Show cover of Mal nach den Rechten schauen

Mal nach den Rechten schauen

Ein Podcast zu nationalsozialistischen Kontinuitäten im Recht und in der juristischen Ausbildung

Titel

#11 Schwangerschaftsabbruch - Kontinuitäten der Beschränkung von Selbstbestimmung
Es geht beim Schwangerschaftsabbruch, wie die deutsche Historikerin Gisela Notz sagt, immer auch um die Kontrolle weiblicher Reproduktionsfähigkeit, um die Durchsetzung von Herrschaftsansprüchen und um bevölkerungspolitische Interessen. Das Recht auf Selbstbestimmung beim Schwangerschaftsabbruch war nicht nur während der NS-Zeit begrenzt, sondern diese Beschränkungen reichen viel weiter in die Geschichte zurück und sind auch heute noch spürbar. Anlässlich des Safe Abortion Days veröffentlichen wir eine neue Folge zum Thema Schwangerschaftsabbruch, in der wir mit Valentina Chiofalo und Alicia Baier sprechen. Dabei diskutieren wir nicht nur über die Kontinuitäten der Beschränkung von Selbstbestimmungund die beiden relevanten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Schwangerschaftsabbruch. Wir sprechen auch darüber, wie Betroffene dadurch kriminalisiert werden, dass der Schwangerschaftsabbruch im Strafgesetzbuch geregelt wird und inwiefern die Kriminalisierung die gegenwärtige Versorgungslage in Deutschland beeinflusst und wie eine alternative Regelung aussehen könnte. Moderation und RedaktionLivia Giuliani, Viktoria, Katharina Rödiger, Tom SchnittViktoria und Livia Giuliani Redaktionelle UnterstützungTabasom, Elias Aljoscha Neis ShownotesDirk von Behren, Kurze Geschichte des Paragrafen 218 Strafgesetzbuch, Bundeszentrale für politische Bildung, https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/290795/kurze-geschichte-des-paragrafen-218-strafgesetzbuch/ Derya Binışık, Bevölkerungspolitik unter dem Deckmantel des Lebensschutzes - Zur Geschichte des §218, https://www.gwi-boell.de/de/person/derya-binisik # NoNIPT https://nonipt.de/ Gisela Notz, Perspektiven sexueller Selbstbestimmung in der Familienplanung, https://www.arbeitskreis-frauengesundheit.de/wp-content/uploads/2015/10/2010NotzGisela_Selbstbestimmung.pdf Deutscher Juristinnenbund, Policy Paper 22-26, Neues Regelungsmodell für den Schwangerschaftsabbruch, 08.12.2022, https://www.djb.de/presse/stellungnahmen/detail/st22-26 Valentina Chiofalo, Marlene Wagner, Der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland und der Schweiz - Ein Rechtsvergleich anhand der Autonomiefrage der ungewollt schwangeren Person, cognitio 2022, https://cognitio-zeitschrift.ch/index.php/cognitio/article/view/1266/1148 Valentina Chiofalo, Frauen ohne Privatsphäre, Verfassungsblog, 04.05.2022, https://verfassungsblog.de/frauen-ohne-privatsphare/ Valentina Chiofalo, Identitätspolitik als emanzipatorisches Instrument in der Debatte um den Schwangerschaftsabbruch, Verfassungsblog, 30.06.2022, https://verfassungsblog.de/identitatspolitik-als-emanzipatorisches-instrument-in-der-debatte-um-den-schwangerschaftsabbruch/ Valentina Chiofalo, Mutterschaft als Norm? Schwangerschaftsabbruch aus gleichheitsrechtlicher Perspektive, KJ 56 (2023), S. 18-28. Vera Schürmann, Kompromiss auf Zeit - Das Abtreibungsstrafrecht, der Bundestag und das Bundesverfassungsgericht, Verfassungsblog, 18.10.2020, https://verfassungsblog.de/kompromiss-auf-zeit/ Willi Geiger, Zur Rechtswidrigkeit des Schwangerschaftsabbruchs, FamRZ 1986, S. 1-6. Ulrike Lembke, Schwangerschaftsabbruch in der DDR und BRD, Digitales Deutsches Frauenarchiv, 25.06.2020, https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/angebote/dossiers/30-jahre-geteilter-feminismus/schwangerschaftsabbruch-in-ddr-und-brd BVerfGE 39, 1 - Schwangerschaftsabbruch I BVerfGE 88, 203 - Schwangerschaftsabbruch II
48:40 28.09.23
#10 Völkerrecht und Nationalsozialismus (I)
In welchem Verhältnis stehen das Völkerrecht und Nationalsozialismus zueinander? Welche Völkerrechtler spielten im Nationalsozialismus eine Rolle? Welche Einfallstore für nationalsozialistisches Gedankengut gab es im Völkerrecht? Und wie ging es nach dem Nationalsozialismus damit weiter? Gemeinsam mit dem Völkerrechtspodcast haben wir in dieser Kollaborationsfolge diese Fragen untersucht. Der weitverbreitete Irrglaube, dass das Völkerrecht „das Gute“ darstelle trügt, denn auch das NS-Regime bezog sich auf völkerrechtliche Argumente und Interpretationen. Im ersten Teil dieser Folge haben wir Dr. Felix Lange dabei um Hilfe gebeten und mit ihm die oben angesprochenen Fragen untersucht und diskutiert. Im zweiten Teil dieser Folge gehen wir näher auf einen Artikel zum Humanitären Völkerrecht von Eyal Benvinisti ein, welcher deutlich macht, dass das nationalsozialistische Gedankengut auch noch nach 1945 die Weiterentwicklung des Völkerrechts “beeinflusste”. In beiden Teilen unserer Folge tauchen auch immer wieder die Namen von Carl Schmitt und Hans Kelsen auf – diese beiden Figuren aus dem Völkerrecht werden die Protagonisten unserer zweiten Folge zu Völkerrecht und Nationalsozialismus darstellen, in welcher wir mit Prof. Kreß über die gemeinsame Zeit der beiden an der Universität zu Köln reden werden. LiteraturBenvenisti, Eyal, The Birth and Life of the Definition of Military Objectives, Legal Studies Research Paper Series, Paper No. 4/2022, March 2022. Bertschl, Rudolf, Die Völkerrechtslehre des Nationalsozialismus, Rote Revue: sozialistische Monatsschrift 4/19, S. 154-157. Diner, Dan, Rassistisches Völkerrecht, Elemente einer nationalsozialistischen Wertordnung, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 1/37 (1989), S. 23-56. Rogge, Hinrich, Hitlers Friedenspolitik und das Völkerrecht, Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, 1939, S. 572-576. Schmoeckel, Mathias, Die Sumpfblüte des Völkerrechts im NS. Wechselnde Zwecke der Völkerrechtshistoriographie seit dem 16. Jahrhundert, in: Hermann/Lahusen/Ramm/Saar (Hrsg.), Nationalsozialismus und Recht, Zweite und Dritte Babelsberger Gespräche, 2018. Lange, Felix, Carl Bilfingers Entnazifizierung und die Entscheidung für Heidelberg, ZaöRV 74 (2014), S. 697-731. Lange, Felix, Zwischen völkerrechtlicher Systembildung und Begleitung der deutschen Außenpolitik. Das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht 1945-2002, Forschungsprogramm Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft. InterviewpartnerDr. Felix Lange von der Kolleg-Forschungsgruppe “International Rule of Law, Rise or Decline”  Autor:innenIsabel Lischewski, Sophie Schuberth, Viktoria Moissiadis
34:13 07.07.23
#9 100 Jahre Frauen in juristischen Berufen
Im Jahr 2022 jährte sich die erste Zulassung von Frauen zu juristischen Berufen zum 100. Mal. Wie kam es dazu, dass Frauen aus juristischen Berufen verdrängt wurden und was hat sich in den letzten 100 Jahren hinsichtlich der Stellung von Frauen im juristischen Bereich getan? Inwieweit hat der Nationalsozialismus geschlechterbezogene Diskriminierung in juristischen Berufen aufgegriffen und verstärkt? Welche antifeministischen Strukturen sind auch im 21. Jahrhundert noch aktuell? Als Gesamtchronologie nehmen wir die Entwicklungen des letzten Jahrhunderts Schritt für Schritt in den Blick. Dazu haben wir mit Ulrike Schultz, Stefan Bajohr, Dana-Sophia Valentiner und Doris Dierbach gesprochen. Stefan Bajhor ist im November 2022 verstorben. Wir richten seiner Familie und seinen Freunden unser tiefstes Mitgefühl und Beileid aus. MitwirkendeModeration: Whitney Nosakhare, Lennart Weiß Edit: Nora Auerbach, Elisa Costadura, Livia Giuliani Schnitt: Whitney Nosakhare Interviewpartner:innen: Ulrike Schultz, Stefan Bajohr, Dana-Sophia Valentiner, Doris Dierbach ShownotesGlöckner, Towfigh, Taxler: Geschlechts- und Herkunftseffekte bei der Benotung juristischer Staatsexamen (Zusammenfassung der Studie „Empirische Untersuchungen zur Benotung in der staatlichen Pflichtfachprüfung und in der zweiten juristischen Staatsprüfung in Nordrhein-Westfalen von 2006 bis 2016“) Kohleiss: Frauen in und vor der Justiz: Der lange Weg zu den Berufen der Rechtspflege Valentiner unter Mitarbeit von Bilawa, Beeck, Jacobs: (Geschlechter)Rollenstereotype in Juristischen Ausbildungsfällen 100 Jahre Frauen in juristischen Berufen, Jubiläusveranstaltung im Bundesministerium der Justiz: https://www.bmj.de/SharedDocs/Artikel/DE/2022/0711_DJB.html 100 Jahre Frauen in juristischen Berufen - ein Blick zurück und nach vorn, beck-aktuell: https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/100-jahre-frauen-in-juristischen-berufen-ein-blick-zurueck-und-nach-vorn 100 Jahre Frauen in juristischen Berufen - ein Blick zurück und nach vorn100 Jahre Frauen in juristischen Berufen - ein Blick zurück und nach vor. Deutscher Juristinnenbund (DJB): Juristinnen in Deutschland: Eine Dokumentation (1900-1984) DJB: Juristinnen in Deutschland – Die Zeit von 1900-2003 DJB: Justitias Töchter (Podcast): https://www.djb.de/veroeffentlichungen/podcast-justitias-toechter 100 Jahre Frauen in juristischen Berufen, DJB: https://www.djb.de/100-jahre-frauen-in-juristischen-berufen 100 Jahre Frauen in juristischen Berufen - Eine unvollendete Geschichte, Deutschlandfunk Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/100-jahre-frauen-juristinnen-diskriminierung-100.html Strobl: Frauen im bewaffneten Widerstand Strobl: Jüdische Frauen im Widerstand Röwekamp: Diskriminierung oder Beteiligung? Juristinnen zwischen 1933 und 1945 Ladwig-Winters: Das Ende eines Aufbruchs: Jüdische Juristinnen und Juristinnen jüdischer Herkunft nach 1933 – Minderheitenerfahrung und weibliche Diskriminierung Bajohr, Rödiger-Bajohr: Die Diskriminierung der Juristin in Deutschland bis 1945 Üble Nachlese: https://juristenausbildung.tumblr.com/ Lembke; Valentiner: Magdalene Schoch – die erste habilitierte Juristin in Deutschland Schultz: Juristinnen im Beruf: Statistiken Schultz: Der aufhaltsame Aufstieg der Juristinnen in Deutschland Schultz: Richten Richterinnen richtiger? Zur Frage, ob Frauen die juristische Berufspraxis verändern Schultz: Konstruktion von Weiblichkeit in juristischen Lehrmaterialien. Die staubwischende Hausfrau der „Diamonds are a Girl’s Best Friends“ Schultz; Böning; Peppermeier; Schröder: De jure und de facto: Professorinnen  DankHerzliches Dankeschön an Alexander Dünkelsbühler. 
47:36 07.03.23
#8 Späte Gerechtigkeit? Das Stutthof-Verfahren am Landgericht Itzehoe
Seit dem 19.10.2021 läuft eines der voraussichtlich letzten Strafverfahren wegen NS-Verbrechen vor dem Landgericht Itzehoe. Der Anklagevorwurf: Irmgard F. soll als erste Schreibkraft (sog. Stenotypistin) des Lagerkommandanten des Konzentrationslagers Stutthof Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen geleistet haben. Wir waren vor Ort in Itzehoe und haben uns einen Tag der Hauptverhandlung angeschaut und mit verschiedenen Verfahrensbeteiligten (u.a. mit dem Verteidiger der Angeklagten und einer Vertreterin der Nebenklage) gesprochen. Neben dem Schildern unser persönlichen Eindrücke versuchen wir einige spezifische Aspekte aus dem Gesamtkomplex der strafrechtlichen (Nicht-)Aufarbeitung von NS-Verbrechen herauszugreifen und versuchen diese u.a. mit Hilfe von Prof. Nestler – einem emeritierten Strafrechtsprofessor und ehemaligem Nebenklagevertreter in NS-Verfahren – ein wenig einzuordnen. So beschäftigen wir uns in dieser Folge u.a. mit spannenden aber schwierigen Fragen wie: Warum kommt es erst jetzt zu einer Anklage gegen Irmgard F. und was hat die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hiermit zu tun? Kann auch eine "bloße" Schreibtischtätigkeit den strafrechtlichen Vorwurf der Beihilfe zum systematischen Massenmord begründen? Inwiefern beeinflussen stereotype Rollenbilder unsere Auffassung davon, welche Rolle Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus gespielt haben? Autor*innen: Johannes von Lintig, Merle Bannach, Nora Auerbach Produktion und Schnitt: Whitney-Martina Nosakhare ShownotesOpening Statement der Verteidigung - https://www.gubitz-partner.de/stutthof-prozess-lg-itzehoe-opening-statement-der-verteidigung/ Prozessverlauf - https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Stutthof-Prozess-eine-Chronologie-der-Ereignisse,stutthof232.html Mediabeiträge zum Thema - 50 Jahre keine Strafverfolgung zu Auschwitz - warum erst jetzt wieder? https://youtu.be/kejEHJQYBMk - Zur Strafverfolgung von NS-Verbrechen in jüngerer Zeit: https://youtu.be/Ujt8JmgoceA - Verspätete Gerechtigkeit? – Über die letzten Strafprozesse gegen NS-Verbrecher: https://youtu.be/kVhgCqRhTJQ - Aufseherinnen im Frauen-KZ Ravensbrück Frauen im Gefolge der SS: https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=dira_DLF_058129e5 - Die Justizreporter*innen, Mit 100 vor Gericht - Naziverbrechen verjähren nicht: https://www.ardaudiothek.de/episode/die-justizreporter-innen/mit-100-vor-gericht-naziverbrechen-verjaehren-nicht/swr/93733602/  - Rauschenberger, Renz (Hg.), Henry Ormond - Anwalt der Opfer. Plädoyers in NS-Prozessen, Frankfurt a.M. 2015 - https://www.zis-online.com/dat/artikel/2019_1_1262.pdf - https://www.zeit.de/zeit-magazin/2021/29/nationalsozialismus-taeter-strafverfolgung-juristische-aufarbeitung-nazi-verbrechen - v. Frankenberg, Wie geht die Justiz der BRD mit Nazi-Verbrechen um?, KJ 2018, 137-149 Beiträge zum KZ Stutthof bei Danzig - Grabowska, in: Kuhn (Hg.), Stutthof: Ein Konzentrationslager vor den Toren Danzigs, Bremen 1995 Weiterführende Webseiten zur Strafverfolgung von NS-Verbrechen: - https://nebenklage-auschwitz.de/ - https://zentrale-stelle-ludwigsburg.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite Weiterführende Hinweise zu weiblichen Täterinnen im Nationalsozialismus: - Kompisch, Täterinnen: Frauen im Nationalsozialismus, 2008 - Lower, Hitlers Helferinnen: deutsche Frauen im Holocaust, 2016 - H.Pahlke, Täterinnen im Nationalsozialismus: ein kriminologischer Erklärungsversuch, 2009 - Radonić - Die friedfertige Antisemitin? https://www.youtube.com/watch?v=weewaSgJW44 - Gestern ist Jetzt-Podcast: NS-Täterinnen und "ganz normale" Frauen, https://open.spotify.com/episode/6mWkaKMfj59cfqDW1JrbPP?si=9qcN_ZvCTbSwY_KEbeiL7Q
52:54 11.10.22
#7 Antisemitismus und Recht
Wie wirkt sich Antisemitismus für Juden und Jüdinnen aus? Wie reagiert das Recht auf Antisemitismus? Und kann mit Mitteln des Rechts Antisemitismus bekämpft werden? Das sind Fragen, denen wir in unserer Folge „Antisemitismus und Recht“ nachgehen wollen. Wir sprechen mit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus RIAS und Dr. Reut Yael Paz über alltäglichen Antisemitismus, justizielles Versagen und darüber, was sich aus der Geschichte lernen lässt. ShownotesAG Wuppertal, Urteil vom 05.02.2015 - 84 Ls 50 Js 156/14 - 22/14 Botsch, Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus – Ein historischer Überblick, https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/187412/von-der-judenfeindschaft-zum-antisemitismus/, 2014 Brumlik, Antisemitismus, 2020 Bundesverband RIAS e.V., Handbook for the practical use of the IHRA Working Definition  of Antisemitism, Prepared by the Federal Association of Departments for Research and Information on Antisemitism, November 2020 Coffey/Laumann: Gojnormativität, Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen, 2021 Czollek, Desintegriert Euch!, 2018 Goldenbogen/Kleinmann, Aktueller Antisemitismus in Deutschland – Verflechtungen, Diskurse, Befunde, 2021 Heilbronn/Rabinovici/Sznaider, Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globalen Debatte, 2019 IHRA-Definition: https://www.holocaustremembrance.com/resources/working-definitions-charters/working-definition-antisemitism Jahr, Antisemitismus vor Gericht. Debatten über die juristische Ahndung judenfeindlicher Agitation in Deutschland (1879–1960), 2011 Jerusalem Declaration: https://jerusalemdeclaration.org/ Klug, What do we mean when we say “antisemitism”?, 2013, https://www.jmberlin.de/keynote-was-meinen-wir-wenn-wir-von-antisemitismus-sprechen Lagodinsky, Kontexte des Antisemitismus: rechtliche und gesellschaftliche Aspekte der Meinungsfreiheit und ihrer Schranken, 2013 Liebscher, Sind Juden weiß? Wie Antidiskriminierungsrecht am Antisemitismus scheitert, Völkerrechtsblog, 14.02.2018 Liebscher/Pietrzyk/Lagodinsky/Steinitz, Antisemitismus im Spiegel des Rechts, NJOZ 2020, 897 Lipstadt, Der neue Antisemitismus, 2018 Podcastserie von NSU Watch und VBRG e.V., Folge #22 Antisemitismus und Rassismus als Problem der Strafverfolgungsbehörden Poliakov, Vom Antizionismus zum Antisemitismus, 1992 Steinke, Terror gegen Juden: Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt. Eine Anklage, 2020 Zechlin, Antisemitismus als Rechtsbegriff. Wann ist Israelkritik antisemitisch und wann ist sie es nicht?, KJ Kritische Justiz 54/2021, Seite 31-46
47:24 09.08.22
#6 NS-Spurensuche in Köln
Wusstet ihr, dass es Hakenkreuze am Kölner Dom gibt? Seid ihr euch bewusst, dass ihr bei einem Besuch in der Messe Deutz auf Boden eines ehemaligen Konzentrationsaußenlagers steht? In der 6. Folge von Mal nach den Rechten schauen nehmen euch Klara & Livia mit auf einen Stadtspaziergang durch Köln. Wir sind insgesamt nicht mehr als zwei Kilometer durch die Kölner Innenstadt spaziert. Dabei sind wir einer 1990 verlegten Spur von Künstler Gunter Demnig, dem Erfinder der Stolpersteine, gefolgt, haben Hakenkreuze am Kölner Dom entdeckt und das ehemalige Konzentrationsaußenlager Messe-Deutz besucht. Außerdem waren wir beim ersten verlegten Stolperstein am Kölner Rathaus. Am Beispiel dieser Orte werfen wir juristische Fragen auf, die sich im Kontext ‚Erinnern an die NS-Zeit‘ stellen. Wie sollte das Denkmalschutzrecht mit Relikten aus der NS Zeit umgehen? Ist eine Informationspflicht hierüber sinnvoll? Können antisemitische Darstellungen eine Beleidigung nach dem StGB darstellen? Die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Zeit spielte in unserer Ausbildung keine Rolle. Die strafrechtliche Aufarbeitung und Entschädigung von Opfern von Orten wie der Kölner Messe ist jedoch noch immer unvollständig und somit aktuell relevant. Wir sprechen unter anderem dazu hoch oben auf den Türmen (Fialen) des Kölner Doms mit Matthias Deml, Kunsthistoriker und Pressesprecher der Kölner Dombauhütte und mit Dr. Karola Fings, ehemalige stellvertretende Leiterin des NS-Dokumentationszentrums in Köln (ein Besuch lohnt sich!) und Forscherin an der Forschungsstelle Antiziganismus an der Uni Heidelberg. Sie war Teil der Projektgruppe Messelager, die die Geschichte des Messelagers erforschte und nahm die Recherchen vor, die zur Verlegung der von uns gefolgten „Spur“ führten. Das LVR-Amt für Denkmalpflege beantwortete uns einige rechtliche Fragen schriftlich. Vielen Dank an alle Beteiligten. Was habt ihr auf euren Spaziergängen herausgefunden? Was denkt ihr zu den aufgeworfenen Fragen des Denkmalschutzrechts? Verlinkt uns & wir diskutieren gerne mit euch darüber. #MalnachdenRechtenSchauen Redaktion/ModerationLivia Giuliani Klara Miran Ipek KorrekturenDie Spur von Gunter Demnig wurde 1990 verlegt, nicht 1980, wie erwähnt. Im Lagerkomplex der Kölner Messe befand sich neben dem KZ Außenlager Buchenwald auch ein Kriegsgefangenenlager, ein Polizeihilfsgefängnis der Gestapo sowie Lager für zivile Zwangsarbeiter:innen. Die von uns im Podcast genannten Spekulationen der Zahlen zu KZ-Häftlingen beziehen sich auf alle Lager gemeinsam. Die Zahl der Häftlinge, die im KZ-Außenlager waren, ist bekannt und beläuft sich auf rund 6000 (Fings 1996, S. 56). Insbesondere die Zahl der Häftlinge im Gestapolager am Tanzbrunnen ist jedoch schwer zu bestimmen. Shownoteshttps://www.malnachdenrechtenschauen.de/podcast/6-ns-spurensuche-in-koeln/ "Hohenzollernbrücke, Cologne", by glasseyes view, CC-BY-SA 2.0
35:07 04.02.22
#5 Zivil(un)recht: Zivilrechtsprechung in der NS-Zeit – Ein Interview mit Georg Falk
In der fünften Folge des Podcast geht es um die Frage, wie anfällig Rechtsanwendung für Missbrauch und Vereinnahmung durch Ideologien ist. Anschauungsobjekt soll dabei das Zivilrecht sein. In besonders drastischer und nachhaltiger Weise wurden Rechtswissenschaft und Rechtsprechung in der Zeit des Nationalsozialismus beeinflusst. In dieser Zeit entstand ein staatliches System der Entrechtung und Verfolgung ganzer Personengruppen. Die Rechtsordnung spielte eine entscheidende Rolle bei der Verfestigung und Etablierung dieser Politik. Wie verhielt sich hierzu das Zivilrecht? In der Nachkriegszeit hielt sich lange der Mythos einer standhaften Zivilrechtsprechung. Ist diese Auffassung aber zutreffend? Der Gast unserer Folge, Dr. Georg Falk, hat sich im Rahmen eines Forschungsprojekts näher mit der Rechtsprechung im OLG-Bezirk Frankfurt a.M. in der NS-Zeit befasst. Die Publikation „Willige Vollstrecker oder standhafte Richter?“, deren Mitverfasser unser Gast ist, stellt Gerichtsentscheidungen dar, die charakteristisch für die damalige Zeit stehen. Neben unauffälligen und teils mutigen Entscheidungen stechen auch Fälle heraus, in denen NS-Ideologie zur Richtschnur der gerichtlichen Entscheidung wurde. Anhand von zwei Beispielsfällen soll gezeigt werden, wie sich die Einbindung der NS-Ideologie konkret vollzog. Die Fälle verdeutlichen (wie im Fall Alice Biow), dass Entrechtung und Diskriminierung im Alltag oftmals der Vertreibung und Ermordung verfolgter Personen vorausgingen. Alice Biow verlor 1938 einen Zivilprozess. 1942 wurde diese zusammen mit ihrer jüngeren Schwester in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und ermordet. Diese Fragen sind höchst aktuell. Zwar hat sich die Rechtsprechung nach 1945 gewandelt und orientiert sich heute am Verfassungsverständnis des Grundgesetzes. Hindert dies aber in jedem Fall eine Vereinnahmung durch bestimmte politische Ideologien? Wie kann die Ausbildung auf diese Herausforderungen reagieren? Kann Rechtsprechung überhaupt objektiv und neutral sein? Wie so oft erweist sich der Blick in die Vergangenheit als erkenntnisreich. ShownotesFalk, Georg D. / Stump, Ulrich / Hartleib, Rudolf H. / Schlitz, Klaus / Braun, Jens-Daniel: Willige Vollstrecker oder standhafte Richter? Die Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main in Zivilsachen von 1933 bis 1945, Historische Kommission für Hessen, Marburg 2020. Gruenewaldt, Arthur von: Die Richterschaft des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Personalpolitik und Personalentwicklung, Tübingen 2015. Rüthers, Bernd: Die unbegrenzte Auslegung. Zum Wandel der Privatrechtsordnung im Nationalsozialismus, 8. Auflage, Tübingen 2017. Schröder, Rainer: „...aber im Zivilrecht sind die Richter standhaft geblieben!" Die Urteile des OLG Celle aus dem Dritten Reich, Baden-Baden 1988. Staff, Ilse: Justiz im Dritten Reich. Eine Dokumentation, Frankfurt a.M. 1964. Weitere lesenswerte Beiträge, insbesondere zu den Fallbesprechungen, auf unserer Homepage! Quellen und Lizenzen:Folgenbild: Überarbeitete Version von „Frankfurt am Main: Gerichtsstraße 2 (Gebäude B des Landgerichts), von Südosten gesehen“ von Roland Meinecke, veröffentlicht unter GNU-Lizenz (https://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html (5.1.2021)). Kapitelbild „Volksempfänger“: Quelle &Lizenz unter https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ve301w.jpg
42:36 08.01.22
#4 Palandt umbenannt!
Palandt umbenannt! Otto Palandt war ein hochrangiger Nazi-Funktionär. Ab 1934 war er Leiter des Reichsprüfungsamtes und hat in dieser Funktion die juristische Ausbildung im Sinne des Nationalsozialismus verändert. Nach ihm ist der wichtigste Zivilrechtskommentar zum BGB aus dem Hause Beck benannt -  bis jetzt. Nach fast 5 Jahren seit der Gründung der Intiative Palandt umbennenen kündigte der Beck Verlag nun an „Namen von Juristen, die in der NS-Zeit aktiv waren, werden auf den Titeln nicht beibehalten“. Wir haben Janwillem angerufen um mit ihm über diese Entwicklung zu sprechen. Diese Folge ist ein Update zu Folge 1 „Jura umbennenen!“. Shownotes:   Pressemitteilung C.H. Beck Verlag http://www.presse.beck.de/home/chbeck-wird-werke-aus-seinem-verlagsprogramm-umbenennen.aspx   Initiative Palandt umbenennen https://palandtumbenennen.de   MNDRS Folge 1 „Jura umbennenen!“ https://www.malnachdenrechtenschauen.de/podcast/jura-umbenennen/   ZEIT Online https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fgesellschaft%2F2021-07%2Fotto-palandt-verlag-umbenennung-gesetzbuch-werke-ns-juristen-nationalsozialismus   Süddeutsche Zeitung https://www.sueddeutsche.de/politik/justiz-nationalsozialisten-beck-verlag-ehrung-1.5364430 Moderation und RedaktionJonas und Whitney Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
14:33 04.08.21
#3 Widerstände. Fritz Bauer, ein unbequemer Mahner
In unserer dritten Folge von ‚Mal nach den Rechten schauen‘ blicken wir auf das turbulente und spannende Wirken des Juristen Fritz Bauer. Als jüdischer Sozialdemokrat wird Fritz Bauer von den Nationalsozialisten festgenommen und kann später ins Exil nach Dänemark entkommen. Er überlebt den Krieg und kehrt 1949 zurück nach Deutschland, wo er schließlich als Generalstaatsanwalt in Frankfurt die Auschwitz-Prozesse initialisiert. Mit seinem Einsatz für die rechtliche Aufklärung der NS-Verbrechen schreibt er Geschichte. Doch trotzdem ist er vielen Jurastudent:innen heute unbekannt. Deswegen haben Elisa, Whitney und Nora Ronen Steinke eingeladen, um gemeinsam mit ihm Fritz Bauer und sein Denken in Erinnerung zu rufen. Ronen Steinke ist Jurist, Autor und Journalist und hat sich in seinem Buch ‚Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht‘ intensiv mit der Lebensgeschichte einer der wichtigsten Jurist:innen des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt. ShownotesLesetipp: Fritz Bauer – „Kampf um des Menschen Rechte“ Lesetipp: Buch von Ronen Steinke “Fritz Bauer: oder Auschwitz vor Gericht” bei Piper erschienen Lesetipp: Fritz Bauer 1903-1968 – The prosecutor who found Eichmann and put Auschwitz on trial von Irmtrud Wojak https://www.topographie.de/ausstellungen/sonderausstellungen/#c6537 https://www.fritz-bauer-institut.de/audioarchiv/das-unverstehbare-verstehen-der-holocaust-und-die-rechtsgeschichte Fritz Bauer - Generalstaatsanwalt. Nazi-Jäger | Dokumentation Fritz Bauer im Frankfurter Kellerklub 1964 Infotipp: Das Frankfurter Fritz Bauer Institut hat unterschiedliche Publikationen von und über Fritz Bauer herausgegeben Lesetipp: Alexander Kluges Buch “Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter: 48 Geschichten für Fritz Bauer” Filmtipp: Der Staat gegen Fritz Bauer. Mit fiktionalen Momenten Lesetipp: Arno Lustiger: Zum Kampf auf Leben und Tod. Das Buch vom Widerstand der Juden 1933–1945 Moderation und RedaktionElisa, Whitney und Nora Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
46:28 08.07.21
#2 Weggefallen. Zur Geschichte des § 175 StGB
Schlägt man den § 175, welcher homosexuelle Handlungen von Männern unter Strafe stellte, im Strafgesetzbuch heute auf, findet sich dort nur noch ein einziges Wort: „weggefallen“, denn der Tatbestand wurde 1994 aufgehoben. Welche Geschichte hinter dem Wort „weggefallen“ jedoch eigentlich steckt, möchten wir in unserer zweiten Folge besprechen. Hinterfragen werden Tabasom und Viktoria dabei vor allem, was der Paragraph für Betroffene bedeutete, wieso der Straftatbestand nach 1933 verschärft und auch erst 1994 gestrichen wurde. Mit unserem Interviewpartner Georg Härpfer, ehemaliges Vorstandsmitglied der Bundesinteressenvertretung Schwuler Senioren, werden wir zudem näher auf das Rehabilitierungsgesetz von 2017 eingehen und die Frage diskutieren, wieso es so lange dauerte, Betroffene zu rehabilitieren. Shownoteshttps://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006389.html umfangreiche Literaturauswahl des BiSS: http://www.offene-rechnung.org/literatur-zum-thema/ https://schwuleundalter.de https://mh-stiftung.de Moderation und RedaktionTabasom und Viktoria Fragen und Anmerkungen zur FolgeTwitter: @MNDRSpodcast E-Mail: info@malnachdenrechtenschauen.de Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
40:44 02.05.21
#1 Jura umbenennen! Oder zumindest den Palandt
Jura umbenennen - oder zumindest ein paar Kommentare... In der ersten Folge unseres Podcasts "Mal nach den Rechten schauen" beschäftigen wir uns mit einer Person, an deren Namen man schon in der juristischen Ausbildung nicht vorbeikommt: Otto Palandt. Nach ihm ist der wichtigste Zivilrechtskommentar zum BGB aus dem Hause Beck benannt. Was jedoch viele nicht wissen: Otto Palandt war ein hochrangiger Nazi-Funktionär. Ab 1934 war er Leiter des Reichsprüfungsamtes und hat in dieser Funktion die juristische Ausbildung maßgeblich im Sinne des Nationalsozialismus verändert. Wie kann das sein? Und wie hat Otto Palandt die juristische Ausbildung verändert? Das wollen wir besprechen mit Janwillem van de Loo von der Initiative "Palandt Umbenennen". Quellen (Auswahl) und Links: Initiative Palandt Umbenennen: https://palandtumbenennen.de/ Auf der Seite der Initiative findet sich eine ziemlich vollständige Literaturliste mit weiteren Quellen: https://palandtumbenennen.de/presse/ Rechtshistorischer Podcast der Uni Trier: https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/ZIV008/11palandt.mp3 Festschrift des Beck-Verlags zur 75. Auflage des Palandt (2016): https://rsw.beck.de/docs/librariesprovider57/default-document-library/palandt-festschrift_zur_75-_auflage.pdf Moderation und RedaktionElisa und Jonas Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
42:38 20.02.21
Intro: Mal nach den Rechten schauen
Willkommen beim Podcast „Mal nach den Rechten schauen“. Wir fragen nach Kontinuitäten der NS-Zeit im Recht und in der juristischen Ausbildung. Wir widmen uns den Lücken in der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und dem Umgang von Behörden und juristischen Fakultäten mit regimetreuen Jurist*innen. Wir stellen dar, wie nationalsozialistische Rechtsvorstellungen implementiert wurden. Wir decken auf, an welchen Stellen auch heute noch nationalsozialistisches und damit rassistisches, antisemitisches, sozialdarwinistisches Gedankengut im deutschen Rechtssystem konserviert wird. In jeder Folge untersuchen wir ein Thema. Es geht um unseren Sprachgebrauch, feministische Perspektiven auf das Recht, die Biografien und Widerstandshandlungen antifaschistischer Jurist*innen damals und heute. Die Fragen nach der Rolle des Rechts im NS und den auch personellen Kontinuitäten war lange Zeit eine unbeachtete Randnotiz. Habt ihr im Studium ein Seminar zur Rolle des Rechts im NS besucht? Bei uns: Fehlanzeige. Ein angemessener Umgang mit Maunz oder Palandt? - Negativ. Gerade im etablierten rechtswissenschaftlichen Diskurs begegnet die Frage nach den Überbleibseln der NS Diktatur in Recht und Gesellschaft erheblichen Vorbehalten. Gerne schweigt der rechtswissenschaftliche Diskurs. Wir vom Podcast „Mal nach dem Rechten schauen“ wollen dieses Tabu brechen. Wir sind praktizierende und angehende Jurist*innen und laden Euch ein mit uns die Leerstellen aufzuspüren. Schön, dass du zuhörst.
03:34 11.02.21

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