. Thilo Schwer Thilo Schwer Produkt Interaktion Kontext Blog Designstudio Speziell Designstudio Speziell bei Instagram Hochschule der Bildenden Künste Essen Gesellschaft für Designgeschichte designinclusion e.v. Georg-Christof Bertsch Georg ist Marken- und Kommunikations-Stratege, Veranstalter von Konferenzen, Advisor, systemisch arbeitender Coach. Er liest und spricht neben Deutsch fließend Englisch, Französisch und Spanisch. Er ist DDCAST Podcast-Host und Konferenz-Speaker mit Netzwerken in Europa, Asien und den USA. Zusammen mit seiner Frau Annette ist er Gründer von BERTSCH.Brand Consultants. Die beiden werden von ihren Kunden besonders dann gerufen, wenn Markenfragen ganz besonders komplex, verworren oder gar völlig verfahren erscheinen. Sie mögen Komplexität und Ambiguität. Das Ziel der Beratung sind stets einvernehmliche, gut funktionierende Kommunikationsstrukturen. 2018 wurde er in den fünfköpfigen Beirat des Deutschen Designer Club e. V. gewählt, 2021 und 2023 wiedergewählt. Seit 2019 Mitglied und reger Autor im Arbeitskreis Digitaldesign der BitKom, des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikations-Branche. Seit 2020 Host des DDCAST. Mehr zum DDCAST, zum Hintergrund und zum gesamten Team: https://www.ddc.de/de/magazin/ddcast.php Links zu Informationen über und Publikationen von Georg-Christof Bertsch Corporate Website von BERTSCH.Brand Consultants https://bertschbrandconsultants.de/home.html Wikipedia Georg-Christof Bertsch https://en.wikipedia.org/wiki/Georg-Christof_Bertsch
77:25 26.11.23
DDCAST 171 - Gerda Breuer "Die Designhistorikerin"
Gerda Breuer hat ein Doppelstudium an der RWTH Aachen absolviert, das Fach Soziologie mit dem Magister Atrium abgeschlossen und das Fach Kunstgeschichte mit dem Dr. phil. Gestützt durch ein dreijähriges Promotionsstipendium war sie 1 1/2 Jahre in den USA und ein Jahr in Amsterdam. Ihre Museumslaufbahn begann mit einer dreijährigen Vorbereitung und Konzeption der Ausstellung „Der westdeutsche Impuls“, die 1984 in sechs NRW-Städten durchgeführt wurde. Ihr Part war der Vergleich eines Jugendstil-Museums mit dem Werkbundmuseum „Deutsches Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“, gegr. 1909. Anschließend konzipierte sie eine Ausstellung über den Architekten und Designer J.L.M. Lauweriks. Die Museumlaufbahn wurde unterbrochen durch ein zweijähriges Forschungsprojekt der VW-Stiftung über Epochenkonstitution im 19. Jahrhundert an der Universität Bielefeld. Es folgte ein langjähriges Direktorat an den Rheinischen Industriemuseen, u.a. als kommissarische Leiterin von sechs Standorten und Direktorin des Museums Cromford. Sie war dann sieben Jahre lang stellvertretende Direktorin am Museum Mathildenhöhe in Darmstadt sowie Leiterin des Hauses Deiters und führte ein eigenes Ausstellungsprogramm in den Ateliers der ehemaligen Künstlerkolonie durch. Sie übernahm mehrere Gastdozenturen, u.a. in Ann Arbor, USA, und Leiden, Niederlande. 1995 wurde sie als Professorin für Kunst- und Designgeschichte an die Universität Wuppertal berufen und betreute 20 Jahre lang Studierende im Industrial Design und Kommunikationsdesign. Mit dem Lehrstuhl war eine Designsammlung verbunden und Ausstellungsräume. Dort wurden Ausstellungen und Symposien veranstaltet, alle verbunden mit umfassenden Publikationen. Parallel war sie Vorsitzende der Henry van de Velde-Stiftung in Hagen mit einem eigenen Symposiums-Programm und entsprechenden Publikationen. Von 2005 bis 2012 war sie Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates am Bauhaus Dessau und anschließend erhielt sie ein Fellowship der dortigen Stiftung. Sie war für kurze Zeit Mitglied des International Academic Committee, Bauhaus Institute, China Academy, Hangzhou, China Seit März 2014 ist sie pensioniert, hält zahlreiche Vorträge, war Mitglied des wissenschaftlichen Beirates „Bauhaus NRW“ zum 100jährigen Jubiläum der Bauhausgründung, veröffentlicht einschlägige Aufsätze und hat zuletzt das Buch „HerStories in Graphic Design. Dialoge, Kontinuitäten, Selbstermächtigungen. Grafikdesignerinnen 1880 bis heute / Dialogue, continuity, self-empowerment. Women graphic designers from 1880 until today“ herausgegeben.
38:42 19.11.23
DDCAST 170 – Elisabeth Budde / Matthias Wagner K „World Design Capital 2026. Wer, wie, was?“
Elisabeth Budde, Diplom Designerin, geb. 1959 in Bremen, studierte Anfang der 80er Jahre in Kiel Kommunikationsdesign und startete ihre berufliche Laufbahn bei der Rosenthal AG in Selb. Von dort zog sie die Position der stellv. Fachliche Leiterin beim Rat für Formgebung nach Frankfurt am Main. Danach wechselte sie zur Messe Frankfurt, wo sie für Sonderschauen zahlreicher Messen verantwortlich war. 1991 folgte die Selbstständigkeit. Bis heute ist sie geschäftsführende Gesellschafterin der Transparent Design Management GmbH und bietet mit ihrem Team Konzeption und Management in der Unternehmenskommunikation an. Diverse Vorträge im In- und Ausland, Jury-Tätigkeiten sowie zahlreiche ehrenamtliche Aktivitäten gehören selbstverständlich berufsbegleitend bei ihr dazu. Gut 30 Jahre ist sie Mitglied im dwb hessen und bald 25 Jahre im Deutschen Designer Club. Seit 2017 war sie wesentlich an der Entstehung der Initiative zur Bewerbung von Frankfurt Rhein-Main als World Design Capital beteiligt, die von der Werkbundakademie Darmstadt ausging. Über vier Jahre war sie für die Initiative im Projekt-Management ehrenamtlich als Director FRM des DDC aktiv. Diese konnte einen Beschluss zur Bewerbung um den Titel bei Stadt und Region erreichen. Mit dem darauf folgenden offiziellen Bewerbungs-Prozess von Stadt Frankfurt und Land Hessen ab 2021 unter Leitung von Prof. Wagner K entstand gemäß seinem Thema „Design for Democracy“ regelrecht eine Bewegung. Auch der DDC hat dafür mehrere Projekte realisiert, für die sich u.a. Elisabeth Budde weiterhin aktiv eingesetzt hat. Im Oktober 2023 dann die gute Nachricht: Frankfurt Rhein-Main gewann den Titel „World Design Capital 2026“. Prof. Matthias Wagner K leitet die Bewerbung Frankfurt RheinMain World Design Capital 2026. Hierfür entwickelte er den Claim „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“. Er ist Ausstellungsmacher, Biennale­-Leiter, Kurator, Autor und seit 2012 Direktor des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Binnen nur eines Jahres positionierte er das Museum mit einem gänzlich überarbeiteten Ausstellungs- und Partizipationskonzept neu. Mit seinen wechselnden thematischen Ausstellungen richtet es seither den Fokus auf die Wahrnehmung gesellschaftlicher Strömungen und Entwicklungen. Das Museum versteht es sich als ein Ort für sinnliche Denk- und Erfahrungsräume, für Gespräche und kritische Diskurse. Es zählt mittlerweile zu den international angesehensten und profiliertesten Museen seiner Art. Matthias Wagner K bekleidet zudem seit 2018 eine ehrenamtliche Honorarprofessur für Design Curating and Criticism an der HfG Offenbach, ist einer der drei Intendant*innen für Theater der Welt 2023 Frankfurt / Offenbach. Er ist Mitglied im Kuratorium der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der Stiftung Urban Future Forum e.V.
50:44 12.11.23
DDCAST 169 - Jessica Rademacher "Am Herz des Roboters"
Jessica Rademacher ist Teamleiterin im Bereich UX in der Sofwareentwicklung der KUKA Deutschland GmbH in Augsburg. Nachdem sie an der Hochschule Augsburg 2007 ihr Diplomstudium in Elektrotechnik abgeschlossen hat, ging es für sie direkt weiter zur KUKA als Trainerin für Robotik. In dieser Zeit brachte sie tausenden von Menschen Roboter zu programmieren, Fehler im Schaltschrank zu finden und Feldbusse zum Laufen zu bringen. Dabei fand sie noch genug Motivation, um parallel zur Lehrtätigkeit auch noch das passende Master of Arts Studium in Erwachsenenbildung an der TU Kaiserslautern zu absolvieren. Nach ein paar Jahren entschied sie sich jedoch, ihre gesammelten Fähigkeiten und Kenntnisse rund um Roboter in der Vorentwicklungsabteilung als Machbarkeitsingenieurin für den damals neuen Leichtbauroboter einzubringen. Von dort aus ging es dann als Product Owner (Rollenbezeichnung bei agilen Prozessen) für Frontend Entwicklungsteams in die Serienentwicklung. Ab da hatte sie die Möglichkeit Ihr als Trainerin erworbenes Wissen über die Technik und die Anwendenden, deren Sorgen und Wünsche zu kombinieren und direkt in die Entwicklung einfließen zu lassen, um die Komplexität eines Roboters für die Nutzenden besser beherrschbar zumachen. Nach einer Weiterbildung zum UX Consultant war sie die erste UXlerin der KUKA und fühlt sie sich angekommen, denn mit und für Menschen in Kombination mit Technik zu arbeiten begeistert sie am meisten. Ihr Steckenpferd sind alle hardwarenahen Workflows, bei denen es darum geht, über die Software direkt an der Robotermechanik - quasi dem schlagenden Herzen des Systems - zu arbeiten. Das gibt ihr die Möglichkeit über alle Teamgrenzen hinweg mit Frontend-, Backend- und MechatronikentwicklerInnen, Product Ownern, ProduktmanagerInnen, Customer Support und natürlich den Nutzenden zusammen zu arbeiten. Zusätzlich engagiert sie sich im Frauennetzwerk, Mentorenprogrammen und Kinder-/ Jugendveranstaltungen, um diesen und vor allem Mädchen zu zeigen, dass Technik nicht nur toll sein und Spaß machen, sondern man damit auch die Welt von morgen verändern kann. Links und Lesetipps von Jessica Rademacher Homepage von Jessica Radmachers Firma www.kuka.com Design Thinking-Prozess - Design Thinking - Hasso-Plattner-Institut (hpi.de) Kleiner Einblick in den Design Thinking Prozess https://hpi.de/school-of-design-thinking/design-thinking/hintergrund/design-thinking-prozess.html UX Collective (uxdesign.cc) Interessante Artikel zum Thema User Experiece https://uxdesign.cc/?gi=6fcdb2a5d2ee NORMAN, Don (2013): The Design of Everyday Things Der Klassiker, wenn es um Produktdesign geht KEBEKUS, Carolin (2021): Es kann nur eine geben Unterhaltung und Feminismus wunderbar vereint
40:31 05.11.23
DDCAST 168 - Stefan Sagmeister "HEUTE IST BESSER"
Stefan Sagmeister hat für so unterschiedliche Kunden wie die Rolling Stones, HBO und das Guggenheim Museum entworfen. Er ist zweifacher Grammy-Gewinner und hat praktisch jeden wichtigen internationalen Designpreis gewonnen. Stefan spricht über die großen Themen unseres Lebens wie Glück oder Schönheit, wie sie mit Design zusammenhängen und was das eigentlich für unseren Alltag bedeutet. Er hat fünfmal auf der offiziellen TED-Konferenz gesprochen und gehört damit zu den drei am häufigsten eingeladenen TED-Rednern. Seine Bücher verkaufen sich zu Hunderttausenden, und seine Ausstellungen wurden in Museen auf der ganzen Welt gezeigt. Seine Ausstellung "The Happy Show" zog weltweit weit über eine halbe Million Besucher an und wurde zur meistbesuchten Grafikdesign-Show der Geschichte. Der gebürtige Österreicher erwarb seinen MFA an der Universität für angewandte Kunst in Wien und, als Fulbright-Stipendiat, einen Master am Pratt Institute in New York.
48:39 29.10.23
DDCAST 167 - Florian Jöckel "Tour de Massif Central"
An dieser Stelle keine nüchterne Biografie – denn Florian Jöckel sagt, dass er noch nie eine geschrieben habe – sondern die Impression unseres Hosts und Chefredakteurs Georg-Christof Bertsch: "Designerbrille, kunstvoll verwuschelte Löwenmähne. Tattoos (vermutlich) überall. Basecap. Florian Jöckel ist eine Marke. Ein bisschen Rick Rubin. Ein bisschen ZZ Top. Ein bisschen Jonathan Meese. Das ergibt: 100% Florian Jöckel. Er bildet als Person die Brücke zwischen Frankreich und Deutschland. Französische Mutter, deutscher Vater. Am Bodensee aufgewachsen. Fahrrad-Narr. Tour de France-Addict. Workaholic mit mediterranem Flair. Pragmatiker mit ganz eigenen Zielen. In einem Kaff aufgewachsen, wusste er früh: „Wenn Du einen Klub haben willst, dann musst Du ihn eben selbst machen.“ Den hat er nun in Frankfurt am Main, in einer ehemaligen Bank, mitten im Zentrum. Beste Lage. Hier hat er sein bereits zweites Massif Central eröffnet. Das im Radsport legendäre französische Mittelgebirge dient ihm als Anregung, groß zu denken, aber auch echt zu schwitzen – um hoch zu kommen. Wie verlief dieser Anstieg? Nach Abitur und kaufmännischer Lehre bei Tickets per Post – Kartenverkauf „for the big shows", waren die Themen 1. Rock'n'Roll, 2. Business, 3. "You got to fight for your right to party" (Beastie Boys). Als Radsport-Freaks sprühte seine Clique Guily76 Straßengraffiti auf großen Rennstrecken. Dann wurde er Tourleiter für Bands. So kam er von Köln nach Frankfurt, wo er mit Ralf Scheffler eine Konzertagentur gründete (u.a. Ryūichi Sakamoto und Shantel). Zack. Die klassische Midlife-Crisis ... was ganz anderes machen. Ein Radfahrercafé mit angeschlossener Werkstatt, wie ein Etappen-Stopp der Tour de France. Das war das erste Massif Central – als Zwischennutzung in einer alten Druckerei. Aber hey, das ist Frankfurt: Also musste der nächste coole Ort eine BANK sein – die historisch höchst bedeutsame und denkmalgeschützte Bethmann-Bank. Diesen prominenten 8000m2-Leerstand zu etwas komplett anderem umzubauen, das war die Berg-Etappe, die er mit zahlreichen Kollegen in Angriff nahm. Nun hat sich bereits eins der einflussreichsten Architekturbüros, UN Studios aus Amsterdam, einmietet. Hier gibt es Concept Stores und Flipper Lounges. Hier kochen Dimi und Lorenz wunderbare Leckereien. Hier ist Rock'n'Roll. Und hier gibt es Fahrräder. Also einen krassen Gipfel erklommen, Flo."
55:55 22.10.23
DDCAST 166 - DDC Vorstand "180 wertschaffende Ideen, 40 ausgezeichnete Projekte 12 Gewinner*innen – WIG 2023"
Brauchen wir heute wirklich noch einen Designwettbewerb? Der DDC hat sich diese radikale Frage gestellt und auf die Suche nach neuen Antworten gemacht. Wie lässt sich gutes Design heute noch bewerten? Welche Bewertungskategorien spielen hierbei eine Rolle und wie muss ein Juryprozess verfasst sein, um die gesuchten neuen Antworten zu finden? Wir stellten uns gemeinsam die Frage, wie Designer*innen wertschätzende Kommunikation entwickeln, wertschöpfende Dinge entwerfen und wertebasierte Räume des gemeinsamen Zusammenlebens entwerfen und so aktiv an einer besseren Zukunft mitarbeiten. Das ist WAS IST GUT – der Designwettbewerb des DDC. Zugleich ist dieser Wettbewerb selbst Innovation im Prozess. Hier werden nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst zur Jury – partizipativ, demokratisch und diskursiv; sondern der Prozess entwickelt sich kontinuierlich weiter. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und wir als DDC machen uns gemeinsam auf die Reise, dieses neue Designverständnis in die Wirtschaft, die Politik und die Welt hinaus zu tragen. WAS IST GUT 2023 wurde von dem DDC- Vorstand konzipiert, organisiert und begleitet: Simon Daubermann ist mit eigenem Büro von Mannheim aus in der visuellen Gestaltung tätig. Felix Kosok ist neben seiner praktischen Tätigkeit Professor für Grafikdesign und Designtheorie an der German International University Berlin. Claudia S. Friedrich ist Partnerin und Geschäftsführerin bei zweigrad Industrial Design in Hamburg. Und der vierte im Bunde ist Robin Auer und als Design Lead bei IBM sowie als Dozent für Designstrategie tätig. Moderiert von Martina Metzner, Designjournalistin und Redakteurin des DDC.
41:38 15.10.23
DDCAST 165 - Metin Seyrek & Markus Mögel "Über einen barrierefreien Design-Prozess"
Metin Seyrek ist Teil der vierköpfigen Führungsspitze der Markenagentur BECC Agency mit Sitz in München Schwabing. Als Mitinhaber leitet und gestaltet er zusammen mit Leif Geuder, Sabine Kraus und Katharina Kraus die Geschäfte und führt ein Team aus 50 Mitarbeitenden. Der diplomierte „Produkt- und Kommunikationsdesigner“, der an der Kingston Universität London sowie an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd studierte, entwickelte sich im Laufe seiner über 20-jährigen Berufserfahrung zum Markenexperten. Im Kern seiner vielfältigen Tätigkeiten für international aufgestellte Konzerne, Unternehmen und Organisationen unterschiedlichster Branchen – von Automotive, über Logistik und erneuerbare Energien, bis hin zu inklusiven Sportveranstaltungen – steht vor allem die Konzeption von Markenstrategien und -identitäten sowie deren Übersetzung in greifbare Markenkontaktpunkte. Dabei stellt Metin stets den Menschen in den Mittelpunkt, nicht nur beim Erschaffen von Markenerlebnissen, bei denen es heutzutage mehr denn je um Beteiligung, statt nur um den Blick aus der Zuschauerperspektive geht, sondern auch im eigenen Unternehmen. Engagement ist für ihn mehr als nur ein Wert für die Erfolgsmessung der Wirksamkeit von Strategien, es ist der Treibstoff von Transformationsprozessen jeglicher Art, auch in den eigenen vier Wänden. Mit seiner Mannschaft bei der BECC Agency gewann er von 2012 bis 2022 für verschiedene Projekte den Red Dot Award und wurde mehrfach mit dem German Design Award sowie dem IF Communication Design Award ausgezeichnet. Die Entwicklung des Brand Designs der Special Olympics World Games in Berlin in diesem Jahr, zählt zu den absoluten Herzensprojekten von Metin Seyrek, für das die BECCs in einem inklusiven Designprozess zusammen mit den Athlet*innen völlig neue Wege gegangen sind. „Eine Marke unvergesslich werden lassen und tiefe Bindungen zu ihr aufzubauen“, keinen geringeren Anspruch hat Markus Mögel an seine Arbeit als Kreativdirektor. Seit über 12 Jahren schafft er mit seiner Leidenschaft für die perfekte Verschmelzung aus herausragendem Design, neuester Technologie und menschlicher Emotion, zusammen mit seinem Team, innovative Lösungen für ganzheitliche Markenerlebnisse der Kunden der BECC Agency. Das Fundament für seine Karriere in der Kreativbranche legte er zunächst durch das Studium von „Design und angewandter Kunst“ an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart, bevor er an die Hochschule für Design in Schwäbisch Gmünd wechselte, um mit dem Diplom zum „Kommunikationsdesigner“ abzuschließen. Mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung auf Agentur- und Unternehmensseite für Brands aus den unterschiedlichsten Branchen, kreiert Markus durch die Entwicklung digitaler und analoger Exponate, medialer Bespielkonzepte sowie Pre-, Post- und Live-Kommunikation, eindrucksvolle und wirksame Interaktionen zwischen Mensch und Marke.
40:36 08.10.23
DDCAST 164 - Sunny Dolat "Decolonizing Design!"
Sunny Dolat ist weltweit tätiger Kulturproduzent, Kreativdirektor und Modekurator. Er ist Mitbegründer des Nest Collective. The Nest begann 2012 als Treffpunkt für junge Kreative in Nairobi, die sich für die Überschneidungen zwischen Poesie, Feminismus und Queer Theory, Design, Film und Technologie interessieren. Seitdem entwickelte sich The Nest zu einem internationalen Akteur im Gestaltungsfeld. Sunny Dolat fördert aktiv Kunst und Kultur in seinem Heimatland Kenia. Er setzt sich mit sozialen, politischen und historischen Themen auseinander und beschäftigt sich in seiner Arbeit insbesondere mit dem Platz Afrikas in globalen und kulturellen Debatten und Dialogen. Dolat hatte in verschiedenen Funktionen in der Kreativ- und Kulturindustrie in Ostafrika inne und ist in zahlreichen Beratungsgremien aktiv. Er leitete den Textil- und Bekleidungssektor in Kenia für das SheTrades in the Commonwealth-Programm. Er ist als Strategiemanager beim HEVA Fund tätig, Afrikas erstem Unternehmensfonds seiner Art für die Krativindustrie. Dolats jüngste Errungenschaft war seine Mitarbeit im Kuratorenteam, das die Ausstellung Africa Fashion im Victoria and Albert Museum in London zusammengestellt hat. Mit dem Nest Collective präsentierte er eine Installation auf der documenta 15. Derzeit lebt er in Nairobi, Kenia.
44:50 01.10.23
DDCAST 163 - Annabelle von Reutern "Bestand hat keine Lobby"
Annabelle von Reutern ist Architektin und bei dem Unternehmen Concular GmBH, das sich mit zirkulären Immobilien beschäftigt, für das Business Development zuständig. Sie hat nach Ihrem Studium an der RWTH Aachen und der TU Berlin mehrere Jahre in Kölner Architekturbüros gearbeitet und ist Mitglied bei Architects for Future sowie Vorständin im Verband für Bauen im Bestand. "Ohne Bauwende wird es keine Klimawende geben. Das zirkuläre Bauen und der Einsatz von vorhandenen Ressourcen aus bestehenden Objekten wird die Branche dorthin bringen. Die Frage ist nicht ob die Form der Verfügbarkeit folgen muss, sondern wie schnell wir dieses Entwurfsprinzip umsetzen." Link zu Annabelle von Reuterns Firm Concular https://concular.de/ Literaturempfehlungen von Annabelle von Reutern GÖPEL, Maja und VON REDECKER, Eva (2022): Schöpfen und Erschöpfen. Berlin: Matthes & Seitz BREGMAN, Rutger (2021): Im Grunde gut. Reinbek: Rowohlt FROMM, Erich (1976): Haben oder Sein. München: dtv LAMPUGNANI, Vittorio (1995): Die Modernität des Dauerhaften. Berlin: Verlag Klaus Wagenbach DIEHL, Sarah (2022): Die Freiheit, allein zu sein. Arche Perspektiven
34:28 24.09.23
DDCAST 162 - Jan Stassen "Die Zukunft der Werte"
Jan hat sich im Zuge seines Studiums auf die veränderten Formen der Kommunikation konzentriert. Zwischenmenschliche Kommunikation versteht Jan als ästhetische Ressource. Sein forscherisches Interesse lag vor allem in den Themenfeldern des Embodied Turns und kollektiver Wertesysteme. Nach dem Studium entwickelte Jan für die Ekskäret Foundation Räume für kontemporäre Spiritualität (2016). In 2017 entstand der erste Prototyp des Museums für Werte, aus welchen Jan mit Laura Ludwig ein Ausstellungsprojekt im Kunstmuseum Wolfsburg entwarf. Das Ergebnis waren immersive Dialogräume für die Stadtgesellschaft. Die zweite partizipative Ausstellung mit Laura Ludwig entstand auf dem Kunstfestival BURNING MAN in der Wüste Nevadas (USA), welches das Thema COMMUNITAS als gemeinschaftsstärkendes Moment beleuchtete. Seit 2021 verlagert sich Jans Interesse vermehrt auf interaktive Installationen, die den fluiden Übergang zwischen der inneren Welt und der digitalen Weite untersuchen - wie mit COLORFEEL. Jan Stassen ist Co-Founder des Museums für Werte, einer gemeinnützigen Organisation, die Ausstellungen, Workshops und Konzepte für Persönlichkeitsentwicklung und soziokulturelle Themen entwickelt und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit großen Fragen unsere Zeit einlädt.
32:01 17.09.23
DDCAST 161 - Laurent Lacour "Rebell und Strukturierer"
Laurent Lacour studierte visuelle Kommunikation und Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Er ist Partner bei hauser lacour und hat umfangreiche und vielfach ausgezeichnete Projekte realisiert. Darunter Branding und Corporate Design Projekte für Siemens, Swiss Re, Münchener Rück Versicherung AG, Hager Group, De Gruyter Wissenschaftsverlag, Fraport AG und die Deutsche Börse Group. Aber auch viele Projekte im kulturellen Bereich, z.B. das Corporate Design der Kölner Philharmonie, des Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, den Frankfurter Kunstverein, das Museum für Gegenwartskunst Siegen, das Max Planck Institut Florenz und viele andere Institutionen und Firmen. Er entwickelt Designforschungsprojekte und ist in wissenschaftlichen Diskursen aktiv, vor allem im Zuge diverser Hochschulprojekte: an der ZhdK Zürich, der HFG Basel, in Darmstadt (h_da) und der HFG Karlsruhe. An der ZhdK Zürich war er aktiv in die Forschungsfelder des Institut Design2Context eingebunden. Das Institut wurde als eines der wesentlich prägenden Designforschungsinstitute der Schweiz bezeichnet. Die Lehre erfolgte auf Basis eines Postgraduate Masterprogramms. Kernforschungsfelder waren u.a.: Thesen zu gesellschaftlichen, urbanen und politischen Themen an den Schnittstellen zu Architektur und Soziologie, Thesen zu Komplexität im transdisziplinären und gesellschaftlichen Kontext mit Focus auf Design-Systeme, Thesen zu Fragen der Relevanz und Möglichkeit von Design. Laurent Lacour vertritt einen aktiv transdisziplinären Umgang der Designforschung und stellt Design in immer neue Kontexte und Beziehungen mit dem Ziel, praktische Forschungsmethoden zeitgemäß zu definieren. An dieser Stelle vertritt er ein ganzheitliches Markenverständnis, das er bei hauser lacour für Kunden mit komplexen strategischen Herausforderungen anwendet. Seit April 2011 ist er ordentlicher Professor im Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Corporate Design. Er ist Mitglied des DDC.
42:18 11.09.23

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