Show cover of Druckausgleich

Druckausgleich

Der Storypodcast über den Berufsstart in der Medienbranche, die Kunst der Prokrastination und gegen den Druck, alles und ständig perfektionieren zu müssen. Druckausgleich ist ein Podcast des journalists – dem Magazin für Journalist*innen in Deutschland

Titel

Wir kommen in den Schnitt, in die Onlineredaktion, zur Tonaufnahme, den Jurist:inenn oder der IT – und zack, kommt es zu Reibungen. Wohl kein einziger Journalist:in kann heutzutage komplett auf sich alleine gestellt arbeiten, an jeder Ecke haben wir mit anderen Gewerken und Fachleuten zu tun. Doch am Ende tragen oft diejenigen, die sich um die Inhalte kümmern die Verantwortung – und werden ihr nicht gerecht. So erleben es auch Luca und Annkathrin. Immer wieder haben die beiden Druckausgleich-Hosts an sich selbst oder Kolleg:innen Verhaltensweisen beobachtet, die auch aus Überforderung oder der am Ende machtvolleren Position heraus entstanden sein können. Gerade im Schnitt – wenn sich entscheidet, wie gut eine monatelang recherchierte und produzierte Geschichte wird – wird das besonders deutlich. Denn wenn (junge) Medienschaffende hier nicht ausreichend Verantwortung übernehmen, werden die Tage schnell 16 Stunden lang, Cutter:innen frustiert und Projekte schlechter als notwendig. Doch wie umgehen mit dem Druck, den Erwartungen und all den Anforderungen? Luca und Annkathrin betrachten sich selbst kritisch, aber fragen auch die Gegenseite: Wie können wir es besser machen?

30.11.25 • 57:41

Während Unruhen, Wirschaftskrise(n) und Stadtbild-Debatten den medialen Alltagspessismus so beständig füttern, als wäre er eine übergewichtige Hauskatze, versuchen Luca und Annkathrin in dieser Folge, auf die Pausetaste der Welt zu drücken und nach vorne, aber auch wohlwollend zurückzuschauen. Denn: Druckausgleich wird 50! Im fünften Jahr, nach 49 Folgen voll Auf's und Ab's, (mehr oder weniger) strukturiertem und (manchmal) konstruktiven Gemecker, blicken die beiden Hosts gemeinsam mit gern gehörten Gesprächspartner:innen zurück: Was hat sich getan? Wo stehen sie heute und wieso? An welchen Stellen können junge Journalist:innen schon nach einigen Jahren im Beruf sanfter mit sich sein – und wo lohnt sich der Biss? Diesen kleinen und manchmal eben doch ganz großen Fragen gehen Luca und Annkathrin nach. Außerdem versuchen sie herauszufinden, ob Chefredakteur Matthias Daniel überhaupt existiert, wenn ja wo und ob es jetzt ein neues ARD-Format gibt, das Luca so gern und intensiv empfiehlt, dass es sich zum neuen Traumjob-Projekt des Podcast-Duos entwickeln könnte. Aber keine Sorge: Das alles heißt noch lange nicht, dass dieser Rückblick auch ein Abschied ist …

02.11.25 • 62:23

Kommentare löschen oder verbergen, die Netiquette verlinken – mehr ist Community Management doch nicht, oder? Zumindest herrscht dieses Klischeebild in vielen Köpfen vor. So auch bei Luca, der sich in dieser Woche eines Besseren belehren lassen will. Denn, wie auch in dieser Folge die Gesprächspartner:innen und selbst die Wissenschaft zeigen: Unzureichende Betreuung, ungewöhnliche Arbeitszeiten und teilweise extremen mentalen Belastungen gehören zur Normalität für Community Manager:innen. Doch die Empathie dafür fehlt gerade vonseiten der Redaktionen und Autor:innen häufig, wie auch Annkathrin zugeben muss. Das alles findet die seinen traurigen Höhepunkt in fragwürdigen Stellenausschreibungen, in deren Ende doch Nachwuchskräfte, Werkstudierende oder gar unterbezahlte Praktis die Hauptverantwortung für tausende Kommentare am Tag tragen. Wie kann das sein? Gibt es überhaupt Raum (und Geld) für Senior-Positionen? Und warum brauchen wir die für guten Journalismus unbedingt? Das wollen die beiden Druckausgleich-Hosts in dieser Folge herausfinden.

28.09.25 • 57:54

In der Medienbranche wird gerne und viel Diversität gefordert. Dazu gehört auch immer mehr die Neurodivergenz: autistische Kolleg:innen oder jene mit ADHS sollen Einzug in die Redaktionen halten. Super – oder? Naja. Was häufig in der Rechnung fehlt: das Bewusstsein darüber, dass Neurodivergenzen in Teams auch bedeuten, dass eventuell nicht alles gleich für alle funktioniert. Geräuschempfindlichkeit, Probleme mit unausgesprochenen, sozialen Regeln, Herausforderungen in der Kommunikation oder der Selbstorganisationen sind nur einige Beispiele für meist unsichtbare Schwierigkeiten, die neurodivergente Kolleg:innen oft haben. Wie gut funktioniert es, das in Häusern oder Projektteams anzusprechen? Danielle Dörsing tut genau das regelmäßig, seit sie als Volontärin in verschiedenen Redaktionen arbeitet. Immer wieder selbstoffenbaren, Aufklärungsarbeit, Missverständnisse ausräume – das kostet Kraft. Auch Manuel Stark tut dies seit Jahren. Denn anders als die beiden hat sich die Branche wenig bis gar nicht auf neurodivergente Menschen eingestellt. Es gibt kaum spezielle Förderungen, keine Preise – aber was gibt es dann? Werden Neurodivergenz, ihre Stärken überhaupt ernst genommen? Oder bleibt es bei Tokenism?

12.07.25 • 61:21

Lokaljournalismus ist antiquiert, verstaubt, Kaninchenzuchtverein-Berichterstattung – so das Klischee. Was ist da noch dran? Auf der Spurensuche begeben sich Annkathrin und Luca nach Erfurt. Bei der CORRECTIV.Lokal-Konferenz 2025 kommen so viele junge, motivierte Medienschaffende zusammen wie selten im Land. Der perfekte Ort also, um sich umzuhören: Was macht Lokaljournalismus noch attraktiv für den Nachwuchs? Mehr als einmal wird das Druckausgleich-Team von den Antworten überrascht – und motiviert. Denn in einem sind sich alle einig: Es gibt mehr als zu tun für unsere Demokratie, unseren Zusammenhalt, die strukturellen Probleme auch in vermeintlich kleineren Kosmen. Und glücklicherweise mehr als ein Vorbild dafür, wie man Erfüllung, Karriere und stabile Jobs auch im Lokalen findet – trotz komplizierter(er) Rahmenumstände.

12.05.25 • 65:45

Nein, das ist nicht der schlechteste Cliffhanger der Welt. Druckausgleich lebt und atmet natürlich – es geht uns gut, und niemand will den Podcast beenden! Doch so eindeutig, wie wir das sagen können, ist es leider oft nicht. Wenn die Stimmung im Team kippt, sich die Kürzungsmitteilungen häufen und nicht mal mehr die Konzernspitze weiß, wohin der Tanker gesteuert werden soll – ja, dann ist es manchmal auch für junge Medienschaffende an der Zeit, langsam mal auf Jobausschreibungen zu schielen. Doch was so leicht klingt, ist in der Realität alles andere als einfach. Das weiß Annkathrin aus erster Hand. Sie erinnert sich noch gut an das “Townhall-Meeting”, das sich im Nachhinein als nichts anderes als eine Massenkündigung entpuppte – voller Kalkül, mit wenig bis gar keiner Empathie. Das saß. Auch Malina Florentine Sternberg war vor Kurzem in einer ähnlichen Situation. Obwohl sie selbst schon lange spürte, dass die Umstände nicht mehr passten, blieb die Hoffnung: Irgendwann kommt hier – bei diesem Sender / in diesem Verlag / mit diesem Format – mein Durchbruch! Gemeinsam mit ihren Gesprächspartner:innen wollen Luca und Annkathrin herausfinden: Wann ist der richtige Zeitpunkt, zu gehen? Und wie kann man es „gesund“ tun?

30.03.25 • 52:41

Der Anbieter hat bisher keine Beschreibung dieser Folge zur Verfügung gestellt.

02.03.25 • 60:47

Ein neues Jahr, ein neuer Blick auf unsere Finanzen. Was haben wir 2024 verdient? Annkathrin und Luca legen nicht nur ihren eigenen Verdienst offen, sondern haben auch wieder eine Umfrage gestartet – und, klar, die Ergebnisse wieder sehr ernüchternd. Doch dieses Mal liegt das nicht nur an den blanken Zahlen. Es ist aber etwas komplizierter als das. Denn wer über Gehalt reden, muss auch über fehlende Erhöhungen, Inflationsausgleiche, Vertragsmodelle und Mehrarbeit sprechen. Genau das wollen die beiden Podcasts-Host tun. Und holen sich dafür auch Unterstützung von denen, die finanziell kaum weiter kommen können – und jenen, die das System ausgedribbelt zu haben scheinen – oder...? Während Luca sich dieses Jahr finanziell ans sichere Ufer retten will, zweifelt Annkathrin daran, dass "viel verdienen" im (freien) Journalismus für alle richtig möglich ist.

26.01.25 • 63:07

Zum Ende des Jahres stehen die Zeichen der Welt weiterhin auf Weltuntergang. Bei allem Idealismus, bei aller Motivation, mit Berichten die Zustände ein klein wenig zu verbessern: Wer soll da denn durchhalten? Medienschaffende jedenfalls nicht, glaubt zumidenst so langsam das Druckausgleich-Duo. Zwischen Burnout und News-Burnout versuchen sie sich momentan einfach bis zum Ende des Jahres zu retten. Denn selbst Stephan Weichert, Resilienz-Coach und Medienwissenschaftler, sagt: "So schlimm wie jetzt war es noch nie." Zudem werden neue Zahlen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention öffentlich, die nahelegen, dass fast ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland an Depressionen erkrankt war oder noch ist. Was also tun? Wie sich durchbeißen? Luca und Annkathrin begeben sich auf die Suche nach dem Pauseknopf – und lassen in der letzten Folge des Jahres nochmal ordentlich Dampf ab.

01.12.24 • 63:59

Jeden Sonntagabend plant Annkathrin ihre Woche – und scheitert häufig daran, diesen Plan dann erfolgreich umzusetzen. Kaum auszudenken, da eine langfristige Zukunftsplanung Haus, Baum, Hund anzugehen. Gleichzeitig fangen inner- und außerhalb der Branche viele genau damit an – während die andere Hälfte zwischen Reformbeschlüssen, fehlenden Einnahmen und Kurzarbeit um die eigene Karriere fürchtet. Woher kommen diese krassen Unterschiede? Das will Luca vor allem von Leonie Sontheimer wissen. Als freie Filmautorin hat es es einfach gewagt (!), aus Berlin in den Süden von Deutschland zu ziehen. Wie hat sich das auf ihre Auftragslage ausgewirkt? Während Leonie in den Bergen ihr Glück zu finden scheint, berichtet Druckausgleich-Hörer Gianluca davon, für weitere Lebenssschritte den Job als Journalist aufgeben zu müssen. Wie passt das zusammen? Erstmals in der Druckausgleich-Geschichte nehmen Luca und Annkathrin die K-Frage in den Mund und gehen der Sache auf den Grund: Geht das im Journalismus überhaupt mit der Lebensplanung?

27.10.24 • 64:58

Sechs Jahre lang hat Helene Reiner die News-WG auf Instagram entwickelt, aufgebaut, täglich mit Inhalten gefüllt. Doch seit Kurzem ist Schluss damit – und Helene zieht weiter. Warum würde man so einen Job aufgeben? Und wie geht es Helene mit ihrer Entscheidung? Für Luca und Annkathrin ist diese Entscheidung nicht nur beeindruckend, sondern auch ein wenig angsteinflößend. Zeit, dass sie sich selbst fragen: Wie plant man eigentlich eine Karriere? Wann sollte man weiterziehen? Und wie spürt man, ob es die richtige Entscheidung ist, zu kündigen? Im Gespräch mit Helene, aber auch Druckausgleich-Hörern wird deutlich: Es gibt mehr als einen Weg, die eigene Karriere zu managen – aber auch mehr als eine Angst, was am Ende einer Kündigung auf uns wartet.

29.09.24 • 57:52

Es ist diese eine Idee, die krasse Recherche, die dich nicht mehr los lässt – doch deine Vorgesetzten wollen nicht dafür bezahlen. Und jetzt? Für Luca war die Antwort 2023 klar: Er zieht alleine los, bezahlt Recherche und Produktion selbst. Verkaufen kann man ja danach noch…? Doch viele – so auch Annkathrin – würden sich das wohl kaum trauen. Oft ist die Angst zu groß oder das finanzielle Polster zu klein. Bedeutet das, dass wir also einfach weiter abhängig von Redaktionen und unwilligen Vorgesetzten sind? Selbst wenn potentiell riesige, wichtige Recherchen somit dann ein bloßer Traum bleiben? Jonas Seufert ist jemand, der das so nicht akzeptieren kann. Mit Autorenteams, Stipendien und viel Überzeugungsarbeit schafft er es immer wieder, an großen Projekten zu arbeiten - und trotzdem noch ein Gehalt rauszubekommen. Doch wie viel Aufwand ist das wirklich? Und wie viel Journalismus bleibt in der Arbeit noch übrig, wenn man den ganzen Tag mit Anträgen und Finanzierung beschäftigt ist?

25.08.24 • 56:02

Zwischen Micromanaging durch Vorgesetzte, unzuverlässige Produktionsfirmen und einer (gefühlt untergehenden) Demokratie haben Annka und Luca derzeit keinen Nerv mehr, über das bloße Minimum heraus tätig zu sein. (Noch?) Weit entfernt vom Burnout, fällt es den beiden trotzdem schwer, Motivation zu finden. Sind sie damit alleine? Und mit wem können sie darüber reden? Beim Austausch mit anderen in ähnlichen Lagen finden sie die offensichtlichen Lösungen: mit Freund:innen und Familie sprechen, mit ehemaligen oder aktuellen Kolleg:innen. Doch was, wenn das nicht reicht? Hier setzt die Helpline von Netzwerk Recherche an. Sie soll mehr sein als nur ein Ort für akute Notfälle: ein weiteres Instrument für den Weg zur mentalen Gesundheit. Kann das klappen?

13.07.24 • 47:25

DORT?! WIR?! NIEMALS! Solche Aussagen sind schnell getätigt, wenn beim Feierabendbierchen halb-ernst gefragt wird, ob man denn nicht bei der BILD anheuern würde. Annkathrin und Luca haben dazu eine eindeutige Antwort und Meinung – eigentlich. Denn in dieser Folge merken sie: Die Praxis ist (mal wieder) deutlich komplizierter, als die Theorie klingt. Denn was ist mit jungen Journalist:innen, die nach Praktika zum Anpacken suchen? Mit renommierten Kolleg:innen, die bei Springer gelernt oder gearbeitet haben? Oder Führungskräften, die versuchen, die Veröffentlichungen von Innen heraus zu verbessern? Kann das alles die oft ethisch fragwürdige Berichterstattung der BILD aufwerten? Im Gespräch mit dem früheren BILD-Redakteur Philipp Blanke wird Luca klar: Hinter der Gretchen-Frage der Medienwelt steckt deutlich mehr, als der erste Impuls der beiden Hosts vermuten lässt.

26.05.24 • 55:45

Die glorreichen Kriegsjournalismus-Zeiten, mit gezeichneten Haudegen und ihren Geschichten aus den Gräben sind vorbei – oder? Wenn eine (weitere) Krise ausbricht, sind es jetzt oft junge Kolleg:innen, die darin ihre Chance als Reporter:innen sehen. Selbst in Universitäten scheint der neue alte Berufswunsch wieder hochzukommen. Doch ist das nicht leichtsinnig? Oder braucht es wirklich eine neue Generation junger Auslandsjournalist:innen? Das fragen sich nicht nur Luca und Annkathrin – sondern sprechen mit denen, die früh in ihrer Karriere den Sprung gewagt haben: Stella Männer berichtet bei Druckausgleich über ihr Leben in Beirut, ihre Arbeit in einem Krisenland – und den oft nicht sichtbaren Preis, den sie dafür zahlen muss. Auch Samuel erklärt, warum das nicht jede:r hätte mal machen können.

28.04.24 • 59:45

Liebe Branche – habt ihr schon mal von quiet qutting gehört? Einige Vorgesetzte im Journalismus anscheinend noch nicht, wenn man sich ihren Führungsstil ansieht... Aber: Niemand hat jemals behauptet, dass Top-Journalist:innen auch tatsächlich gute Führungskräfte sind. Leider. Doch woran liegt das? Warum werden sie nicht auf diese teilweise komplett neuen Jobs vorbereitet? Luca und Annkathrin begeben sich auf eine (nicht ganz einfache) Spurensuche und wollen wissen, wie gute Journos auch gute Chef:innen sein könnten – und was passiert, wenn sie es nicht sind. Dafür sprechen sie mit einer Coachin, die für guten Führungsstil im Journalismus kmpft – und Svea, die eigentlich anders heißt, und als Volontärin oft als Erste spürt, wenn Vorgesetzte alles auf ihrem Team abwälzen.

31.03.24 • 56:16

"Ihr seid gekündigt". Für die meisten Arbeitnehmer:innen wäre das wohl hart zu hören. Aber nur wenige Monate, Wochen, gar nur vier Tage nach Jobbeginn? Als Nachwuchstalent? Bei einer Zeitung, die dich eigens ins Team geholt hat? Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, ging es bei der Kündigung von Maxi Arnhold, Jana Ballweber und Yağmur Ekim Çay wohl um mehr als nur ihre eigene Personalien. Nur wenige Tage vor ihrer völlig überraschenden Kündigung hat die Belegschaft der Frankfurter Rundschau nach langem Tarifkonflikt gestreikt – ohne die drei, da sie sich noch in der Probezeit befanden und es nicht riskieren wollten. Am 7. Dezember erhalten sie ihre Kündigung. Für die drei jungen Journalist:innen ist das ein klares Zeichen. Mit Luca und Annkathrin sprechen sie das erste Mal über den emotionalen Druck, den Schock und was ihre Kündigung über unsere Branche aussagt.

03.03.24 • 64:55

Neue Ziele fürs Jahr, Bilanz ziehen fürs alte – Annkathrin steckt noch mittendrin im Jahreswechsel-Chaos. Zwischen all den Zahlen und persönlichen Rückblicken wollen die beiden Druckausgleich-Hosts nicht die Chance verpassen, zu erfahren: Was haben wir eigentlich alle 2023 verdient? Gesagt, getan: Eine Umfrage in der Community liefert exklusive Zahlen, Einblicke und spannende Erkenntnisse. Mit über 100 Antworten (!!!) von (jungen) Journalist:innen wollen Luca und Annkathrin Licht in den Gehalts-Dschungel bringen. Außerdem fragen sie Expert*innen aus Gewerkschaft und Selbstständigkeit, wie ein gutes Gehalt aussehen soll – und wie wir alle 2024 mehr und stabiler verdienen können.

28.01.24 • 62:31

Die Grenzen zwischen Journalismus machen, „Content kreieren“ und Business-Gründung verwischen immer weiter. Aber ist jetzt wirklich der Zeitpunkt, um als junger Journalist oder Journalistin komplett auf sich gestellt durchzustarten? Zumindest für Luca fühlt es sich derzeit so an. Denn gerade in den Momenten, in denen er am engsten mit Redaktionen zusammenarbeitet, deren (und die eigenen?) Probleme oft am deutlichsten. Doch Annkathrin bleibt skeptisch: Ist es besser, alles alleine zu schultern? Die eigene finanzielle und mentale Stabilität von kommerzieller Reichweite abhängig zu machen? Zum Glück gibt es Menschen, die man hierfür befragen kann – vor allem, wenn sie selbst nicht nur Erfahrung, sondern sogar Erfolg mit einem Geschäftsmodell haben. Dafür hat Luca die beiden journalistischen Content Creator*innen Marvin Wildhage und Leonie Schöler eingeladen, um mit ihm beim _Medienforum Mittweida_ darüber zu diskutieren. Denn bevor nun alle jungen Journos und Medienschaffende eigene Kanäle auf Youtube, TikTok und Co. gründen und ihre Jobs kündigen, muss auch bei Druckausgleich kritisch gefragt werden: Wollen wir wirklich so arbeiten?

26.11.23 • 58:32

Es sollte ein "normaler" Schnitt für Nico Schmolke werden. Doch bei der Arbeit an seiner neuesten Dokumentation ist kurz vor Veröffentlichung alles anders. Statt am nächsten Tag in den Schnitt zu gehen, macht sich Nico auf den Weg zum Arzt. Mit Herzinfarkt-Symptomen. Im Alter von 32 Jahren. Warum wir das wissen? Weil der freie Autor und Journalist die Belastung, den Ausnahmezustand und seine körperliche und psychische Reaktion darauf öffentlich gemacht hat. Für Luca kommt der Bericht zum komplett falschen Zeitpunkt – er packt quasi gerade seine Tasche, um nach Kiribati zu fliegen, um seine erste Doku als freier Autor zu drehen. Einige nervöse Sprachnachrichten später versucht Annkathrin, ihm von Schreibtisch aus zu unterstützen und spricht mit Nico über seine Erfahrungen. Was können andere junge Journalist:innen von ihm lernen? Wie sollten wir an überfordernde Arbeitssituationen herangehen? Und wird nur im TV-Bereich zu viel gefordert – und die Lebenssituation von jungen Medienschaffenden sogar ausgenutzt?

04.11.23 • 56:05

Wenn es um rechte Journalist:innen und Blogger:innen geht, könnte man meinen: Erstmal nicht unser Problem, nicht unsere Verantwortung. Doch Akteure wie Julian Reichelt gewinnen immer weiter an Reichweite und Ressourcen – und rekrutieren erschreckend viele junge Journalist:innen und Medienschaffende für ihre Zwecke.

01.10.23 • 56:51

Zu viel, zu wenig, zu ruhig, zu alarmistisch - wer Klimajournalismus betreibt, kann es selten allen recht machen. Aber ist das fair gegenüber denen, die versuchen, den „richtigen“ Weg zu finden? Sind wir als Journalist:innen am Ende wirklich allein schuld daran, wenn die Klimakrise nicht ausreichend bei der Bevölkerung ankommt? Luca und Annkathrin begeben sich - auch inspiriert von privaten Auseinandersetzungen am Abendessenstisch - auf die Suche nach der Antwort, wie wir mit riesiger Verantwortung und Balanceakten im Arbeitsalltag umgehen können. Unterstützung kriegen sie dabei von Jule Zentek, die wie wenig andere junge Kolleg:innen das Thema Klimawandel bearbeitet. Die beiden Hosts wollen von ihr nicht nur wissen, wie sie mit dem Druck und Gegenwind umgeht, sondern auch, was wir von Klimajournalismus für andere, schwierige Themenbereiche lernen können - und warum der Teufel manchmal schon in der Wahl zwischen Wandel, Krise und Katastrophe liegt.

27.08.23 • 57:05

Luca und Annka haben Frust. Und der hat sich lange angestaut! In mehr als zwei Jahren Druckausgleich haben sich viele Kritikpunkte gesammelt, die sich um den Öffentlich-Rechtlichen drehen. Und: Auch der Druckausgleich-Community scheint es so zu gehen. Höchste Zeit, dass sich jemand mit Führungsverantwortung der Kritik stellt... Und tatsächlich: Marieke Reimann, zweite Chefredakteurin im SWR, setzt sich in der 29. Folge Druckausgleich mit Luca zusammen, um zu lästern. Doch was eigentlich eine gemeinsame "Abrechnung" mit dem ÖRR hätte werden sollen, wird plötzlich fast harmonisch. Was ist da los? Hat Luca seinen Biss verloren? Kann das öffentlich-rechtliche System doch nicht mit einer einzigen Podcastfolge analysiert, refomiert oder einfach zerstört werden? Zeit für einen Reality-Check – auch bei den beiden Podcast-Hosts...

16.07.23 • 59:42

Wir wollen es alle nicht mehr hören – aber können wir KI wirklich noch ausblenden? Zumindest Luca und Annkathrin scheitern kläglich daran. Sobald sie LinkedIn und Co. öffnen, schallt es ihnen entgegen: ein neuer Newsletter hier, eine "super Use Case!!11" dort. Doch gleichzeitig bleibt auch die Medienbranche von der Urangst der modernen Menschheit verschont: Was, wenn uns die Maschine am Ende den Job wegnimmt? Aber keine Sorge: Nein, dies ist keine weitere Folge, in der Nerds ihre geheimsten Prompt-Hacks auswerten und austauschen, um besagten Jobklau zu verhindern. Stattdessen sprechen die beiden Druckausgleich-Hosts mit Hannes Jakobsen von DRIVE beta, der erklärt, warum Praktikant:innen bei ihnen künftig nicht mehr ihre alten Aufgaben ausführen werden und warum er seit der Einführung von ChatGPT und Co. viel mehr arbeitet als zuvor. Zumindest Luca und Annkathrin scheitern kläglich daran. Sobald sie LinkedIn und Co. öffnen, schallt es ihnen entgegen: ein neuer Newsletter hier, eine "super Use Case!!11" dort. Doch gleichzeitig bleibt auch die Medienbranche von der Urangst der modernen Menschheit verschont: Was, wenn uns die Maschine am Ende den Job wegnimmt? Aber keine Sorge: Nein, dies ist keine weitere Folge, in der Nerds ihre geheimsten Prompt-Hacks auswerten und austauschen, um besagten Jobklau zu verhindern. Stattdessen sprechen die beiden Druckausgleich-Hosts mit Hannes Jakobsen von DRIVE beta, der erklärt, warum Praktikant:innen bei ihnen künftig nicht mehr ihre alten Aufgaben ausführen werden und warum er seit der Einführung von ChatGPT und Co. viel mehr arbeitet als zuvor.

28.05.23 • 52:57

Es ist wieder Volo-Saison! Mit dem Frühling hält auch die jährliche Gretchen-Frage Einzug bei Annka und Luca. Sollen sie es noch einmal wagen? Ist ein Volontariat am Ende der nächste Schritt für sie? Vor allem bei Luca löst diese Frage inzwischen kalten Schweiß aus. Umso mehr noch, wenn er Kolleg:innen wie Samira El Hattab beobachtet, die nach bereits großen Erfolgen als Klimajournalistin beim WDR nun ihr Volontariat beginnt. Was treibt sie an? Das Geld wird es mutmaßlich nicht sein, denn: Viele Volontariate (Disclaimer: nicht notwendigerweise beim WDR!) zahlen kaum mehr als den Mindestlohn. Somit wird der Einstieg ist den Job (bzw. in eine Ausbildungsposition FÜR den Job) mal wieder nicht finanziell barrierefrei gestaltet. Ganz zu schweigen von der ein oder anderen nervigen Station, die bei einem Volontariat warten könnte…. Doch andererseits warten im Volo geballte Weiterbildung, gute Jobaussichten und (hoffentlich) coole Gemeinschaft auf einen. Am Ende müssen sich Luca und Annkathrin selbst hinterfragen und ernsthaft überlegen: Machen wir am Ende alle doch noch ein Volo?

30.04.23 • 55:35

So toll immer neue Aufträge, die Freiheit des selbstbestimmten Arbeitens oder neue Karrierestrategien auch sind: Werden wir jemals zur Ruhe kommen und emotional gefestigt “einfach nur” unserer Arbeit nachgehen können? Oder reißt uns jede innere und äußere Krise gleich mit runter? In neuen Folge begeben sich Luca und Annkathrin auf die Suche nach dem Modus, die sie nachts gut schlafen, tagsüber aber sowohl Buchhaltung als auch Kreativ-Schreiben bewältigen lässt. Dabei wollen sie herausfinden, woher diese Rastlosigkeit kommt, wie die mentale Herangehensweise verändert werden kann und mit welchen Kommunikationsstrategien es besser läuft. Beraten werden sie von Sara Weber, die in ihrem Buch "Die Welt geht unter und ich muss trotzdem arbeiten?" das Phänomen der Überforderung untersucht und zudem aus eigener Erfahrung helfen kann: Wie überstehen wir Krisen?

25.03.23 • 52:50

Es ist ein Problem so alt wie der Journalismus selbst: Gehaltsunterschiede. Gerade zwischen Sendern und Produktionsfirmen gibt es eine ungleiche Verteilung, nicht nur, was Macht betrifft. Auch bei der Bezahlung gibt es Unterschiede. Das ist zwar allen klar – aber dass die Differenzen teilweise SO groß sind, hätten Luca und Annkathrin auch nicht gedacht. Doch woran liegt das? Wo geht das ganze Geld von Produktionen hin? Wer sitzt da am längeren Hebel – und sollten wir als Konsequenz boykottieren, für diejenigen zu arbeiten, die nicht alles wie eigentlich gedacht an ihre Mitarbeiter:innen weitergeben? Fragen über Fragen, vor allem für junge Medienschaffende. Denn häufig führen deren Wege durch diverse Praktikumsstellen oder Volontariate bei Produktionsfirmen. Und auch über diejenigen, die in den Sendern sitzen, müssen wir dringend reden… Zum Glück konnten Luca und Annkathrin mit vielen Journos und Medienmenschen sprechen – und auch Einblicke in ihre Gehaltszettel bekommen. Genug Stoff also, mal wieder das System zu hinterfragen!

26.02.23 • 44:27

Es könnte so leicht sein: Moderator:innen moderieren, Journalist:innen recherchieren. Die Realität in Redaktionen sieht aber häufig anders aus. Spätestens mit Hosts haben sich die Spielregeln und Kompetenzbereiche verändert - und eine ganz neue Form von Präsenz für junge Medienschaffende hat Einzug gehalten. Das bedeutet aber auch, dass Neid und Konkurrenzkampf nicht fern sind, oder? Gemeinsam mit Tessniem Kadiri gehen Luca und Annkathrin der Frage auf den Grund, wie Host-Jobs aufgebaut sind, wo die Schwierigkeiten liegen – und wo die Chancen, gerade für junge Medienschaffende. Eine kritische Analyse, bei der sich am Ende alle Beteiligten fragen müssen, ob es nicht um mehr als bloß Rollen und Aufgaben in Redaktionen geht – nämlich um eine grundlegende Debatte rund um Wertschätzung, Talentförderung und ein faires Miteinander.

05.02.23 • 48:24

Das ist der Druckasugleich, den ihr zum Ende des Jahres nicht verpassen solltet! Das Herz pocht, plötzlich fühlt sich alles heiß und kalt zugleich an – Du hast einen Fehler gemacht und weißt ganz genau, wie besch***** alles wird, was jetzt noch kommt. Sind wir auf diesen Moment auch nur annähernd vorbereitet? Jeden Tag, bei jeder Veröffentlichung, spüren Medienschaffende und Journos die Verantwortung. Stimmen alle Namen? Ist der Patzer wirklich rausgeschnitten? Und was, wenn die Zahl doch aus der alten Statistik war? Es gibt gefühlt eine Millionen Punkte, an denen wir im Arbeitsalltag scheitern können. Besonders fies für alle, die mit einer breiten Öffentlichkeit arbeiten: Nicht nur die Vorgesetzten sehen diese Fehler und lassen die Kritik folgen – im worst case weiß die gesamte Welt, dass man "versagt" hat. Wie geht man mit diesem Druck um? Vor allem, wenn man vor der Kamera steht oder bei weitreichenstarken Publikationen arbeitet? (Ausgerechnet) beim Medienforum in Mittweida sprechen Luca und Annkathrin live (**panik**) mit mit Caro von der Groeben und Victoria Reichelt über (zu) hohe Verantwortung, Fehler, die jeder sehen kann, was man macht, wenn es schon passiert ist.

17.12.22 • 61:23

Fühlt Ihr euch in Redaktion manchmal alleine? Mit euren Ansichten, euren Erfahrungen, eurer eigenen, sozidemografischen Backgrounds? Falls ja, gibt es zwei mögliche Gründe dafür: Entweder, ihr seid eine der (zugegebenermaßen immer mehr) Medienschaffende, die keine Angst davor haben, ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen in ihre Arbeit miteinfließen zu lassen und das auch transparent zu machen. Aber wenn ihr immer wieder damit alleine seid – dann seid ihr vielleicht der neueste diversity hire eurer Redaktion. Der Begriff sagt euch nichts? Bei Luca und Annkathrin war es bis vor Kurzem ganz genauso. Erst im Gespräch mit dem Autoren Stephan Anpalagan wird ihnen bewusst, wie die Besetzungspolitik der Medienhäuser im Jahr 2022 (immer noch) funktioniert. Gemeinsam mit Stephan, der unter anderem auf Twitter durch meinungsstarke und konfrontative Äußerungen zum Schlagbegriff Vielfalt immmer wieder Debatten anstößt, wollen die beiden Druckausgleichs-Hosts der Frage nachgehen, wie es verdammt nochmal sein kann, dass "Diversity" weiterhin ein Marketing-Begriff bleibt – und weshalb die dringend notwendige Umwälzung der Medien und ihrer Personalien momentan (schon wieder) auf dem Rückend es Nachwuchs ausgetragen wird. Müssen wir uns wirklich dazu nötigen lassen, uns mit Diversity-Checkboxen angreifbar und verletzlich zu machen? Sind wir die einzigen, die neue Standpunkte mit in Redaktionen bringen? Oder stinkt der Fisch doch vom Kopf? Diese Spezial-Folge ist Teil der Diversity-Ausgabe des journalists, der Anfang Dezember erscheint. (Fast) das gesamte Gespräch ist dort oder unter [journalist.de](https://www.journalist.de) nachzulesen – ja, es war noch länger und emotionaler als diese Folge. Viel Spaß beim Zuhören und Aufregen! Werbung: Du hast Interesse an der kostenfreien Media Innovation Masterclass? dann findest du hier hinterm Link alle weiteren Infos. Viel Erfolg bei der Bewerbung! https://www.journalismuslab.de/masterclass/

26.11.22 • 64:15

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