Show cover of Mach' Mal Lauter

Mach' Mal Lauter

Mach' Mal Lauter! Der Podcast der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung. Ein Podcast, der sich mit gesellschaftlich relevanten Themen befasst, die, trotz der allgegenwärtigen Wichtigkeit, noch immer zu wenig im Fokus stehen. Obdachlosigkeit, Einsamkeit im Alter, Gewalt im Alltag und Inklusion - dies sind, im weitesten Sinne, die wesentlichen Säulen der Stiftung. In diesem Podcast geben wir das Mikro an diejenigen weiter, die aus erster Hand erzählen, reflektieren und informieren. Wir laden Sie und uns zum Perspektivwechsel ein und schaffen einen ungeschminkten Austausch mit Expert*innen aus allen Bereichen, Fachberatungsstellen und all denen, deren Geschichte gehört werden sollte.

Titel

Sonja Howard (Kinderschutzexpertin)
„Ja, ich bin wütend!“ Eine Emotion, die sich nicht mit einem sachlichen Diskurs verträgt. Etwas, das, besonders wenn Frauen sich an ihr bedienen, negativ konnotiert ist. Wut! Die Frage ist: geht nicht beides? Und vor allem, ist es nicht sogar unbedingt nötig, beides zu platzieren, wenn wir von Kinder- und Jugendschutz sprechen? Sonja Howard ist Kinderschutzexpertin. „Im Zweifel für das Kind“, so lautet Sonjas klare Forderung. Wir sprechen in dieser Folge über Behördenversagen, über Machtmissbrauch in vermeintlichen Schutzräumen für Kinder und Jugendliche, über mangelhafte Sensibilisierung und große Versäumnisse. Aber auch über Lösungsansätze, großartige Vereine und Hilfsangebote. Eine Folge mit Wucht und voller klarer Worte. Der Name ist Programm. Mach‘ mal lauter – für diejenigen, die darauf angewiesen sind, dass wir brüllen! Viel Spaß beim zu hören.
57:14 20.09.2022
Jay
„Ich kann sehr rau sein. Eben weil früher so viele Menschen gegangen sind.“ Jay ist 27 Jahre alt. Bis hierhin war ihr Leben bewegt. Im besten aber auch im schmerzlichsten Sinne. Wer Jay sieht, sieht Facetten und Tiefe. Wer sie nicht sehen will, sieht einen Stereotyp. Seit sie ein kleines Kind war, irritieren sie Menschen mit der Frage nach ihrem Geschlecht. Ein Kind, das völlig mit sich im reinen war, wird zur Projektionsfläche einer beschränken und krankenden Gesellschaft! Der Schulbesuch wird zum Spießrutenlauf, Einsamkeit ein gewohnter Umstand und aus dem Kind, das sich nicht in Frage gestellt hätte, wird eine junge Erwachsene, die verlernen musste zu fühlen, um am Leben bleiben zu können. Jay ist 27! Mutig, bissig, im besten Sinne deutlich! Heute fühlt sie. Heute lebt sie! Heute ist sie laut! Eine nachdenkliche, schöne und witzige Frau, bei der es sich lohnt, ganz genau hinzusehen! Warum Jay sich selbst, hier und da, als rau bezeichnet, welche Ballsportarten sie beherrscht, was ein Schiggy ist und wieso ein Koala absolut nichts mit einer Giraffe zu tun hat, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Viel Spaß beim Zuhören!
68:49 12.07.2022
Marco Schulz
„Das Leben bietet immer mehr Möglichkeiten als der Tod“ Lieber Marco, lieber fremder Freund, lieber Papa zweier Kinder und Mann von Nina. Lieber Goofy: Diese Folge gehört dir! Die Beschreibung zur Folge heute sieht ganz anders aus. Aber sie ist eben auch anders. Meine Worte richte ich heute nicht nur an unsere Zuhörenden, sondern ganz besonders an dich, lieber Marco. DANKE! Dass du mich ein bisschen in dein Leben hast schauen lassen. Dass du Worte findest, obwohl dir die Fertigkeiten kaum noch zur Verfügung stehen. Dass du laut bist, obwohl dich dein Körper zur Ruhe zwingt. Dass du aufstehst, für alles, was dir wichtig ist, obwohl du sitzen bleiben musst. Du bist im fünften Jahr deiner ALS Erkrankung! Eine erdrückende Wahrheit. Wut, Ohnmacht und Resignation sind spürbar. Sie gehören zu deinem Leben. Du jonglierst so gut du kannst, hältst aus, was kaum auszuhalten ist. Du Krieger! Und doch ist diese Erkrankung nicht das Erste was ich sehe, wenn ich dich anschaue. Ich sehe einen Quatschkopf. Einen Komiker. Ich sehe einen Sportler, der sich immer neue Grenzen steckt, der mutig und bissig bleibt. Ich sehe einen kreativen Kopf, der sein drittes Kinderbuch rausbringt. Einen Mann, der die Welt auf eine Weise ansieht, die ich sonst nur von Kindern kenne. Ungefiltert. Echt! Ich sehe einen liebenden Ehemann und loyalen Freund. Einen freundlichen Zeitgenossen, frechen Nachbarn, mutigen Sohn! Ich kann dich sehen! Lieber Marco, danke für dein Vertrauen und diese Folge. Danke lieber Max, dass du Marco deine Stimme leihst. Ich liebe diese Folge und ich liebe es, wie viel wir gemeinsam lachen. Viel Spaß beim Hören!
33:19 29.06.2022
Bon Markel
„In der Schwulen Community wird viel diskriminiert. Ich würde mir wünschen, dass sich das ändert und wir mit Kategorien brechen.“ In dieser Folge spreche ich mit Bon Markel, bekannt aus der dritten Staffel Prince Charming. Passend zum Pride month, spreche ich mit Bon über sein Outing, seine ersten Gehversuche innerhalb der Community, seine Teilnahme an Prince Charming und seinen empathischen Freund Max. Wir sprechen über seine schmerzliche Jugend und den Weg heraus aus dieser schwierigen Zeit. Passend zur Veröffentlichung des neuen Cast von Princess Charming, gucken wir uns die Teilnehmerinnen an und tauschen uns über das Format an sich, Staffel eins und Klischees aus. Eine leichte, kurzweilige Folge mit einem warmen, herzlichen Menschen, dessen Herz genau da schlägt, wo es schlagen soll. Am absolut richtigen Fleck! Danke, Bon!
64:17 10.06.2022
Joanna Nadjmi und Denise Stellmann
„Kinder und Jugendliche brauchen einen beweglichen Raum, der sich ihnen anpasst und an dem sie stattfinden dürfen! Mit allem, was zu ihnen gehört.“ In dieser Folge sprechen Denise und Joanna, die Projektleiterinnen der JuKi Lobby, über die neue Säule der Stiftung. Was ist die JuKi Lobby? Wofür ist sie da? Für wen ist sie gedacht? Darüber hinaus stellen sie das JuKi DOCK vor, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfinden wird. Warum diese Veranstaltung öffentlich kaum zu finden ist, was es auf dem JuKi DOCK alles geben wird und wie ihr uns erreichen könnt, für den Fall, dass ihr Kinder und Jugendliche für das anstehende JuKi DOCK anmelden wollt, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Viel Spaß beim Anhören!
36:28 30.05.2022
Sabrina Lorenz
TW: chronische Erkrankung, seelischer Schmerz „Ich fühle mich gesehen, während ich das Gefühl habe, immer mehr zu verschwinden“ Diese Folge ist wohl die Persönlichste, die es bisher in unserem Podcast gab. Denise spricht mit Sabrina über Ableismus, Verletzungen und Stigma. Über ihre Arbeit als Rednerin und Aktivistin. „Wer bist du noch?“ und „was ich sehe, wenn ich dich ansehe.“ Fragen, die das Gespräch in eine so echte Richtung abbiegen lassen, dass Schmerz und Kraft, zwei verwobene Säulen, transparent und verständlich werden. Identität, Ungerechtigkeit, Einsamkeit und die Sehnsucht nach „ein bisschen mehr Meer.“ Stracciatella Eis, Muscheln, und „Pizza mit viel Käse nennt man Margherita.“ Eine Folge, so bunt wie ihre Protagonistin. Danke Sabrina! „Lass‘ uns ein bisschen durchs Leben hüpfen. Zusammen!“
99:41 22.04.2022
Samuel Stark
„Ich fühle mich heute sicher in mir. Und Zuhause“ Als Samuel drei Jahre alt war, spürte er, dass ihm etwas fehlte. Etwas, das er in sich trug aber außen nicht sichtbar zu sein schien, denn er wurde nicht als das gelesen, was er deutlich in sich spürte. „Ich bin ein Junge“ Biologisch als Mädchen geboren, begann für Samuel ein steiniger und emotionaler Weg der Identitätsverteidigung. Im Elternhaus, in der Schule, gesellschaftlich. Sein verlässlichster Verbündeter war er selbst. Sich selbst tragend, durchlief er den Weg der Transition, hinein in ein freies, selbstbestimmtes, stimmiges Leben. Warum Drogen eine lange Zeit zu Samuels Leben gehörten, wieso die Wahl zum Schulsprecher ein wichtiger Gamechanger für ihn war, warum er heute „divers“ anstatt „männlich“ in Formularen ankreuzt und warum wir in dieser Folge ganze dreimal zu weinen anfingen, ihr es aber nicht hören könnt, all das erfahrt ihr in dieser Episode. Vielen Dank, Samu! Samuel möchte an dieser Stelle folgendes sagen: Ich möchte mich von Herzen bei allen Menschen, die meinen Weg geprägt haben, bedanken. Dank euch und in Zusammenarbeit mit mir, da ich zugelassen habe, bin ich heute der, der ich bin. Familie, Freunde, Wahlbrüder und Wahlschwestern, Lehrer, Schüler - Institutionen. Ein ganz besonderer Dank geht an meine Mama Hilde und an mein Papa Klaus - auch wenn es nicht immer ganz einfach war meine Welt zu verstehen, weiß ich, dass sie zu jeder Zeit alles aufgegeben hätten und alles aufgeben würden um mich zu unterstützen. Solch ein Grundfundament ist nicht selbstverständlich, deshalb empfinde ich heute tiefe Dankbarkeit und wünsche allen da draußen Menschen, die euch wahrhaftig Lieben.
74:10 17.03.2022
Clara Ziegler (Schmetterlingsclara)
„Fragt mich lieber! Über mich zu sprechen, während ich daneben stehe, und euren Kindern zu erzählen, ich hätte eine Verbrennung, einen Unfall gehabt oder sei ansteckend, ist verletzend und diskriminierend. Und vor allem unwahr!“ Clara Ziegler ist 22 Jahre alt. Sie ist Studentin, zeichnet gerne, liebt Ed Sheeran und hat EB. Epidermolysis bullosa, einigen vielleicht bekannt unter dem Namen „Schmetterlingskrankheit.“ Denn die Haut der Betroffenen ist so empfindlich, wie die Flügel eines Schmetterlings. In dieser Folge spreche ich mit Clara über ihre Kindheit, ihre Jugend, darüber, wie sie mit kaum aushaltbaren Komplikationen zurechtkommt, zum Beispiel einer schweren Sepsis vor einigen Jahren, über ihre täglichen Verbandswechsel, Stigmatisierung und Aufklärung. Wie Clara ihren Alltag gestaltet, was sie sich für die Zukunft wünscht und warum jeder und jede mit einem Lächeln aus dieser Folge heraus gehen wird, all das erfahrt ihr beim zuhören. Viel Spaß!
54:36 03.03.2022
Samer Ismailat - St. Pauli Bats
„Ich wollte, dass Kinder das fühlen, was ich als Kind fühlen durfte.“   Samer Ismailat ist ein ehemaliger Basketballprofi und der Initiator von den St. Pauli Bats. Überall, wo jemand gebraucht wird, findet man Samer. Er arbeitet als Streetworker in Geflüchteten Unterkünften, setzt sich, zusammen mit seinem Team, in der Stadtteilentwicklung St.Pauli ein, trainiert unter anderem Kinder und Jugendliche im Baskteball und baut gerade das Projekt „der Bats Bus“ aus. Was es damit auf sich hat, wie Samers eigene Kindheit aussah, wie er, nach der Flucht aus dem Libanon, in Deutschland Fuß fasste und wie die Zukunft der „Bats“ aussieht, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Anmerkung: Wir als Stiftung unterstützen das „Bats Bus“ Projekt. In der Folge hört ihr, warum das Projekt ein großer Meilenstein für Kinder und Jugendliche sein wird. Wenn ihr möchtet, unterstützt Samer und den „Bats Bus“ mit einer Spende unter folgendem Link. https://www.paypal.com/paypalme/batsspende
66:29 16.02.2022
Diana Dietrich ( Herzbube Daniel )
„Ich hatte keine Sekunde Angst. Ich wusste, er schafft es.“ Der Gedanke einer Mutter, die nach 943 Tagen erfährt, dass es endlich ein Spenderherz für ihren 3 Jährigen Sohn gibt. Vom Tag der Diagnosestellung, über Komplikationen bis zur erlösenden Nachricht. Diana gibt uns einen schmerzlichen Einblick in die schwierigste Zeit ihres Lebens. Wieso zu Beginn niemand erkannte, dass Daniel tot krank ist, was das „Berlin Heart“ ist, wie ein Leben im Krankenhaus aussieht, woher sie ihre Kraft nimmt und wieso die Kelly Family der Grund dafür ist, dass es diese Folge heute überhaupt gibt, all das erzählt sie uns in dieser Folge. Diana ist eine Heldin. Ein Attribut, das sie vermutlich vom aller Besten lernen durfte. Ihrem Sohn Daniel!
78:58 02.02.2022
Gila Rosenberg (Junglesben* Zentrum HH) Teil 1
„Die Tatsache, dass Frauen wie selbstverständlich diskriminiert werden, macht mich wahnsinnig“ Gila Rosenberg ist Projektleiterin im Junglesben* Zentrum in Hamburg. Hier finden jungen Frauen* einen sicheren Ort, an dem sie sprechen, fühlen, beobachten und in den Austausch gehen dürfen. Gila ist wütend. Über wiederkehrende stupide Ansichten, die es vielen jungen Mädchen* sehr schwer macht, sich sicher und richtig zu fühlen. Sie spricht über ihre Motivation, ihren Antrieb, eigene Erfahrungen und die Quintessenz ihrer Arbeit. Warum ihr lesbische Paare in einer Vorabend Serie nicht ausreichen und in welche Schönheit sie als junges Mädchen verliebt war, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Spoiler: Es wird einen zweiten Teil geben! Danke Gila!
78:04 21.01.2022
Mina
„Mit 13 hatte ich schon drei Magengeschwüre. Und niemand wurde stutzig“ In dieser Folge spreche ich mit Mina über innerfamiliäre Gewaltstrukturen, im besonderen durch die eigene Mutter, und die Folgen solcher schweren Erfahrungen. Ganz offen erzählt Mina uns, was ihr zugestoßen ist, wie sie lernen musste, sich behutsam um ihre Wunden zu kümmern, welche Barrieren sich immer wieder auftun, wie sie mit ihren eigenen Kindern umgeht und warum die Frau, die sie geboren hat, noch heute klar gesetzte Grenzen verletzt. Ein ungeschminktes aber weiches Gespräch, mit einer jungen Frau, die mich schwer beeindruckt.
57:07 16.12.2021
Magdalena Blüchert
„Mein Dank geht auch an meine Familie“ In dieser Folge lassen wir drei Tage „Gewalt im Alltag“ Revue passieren. Magdalena Blüchert, Vorständin der KWB Stiftung, spricht über die Veranstaltung, ihre Vision hierzu, über das Jahr 2022 und darüber, dass die Stiftungsarbeit das größte Abenteuer ist, das sie bisher erlebt hat. Viel Spaß beim anhören.
42:13 02.12.2021
Claudia Beitz-Urban
„Ich will leben, aber nicht um jeden Preis“ Ein schmerzhafter Satz, der vor 2 Jahren fiel, als sich Claudias Zustand massiv verschlechterte. Claudia bekam 2004, ausgelöst durch ein Medikament nach einer Mandel OP, die Diagnose Morbus Crohn. Acht Jahre war sie fast durchgehend in Krankenhäusern und in akuten Schüben, bis sich ihr Zustand plötzlich stabilisierte und besser wurde. Sie gab ihren großen Traum auf, zog zurück in ihre Heimat gründete eine Familie und lebte ein, durch Medikamente, fast symptomfreies Leben. Vor 2 Jahren dann der Rückschlag. Krankenhausaufenthalte, Operationen, Zuspitzung und Verkettungen von unsagbaren Diagnosen und Zuständen. Wie Claudia heute lebt, wie sie die letzten Jahre durchgestanden hat, wie ihre Kinder damit umgehen und warum sie sich meistens eine Tasche vor den Bauch hält, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Ein humorvolles und ehrliches Gespräch über eine Erkrankung, die die Rechnung oft ohne die Betroffenen macht. Was sie nicht wissen konnte, als sie kam: Sie hat sich mit der Falschen angelegt!
75:09 18.11.2021
Alena und Marion
„Wir begleiten, stärken und fragen vor allem, was die Menschen eigentlich wollen“ In dieser Folge sprechen wir mit Alena und Marion von Qplus Alter. Für viele ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf stellt sich die Frage: Wie gestalte ich meinen Alltag zuhause nach meinen eigenen Vorstellungen? Wie kann ich in meinem vertrauten Umfeld wohnen bleiben? Wie finde ich die passende Unterstützung? Oft sind ältere Menschen dabei auf sich allein gestellt. Für solche und ähnliche Fragen gibt es im Bezirk Hamburg Nord seit Mai 2019 das Modellprojekt QplusAlter. Hauptamtliche Lotsinnen von QplusAlter begleiten ältere Menschen und pflegende Angehörige dabei, eine passende Mischung an Unterstützung zu planen. Ein fachlich sehr starkes Gespräch, gepaart mit einer guten Prise Emotionen und einem Hauch Humor.
64:37 28.10.2021
Mia
"Ich bin nicht glücklicher, nur weil ich jetzt dünn bin." Nach zwei überstandenen Lungenembolien, ausgelöst durch eine Gerinnungsstörung, entschied sich Mia für einen mutigen und nicht ganz ungefährlichen Schritt. Durch die Veränderung und das kompromisslose "Ja" zu sich, zeigten sich neue Wege und Veränderungen. Manche taten weh, andere erleichterten. Mia erzählt uns von Diskriminierungserfahrungen seit sie ein Kind war, spricht offen über Bodyshaming, Feeder und Catcalling. Mias Leben war nicht immer fair. Umso beeindruckender, wie sie sich ein für alle mal das Ruder zurückgeholt hat!
47:38 15.10.2021
Chris Gust
„Ich dachte, das hört nie auf.“ Chris Gust ist Autorin, Künstlerin, Initiatorin von Mutruf und… frei von Angst! Sieben Jahre wurde sie von ständiger Anspannung, Angst und Panikattacken begleitet. Ihren Weg zu sich und ihren roten Fäden beschreibt sie in ihren Büchern. Chris teilt ihre Geschichte, um Betroffenen eine Stimme zu geben und im besten Sinne aufzuzeigen, was zu Viele nicht sehen wollen. Angst ist kein Nischenthema! Wir sprechen über Chris‘ Angstdiva, über ihr Hilfetelefon „Mutruf“ und darüber, wie es sich anfühlt, frei zu sein.
66:41 30.09.2021
Peggy & Basti
„Sei, wer du willst“ – In dieser Folge sprechen wir mit Peggy und Basti von Kliemannsland. Kliemannsland, ein Kreativprojekt, unkonventioneller „Freizeitpark“, Begegnungsstätte, eine Idee, ein großes Faß mit ganz viel Boden! 2016 gründetet Fynn Kliemann sein Kliemannsland. Heute besteht das Team aus knapp 35 Mitarbeiter/innen, die sich selbst als Freunde und Familie verstehen. Entkoppelt von Konventionen und vielem was es schon gibt, erzählen uns Peggy und Basti, was ihr persönlicher Antrieb ist, was Kliemannsland alles kann und noch können möchte und wieso die Welt ein bisschen besser wäre, wenn wir uns alle hier und da nicht ganz so ernst nehmen würden.
50:33 16.09.2021
Joanna Nadjmi & Pascal Fromme
Im Gespräch mit Joanna Nadjmi, Projektleiterin des DOCK - Tage ohne Sorgen und Pascal Fromme von Pfand gehört daneben, einer Initiative von fritz-kola. In dieser Folge lassen wir das DOCK - Tage ohne Sorgen Revue passieren. Wir sprechen über persönliche Eindrücke, bewegende Momente auf dem DOCK und darüber, wie sich ein Gespräch mit einem Taxifahrer in eine, im wahrsten Sinne, erstaunliche Richtung entwickelt. Ein emotionaler und ehrlicher Austausch mit zwei Menschen, die Inspiration, Mut und Haltung platzieren. Unbedingt reinhören!
47:57 19.08.2021
Verena Möckel
„Ich mache das alles, weil ich es kann.“ Verena Möckel ist eine der Gründerinnen und Vorständinnen des Hamburger Gabenzaun e.V.. In dieser Folge sprechen wir über die Entstehung des Gabenzauns, die Idee dahinter und wie sich, seit der Pandemie, diese Idee deutschlandweit integriert hat. Verena Möckel ist ganz nah an ihren Gästen dran. So nennt sie die Menschen, denen sie am Gabenzaun begegnet. Ein deutliches Zeichen dafür, wie menschlich und zugewandt diese Frau ist.
48:06 05.08.2021
Axel Mangat
„Wie hält man es gemeinsam aus?“ Axel Mangat ist seit 10 Jahren Leiter der Bahnhofsmission in Hamburg am Hauptbahnhof und trifft dort täglich auf die vielen unterschiedlichen Welten, die in einer Großstadt aufeinanderprallen. Wir sprechen mit Axel über Drogensucht, Obdachlosigkeit und gesamtgesellschaftliche Konflikte. Der gelernte Sozialpädagoge hat lange Zeit mit Jugendlichen im Schwerpunkt Suchtprävention zusammengearbeitet und weiß, dass es sich lohnt einen Blick hinter die Fassade zu werfen. Der Hauptbahnhof ist Anlaufstelle für verschiedenste Persönlichkeiten und Geschichten - jeder bringt seine Eigene mit. Aber wie kann man die unterschiedlichen Welten miteinander vereinbaren und wie kann man es in dieser Gesellschaft gemeinsam aushalten, ohne sich dabei zu verlieren? In diesem Gespräch kommen wir zu keiner endgültigen Lösung, eines ist aber klar: Wenn man sich mit der Gesellschaft beschäftigt, in der man lebt, reicht es nicht aus, nur in der eigenen Blase stattzufinden - auch, wenn es oft leichter fällt. Wer Fragen stellt, bekommt Antworten. Es kann sein, dass diese manchmal unbequem sind, aber warum glaubt ein Mensch, der Weg auf die Straße und in die Abhängigkeit von Suchtmitteln und Drogen, sei die einzige Lösung? Vielleicht Flucht aus der „eigenen Realität“? Was bewegt jemanden dazu, sich zu diesem Schritt zu entscheiden? Können wir Empathie lernen und wenn ja, wie? Axel versucht mit uns, diesen Fragen nachzugehen und spricht so ein Thema an, das uns alle betrifft. Wenn auch nur im Vorbeifahren.
79:15 22.07.2021
Ahmed Mnissi
„Ich bin HIV positiv und dennoch eine Schutzmaßnahme beim Sex.“ Ahmed Mnissi erfuhr 2016 auf einem Städtetrip mit Freund:innen, dass er HIV positiv ist. Eine Diagnose, viele Fragen, viele Emotionen und die Frage der Schuld. Ahmed gibt uns einen ehrlichen und ungeschminkten Einblick in seine Gefühlswelt. Er erklärt uns, was es mit der Nachweisgrenze auf sich hat, warum das Virus nicht vollständig zerstörbar ist, wieso er wegen fehlendem Gefühl zu sich mehrfach am seidenen Faden hing und warum wir genau zu diesem Thema eine Fortsetzung machen sollten. Eine zarte Folge mit einem genügsamen Menschen, von dem wir alle viel lernen können.
68:06 08.07.2021
Merve Aksoy
„Ich möchte lesbisch sein können, ohne dafür diskriminiert zu werden.“ Ein vermeintlich simpler Wunsch, der aber an zu vielen Stellen so noch nicht gelebt werden kann. Im Zuge des Pride Month sprechen wir mit der Schauspielerin und „Actout“ Mitwirkenden Merve Aksoy. Was bedeutet „heterosexuell gelesen“, „pinkwashing“ und "nonbinary“? Welchen Anfeindungen sind queere Menschen täglich ausgesetzt? Welche Kompromisse müssen sie täglich eingehen? Wie funktioniert gute Aufklärung und was können wir dafür tun? Merve spricht mit uns über ihre Erfahrungen, über das weltweit erste, lesbische Datingformat, über den „Shane Faktor“ und darüber, dass Lieben zwar nicht einfacher als Hassen ist, aber immer die richtigere Entscheidung. Eine Folge, in der wir uns anlässlich des Pride Month vergangenen Monat etwas außerhalb der üblichen Stiftungsthemen bewegen.
67:59 01.07.2021
Christoph Marnitz
„Wenn ihr kein Geld habt oder geben wollt, sagt doch einfach mal Hallo!“ Christoph Marnitz ist Projektleiter im Bereich der Obdachlosenhilfe der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung. Auch in diesem Jahr richtet die Stiftung das DOCK „Tage ohne Sorgen“ aus. Wir sprechen mit Christoph über die DOCK Zielgruppe, über den Umgang mit Bedürftigen in unserer Gesellschaft, über Abgrenzung und darüber, wieso Pfandflaschen nicht in den Mülleimer gehören und wieso es, seit Corona, für Obdach-und Wohnungslose noch schwieriger geworden ist, an Trinkwasser zu kommen.
50:06 24.06.2021
Lisa
"Das System kann doch nur gesprengt werden, weil das System mangelhaft ist.“ In dieser Folge sprechen wir mit Lisa über die Kinder- und Jugendhilfe. Was ist paradoxe Intervention? Wie ist die Jugendhilfe aufgebaut? Wie funktioniert Abgrenzung? Lisa gibt uns einen unzensierten Einblick in ihre Arbeit. Wir sprechen über systemische Versäumnisse, über Kinder, die auf der Strecke bleiben müssen, weil es zu wenig individuelle Angebote gibt, über den Kampf gegen Windmühlen und über kleine Meilensteine, die eine ganze Welt bedeuten können. Ein mangelndes Fremdunterbringungs- sowie Therapiesystem - Welche Veränderungen brauchen wir, um hier Verbesserung zu erlangen? Viele Fragen, aber auch einige wichtige Antworten!
79:52 27.05.2021
Susana Pietsch - Teil 2
*Diese Folge birgt Trigger Potential. Achtet auf euch und hört sie euch nur an, wenn ihr euch dazu in der Lage seht* „Seien wir ehrlich, Täterkreise sind super vernetzt! Helfersysteme haben ordentlich Nachholbedarf.“ In dieser Folge setzen wir das Gespräch aus Folge eins mit Susana Pietsch von den „Dolle Deerns“ fort. Wir sprechen über Täter*innenkreise, rituelle Gewalt, Traumafolgen und persönliche und subjektive Erfahrungen. Hierbei geht es darum, ein hoch komplexes Thema niedrigschwellig zu platzieren und thematisieren. Wir tauschen uns aus und teilen unsere Erfahrungen, privat sowie im Arbeitskontext, mit euch. Dies ist kein Fachexpert*innen Dialog.
73:26 13.05.2021
Manuela Szepan
„Wer sagt, in Deutschland muss keiner obdachlos sein, weiß schlicht nicht, wovon er redet.“ Manuela Szepan ist Teil des Teams von Hanseatic Help. Sie ist dort in der Logistik tätig und somit das „Herz“ des Vereins, der 2015 seine Anfänge fand. In dieser Folge kriegen wir einen Einblick in die Arbeit von Hanseatic Help. Wir sprechen über die Herausforderungen in Zeiten von Corona, über Unter- und Überversorgung, gesellschaftliche Versäumnisse, persönlichen Wachstum, Geschichten, die uns anders auf Dinge schauen lassen und darüber, dass Wut und Resignation manchmal sehr dicht beieinander liegen.
62:23 29.04.2021
Maximilian Mann
„Die Wahrheit ist, ja, ich bin voll gefangen im System.“ Manchmal entwickeln sich Gespräche in eine völlig andere Richtung als ursprünglich geplant, aber diese organische Entwicklung sorgt für starken Inhalt und zeigt auf, was uns Menschen umtreibt. Maximilian Mann ist Musicaldarsteller und Moderator. In dieser Folge brechen wir eine kleine Lanze für Künstler*innen in Zeiten von Corona. Wenn Altes wegbricht und Neues noch nicht steht, ist Unsicherheit eine Tatsache, die es auszuhalten gilt. Aber wie genau geht das? Wie gebe ich mir ein Gefühl von Sicherheit, wenn Fragen viel Raum bekommen aber Antworten nicht gegeben sind? Und wie gehe ich richtig mit vermeintlich gut gemeinten Tipps um, die aber eigentlich nur verletzen? Maximilian Mann spricht offen und klar über die aktuelle Lage, über die toxischen Seiten von Social Media und er erzählt uns, wieso er rational Vieles versteht, es aber emotional eben nichts verändert.
74:52 15.04.2021
Steffen Hering
„Ich möchte mal sehen, was Menschen täten, wenn Pflegefachkräfte plötzlich streiken“ Im offenen Gespräch mit Steffen Hering, Mitarbeiter der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung und Projektleiter von Gewalt im Alltag, über die letzte Veranstaltung, die Herausforderungen in Zeiten von Corona, großartige Speaker*innen und die massiven Missstände im Bereich der Pflege und zum Thema Gewalt am Arbeitsplatz.
41:14 01.04.2021
Prof. Dr. Jens Weidner
„Wer Bossing erlebt, erlebt auch, dass die Chance auf Hilfe gering ist. Weil jeder weiß, dahinter steckt unser Boss!“ Prof. Dr. Jens Weidner lehrt Kriminologie und Sozialisationstheorie an der HAW Hamburg. Ein vielseitiger Mensch, der in seiner Tätigkeit die verschiedensten Menschen traf. Darunter zum Beispiel Straftäter und Totschläger, mit denen er arbeitete. In dieser Folge sprechen wir über Aggressionen, Bossing, Mobbing, Hilfestellung für Arbeitnehmer*innen und darüber, wie salonfähig Mobbingstrukturen geworden sind. Welche Beratungsmöglichkeiten Prof. Dr. Jens Weidner anbietet, wie er mit Betroffenen von „Bossing“ arbeitet und was all das auch mit seiner eigenen Geschichte zu tun hat, erfahrt ihr in dieser Folge. Im Rahmen unserer Veranstaltung "Gewalt im Alltag" am 26. & 27. März 2021 hält Prof. Dr. Jens Weidner einen Vortrag zum Thema "Bossing und seine Folgen für das berufliche und private Leben" und wird außerdem an einer Dialogrunde teilnehmen. Mehr Informationen dazu bekommt ihr auf unserer Webseite www.gewalt-im-alltag.de.
54:14 18.03.2021