Die Entwicklung von Stadt und Raum gewinnt durch Krisenerscheinungen, gesellschaftliche Debatten und einen wachsenden Kreis neuer (Stadt-)Akteur:innen an Dynamik. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, gehen Planer:innen zunehmend neue Wege und hinterfragen altgediente Instrumente und Handlungsmuster. Im Podcast „Stadtrederei. Reflexionen zu Stadt und Raum“ sprechen Expert:innen am Beispiel aktueller städtebaulicher Herausforderungen, über die Abkehr von bestehenden planerischen Denkmodellen und über mutige Entwürfe und unorthodoxe Ideen zur Gestaltung städtischer Zukünfte. Neben Stadtplaner:innen und Architekt:innen, zählen weitere (Stadt-)Akteur:innen unterschiedlichster Professionen zu den Gästen. Der Podcast zeichnet sich durch eine unkonventionelle und reflexive Herangehensweise aus und bietet neue Perspektiven im Umgang mit aktuellen Themen der Stadtentwicklungsplanung. Der Podcast „Stadtrederei. Reflexionen zu Stadt und Raum“ war von 2021-2024 ein Kooperationsprojekt des Instituts für Städtebau und Wohnungswesen (ISW) mit Dr. Christine Grüger (suedlicht, Freiburg) und Dr. Fee Thissen (Urbane Transformation, Oberhausen). Ab 2025 ändert sich ein Kooperationspartner und an die Stelle des ISW tritt die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung e. V. (DASL). Die Trilogie „Zukunft gestalten in unsicheren Zeiten“ (Folgen 33-35) wurde unter der Schirmherrschaft der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung e. V. (DASL) als Kooperationsprojekt zwischen der DASL, dem ISW mit Dr. Christine Grüger und Dr. Fee Thissen umgesetzt. Das Projekt ist als Teil der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
Warum fühlen sich manche Städte sicher, lebendig und alltagstauglich an – und andere nicht? Wer wird bei Stadtplanung mitgedacht? Und was hat feministische Planung eigentlich mit Schattenplätzen, sicheren Wegen, Radverkehr oder der ‚15-Minuten-Stadt‘ zu tun? Viele Debatten, die heute selbstverständlich wirken, haben ihre Wurzeln in der feministischen Stadtplanung. Doch was ist aus den Ideen des ‚Genderplanning‘ der 1990er-Jahre geworden? Wie prägt feministische und gendergerechte Planung heute unsere Städte? Darüber sprechen wir mit der Soziologin Dr. Nina Schuster und der Wiener Planungsexpertin Eva Kail, die über Jahrzehnte konkrete Veränderungen in der Stadtentwicklung Wiens mitgestaltet hat, u.a. für die Seestadt Aspern. Im Podcast geht es unter anderem um: • warum feministische Planung mehr ist als ‚Frauenthemen‘ • wie feministische Perspektiven Stadtplanung verändert haben: von Barrierefreiheit, über Rad- und Fußverkehr bis hin zur ‚15-Minuten-Stadt‘ • welche aktuellen Herausforderungen im Mittelpunkt stehen: Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und lebenswerte Dichte. Dabei wird deutlich: Viele aktuelle Debatten um Klima und Gesundheit in der Stadt sind eng mit feministischen Anliegen verbunden. Eine Folge über Stadtplanung als Gesellschaftsaufgabe und darüber, für wen unsere Städte eigentlich konzipiert und entwickelt werden. Shownotes Autor*innenkollektiv Geographie und Geschlecht (2021): Handbuch Feministische Geographien. Arbeitsweisen und Konzepte. Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich. Dellenbaugh-Losse, Mary (2024): Gendergerechte Stadtentwicklung, Wiesbaden, Springer Gabler Verlag Feministisches Kollektiv (Hg.) (2008): Street harassment. Machtprozesse und Raumproduktion. Wien: Mandelbaum-Verlag. Grüger, Christine (2000): Nachhaltige Regionalplanung und Gender planning. Das Beispiel der Regionalplanung beim VRS, Dortmund Huning, Sandra (2018): Feminismus und Stadt. In: Dieter Rink/Annegret Haase (Hg.), Handbuch Stadtkonzepte. Analysen, Diagnosen, Kritiken und Visionen. Opladen: Barbara Budrich, S. 107-128. Kern, Leslie (2024): Feminist City. Münster: Unrast. Stadt Wien (2013): Handbuch „Gender Mainstreaming in der Stadtplanung und Stadtentwicklung“, Werkstattbericht 139, 2013, https://www.digital.wienbibliothek.at/urn/urn:nbn:at:AT-WBR-707526 Stadt Wien (2025) Frauengerechte Stadt. Bausteine und Tipps aus der Praxis. Online verfügbar: https://www.urbanforum.at/wp-content/uploads/2025/10/UrbanForum_Buch_Handbuch_Frauengerechte-Stadtentwicklung_210x275mm_v11_Web.pdf TU München (Hg.) (2025): „Raumpilot*in - gendergerechter Städtebau, Handbuch für Planer*innen“, TU München, Online verfügbar: https://doi.org/10.14459/2025md1798818 Zibell, Barbara (2021): „Care-Arbeit räumlich denken“ feministische Perspektiven auf Planung und Entwicklung, eFeF Verlag, Im neu überarbeiteten Handbuch Stadtsoziologie (Hg. von Frank Eckardt, 2026, Wiesbaden: Springer VS) sind folgende Artikel zu queeren und feministischen Perspektiven zu finden: Schuster, Nina: Queer Spaces (S. 957-982) Sarah Klosterkamp: Feministische Stadt (S. 1153-1172) Sabine Knierbein/Angelika Gabauer/Henrik Lebuhn: Die Sorgende Stadt (S. 1247-1268) Weiterführende Links zu Netzwerken und Initiativen: https://www.haw-kiel.de/genderarchland https://architektinnen-initiative.de/ https://www.rvr.ruhr/politik-regionalverband/ueber-uns/gleichstellung/frauennetzwerk/ https://wia-festival.de/ Weiterführende Hinweise: Der Bayerische Ministerrat hat Regelungen zur geschlechtergerechten Sprache in den Behörden des Freistaates beschlossen. Darunter fallen neben den Verwaltungen des Freistaats auch staatliche Schulen und Hochschulen. Dazu hat er § 22 Abs. 5 der Allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern (AGO) geändert. Dort heißt es: „Mehrgeschlechtliche Schreibweisen durch Wortbinnenzeichen wie Genderstern, Doppelpunkt, Gender-Gap oder Mediopunkt sind unzulässig.“(Quelle: KMS V.4-BS4402.5.6a.15018 vom 20.03.2024) Explizit zulässig ist
21.05.26 • 48:43
Der **Bauturbo** ist da und mit ihm die Erwartung, dass nun das Bauen schneller geht und die Bauwirtschaft angekurbelt wird. Aber ist das wirklich so? Oder eher…anders? In unserem achten Kaffeegespräch sprechen wir darüber mit **Christian Plöhn, Stadtplanungsamtsleiter der Stadt Heidelberg**. Ein Gespräch über den Versuchsparagrafen, Fristen, Freiwilligkeit, nachbarliche Interessen und Fehlerkultur. Gleich zu Beginn macht Christian Plöhn klar: Ein „Bauturbo“ ist das eigentlich nicht. Treffender wäre: ein Bebauungsplan-Umgehungsgesetz. Was das konkret für Kommunen bedeutet – darüber reden wir bei Kaffee, Tee und klaren Worten. Darum geht’s im Podcast: _Umgang mit dem Bauturbo: Wie gehen Kommunen aktuell damit um – insbesondere kleinere und mittlere Städte ohne eigene Fachbehörden? _Planungskultur unter Druck: Wie passt der sogenannte Bauturbo zu den Leitplanken des BauGB – Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Beteiligung, Ausgleich? _Entbürokratisierung in der Praxis: Welche Schritte in Planungsverfahren lassen sich wirklich vereinfachen – und wo wird es heikel? Wie ist mit Fristen umgehen? Was geht ab jetzt schneller oder einfacher? (Umgang mit Gutachten und Fachbeiträgen, Öffentlichkeitsbeteiligung, Gremienabsprachen) _Öffentlichkeitsbeteiligung & Artenschutz: Wie wird zukünftig mit Abweichungen vom Bebauungsplan umgegangen, wenn nachbarliche Interessen „gewürdigt“ werden sollen – und gleichzeitig Zeitdruck herrscht? _Phase 0: Worauf sollen kleinere und mittlere Kommunen im Umgang mit dem Bauturbo achten (frühzeitige Klärung, Zieldiskussion und Strukturierung)? _Und: Wo kann ich mich schlau machen – wen kann ich fragen? Ein Gespräch für alle, die mit dem neuen Planungsinstrument umgehen müssen und auf planerische Realität treffen. Jetzt reinhören auf **www.stadtrederei.com** oder überall, wo es Podcasts gibt. Viel Freude beim Hören – und wie immer ist Euer Feedback willkommen! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI **Konzeption und Moderation: **Dr. Christine Grüger & Dr. Fee Thissen **Shownotes** Bauwende Allianz (2026): BauTurbo Umsetzungslabor. (Online verfügbar unter https://bauwende-allianz.org/bau-turbo-umsetzungslabor/ Zugriff am 12.02.2026) Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hg.) (2025): Verfahrensbeschleunigung der Bauleitplanung. Digitale Instrumente und Prozessoptimierungen für effiziente Bebauungsplanverfahren, Bonn 2025 Deutscher Bundestag (o.J.): Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung., BGBl. 2025 Nr. 257 vom 29.10.2025 (Online verfügbar unter https://dip.bundestag.de/vorgang/gesetz-zur-beschleunigung-des-wohnungsbaus-und-zur-wohnraumsicherung/323372 Zugriff am 12.2.2026) Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Pressestelle (2025): Neue Bauordnung. Hamburg macht das Bauen zum neuen Jahr schneller und einfacher: die neue Hamburgische Bauordnung tritt in Kraft, Pressemitteilung vom 22.12.2025 Joachim Röderer (2026): Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag: „Der Bauturbo ist kein Gamechanger“. Interview in der Badischen Zeitung vom 3.1.2026 (Online verfügbar https://www.badische-zeitung.de/freiburgs-baubuergermeister-martin-haag-der-bauturbo-ist-kein-gamechanger Zugriff am 12.02.2026) Schwarz, Philipp (2025): Unerhört! Was uns die Bauturbo-Debatte über den Stand der Planung verraten kann. In: PLANERIN Heft 6_25, S. 58-59 Initiative von Praktiker:innen der „Rheinschiene“ (2025): Impulse für eine leistungsfähige und schnelle Bauleitplanung. Ein Arbeitspapier für die Planungspraxis, Bonn (Online verfügbar: https://www.akbw.de/fileadmin/download/Freie_Dokumente/Berufspolitik/Leitfaden/20251001_Bauleitplanung_beschleunigen.pdf Zugriff am 12.02.2026) Ziegenbein, Brigitte (2025): Zwischen „Bauturbo“ und „Gesundheitsgerechtigkeit“. Gestalten oder Verwalten in Leipzig? In: vhw FWS 5 / Sept.-Okt. 2025, S. 238-242
12.02.26 • 54:18
Aktuell lockt das Weihnachtsgeschäft die Menschen in die Innenstädte. Doch wann waren wir zuletzt gern in unserer Innenstadt? Nicht zum Shoppen, Durchqueren oder um etwas zu erledigen – sondern, um zu bleiben? Mit dieser Frage greifen wir die Debatten um die Innenstadtentwicklung nochmals auf. Anlass dazu war die **SRL-Jahrestagung 2025** „Die Mitte gemeinsam denken – neue Partnerschaften, neue Wege“ in Oberhausen, bei der intensiv darüber gesprochen wurde, wie Innenstädte sich wandeln müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Innenstädte sind längst keine reinen Konsumorte mehr. Handel allein trägt nicht mehr. Gleichzeitig prallen hier unterschiedlichste Interessen aufeinander: Kommunen mit knappen Ressourcen, Eigentümer:innen zwischen Renditedruck und Überforderung, engagierte Initiativen, Kulturschaffende, Wissenschaft. **In dieser Folge diskutieren wir:** _welche unterschiedlichen Eigentümer:innen es gibt, die plötzlich wach, aber oft ratlos sind _wie Kultur- und Kreativwirtschaft den Leerstand zwischennutzen und in Möglichkeitsräume verwandeln _welche Rolle die Wissenschaft bei der Entwicklung der Innenstadt spielen kann _weshalb Beziehungsarbeit wirksamer sein kann als das nächste große Konzeptpapier. Es geht nicht um die perfekte Lösung, sondern um situationsspezifische Kooperation, Koproduktion und das Aushandeln von Unterschieden zwischen Ökonomie und Gemeinwohl. Oder anders gesagt: Die Innenstadt wird nicht „gerettet“. Sie wird neu verhandelt – schrittweise von Akteur zu Akteurin. **Mit dabei sind:** • Prof. Dr.-Ing Thomas Krüger, HafenCity Universität Hamburg (HCU), Stadtplanung: FG Projektentwicklung und Projektmanagement • Prof. Dr. Martin Florack, Stadt Oberhausen, Geschäftsführer des Wissenschaftscampus NRW (WICA), Leitung des Bereichs Integrierte Stadtentwicklung und Statistik • Silvia Haas, StadtLandkoproduktiv – Partizipation, Koproduktion, Moderation, Leipzig, SRL • Maik Bußkamp, SRL-Vorstandsmitglied, Stadtplanungsamt Stuttgart • O-Töne aufgenommen mit Susanne Jahn (ca. min 12:45), Robert Barbarino (ca. min 25:25), Eva Glas (ca. min 39:05), Lara Heinkel: (ca. 1:00:00h), Moritz Maikämper (ca. 1:18:25h) Jetzt reinhören auf www.stadtrederei.com oder überall, wo es Podcasts gibt und mit uns die Frage bewegen: weshalb die Zukunft unserer Innenstädte vor allem eine Frage der Zusammenarbeit ist. Wir wünschen allen Zuhörenden ein entspanntes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI **Shownotes** SRL e.V. (2025) (Hg.): Innenstadtentwicklung – integriert planen, Kräfte bündeln, Stadt neu beleben. Planerin - Mitgliederzeitschrift für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Heft 5/25, https://www.srl.de/publikationen/planerin/aktuelles-heft.html **Moderation: ** Christine Grüger und Fee Thissen **Schnitt:** Henriette Frye und Fee Thissen
18.12.25 • 95:57
Leere Schaufenster, geschlossene Läden, graue Plätze – war’s das mit den Innenstädten? Um die Innenstädte nach Corona zu beleben, hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) das Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ 2022 ins Leben gerufen. Rund 218 Kommunen haben Fördermittel beantragt. Über 250 Millionen Euro wurden für die Förderphase bereitgestellt. Die meisten Projekte starteten im Sommer 2022 und laufen bis November 2025. Für einige Kommunen und Städte war das der Anstoß, sich dem Strukturwandel der Innenstädte zu stellen. Andere haben die finanziellen Mittel genutzt, um ihre bestehenden Ideen schneller umsetzen zu können. Am Beispiel der Stadt Offenbach haben wir uns gefragt, was die Stadt anders macht. Wie sie es schafft, ihre Innenstadt zielgerichtet zu entwickeln und was dazu nötig ist. Ob eher Immobilienentwicklung und langfristige Projekte angesagt sind oder eher aufs Experimentieren mit Zwischennutzungen und eine enge Zusammenarbeit mit vielen Akteuren ausprobiert wird. Wie arbeitet es sich mit anderen Fachämtern, mit Eigentümer:innen und Kreativen: eher langwieriges Zuständigkeitsgerangel und Genehmigungsprozesse oder eine „Task Force Innenstadt“? Wir sprechen über Kaufhäuser als Dritte Orte, Räume zum Ausprobieren und darüber, wie aus einem ehemaligen Polizeiladen ein Treffpunkt für die ganze Stadt wurde. In dieser Folge diskutieren wir: > Was wirkt wirklich? > Wie haben Bürger:innen, Händler, Künstler und Eigentümer mitgemacht? > Was mußte alles koordiniert werden? > Und: wie nachhaltig sind die Projekte? Unser Gast: Rebecca Leudesdorff, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Projektmanagerin – Agentur Mitte, Gesamtkoordination Zukunftskonzept Innenstadt Viel Freude beim Hören – und wie immer ist Euer Feedback willkommen! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI Moderation: Dr. Christine Grüger, Dr. Fee Thissen
03.12.25 • 47:22
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16.09.25 • 57:46
Der Beruf der Bürgermeister:innen scheint immer unattraktiver zu werden. In Rheinland-Pfalz sind aktuell 53 offene Bürgermeisterstellen, zumeist in ländlichen Gebieten (in: KOMMUNAL Newsletter vom 8. August 2025). Auch in Großstädten werden händeringend Kandidat:innen für das Oberbürgermeisteramt gesucht. Woran liegt das? Wir fragen einen Oberbürgermeister, der nicht mehr zur Wahl antreten wird und sprechen mit ihm offen darüber, was dieses Amt an Rollenverständnis, Haltung, systemischem Denken und Kompetenzen braucht. Seine Antwort: „Ein Zehnkämpfer ist gefordert!“ Unser Gast: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, ehemaliger Präsident und Geschäftsführer des ‚Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie‘ ist unser Gesprächspartner und reflektiert seine Motivation, seine Erfahrungen und Innenansichten des Amtes: _Wie ist es ihm als Oberbürgermeister ergangen? _Wie hart ist das politische Geschäft aus der Sicht eines Transformationsmanagers? _Was muss ein:e Oberbürgermeister:in für Kompetenzen mitbringen? _Wie kann der Job des OB attraktiver werden?
11.09.25 • 44:22
In unserer dritten Episode der Stadtrederei-Trilogie blicken wir mit zwei Gästen auf den 9. Hochschultag, die mitten im Geschehen waren: _Judith Nurmann, Architects4future und _Prof. Mario Tvrtkovic, wissenschaftlicher Sekretär bei der DASL. Gemeinsam sprechen wir über drängende Fragen der Stadtentwicklung in multiplen Krisen und radikale wie auch pragmatische Handlungsansätze. Wie gestalten wir den Wandel: mutig und disruptiv oder Schritt für Schritt? Klar ist: Die Zeit drängt. Zu oft verharren wir in unseren beruflichen und sozialen Blasen, während komplexe Herausforderungen nach Verständigung und breiter Kommunikation sowie gemeinsamem Tun verlangen. Nurmann und Tvrtkovic meinen, dass tiefgreifende Veränderungen an den Wurzeln des Problems angepackt werden müssen. Symptombehandlung sei zu wenig. Deshalb sind Zukunftskompetenzen gefragt: Kommunikation, Kollaboration, Kooperation und eine gute Portion Mut und Wille. In der Stadtplanung, in der Lehre und im politischen Handeln. Hört rein in Episode 3 – für alle, die Stadt nicht nur planen, sondern bewegen wollen.
30.07.25 • 38:23
Was braucht es, damit unsere Städte und Dörfer lebensfreundlicher, gerechter und schöner werden? In der zweiten Folge der Trilogie begleiten wir den 9. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik in Berlin. Keine trockene Konferenz, sondern ein Treffen, in dem sich Studierende, Lehrende, Stadtverwaltungen und engagierte Menschen zusammenkommen, um über die Zukunft unserer Städte und Gemeinden intensiv zu diskutieren und echte Tatkraft zu entwickeln. Was Ihr hört: Eine Tischtennisplatte als Stadtidee: Wie Studierende ihren 'grauen' Campusplatz mit einfachsten Mitteln in einen beliebten Treffpunkt verwandelt haben – ohne Genehmigung, aber mit Erfolg. Was Studierende in Dörfern verändern: Warum junge Menschen eine Woche lang in kleine Orte ziehen, mit den Menschen sprechen und gemeinsam neue Ideen fürs Dorfleben entwickeln. Was Stadtverwaltungen und Hochschulen voneinander lernen können: Warum wir Verwaltung nicht nur als 'Bürokratie' sehen sollten – und was nötig ist, damit junge Menschen Lust bekommen, in der Stadtentwicklung mitzumischen. Und die große Frage: Müssen wir unsere Städte radikal verändern – oder reicht es, im Kleinen anzufangen? In kurzen Gesprächen erzählen junge Stadtmacher:innen, Lehrende und Organisator:innen, was sie bewegt, was sie ausprobiert haben – und was alle anderen daraus lernen können. Ob Ihr selbst studiert, gerade einen Job sucht, in einer Stadt oder auf dem Land lebt, ob Ihr Euch für Veränderung interessiert oder einfach neugierig seid: Diese Folge zeigt, wie viel Gestaltungskraft in jedem von uns steckt. Wir sprechen mit: _Tion Kudlek ab min 4:35 _Canan Celik ab min 7:45 _Britta Rösener und Friederike Macher ab min 23:35 _Fiona Sanneh und Lennart Mönnekes ab min 32:05 _Maresa Pflanz, Philip Karnatz und Jan Nissen ab min 41:35 _Almut Wolff ab min 53:50 _Laureen Nievel ab min 58:15 Moderation: Dr. Christine Grüger & Dr. Fee Thissen
23.07.25 • 69:36
Wie gelingt Stadtentwicklung, wenn Ressourcen (u.a. Personal, Finanzen, Flächen) knapp sind? Was bedeutet „gemeinsam wirken“ in der Praxis und mit der Wissenschaft? Wie wecken wir bei Studierenden Interesse für den ländlichen Raum? In dieser Episode sprechen wir über die wachsenden Anforderungen an kleinere Kommunen und welche Rahmenbedingungen sie benötigen. Vordringlich wird die Frage des Vertrauens behandelt: wie kann dieses bei Bürger:innen in Politik und Verwaltung wiedergewonnen werden und inwieweit können Hochschulen Brückenbauer zwischen Forschung und Praxis sein? Ein kluges Gespräch über Verantwortung, Zumutungen – sowie über die Bedeutung der Begegnung und des guten Gesprächs, um Stadtentwicklung mit Haltung umzusetzen. Der Podcast wird im Rahmen des 9. Hochschultags der Nationalen Stadtentwicklungspolitik von der DASL und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. In dieser Episode diskutieren Marco Beckendorf (Bürgermeister Wiesenburg/Mark), Dr. Ute Symanski (Organisationssoziologin, futurWIR –Beratung für Politik und Wissenschaft, Köln) und Prof. Dr. Barbara Engel (Karlsruher Institut für Technologie und Präsidiumsmitglied der DASL). Moderation: Dr. Christine Grüger / Dr. Fee Thissen
26.05.25 • 42:07
Die erste Live-Veranstaltung der STADTREDEREI fand in Freiburg am 2. April 2025 statt. Eingeladen waren Dr. Julia Reuschenbach, Politikwissenschaftlerin und Korbinian Frenzel, Radiojournalist des DLF Kultur, um ihr Buch „Defekte Debatten- warum wir als Gesellschaft besser streiten“ vorzustellen. Es war ein inspirierender Abend mit klaren Botschaften. 85 Menschen kamen zusammen und hörten aufmerksam zu, wie eine konstruktive Gesprächskultur im Privaten und Beruflichen wieder entstehen kann. Informativ, unterhaltsam und mit beeindruckender Klarheit zeigte das Autorenteam die Zusammenhänge und Wirkungen von defekten Debatten auf- und schlug vor wie sich diese ‚reparieren‘ lassen.
29.04.25 • 78:01
Was entsteht, wenn Leerstand auf kreative Köpfe trifft, wenn alte Metzgereien zu Begegnungsorten werden – und wenn Umbaukultur mehr meint als Architektur? Anlässlich des fünften Firmenjubiläums von „Urbane Transformation“ diskutieren Stadtmacher:innen, Wissenschaftler:innen und Engagierte in einer Live-Episode, was das Gelsenkirchener UmBauLabor so besonders macht: Wie erreicht man Menschen im Quartier, um Umbaukultur alltagstauglich zu vermitteln? Wie wird Umbauen zum erlebbaren Experiment? Und warum geht das manchmal im Ruhrgebiet, was anderswo kaum denkbar scheint? Zwischen cleverer Ressourcennutzung, Kreislaufwirtschaft und überraschenden Begegnungen entsteht hier ein Baustein zur Quartiersentwicklung – gemeinsam mit Menschen, die vor Ort leben und experimentierfreudig mitgestalten.
16.04.25 • 49:28
Wie beschreibt ein Wirtschaftsmagazin die aktuelle Wohnungskrise? Welche Themen, Perspektiven und gute Beispiele werden genannt? Worin unterscheiden sich die Darstellungen in diesem Heft von denen in üblichen Fachzeitschriften? Das wollten wir genau wissen und haben zum gemeinsamen Kaffeegespräch die Redakteurin des Wirtschaftsmagazins brand eins, Redakteurin Susanne Schäfer eingeladen. Wir sprechen über originelle Geschichten zum Bauen und Wohnen und einen besonderen Zugang, um eines der größten Probleme unserer Zeit zu vermitteln.
11.03.25 • 32:26
Seit einiger Zeit nehmen die Nachrichten über Bedrohungen und Erkrankungen von politischen Mandatsträger:innen und deren Familien sowie von Wahlkampfhelfenden zu. Das Bundeskriminalamt verzeichnete zum 31.12.2024 vorläufig 4923 Taten (noch nicht alle Länder haben die Taten nachgemeldet) und stellt eine Steigerung von 20 % zum Vorjahr fest. Wir fragen uns, wer eigentlich noch motiviert ist, um kommunalpolitische Mandate zu übernehmen, wenn derartige Herausforderungen auf der Tagesordnung von Politiker:innen und Verwaltungsmitarbeitenden stehen. Gerade jetzt vor der Bundestagswahl sind alarmierende Zeiten für lokale Mandatsträger:innen, Bürgermeister:innen, Landräte und Stadtverordnete sowie Abgeordnete. Moderation: Dr. Christine Grüger / Dr. Fee Thissen Copyright von Logo/Musik: Dr. Christine Grüger
24.02.25 • 39:05
Im dritten Teil der Trilogie der STADTREDEREI zum 8. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik stellen wir ein konkretes Projekt vor: am Beispiel von „Ostbelgien leben 2040“ wird deutlich, wie bei der Entwicklung eines raumordnerischen Regelwerks und der Erarbeitung eines regionalen Entwicklungskonzeptes globale Trends und Treiber mitgedacht werden und auf gesellschaftspolitische Veränderungen eingegangen wird. Ostbelgien liegt im Herzen Europas und ist trotz seiner Kleinheit (ca. 79.500 EW.) eine international vernetzte, weltoffene Region – mit eigener Identität und Kultur. Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat unter intensiver Mitwirkung vieler Akteure und einem vielfältigen Mix an Beteiligungsmethoden einen doppelten Strategieprozess gestartet, um ganz konkret im regionalen Kontext „Zukunft in unsicheren Zeiten“ zu planen. Wir erörtern in dem Gespräch, wie der Spannungsbogen der übergeordneten globalen Trends hin zu lokalen Lebenswelten und ortsspezifischen Herausforderungen gelingen kann. Wir erfahren, wie beispielhaft dieser Prozess umgesetzt wurde und inwiefern Ostbelgien ein Vorbild sein kann für andere Zukunftsentwicklungen – hinsichtlich Digitalisierung, Mobilität im ländlichen Raum, Nachhaltigkeit etc. Wir wollen wissen, wie es in Ostbelgien gelungen ist, Menschen zur Teilhabe an solch großen Fragestellungen zu begeistern. Unsere Gäste sind: Alexander Krings, Verantwortlicher für das Regionale Entwicklungskonzept vom Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Dr. Lucyna Zalas, Verantwortliche für den Reformprozess Raumordnung beim Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, sowie Dr. Frank Pflüger vom Büro HJPplan+, Aachen, der als Planer mit den Strategieentwicklungen beauftragt wurde. Die Trilogie „Zukunft gestalten in unsicheren Zeiten“ wird unter der Schirmherrschaft der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung e. V. (kurz DASL) als Kooperationsprojekt zwischen der DASL, dem Institut für Städtebau und Wohnungswesen (ISW) mit Dr. Christine Grüger (suedlicht, Freiburg) und Dr. Fee Thissen (Urbane Transformation, Oberhausen) umgesetzt. Das Projekt wird als Teil der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
17.12.24 • 67:33
Im zweiten Teil der Trilogie der STADTREDEREI zum 8. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik fragen wir, was diese unsicheren Zeiten bei den Menschen auslösen, welche Verhaltensweisen sichtbar werden und wie wir den Menschen wieder Vertrauen und Zuversicht vermittelt können. Die Politik kann dabei helfen, aber auch jede und jeder Einzelne ist aufgefordert, offener und aufgeschlossener auf Mitmenschen zu zugehen, auch außerhalb der eigenen „Bubble“. Wir sprechen darüber mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Julia Reuschenbach von der FU Berlin und mit Julia Paaß, Social Designerin und Vorständin des Netzwerks Zukunftsorte aus Brandenburg. Die Gesprächspartnerinnen stellen im menschlichen Verhalten fest, dass Dünnhäutigkeit, Wut, Rückzug, Resignation und Nachrichtenvermeidung zu „defekten Debatten“ im Miteinander führen. Sie zeigen Wege auf, wie es wieder zum Miteinander und zum Zusammenhalt in gesellschaftlichen Gruppen und in Nachbarschaften kommen kann. Die Trilogie "Zukunft gestalten in unsicheren Zeiten" wird unter der Schirmherrschaft der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung e. V. (kurz DASL) als Kooperationsprojekt zwischen der DASL, dem Institut für Städtebau und Wohnungswesen (ISW) mit Dr. Christine Grüger (suedlicht, Freiburg) und Dr. Fee Thissen (Urbane Transformation, Oberhausen) umgesetzt. Das Projekt wird als Teil der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
11.12.24 • 61:12
Eine neue Trilogie der STADTREDEREI zum 8. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik startet: In einer unsicheren Zeit mit multiplen Krisen fragen wir die eingeladenen Gäste u.a.: Welchen Herausforderungen muss sich die Planung zukünftig stellen? Was sind die heutigen und zukünftigen Trends und Treiber? Worauf müssen wir uns einstellen? Wie werden diese Aspekte von Wissenschaft, Politik und Praxis erörtert? Mit zwei Wissenschaftler:innen, Prof. Dr.-Ing. Barbara Engel (KIT) und Prof. Dipl.-Ing. Mario Tvrtković (HS Coburg), und einem Vertreter der Studierendenschaft, Noam Schaulin (Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil), resümieren wir Inhalte des 8. Hochschultages von Anfang Juni 23 und setzen die Erkenntnisse in den aktuellen Kontext. Die Gesprächspartner:innen stellen dabei die Rolle und die Möglichkeiten der Hochschulen heraus. Sie unterstreichen die Wichtigkeit des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis im Bereich Stadtentwicklung. Die Wissenschaft sollte aus ihrer Sicht öfter in die Planungspraxis einbezogen werden, um neue Erkenntnisse unmittelbar einbringen zu können. Aber hören Sie selbst! Die Trilogie "Zukunft gestalten in unsicheren Zeiten" wird unter der Schirmherrschaft der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung e. V. (kurz DASL) als Kooperationsprojekt zwischen der DASL, dem Institut für Städtebau und Wohnungswesen (ISW) mit Dr. Christine Grüger (suedlicht, Freiburg) und Dr. Fee Thissen (Urbane Transformation, Oberhausen) umgesetzt. Das Projekt wird als Teil der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
11.11.24 • 57:10
Am 4. September 2024 wurde der Entwurf der Baugesetzbuch-Novelle durch das Bundeskabinett beschlossen. Der Gesetzentwurf erhitzt die Gemüter, denn u.a. ist der umstrittene „Bau-Turbo“ (§ 246 e BAUGB-E) überraschenderweise weiter enthalten. Im Kaffeegespräch diskutieren wir positive und kritische Aspekte der Novelle und legen die Lupe auf den Einfluss der Neuen Leipzig-Charta, die dreifache Innentwicklung sowie den Versuch, die Klimaanpassung im Gesetz zu verankern. Wir sprechen mit Ute Müller, der stellvertretenden Amtsleiterin für Landesplanung und Stadtentwicklung in Hamburg. Sie ist Mitglied der Arbeitsgruppe der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung e.V., welche eine Stellungnahme verfasst hat.
07.10.24 • 41:41
Nach der Sommerpause legt die Stadtrederei wieder die Leinen los! Es wird auf die erste Reportage im Steingauquartier in Kirchheim unter Teck geblickt und auf die nächsten Folgen der Stadtrederei. Erstmalig sitzen sich die beiden Podcastmacherinnen live gegenüber und plaudern über Podcasts als neues Kommunikationsinstrument, um aktuelle Themen der Stadtentwicklung an die Planungspraktiker:innen und Planungsinteressierte zu bringen. Sie diskutieren, dass städtische Podcasts diese Form der Informationsweitergabe nutzen, um ihre Bürger:innen über das aktuelle Stadtgeschehen oder Verwaltungshandeln zu informieren, abseits von Amtsblättern und Lokalnachrichten. Sie sehen darin eine Möglichkeit, die Öffentlichkeit auf städtische Vorhaben neugierig zu machen und sich zu engagieren: Podcasts als Sprachrohr für die Stadt.
17.09.24 • 14:16
Konzeptvergabe und das Leben in Baugemeinschaften In Kirchheim unter Teck wächst mit dem Steingauquartier ein Vorzeige-Stadtteil, der als bunt, lebendig, gemeinschaftlich und vor allem bezahlbar gepriesen wird. Hier leben aktuell 850 Menschen in 17 Baugemeinschaften und sechs Einfamilienhäusern. In vielen ISW-Seminaren erfahren die kommunalen Praktiker:innen, wie diese Konzeptvergabe-Verfahren verwaltungstechnisch ablaufen. Doch was ist das Besondere daran, dort zu leben? Wie erging es den Menschen in der Planungs- und Bauphase? Wir haben uns auf den Weg gemacht und das „Quartier im Werden“ besucht, um das herauszufinden. Dabei haben wir Gespräche mit dem Stadtplaner, Stadt(teil)bewohner:innen, dem Projektentwickler und den begleiteten Expert:innen für Konzeptvergabeverfahren geführt. Die Konzeptvergabe ist ein „Wettbewerb der besten Ideen“, um eine Wohnidee umzusetzen. Jede Baugruppe muss eine gemeinsame Idee mitbringen, um den Zuschlag für ein Baugrundstück zu bekommen. Wie das abläuft und was Kirchheim unter Teck von Tübingen, der „Mutter der Konzeptvergaben“, lernen konnte, beschreiben Matthias Gütschow (Architekt, Projektentwickler zum Bauen in Gemeinschaften, BaugemeinschaftsArchitekten Südwest.e.V. Tübingen) und Natalie Schaller (Architektin und Kommunalberaterin, geschäftsführende Gesellschafterin der mitbauzentrale, München), sowie Gernot Pohl, der „Vater des Steingauquartiers“ (Architekt und Stadtplaner, Abteilungsleiter Stadtplanung der Stadt Kirchheim unter Teck). Es wird deutlich, dass gemeinschaftlich Häuser zu planen erschwinglich ist und lebendige Nachbarschaften hervorbringt. Eine gelungene Alternative zu den gelichförmigen Einfamilienhausgebieten und ein Mehrwert für die Gesamtstadt und der Umwelt darstellt! Im Aushandeln von Kompromissen wird Demokratie gelebt. Das brauchen wir in diesen Zeiten mehr denn je. Hoffentlich können wir Sie, liebe Zuhörer:innen, mit unserer ersten Reportage inspirieren. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und wünschen eine gute Sommerzeit!
03.07.24 • 57:35
Angesichts der aktuellen Herausforderungen im Umgang mit dem Wasser ist ein Weg vom „man könnte, man sollte…“ hin zum Umsetzen von wassersensiblen Maßnahmen in Städten dringend notwendig. „Den Konjunktiv loslassen“ ist für Andreas Giga eine der größten Aufforderungen im aktuellen Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Er ist Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei der Emschergenossenschaft in Essen und berichtet von konkreten Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen und Überflutungen sowie vom Umgang mit Wasser in Hitzeperioden. Lösungsansätze und Fördermittel sind vorhanden – aber wie kommen die Städte und die Menschen, die in ihnen leben, angesichts der Extremwetterereignisse und der Versiegelung vom Reden ins Handeln? Integrale Projekte erfordern die Zusammenarbeit vieler Akteure: Wasserwirtschaft, Planende der Stadt-, Umwelt- und Verkehrsplanung, Bürgerinnen und Bürger u.a. treffen mit ihren verschiedenen Denkwelten aufeinander. Um gemeinsam handlungsfähig zu werden, gilt es das Denken in Zuständigkeiten, Verordnungen, Stadt- und Landesgrenzen zu überwinden und die Kraft der Netzwerkarbeit zu nutzen. Die Netzwerkarbeit in der Emscherregion zeigt, dass das Wasser ein Schlüsselelement im Klimawandel ist und gemeinsam eine wassersensible Stadt- und Regionalentwicklung gelingen kann.
11.06.24 • 60:09
Citizen Science wird oft mit Bürgerforschung übersetzt. Doch was bedeutet der Begriff genau und welche Formen und Methoden umfasst er? Wie können Bürgerinnen und Bürger durch eigenes Erkunden, Analysieren, Erforschen zur Stadtentwicklung beitragen? Was sind Mehrwerte im Vergleich zur Bürgerbeteiligung? In der zweiten Folge unseres neuen Formats „Auf einen Kaffee mit…“ setzen wir uns damit genauer auseinander. Dazu haben wir Dr. Ulrich Berding und Antje Havemann von »plan zwei« in Hannover eingeladen. Sie berichten aus dem Forschungsprojekt „Citizen Science – Bürgerforschung in der Stadtentwicklung“, welches das Büro gemeinsam mit »NetzwerkStadt« aktuell im Auftrag des BBSR durchführt. Die beiden illustrieren an konkreten Projektbeispielen unter anderem, wie man Bürger:innen für Forschungen gewinnen kann, wie das Zusammenspiel mit der Kommunalpolitik funktioniert und was alle Beteiligten aus Citizen Science in der Stadtentwicklung lernen können.
15.05.24 • 39:13
Für unsere Jubiläumsfolge haben wir uns kein einfaches Thema ausgesucht: denn multiple Krisen beherrschen die Welt – und die Kommunikation. Schwarz-Weiß-Denken und vorgefertigte Meinungen erschweren den Austausch, auch im Bereich der Stadtentwicklung. Christine Grüger und Fee Thissen berichten über Beobachtungen und Schwierigkeiten aus ihrem Arbeitsalltag in der Moderation und Öffentlichkeitsbeteiligung und sprechen mit Karolin Ring, und Vitalij Spak über Kommunikation in Krisenzeiten. Vor allen Dingen, wie mit aufkommendem Unmut und Aggression in Veranstaltungen umgegangen werden soll. Welche Phänomene lassen sich in den letzten Jahren im Zusammenspiel von Bürger:innen, Verwaltung und Politik beobachten? Welche Rolle spielen Vertrauensverluste und Entfremdung von der Politik? Und wie lässt sich Sprache als Mittel einsetzen, um wieder in einen fruchtbaren Austausch und zu einer bereichernden Beteiligungskultur zu kommen? Alle, die mit Öffentlichkeitsbeteiligungen zu tun haben, sollten das Gespräch nicht verpassen!
04.03.24 • 63:17
Um aktuelle Anlässe zeitnah behandeln zu können, startet die Stadtrederei ein neues Format. „Auf einen Kaffee mit …“. Kurz und kompakt besprechen wir mit einem Gast über Projekte und Vorhaben mit hoher Aktualität und Nachrichtenrelevanz. Zur Premiere haben wir Stephan Reiß-Schmidt eingeladen. Er ist engagierter Aktivist für eine gemeinwohlorientierte Bodenwende und ehemaliger Planungsdirektor der Stadt München. Im November 2023 hat er einen Aufruf an die Politik und Planer:innenzunft gestartet. Dabei geht es um die vorgelegte „Formulierungshilfe“, ein Gesetzentwurf, mit dem bezahlbarer Wohnraum in angespannten Wohnungsmärkten beschleunigt werden soll. Mit der Generalklausel des § 246 e BauGB sollen bis 2026 sämtliche Errungenschaft des Planens und Bauens in Hinblick auf gemeinwohlorientierte Bodenpolitik und bezahlbares, nachhaltiges Wohnen außer Kraft gesetzt werden. Unter den Tisch fallen dann Bauverpflichtungen, Mindestquoten für geförderten Wohnungsbau, grenzscharfe Ausweisungen von Innen- und Außenbereichen sowie der Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfungen. Dies ist ein erheblicher Eingriff in das Recht der kommunalen Selbstverwaltung. Die Fachwelt ist entsetzt und die Zeit drängt etwas gegen diese Initiative zu tun. Im Gespräch erklärt Stephan Reiß-Schmidt die Hintergründe des § 246 e BauGB und dessen Auswirkungen auf eine sozial- und klimagerechte Bodennutzung. Hören Sie rein, trinken Sie einen Kaffee mit uns – und seien Sie wachsam!
29.01.24 • 30:00
Mit voller Kraft voraus startet die Stadtrederei bereits in das vierte Jahr! In der 29. Folge „Stadtrederei auf Sicht: unser Blick auf Highlights und Herausforderungen“ erfahren Sie, welche vielfältigen Themen uns in 2023 beschäftigt haben. Christine Grüger und Fee Thissen resümieren aus den neun letzten Folgen und berichten über ihre ‚Magic Moments‘: Wie verändert Künstliche Intelligenz die Stadtentwicklung? Wie lässt sich der Klang der Stadt planen? Wie können Kinder und Jugendliche als Teil der Öffentlichkeit zielorientiert an der Entwicklung von Stadt mitwirken? Sie berichten zudem über bestehende und neue Herausforderungen, die spannende Gäste aus unterschiedlichen Perspektiven betrachteten, z.B. in Bezug auf die Entwicklung der Innenstädte und die Krise am Wohnungsmarkt. Gemeinsam mit Teresa Albert (ISW) geben die Moderatorinnen Einblick hinter die Kulissen der Stadtrederei. Dabei schauen sie auch nach vorn und zeigen auf, welche Neuerungen sich im angelaufenen Jahr 2024 ergeben. Die Zuhörenden des Podcasts können sich auf interessante Gesprächspartner:innen, eine Live-Reportage und manche Überraschung freuen – schon bald zur 30. Jubiläumsfolge! In diesem Sinne freuen wir uns, Sie weiterhin bei der Stadtrederei zu begrüßen, und wünschen guten Rückenwind für 2024!
09.01.24 • 20:54
Großes Potential oder unkontrollierbare Gefahr? Künstliche Intelligenz ist derzeit in aller Munde und polarisiert unabhängig von ihrem Anwendungsbereich. Wir blicken in dieser Folge auf die Auswirkungen der KI auf Stadtplanung, Öffentlichkeitsbeteiligung und Verwaltungshandeln. Welche Möglichkeiten eröffnet KI in Bezug auf Arbeitsprozesse und Ressourceneinsatz? Welche Regeln und Maßnahmen sind notwendig, damit Innovation mit Verantwortung einhergeht? Unsere Gäst:innen Milena Dietrich, Dr. Jens Libbe und Eva Mayer berichten sowohl von der Anwendung künstlicher Intelligenz in ihrem eigenen Arbeitsalltag als auch von der Wissensvermittlung und Beratung nach außen sowie übergeordneten wissenschaftlichen und politischen Zusammenhängen.
18.12.23 • 47:24
Welche Zukunftshorizonte hat die Stadt und wie wird sie geplant? Stadtentwicklung bedeutet, in großen Zeitspannen zu denken, komplexe Zusammenhänge zu berücksichtigen und mit vielen unterschiedlichen Akteur:innen zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren. Wir sprechen in dieser Folge über Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (ISEKs). Weshalb sind solche wegweisenden Planungskonzepte sinnvoll und welche Stolpersteine bestehen? Welche Erwartungen sind an übergeordnete Planungskonzepte geknüpft? Wie können die verschiedenen Handlungsfelder, wie z.B. Klima, Freiräume, Mobilität, Wirtschaft, Soziales oder Gesundheit, sinnvoll miteinander verzahnt werden? Und wer redet alles wobei mit? Unsere Gäste Brigitte Karhoff, Ricarda Pätzold und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Klaus Selle aus den Bereichen Beteiligung, Forschung und der Praxis auf Quartiersebene teilen uns ihre Sichtweisen und Erfahrungen sowie Einschätzungen zur Zukunft der Stadt mit.
08.11.23 • 65:23
Stadtentwicklung braucht eine visuelle, emotionale und informative Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: von der Ansprache der Betroffenen und Beteiligten über die mediale Informationsverbreitung und inhaltliche Erörterung bis hin zum Umgang mit den Planungs- und Beteiligungsergebnissen. Da es in der Planerwelt und in den Medien oft zu unterschiedlichen Wahrnehmungen kommt, diskutieren wir mit unseren Gästen Sandra Peters, Gabriele Renz und Bernadette Spinnen unter anderem folgende Fragen: Wie sieht die Medienlandschaft rund um die Stadtplanung und -entwicklung aus, wer sind die Akteur:innen und welche Formen der Zusammenarbeit gibt es? Wie funktionieren lokale Informationsvermittlung und Berichterstattung in den (sozialen) Medien? Und wie kann es gelingen, bei den Bürger:innen das Interesse für das Stadtmachen zu wecken?
04.10.23 • 62:22
Innenstädte sind einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Gegenwärtig wird der offensichtliche Verfall beklagt: Leerstände von Kaufhäusern, Bürogebäuden und Gewerbebetrieben sind sichtbare Zeichen dafür. Diese Entwicklung begann schon vor der Corona-Pandemie – der Onlinehandel, steigende Mieten und verändertes Kaufverhalten sind die Treiber dieses Wandels. Vielfältige Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene sowie einzelner Kommunen wurden gestartet, um die Innenstädte zu beleben und attraktiver zu gestalten – die Nutzungsmischung erlebt eine Renaissance. Ein Blick auf die eingeleiteten Transformationsprozesse zeigt, dass jede Stadt individuell nach Lösungen sucht und Konzepte für die verschiedenen Einheiten der Innenstadt erarbeitet. Parallel dazu gibt es temporäre Maßnahmen wie z.B. Pop-up-Stores, Straßenfeste, Konzertreihen oder Abendmärkte. Nachhaltige und spürbare Transformationen sind bislang jedoch nur wenige zu finden. Im Podcast sprechen wir mit unseren Gästen Dr. Daniela Karow-Kluge, Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher und Anette Vogel weniger über den (allseits bekannten) Wandel der Innenstadt im Allgemeinen, sondern gehen auf die Suche nach Stadtmacher:innen, nach konkreten Projekten und Erfolgsfaktoren, aber auch Stolpersteinen für die Umsetzung gelungener Innenstadtprojekte. Dies soll unseren Zuhörenden „die Augen öffnen“ und Mut machen, kreative und vielfältige Innenstädte für die nächsten Generationen zu gestalten.
09.08.23 • 56:14
Welche Fragen und Herzensthemen bewegen Kinder und Jugendliche hinsichtlich ihrer Stadt? Wie wirken Jugendliche mit, wie können sie ernsthaft und selbstwirksam in die Gestaltung von Stadt eingebunden werden? Welche Beteiligungstools machen am meisten Spaß, motivieren – und sind wirksam? Nachdem wir in der Podcast-Folge #22 mit drei Expert:innen aus der Partizipationspraxis über Jugendliche gesprochen haben, lassen wir nun junge Menschen selbst zu Wort kommen. Aus verschiedenen Perspektiven – vom Jugendratsmitglied bis zum Multiplikator – teilen Oliver Bartl, Özge Erdoğan und Lorenzo Peuser ihre Erfahrungen aus konkreten Projekten und ihrem Engagement und stellen klar: „Ladet uns frühzeitig ein, lasst uns am Prozessdesign mitarbeiten, setzt bekannte Plattformen und digitale Instrumente ein, nehmt uns ernst und lasst uns konkret mitwirken – dazu kommen wir auch ins Rathaus, um mit Fachleuten zu reden!“
28.06.23 • 51:43
Steckt Deutschland in einer bundesweiten Wohnungsmarktkrise oder sind es vor allem lokale Ausprägungen, die problematisch sind? Darüber haben unsere Gäste sehr unterschiedliche Auffassungen. Drei Perspektiven treffen in dieser Folge aufeinander: die einer Projektentwicklerin, eines Forschers und eines Wohnwendeökonoms. Wir diskutieren mit ihnen unterschiedliche Instrumente und deren Potentiale, um angespannte Wohnungsmärkte in Metropolen oder die Wohnraumverteilung in Einfamilienhäusern anzugehen. Die Klimakrise, steigende Boden- und Baukostenpreise, Materialengpässe und der Fachkräftemangel verlangsamen den dringend notwendigen Transformationsprozess beim Wohnungsbau. Gibt es ein Licht am Ende des Tunnels? An welchen Stellschrauben sollte bei der Novellierung des Baugesetzbuches gedreht werden? Diese und weitere Fragen diskutieren wir mit unseren Gästen Dr. Daniel Fuhrhop, Prof. Dr. Harald Simons und Carina Skoglund.
31.05.23 • 60:26