Show cover of Sofa-Akademie

Sofa-Akademie

Die Evangelische Akademie Frankfurt gestaltet gesellschaftliche Debatten. Mit diesem Podcast kann man von überall aus zuhören – auf dem Sofa zu Hause ebenso wie auf dem Weg zur Arbeit. Interessante Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sprechen mit den Studienleiter/innen der Akademie über Themen unserer Zeit: von A wie Armut bis Q wie Quarantäne.

Titel

Woran du dein Herz hängst - Herzensbegegnungen
Diskursinsel vom 19. September 2022 mit Kardiologe Dr. Christian Albrecht, Prof. Dr. Melanie Köhlmoos (Goethe-Universität Frankfurt), Familientherapeutin Kerstin Miller und Tabea Müller (Goethe-Universität Frankfurt), moderiert von Dr. Eberhard Pausch (Evangelische Akademie Frankfurt). „Woran du dein Herz hängst und worauf du dich verlässest, das ist eigentlich dein Gott.“ (Martin Luther) Das Herz ist nicht irgendein Organ im menschlichen Körper. Von alters her galt es als Sitz der Seele und als Identitätszentrum des Menschen. Dafür gibt es biblische Belege – dem hat sich Luther angeschlossen, dem ist die Romantik gefolgt. Wobei die Romantik auch für eine Engführung verantwortlich war, weil sie die Metapher „Herz“ auf das Gefühlsleben der Menschen konzentrierte. Dabei steht das Herz sicherlich für mehr als eine mechanische Pumpe im Brustbereich der Säugetiere, aber auch für mehr als bloßes Gefühl. Der Dichter Antoine de Saint-Exupéry fasst es in seinem Werk „Der kleine Prinz“ in die bekannten Worte: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Schauen wir also einmal genau auf das Herz – aus der Perspektive der Kardiologie, der Psychologie und der Theologie. Was lässt mein Herz höherschlagen, und was versteinert es? Was ist eigentlich mein Herzensanliegen, und wie finde ich das heraus? Und stimmt Luthers Satz – ist wirklich dasjenige unser Gott, an das wir „unser Herz hängen“?
91:53 23.09.2022
Claudia Blöser: Sieben Thesen aus Ernst Blochs „Das Prinzip Hoffnung“
Impulsvortrag vom 09. Juli 2022 von Dr. Claudia Blöser ( Goethe-Universität Frankfurt) im Rahmen des Studientages „Hoffnung aus Vernunft“. Hoffnung ist in der Gegenwart ein knappes Gut geworden. Sie droht uns auszugehen. Denn eine Krise jagt die andere: Flüchtlingskrise, Klimakrise, die Coronapandemie, zuletzt der Krieg in der Ukraine. Es fehlt die Zeit zum Atemholen. Der Studientag will Gelegenheit bieten, über Quellen der Hoffnung nachzudenken.
15:05 21.07.2022
Jürgen Hardeck: Der Hoffnungsdenker Erich Fromm
Impulsvortrag vom 09. Juli 2022 von Prof. Dr. Jürgen Hardeck (Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz) im Rahmen des Studientages „Hoffnung aus Vernunft“. Hoffnung ist in der Gegenwart ein knappes Gut geworden. Sie droht uns auszugehen. Denn eine Krise jagt die andere: Flüchtlingskrise, Klimakrise, die Coronapandemie, zuletzt der Krieg in der Ukraine. Es fehlt die Zeit zum Atemholen. Der Studientag will Gelegenheit bieten, über Quellen der Hoffnung nachzudenken.
24:08 21.07.2022
Politischer Mord in der deutschen Geschichte und Gegenwart – Zum 100. Todestag Walther Rathenaus
Vortrag und Gespräch vom 27. Juni 2022 mit Prof. Dr. em. Martin Sabrow (Humboldt Universität zu Berlin), moderiert von Dr. Margrit Frölich (Evangelische Akademie Frankfurt). Vor 100 Jahren, am 24. Juni 1922, wurde der damalige deutsche Außenminister Walther Rathenau auf offener Straße in Berlin ermordet. Liberaler deutscher Politiker, Jude, Industrieller, Schriftsteller. Die Attentäter gehörten der nationalistisch und antisemitisch eingestellten paramilitärischen Organisation Consul an und wollten die Weimarer Demokratie destabilisieren. Wäre der charismatische Staatsmann, Sohn des AEG-Gründers Emil Rathenau, nicht ermordet worden, hätte die deutsche Geschichte womöglich einen anderen Verlauf genommen, mutmaßte der Historiker Sebastian Haffner. Die Veranstaltung nimmt den 100. Jahrestag der Ermordung Walther Rathenaus zum Anlass, um über dessen politisch-historische Bedeutung sowie den politischen Mord als Instrument demokratiefeindlichen Terrors zu reflektieren – in der Weimarer Republik wie auch in der Bundesrepublik Deutschland heute.
118:22 13.07.2022
Friedensfähig in Kriegszeiten - Friedensgutachten 2022
Frankfurter Friedensforum vom 28. Juni 2022 mit Dr. Claudia Baumgart-Ochse (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. HSFK), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. HSFK), Jan Gildemeister (Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden) und Lorenz Hemicker (Frankfurter Allgemeinen Zeitung), moderiert von Dr. Eberhard Pausch (Evangelische Akademie Frankfurt). Das Friedensgutachten 2022 der vier führenden Institute für Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik analysiert die Konflikte und Kriege der Gegenwart, stellt die Friedens- und Sicherheitspolitik Deutschlands und Europas auf den Prüfstand und gibt Empfehlungen für eine friedensorientierte Politik.
98:32 11.07.2022
Paradigmenwechsel in der ev. Friedensethik? Zwischen Pazifismus und gerechtem Krieg
Vortrag vom 27. April 2022 von Dr. Eberhard Pausch (Evangelische Akademie Frankfurt) im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung zum Thema „Krieg und Frieden in der Ukraine“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Bundeskanzler ruft eine Zeitenwende aus. Und in der evangelischen Kirche wird die bisherige Friedensethik in Frage gestellt. Welches Paradigma passt zur Gegenwart? Muss die Leitidee des gerechten Friedens verabschiedet werden? Geht es zurück zur Lehre vom gerechten Krieg? Welche Rolle kann der Pazifismus noch spielen? Diese und weitere Aspekte sind Gegenstand der Diskussion – mitten in einem grausamen Krieg, den manche als „heilige Spezialoperation“ bezeichnen.
27:58 27.06.2022
Mehr Zeit?! Wie wir die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit beschleunigen können
Diskussion vom 16. Mai 2022 mit Prof. Dr. Flurina Schneider (Institut für sozial-ökologische Forschung - ISOE) und Prof. Dr. Harald Lesch (Ludwig-Maximilians-Universität München), moderiert von Dr. Regina Oehler (Wissenschaftsjournalistin) und Dr. Gunter Volz (Evangelisches Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach). Hilft ein neuer entspannterer Umgang mit der Zeit, die so dringend nötige Transformation zur Nachhaltigkeit zu beschleunigen? Wie kann Wissen gesellschaftlichen Wandel zur Nachhaltigkeit befördern?
97:01 01.06.2022
„Was heißt: in der Demokratie zu disputieren?" – Über Kommunikation in schwierigen Zeiten
Diskursinsel vom 21. April 2022 mit Jennifer Holleis (Übersetzerin und Dolmetscherin), Prof. Nadja Mayer (Hochschule Mainz), Dr. Dietmar Molthagen (Friedrich-Ebert-Stiftung) und Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring (HTW Berlin), moderiert von Dr. Eberhard Pausch (Evangelische Akademie Frankfurt). Diskurse und Debatten sind immer riskant und brisant. Der Erfolg von Argumenten ist niemals garantiert. Aber Demokratie lebt von der Diskussion und vom Streit. Nur darf dieser nicht verletzend sein und die Menschenwürde beschädigen. Wie kann unsere Kommunikation künftig (besser) gelingen?
93:54 28.04.2022
Postkolonial und postnationalsozialistisch. Jugendarbeit unter Vorzeichen
Vortrag und Gespräch vom 30. März 2022 mit Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal) im Rahmen der Reihe Präventionscafé unter der Leitung von Katharina Lange (Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main) und Annette Lorenz (Evangelische Akademie). Geschichtsbewusstes pädagogisches Handeln erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit – und mit deren Auswirkungen auf unser Zusammenleben heute. Welche postkolonialen und postnationalsozialistischen Kontinuitäten sind aktuell (wieder) prägend?
84:09 27.04.2022
Die Widerstandsfähigkeit des Bildungssystems
Wirtschaftspolitisches Forum vom 4. April 2022 mit Dr. Manuel Lösel (Hess. Kultusministerium), Dr. Larissa Zierow (ifo Zentrum für Bildungsökonomik) und Gerrit Ulmke (Helmholtz-Gymnasium, Frankfurt), moderiert von Doris Renck (Hessischer Rundfunk). Ein robustes Bildungssystem spielt eine Schlüsselrolle in einer den Menschen zugewandten, wettbewerbsfähigen und modernen Gesellschaft. Was muss unternommen werden, damit es zukunftsfähig bleibt?
117:21 07.04.2022
Krieg in der Ukraine – was kommt auf uns zu?
Diskussion vom 22. März 2022 mit Prof. Dr. Christopher Daase (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), Arnd Henze (Journalist), Sabine Müller-Langsdorf (EKHN) und Dr. Klaus Wittmann (Brigadegeneral a.D.), moderiert von Dr. Eberhard Pausch (Evangelische Akademie Frankfurt). Die Geschehnisse in der Ukraine erschüttern die ganze Welt. Über vieles müssen wir spekulieren, weil Informationen und eindeutige Erkenntnisse fehlen. Die Positionen zu diesem Konflikt sind vielfältig. Was aber dafür umso klarer ist: Dieser Krieg wird die Welt verändern. Aber was genau kann auf uns zukommen?
101:49 24.03.2022
„Kritik der Unheilsmacht“ – Martin Mittelmeiers Blick auf die „Dialektik der Aufklärung“
Diskussion vom 25. Februar 2022 mit Dr. Liane Bednarz (Publizistin und Juristin) und Dr. Martin Mittelmeier (Komparatist und Autor), moderiert von Dr. Eberhard Pausch (Evangelische Akademie Frankfurt). Impulsreferat von Dr. Martin Mittelmeier über sein Buch "Freiheit und Finsternis. Wie die 'Dialektik der Aufklärung' zum Jahrhundertbuch wurde", München 2021. „Die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“ Das ist die Grundthese der „Dialektik der Aufklärung“ (Adorno/Horkheimer). Über das wirkungsmächtige Buch und den Stellenwert der aufklärerischen Vernunft diskutiert Martin Mittelmeier mit Liane Bednarz.
94:48 07.03.2022
Chancen.Bildung – Bildungsgerechtigkeit in Deutschland (2)
Gespräch vom 1. Juli 2021 mit Prof. Dr. Julian Garritzmann (Goethe-Universität Frankfurt) und Hanna-Lena Neuser (Evangelische Akademie Frankfurt) Die Evangelischen Akademien Bad Boll, Berlin, Hofgeismar, Frankfurt und Sachsen – im Verbund der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung – wollen gemeinsam eine breite und konstruktive öffentliche Debatte über ungleiche Bildungschancen und mögliche Schritte hin zu einer gerechteren Bildung in Deutschland anregen. In der achtteiligen Gesprächsreihe „Chancen.Bildung“ werden unterschiedliche Perspektiven entfaltet.
21:12 21.01.2022
Chancen.Bildung – Bildungsgerechtigkeit in Deutschland (1)
Gespräch vom 14. Juni 2021 mit Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) und Hanna-Lena Neuser (Evangelische Akademie Frankfurt) Die Evangelischen Akademien Bad Boll, Berlin, Hofgeismar, Frankfurt und Sachsen – im Verbund der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung – wollen gemeinsam eine breite und konstruktive öffentliche Debatte über ungleiche Bildungschancen und mögliche Schritte hin zu einer gerechteren Bildung in Deutschland anregen. In der achtteiligen Gesprächsreihe „Chancen.Bildung“ werden unterschiedliche Perspektiven entfaltet.
27:54 20.01.2022
Auf dem Weg zur stufenweisen Impfpflicht?
Diskussion vom 15. Dezember 2021 mit Prof. Dr. Steffen Augsberg (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Martin Gutzeit (Justus-Liebig-Universität Gießen), moderiert und geleitet von Prof. Dr. Bernhard Kretschmer (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Kurt W. Schmidt (Evangelische Akademie Frankfurt) Über viele Monate wurde von der Politik beteuert, dass es eine Impfpflicht gegen Covid-19 nicht geben werde. Nun hat sich der Wind gedreht: Politiker/innen aus den unterschiedlichsten Lagern können sich die Einführung einer Impfpflicht nicht nur vorstellen, manche fordern sie sogar direkt ein.
91:17 17.01.2022
Tehillim – Psalm 113 im Dialog
Trialogisches Gespräch vom 18. November 2021, moderiert von Dr. Eberhard Pausch Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei Gott gelobt, „… der das Niedrigste beachtet“. Reflexionen aus den Perspektiven der abrahamitischen Weltreligionen zu Psalm 113, der in diesem Jahr die Grundlage und den Ausgangstext für das Konzert des Interreligiösen Chors Frankfurt darstellt.
84:36 02.12.2021
Zur Lage der Nation
Diskussion vom 4. Oktober 2021 mit Prof. Dr. Dr. Aleida Assmann (Universität Konstanz) und Prof. Dr. Ireneusz Pawel Karolewski (Universität Leipzig), moderiert von Dr. Margrit Frölich (Evangelische Akademie Frankfurt) In Deutschland gilt der Begriff der Nation als verpönt. Wäre es jedoch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Spaltung, die wir in Europa wie in den USA feststellen, nicht notwendig, ihn im Sinne eines demokratischen, zivilen, diversen und solidarischen Miteinanders neu zu besetzen?
129:31 05.11.2021
Der Einfluss der Evangelikalen in den USA und Brasilien
Diskussion vom 27. Mai 2021 mit Prof. Dr. Detlef Pollack, (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Dr. Claudia Zilla (Stiftung Wissenschaft und Politik), moderiert von Dr. Margrit Frölich (Evangelische Akademie Frankfurt) Die Evangelikalen haben bei der Präsidentschaftswahl in den USA mehrheitlich Donald Trump gewählt, in dem sie einen Garanten ihrer politischen Werte sahen. Wie wird sich ihr Einfluss unter dem demokratischen Präsidenten Joe Biden entwickeln? Und wie sieht die Lage in Brasilien aus?
92:32 01.11.2021
Handlungsspielräume für die Zeit mit und nach Corona
Diskussion vom 25. Juni 2021 mit Dr. Martin Herrmann (Klug– Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit) und Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber (Psychotherapeutin), moderiert von Dr. Regina Oehler (Wissenschaftsjournalistin) und Dr. Gunter Volz (Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung) Nach mehr als einem Jahr Leben unter der Pandemie stellen sich zunehmend Fragen nach dem „Wie weiter“? Was haben wir aus der Auseinandersetzung mit Covid-19 für die Zukunft unserer Gesellschaft gelernt? Was für den Umgang mit der Klimakrise?
82:53 01.10.2021
Verhärtete Fronten – Identitätspolitik und Rassismusdebatten
Diskussion vom 20. September 2021 mit Dr. Emilia Roig (Center for Intersectional Justice), Prof. em. Dr. Wolfgang Sander (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Paul Mecheril (Universität Bielefeld), moderiert von Anne Baier (Hessischer Rundfunk) und Annette Lorenz (Evangelische Akademie Frankfurt) An der Debatte um die sogenannte Identitätspolitik manifestiert sich aktuell ein tiefer Graben in der Gesellschaft. Für die Bildungsarbeit stellt sich angesichts dieser Kontroversität die Frage: Wie sprechen wir mit Jugendlichen über Rassismus? Wie kann Ambiguitätstoleranz und Meinungsfreiheit gefördert werden, ohne Empathie und Solidarität für Betroffene einzubüßen?
91:17 27.09.2021
Der 11. September 2001 als Schlüsselereignis des 21. Jahrhunderts
Diskussion vom 23. September 2021 mit Prof. Dr. Carola Dietze (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Prof. Dr. Claus Leggewie (Justus-Liebig-Universität Gießen), moderiert von Dr. Margrit Frölich (Evangelische Akademie Frankfurt) Die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 haben die Welt erschüttert und markieren ein neues Kapitel der Weltpolitik. Die Veranstaltung geht der Frage nach, wie die Folgen der Anschläge unsere Gegenwart prägen.
122:59 24.09.2021
Antiziganismus im Blick – Uralte Vorurteile im pädagogischen Alltag
Präventionscafé vom 30. Juni 2021 mit Benjamin Böhm (Sozialarbeiter), moderiert von Katharina Lange (Jugendmigrationsdienst des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit in Frankfurt) und Annette Lorenz (Evangelische Akademie Frankfurt) Bilder und Vorurteile, die sich Menschen von vermeintlichen „Zigeunern“ machen, gehen mehr als 500 Jahre weit in die Geschichte zurück. Wir schauen uns Geschichte, Narrative und Wirkungsweisen des Antiziganismus an und diskutieren Handlungsmöglichkeiten für die pädagogische Praxis.
95:55 15.07.2021
Deutschland sucht das Genderzeichen
Diskussion vom 2. Juli 2021 mit Karin Dalka (Frankfurter Rundschau), Martin Franke (EKHN), Marianne Preis-Dewey (Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen), Prof. Dr. Sabine Sczesny (Universität Bern) und Petra Weitzel (Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität), moderiert von Jannika Kämmerling (Hessischer Rundfunk) und Dr. Stina Kjellgren (Arbeitskreis Gender der Evangelischen Akademie Frankfurt) Welches Genderzeichen wird sich durchsetzen? Müssen wir uns überhaupt auf eines einigen? Mit welchen Vor- oder Nachteilen gehen die verschiedene Schreibweisen einher, und wessen Perspektiven müssten berücksichtigt werden?
120:02 13.07.2021
Weisheit in Judentum, Christentum, Islam
Gespräch vom 19. Mai 2021 mit Roberto Fabian (Jüdische Volkshochschule Frankfurt), Dr. Kornelia Siedlaczek (Katholische Erwachsenenbildung) und Songül Yasar (Krankenhausseelsorgerin), moderiert von Dr. Eberhard Pausch Wir Menschen brauchen Träume von einer besseren Welt. Gerade in Zeiten, die für viele von uns dunkel und schwierig scheinen. Aber Träume brauchen auch einen Rahmen, in dem sie sich in geordneter Weise entfalten können und umsetzen lassen. Die Weisheit bildet einen solchen Rahmen.
88:16 17.06.2021
Lebenskrise Intensivstation – Lesung aus „Das Jahr magischen Denkens“ von Joan Didion
Lesung vom 13. Mai 2021 mit Anke Sevenich Die große amerikanische Autorin Joan Didion gerät in die größte Krise ihres Lebens. Völlig unerwartet verstirbt ihr Mann an den Folgen eines Herzinfarkts, während ihre einzige Tochter schwerst erkrankt auf der Intensivstation mit dem Tode ringt. Durch ihren autobiografischen Bericht „Das Jahr magischen Denkens“ ist eines der eindrücklichsten Bücher über Lebenskrisen und Intensivstationen entstanden, für das Joan Didion in den USA mit dem renommierten National Book Award ausgezeichnet wurde. Die bekannte Schauspielerin Anke Sevenich liest ausgewählte Passagen, die aus interdisziplinärer Perspektive kommentiert werden.
50:04 14.06.2021
Politik an der Scherzgrenze
Tagung vom 7. Juni 2021 mit Dennis Lichtenstein (Medien- und Kommunikationswissenschaftler), Marco Bülow (MdB, Die Partei) und Oliver Welke („heute-show“), moderiert von Dr. Dietrich Krauß („Die Anstalt“) und Hanna-Lena Neuser Abends vor der „Tagesschau“ oder dem „heute-journal“ gibt es wenig, worüber man lachen kann. Politik ist ein ernstes Geschäft, und auch das, was sich in der Gesellschaft abspielt, hat oft nicht viel mit Spaß zu tun. Sind humorvolle Formate wie die „heute-show“ und „Die Anstalt“ die besseren „Tagesthemen“? Kann man heute noch „korrekt“ witzig sein? Wo sind Grenzen? Wo endet die Kunst- und Meinungsfreiheit? Leisten Satire und Kabarett das, was politische Bildung anstrebt? Oder sorgen sie im Gegenteil für eine Entpolitisierung?
89:31 12.06.2021
Martin Niemöllers Antisemitismus 1918–1967: Versuch einer Neubewertung
Vortrag von Benjamin Ziemann vom 26. April 2021 Martin Niemöller (1892–1984) zählt zu den bekanntesten deutschen evangelischen Kirchenvertretern des 20. Jahrhunderts. Vor 1933 positionierte er sich deutschnational und stand der NSDAP nahe. Danach wurde er zu einer führenden Gestalt des Widerstands der Bekennenden Kirche gegen den NS-Staat. Nach 1945 betonte er die Schuld der evangelischen Kirche und engagierte sich radikalpazifistisch für Frieden und Versöhnung im Ost-West-Konflikt und für eine gerechtere Ordnung der einen Welt. Bis heute ist er eine prominente, aber auch umstrittene Person. Der Historiker Benjamin Ziemann hält eine Neubewertung von Niemöllers Antisemitismus für nötig. In seinem Vortrag knüpft er an seine 2019 erschienene Biografie über Niemöller an.
23:05 06.05.2021
Geheimnisse gestattet? Die Bedeutung von Transparenz in unserer Gesellschaft
Diskussion vom 21. April 2021 mit Carsten Knop (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Dr. Frederike van Oorschot (FEST Heidelberg) und Arne Semsrott (Open Knowledge Foundation) Transparenz ist eine stetige Forderung – und Fluch und Segen gleichermaßen. Ihre Ambivalenz zeigt sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen, besonders in Zeiten digitaler Kommunikation. Wie können wir damit umgehen? Und wie viel Transparenz ist eigentlich wünschenswert?
72:40 27.04.2021
Der Film „Das neue Evangelium“ von Milo Rau – eine „Revolte der Würde“?
Gespräch vom 10. Februar 2021 mit Dr. Julia Dinkel (Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN), Andreas Lipsch (Diakonie Hessen) und Karsten Visarius (GEP), moderiert von Dr. Gunter Volz (Evangelisches Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach) und Dr. Margrit Frölich Der Schweizer Filmregisseur Milo Rau verknüpft in seinem neuesten Film „Das neue Evangelium“ die Passion Jesu mit dem Leiden der Flüchtlinge, die heute unter sklavenähnlichen Verhältnissen in Süditalien Tomaten und Orangen ernten. Aus dieser filmischen Verbindung erwachsen Fragen nach der Unmenschlichkeit der Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Geflüchteten im heutigen Europa sowie nach den Produktionsbedingungen unserer Lebensmittel. Über den Film, seine Bezüge und seine sozialpolitische Dimension diskutieren wir mit Expert:innen.
92:51 30.03.2021
Die transatlantischen Beziehungen neu denken
Diskussion vom 11. März 2021 mit Prof. Dr. Gunther Hellmann (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Lora Anne Viola (John-F.-Kennedy-Institut, Freie Universität Berlin), moderiert von Dr. Margrit Frölich Deutschland und die EU setzen große Hoffnungen auf den neuen US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden. Biden möchte die Beziehungen der USA zu Deutschland und der Europäischen Union stärken. Der neue Außenminister Antony Blinken ist ein Verfechter multilateraler Beziehungen und hält Deutschland für den wichtigsten Bündnispartner der USA in Europa. Das sind gute Nachrichten. Doch können die USA weiterhin der Garant europäischer Sicherheit sein, oder muss Europa künftig mehr Eigenverantwortung übernehmen? Was ist zu erwarten im Hinblick auf das Nuklearabkommen mit dem Iran, das Donald Trump aufgekündigt hatte? Welche Aussichten ergeben sich aus dem von Joe Biden veranlassten Wiedereintritt der USA in den Pariser Vertrag zum Klimaschutz? Wie steht es um die Handelsbeschränkungen zwischen den USA und Europa, und welche Position nehmen Deutschland, die EU und die USA gegenüber der aufstrebenden Weltmacht China ein? Wie wird sich das Verhältnis zu Russland entwickeln und was heißt dies für Deutschland? Was ist für die Nato zu erwarten?
95:52 28.03.2021