Show cover of DEEP SHIT TALKS - Psychologie-Podcast

DEEP SHIT TALKS - Psychologie-Podcast

Dieser Podcast liefert dir sorgfältig aufbereitete psychologische Perspektiven auf Arbeits-, Beziehungs- und Gesundheitsthemen. Ob Burnout, toxische Beziehungen, Machtmissbrauch in der Arbeitswelt, AD(H)S oder Duzen/Siezen: Wir tauchen tief ins Thema ein um Ursachen und Dynamiken zu verstehen und zu empowern. Wir, das sind Katrin Terwiel und Tina Steckling. Katrin ist tiefenpsychologische Psychotherapeutin und Wirtschaftpsychologin. Tina schematherapeutische Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Fokus auf Beziehungsthemen. In unseren Podcast-Gesprächen geht es um Diversity, Diskriminierung oder Leistungsdruck und den Zusammenhang von Kindheit und heutigem Erleben. Wir sprechen über offene Beziehungen, Fremdgehen oder Trennung genauso, wie über Führungsverhalten und gesellschaftliche Verantwortung und richten uns dabei an Psychologie-Interessierte und Profis. Ganz wichtig dabei: In fast jeder Folge gibt es spannende O-Töne aus der Community und von Expert*innen. Authentische Einblicke, bewegende Statements und unterschiedliche Perspektiven erlauben ein echtes Verstehen von komplexen Zusammenhängen. Über uns: Tina Steckling, schematherapeutische Einzel-und Paartherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie Diplom-­Kunst­therapeutin und Sozialpädagogin, in eigener Praxis in Berlin, sowie BELTZ Autorin. Auf Instagram klärt sie unter @soulmatesberlin über Mental Health Themen auf. Als Autorin widmet sie sich dem Thema Psychotherapie, Social Media und Ethik. Katrin Terwiel ist diplomierte Wirtschaftspsychologin und approbierte Psychotherapeutin (TP). Bis 2018 hatte sie eine eigene Psychotherapiepraxis, dann wechselte sie in die Wirtschaft und leitete globale Gesundheits- und Diversity-Abteilungen bei Zalando und der Deutschen Telekom. Seit 2024 ist sie wieder selbstständig. Als Consultant, Coach und Trainerin zu Diversity-Strategie, Mental Health und Neurodivergenz. Sie schreibt regelmäßig zu psychologischen Themen auf [LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/katrin-terwiel/). Katrins Homepage: [www.Katrin-Terwiel.de](http://katrin-terwiel.de) Katrin postet regelmäßig auf LinkedIn [http://www.linkedin.com/in/katrin-terwiel] zu Health & Diversity sowie HR Themen. . Tina postet zu Schematherapie und Beziehungsthemen, sowie akuten seelischen Krisen auf ihrer Homepage von Soulmates [www.soulmates.berlin] und regelmäßig auf Instagram [https://www.instagram.com/soulmatesberlin]

Titel

Das Thema Neurodivergenz ist gerade überall präsent, aber was steckt eigentlich wirklich dahinter? In dieser Folge sprechen wir darüber, was Begriffe wie ADHS, AuDHS, Neurodiversität und Neurodivergenz bedeuten, wo sie sich unterscheiden und warum die Debatte oft zu kurz greift. Zwischen persönlichen Erfahrungen, fachlichem Blick und gesellschaftlicher Einordnung wird schnell klar: Es geht nicht nur um Diagnosen, sondern um Lebensrealitäten und wie die Gesellschaft darauf reagiert. Wir schauen uns an, wie schwierig der Weg zu einer fundierten Diagnostik derzeit sein kann, warum gerade Frauen oft spät oder gar nicht erkannt werden und wie groß die Lücke in der medizinischen Versorgung ist. Gleichzeitig geht es um die Rolle von Social Media zwischen hilfreicher Aufklärung und problematischen Vereinfachungen und um die Frage, was die ganzen Infos und daraus folgende Selbstdiagnosen mit uns machen und welcher Content hilfreich sein kann. Außerdem sprechen wir über Zusammenhänge mit Queerness, Menopause, psychische und körperliche Belastungen, Arbeit, Armut und darüber, was echte Inklusion eigentlich bedeuten müsste. Und am Ende bleibt die Frage: Wie können neurodivergente Menschen besser unterstützt werden, individuell, therapeutisch und gesellschaftlich? Eine Folge für alle, die genauer hinschauen wollen, ohne einfache Antworten, aber mit vielen wichtigen Perspektiven.

02.04.26 • 104:48

„Der beschwert sich immer!“ - Beschweren gilt oft als etwas Negatives. Als Nörgelnd. Dabei ist „Beschweren“ eine absolute Schlüsselkompetenz für Job und Privatleben. Aber wie macht man das am besten? Wann ist es angemessen, wann zu viel? Vielen Menschen fällt es schwer, für ihre Bedürfnisse und Rechte einstehen zu können. Sie erdulden oft jahrelang Dinge, die über ihre Grenzen gehen. Auf der anderen Seite der Skala gibt es Menschen, die als cholerisch und impulsiv gelten. Sie geraten teils in gefährliche Situationen oder disqualifizieren sich für Jobs, in denen Diplomatie und Freundlichkeit gefragt ist. Und dann gibt es noch jene, die sich beschweren, ohne etwas zu ändern. Ist es ok zu lästern um sich zu entlasten? Auch in der Gruppe? Oder sich bei Menschen beschweren, die mit dem Konflikt nichts zu tun haben? Spannend ist auch, wie eine Therapeutin oder ein Coach reagieren sollte, wenn eine Klientin sich über eine Kollegin beschwert. Wie sieht sie nun aus, die Kunst des Beschwerens? Wann, wo und wie sollten wir uns beschweren, so dass es einen guten Effekt hat und die Beziehung nicht über Gebühr belastet wird? Welche Formulierungen können helfen? Und an welchen Stellen können wir uns beschweren? An wen kann man sich wenden, wenn eine direkte Konfrontation ins Leere läuft? Welche Gesetze und Strukturen schützen Patient*innen und Arbeitnehmer*innen? Gibt es ethische Leitlinien, an die sich Führungskräfte oder Therapeut*innen halten müssen? Was besagen diese und was passiert, wenn sie nicht eingehalten werden? Wir tauchen ein in die Psychologie des Beschwerens und hören dazu:

28.11.25 • 73:50

Katrin, approbierte Psychotherapeutin, und Tina, Heilpraktikerin für Psychotherapie, diskutieren über die zwei Wege zur Heilbehandlung von Menschen mit psychischen Störungen. - Wer oder was ist eigentlich ein*e Heilpraktiker*in für Psychotherapie, was ist ein*e approbierte*r Psychotherapeut*in? - Was bedeutet das Thema für die Versorgungslandschaft bei psychischen Erkrankungen? - Woran erkennen Patient*innen, dass sie gut aufgehoben sind? - Warum wird die Debatte über die Heilpraktiker für Psychotherapie oft so emotional und unsachlich geführt? - Wie spielt spielt die Situation von Menschen in der Psychotherapeut*innen-Ausbildung mit rein? - Was braucht es von Seiten der Politik? - Was hat das ganze mit Klassismus und Diversität zu tun? Dies ist eine Folge, die aufräumt mit falschen Stereotypen, in dem sie Kolleginnen zu Wort kommen lässt, die von ihrem Weg und Hintergrund berichten. Und für ein Differenzieren und einen guten Austausch wirbt.

25.10.25 • 108:23

In dieser Folge von DEEP SHIT TALKS sprechen wir über einen schwierigen Balanceakte im Arbeitsleben: Wie viel Empathie ist gut – und wo braucht es klare Grenzen? Was tun wir, wenn Mitarbeitende uns plötzlich von persönlichen Krisen oder psychischen Belastungen erzählen? Wir beleuchten, welche Verantwortung Führungskräfte und HR haben und warum unbegrenztes Verständnis nicht immer hilfreich ist. Mit O-Tönen von Expertinnen aus Führung, HR und Arbeitsrecht zeigen wir, wie Empathie und klare Strukturen zusammenwirken und Sicherheit schaffen. Wir diskutieren, welche Details Arbeitgeber*innen überhaupt wissen dürfen, welche Rolle Arbeitsrecht dabei spielt und wie Unternehmen Fürsorge und Fairness für alle Mitarbeitenden in Einklang bringen können. Und natürlich teilen wir viele praxisnahe Tipps: Wie man zuhört, Sicherheit gibt und gleichzeitig Grenzen klar benennt. Eine Folge voller Impulse für alle, die Verantwortung tragen – und für alle, die sich eine gesunde, klare Arbeitskultur im Umgang mit Mental Health wünschen.

15.09.25 • 87:41

Ob politische Diskussion am Esstisch, hitzige Debatten im Netz oder das Gefühl, im Gespräch plötzlich einer Front gegenüberzustehen – wir leben in einer Zeit, in der viele Gespräche schneller eskalieren, als uns lieb ist. Doch wie bleibt man im Dialog, wenn Meinungen unvereinbar erscheinen? Wenn man sich verletzt fühlt – oder vielleicht sogar persönlich angegriffen wird? In dieser Folge sprechen die beiden Therapeutinnen Katrin und Tina darüber, wie wir auch in konflikthaften Momenten in Verbindung bleiben können – ohne uns selbst zu verlieren. Warum es Übung, Geduld und Klarheit braucht, um den Kontakt zu halten. Und wie wir zwischen Recht-Haben-Wollen und echtem Verstehen unterscheiden lernen.

18.06.25 • 95:34

Migration wird gerade als DAS gesellschaftliche Problem dargestellt. Was macht das mit Menschen, wenn solche Narrative nicht nur in den Raum gestellt werden, sondern zentral die aktuelle politische Debatte bestimmen? Oder auch, wenn man immer sein Leben lang als "fremd" oder zumindest nicht richtig zugehörig einsortiert wurde - Oft auch nur aufgrund der Hautfarbe. Zu welchen psychischen Belastungen und konkreten Erfahrungen führt das bei Menschen, die eine tatsächliche oder unterstellte Migrationsgeschichte haben? Und was kann helfen? Wir überlassen in dieser Folge die Bühne Menschen, die einen persönlichen Bezug zu dem Thema haben.

19.02.25 • 40:23

Warum reagieren wir in manchen Situationen extremer als in anderen? Warum unterscheiden wir uns darin Gefühle wahrzunehmen und auf sie zu reagieren? Wie wirken sich äußere Belastungen und besondere innere Bedingungen, wie ADHS oder Traumatisierung aus? In dieser Folge tauchen wir tief ein in die Welt der Gefühle und tragen zusammen, was helfen kann mit ihnen umzugehen. Von Gefühlsrädern, über Katzen streicheln bis zu "Horst dem Rentner", beleuchten wir verschiedenste Strategien.

18.12.24 • 94:14

Das Thema Suchtdynamik kennt wohl jede, in unterschiedlichem Ausmaß. Nicht von der Kippe lassen können, sich eine bestimmte Abstinenz vornehmen und es dann doch nicht schaffen.... und sich danach schlecht fühlen. Wir gehen dem Thema auf den Grund und stoßen auf Scheinheiliges, Widersprüchliches und Überraschendes. Wir beleuchten Fragen wie: Wie definiert sich eigentlich Abhängigkeit? Geht es da um die Menge? Braucht es Abstinenz, um therapiert werden zu können? Welche Rolle spielt Stigmatisierung und Schuld? Haben wir als Gesellschaft eine kollektive Alkohol - Abhängigkeit? Was braucht es gesellschaftlich für einen hilfreicheren Umgang? Was können Betriebe im Bereich des Arbeitsschutzes tun?

09.11.24 • 71:24

"Wenig Aufwand, großer Effekt: die Arbeit mit Bildern!" sagt Daniela Fink und beschreibt wie sich Türen zu Themen in den Coachings öffnen, die sonst wahrscheinlich unberührt geblieben wären. In Teil 2 unserer Folge über kreative Techniken gibt es nicht nur eine große Sammlung konkreter Interventionen für die Praxis (seid gespannt auf Katrins Hühneraugen-Übung!), sondern wir teilen auch unseren Erfahrungen damit, was für wen und wann hilfreich ist. Besonders schön wird die Folge aber wie immer durch die vielen tollen O-Töne von Expert*innen, die für uns ihre Methodenschatzkiste öffnen und Einblicke in ihre Praxis gewähren. Details dazu findet ihr in den Shownotes.

18.10.24 • 53:04

Gemeinsames Sprechen kann sehr viel. Es kann helfen, Krisen zu überwinden, Knoten im Kopf zu lösen uvm. .Verbale Methoden können aber auch an ihre Grenzen stoßen. Gerade dann, wenn Menschen dazu neigen zu Rationalisieren oder einfach sehr eloquent sind und dabei vielleicht weniger Zugang zu ihrem inneren Erleben haben. Dann kann manches Reden sogar zur Abwehrstrategie werden, die ablenkt vom Wesentlichen bzw. vom Inneren. Nicht nur in solchen Momenten sind kreative Methoden sehr hilfreich. Sondern auch dann, wenn bei Entscheidungen Klarheit erlangt, der Prozess beschleunigt oder Situationen und Themen fühlbarer werden sollen. Daher haben wir verschiedene Profis nach ihren liebsten Methoden gefragt, die sie in Coachings, Psychotherapien, Trainings & Beratungen verwenden. So ist diese Folge wieder eine Toolbox für die Praxis geworden, von und für alle, die mit Menschen arbeiten. Außerdem beleuchten wir Erklärungen dafür, warum das Sprechen alleine nicht immer die beste wahl ist. Wie geht unser Gehirn zum Beispiel mit Erinnerungen aus einer Zeit um, in der wir noch gar nicht sprechen konnten, oder Erleben für das wir noch keine genauen Worte haben? Wie schon in Folge 28 & 29, teilen wir die Folge in zwei Teile. In Teil 1 gibt es eine absolute Neuheit im Podcast: Wir führen eine Imaginationsübung live durch. Katrin reist als fiktive Klientin / Patientin zum inneren Kind in die Vergangenheit und wird von Tina dabei schematherapeutisch begleitet. Wie gewohnt gibt es auch wieder persönliche Updates von uns und eine ganz besondere Neuigkeit: Wir haben einen Sponsoring-Partner. Wer das ist, erfahrt ihr in der Folge und in den Shownotes. Mit O-Tönen von: - [Andrea Spangenberg](https://www.linkedin.com/in/andrea-spangenberg-163a50210/), systemische Coach & kreative Transformationsbegleiterin - [Mirka Doldinger](https://www.linkedin.com/in/mirka-doldinger-84080523/), Psychotherapeutin i.A. & Leadership Coach - [Antje Melanie Rieche](https://www.rieche-coaching.de), Mindful Performance Coach mit den Schwerpunkten emotionale Intelligenz, mentale Gesundheit und Potenzialentfaltung

09.10.24 • 52:11

Wer wir sind, was vor 3,5 Jahren zu diesem Podcast geführt hat und was seitdem passiert ist.

23.08.24 • 14:37

Bilder bzw. Annahmen rund um Autismus sind oft entweder defizitär (z.B. nicht sozial kompetent agieren zu können) oder betonen beeindruckende Inselbegabungen. Also irgendwo zwischen "Rainman" (kennen die Älteren von uns vielleicht noch) und Sheldon Cooper aus der Serie "Big Bang Theory". Hilfreicher als als diese Art der übertriebenen Darstellung ist ein Verständnis für die Besonderheiten des Denkens, Fühlens und der Reizverarbeitung bei autistischen Menschen. Wichtig ist auch, genügend Neugier für das Individuum zu haben und nicht alle autistischen Menschen über einen Kamm zu scheren. Weiter widmen wir uns den Fragen: Hat man Autismus oder ist man Autist? Ist es richtig von Störung zu sprechen? Gibt es einen Leidensdruck und wie viel hat der mit einer neuronormativen Welt zu tun? Ist es sinnvoll von Störung zu sprechen? In dieser Folge wollen wir mit Vorurteilen aufräumen, wie z.B. angebliche Gefühlskälte oder Beziehungsunfähigkeit von Autist*innen und lassen natürlich auch autistische Menschen sowie deren Familien zu Wort kommen.

22.08.24 • 82:21

Schuldgefühle können ganz schön quälend sein. Sie können uns von wichtigen Entscheidungen abhalten oder uns lange an einem Thema festhalten lassen. Warum hat unsere Psyche diese Funktion eingebaut und wann wird sie aktiviert? Was ist der Unterschied zu Schamgefühlen? Und wie hängen Schuld, Depression und Kindheitserfahrung zusammen? Und führen sie uns manchmal vielleicht auf eine komplett falsche Fährte?

18.06.24 • 72:45

In Teil 2 geht es nahtlos weiter mit den besten Fragen, Do's und Don'ts und entscheidenden Feinheiten für wirklich hilfreiche Gespräche. Sich gehört und verstanden fühlen ist ein Game Changer, öffnet Türen innerlich und in der Beziehung untereinander. Katrin stellt sogar die Behauptung auf, es gäbe weniger Therapiebedarf, wenn wir alle mehr und besser zuhören und dem Gegenüber wirklich Raum geben würden. Wie das funktionieren kann, zeigen wir in dieser Folge. Wir haben Expert*innen aus verschiedenen beruflichen Bereichen wie Wirtschaft, Therapie, Beratung und Mediation nach ihren Lieblingsfragen gefragt. Seid gespannt!

26.04.24 • 43:44

Sich gehört und verstanden fühlen ist ein Game Changer, öffnet Türen innerlich und in der Beziehung untereinander. Katrin stellt sogar die Behauptung auf, es gäbe weniger Therapiebedarf, wenn wir alle mehr und besser zuhören und dem Gegenüber wirklich Raum geben würden. Wie das funktionieren kann, zeigen wir in dieser Folge. Wir haben Expert*innen aus verschiedenen beruflichen Bereichen wie Wirtschaft, Therapie, Beratung und Mediation nach ihren Lieblingsfragen gefragt. Seid gespannt!

20.04.24 • 46:20

Professionelle Expertise im Themengebiet Mental Health zu haben, schützt nicht davor, selbst psychisch zu erkranken. Dabei können Therapierende den Anspruch an sich selbst haben, aufgrund ihres Expertentums so effektiv mit Belastungen umgehen können zu müssen, dass es erst gar nicht zu Krisen oder psychischen Erkrankungen kommt. Dieser Druck kann zu zusätzlichen Belastungen führen. Dabei sind Menschen in Helfenden Berufen sogar für manche Störungen prädestiniert. Aber wie sieht ein professioneller Umgang mit Krisen und Selbstfürsorge aus? Und wie kann die Kommunikation nach außen aussehen? In dieser Folge sind wir auf dem Balance Festival in Berlin. Im Haus der Kulturen der Welt diskutieren wir live mit Mental Health Professionals über folgende Fragen: - Ist selbst eine psychische Störung zu entwickeln ein Zeichen von Inkompetenz, bzw. wirkt es so nach außen? - sollte man seine Klient*innen darüber informieren, und wenn wie? - Dürfen Therapeut*innen oder Coaches überhaupt arbeiten, wenn sie selbst psychische Probleme haben und worauf kommt es dabei an? - Was an Transparenz ist hilfreich, was verstörend?

05.10.23 • 44:58

[content note: Schilderung von Gewalt] Seine Machtposition für die eigenen Zwecke zu benutzen kann ganz subtil und sogar unbewusst passieren, aber auch systematisch oder offen übergriffig stattfinden. Was das Erleben von Macht bzw. Abhängigkeit angeht, sind wir alle betroffen. Ob als Kind abhängig von den Eltern oder Lehrer*innen, als privilegierte Reisende in ärmeren Ländern, als Vorgesetzte oder im Praktikum. In dieser Podcastfolge beleuchten wir die inneren und äußeren Dynamiken dieses "großen" Themas. Wir hören Schilderungen von sexualisierter Gewalt und deren Folgen und schauen, was bei potentiell traumatisierenden Erfahrungen wichtig ist. Und welche Rolle die Gesellschaft spielt. Außerdem schauen wir uns Machtdynamiken im Arbeitsumfeld und auf Reisen an und beleuchten, was wir gemeinsam tun können, für ein machtsensibleres Miteinander. Diese Folge kommt in zwei Teilen. Um der Komplexität des Thema gerecht zu werden hören wir viele tolle Stimmen und lassen uns tiefer auf einzelne Aspekte ein. Nun in zwei Teilen um das Ganze gut hör- und verdaubar zu halten. Der erste Teil (Folge 24) wurde am 31.07. veröffentlicht. O-Töne kommen dieses Mal von: - Ohne Namen bereitgestellter O-Ton einer Betroffenen sexualisierter Gewalt - Robert Frischbier zu einem Präventionstraining namens "Macht-bewusst". Robert berichtet dazu auch auf [LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/robert-frischbier-4b939272/). - Dr. Samantha Ruppel, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Leitung der BMZ African-German Leadership Academy, [Autorin](https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-41693-5). Sie spricht zu Machtdynamiken in der internationalen Zusammenarbeit - Katharina Wulf, Geschäftsführung, Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH), Kiel. [Auch auf Instagram zu finden](https://www.instagram.com/frauenberatung_lfsh/?hl=de). - Emre Çelik, EMEA ER Partner @Google, Antidiskriminierungsexperte, [LinkedIn Top Voice](https://www.linkedin.com/in/emre-celik-hr/) & Speaker. [[Emre's Homepage](https://www.emre-celik.de/)]

11.08.23 • 37:56

[content note: Schilderung von Gewalt] Seine Machtposition für die eigenen Zwecke zu benutzen kann ganz subtil und sogar unbewusst passieren, aber auch systematisch oder offen übergriffig stattfinden. Was das Erleben von Macht bzw. Abhängigkeit angeht, sind wir alle betroffen. Ob als Kind abhängig von den Eltern oder Lehrer*innen, als privilegierte Reisende in ärmeren Ländern, als Vorgesetzte oder im Praktikum. In dieser Podcastfolge beleuchten wir die inneren und äußeren Dynamiken dieses "großen" Themas. Wir hören Schilderungen von sexualisierter Gewalt und deren Folgen und schauen, was bei potentiell traumatisierenden Erfahrungen wichtig ist. Und welche Rolle die Gesellschaft spielt. Außerdem schauen wir uns Machtdynamiken im Arbeitsumfeld und auf Reisen an und beleuchten, was wir gemeinsam tun können, für ein machtsensibleres Miteinander. Diese Folge kommt in zwei Teilen. Um der Komplexität des Thema gerecht zu werden hören wir viele tolle Stimmen und lassen uns tiefer auf einzelne Aspekte ein. Nun in zwei Teilen, um das Ganze gut hör- und verdaubar zu halten. Der zweite Teil wird am 11.8. veröffentlicht. O-Töne kommen dieses Mal von: - Ohne Namen bereitgestellter O-Ton einer Betroffenen sexualisierter Gewalt - Robert Frischbier zu einem Präventionstraining namens "Macht-bewusst". Robert berichtet dazu auch auf [LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/robert-frischbier-4b939272/). - Dr. Samantha Ruppel, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Leitung der BMZ African-German Leadership Academy, [Autorin](https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-41693-5). Sie spricht zu Machtdynamiken in der internationalen Zusammenarbeit - Katharina Wulf, Geschäftsführung, Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH), Kiel. [Auch auf Instagram zu finden](https://www.instagram.com/frauenberatung_lfsh/?hl=de). - Emre Çelik, EMEA ER Partner @Google, Antidiskriminierungsexperte, [LinkedIn Top Voice](https://www.linkedin.com/in/emre-celik-hr/) & Speaker. [[Emre's Homepage](https://www.emre-celik.de/)]

31.07.23 • 43:49

In Beziehungen in denen ein Machtgefälle besteht, haben die Personen, die mehr Macht haben eine besondere ethische Verantwortung. In einer therapeutischen Beziehung, die ebenfalls eine asymmetrische ist, gibt es viele fachliche Gründe sorgfältig zu erwägen, ob und wie man sich als Therapeut*in oder Coach mit Privatem zeigt. In dieser Folge beleuchten wir welche fachlichen Gründe es für die therapeutische Abstinenz gibt. Was gilt als überholt? Was ist vielleicht aktueller denn je im Kontext von Social Media und moderner Mitarbeiterführung? Wann kann eine gezielte Selbstoffenbarung sogar hilfreich sein? Diese Folge ist spannend für Menschen in Coaching, Psychotherapie und Beratung - und zwar von beiden Seiten aus gesehen. Die Beratenden können ihr eigenes Marketing & Social Media Verhalten reflektieren und die Klient*innen / Patient*innen werden die Beweggründe ihres Gegenübers besser nachvollziehen können. Außerdem können Klient*innen so vor oder während einer Zusammenarbeit prüfen, ob sie an eine professionelle und ethische Unterstützung geraten sind. Denn im Markt der Selbstoptimierung treiben sich nicht nur reflektierte & gut ausgebildete Menschen herum. Auch Führungskräfte dürften von der Folge profitieren, sollten sie sich fragen, wie viel Offenheit & Privatleben offline und online angemessen ist in ihrer Rolle. Wie in fast allen Folgen hören wir O-Töne von Fachpersonen: - Miriam Junge, Psych. Psychotherapeutin (VT), Coach, Autorin & Podcasterin ([Homepage](https://miriamjunge.de)) - Hannah Lohmann, Psych. Psychotherapeutin (TP) mit Praxis in Münster([Homepage](https://www.lohmann-therapie.de/)) - Jana Heimes, Psych. Psychotherapeutin (TP). Sie ist Co-Autorin mit Tina Steckling des Buches "Social-Media-Profile in Psychotherapie, Beratung und Coaching: Soziale Medien professionell und ethisch nutzen." ([Shop](https://amzn.eu/d/ddBJz86)) und so schreibt auf Instagram unter [@psycho_dynamik](https://www.instagram.com/psycho_dynamik/?hl=de) - Axel Konrad, Psych. Psychotherapeut (VT) & Coach in Köln ([Homepage](https://www.therapie-konrad.de/))

20.05.23 • 63:49

Diversity ist heute in aller Munde. Eine Dimension die erst seit kurzem Aufmerksamkeit bekommt, ist unser Social Background. Ein Thema, das für Arbeitswelt als auch in Therapie und Coaching wichtiger ist als man denkt. In dieser Folge beleuchten wir mit welchen Startvoraussetzungen wir ins Leben starten: welches Einkommen hatten die Eltern? Haben sie studiert? Über welches Ansehen und welches Netzwerk verfügt die Herkunftsfamilie und wie prägt dies einen Menschen? Denn all das beeinflusst das Selbstempfinden von Kind auf, neben dem, dass auch praktischen Zugänge zu wichtigen Ressourcen eingeschränkt und damit der Zugang zu höheren gesellschaftlichen Schichten versperrt sein kann. Wir hinterfragen die Auswirkungen der sozialen Herkunft auf den Lebensweg, vermittelte Werte, Verhalten und das Selbstbild - und ob wir wirklich allein selbst unseres Glückes Schmied sind. Außerdem gehen wir der Frage nach, wie Therapeut*innen und Coaches diese prägenden Faktoren sinnvoll berücksichtigen können. Und wir schauen uns an, was Unternehmen tun können, um die besonderen Stärken von (zukünftigen) Aufsteiger*innen für sich nutzen können.

11.04.23 • 57:51

Die Geburtslotterie: Herkunft und Aussehen haben immer noch einen großen Einfluss auf unseren Lebensweg und unsere Gesundheit haben. Es ist eine berechtigte Frage, ob das eigene Leben genauso verlaufen wäre, wenn man mit einer anderen Hautfarbe oder mehr oder weniger "ausländisch" klingendem Namen aufgewachsen wäre - bei gleichen Fähigkeiten und gleicher Persönlichkeit. In dieser Episode besprechen wir, was Rassismus genau ist und welche Folgen er im Kontext von Psychotherapie und Arbeitswelt haben kann. Wir beleuchten die Fragen: - Welche Folgen haben Rassismus-Erfahrungen für die Betroffenen? - Wann ist eine Rassismus-Erfahrung traumatisierend? - Kann man auch als weißer Mensch von Rassismus betroffen sein? - Wie kann ich als Führungskraft unbewussten Vorurteilen vorbeugen und mich für Diversität am Arbeitsplatz einsetzen? - Wieso hat das Thema in der Psychotherapieausbildung kaum einen Platz und was müsste eigentlich gelehrt werden? - Warum ist das Mitdenken von Rassismus-Erfahrung in der Therapie so wichtig? Welche Haltung und Strategie ist im therapeutischen Kontext hilfreich, was sollte vermieden werden? - Wo kann ich mich fortbilden? Wir hören dazu wieder einige spannende O-Töne: 1. Dana Kroh, M.Sc. Psych., Psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie und Hypnotherapie postet zu Mental Health bei Instagram unter @minu_and_the_mind 2. Nike Hilber, Psychologin (M.Sc.) und Psychotherapeutin in Ausbildung (tiefenpsychologisch fundiert), als @la_psychologista bei Instagram Quellen: Center on the Developing Child. (2014). Key Concepts: Toxic Stress. Harvard University. Retrieved from https://developingchild.harvard.edu/science/key-concepts/toxic-stress/
 Ogette, T. (2017). exit RACISM: rassismuskritisch denken lernen. Münster: Unrast. Torres-Harding, S., Torres, L., & Yeo, E. (2020). Depression and perceived stress as mediators between racial microaggressions and somatic symptoms in college students of color. American Journal of Orthopsychiatry, 90(1), 125–135. Dr. Amma Yeboah, https://www.coliquio.de/wissen/psychiatrie-kompakt-100/interview-amma-yeboah-100 3. Paul Spychalski-Golsch ist angehender Psychotherapeut und hat selber Erfahrungen mit Rassismus gesammelt. In der Folge berichtet er darüber wie er das Thema in der therapeutischen Praxis wahrnimmt. Auf seinem Instagramaccount @gedankenausmblog schreibt er regelmäßig über psychotherapeutische Themen. 4. Marko Mihalj, Psychotherapeut & Psychosozialer Berater bei Zalando. Mehr zu ihm gibt es auf LinkedIn. 5. Stephanie Cuff-Schöttle, sie ist Psychologin & Gründerin der ersten digitalen Fortbildungsplattform zu Rassismus-Sensibilität für Fachkräfte . Mehr zu ihr auf ihrer Homepage https://stephaniecuff.com/. 6. Mirrianne Mahn mit einem Apell an die Gesellschaft. Sie ist Autorin & politische Aktivistin zum intersektionalen Feminismus. Mehr auf ihrer Homepage https://mirrianne-mahn.com und auf Instagram unter @Mirrianne_M Außerdem besprechen wir, was es bei uns beiden Neues gibt. Tina z.B. hat Dackel Ernie immer öfter in den Sitzungen dabei und Katrin arbeitet nun im Tandem und macht sich nebenbei wieder neu selbstständig.

07.03.23 • 58:36

Ca. 5% aller Menschen haben AD(H)S. Die Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyperaktivitäts)-Störung besteht nicht nur im Kindesalter, wird aber bei Erwachsenen oft übersehen. Viele Therapeut*innen fühlen sich nicht ausreichend gut geschult in dem Thema. Die Betroffenen, die nicht um ihre besondere Art Informationen zu verarbeiten wissen, halten sich oft für faul und unzulänglich. Dabei haben sie neben der Belastung, die mit ADHS einhergeht auch förmlich Superkräfte, auf die gerade die Arbeitswelt von heute nicht verzichten kann. In dieser Folge liegt es uns am Herzen über diese besondere Kondition aufzuklären und sowohl Schatten- als auch Sonnenseiten der AD(H)S besser zu verstehen. Dafür haben wir viele O-Töne von Betroffenen als auch von Fachpersonen bekommen. Wir beleuchten, was Therapeut*innen, Führungskräfte und Angehörige tun können um den Betroffenen das Leben und Funktionieren zu erleichtern. Und was sich am fachlichen System ändern muss, um adäquate Hilfe zu bieten. Natürlich auch spannend für alle, die mehr über neuronale menschliche Unterschiede hören wollen. O-Töne von: - Viola, Betroffene - Leanne Maskell, Betroffene und AD(H)S Coach (https://leannemaskell.com/) - Lea, Betroffene - Florian, Betroffener - Nina Fricke, Psychologische Psychotherapeutin aus Berlin (https://www.linkedin.com/in/nina-f-a48745241/) - Simon Kurzhals, Oberarzt einer Psychiatrischen Station in Essen (https://www.linkedin.com/in/simon-kurzhals-7b21b6239/) -[Raffaela Kellner](https://raffaelakellner.com), Sozialarbeiterin, Psychodrama- , Paar- und Sexualtherapeutin - Julia Knuhr, Psychologische Psychotheraoeutin (i.A.) Instagram: @julia.knuhr

09.12.22 • 97:54

(Content note: Schilderung von Übergriffen) Was ist wichtig für eine machtsensible und förderliche Kommunikation in Medizin und Psychotherapie? Viele Menschen haben schonmal die Erfahrung gemacht, dass ein Satz lange verunsichernd oder schmerzhaft nachgeklungen hat. Gerade, wenn wir krank sind, Angst oder Schmerzen haben, sind wir besonders verletzlich. In herausfordernden medizinischen oder therapeutischen Situationen ist es umso wichtiger, hilfreich zu kommunizieren. Einerseits um nicht zu schaden. Andererseits um den Behandlungserfolg zu begünstigen. Welche Folgen kann missglückte Kommunikation haben? Was ist auch unter Zeitdruck bzw. in Notfällen möglich und ethisch akzeptabel? Welche Sätze können nachhaltig verletzen und warum? Wir haben viele tolle O-Töne zu diesem durchaus schwierigen Thema bekommen. Es kommen Behandler*innen aus Medizin und Psychotherapie, Patient*innen, sowie die Kommunikationspsychologin Laura Kutsch zu Wort. Offen, berührend und sehr lehrreich. Wir stellen uns darüber hinaus die Fragen: - Was kann empathische Kommunikation konkret bewirken? - Welche spezifischen Punkte sind für eine gelungene Kommunikation entscheidend? - Wie kommt es zu fehlgeschlagener Kommunikation? - Gibt es ein ausreichendes Bewusstsein bei den Heilberufler*innen, bzw. in der Ausbildung? Und gibt es die strukturellen Voraussetzungen im klnischen Alltag dafür? - Wann ist es gerade die fehlende Kommunikation die sich fatal auswirkt? - Was ist von Patient*innen-Seite aus zu beachten?

24.10.22 • 84:32

Beim Thema Trennung kann jede*r mitreden . Es gibt wohl kaum jemand, der oder die das Thema nicht schon am eigenen Leib erfahren hat, häufig sogar mehr als einmal. Trotzdem scheint niemand echte Übung darin zu entwickeln, es wird in der Regel nicht mit jedem mal leichter. In dieser Folge haben wir die Autorin und Podcasterin Ricardia Bramley zu Gast, die nach einer eigenen Trennung zu diesem Thema ein Buch geschrieben hat. Wir gehen den Fragen nach, .... - warum es uns so aus der Bahn werfen kann, wenn wir verlassen werden - ob Trennungen auch belastend sind, wenn man sie will und richtig findet - was einen Einfluss auf die Intensität des Leidens hat - was helfen kann & - ob man sich optimieren muss um eine glückliche Partnerschaft eingehen zu können. Schließlich loten wir aus, ob man sich selbst und seine Muster (in Partner*innen-Wahl und Beziehungsgestaltung) verändern kann und sollte. Und wie man gut aus einer Krise nach Trennung heraus kommt.

04.08.22 • 78:38

Ist Siezen altbacken oder professionell? Ist Duzen modern und herzlich oder verwischt es schützende Grenzen? In dieser Folge beleuchten wir, wieso es eigentlich Tradition ist, in der Psychotherapie zu Siezen, welche psychotherapeutischen Überlegungen dahinter stecken und wovon ein unterschiedlicher Sprachgebrauch abhängen kann. Solche Fragen führen uns zu den großen Eckpfeilern von ethischen Behandlungen: professionelle Distanz vs. Nähe, Abstinenz vs. Nahbarkeit, Grenzen setzen vs. individuelle Wege gehen. Wie kann man für sich die richtige Haltung zum Du und Sie finden? Und wovon hängt es ab, ob es fachlich kompetent und ethisch ist? In der Arbeitswelt ist das "Du" immer häufiger die Anrede der Wahl und auf Social Media von jeher üblich. In manchen Therapierichtungen scheint das Du üblicher als in anderen. Wir haben in dieser Folge 4 Kolleginnen zu Wort kommen lassen, die über ihren Umgang mit der Ansprache im therapeutischen Kontext berichten. In dem gerade frisch veröffentlichten Buch "Social Media Profile in Psychotherapie, Beratung und Coaching" (BELTZ,4.2022), von dem Tina Mitautorin ist, widmen sie und ihre Kolleginnen dem Thema "Du vs. Sie" ein ganzes Kapitel und beleuchten darin wie Social Media den Sprachgebrauch beeinflusst und welche Implikationen und Herausforderungen für die therapeutische Praxis sich daraus ergeben. Außerdem beschreiben sie, was helfen kann, einen sicheren Umgang als Fachperson darin zu entwickeln.

22.05.22 • 90:43

Glück ist eine Frage der richtigen Einstellung? Mit den richtgen Routinen ist innere Zufriedenheit immer in Greifweite. Man muss doch nur mal seine Glaubensätze überprüfen, an seinem Zeitmanagment arbeiten oder mehr Sport machen. Auch wenn viele solcher Aktivitäten und Strategien zweifelsfrei hilfreich sind. Als Antwort auf innere Not können sie schaden, anstatt zu nutzen. Das Thema "Toxic Positivity", also eine betont positive Haltung, die das "Negative" ausschließt, beschäftigt uns schon länger. Angesichts des Ukraine Kiegs und seinen Folgen, wird nochmal deutlicher wie wenig hilfreich bzw. wie sehr am Menschen vorbei ein "Es liegt alles nur an der richtigen Einstellung"- Narrativ sein kann. In dieser Folge beleuchten wir, welche Arten toxischer Positivität es gibt, auf Social Media, am Arbeitsplatz, als Reaktion auf Schicksalsschläge in Therapie und Coaching usw. Zudem berichtet Katrin von ihren Erfahrungen aus der Notfallpsychologie un dsammeln wir, was bei Belastungen/ in Krisen helfen kann. In dieser Podcastfolge sind wir zu dritte und freuen wir uns Dr. Eva Schneider zu Gast zu haben.

07.04.22 • 62:10

Angesichts der gestiegenen Belastungen in den letzten Jahren, ist die Gefahr auszubrennen ein zunehmend relevantes Thema. Woran merke ich, dass ich oder andere ein Burnout haben? Gibt es Frühwarnzeichen? Was sind typische Burnout-Gründe? Tritt ein Burnout nur im Arbeitskontext auf? Und gibt es einen Unterschied zur Diagnose Depression? In Folge 15 widmen wir uns einem der am meisten nachgefragten Themen. Anlässlich einer Veränderung im internationalen Diagnose-Manual ICD-11, beleuchten wir genauer was Depression und Burnout unterscheidet, bzw. wie die Begriffe zueinander im Verhältnis stehen. Wir schauen uns die 12 Stadien nach Freudenberger an und ergänzen mit Erfahrungen aus der therapeutischer Praxis und Unternehmenswelt. Natürlich wird es - wie für die DEEP SHIT TALKS typisch - auch gesellschaftskritisch: Passt die Diagnose Burnout besser in unsere Leistungsgesellschaft als die Depression: Erst (zu) viel arbeiten, bevor man sich das krank sein "erlauben" darf? Mit besonderem Augenmerk auf die Arbeitswelt beantworten wir die Fragen: - Sind Selbstständige besonders betroffen? - Worauf müssen Firmen achten, um das Burnout Risiko zu senken? - Kann es auch in der Care-Arbeit bei Erziehung oder Pflege zum Burnout kommen? und verweisen auf weiterführende Ressourcen:

15.03.22 • 58:46

Woran erkenne ich, dass ich in einer Krise bin und wohin kann ich mich dann wenden? (Inhaltshinweis: Wir sprechen auch über Suizid, entscheide selbst, ob das gerade gut für dich ist.) Woran erkenne ich, dass ich in einer Krise bin und wohin kann ich mich dann wenden? Falls es Dir gerade nicht gut geht, nehmen wir Dich zu Beginn dieser Folge an die Hand, besprechen an welchen Symptomen man Handlungsbedarf erkennen kann, zeigen was jetzt erste mögliche Anlaufstellen sind und wie auch Dritte helfen können. Im Weiteren klären wir über Unterschiede und Besonderheiten der verschiedenen Fachpersonen und Institutionen auf. Wir bieten einen Überblick über die Hilfelandschaft, von Telefonseelsorge über Rettungs- und Beratungstelle bis Psychotherapeu*tin, von Psychiater*in über Heilpraktiker*in für Psychotherapie bis Coach. Wir besprechen unter anderem: - Wo man schnelle Hilfe finden kann - Was man von der hausärztlichen Praxis erwarten kann - Wann es ins Krankenhaus gehen sollte - Was der Unterschied zwischen "Psychologischen Psychotherapeut*innen" und "Psychiater*innen" ist - Was Heilpraktiker*innen für Psychotherapie machen - Wann die Kasse für Therapiestunden zahlt - Was Psychotherapie-Sitzung als Selbstzahler*in kostet - Wann ein Coaching das Richtige ist und wann evtl. sogar schädlich - Was Beratungsstellen leisten können und ob man hin darf, auch wenn man schon eine Therapie macht. - was ambulante psychosoziale Hilfen bieten und was der Sozialpsychiatrische Dienst macht. Zum Anfang der Folge gehen wir auf eine Hörer*innen-Frage zur letzten Folge ein. Es wird also noch einmal kurz um offene Beziehungen gehen. (Disclaimer: die beispielhaft beschriebenen Symptome in Zusammenhang mit einer Krise dienen lediglich als Anhaltspunkte und stellen keine Anleitung zu Selbstdiagnostik dar und ersetzten keinesfalls eine Abklärung durch eine Fachperson.)

20.12.21 • 92:53

In Folge 13 führen wir das Thema Beziehung weiter fort und beleuchten diesmal Wünsche, Ängste und Beziehungsformen jenseits der Monogamie - und schauen, was dahinter steckt. Anhand von zwei echten Geschichten beleuchten wir Begrifflichkeiten, Hoffnungen, Fallstricke, Gelerntes und finden heraus, worauf es dabei wirklich ankommt. Zwei Menschen aus der Community berichten sehr offen und berührend über ihre persönlichen Erfahrungen in dem Thema. Wir steuern wie gewohnt psychologische Perspektiven und fachliche Erkenntnisse bei. Unter anderem gehen wir folgenden Fragen auf den Grund: - Ist das öffnen Wollen einer Beziehung ein Zeichen dafür, dass es nicht läuft? - Was ist der Unterschied zwischen offener Beziehung, Polyamorie und Affäre? - Bedeutet eine offene Beziehung einfach sich nicht festlegen zu wollen? - Ab wann ist eine Beziehung überhaupt offen? - Die Büchse der Pandora? Bekomme ich eine Beziehung auch wieder 'zu' wenn es nicht funktioniert? - Gibt es auch Verbindendes darin und schafft es vielleicht sogar mehr Nähe? - Was muss ich tun, damit eine offene Beziehung gelingen kann? - Darf ich auch dagegen sein? Insgesamt ist es eine Folge über 'in Beziehung sein' geworden und authentische Kommunikation, die in jeder Art von Beziehung Relevanz hat.

15.10.21 • 70:07

Viele langjährige Beziehungen machen die Erfahrung: Im Laufe der Zeit weicht die Nähe immer mehr Distanz, das sexuelle Interesse aneinander verebbt. Trotz eines - von außen betrachtet - schönen, gemeinsamen Lebens und eines fortbestehenden Zusammengehörigkeitsgefühls. In dieser Folge gibt es eine Premiere: Wir besprechen das Thema Lustlosigkeit und Fremdgehen/Affäre anhand eines anonymen Fallbeispiels, das uns zugeschickt wurde. Wir widmen uns Fragen wie: Wie hat Corona oder Kinderplanung möglicherweie Einfluss auf Beziehungen genommen? Warum wirkt Unterschiedlichkeit so bedrohlich, aber ist eventuell (wieder) der Schlüssel für spannenden Sex? Welchen Umgang kann man mit einem Seitensprung finden? Verschweigen? Erzählen? Offene Beziehung? Geht es bei einer Affäre nur um den abenteuerlichen Sex? und beleuchten: Wie wir mittels Konfliktvermeidung kein Risiko eingehen wollen und so unsere Lebendigkeit opfern. Was das Führen einer Beziehung mit der Führung eines Unternehmens gemein hat.

27.08.21 • 57:51

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