Show cover of Zeitrisse

Zeitrisse

Allerlei Geschichten die eines gemeinsam haben: Sie sollen Fantasie und Kreativität anregen und beim Zuhörer Gedankenschlösser entstehen lassen. Das Themenfeld erstreckt sich von Steampunk bis hin zu unglaublichen Begebenheiten aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Titel

Der Zeitrisse-Podcast auf Reisen: im Mittelpunkt der Episode "Die ältesten Dokumente des Tierschutzes" (aus der Sonntagszeitung "Schwizerhüsli", 1911) steht Ceylon (heute Sri Lanka), respektive die alte Sage von König Devanampiya Tissa und Mönch Mahinda, der einst aus Indien den Buddhismus auf die Insel gebracht hatte. Zur  titelgebenden Story  gesellt sich ein Auszug aus dem Buch "Reise einer Schweizerin um die Welt" (1903) von Cäcilie von Rodt, die Bernerin besuchte Ceylon zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

10.01.26 • 17:11

Weil er auf seinen Bildern Damen in "teilweise mangelhafter Bekleidung" abbildete, bekam der Maler und Schriftsteller Emil Beurmann (gemäss eigener Aussage) in seiner Heimatstadt Basel einen "recht schlechten Ruf". Eine Vermutung: der Künstler ist nicht nur wegen seiner Vorliebe für Aktmalerei von "ehrbaren Bürgern" verurteilt worden, es könnten durchaus auch seine provokanten Gedichte gewesen sein. Nun denn, der Artikel "Emil Beurmann, Basel" von Paul Schaffner (aus "die Schweiz", 1920) wurde in dieser Zeitrisse-Episode mit den beurmannschen Dichtungen "Matterhornbahn" und "Tellsplatte" kombiniert.

03.01.26 • 18:01

In dieser Zeitrisse-Episode: Dr. Albert Hablützel (1865-1940), zu Lebzeiten weitherum bekannter und geschätzter Redaktor des "Neuen Winterthurer Tagblattes", mit einem begeisternden Bericht vom Besuch des Genfer Ateliers von Ferdinand Hodler (1853-1918). Hablützel integrierte übrigens in seinem Aufsatz gleich noch den ihn begleitenden Winterthurer Maler Hans Schoellhorn (1892-1982, Sohn von Fritz Schoellhorn, Direktor der Winterthurer Brauerei Haldengut), von ihm stammt die Skizze links unten auf dem Podcast-Cover, gleich neben seinem Bild "Zur Fabrik" ("L'Usine"). Ferdinand Hodler, der anno 1900 mit der Auftragsarbeit "Rückzug von Marignano" (Landesmuseum Zürich) für hitzige Diskussionen sorgte, war bei Hablützels Besuch mit der "Schlacht von Murten" beschäftigt, das Motiv hätte das bestehende dreiteilige Fresko im Landesmuseum ergänzen sollen, infolge seines Todes im Frühjahr 1918, kam es aber nicht mehr dazu. Der abschliessende, flammende Nachruf auf den grossen Künstler stammt ebenfalls aus "Die Schweiz - Schweizerische illustrierte Zeitschrift".   

27.12.25 • 20:49

Kleines Geschenk, grosses Geschenk? Darf es etwas kosten oder eher nicht? Was passt, was nicht? Tja, die vor 130 Jahren in "Schweizerisches Familienblatt" von Marie H. gestellte Frage ist noch immer aktuell. Auch wenn es heutzutage vielleicht nicht mehr unbedingt um Dienstboten geht, die Grundsätze und Überlegungen zum Thema des Schenkens sind noch immer die gleichen.

20.12.25 • 17:17

Märchen sind längst nicht nur für Kinder, thematisch sprechen sie oft auch Erwachsene an. In "Der Esel des St. Nikolaus" (1905) aus der Feder der Schweizer Schriftstellerin Lisa Wenger-Ruutz (1858-1941), lässt sich zwischen den Zeilen durchaus auch sozialistisches Gedankengut heraushören, oder wie lässt es sich sonst erklären, dass der Esel in den Streik tritt und die Frage nach fairen Arbeitsbedingungen und besserem Lohn auftaucht? 

13.12.25 • 19:04

Die Kurzgeschichte "Eine Woche" von Charles Lewis kommt im Gewand von Tagebucheinträgen daher: wir begleiten Mitte der 1920er einen namenlosen und eigentlich recht biederen Protagonisten durch das mondäne New York. So weit so gut, allerdings verursacht der Hauptdarsteller einen Vorfall, der Fragen der sittlichen und gesellschaftlichen Verhaltensregeln aufwirft. Doch was ist richtig, was ist falsch? Wer fühlt sich zum Richter oder zur Richterin berufen und möchte über das Vorkommnis urteilen? Die vertonte Story entstammt der Zeitschrift «Zürcher Illustrierte», Heft 22, 1927.     

06.12.25 • 19:50

Den "Jungen" ist vielleicht der deutsch-schweizerische Schriftsteller Hermann Hesse nicht mehr geläufig, manchen "Alten" hingegen schon, die hatten seinen "Steppenwolf" und "Siddhartha" sicher auch so begeistert verschlungen wie ich. Hesses hier vertonte Kurzgeschichte "Die Stadt" von 1910 ist gleichermassen Parabel, Zukunftsvision, Erzählung oder gemäss Bezeichnung der 1916 in "Die Schweiz - Schweizerische illustrierte Zeitschrift" abgedruckten Textversion, eine Skizze. Die Umsetzung erfolgte in bewährter Zeitrisse-Manier, das Geräuscheffekt-Pendel (SFX) schwingt einmal mehr hin und her und Gitarrist "Robin The Seaman" greift in die Saiten seiner Gibson Les Paul Junior.  

29.11.25 • 19:38

Die Welt von heute und morgen durch die Brille von gestern betrachtet: in den beiden hier vertonten Artikeln aus der Zeitschrift "Zürcher Illustrierte", philosophierte und spekulierte man 1927 ("Im Jahre 1950") und 1928 ("Die Stadt im Jahre 2000") über die Zukunft. Im Nachhinein ist es immer spannend zu sehen, was man sich von einer solchen Zukunft erhoffte, was Luftschloss blieb und was von diesem Gedankengut schlussendlich technische und soziale Realität wurde. 

22.11.25 • 21:36

Jules Verne hatte anno 1873 mit seinem Roman "Reise um die Erde in 80 Tagen" die Vorlage geschaffen: reale Abenteurer versuchten in der Folge die vorgegebene Zeit des Romanhelden Phileas Fogg zu schlagen, es entwickelte sich ein regelrechter Wettkampf. Als der 15-Jährige Palle Huld 1928 von der dänischen Zeitung "Politiken" auf eine solche Weltreise geschickt wurde, waren die Verkehrswege bereits so gut ausgebaut, dass Palle die Weltumrundung in 44 Tagen schaffte.

15.11.25 • 21:59

Hanns Günther, der Autor von "Wie man die Stimme von Sängern prüft" (1925), tönt es in seinem Aufsatz an, nicht alles was aus Amerika kommt muss auch beklatscht werden, ein Grundsatz der auch 100 Jahre später noch seine Gültigkeit hat. Das gilt wohl auch für die seltsame Maschine mit der die Gesangsleistung mittels Spirometer, Oszillograph und Gasmaske gemessen werden sollte, glücklicherweise setzte sich die Methode nicht durch und die Geräte landeten im Schrottcontainer. Vom 15. November bis 7. Dezember 2025 trifft man sich übrigens wieder am "Weihnachts-Zirkus-Zauber" in Russikon: auch dieses Jahr wieder mit einem Märchenland (inklusive Tonspur von Tonquelle Hofer), Variété Pavé und Raphaelius, der seine neueste Erfindung, eine Zuckerwatten-Apparatur, den Händen von Professor Knallkopf überlässt. Ob das gut geht?

08.11.25 • 20:44

 Vor ein paar Jahren stolperte ich über den 1903 in der Zeitschrift "Die Schweiz" veröffentlichten Artikel "Sternenberg". Wahrscheinlich war er mir damals zu kurz um ihn zu vertonen, aber als er mir kürzlich beim Durchblättern des Jahrbuches wieder ins Auge stach, da ergab sich alles wie von selbst: der "Sternenberg"-Bericht war die perfekte "Ouvertüre" zu "Die Jakobszelle" aus dem Buch "Sieben mal sieben Jahre aus meinem Leben" des Zürcher Oberländers Jakob Stutz. Der Dichter beschrieb in diesem Kapitel die Entstehung seiner "Klause", die er 1842 in Sternenberg baute, ein einfaches Holzhäuschen, heutzutage würde man so ein Gebäude vermutlich als "Tiny House" durchwinken. Ob diese Zeitrisse-Episode, respektive das Geschichten-"Puzzle" funktioniert? Man überzeuge sich doch bitte selbst. Ganz am Ende dieser Zeitrisse-Folge geht es dann übrigens noch ins Kino, wir besuchen in Wetzikon einen "Kurzfilmabend" von Pat Pascale. 

01.11.25 • 21:23

Driftet der Zeitrisse-Podcast mit der Drachentöterballade "Struth Winkelried" aus der Feder des Zürcher Dichters Johann Martin Usteri ins Reich der Fantasie ab? Irgendwie schon, allerdings entstand die Ballade vor über 230 Jahren und basiert auf einer uralten Sage die in der Zentralschweiz ihren Ursprung hat. Bei der Ausstattung von Usteris Zeilen gestattete ich mir ein paar künstlerische Freiheiten, die Annäherung an das Genre Spaghetti-Western ist durchaus so gewollt, auch wenn in der Aufnahmepause schlussendlich doch ein Teller leckere Älplermagronen mit Röstzwiebeln, Kartoffeln, Käse und Apfelmus serviert wurde. Buon appetito wünsche ich, oder gut Schweizerisch "en Guete".

25.10.25 • 25:31

Es war die Antwort auf eine eigentliche Katastrophe, die Abholzung der Tössbergwälder im Zürcher Oberland, die im 19. Jahrhundert durch Menschenhand verursacht worden war: der Kanton Zürich reagierte, kaufte ab 1896 im Quellgebiet der Töss Land auf, begann mit der Aufforstung der kahlgeschlagenen Abhänge und gründete 1912 im Tössstock ein Wild- und Pflanzenschutzreservat. Im Aufsatz von S. Zurlinden - aus der Zeitschrift "Die Schweiz" (1913) - wird auf Schuldzuweisungen verzichtet, stattdessen wird von einem faszinierenden Ökosystem geschwärmt. Aber auch der Mensch geht nicht vergessen, den letzten verbliebenen Landleuten auf der Strahlegg begegnete der Autor mit Respekt und Empathie.  

18.10.25 • 28:59

Nein, die 1928 von der deutschen Schriftstellerin Karoline «Carry» Brachvogel beschriebenen "Reiseunarten" und ihre "Träger" sind nicht ausgestorben, sie haben sich nur leicht gewandelt und sich  sogar ins 21. Jahrhundert hinüber gerettet. Sie treten mit ihrer ganzen Vernichtungskraft immer wieder ins Rampenlicht, in Hochgeschwindigkeitszügen, S-Bahn, Tram und Bus, in der einfachen Absteige wie auch auch im Luxus-Resort, immer darauf bedacht, möglichst grossen Aufruhr zu verursachen in ihrem Umfeld. 

11.10.25 • 19:33

Lust auf eine Prise Schauerliteratur? Wenn ja, dann bekommen Zeitrisse-HörerInnen mit der Novelle "Der Geist des Bösen" so ziemlich das, was der Titel verspricht. Grazia Deledda, sardische Schriftstellerin und Literatur-Nobelpreisträgerin des Jahre 1926, zog hier an allen verfügbaren Genre-Strippen und wagte einen Blick in tiefste menschliche Abgründe. Ob die akustische Umsetzung gelungen ist? Man höre und urteile bitte selbst, beachte aber bitte den Gefahrenhinweis: "Nicht geeignet für schwache Nerven".

04.10.25 • 25:33

Zürich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die City am Ufer des Zürichsees und der Limmat blüht, an der Universität Zürich werden bereits Frauen gesichtet, darunter auch die Russin Nadeschda Suslowa, die 1867 ihren Doktortitel macht. Der Artikel von 1872 aus "Über Land und Meer" von W. Marr, Zürich-Korrespondent des Blattes, dreht sich um die Situation der Bildung junger Frauen, damit einhergehend natürlich "Emanizipation der Frau", aufsehenerregende studentisch/feministische Auswüchse und den Sozialismus, der sich damals in der Stadt verbreitete.

27.09.25 • 28:25

Am 5. April 1923 verstarb Lord Carnarvon in Kairo an den Folgen eines Insektenstiches, die Printmedien brachten seinen Tod in Zusammenhang mit dem "Fluch des Pharao", einer Geschichte nach welcher Pharaonen ihre Gräber mit magischen Sprüchen gegen Eindringlinge geschützt hätten, allerdings stammt diese Legende vermutlich aus der "Neuzeit", genauer gesagt aus dem Jahr 1820. Nun denn, genug der Worte, widmen wir uns weiter Howard Carters Erforschung des Schreins von Tutanchamun... 

20.09.25 • 25:54

Archäologie begeisterte schon die Generationen vor uns, "Das Grab des Tutanchamun" ist ein Bericht aus den 1920ern, als Forscher wie Howard Carter schon fast den Status von Popstars innehatten. Der Bericht aus der Feder des Ägyptologen Prof. Dr. Roeder stammt aus dem Jahrbuch "Die weite Welt - ein Buch der Reisen und Abenteuer, Erfindungen und Entdeckungen". Die der Zeitrisse-Redaktion vorliegende Edition von 1923 erschien bei Rascher & Cie. AG in Zürich, Verlag mit Buch- und Kunsthandlung am Limmatquai 50.

13.09.25 • 31:44

"Willem van de Velde der Jüngere" ist ein Portrait von 1874 aus der Zeitschrift "Illustrierte Chronik der Zeit". Die Reise durch die Zeit verweilt aber nicht bei diesem genialen holländischen Maler und seinem ebenso bekannten Vater (Willem van de Velde der Ältere), sondern zieht den Bogen weiter ins Amsterdam der Gegenwart, im Fokus stehen eine Schiffsreplik, hochklappbare Strassen, Grachten, ein cooles Hotel, Fahrräder und eine Fahrt im "Nightjet". Verrückt, klar, aber das ist ja eigentlich das Markenzeichen des Zeitrisse-Podcasts.

06.09.25 • 20:39

Im Bericht "Lindenberg und seine Strohhutindustrie" (aus dem Illustrierten Familienblatt "Die Gartenlaube", 1890) lernt man nicht nur Wissenswertes über Kopfbedeckungen aus geflochtenem Stroh, welche vor allem vor der Sonne schützen sollten (sie dienten aber auch als reines Modeaccessoire), sondern auch einiges über Marktwirtschaft, denn schon im 19. Jahrhundert funktionierten die Märkte international.

30.08.25 • 23:21

Vorworte und Einleitungen sind immer wieder eine Quelle der Inspiration, sie beinhalten oft perfektes Futter für den Zeitrisse-Podcast, zugleich sind sie Fenster in die Vergangenheit, die uns die Ansichten unserer Vorfahren vermitteln und Parallelen zur Gegenwart aufzeigen. An den Grundlagen der Zubereitung von Nahrung hat sich beispielsweise bis heute nichts geändert, M. S. Küblers Vorrede in "Neues Deutsches Kochbuch" von 1892 hat in allen Punkten noch immer Gültigkeit. 

23.08.25 • 20:47

Der aus Hittnau im Zürcher Oberland stammende Hans Heinrich Meili, veröffentlichte 1805 sein zweites Buch: "Der Schweizerische Briefsteller", ein Lehrmittel mit unzähligen Briefvorlagen die für eigene Zwecke leicht abgeändert werden konnten, allerlei Wissenswertem zur Landwirtschaft und vielem mehr, es sollte vor allem bei Lehrern und in Schulen zum Zuge kommen. "Der Briefsteller" wurde bald in sämtlichen Gesellschaftsschichten, auch ausserhalb des Schulbereichs ein riesiger Erfolg und erhielt bis zum Ersten Weltkrieg immer wieder erweiterte und dem Zeitgeist angepasste Neuauflagen. Diesen Erfolg erlebte Meili aber nicht mehr, er verstarb 1813 im Alter von 45 Jahren, kurz nachdem er einen zweiten Band veröffentlicht hatte. 

16.08.25 • 38:32

Die Zeitrisse-Episode "Das Zerrbild der Frau" - ein Artikel aus der Zeitschrift "In freien Stunden" von 1928 - beschäftigt sich mit "Fashion", respektive dem Wahnsinn der manchmal damit einhergeht und als Ergänzung zum Thema: "Über Schönheit" aus "Schweizerisches Familienwochenblatt" (1891).

09.08.25 • 19:49

Hans Heinrich Meili: «Fragen, die beherzigt zu werden verdienen, von einem Zürcherschen Landmann» - herausgegeben mit einigen Anmerkungen von Johann Kaspar Lavater, Zürich, bei Ziegler und Ulrich, 1794. Was für ein Titel... ich beschränkte mich aber auf die Vorrede des Hittnauer Schriftstellers ("Der Briefsteller") und ein paar ausgewählte Fragen aus seinem üppigen Fragenkatalog. Es geht um Glaube, Religion, Gott, Natur, Laster, Tugend, Tod, ewiges Leben, allesamt Themen über die man sich im Zeitalter der Aufklärung Gedanken machte.    

02.08.25 • 31:29

"Fussballmatch beim Kristallpalast" ist ein weiteres Kapitel aus "Miniaturbilder aus England", ein Fundstück aus Robert Webers Zeitschrift "Helvetia" (1907). Willy Schalch nimmt uns in dieser Skizze mit zum FA-Cup-Final von 1905 der von Newcastle und Aston Villa bestritten wurde. Wer das Spiel gewonnen hat? Tja, man höre sich doch bitte aufmerksam durch diese Zeitrisse-Episode. Zum Schluss dann wieder eine ganze Menge Kulturtipps und Podcasters Geständnis, dass er den FC Winterthur mega cool findet.

26.07.25 • 19:09

"Am Meer" von Willy Schalch ist das erste Kapitel der Artikelsammlung "Miniaturbilder aus England" die der Autor 1907 in Helvetia (Illustrierte Monatsschrift gegründet von Robert Weber) unterbringen konnte und schildert eine leicht überspitzte Beschreibung des Treibens an einem britischen Strand. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte es längst zum guten Ton, dass man sich Ferien leistete (zumindest die Mittel- und Oberschicht), beschauliche Städtchen lockten mit ihren Seebädern Legionen Erholung suchender Menschen an, kein Wunder kam es da teilweise zu Auswüchsen.   

19.07.25 • 18:00

Um es gleich vorwegzunehmen: "Luftschiffahrt" mit Doppel-"f" entspricht der deutschen Schreibweise die bis 1996 galt, ich verzichte aufgrund der Authentizität darauf, den originalen Titel von 1890 an die Rechtschreibereform von 1996 anzupassen, für einmal also ohne Dreifach-"f". Nun gut, die Story beschäftigt sich mit der Frage wie sich die Luftfahrt weiterentwickeln werde, natürlich aus damaliger Warte betrachtet: dem Ballon wurde aus plausiblen Gründen schon mal keine grosse Zukunft prophezeit, stattdessen...

12.07.25 • 21:49

Und immer wieder landete er bei dem, was er am besten verstand als Kleinbauer: bei den Tieren. In der Zeitrisse-Folge "Die drei Pferde im Himmel" (1909, gefunden in "Die Schweiz - Schweizerische illustrierte Zeitschrift") zeichnet der Schweizer Schriftsteller Alfred Huggenberger (1867-1960) das Schicksal von drei Pferden nach, bevor es in einem zweiten Gedicht einem Ochsen an den Kragen geht. Tja, andere Zeiten könnte man sagen, aber auch heute noch sind Themen wie Tierschutz und Nutztierhaltung regelrechte Dauerbrenner.   

05.07.25 • 16:32

Ein ultimatives Thema, weil darum herum kommt niemand: Essen und Trinken. Der Artikel "Kulinarisches aus alter Zeit" von 1891 (aus Schweizerisches Familienwochenblatt) ist allerdings nicht bierernst zu verstehen, der Zuhörer wird schnell merken, dass unsere Altvorderen Humor hatten und gerne lachten, das gilt auch für Wilhelm Busch den ich ganz am Ende der Folge noch zitiere.

28.06.25 • 19:13

"Die Hochstaplerzunft", eine Skizze aus "Für's Schweizer Haus" (1908), ist eine weitere Reportage aus der Unterwelt, oder vielleicht müsste man bei Betrügern dieser Art vielleicht eher von Oberwelt sprechen, Hochstapler kleiden sich ja gerne standesgemäss und treten in entsprechend glamourösem Umfeld auf. Ein weiteres Thema: wussten Sie schon, dass es auf www.zeitrisse.ch eine (absolut seriöse) Spendenfunktion gibt mit welcher man den Zeitrisse-Podcast unterstützen kann? 

21.06.25 • 18:01

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