Show cover of Turtlezone Tiny Talks - 20 Minuten Zeitgeist-Debatten mit Gebert und Schwartz

Turtlezone Tiny Talks - 20 Minuten Zeitgeist-Debatten mit Gebert und Schwartz

Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz laden wöchentlich zu den Turtlezone Tiny Talks und einer frischen Zeitgeist-Debatte. In jeweils 20 Minuten -zum Start in die Woche- greifen Gebert und Schwartz aktuelle Debatten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft auf. Und inspirieren in ihrem neuen Podcast mit einer gepflegten Gesprächskultur, die an Informationen, Perspektiven und Argumenten des Talkpartners interessiert ist. Jeden Montag Morgen auf allen Podcast-Plattformen.

Titel

Turtlezone Tiny Talks - Phänomen Dürre - Welche Rolle spielt der Mensch?
Im zweiten Teil des Klima-Specials zur „Dürre“ geht es bei Turtlezone Tiny Talks heute um Ursachen und Folgen des Wetterextrems. Die Dürre an sich wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst und verstärkt: Die Globale Erwärmung, wesentliche Veränderungen in der Landnutzung, wie das Abholzen von Wäldern und auch durch die Niederschlagsart. Denn Schnee zum Beispiel kann Regen nicht gleichwertig ersetzen. Zur Katastrophe wird die Dürre oftmals aus der Kombination mit Ressourcenmangel – hier dem Wasser. Eine wichtige Ursache dafür ist der Eingriff in die Natur und die veränderte Landnutzung. Immer mehr Flächen wurden für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet und umfunktioniert. Zudem wird dem Boden heutzutage keine Erholungszeit mehr gewährt. Auen verschwinden, Flüsse werden in ein Korsett gefasst und das Wasser gestaut. Eine extreme Verdichtung der Bebauung und eine Versiegelung des Bodens, nicht nur in der Stadt, trägt ebenso zu Dürre-Problemen bei wie das permanente Absinken des Grundwasserpegels. Weltweit gesehen ist die Ressource Wasser immer mehr zum Handelsprodukt geworden und ist den Menschen in von Dürre betroffenen Regionen oftmals nicht zugänglich, da sich abgepackt in Plastikflaschen viel Geld damit verdienen lässt. Es mangelt also nicht nur in Dürrezeiten an bezahlbarem Trinkwasser, sondern auch an Nutzwasser-Vorräten um das Austrocknen des Bodens zu verhindern.
16:00 26.09.2022
Turtlezone Tiny Talks - Welche Dürren kennen wir aus der Geschichte?
Für Experten ist die Dürre in Deutschland 2022 kein neues Ereignis, sondern die Fortsetzung einer mehrjährigen Entwicklung. Dabei haben wir Städter die Dürre und Hitze in Europa im Jahr 2018 -mit Niedrigwasser und Ernteausfällen- schon längst vergessen gehabt. In Europa kennen vor allem Mittelmeerländer die langen Trockenzeiten und kämpfen auch immer wieder mit Wasserknappheit und Waldbränden. Aber auch in Deutschland gab und gibt es aus meteorologischer Sicht regelmäßig Dürren, die aber nicht immer als solche wahrgenommen werden. Oft wird dann in den Medien von einem Jahrhundertsommer, wie 2003 und 2011, gesprochen, wenn es über Monate hinweg extrem trocken ist. Weltweit gesehen sind Dürrekatastrophen bis zurück ins alte Ägypten überliefert. Es gab in der Weltgeschichte immer wieder Megadürren und in der Folge Missernten und Hungersnöte. Und immer wieder waren Dürren Anlässe zu Kriegen oder gar ein Faktor für den Zerfall von Herrschaftsreichen und Hochkulturen.
18:00 19.09.2022
Turtlezone Tiny Talks - Feel Good vs. Business Outfit?
In der Episode 94 der Turtlezone Tiny Talks greifen Oliver Schwartz und Dr. Michael Gebert eine Debatte auf LinkedIn auf, die nicht neu ist und die man auch überflüssig finden kann. Aber sie bewegt viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und das kann man nicht ignorieren. Es geht ganz konkret um die Frage, ob Jogginghose & Co. im Homeoffice den Feel Good Modus unterstützen und Bequemlichkeit -entgegen aller bisherigen Expertenstimmen- zu mehr Produktivität und Leistung führen. Nun mag man locker vom Hocker sagen, dass das sicher sehr individuell ist und es ja genug Studien gibt, die den allgemeinen Zusammenhang zwischen Kleidung und Auftreten belegen. Aber dies wird nun bestritten. Mehr noch, Kolleginnen und Kollegen, die im Office gerne Business-Fashion tragen und auch bei Teams- oder Zoom-Meetings nicht im Freizeit-Look vor der Kamera sitzen, wird vorgeworfen sich zu „verkleiden“. Da sind sie wieder die Vorurteile gegen „Business-Kasper“, „sprechende Anzüge“ oder Kolleginnen in Kostüm und Pumps. Und plötzlich bekommt die junge Liebe zum Homeoffice eine weitere Facette. Flexibilität und hybride Arbeitswelten sind gut und schön. Aber die Arbeit von zu Hause steht auch für die ersehnte Lockerheit beim Outfit. Das unterstreichen viele der Debattenbeiträge auf LinkedIn: „Wie konnte man früher bloß acht Stunden in Jeans auf einem Stuhl sitzen?“ wird gefragt und schon einmal der Knopf geöffnet um das flauschige Gefühl einer Jogginghose anzustreben. Dem Fashion-Item, dass Karl Lagerfeld stets verstörte.
35:00 25.07.2022
Turtlezone Tiny Talks - Welche Zukunft hat das Büro?
Bewerbermarkt? Fachkräftemangel? Homeoffice und mehr Flexibilität? Die Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, auch mit den Learnings der letzten beiden Pandemie-Jahre, Arbeitswelten zu schaffen, die auf die veränderten Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingehen und gleichzeitig idealerweise positiv auf die unternehmerischen Ziele einzahlen. Experten sehen hybride Modelle, mit attraktiven Büros und gleichzeitig Flexibilität für das remote Arbeiten, als zukunftsweisend. Dies bedeutet aber weiterhin Investitionen in motivierende Büroflächen und kreative Arbeitsplatzkonzepte. Das Homeoffice als Kostensparmodell zu betrachten ist vielfach kurzsichtig. Doch welche Rolle spielt nun das „gute alte Büro“ in der Zukunft? Und wie gehen KMUs und der Mittelstand mit der Herausforderung um? Denn viele moderne Konzepte bedingen nicht unerhebliche Investitionen. Ein Obstkorb und ein Bürohund sind toll - genügen aber nicht.
52:00 18.07.2022
Turtlezone Tiny Talks - Kennt Kunst (k)eine Krise?
Kunst und Kultur hatten es die letzten zweieinhalb Jahre coronabedingt nicht leicht. Nun laufen nicht nur wieder Tourneen der Musiker sondern auch Vernissagen und Kunst-Messen. Und die Kunst hat historisch schon viele Krisen überstanden und sich dabei vom Markt und der Nachfrageseite her immer wieder angepasst. Doch wie war das in Pandemie-Zeiten? Prof. Dr. Dirk Boll, Chef des Auktionshauses Christie’s, unterscheidet in der Krise zwischen Rezeption und Distribution. Für den Kontakt der Künstler mit dem Publikum war Corona katastrophal – für die Distribution an kapitalstarke professionelle Käufer dagegen nicht, da hier in der Krise eine Express-Digitalisierung im Profi-Vertrieb und bei den Auktionen stattgefunden habe. Zudem gab es mit NFTs eine ganz neue Sparte im Kunstmarkt, die -unbeeinträchtigt von der Pandemie und ihren Einschränkungen- bereits für einen Milliarden-Umsatz steht.
32:30 11.07.2022
Turtlezone Tiny Talks - Wirklich Mangel an Fachkräften?
Ein Fachkräftemangel ist keinesfalls neu und gerät seit Jahrzehnten zyklisch immer wieder in den Fokus. Dabei wird der Begriff etwas unscharf verwendet. Mal redet man vom Mangel an Spitzenkräften, im internationalen Vergleich. Mal geht es um den fehlenden Nachwuchs im Handwerk wegen einer sogenannten Überakademisierung. Und dann fehlt es an Digitalexperten oder Ingenieuren. Je nach Lesart könnte man gerade wieder den Eindruck bekommen, dass bald überall in Deutschland „die Bänder still stehen“, Firmen Aufträge ablehnen müssen und am Wachstum gehindert sind, weil sie die verzweifelt gesuchten Mitarbeiter nicht finden. Doch ist dem wirklich so? Rein demographisch gesehen spricht vieles dafür, dass mehr erfahrene und gut ausgebildete Menschen in Rente gehen oder sonst wie den Arbeitsmarkt verlassen, als in den geburtenschwachen Jahrgängen nachkommen. Auch das hatten wir schon. Aber was nicht dazu passt ist das Verhalten der Unternehmen und die Erfahrungen vieler Bewerber mit Bewerbungsprozessen.
46:00 04.07.2022
Turtlezone Tiny Talks - Gleichzeitig Held und Staatsfeind?
Ende April hat der Oberste Gerichtshof Großbritanniens der Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA beschlossen und vor wenigen Tagen hat -nicht überraschend- auch die englische Innenministerin Priti Patel dem zugestimmt. Die baldige Auslieferung wird nun gerade im Schatten des Ukraine-Kriegs immer wahrscheinlicher und Assange drohen in den Vereinigten Staaten 175 Jahre Haft sowie erneute Verhöre. Eigentlich können nur die beiden Elmau-Gäste Joe Biden und Boris Johnson dem jahrelangen Justiz-Drama ein Ende setzen und den ohnehin gesundheitlich massiv angeschlagenen Assange begnadigen. Eine solche Begnadigung erscheint allerdings sehr unwahrscheinlicher, denn wir sprechen von dem Staatsfeind Nr. 1 der USA. Der Fall Assange macht fassungslos und der Glaube an die Rechtsstaatlichkeit wird auf eine harte Probe gestellt. Dabei spielen auch die Regierungen in Schweden und England eine ominöse Rolle. Insbesondere Nils Melzer, bis vor kurzem der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, klagt über einen hanebüchenden Justizskandal – im Namen staatlicher Interessen der Geheimhaltung eigener Verfehlungen. Viele von uns erinnern sich sicher noch an das Jahr 2010 als Wikileaks umfangreiche Medienpartnerschaften pflegte und regelmäßig brisante Unterlagen zu staatlichem Fehlverhalten, bis hin zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen, auf seiner Plattform veröffentlichte. Die Quelle waren sogenannte Whistleblower. Geheimnisverrat ist in allen Ländern strafbar und damit war eine Plattform wie Wikileaks immer rechtlich auf dünnem Eis und im Spagat zwischen investigativem Journalismus und dem Vorwurf politisch motiviertem Handeln, der Gefährdung staatlicher Sicherheitsinteressen – bis hin zu angeblicher Spionage. Die Veröffentlichung von entlarvenden und anklagenden Dokumenten und Videos mit Kontext zum Irak-Krieg aus dem Jahr 2007, erschütterte damals die Menschen weltweit und machte Assange final zur Zielscheibe der Strafverfolgung.
45:00 27.06.2022
Turtlezone Tiny Talks - Ein Soziales Jahr für Alle?
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich Gedanken über ein verpflichtendes Soziales Jahr für alle Bürgerinnen und Bürger gemacht und der Aufschrei war laut und schrill. Ein „Sahnehäubchen der Unverschämtheit“ urteilt Sascha Lobo und wähnt gar eine „Jugend-Diskriminierung“. Und das war nur eine der zahlreichen kritischen Stimmen im lautstarken Sirenen-Chor, die den präsidialen Debattenvorschlag am liebsten schnell wieder beerdigt sehen würden. Doch was hat Steinmeier überhaupt bewegt? Und wie realistisch, rechtlich und gesellschaftlich, ist die Einführung so eines Pflichtdiensts an der Gesellschaft? Für die neue Podcast-Episode der Turtlezone Tiny Talks lassen sich Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz auf die emotionale Debatte ein, die gleichwohl sehr theoretisch wie auch wertvoll erscheint.
40:00 20.06.2022
Turtlezone Tiny Talks - Was hat Alaska gekostet?
Alaska, der heute 49. Bundesstaat der USA, war bis 1867 erst Expeditionsziel und später kolonialer Teil des russischen Kaiserreichs. Zar Alexander II. hat Alaska dann an die USA verkauft. Die russische Fahne wurde eingeholt, die amerikanische Flagge gehisst. Von den massiven Bodenschätzen ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand etwas. Als 1896 im Yukon-Territorium im benachbarten Kanada Gold entdeckt worden war, zog es auch tausende Schürfer, Bergbauleute und Glücksritter nach Alaska. Und drei Jahre später wurden dann auch in Alaska Gold gefunden.
34:30 13.06.2022
Turtlezone Tiny Talks - Hilft das 9.- Euro Ticket bei der Mobilitätswende?
Die halbe Republik ist derzeit auf der Schiene unterwegs. Das 9.- Euro Ticket erfreut sich großer Nachfrage. 3 Monate lang lässt sich Deutlich im Regionalexpress erkunden und das Traumziel Sylt erobern. So der mediale Tenor. Gleichzeitig läuft eine Wette: Werden die Mineralöl- und Tankstellen-Multis die temporäre Steuersenkung weitergeben oder beobachten wir weiterhin strategische Preiserhöhungen? Gleich zwei Entlastungs-Maßnahmen sollen unserem Geldbeutel zu Gute kommen und die notwendige Mobilität bezahlbar halten. Der Bund investiert Milliarden für die Entlastung und sieht sich doch mit dem Vorwurf einer Symbol- und Gießkannenpolitik konfrontiert. Natürlich geht es primär weder um Urlaubsreisen noch um die Mobilitätswende, sondern um die tagtägliche Entlastung im Alltag und auf dem Weg zur Arbeit. Aber im Gegensatz zum sogenannten Tankrabatt, der kein Rabatt ist, könnte das 9.- Euro Ticket einen Beitrag leisten, um mehr Menschen für den Öffentlichen Nahverkehr zu begeistern. Doch es fehlt offensichtlich an der längerfristigen Strategie.
31:30 06.06.2022
Turtlezone Tiny Talks - Zweite Chance für Innovationen?
In Berlin erinnert das „Kaiserliche Postfuhramt“ an die Ära der Rohrpost – eine wahrlich geniale, pneumatische Erfindung und sicher auch heimliches Vorbild für die heutigen Visionen von Hyperloop-Verkehrsmitteln. Denn eine Rohrpost-Anlage ist ja eine Art „Hyperloop“ für Briefe und Dokumente. Es gibt sie heute noch im Kanzleramt, in großen Kliniken und auch noch in manchen Firmen. Die zu transportierenden Dokumente oder Gegenstände werden in zylindrisch geformte Büchsen gepackt und dann mit Hilfe von Über- und Unterdruck in einem verzweigten Röhrensystem blitzschnell zum Ziel transportiert. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden weltweit in Großstädten immer leistungsfähigere Rohrpostnetze. In London, in Wien, in Hamburg und Berlin, in Paris und Brüssel und in New York. Von Berlin nach Potsdam konnte ein Brief per Rohrpost damals in weniger als 30 Minuten zugestellt werden, in New York sogar ganze Pakete und im Falle der „Beach Pneumatic Transit“-Anlage wurden sogar Personen transportiert.
22:00 30.05.2022
Turtlezone Tiny Talks - Was können wir von Schildkröten lernen?
Heute ist ein besonderer Gedenktag – der Weltschildkrötentag! Doch warum sind die gepanzerten Charmebolzen weltweit so beliebt und sogar tief in der Mythik verschiedener Kulturkreise verankert? Schildkröten können ja nicht nur alt werden, die Spezies ist auch eine der ältesten. Es gibt Sie auf dem Globus seit mehr als 220 Millionen Jahre! Und sie begeistern durch ihre Anpassungsfähigkeit, den bedachten Lebenswandel, der ein Methusalem-Alter erlaubt und ihren friedlichen Charakter! Prominente Vertreter, wie „Lonesome George“, „Jonathan“ oder „Harriett“ sind meist Riesenschildkröten von den Galapagos Inseln oder den Seychellen und faszinieren uns -wie bei Jonathan- mit einem Geburtstagen in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. Was während des Lebens dieser Schildkröten alles passiert ist!
20:00 23.05.2022
Turtlezone Tiny Talks - Think Tanks - Edle Denkfabriken oder toughe Lobbyisten?
Think Tanks? Denkfabriken? Politische Lobbyisten? Drei Begriffe -mit unterschiedlicher Anmutung- für mittlerweile viele Tausend Einrichtungen, die sich dem Agenda-Setting, der Politik-Beratung und der Einflussnahme auf die öffentliche Meinungsbildung verschrieben haben. Der Begriff Think Tank kommt natürlich aus dem angelsächsischen Raum und zu den bekanntesten und ältesten Denkfabriken gehören die Brookings Institution aus den USA oder das Chatham House in Großbritannien. Bei uns in Deutschland sind traditionell eher die parteinahen Stiftungen, wie die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung, eine Art Think Tank. In den letzten Jahrzehnten sind jedoch nach US-Vorbild sehr viele weitere Player hinzugekommen. Die meisten Think Tanks haben klare politische Ziele und je nach Art des Think Tanks variiert der Anteil an eigenen wissenschaftlichen Mitarbeitern und überwiegen Marketing- und PR-Experten. Und stets ein Netz an einflussreichen Persönlichkeiten aus der Politik oder der Wirtschaft. Man unterscheidet zwischen staatlichen, akademischen und advokatorischen Denkfabriken. Haben Kritiker Recht, dass gerade diese eher Meister in der agendagerechten Verpackung und Aufbereitung sind und teilweise sehr aggressiv in der Beeinflussung – also toughe Lobbyisten?
50:00 16.05.2022
Turtlezone Tiny Talks - Wer kennt die Tomaten-Queen?
Es gibt Salattomaten, Strauchtomaten, Stabtomaten, Fleischtomaten, Roma-Tomaten, Cocktail-Tomaten und noch viele Sorten und Untersorten mehr. Weltweit sind über 18.000 Arten historisch verbrieft und benamt. Und dabei gibt es Tomaten in allen Formen und Farbschattierungen und Preislagen. Im Supermarkt Alltag begegnen uns meist rote Tomaten, aber besonders würzig und aromatisch sind die braunen und schwarzen Tomaten wie die „Black Krim“. Für alle Feinschmecker und experimentierfreudigen Genießer ist das auf jeden Fall einen Tipp wert. Aber auch grüne Tomaten, wie der „Green Tiger“ oder rosarote Tomaten wie die „Pink Tiger“ sind Exoten. Die haben jeweils eine längliche Form und werden daher Flaschentomaten genannt. Es gibt Tomate, die erinnern Kiwis und solche, die an Physalis erinnern. Eine wahre Rarität ist die „Aunt Rubys German Green“ Fleischtomate, die eine grün und ockere Färbung und einen rötlichen Blütenstiel hat und ein wenig schrumpelig von außen aussieht. Die „Belle Coeur“ Salattomate sieht aus wie eine Feige und eine ganz besondere Schönheit ist auch die gelbe Cocktailtomate „Yellow Pear“ in Pfirsischform. Den für angebliche Wassertomaten vielgescholteten Holländern verdanken wir übrigens einen Tomaten-Geheimtipp: Die Honigtomate aus Mexico. Nun liebevoll in einem holländischen „Honigtomaten-Palast“ gezüchtet und geerntet. Eine Cocktailtomate, die zur höchstpreisigen Premiumkategorie zählt und äußerst geschmackvoll ist. Die kostbare Samensorte nennt sich Piccolo und die Aufzucht ist eine Kunst, die sich bezahlt macht. Im einzigartigen Geschmack und auch im Preis. Im Handel kostet ein Kilo des roten Golds mehr als 25 Euro.
32:00 09.05.2022
Turtlezone Tiny Talks - Warum vermissen so viele die 80er?
Die 80er Jahre sind Kult für schräge Mode und Frisuren, für Musik, Filme und Serien. Und es war das letzte Jahrzehnt der Entschleunigung – ohne Mobiltelefone und Internet. Nicht nur Boris Becker dürfte gerne an diese Jahre und seine großen Erfolge zurückdenken. Es war das Jahrzehnt der VHS-Kassette, von CDs und BTX. Von RTL und MTV. Von Schimanski-Tatorten und dem Denver-Clan. Von „Kir Royal“ und „Eis am Stiel“. Von „La Boum“ und „Fame“, von „Flashdance“ und „E.T.“... und mit dem ATARI ST, dem Commodore C64 und dem Apple Macintosh haben viele von uns die ersten Computererfahrungen gemacht. Das Aufkommen von Musik- und Privatfernsehen und das neue Genre der Musikvideos hat uns auch kreativ geprägt.
36:00 02.05.2022
Turtlezone Tiny Talks - Armer, reicher Kontinent Afrika?
Ist unser Afrika-Bild zu stark von Hunger, Katastrophen und Bürgerkriegen geprägt? Der Kontinent besteht aus 54 Ländern und ist flächenmäßig größer als Europa, China und die USA zusammen. Und keineswegs lassen sich diese mehr als vier dutzend Nationen über einen Kamm scheren und gemeinsam als einen riesengroßen Entwicklungskontinent mit Armut, Korruption und despotischen Machthabern reduzieren. Viel zu selten sind afrikanische Erfolgsgeschichten und die afrikanische Kultur bei uns im Fokus und auch für die Politik der Industrienationen ist Afrika meist nur ein Krisenthema oder die Lösung für den wachsenden Bedarf an Rohstoffen und Bodenschätzen. Ein Dialog auf Augenhöhe ist selten zu beobachten. Je nach Sichtwinkel sind afrikanische Länder arm oder reich. Zumindest theoretisch. Denn auch ein Vermögen unter der Erde bedeutet nicht unbedingt einen höheren Wohlstand für die Menschen. Experten sprechen dabei oft von einem „Ressourcenfluch“. Ganz anders in Botswana, einem der Vorzeigeländer im südlichen Afrika. Die konsequente Re-Investition eines nicht unerheblichen Anteils der Einnahmen aus den Diamantenvorkommen in freie Gesundheitsversorgung und das Bildungssystem für alle Menschen ist einer der Schlüssel zum Erfolg und kommt allen Bürgern zu Gute. Nicht nur in der Hauptstadt Garborone, sondern auch in ländlichen Regionen.
43:00 25.04.2022
Turtlezone Tiny Talks - Kennt der Osterhase den Voodoo?
Das Osterfest und Geisterglaube, Weihrauch und Voodoo – wie passt das zusammen? In Benin ist das kein Widerspruch. Lassen Sie sich entführen in die Geschichte und Gegenwart der Republik Benin und von Benin-City in Nigeria – beide mit Wurzeln im alten Königreich Benin ab dem 13. Jahrhundert.
21:30 18.04.2022
Turtlezone Tiny Talks - Warum lieben wir alle Käse-Fondue?
Bei kulinarischen Highlights hat jeder von uns Erinnerungen an besondere Erlebnisse. Und das muss nicht immer ein Abend in der Sterne- oder Hauben-Gastronomie sein. Eine sehr beliebte Delikatesse verbinden wir meist mit den Weihnachtstagen oder Silvester: Das Käse-Fondue! Anlässlich des heutigen „Internationalen Tag des Käse-Fondue“ fragen Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz nicht „Wer hat´s erfunden?“ – sondern tauchen ein in die Geschichte der Käse-Leckerei, in die regionalen Unterschiede, die authentische Zubereitung und in überraschende Anekdoten der letzten Jahrzehnte. Denn den überregionalen und weltweiten Siegeszug hat der geschmolzene Käse eigentlich erst mit der Erfindung und Markteinführung der Fertigmischung in den 50er-Jahren angetreten.
32:00 11.04.2022
Turtlezone Tiny Talks - Werden wir die Maske vermissen?
Am 18. März hat der Bundestag der Änderung des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt. Damit ist die bisherige Rechtsgrundlage für die meisten Corona-Schutzmaßnahmen ausgelaufen. Nach einer Übergangsregel heißt es nun seit dieser Woche, dass die Maskenpflicht im Handel und auch darüber hinaus weitgehendst verschwindet. Die politische Entscheidung und auch der Stichtag zur Umsetzung erfolgen in einer Hochinzidenzphase und basieren nicht auf einem Ende der Corona-Pandemie, sondern auf juristischen Einschätzungen aufgrund einer geringeren Gefahr für das Gesundheitswesen. Der Bundesgesundheitsminister ist wie viele Mediziner und Virologen besorgt und appelliert an Handel und Bürger. Doch die Maske ist für viele Menschen ein Symbol für zwei Jahre Pandemie-Belastungen und Einschränkungen. Und entgegen allen Umfragen wäre es mehr als optimistisch zu erwarten, dass auf breiter Front weiter freiwillig eine Maske genutzt wird. Unser Verhältnis zur Maske kann man bestenfalls als Hass-Liebe bezeichnen – obwohl sie uns über zwei Jahre ein treuer Begleiter war.
27:30 04.04.2022
Turtlezone Tiny Talks - Was würden wir ohne Uhr machen?
Unser Leben ist dermaßen zeitlich getaktet, dass es sich kaum vorstellen lässt, ohne eine Uhr oder eine verlässliche Zeitanzeige auf dem Mobiltelefon zu leben. Ein großer Teil des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ist ohne eine verbindliche Zeit als Referenz und eine exakte Zeitbestimmung nicht denkbar. Am Wochenende oder im Urlaub nicht immer auf die Uhr schauen zu müssen, empfinden viele von uns als kleinen Luxus. Die Zeit kann uns stressen, sie kann uns aber genauso einen roten Faden geben.
24:00 28.03.2022
Turtlezone Tiny Talks - Wie schwach oder stark ist die Neutralität?
Bundesministerin Annalena Baerbock sagt: „Bei Fragen von Krieg und Frieden kann Deutschland nicht neutral sein“ und trifft damit eine Stimmungslage angesichts des Kriegs in der Ukraine. Wer will ihr spontan widersprechen? Doch was meint sie? Entspannungs- oder Appeasement-Politik? Deutschland ist als NATO-Mitglied und auch durch die Einbindung in die gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik ohnehin kein neutraler Staat im völkerrechtlichen Sinne – wie beispielsweise die Schweiz. Und auch dort wird derzeit die Neutralität diskutiert, die seit über 200 Jahren eigentlich ein wichtiger und etablierter Grundsatz der Eidgenossen ist. Der konservative schweizer SVP-Politiker und Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel hat letze Woche in der NZZ einen vielbeachteten Gastkommentar mit dem Titel „Die Welt braucht eine neutrale Schweiz“ veröffentlicht. Er beklagt, dass nicht wenige Medien die Neutralität als Feigheit und politisches Eunuchentum beschreiben. Und er argumentiert im Gegenteil: „Neutralität erfordert Kraft und Festigkeit. Mitmachen ist bequemer!“ Und welche Neutralität kann gemeint sein, die derzeit gerne als Fundament einer friedlichen Lösung für die Ukraine in den Ring geworfen wird? Welche historischen Vorbilder gibt es dafür? Fakt ist, dass Neutralität derzeit nicht hoch im Kurs steht. Auch seit Jahren in vielen gesellschaftlichen Debatten. Haltung ist angesagt und eine Positionierung oft geboten. Aber doch ebenso ein Hinterfragen und manchmal eine gesunde Neutralität, die vielleicht nur missverstanden und fälschlicherweise als schwach, zauderlich, taktierend oder haltungsfrei bezeichnet wird? Gerade angesichts der vielfältigen Konflikte weltweit und der wieder verhärteten Fronten könnte Köppel recht haben, dass es eine „neutrale Schweiz“ oder andere Länder braucht, die sich als diplomatische Vermittler und Mediatoren anbieten. Eine spannende und wichtige Debatte.
27:30 21.03.2022
Turtlezone Tiny Talks - Bleibt der Humanismus auf der Strecke?
Vor 525 Jahren schrieb Erasmus von Rotterdam die „Klage des Friedens“. Auch heute haben der politische Humanismus und eine ablehnende Haltung zum Krieg als Mittel der Politik wahrlich keinen leichten Stand. Mit einem Handstreich werden die jahrzehntelangen diplomatischen Bemühungen um Entspannung als krachend gescheitert bezeichnet und die sogenannte „Appeasement-Politik“ gar als großen Fehler, die nur den skrupellosen Aggressoren in die Hände gespielt habe. Mehr noch, werden Kriege und militärische Aktionen als humanitäre Aktion gerechtfertigt. Der humanitäre Legitimationsdiskurs ist dabei ein wichtiger Hebel um sogar Kriege als gerecht oder gerechtfertigt zu verargumentieren. Aus humanistischer Sicht sind aber auch die gesellschaftlichen Begleiterscheinungen ein Grund zur Sorge: Seit Jahren wird der Ton rauer und unerbittlicher. Wir erleben eine Aufrüstung der Sprache und eine Leitrhetorik in der Debatte, in der fast nur noch Platz für ein binäres Denken bleibt und ein moralischer Kompass wie durch einen Magneten in eine Richtung forciert wird. Differenzierungen werden als Relativierungen abgelehnt. Auch im Namen der guten Sache gilt immer häufiger eine „Entweder Du bist meiner Meinung oder gegen mich“ Logik.
26:45 14.03.2022
Turtlezone Tiny Talks - Cyberwar - Das Netz als Waffe?
Unter „Cyberwar“ werden die Durchführung und die Abwehr von Attacken über das Netz verstanden. Im militärischen Sinne ist dies spätestens seit dem Kosovo-Krieg fester Bestandteil einer sogenannten „hybriden Kriegsführung“, de facto verschwimmen aber die Grenzen zwischen staatlich veranlassten, internetbasierten Versuche zur Destabilisierung, Sabotage und Manipulation sowie kriminellen Erpressungsversuchen und Hackern mit einer Vielzahl von ganz eigenen Motiven. Dabei tummeln sich auch viele Privatfirmen, Cyber-Söldner und Kriminelle im zumindest mittelbaren Staatsauftrag. Auf allen Seiten, Tag für Tag. Egal ob in Kriegs- oder Friedenszeiten. Damit einher geht auch die Frage, in welcher Zuständigkeit die Abwehr solcher Angriffe liegt. Der Begriff „Cyberwar“ legt nahe, dass dies beim Militär verortet werden sollte. Viele Experten warnen aber davor und begründen auch, warum Sie dies eher bei den zivilen Sicherheitsbehörden sehen. Das hat auch viele weitere Auswirkungen, bis hin zu Rechtsfolgen im Schadensfall und Versicherungsthemen. Alleine schon die Verletzbarkeit kritischer Infrastruktur und auch die möglichen Folgen von Cyberattacken und Erpressungen erfordert Anstrengungen: Bewusstsein, Achtsamkeit, Schutzmaßnahmen, Monitoring und Know-how. Aber nicht nur in Kriegszeiten, sondern permanent. Es geht ja um Stabilität und Versorgungssicherheit und auch um Schutz vor Erpressung und Cyber-Terrorismus. Es gibt keinen „humaneren“ Krieg über das Netz. Ein Krieg, auch ein Cyber-Krieg, ist kein Computerspiel. Waffen, auch Cyberwaffen, sind und bleiben potenziell tödlich oder verursachen entsprechende Folgen. Und es gibt gerade auch aus Deutschland Initiativen, dass Cyberoperationen nicht im völkerrechtsfreien Raum passieren dürfen. Eine wichtige Frage dabei: Müssen wir auch Cyber-Attacken völkerrechtlich wie einen Kriegsakt behandeln und kann es passieren, dass dann ein Hackerangriff plötzlich den gerade ja wieder so heiß diskutierten NATO-Bündnisfall auslöst?
25:00 07.03.2022
Turtlezone Tiny Talks - Warum feiern wir den Karneval?
Einen guten Rosenmontag! Der rheinische Karneval ist tief verwurzelt und seit 2015 sogar ein immaterielles UNESCO Kulturerbe! Dieses Jahr versuchen die Jecken in Köln und andernorts -seit letztem Donnerstag- einen fröhlichen, irgendwie corona-konformen, Neustart und ernten damit vielfach Kopfschütteln. Und dann kam noch Vladimir Putin. In den Brauchtumszonen wird trotzdem gefeiert, selbst wenn die großen Rosenmontagsumzüge und viele Sitzungen ausfallen. Doch was hat es mit dem närrischen Brauchtum auf sich? Woher kommt die Tradition von Fastnacht und Karneval? Und wie feiert der Rest der Welt Karneval, wenn die Zeiten Feiern zulassen?
26:00 28.02.2022
Turtlezone Tiny Talks - Hat die Diplomatie noch eine Chance?
Guten Morgen zu einer neuen, hoffentlich friedlichen Woche! Mit Sorge schauen wir auf die brenzlige Situation im Konflikt um Russland und die Ukraine. Auch bei der Münchner Sicherheitskonferenz war es am Wochenende die beherrschende Frage, ob die angeblichen US-Geheimdienstinformationen über einen kurz bevorstehenden Angriffsbefehl seitens des russischen Präsidenten Wladimir Putin belastbar sind. Während der deutsche Kanzler Olaf Scholz und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron auf den Gesprächskanal mit Putin setzen und die Hoffnung auf diplomatische Lösungen nicht aufgeben, fällt auf, mit welcher Kriegsrhetorik und scharfen Worten und Drohungen allenthalben verbal aufgerüstet wird. Gebetsmühlenhaft wiederholen US-Präsident Joe Biden, der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und die Mehrzahl der politischen und medialen Stimmen im Westen die Vorwürfe an Russland als Aggressor mit angeblich konkreten Kriegsplänen und ihre Drohungen mit noch schärferen Sanktionen. Parallel wird über die Frage von Waffenlieferungen an die Ukraine und die Zukunft von NORDSTREAM 2 debattiert und immer häufiger das russische Narrativ verneint, dass die NATO mit ihrer Osterweiterung gegen Vereinbarungen verstoßen und die Sicherheitsinteressen Moskaus ignorieren würden.
40:00 21.02.2022
Turtlezone Tiny Talks - Wieviel Liebe liegt in der Luft?
Valentins-Tag! Liebe liegt in der Luft!? Oliver Schwartz und Dr. Michael Gebert nehmen Sie heute auf eine kleine Weltreise mit und tauchen mit Ihnen in die Geschichte des Valentins-Tags ein. Ob Sie auf „Wolke 7“ schweben oder sich heute selber beschenken, ob Sie schwer verliebt sind oder schwer genervt von diesem Festtag – dieses 30-minütige Podcast-Special der Turtlezone Tiny Talks bringt Sie heute in Stimmung. In der Tat gibt es viele Länder in der Welt, in denen der Valentinstag nicht nur den schwer- und frischverliebten Paaren oder glücklichen Ehepartnern vorbehalten ist, sondern in denen sich Familienmitglieder untereinander erfreuen und sozusagen Liebe wirklich ganz allgemein in der Luft liegt oder durch den Magen geht. Denn neben der Blumen-Tradition, die auf Valentin von Terni im 3. Jahrhundert zurückgeht, sind auch sinnliche, süße Verlockungen weltweit beliebt: Am 14. Februar schenken deshalb japanische Frauen ihren Ehemännern, Freunden, männlichen Kollegen und Chefs dunkle Schokolade. Lernen Sie noch mehr weltweite Traditionen kennen und die geschichtlichen Ursprünge des Valentins-Tags. Und lassen Sie sich überraschen, wie die Industrie in zum Teil äußerst aufwändigen TV-Spots, ihre Produkte ins rosarote Licht des Festtags der Liebe stellen. Und welche Auswirkungen hat der gesellschaftliche Druck auf alle diejenigen, die in einer schwierigen Partnerschaft stehen oder sich vergeblich nach der perfekten Liebe zum Valentins-Tag sehnen? Hör-Tipp!
30:00 14.02.2022
Turtlezone Tiny Talks - EU-Taxonomie als Green-Washing?
Die weit vorangeschrittenen Pläne der EU, im Rahmen der Taxonomie -unter gewissen Voraussetzungen- Atomenergie und Erdgas als vorübergehend nachhaltig einzustufen und damit ein begehrte grünes „Siegel“ zu verleihen, haben für Unverständnis und Aufregung in den letzten Wochen gesorgt. Das Stichwort lautet mal wieder „Brückentechnologien“ – für alle Umweltaktivisten ein Reizwort. Die EU will bis 2050 klimaneutral werden - aber dafür braucht es rund 350 Milliarden Euro Investitionen. So die Schätzungen der EU-Kommission. Die Taxonomie soll dabei helfen, dass Anleger ihr Geld eher in umwelt- und klimafreundliche Wirtschaftsbereiche investieren. So das offizielle Ziel. Doch warum dann die Klassifizierung von Atomenergie und Erdgas als vorübergehend "grün"?
29:30 07.02.2022
Turtlezone Tiny Talks - Wie nachhaltig ist die Expo 2020?
Merhaba! Auch diese Woche steht wieder die Weltausstellung in Dubai im Mittelpunkt bei Turtlezone Tiny Talks. Wir ziehen ein Fazit unserer Erkundungstour zur Expo 2020 und trotz aller Begeisterung fragen wir auch nach der Nachhaltigkeit der größten Show der Welt. Wir sprechen dazu auch mit dem erfahrenen Expo-Macher Harald Dosch, dem COO für Special Projects bei der Nüssli Group. Tauchen Sie mit Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz noch einmal in die Expo-Highlights ein und erfahren Sie mehr über die wichtigsten Impulse und Botschaften dieses äußerst ambitionierten Events, das für Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate weit mehr ist als Eigen-PR und Marketing.
31:00 31.01.2022
Turtlezone Tiny Talks - Wie gestalten wir die Zukunft?
Wir melden uns live aus Dubai von der Expo 2020 – einer Weltausstellung der Superlative! Mehr als 190 Länder präsentieren sich hier mit eigenen Pavillons. Auf einer Fläche von mehr als 4 Quadratkilometern! Hinzu kommen aufwändige Ausstellungen zu den großen Themensäulen der Expo: „Sustainabilty“, „Mobility“ und „Opportunitis“. Und das zentrale Wahrzeichen, der Al Wasl Dome, ist die größte freischwebene Kuppel der Welt. 35 spannende und unterhaltsame Minuten mit vielen Inspirationen für einen eigenen Besuch der Weltausstellung.
35:15 24.01.2022
Turtlezone Tiny Talks - Weltausstellung - Erinnern wir uns?
Denken wir zurück an das Jahr 1883! In Chicago lädt die Weltausstellung und tausende Menschen staunen, als plötzlich das Gelände von endlosen elektrischen Glühbirnen illuminiert wird. Dieser Moment ist der finale Höhepunkt im „Strom-Battle“ rund um Nikola Tesla, Thomas Edison und George Westinghouse und steht für die vielen Innovationen, die es in der Expo-Geschichte zum weltweiten Erfolg gebracht haben. Los ging alles 1851 in London und der englische Prinz Albert hatte die Idee, eine weltweite Industrieschau anzuregen und zu ermöglichen. Denn in den ersten Jahrzehnten der Weltausstellungen drehte sich alles um Industrialisierung und den technologischen Fortschritt. Und die Liste der Expo-Premieren ist lang und eindrucksvoll: 1853 der Aufzug, 1855 die Espressomaschine und Streichhölzer, 1862 die Nähmaschine, 1875 das Telefon, 1878 der Kühlschrank und 1883 der Lippenstift. 1893 das Riesenrad und der Reißverschluss – aber auch die erste Geschirrspülmaschine. 1926 die elektrische Schreibmaschine und der Tonfilm und 1967 die Atomuhr. Wow! Und auch architektonische Highlights wie der Eiffelturm in Paris und das Atomium in Brüssel erinnern uns bei Städtereisen an vergangene Weltausstellungen.
33:00 17.01.2022