Wolltest Du schon immer über Aktien und Börse lernen? In diesem Podcast erfährst Du, wie Du Dein Geld anlegst und richtig investierst. Du erfährst nicht nur, was Ulrich Müller so erfolgreich gemacht hat, sondern bekannte Persönlichkeiten geben ihre besten und schlechtesten Investitionen preis. Seit seinem 16. Lebensjahr interessiert sich Ulrich Müller für Investments aller Arten. Mittlerweile ist er ein Aktienprofi, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Du wirst dadurch mit auf eine Reise genommen und bekommst Erfolgsrezepte, Tools und Strategien von Coaches, Investmentberatern, Börsenprofis, Immobilien-Investoren, sowie bekannten Autoren und Personen aus seiner Börsenfamilie an die Hand, die Du in Dein eigenes Leben integrieren kannst. Es geht hier darum, wie Du Dich selbst, sowie die richtigen Chancen für Dein Leben erkennst um somit Deine persönlichen Erfolge zu feiern.
Warum ich als gelernter Maurer lieber Aktien als Immobilien vermiete Als gelernter Maurer und Sohn eines Bauunternehmers liegt mir der Immobilienmarkt im Blut. Doch ein Großteil meines Vermögens steckt heute in Aktien. Warum ich lieber Aktien statt Immobilien vermiete und welche entscheidenden Vorteile diese Assetklasse bietet, erfährst Du in diesem direkten Vergleich. Ich stelle beide Anlageformen in zehn zentralen Punkten gegenüber – von den Transaktionskosten bis zum Verwaltungsaufwand. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen? Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind Mein Fazit Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien als Immobilien vermiete, mag auf den ersten Blick überraschen. Um das zu verstehen, muss ich ausholen. Mein Vater war 45 Jahre lang Bauunternehmer und lebte für seinen Beruf. Ich trat in seine Fußstapfen und absolvierte selbst eine dreijährige Maurerlehre. Rückblickend war das eine äußerst prägende Zeit. Ich lernte, was es heißt, sein Geld mit den eigenen Händen zu verdienen: Jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen, bei jedem Wetter auf der Baustelle stehen – in brütender Hitze, im Schneetreiben oder Dauerregen – und den ganzen Tag volle Leistung bringen. Parallel dazu spielte ich Handball in der Regionalliga und 2. Bundesliga, mit vier Trainingseinheiten pro Woche. Die Kombination aus körperlicher Schwerarbeit und Hochleistungssport formte eine extreme Disziplin. Damals war ich topfit, mit unter 8 % Körperfett, und konnte essen, was ich wollte. Warum erzähle ich das? Diese frühen Erfahrungen sind der Ursprung für meine heutige Überzeugung: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Anfangen kann jeder – darin sind wir alle groß, doch Dinge langfristig, über Jahre oder sogar Jahrzehnte durchzuziehen, das ist die wahre Meisterklasse. Das zeigt auch das Beispiel von Warren Buffett. Ein großer, massiver Teil seines Vermögens entstand erst ab seinem 50. Lebensjahr. Woran lag das? An seinem systematischen Ansatz, seinem langfristigen Denken und vor allem daran, dass er durchgehalten hat. Genau diese Disziplin ist der Kern jedes nachhaltigen Investitionserfolgs. Warum ich inzwischen weniger in Immobilien investiere und stattdessen viel mehr in Aktien – das habe ich gerade im Büro erlebt. Denn wegen des Neuschnees hatten wir einen Wasserschaden. Durch das Gewicht ist das Dach ein wenig eingerissen, wodurch Wasser in das Gebäude gelangte. Zum Glück hat es keinen großen Schaden angerichtet, aber was diese Situation zeigt: Man muss sich um diese Dinge kümmern. In dieser Folge möchte ich die Unterschiede der beiden Assetklassen herausarbeiten. Zuvor ist es aber wichtig, anzumerken, dass man mit beiden gutes Geld verdienen kann. Doch dafür ist es unabdingbar, dass man sich mit diesen Assetklassen gut auskennt – dazu gehört nicht nur fachliche, sondern auch steuerliche Expertise, und natürlich auch eine klare Strategie. Wenn Du mir schon länger folgst, dann weißt Du, dass ich ein sehr strategischer und systematischer Anleger bin und das ist etwas, was Du in jedem Fall auch brauchst. Neben dem Durchhalten geht es auch um Strategie und darum, das System im Auge zu behalten. Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen? Ob Aktie oder Immobilie – bevor Du investierst, musst Du den Wert beurteilen. Bei einer Immobilie ist das komplex: Lage: A-, B- oder C-Lage? Nutzung: Gewerbe oder Wohnraum? Standort: In welcher Stadt, in welchem Viertel? Baulicher Zustand: Wie ist die Substanz? Hier hilft mir mein Handwerker-Hintergrund, Qualität und mögliche Mängel wie Feuchtigkeit einzuschätzen. Diese multifaktorielle Bewertung ist aufwändig und erfordert viel Expertise oder teure Gutachter. Das ist der klassische Unterschied zwischen Wert und Preis. Als Maurer kann ich den baulichen Wert relativ gut beurteilen – die Qualität der Wände, des Dachs, Feuchtigkeit. Das ist ein Vorteil, aber dennoch aufwändig. Auf der Aktienseite ist dieser Schritt um ein Vielfaches einfacher. In unserer Ulrich Müller Wealth Academy nutzen wir das AQUB-Tool. Gibst Du einen Aktiennamen ein, erhältst Du sofort eine Klassifizierung: A-Wert: Ein Top-Wert mit stetigem Aufwärtstrend (LURO-Aktien). B-Wert: Steigt ebenfalls, hat aber eine gewisse Schwankung. C-Wert: Hat Qualität, aber sehr große Schwankung. Diese klare, schnelle Einschätzung ist ein gewaltiger Effizienzvorteil. Im Vergleich punkten hier klar die Aktien. Zwischenstand: 1:0 für Aktien. Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied Beim Kauf einer Immobilie in Deutschland fallen gewaltige Nebenkosten an, noch bevor die eigentliche Investition beginnt: Grunderwerbsteuer: 6–7,5 % (je nach Bundesland) Notar und Grundbuch: ca. 1,5 % Maklerprovision: oft 5–6 % (teilweise aufgeteilt) Schnell summieren sich diese Nebenkosten auf 10–14 % des Kaufpreises. Bei einem Haus für 400.000 € sind das 50.000–60.000 €, die zusätzlich anfallen und erst über Jahre der Mieteinnahmen wieder hereingeholt werden müssen. Auf der Aktienseite sind die Transaktionskosten marginal. Die Höhe der Kosten hängt aber natürlich von Deiner Strategie ab. Ein Buy-and-Hold-Investor hat nahezu keine laufenden Kosten. Folgst Du einem aktiveren Ansatz wie meinem (Value-Investor mit Trading-Ansatz), fallen etwas mehr Gebühren an. Wir bei der Ulrich Müller Wealth Academy haben allerdings bei Interactive Brokers oder auch CapTrader absolute Spezialkonditionen, weil wir so groß sind und so eine Menge von Menschen zusammenbringen. Das kann dazu führen, dass Trades für 50.000 $ circa 1–3 € Gebühren kosten. Und da sehen wir schon: für die Aktie definitiv das 2 zu 0, denn die Transaktionskosten sind auf der Aktienseite deutlich geringer und dadurch bleibt das Ganze auch flexibler. Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet Der nächste Punkt ist die umfassende Prüfung. Bei einer Immobilie muss alles geprüft werden: Sind alle Baumaßnahmen amtlich eingetragen und legal? Wie steht es um die Statik? Besonders im Ausland ist Vorsicht geboten. Oft muss ein teurer Gutachter hinzugezogen werden, um nicht die „Katze im Sack" zu kaufen. Auf der Aktienseite entspricht das der fundamentalen Analyse (Wert vs. Preis) und der Beurteilung des Managements. Den größten Teil dieser Arbeit übernimmt für Dich der CEO des Unternehmens. Du musst Dich nicht um Bauanträge oder Statik kümmern. Zwischenstand also: 3:0 für Aktien. Kommen wir direkt zum nächsten, großen Punkt: die Verwaltung. Jeder, der mehrere Immobilien besitzt, weiß, dass dies ein großes Thema ist: Neuvermietung und Mieterwechsel Übergabe- und Rückgabeprotokolle Organisation und Abrechnung von Reparaturen Nebenkostenabrechnungen Die Liste der Verwaltungsaufgaben ist lang und zeitraubend. Bei Aktien übernimmt auch hier das Management des Unternehmens diese komplette operative Arbeit für Dich. Als Aktionär musst Du Dich um keine Mieter oder Abrechnungen kümmern. Zwischenstand: 4:0 für Aktien. Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt Dieser Punkt ist so zentral, dass ich ihn extra ausgliedere. Bei einer Immobilie muss man stets Rücklagen bilden – die Faustregel sind 1 % des Hauspreises pro Jahr für Instandhaltung. Heizung, Fenster, Malerarbeiten: Immer wieder fallen Kosten an. Doch es geht nicht nur ums Geld, sondern um Zeit und Aufwand: Angebote einholen, zuverlässige Handwerker finden, die Arbeiten koordinieren und überwachen. Selbst mit einer Hausverwaltung wirst Du als Eigentümer bei größeren Maßnahmen in Entscheidungen eingebunden. Diesen kontinuierlichen praktischen Aufwand gibt es bei Aktien nicht. Zwischenstand: 5:0 für Aktien. Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert Hier wird es interessant, denn der Punkt Fremdfinanzierung spielt für beide Assetklassen eine Rolle, aber auf sehr unterschiedliche Weise. Die meisten Menschen können sich eine Immobilie nicht bar leisten. Ein Kredit ist hier die Regel. Das Spiel aus Eigenkapital und Fremdkapital (Leverage) ermöglicht den Kauf einer teureren Immobilie, bringt aber eigene Herausforderungen mit sich: Eigenkapitalbeschaffung: Eine hohe Summe muss zunächst angespart werden. Aufwändige Finanzierung: Umfangreiche Unterlagen müssen bei der Bank eingereicht und regelmäßig aktualisiert werden – besonders für Selbstständige ein großer bürokratischer Aufwand. Kapitaldienst: Die monatliche Rate muss stets bedient werden. Zinsrisiko: Steigen die Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung, kann die neue Rate schnell untragbar werden. Emotionale Belastung: Viele Menschen schlafen schlecht, wenn sie hunderttausende an Schulden haben. Auf der Aktienseite ist die Grundempfehlung klar: Handle nie mit geliehenem Geld. Wir setzen nur eigenes Kapital ein (Hebel 1). Zwar bieten Broker die Möglichkeit, mit einem Hebel zu arbeiten (sogar bis zu 6), aber davon rate ich dringend ab. Das Risiko ist immens. Immobilieninvestoren argumentieren oft mit „Other People's Money" (OPM) – dem Hebel der Bank. Diesen Leverage-Effekt könnte man theoretisch auch im Depot abbilden, aber das Risiko ist hier ungleich höher und schwerer kontrollierbar als bei einer Immobilienfinanzierung. Daher gebe ich in diesem Bereich einen Punkt der Immobilien-Seite. Der Fremdkapital-Hebel ist hier traditionell etablierter und bei verantwortungsvollem Umgang überschaubarer. Neuer Zwischenstand: 5:1 für Aktien. Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt Kommen wir zu zwei klassischen Risiken der Immobilienvermietung: Leerstand und Mietnomaden. Bei Aktien gibt es diese Probleme nicht. Wenn Du Aktien vermietest (d.h. Optionen verkaufst), gibt es immer einen Markt und einen Preis. Leerstand existiert nicht. Dieses Risiko fällt komplett weg. Zwischenstand: 6:1 für Aktien. Das gleiche gilt für das Risiko von Mietnomaden. Bei Immobilien kannst Du trotz sorgfältiger Auswahl (Schufa, Gehaltsnachweise) Pech haben. Mieter können plötzlich nicht mehr zahlen oder verwüsten die Wohnung. Dieses persönliche und finanzielle Risiko ist erheblich. Bei Aktien gibt es keine Mietnomaden. Das operative Geschäft läuft über den CEO des Unternehmens. Dein Investment ist von diesem individuellen Risiko komplett entkoppelt. Zwischenstand: 7:1 für Aktien. Ein verwandtes Risiko ist der Mietausfall. Selbst bei vermieteten Immobilien können Krisen (wie Corona), Jobverlust des Mieters oder andere Gründe dazu führen, dass die Miete ausfällt oder nur teilweise gezahlt wird. Eine Mietausfallversicherung mildert das, frisst aber wiederum Rendite. Auf der Aktienseite ist auch dieses Risiko nicht existent. Die vereinbarte Miete (Optionsprämie) bekommst Du immer. Zwischenstand bleibt: 7:1 für Aktien. Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind Der letzte fundamentale Unterschied ist die Flexibilität. Der Name sagt es schon: Eine Immobilie ist immobil, also unbeweglich. Sie bindet Dich an einen konkreten Ort. Du legst Dich auf eine Stadt, ein Viertel fest. Was, wenn Du den Job wechselst oder umziehen möchtest? Du kannst das Haus nicht einfach auf einen LKW laden und mitnehmen. Diese örtliche Bindung ist ein großer Nachteil an Flexibilität. Auf der Aktienseite herrscht maximale Flexibilität. Du kannst jede Aktie jederzeit kaufen oder verkaufen. Alles, was Du brauchst, ist eine Internetverbindung und Dein Broker-Zugang. Ob Du zu Hause bist oder auf Mallorca im Liegestuhl – ein Knopfdruck genügt. Natürlich gibt es auch gewisse Grenzen. Wobei man sagen muss: Ist man im Aktienmarkt unterwegs und hat die großen Aktien der Welt, die 130, die wir empfehlen, dann ist ein Handel zu jeder Zeit möglich. Ich habe auch schon mal 3 bis 7 Millionen in einer Aktie gehandelt (beispielsweise mit Apple). Und dieser Trade ist innerhalb von Bruchteilen von Sekunden ausgelöst und erledigt worden. Diese Liquidität und Handlungsfreiheit ist mit einer Immobilie undenkbar. Endstand im Vergleich: 8:1 für Aktien. Mein Fazit Zusammenfassend steht im direkten Vergleich ein klares Ergebnis: 8:1 für die Aktie. Man könnte sagen, ich sei als Aktieninvestor parteiisch. Doch darum geht es nicht. Es geht um eine nüchterne Betrachtung der Vor- und Nachteile. Und natürlich bleibe ich dabei: Wenn du Immobilien hast, kannst Du damit natürlich auch super gutes Geld verdienen. Aber meine klare Empfehlung ist: Du solltest immer diversifizieren. Und auch Aktien gehören definitiv in jedes Portfolio rein. Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien vermiete? Weil ich für beide Assetklassen eine Affinität habe, aber die Vorteile der Aktien für mich überwiegen. Das Wichtigste ist jedoch, dass Du überhaupt anfängst zu investieren – anders lässt sich in der heutigen Zeit kein Vermögen mehr aufbauen. Mein persönliches Plädoyer gilt der Aktie, weil der Einstieg leichter und schneller ist, die Lernkurve steiler und viele praktische Hürden einfach nicht existieren. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Was befähigt mich, über Immobilien zu urteilen? (00:03:54) Bewertung, Nebenkosten (00:07:29) Bauliche Prüfung, Verwaltung, Instandhaltung & Reparaturen (00:10:21) Kredite & Angst, Leerstand, Mietnomaden (00:14:20) Mietausfall, Flexibilität, Steuern
19/01/2026 • 19:13
Marktstart 2026: Wie geht es weiter mit DAX, Nasdaq & Co.? Der Jahresstart ist gelungen: DAX und Dow Jones haben mit einem Plus eröffnet, während die Nasdaq seitwärts lief. Doch was bedeutet das für die kommenden Wochen und Monate? In dieser Folge blicken wir detailliert auf die Entwicklungen im Dezember, das Gesamtjahr 2025 und wagen einen ersten Ausblick auf 2026. Welche Sektoren haben Potential? Welche geopolitischen Themen bewegen die Märkte? Und welche konkreten Aktien stehen auf meiner Watchlist? Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Dezember-Fazit Das Jahr 2025 im Rückblick Die treibenden Kräfte In diesen Bereichen sehe ich 2026 Chancen Konkrete Aktien-Ideen Das Dezember-Fazit Der Jahresstart 2026 ist gelungen: DAX und Dow Jones starteten mit einem Plus, der S&P 500 legte leicht zu und die Nasdaq zeigte sich stabil. Doch wie verlief der entscheidende letzte Monat des alten Jahres? Ein Blick auf die Dezember-Performance zeigt ein differenziertes Bild und bestätigt einen laufenden Trend. Die Dezember-Entwicklung der wichtigsten Indizes: Dow Jones: Stieg von 47.700 auf 48.063 Punkte (+0,7 %). Nasdaq: Fiel von 25.434 auf 25.249 Punkte (-0,7 %). Gleichgewichtet ein kleines Plus von 0,2 %. S&P 500: Bewegte sich nahezu seitwärts von 6.849 auf 6.845 Punkte (-0,1 %). Gleichgewichtet sogar leicht im Plus von 0,2 %. Russell 2000: Fiel von 2.500 auf 2.481 Punkte (-0,7 %). MSCI World: Stieg von 4.398 auf 4.430 Punkte (+0,7 %). DAX: Legte einen starken Endspurt hin und stieg von 23.836 auf 24.490 Punkte (+2,7 %). Die Zahlen bestätigen, was ich bereits angedeutet habe: Die Old Economy (repräsentiert durch den DAX und teils den Dow) holte auf, während der Technologie-Sektor (Nasdaq) im Dezember etwas an Schwung verlor. Öl: Leicht gefallen von 58,55 $ auf 57,42 $ (-1,9 %). EUR/USD: Stabil bei etwa 1,16–1,17. Gold: Von 4.239 auf 4.319 (+1,9 %). Silber: 56,50 auf knapp 72 (+26,8 %). Bitcoin: Rückgang von 91.100 $ auf 87.650 $ (-4 %). UM Strategy Fund: Leichtes Plus von 0,5 % bei rund 96 €. Das Jahr 2025 im Rückblick Das waren die Zahlen zum Dezember. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Zahlen von 2025, denn da gab es ein paar interessante Entwicklungen. Silber: Der absolute Top-Performer. Der Preis stieg von rund 28,90 $ auf über 72 $ (aktuell nahe 80$) – ein Plus von fast 160 %. Diese Entwicklung hatte ich vor einem Jahr als spannende Möglichkeit genannt. Gold: Legte ein sehr starkes Jahr hin und stieg von 2.600 $ auf 4.300 $, ein Plus von 65 %. Die treibenden Kräfte Die massive Rallye bei Gold und Silber ist kein Zufall. Sie spiegelt eine tiefe Verunsicherung der Märkte wider, getrieben von mehreren Faktoren: Geopolitische Risiken: Konflikte, die Lage in Venezuela und die politische Diskussion um die US-Regierung. Wirtschaftliche Schwäche: Vor allem in Europa und Deutschland. In solchen Zeiten suchen Anleger Sicherheit in den Rohstoffen Gold und Silber – also außerhalb des Aktienmarkts, was anderen Mechanismen unterliegt. Daher sind die Edelmetalle immer spannend. Im Folgenden schauen wir uns die Zahlen auf Jahressicht (2025) an. Dow Jones: 42.500 auf 48.000 Punkte (+13 %). Ein Kursanstieg von z.B. 13 % impliziert, dass die Gewinne und Umsätze der enthaltenen Unternehmen im Idealfall mindestens im gleichen Maße gestiegen sind. Die Disziplin, Wert und Preis stets im Auge zu behalten, bleibt essentiell. Nasdaq: 21.000 auf 25.249 Punkte (+20 %). S&P 500: 5.800 auf 6.800 Punkte (+17 %). Russell 2000: 2.200 auf 2.500 Punkte (+11 %). MSCI World: +19,5 %. DAX (Top-Performer): 19.909 auf 24.490 Punkte (+23 %) Die fundamentale Triebkraft hinter diesen langfristigen Aufwärtsbewegungen ist für mich eindeutig: Die ultralockere Geldpolitik der Zentralbanken seit der Finanzkrise 2008/09, und auch schon seit der Lehmann-Pleite 2001. Das Gelddrucken wie die Großen, und extrem niedrige Zinsen haben Kapital in die Aktienmärkte getrieben. Aktuell zeigt die Inflation mit 1,8 % erste Anzeichen der Beruhigung. Meine Erwartung für 2026: Wir werden eher wieder Zinssenkungen sehen, was den Märkten weiteren Schwung geben könnte. Die geopolitische Lage in Venezuela ist meiner Meinung nicht so spannend, als dass sie die Märkte groß bewegen kann. Spannender ist eher, ob in diesem Bereich noch andere Länder hinzugezogen werden. Auch interessant ist die Frage, was Trump noch so machen wird. Denn er hat ja auch schon diverse Male über Grönland gesprochen, dass dort sehr viele russische und chinesische Schiffe und Bomber liegen. Grönland ist rein strategisch eine sehr interessante Insel. Dänemark hat die klare Stellung bezogen, dass Grönland zu Dänemark gehört. Der Blick zurück auf 2025 zeigt neben den spektakulären Edelmetallen auch starke Einzelperformances im Aktienmarkt. Während die großen Technologietitel von ihren Allzeithochs etwas zurückkamen, glänzten andere Sektoren und Einzelwerte: Danaher (DHR): Stieg von einem Tief bei 170 $ auf über 240 $. Alphabet (Google): Legte von einem Tief bei 140 $ bis auf eine Spitze von fast 330 $ zu. Johnson & Johnson (JNJ): Ein Favorit aus dem Healthcare-Sektor, stieg von 140 $ auf 215 $ (ein Plus von mehr als 50 %). Medtronic (MDT): Zeigte eine starke Performance von 80 $ auf 106 $. Während Kryptowährungen wie Bitcoin das Jahr mit einem Verlust von ca. 7 % (von 93.700 $ auf 87.600 $) beendeten, bewies der Aktienmarkt einmal mehr seine Stärke – insbesondere in den als „Old Economy" bezeichneten oder defensiveren Sektoren wie Healthcare. Auch ein vermeintlicher Langweiler wie Ross Stores zeigte eine beachtliche Performance: Von einem Tief bei 125 $ stieg die Aktie auf rund 190 $. Dies unterstreicht, dass nicht nur die spektakulären KI-Titel wie Nvidia, sondern auch solide Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen 2025 punkten konnten. In diesen Bereichen sehe ich 2026 Chancen Für das neue Jahr 2026 sehe ich eine Vielzahl treibender Themen, die Anlegern Chancen und Risiken bieten: Makroökonomische und politische Unsicherheit: Die geopolitische Lage (Ukraine, Naher Osten, US-Politik unter Trump) bleibt ein bestimmender Faktor. In Deutschland braucht es dringend eine wachstumsfördernde Agenda mit Fokus auf niedrigere Energiepreise, Steuerentlastung, reduzierte Lohnnebenkosten und massive Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur. Zinspolitik der FED: Die erwarteten Zinssenkungen könnten den Märkten weiteren Rückenwind geben. Die Welt entwickelt sich immer weiter. Probleme schaffen auch Lösungen und neue Märkte – sei es in der Energiewende, der Digitalisierung oder Themen wie Human Robotik. Diese Dynamik schafft fortwährend Investitionsmöglichkeiten. Diese Philosophie der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung wende ich auch auf die Börse an: Jede Marktlage birgt Chancen. Bei Tiefs bieten sich Einstiegsgelegenheiten. Bei Höchstständen wie aktuell gilt es, besonders wachsam nach unterbewerteten Werten mit Nachholpotenzial zu suchen. Ich glaube tatsächlich, dass in dem Jahr 2026 Gelder aus Aktien eher ein Stück weit rauslaufen werden und aus den Big Seven einiges an Luft abgelassen wird. Denn die Bewertungen sind schon etwas aberwitzig. Ich glaube, dass vielleicht die Dividendentitel, die Old Economy wieder mehr ins Spiel kommt. Konkrete Aktien-Ideen Ein konkreter Favorit für mich zu Beginn des Jahres ist Novo Nordisk (NVO). Die Aktie, bereits in meinen Top Ten für 2026, hat sich von einem Tief bei 45 $ auf rund 57 $ erholt. Der positive Impuls kam durch die Markteinführung der Abnehm-Pille in den USA zu einem Monatspreis von 149 $. Novo Nordisk sichert sich so frühzeitig Marktanteile, bevor Konkurrenz folgen kann. Die Aktie wurde meiner Einschätzung nach übermäßig abgestraft und bietet Nachholpotenzial. Neben konkreten Einzelwerten bleiben für mich bestimmte Branchen im neuen Jahr besonders spannend. Healthcare ist und bleibt ein zentraler Bereich. Die demografische Entwicklung ist eindeutig: Die Weltbevölkerung wächst und wird älter. Der Wunsch nach Gesundheit, Pflege und einem langen, vitalen Leben treibt diesen Sektor nachhaltig an. Auch Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein absoluter Megatrend. KI verändert die Welt bereits jetzt fundamental. Ein entscheidender Unterschied zur Dotcom-Blase der Jahrtausendwende: Viele KI-Unternehmen generieren heute bereits enorme Umsätze und Gewinne. Die aktuellen Bewertungen mögen hoch sein, aber sie basieren auf einer realen wirtschaftlichen Basis. Zwar fließen weiter immense Summen in KI-Entwicklung, doch insgesamt ist die Lage eine andere. Ich sehe außerdem Aufholpotenzial in der zweiten Reihe – also bei soliden, etablierten Unternehmen jenseits der absoluten Top-Konzerne, sowohl in Deutschland als auch international. Der Bereich Infrastruktur wird weiter Schwung aufnehmen, was er in Teilen bereits tut. Parallel dazu wird der globale Energiedurst nicht gestillt werden können. Der Energieverbrauch wächst unaufhaltsam weiter. Unabhängig von politischen Debatten ist die zuverlässige Bereitstellung von Energie – ob konventionell oder erneuerbar – eine der fundamentalsten Aufgaben, die riesige Investitionen erfordert. In diesen Bereichen wird es also mit Sicherheit die ein oder andere spannende Aktie geben. Wer in den letzten Wochen meinen Podcast verfolgt hat, den habe ich bereits mitgenommen auf eine kleine Reise durch mein Jahresende und habe dabei 10 bis 12 Aktien genannt, die ich für 2026 sehr spannend finde, darunter Novo Nordisk. Doch abseits konkreter Empfehlungen möchte ich noch ein paar grundsätzliche Worte zur Börse loswerden. Dir als Hörer ist das Prinzip vertraut: Es geht um die Umsetzung der Blaupause eines Investors. Es geht darum, Wert und Preis zu unterscheiden. Es geht darum, den richtigen Moment zum Investieren zu finden, anstatt zu spekulieren. Doch eines steht für mich unumstößlich fest, und das ist mein persönliches Plädoyer für die Aktie: Wir kommen um Aktien nicht mehr herum. Das Zinsniveau ist seit Jahrzehnten niedrig und wird angesichts der globalen Verschuldung und inflationären Tendenzen nicht massiv ansteigen. Wenn Du langfristig Vermögen aufbauen willst, wirst Du das mit Aktien tun. Ich werde nicht müde, dieses Thema immer und immer wieder zu betonen. Denn ich bin überzeugt: Es gibt keine wirkliche Alternative. Langfristig bedeutet Vermögensaufbau, Geld in Aktien und damit in produktives Kapital der Wirtschaft zu investieren. Die vielen positiven Feedbacks und Referenzschreiben, die mich über die Weihnachtstage erreicht haben – per Post, Paket, Brief und E-Mail – haben mich zutiefst gefreut. Ich habe sie alle gelesen. Ein riesiges Dankeschön für diese Wertschätzung! Dass ich „mit Abstand der beste Trainer in Deutschland" bin, war dabei der häufigste Tenor – das bedeutet mir sehr viel. Diese Rückmeldungen machen mich natürlich sehr glücklich. Vielleicht möchtest auch Du 2026 zu Deinem Jahr machen – zu Deinem Jahr des Vermögens, des Erfolgs und des Durchbruchs als Investor. Vielleicht startest oder legst Du dann endlich los. Ein Brief hat mich dabei besonders berührt: Er kam handschriftlich, über zwei Seiten, von einem Menschen, der mich kaum kennt. Wir haben uns nur kurz auf der Cashflow Conference gesehen, und er hat zunächst nur eine Finance Mastery bei mir absolviert. In seinem Schreiben bedankte er sich für meine Art, mein Know-how, meine Energie und meine Power. Er spürte „bis in die letzte Zelle", dass ich Menschen wirklich nach vorne bringen will – als Investor, als Mensch, mit dem richtigen Mindset und der richtigen Umsetzung. Ich liebe diesen Podcast und freue mich auf ein fantastisches 2026 mit Dir. Meine Hoffnung ist, viele Hörer irgendwann persönlich kennenzulernen. Ich wünsche mir, dass Du den Mut findest, ein Seminar zu besuchen und Dich dort auf ein neues Level zu bringen. Im Podcast werden wir weiterhin viele Ideen kreieren und konkrete Tipps geben. Konkrete Aktien, die ich spannend finde, sind unter anderem: Novo Nordisk Nike Die Big Seven Medtronic Starbucks Pfizer uvm. Doch das Allerwichtigste ist und bleibt: Dass Du die Dinge lernst, dranbleibst, sie umsetzt und Dir damit Deinen Erfolg kreierst. Ich wünsche Dir für 2026 von Herzen viel Erfolg. Möge sich Dein Depot so entwickeln, wie Du es Dir vorstellst. Vor allem wünsche ich Dir, dass Du mit der richtigen Strategie an die Märkte gehst, mit der richtigen Strategie das Investieren lernst und mit der richtigen Strategie in die Umsetzung kommst. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Werte Dezember/2025 (00:06:46) Warum steigen die Zahlen? (00:13:43) Wer hat Aufholpotenzial?
12/01/2026 • 18:13
Dein Aktienjahr 2026: Mit der Aktien-Vermietungsstrategie zum Vermögensaufbau Mit dem Jahreswechsel beginnt alles wieder von vorne. Das ist also die perfekte Zeit, um Ziele neu zu justieren und endlich die Dinge anzupacken, die wirklich zählen. Die zentrale Frage: Wie kann 2026 für Dich nicht nur ein gutes, sondern ein herausragendes Börsenjahr werden? Ich nehme Dich heute mit auf eine Reise durch die wichtigsten Lektionen und stelle Dir meine mächtigste Strategie vor: die Aktien-Vermietungsstrategie. Egal, ob Du bereits investierst oder am Anfang stehst: In dieser Folge erfährst Du, wie Du die richtigen Aktien auswählst, ein renditestarkes Depot aufbaust und mit einem klaren Plan durchstartest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Die kritische Selbstreflexion Die Blaupause des Investors in 4 Schritten Das große Geheimnis: Die Aktien-Vermietungsstrategie mit Optionen Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit Der Januar ist der klassische Zeitpunkt für Neuanfänge, aber die Wahrheit ist: Du hast jeden Tag die Chance, Dein Leben zu verändern. Immer wieder höre ich den Satz: „Ulli, im nächsten Jahr fange ich an." Jetzt ist dieser Zeitpunkt! Zuerst möchte ich Dir gratulieren, dass Du den Podcast regelmäßig verfolgst. Doch die entscheidende Frage ist: Was machst Du mit dem Gehörten? Hörst Du nur passiv zu oder machst Du Dir aktiv Notizen und – noch wichtiger – setzt Du die Inhalte in die Tat um? Denn nur die Umsetzung verwandelt Wissen in persönlichen Erfolg. Vergleiche es mit dem Fitnessstudio. Viele starten am 1. Januar hochmotiviert, doch der langfristige Erfolg stellt sich nur ein, wenn aus dem Vorsatz eine feste Gewohnheit wird. Ähnlich ist es mit unseren Glaubenssätzen über uns selbst. Der Schlanke sagt: „Ich bin einfach so." Der Übergewichtige sagt: „Ich war schon immer so." In ihrer jeweiligen Welt haben beide recht. Du allein entscheidest, in welche dieser Realitäten Du künftig einsteigen möchtest. Mit einem klaren und starken Warum schaffst Du die Grundlage, um 2026 zu dem Jahr zu machen, das Du Dir wirklich wünschst. Ich selbst habe die letzten Tage zwischen Aktivität und Reflexion verbracht – mit Spaß auf der Skipiste, aber auch mit einem intensiven Rückblick auf das vergangene Jahr. Vieles ist geschehen, und ich habe diese Zeit genutzt, um mein Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln, um Dich noch besser zu unterstützen: Wir haben unseren Seminarbereich modernisiert und jedes Seminar mit dem aktuellsten Content neu aufgesetzt. Unser Coaching-Team hat weitere Ausbildungen durchlaufen, und wir haben den Vertrieb verstärkt. Außerdem ist ein komplett neues CRM-System im Einsatz, und wir haben neue Produkte gelauncht. Hinter diesen Strukturen steht ein engagiertes Team: Mehr als 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy arbeiten mit der Mission, Dich auf Deinem Weg zum Erfolg zu begleiten und Dich dabei zu unterstützen, endlich die volle Kontrolle über Deine Finanzen zu übernehmen. Ein zentrales Learning und Produkt aus dem Jahr 2025 ist unsere Aktien-Vermietungsstrategie. Als regelmäßiger Hörer weißt Du: Ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie setzt Du dieses Wissen für Dich persönlich und profitabel um? Immer wieder werde ich gefragt: „Ulli, wo finde ich den nächsten heißen Aktientipp?" oder „Soll ich jetzt meinen Gewinn mitnehmen?" Statt nur nach Tipps zu suchen, möchte ich Dich ermutigen, 2026 zu Deinem Aktienjahr zu machen. Dafür ist eine ehrliche Bestandsaufnahme nötig. Die kritische Selbstreflexion Wenn Du bereits investierst, frag Dich selbstkritisch: Bist Du wirklich erfolgreich? Erzielst Du eine konsistente, gute Rendite oder betreibst Du Investieren eher als Hobby? Um erfolgreich zu sein, brauchst Du Antworten auf fundamentale Fragen: Wie findest und bewertest Du eine Aktie? Wann steigst Du ein und wann aus? Wie diversifizierst Du (über Branchen, Länder, Währungen)? Wie generierst Du Cashflow (durch Dividenden oder andere Strategien)? Welchen Broker und welche Chartsoftware nutzt Du? Vor allem: Hast Du einen klaren Handelsplan und eine tägliche Routine? Genau hier setzt die Aktien-Vermietungsstrategie an. In dieser Folge nehme ich Dich mit und zeige Dir, wie ich mit meiner Blaupause eines Investors vorgehe, und wie Du mit dem Thema Optionen Deine Ergebnisse deutlich verbessern kannst. In 20 Minuten können wir das Feld nicht vollständig abdecken, aber ich werde Dir einige goldene Nuggets mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst. Egal, auf welchem Stand Du bist – ob Du am Anfang stehst, bereits investierst, aber unzufrieden bist, oder eine reine Buy-and-Hold-Strategie verfolgst, die in den letzten Jahren an Schwung verloren hat. Vielleicht hattest Du mit den „Big Seven" Erfolg – oder eben nicht. Vielleicht hattest Du FOMO (Fear Of Missing Out) oder Zweifel. All diese Fragen und Gefühle sind entscheidend für Deinen Börsenerfolg. Bevor wir in die Strategie einsteigen, möchte ich Dir zwei entscheidende Hinweise mitgeben. Der erste betrifft Deine Emotionen. Sie steuern alles in unserem Leben. Denke an Momente tiefer Verliebtheit, Eifersucht oder Wut – oft handeln wir dann irrational und bereuen es später. Genau so emotional ist das Thema Geld. Es geht um Wünsche, Ängste und Sicherheit. Der Weg zum Vermögen folgt drei unumgänglichen Stufen, die Du nicht überspringen kannst: Geld verdienen: Du musst einen Wert für andere schaffen, also „dienen", um Einnahmen zu generieren. Geld behalten: Die Fähigkeit, das Verdiente nicht gleich wieder auszugeben, ist fundamental. Geld investieren: Erst das intelligente Investieren lässt Dein Vermögen nachhaltig wachsen. Mach 2026 zu dem Jahr, in dem Du diese drei Komponenten umsetzt – ob Du es nun Dein Vermögens-, Spar- oder Investorjahr nennst. Die Blaupause des Investors in 4 Schritten Um erfolgreich zu investieren, brauchst Du einen klaren Prozess. Meine Blaupause des Investors basiert auf vier Schritten, die systematisch aufeinander aufbauen. Schritt 1: Eine vernünftige Auswahl treffen Aus über 30.000 Aktien musst Du die richtigen Unternehmen auswählen. Eine Aktie ist eine Unternehmensbeteiligung. Daher solltest Du auf steigende Gewinne und Umsätze, eine solide Bilanz und idealerweise eine lange, stabile Dividendenhistorie achten. Diese Fundamentaldaten geben Dir die Sicherheit, dass das Unternehmen auch in Zukunft bestehen und wachsen wird. Schritt 2 und 3: Die technische Bestätigung Hier kommt die Charttechnik und die Analyse von Indikatoren ins Spiel. Es geht darum, den optimalen Zeitpunkt für Deinen Einstieg zu finden. Keine Sorge – Du musst kein Experte werden. Wir haben dieses Wissen für Dich in ein anwendbares System gepackt, das Du 1:1 umsetzen kannst. Diese Schritte beantworten die Frage: Wann ist der richtige Moment, um in eine ausgewählte Aktie ein- und auszusteigen? Die Blaupause gibt Dir genau diese klaren Signale für den Ein- und Ausstieg, denn Erfolg an der Börse hängt maßgeblich davon ab, zu wissen, wann man einsteigt und wann man geht. Wie ein Sprichwort sagt: „An der Börse wird nicht geklingelt, wenn der Markt nach oben geht." Die Märkte sind unberechenbar, was schon Isaac Newton verzweifeln ließ, der die Sterne berechnen, aber nicht, was die „wilde Hammelhorde" der Börse macht. Schritt 4: Die richtige Strategie. Die konkrete Umsetzung ist wichtig: Dazu gehören präzise Kauf- und Verkaufssignale und das große Geheimnis: die Aktienvermietung durch Optionen. Das große Geheimnis: Die Aktien-Vermietungsstrategie mit Optionen Optionen sind ein mächtiges Werkzeug, aber sie sind wertlos, wenn Du das zugrundeliegende Spiel nicht verstehst. Wenn Du in einem steigenden Markt ständig Calls verkaufst, begrenzt Du Deine Gewinne. Wenn Du in einem fallenden Markt Puts verkaufst, kannst Du Verluste einfahren. Optionen allein sind keine Magie. Der Durchbruch kommt erst, wenn Du die vorherigen Schritte der Blaupause beherrschst: Die Auswahl hochwertiger Aktien (Wert vs. Preis), die Analyse der Charts und Indikatoren. Dann kannst Du Optionen strategisch einsetzen, um von Deinem Wissen zu profitieren. Du musst nicht zu 100 % wissen, wohin der Markt geht, Du musst nur vermeiden, zu investieren, wenn der Markt in die andere Richtung läuft. Für mich sind Optionen einer der größten Mythen und gleichzeitig eine der größten Chancen. Ich habe die Optionen schon im Jahre 1999 kennengelernt und konnte sie die ersten Jahre noch gar nicht handeln, weil es als Deutscher noch gar nicht möglich war, überhaupt so ein Depot zu eröffnen. Auf der anderen Seite kann man festhalten, Optionen sind wie das Salz in der Suppe. Zu viel Salz ist nicht gut und mit zu wenig Salz schmeckt das Essen fad. Erst die Kombination einer soliden Strategie mit den richtigen Optionen (dem passenden Delta, der optimalen Laufzeit) führt Dich zum Erfolg. Das Prinzip der Aktienvermietung ist simpel: Stell Dir vor, Du vermietest eine Immobilie. Du hast einmalig investiert und erhältst regelmäßig Mieteinnahmen. Genau das kannst Du mit Aktien tun. Du vermietest Deine Aktienposition und kassierst dafür regelmäßig eine Prämie – die Optionsprämie. Das generiert einen zusätzlichen Cashflow auf Dein bestehendes Investment. Diese Macht der regelmäßigen „Mieteinnahmen" aus Aktien und Optionen ist eine der stärksten Kräfte an den Finanzmärkten. Selbst Investoren-Legenden wie Warren Buffett bedienen sich dieser Methode. Der große Vorteil von Optionen: Du kannst in fast jeder Marktphase Geld verdienen – ob die Kurse steigen, fallen oder seitwärts laufen. Diese Flexibilität ist unschätzbar wertvoll, besonders in Phasen wie heute, in denen viele Märkte auf Allzeithochs stehen. Diese Situation wirft fundamentale Fragen auf: Solltest Du bei hohen Kursen aussteigen? Oder einfach halten, weil Dein Anlagehorizont 20 Jahre beträgt? Bist Du eher Investor oder Trader? Auch die Wahl des richtigen Brokers ist entscheidend. Zu hohe Gebühren schmälern nämlich langfristig Deine Rendite. Der billigste Anbieter ist aber auch keine Lösung, wenn finanzielle Stabilität und Sicherheit fehlen. Denn was bringen geringe Gebühren, wenn Dein Broker irgendwann pleite gegangen ist und die Einlagensicherung diese Verluste nicht vollständig auffangen kann? Kehren wir zu den aktuellen Märkten zurück: Der DAX, Dow Jones und besonders der Nasdaq stehen nahe ihren Allzeithöchstständen. 2025 war ein gigantisches Jahr mit Renditen von teils 15 bis 25 Prozent. Mach Dir klar: Solche Kursgewinne implizieren, dass die Unternehmen auch entsprechende Gewinnsteigerungen erzielt haben müssten. Haupteinnahmequellen durch Aktien sind: Kursgewinne: Der klassische Weg – kaufen bei 10, verkaufen bei 11. Dividenden: Hier schauen die meisten nur auf die Höhe der Rendite. Doch es gibt essentielle Kennzahlen wie die Ausschüttungsquote. Sie zeigt, wie viel Prozent des Gewinns als Dividende ausgezahlt wird. Schüttet ein Unternehmen 100 % aus, hat es kein Geld für Innovationen und Rücklagen. Eine moderate Quote von z.B. 30–50 % ist oft ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Eine gesunde Ausschüttungsquote (oft zwischen 30 % und 60 %) signalisiert, dass das Unternehmen gleichzeitig in sein Wachstum investiert. Selbst bei einem vorübergehenden Gewinneinbruch kann es die Dividende so aufrechterhalten.Ein weiterer kritischer Faktor ist die Quelle der Ausschüttung. Schüttet ein Unternehmen Dividenden aus seinen Rücklagen oder – noch problematischer – mit extra dafür aufgenommenen Schulden, ist das ein klares Warnsignal. Eine Dividende, die aus Schulden finanziert wird, ist auf Dauer nicht nachhaltig. Nach Kursgewinn und Dividenden kommt die dritte und für mich mächtigste Einnahmequelle: Optionen. Die sind für mich ein wahrer Gold-Nugget. Mit Optionen kannst Du regelmäßig zusätzliches Geld durch Optionsprämien einnehmen. Dies geschieht über das Stillhaltergeschäft. Stell es Dir vor wie das Vermieten einer Wohnung: Du besitzt ein Asset (die Aktie) und erhältst für das „Verleihen" oder das Einräumen von Rechten eine Miete (die Prämie). Du wirst zum Vermieter Deiner Aktien. Die Mentalität macht den Unterschied: Der Anfänger jagt dem großen, schnellen Gewinn hinterher. Der Profi hingegen konzentriert sich darauf, Verluste zu vermeiden und durch konsistente Einnahmen aus Dividenden und vor allem Optionsprämien sein Vermögen stetig und vorhersehbar wachsen zu lassen. Es geht um regelmäßiges Einnehmen. Schau Dir Warren Buffett an: Er hält fast 400 Milliarden Dollar in Aktien und einen ähnlich großen Betrag in Cash. Warum? Weil die Märkte hoch bewertet sind. Dieses Cash liegt nicht untätig herum. Ein Teil wird in Anleihen geparkt, aber vor allem nutzt er Optionen, um damit Prämien einzunehmen – selbst in einer teuren Marktphase. Die Analogie zur Wohnungsvermietung macht es klar: Du kassierst Miete (Prämie) dafür, dass Du jemandem das Recht einräumst, Deine Aktie zu einem vorher festgelegten Preis (z.B. $92) zu kaufen, obwohl sie aktuell vielleicht nur bei $90 steht. Der Käufer dieser Option spekuliert darauf, dass die Aktie auf $100 steigt. Für ihn ist das Recht, sie dann für $92 zu kaufen, sehr wertvoll. Für Dich als „Vermieter" ist die vereinnahmte Prämie ein sofortiger Gewinn. Dieses Spiel spielt man in zwei Hauptrichtungen: Puts verkaufen: Um Aktien zu einem von Dir gewünschten, günstigeren Preis zu bekommen. Calls verkaufen: Um die Aktien, die Du bereits besitzt, zu vermieten und Prämien zu kassieren. In meinen Gesprächen stelle ich immer wieder fest: Kaum jemand kennt diese Strategie wirklich oder setzt sie erfolgreich um. Genau das ist einer der größten Hebel in der Ulrich Müller Wealth Academy. Ich bin seit über 30 Jahren an der Börse und handle seit fast 20 Jahren Optionen – und habe damit nachweislich ein sehr großes Vermögen aufgebaut. Die Aktienvermietungsstrategie, gekoppelt mit der Blaupause des Investors, ist eines der wirkungsvollsten Geheimnisse der Börsenwelt. Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst Wenn Du die ersten Schritte in diese Welt lernen möchtest, dann lade ich Dich herzlich zu unserer Finance Mastery ein. Die nächste Online-Veranstaltung findet Ende Januar statt. Du findest sie leicht, wenn Du nach „Finance Mastery Ulrich Müller" suchst. Vielleicht ist das Dein Startschuss für 2026 – nicht ins Fitnessstudio zu gehen, sondern Dich mithilfe der Finance Mastery um Deine Finanzen zu kümmern. Die vorgestellte Aktienvermietungsstrategie ist nur der Anfang. Dahinter stehen ein System und ein Team von über 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy, die bereitstehen, um Dich zu unterstützen. Egal, ob Du: neu starten und endlich erfolgreich an der Börse werden willst, bereits investierst, aber Deine Ergebnisse verbessern möchtest, oder einfach einen unstillbaren Wissensdurst hast, es besser zu machen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Neues Jahr, neue Chance (00:05:33) Erfolg geht jeden an (00:08:44) Die Blaupause des Investors (00:16:08) Lerne mehr über Optionen
05/01/2026 • 20:49
Dein erfolgreichstes Börsenjahr: Die 11-Punkte-Strategie für 2026 Jetzt blicken wir auf 2026. Wie wird es Dein erfolgreichstes Jahr an der Börse? In dieser Folge teile ich die elf essentiellen Punkte, die ich aus über drei Jahrzehnten Erfahrung als zentral für nachhaltigen Erfolg erkannt habe. Es geht nicht um kurzfristige Trends, sondern um das fundamentale Mindset und die Disziplin, die einen echten Investor ausmachen. Dies ist Deine Blaupause. Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Fundament: Selbstreflexion Eine klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und Emotionen Der rationale Blick auf Wert und Preis Vom Anfänger zum Investor Rückschläge und Lernbereitschaft Die alles entscheidende Disziplin und Dein Warum Das Fundament: Selbstreflexion In dieser Folge geht es darum, wie Du 2026 zu Deinem erfolgreichsten Börsenjahr machst. Dafür habe ich die letzten Tage intensiv genutzt: für die Arbeit, für private Zielsetzungen und vor allem für eine ehrliche Reflexion der vergangenen Jahre. Welche Punkte sind wirklich entscheidend, um nachhaltig an der Börse erfolgreich zu sein? Diese Folge ist ein kompakter Rückblick und Ausblick zugleich. Ich habe die elf wichtigsten Prinzipien für Dich zusammengefasst – sie zeigen Dir, wie Du erfolgreich wirst, welche Fallen Du vermeiden solltest und worauf es im Kern ankommt. Dieser Podcast ist der letzte in diesem Jahr und bildet eine ideale Ergänzung zu den vorherigen Folgen, wie beispielsweise: „Top Ten Aktien für 2026", das spannende Gespräch mit Robert Halver von der Baader Bank zur Lage 2026, die „16 Prinzipien, die Dich wirklich weiterbringen" und die Essenz des Investierens von Warren Buffett, Charlie Munger und mir selbst. In dieser Folge dreht sich alles um die Frage: Wie kannst Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machen? Ich glaube, zum einen gehört natürlich auch immer ein bisschen Mut dazu und auch ein bisschen Glück. Aber ich glaube, es geht gar nicht darum, ob Du 2026 zu einem erfolgreichen Börsenjahr machst, sondern ob Du grundsätzlich ein erfolgreicher Investor wirst. Ich habe elf zentrale Punkte für Dich vorbereitet, die mir in den letzten Wochen und Monaten erneut deutlich geworden sind. Vielleicht kennst Du den einen oder anderen Tipp bereits aus einem meiner Seminare oder einer Podcast-Folge. Die entscheidende Frage ist jedoch: Lebst Du diese Tipps bereits? Setzt Du sie konsequent um? Der entscheidende Faktor ist also stets die Umsetzung. Es reicht nicht, ein Prinzip nur zu kennen – Du musst es verinnerlichen, daran glauben und vor allem in Dein Leben integrieren. Ein Großteil unseres Handelns wird von Gewohnheiten gesteuert. Wir tun Dinge oft so, wie wir sie schon immer getan haben. Unser Gehirn sträubt sich natürlicherweise gegen neue Lernprozesse und die damit verbundene Anstrengung. Daher ist es unglaublich wichtig, regelmäßig innezuhalten und selbstkritisch zu prüfen: Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Genau deshalb habe ich der ursprünglichen Liste einen essentiellen, elften Punkt vorangestellt: Die Selbstreflexion. Sie ist die Grundlage für alles – für Dein Leben, Deinen Börsenerfolg und Deine persönliche Entwicklung. Frage Dich stets: Was kann ich an mir selbst verbessern? Die Annahme, bereits alles richtig zu machen, ist ein Trugschluss. Ein prägnantes Beispiel aus dem Jahr 2025 verdeutlicht das: Ein Seminarteilnehmer sagte zu mir: „Ulli, irgendwie macht Geld doch gar nicht glücklich." Auf meine Nachfrage, wie er zu dieser Überzeugung kommt und wie viel Geld er denn besitze, stellte sich heraus: Er hatte keines und war in dem Moment sogar relativ pleite. Seine Schlussfolgerung war also: Weil ich kein Geld habe, ist es unwichtig. Hier wird der klassische Denkfehler sichtbar. Ich habe ihm die andere Seite der Medaille gezeigt: In Gesprächen mit wohlhabenden Menschen höre ich sehr oft, dass Geld sehr wohl glücklich macht – natürlich nicht das Geld an sich, sondern die damit verbundenen Möglichkeiten, die Sicherheit und die persönliche Freiheit. Menschen ohne Geld argumentieren hingegen häufig, dass es nicht glücklich macht. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine ehrliche Selbstreflexion ist, bevor wir überhaupt mit den strategischen Punkten starten. Sie ist der fundamentale erste Schritt für ein erfolgreiches Börsenjahr 2026 und ein erfolgreiches Investorenleben insgesamt. Eine klare Strategie Der erste Punkt ist eine klare Strategie. Alles im Leben folgt einer Strategie – die Frage ist nur: Welche verfolgst Du? Manche Anleger behaupten: „Ich picke immer die guten Aktien heraus." Andere sagen: „Immer, wenn ich eine Aktie kaufe, fällt sie." Beide haben in ihrer Wahrnehmung recht. Doch ich bin überzeugt: Es gibt per se keine guten oder schlechten Aktien. Natürlich lassen sich Klassifizierungen treffen: Eine „gute" Aktie im Sinne eines Wachstumswerts steigt tendenziell von links unten nach rechts oben (LURO-Aktie). Eine „schlechte" erscheint volatiler und kann stark fallen. Doch im Kern ist es nicht die Aktie selbst, sondern das, was Du daraus machst. Selbst mit fallenden Kursen lässt sich Geld verdienen. Daher ist der erste und wichtigste Schritt für ein erfolgreiches Börsenjahr und ein erfolgreiches Investorenleben: Du brauchst eine zu Dir passende und klare Strategie Die richtige Einstellung zu Zeit und Emotionen Der zweite, extrem wichtige Punkt ist Zeit. Sie ist Dein mächtigster Verbündeter. Wenn ich auf meinen eigenen Weg zurückblicke: 2005 stand ich noch mit Schulden da. Heute habe ich ein neunstelliges Vermögen aufgebaut. Dieser Prozess dauerte keine Woche, keinen Monat und auch kein Jahrzehnt. Es waren insgesamt 21 Jahre. Unsere Gesellschaft verlangt oft nach sofortigen Resultaten: Gestern abnehmen, vorgestern erfolgreich werden. Doch ob es um Börsenerfolg, das Meistern einer Sportart oder das Erreichen einer Topform geht – wahrer, nachhaltiger Erfolg braucht Zeit. Es ist unmöglich, an der Börse blitzschnell reich zu werden, ohne enormes Risiko einzugehen und dieses vermeintliche Glück meist schnell wieder zu verlieren. Wenn Du ein erfolgreicher Investor sein willst, musst Du Dich auf die mittel- bis langfristige Perspektive einlassen. Nimm Dir die Zeit, um zu lernen, umzusetzen, aus Fehlern zu lernen und dadurch stetig besser zu werden. Damit einher geht der dritte Punkt: der Umgang mit Emotionen. Geld ist ein höchst emotionales Thema, das wird besonders in Erbstreitigkeiten schmerzlich deutlich. An der Börse sind diese Emotionen allgegenwärtig und werden zu Deiner größten Gefahr oder Deiner größten Stärke. Die Emotionen einfach „auszuschalten" funktioniert nicht. Diese Fähigkeit entwickelst Du mit der Zeit. Durch gemachte Fehler, durch Erfahrungen, Gewinne und Verluste baust Du einen Erfahrungsschatz auf, der Dir eine innere Ruhe gibt. Diese Ruhe wird zu Deiner Superkraft an der Börse. Deshalb ist die Beherrschung der Emotionen für mich ein zentraler Baustein. Der rationale Blick auf Wert und Preis Darauf baut der vierte Punkt auf: die strikte Unterscheidung zwischen Wert und Preis, also den fundamentalen Daten eines Unternehmens. Diesen Unterschied zu kennen ist entscheidend, denn genau hier schlagen die Emotionen aus Punkt drei oft irrational zu. Stehen Aktien auf Allzeithochs, greift das FOMO-Prinzip (Fear Of Missing Out). Die Anleger fürchten, den Zug zu verpassen, und steigen aus purem Euphorie-Gefühl noch ein, um die letzten Prozente mitzunehmen. Auf der anderen Seite, wenn Kurse tief gefallen sind, sind es dieselben Anleger, die plötzlich von Angst getrieben werden. Sie sagen sich: „Diese Aktie nervt mich nur noch, ich will sie nicht mehr haben." Sie fürchten weitere Verluste und verkaufen genau dann, wenn die Gelegenheit rational betrachtet attraktiv sein könnte. Du brauchst ein klares System, das Dir hilft, den Wert eines Unternehmens von seinem aktuellen Börsenpreis zu trennen. Der Preis ist das, was Du bezahlst. Der Wert ist das, was Du langfristig erhältst. Für Top-Unternehmen mit steigenden Gewinnen und Umsätzen gibt es immer wieder Phasen, in denen sie an der Börse günstig gehandelt werden – einfach, weil sie gerade nicht im Trend liegen. Die Old Economy ist in 2025 so gut wie gar nicht gelaufen, aber die Big Seven, die sind immer weitergelaufen oder alles, wo KI involviert gewesen ist. Ein klares System, das Dir hilft, Wert und Preis zu unterscheiden, ist daher unverzichtbar, denn es wird immer wieder Divergenzen am Markt geben. Manchmal sind Kurse viel zu hoch, manchmal viel zu tief. Langfristig pendeln sie sich jedoch wieder bei ihrem Durchschnitt ein. Diese Erkenntnis sollte Teil Deiner Bewertung sein. Daraus ergibt sich der fünfte Punkt: Einen konkreten Plan zu haben. Dieser Punkt ist die logische Konsequenz Deiner Strategie. Eine Strategie ist nur ein Gerüst. Ein Handelsplan macht sie ausführbar. Er legt fest, wie Du handelst. Er ist Deine persönliche Handlungsliste, die Du an die Börse mitnimmst, um Entscheidungen nicht dem Zufall oder dem Gefühl zu überlassen. Mein Rat an Dich: Lege für jede Investmentidee vorab schriftlich fest: Ein- und Ausstiegspunkte: Zu welchem Kurs kaufst oder verkaufst Du? Nachkauf-Regeln: Unter welchen Bedingungen stockst Du eine Position auf? Risikomanagement: Wie sicherst Du Deine Positionen ab (z.B. mit Stopp-Loss)? Bei Derivat-Strategien: Welche Optionen (Delta, Laufzeit) verkaufst oder kaufst Du? Wann und wie rollst Du Positionen? Klär für Dich auch die grundlegende Absicht: Möchtest Du die Aktie langfristig besitzen oder nur eine Prämie mit einem Optionsgeschäft erzielen? Wann und wie passt Du Deine Positionen an? Nimm Dir die Zeit, diese Fragen für Dich persönlich und detailliert zu beantworten. Vom Anfänger zum Investor Das führt mich zum sechsten Punkt: Investor sein wollen oder auch das Investor-sein lernen wollen. Wir lernen nicht, was ein Investor ist. Wir lernen höchstens das Sparbuch kennen. Ein echter Investor hingegen investiert sein Geld in Assets wie Aktien, Immobilien oder auch Kryptowährungen. Dazu benötigt er die bereits genannten Säulen: eine Strategie, Zeit, emotionale Kontrolle und die Akzeptanz von Risiko. Daher solltest Du Dir auch im Klaren darüber sein, was für Dich persönlich „Risiko" bedeutet. Ich weiß, dass der Anfänger auf der Jagd nach großen Gewinnen ist, während der Profi danach handelt, möglichst kein Geld zu verlieren. Das ist ein gewaltiger mentaler Unterschied. Du musst Dich bewusst dafür entscheiden, Investor sein zu wollen – mit all der nötigen Geduld, dem Risiko, aber auch den positiven Möglichkeiten, die diese Haltung mit sich bringt. Rückschläge und Lernbereitschaft Genau hier setzt der siebte Punkt an: Rückschläge aushalten. Dies gilt für die Börse wie für das gesamte Leben. Jeder erfolgreiche Mensch, den ich kenne, betont, dass Rückschläge zum Weg dazugehören. Der bekannte Spruch „Du musst einmal mehr aufstehen, als Du hingefallen bist" klingt einfach. Doch ihn im echten Leben umzusetzen, wenn Dich ein Verlust im Depot trifft, ist eine völlig andere Herausforderung. Vielleicht hast Du einen zu großen Hebel verwendet, Dich nicht diversifiziert oder zu viel in eine einzige Aktie investiert. In solchen Momenten neigt man dazu, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Fähigkeit, Rückschläge auszuhalten und daraus zu lernen, ist eine der wichtigsten Eigenschaften für jeden Erfolg. Der entscheidende Schritt ist die anschließende Selbstreflexion: Was habe ich falsch gemacht? Was kann ich konkret ändern und verbessern? Nach dieser Analyse stehst Du wieder auf und machst weiter. Daraus ergibt sich direkt der achte Punkt, den mein Kollege Bodo Schäfer so treffend formuliert hat: Konstant lernen und wachsen. Du musst die ständige Bereitschaft mitbringen, lernen zu wollen. Auch ich habe im Jahr 2025 intensive Lektionen gelernt, Fehler gemacht und schwierige Entscheidungen treffen müssen, die mich an meine Grenzen brachten. Doch ich betrachte all das unter einem Motto: Go for it. Ich gehe weiter und lerne daraus. Indem ich Dinge lerne, die ich noch nicht kann, werde ich ein besserer Mensch und ein besserer Investor. Langfristig zahlt sich diese Lernbereitschaft an der Börse aus. Lernen ist ein Privileg. Sei stolz und dankbar, dass Du die Möglichkeit dazu hast. Die alles entscheidende Disziplin und Dein Warum Das führt zum neunten und vielleicht anspruchsvollsten Punkt: Disziplin. Sie ist der Grund, warum viele Menschen zwar nach einem großen Vermögen streben, aber nur wenige es schaffen, es tatsächlich aufzubauen. Immer wieder sagen Teilnehmer in meinen Seminaren zu mir: „Ulli, Dein Vermögen hätte ich auch gerne. Das würde ich sofort nehmen." Meine Antwort ist dann stets: „Aber hast Du auch die Disziplin – oder hättest Du sie gehabt –, seit fast 32 Jahren täglich an der Börse aktiv zu sein? Seit 32 Jahren Fehler zu machen, auf die Nase zu fallen, immer wieder aufzustehen und es besser zu machen?" Viele möchten das Ergebnis, aber nur sehr wenige sind bereit, den gesamten langen Weg mit all seinen Herausforderungen auch wirklich zu gehen. Die Erfolgreichsten der Welt haben nicht nur Spaß am Investieren und eine Lernbereitschaft – sie haben vor allem die Disziplin, dranzubleiben und kontinuierlich Gas zu geben. Last but not least kommt der zehnte und kraftvollste Punkt: Dein Warum. Dieser Punkt ist Dein Motor, Dein tiefer Antrieb. Ohne ein klares Warum wissen wir nicht, warum wir morgens aufstehen, warum wir ein Vermögen aufbauen oder warum wir Rückschläge durchstehen sollen. Ein fehlendes Warum führt zu Antriebslosigkeit. Daher solltest Du Dir ein kraftvolles Warum aufbauen, warum Du das Börsenjahr 2026 und alle folgenden erfolgreich machen musst. Ich sage bewusst „musst", nicht „willst". Wenn ich erfolgreich werden will, dann muss ich auch die notwendigen Schritte gehen. In diesem „Müssen" liegt eine innere Verpflichtung, die kein Aufgeben kennt. Vielleicht kennst Du meinen Satz: „Ulrich Müller hört erst auf, wenn er fertig ist." Genau in dieser Einstellung steckt die Power eines starken Warums. Hier sind die elf Punkte für Dein erfolgreiches Börsenjahr 2026 noch einmal im Überblick: Selbstreflexion Die Strategie Die Zeit Emotionen im Griff Wert und Preis unterscheiden Ein konkreter Plan Investor sein wollen Rückschläge aushalten Lernen wollen Disziplin Das Warum Ich bin zutiefst dankbar, dass Du Hörer dieses Podcasts bist und Dir wöchentlich die Zeit nimmst, an Deinem Weiterkommen zu arbeiten. Es bereitet mir große Freude, diese Folgen für Dich aufzunehmen und für Dich da zu sein. Ein riesiger Dank geht auch an mein fantastisches Team im Hintergrund, das mich und unsere Community mit ganzer Kraft unterstützt. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Welche Fallen Dich erwarten (00:03:23) Selbstreflektion, Strategie, Zeit (00:07:24) Emotionen, Wert & Preis, Handlungsplan (00:11:58) Investor sein wollen, Rückschläge aushalten, Lernen wollen (00:15:24) Disziplin, das Warum
29/12/2025 • 19:24
Meine 10 Aktienfavoriten für 2026: Diese Unternehmen gehören in Dein Depot Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und wir stehen kurz vor 2026. Für Dich als Investor stellt sich nun die entscheidende Frage: "Welche Aktien sollten jetzt den Weg in Dein Depot finden?" 2025 war ein verrücktes Jahr, dominiert von den Big Seven und der KI-Euphorie. Heißt das, die Old Economy ist tot? Auf welche Trends setze ich persönlich? In dieser Folge stelle ich Dir meine zehn Aktienfavoriten für das kommende Jahr vor – eine Mischung aus soliden Unternehmen mit Aufholpotenzial und langjährigen Trendfolgern. Damit kannst Du Dein Depot robust und zukunftsfähig aufstellen. Das erwartet Dich in dieser Folge: So lief der Markt 2025 Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Meine 10 Aktienfavoriten Fazit und die wichtigsten Vorsätze für 2026 So lief der Markt 2025 In dieser Folge erfährst Du, was meine zehn Aktientipps für 2026 sind. Wie immer gilt: Das ist keine Kaufempfehlung, sondern die Vorstellung von Unternehmen, die ich persönlich spannend finde. Einige besitzen einen breiten „Burggraben" im Sinne Warren Buffetts und haben Aufholpotenzial, andere sind klare Technologiemarktführer, und KI darf natürlich auch nicht fehlen. Zunächst ein Blick auf die aktuelle Marktlage: 2025 war ein extrem gutes Börsenjahr. Der DAX legte rund 20 % zu. Allerdings war die Performance sehr differenziert. Die Big Seven und KI-Werte sind hervorragend gelaufen, während der deutsche Markt, der MDAX und die Old Economy insgesamt sehr schwach performten. Einzige Ausnahme: Banken konnten dank des wiedererstarkten Zinsdifferenzgeschäfts etwas aufholen. Was bedeutet das für 2026? Mein klarer Hinweis: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für ein Rebalancing. Wenn Du Aktien hast, die sehr gut gelaufen sind, macht es Sinn, einen Teil der Gewinne mitzunehmen. Gleichzeitig kann man bei schwächelnden Titeln nachkaufen – vorausgesetzt, die fundamentalen Zahlen stimmen. Meine Erfolgsfaktoren für 2026 Halte Dich dabei immer an meine Blaupause des Investors: Analysiere den Wert und den Preis (Fundamentals). Studiere die Charts und Indikatoren (technische Analyse). Last but not least kommt die Strategie. Denke auch 2026 daran, dass diese Dinge entscheidend für Deinen Börsenerfolg sind: Kontrolliere Deine Emotionen und setze die Strategie rational um. Nimm Dir Zeit. Ein Depot wächst wie Gras: Es braucht Geduld und Zeit. Wenn Du Geduld aufbringst, wird Dein Vermögen mit der Zeit wachsen. Meine 10 Aktien-Favoriten für 2026 Was sind nun meine Favoriten für das kommende Jahr? Als Risiko-Disclaimer: Alle hier genannten Aktien befinden sich in meinem eigenen Depot. Das bedeutet nicht, dass sie 2026 alle explodieren müssen, aber ich halte die Chancen dafür sehr gut und finde diese Aktien sehr spannend. Es handelt sich um keine Kaufempfehlung. 1. Adobe (ADBE) Ich starte mit dem Technologie-Riesen Adobe. Das Unternehmen hinter Photoshop, InDesign und unzähligen anderen Kreativ-Tools ist ein spannender Wert. Das Abo-Modell sorgt für wiederkehrende Einnahmen und ist hervorragend skalierbar. Dennoch stellt sich die Frage: Warum ist die Aktie in den letzten ein, zwei Jahren nicht vom Fleck gekommen? Der Höchstkurs lag bei rund 700 US-Dollar. Nach einem Einbruch auf etwa 300 Dollar während der Tech-Krise 2022 erholte sie sich auf 640 Dollar. 2025 gab die Aktie jedoch wieder rund 100 Dollar nach, ein Minus von etwa 20 %, und gehört damit zu den schwächeren Performern. Was ist also passiert? Hohe Dividenden sind bei Adobe nicht zu erwarten. Schaut man sich jedoch die Earnings an, sind diese seit 2018 fast durchgehend grün, also positiv. Nur Ende 2019 gab es eine negative Überraschung. Wir können also festhalten: Adobe ist ein Top-Unternehmen mit einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte, das aktuell einfach nicht performt. Der Grund lässt sich kurz zusammenfassen: Es geht um KI. KI wird natürlich in die Software von Adobe integriert. Experten sind uneinig, ob das ein Risiko, eine große Konkurrenz oder eine Chance ist. Ich persönlich sehe es zunehmend als Chance. Viele langjährige Investoren und eine treue Kundenbasis bilden ein solides Fundament. Die Integration von KI kann die Produkte nur besser machen. Zwar werden KI-Tools teurer sein, was in einem Abo-Modell jedoch gut umsetzbar ist. Fakt ist: Adobe hat eine riesige Marktmacht. Wenn das Unternehmen seine KI-Innovationen erfolgreich ausrollt, ist die Aktie meiner Meinung nach sehr spannend. Mein erster Tipp aus dem Technologiebereich für 2026 lautet also: Adobe. 2. Church & Dwight (CHD) Mein zweiter Favorit ist Church & Dwight. Das US-amerikanische Konsumgüterunternehmen entwickelt und vermarktet eine breite Palette von Haushalts-, Körperpflege- und Spezialprodukten. Hinter dem Kürzel CHD verbergen sich weltbekannte Marken wie: Arm & Hammer (Waschmittel, Backpulver, Katzenstreu) Trojan (Kondome) OxiClean (Fleckenentferner) Waterpik (Mundhygiene) Batiste (Trockenshampoo) Das Unternehmen ist in seinen Kategorien oft marktführend. Auch diese Aktie ist in letzter Zeit deutlich zurückgekommen. Der Höchstkurs von Church & Dwight lag bei etwa 115 US-Dollar. Aktuell liegt die Aktie bei rund 86 Dollar. Das bedeutet ein Aufholpotenzial von etwa 30 Dollar oder 35 %, um wieder das Allzeithoch zu erreichen. Hinzu kommt eine solide Dividendenrendite von etwa 1,5 % (0,30 USD pro Quartal). Langfristig betrachtet kennt diese Aktie nur eine Richtung: nach oben. Rückschläge wie der aktuelle waren in der Vergangenheit stets gute Einstiegsgelegenheiten. Die Erwartung für 2026: Church & Dwight soll Rekordumsätze und -gewinne erzielen. Kombiniert mit dem attraktiven Kursabstand zum Hoch macht das das Investment für langfristig orientierte Anleger sehr spannend. 3. Edwards Lifesciences (EW) Der dritte Tipp ist Edwards Lifesciences. Das Unternehmen ist ein weltweit führender Anbieter von medizinischen Innovationen, insbesondere für die Behandlung struktureller Herzerkrankungen. Seine Produkte kommen auch in Operationssälen und auf Intensivstationen zur Überwachung zum Einsatz. Das Portfolio umfasst Herzklappen und Technologien zur Überwachung der Herz-Kreislauffunktion, mit dem Ziel, die Lebensqualität von Patienten mit Herzproblemen deutlich zu verbessern. Die Hauptgeschäftsbereiche sind: Herzklappentherapie Intensivmedizintechnologie herzchirurgische Produkte Gefäßchirurgie Das Unternehmen ist in all diesen Bereichen hervorragend aufgestellt. Die Aktie von Edwards Lifesciences liegt aktuell bei etwa 85 US-Dollar. Ihr Allzeithoch lag bei rund 131 Dollar, das Tief vom 1. August letzten Jahres bei etwa 60 Dollar – zu diesem Zeitpunkt habe ich sie bereits als klaren Kauf empfohlen, da ich großes Aufholpotenzial gesehen habe. Das Unternehmen schüttet zwar keine Dividende aus, verzeichnet aber seit Jahren durchgehend grüne Earnings. Der gesamte Medizin- und Healthcare-Sektor war zuletzt eher schwach. Genau hier sehe ich jedoch eine große Chance, insbesondere durch den Einfluss von KI. KI wird im Healthcare-Bereich revolutionäre Möglichkeiten eröffnen. Kombiniert mit den langfristigen Trends einer wachsenden und alternden Weltbevölkerung steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung stetig. Ein weiterer Treiber ist die sogenannte medizinische Inflation von rund 7 % – medizinische Produkte und Dienstleistungen werden kontinuierlich teurer, was profitablen Unternehmen wie Edwards zugutekommt. 4. Google (Alphabet) Die Nummer 4 auf meiner Liste ist Google (Alphabet). Die Aktie liegt aktuell bei rund 300 US-Dollar, nachdem sie bereits bei 330 Dollar stand. Google ist einer dieser klassischen Trendfolger, der bereits sehr hoch gelaufen ist. Das muss man so festhalten. Persönlich wünsche ich mir bei Google sogar einen weiteren Rücksetzer, um sie deutlich günstiger einkaufen zu können – denn im Einkauf liegt der Gewinn. Immerhin schüttet Google mittlerweile eine kleine Dividende von 0,21 USD pro Quartal (ca. 0,25 % pro Jahr) aus. Das Restgeld wird für Entwicklung, Wachstum und Forschung genutzt. Vor einigen Monaten hieß es noch, Google verpasse den KI-Trend. Das Gegenteil hat sich bewiesen. Die jüngsten Quartalszahlen waren exzellent. Deshalb ist die Aktie in 2025 auch von rund 177 auf über 330 US-Dollar gestiegen – ein Plus von über 80 %. Eine Aktie wie Google sollte meiner Meinung nach in keinem diversifizierten Depot fehlen. Zugegeben, sie ist aktuell teuer, aber das ist bei einem solchen Top-Unternehmen und absoluten Marktführer durchaus üblich. 5. NVIDIA (NVDA) Die Nummer 5 ist NVIDIA. Zu diesem Unternehmen ist gefühlt alles gesagt. Es ist der unangefochtene Weltmarktführer im KI-Bereich, fantastisch aufgestellt und verzeichnet gigantische Wachstumsraten. Natürlich ist die Bewertung sehr hoch. Ich habe mich entschieden, dass in meinem Depot mindestens zwei der Big Seven nicht fehlen dürfen. Meine Wahl fiel auf NVIDIA und Google. Man kann natürlich auch weitere hinzunehmen, das schadet nie. Allerdings sollte man die Gewichtung im Depot nicht übertreiben. Es mehren sich die Stimmen, dass es für die Big Seven 2026 schwieriger werden könnte. Das Geld könnte sich etwas breiter verteilen, da die hohen Bewertungen zunehmend in den Fokus rücken. Klar, solange das Wachstum und der KI-Boom anhalten, können die Big Seven weiterlaufen. Dennoch sollte man die bereits sehr hohen Bewertungen nicht ignorieren. Die Frage ist, ob sie 2026 weiterhin das Maß aller Dinge sein werden oder ob es auch Rückschritte geben wird. NVIDIA liegt aktuell bei etwa 173 US-Dollar – immerhin ein Rabatt von rund 37 Dollar zum Höchststand von über 210 Dollar. Trotzdem bleibt die Bewertung hoch, weshalb man die Positionierung mit Bedacht angehen sollte. 6. Novo Nordisk (NVO) Empfehlung Nummer 6 ist Novo Nordisk. Von diesem Unternehmen will aktuell scheinbar niemand mehr etwas hören, dabei ist es über Jahrzehnte zum Weltmarktführer im Diabetes- und Insulinbereich gewachsen. Das Unternehmen ist auch stark im Bereich der Fettwegspritzen vertreten und arbeitet wie sein großer Mitbewerber Eli Lilly an der Entwicklung von Abnehmpillen. Vergleicht man die beiden, ist Eli Lilly aktuell deutlich erfolgreicher – aber auch deutlich teurer bewertet. Während Novo Nordisk mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 12 bis 13 dasteht, liegt das KGV von Eli Lilly bei rund 45. Genau deshalb glaube ich, dass Novo Nordisk zu stark abgestraft wurde. Für mich überwiegen hier die Chancen und nicht die Risiken. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Unternehmen wieder ein Stück aufholt. 7. Nike (NKE) Gelaufen, gejoggt, Fitness gemacht und Fahrrad gefahren wird immer, deshalb darf die Aktie von Nike nicht fehlen. Sie ist seit Jahren in meinem Depot. Die Dividende liegt bei 0,41 USD pro Quartal (ca. 2,5 % p.a.). Der Höchstkurs lag bei 180 USD, aktuell liegt sie bei nur 66 USD. Sollte die Old Economy wieder an Fahrt aufnehmen und die Trends zu Gesundheit und Sport anhalten, könnte Nike zu alter Stärke zurückfinden. Für 2026 werden sogar Rekordumsätze und -gewinne erwartet. Man muss sagen: Nike war niemals wirklich günstig. Im Verhältnis zum historischen Hoch ist sie es jetzt aber. Ein solches Unternehmen mit globaler Marktmacht sollte meiner Meinung nach in keinem Depot fehlen. 8. Medtronic (MDT) Wert Nummer 8 ist Medtronic, der Weltmarktführer für Herzschrittmacher. Die Aktie erreichte ein Hoch von rund 135 USD und fiel auf ein Tief von etwa 70 USD. Mittlerweile hat sie sich auf rund 100 USD erholt und legte 2025 eine solide Performance hin. Das entspricht einem Plus von etwa 25 % von 80 auf 100 US-Dollar. Dazu kommt eine attraktive Dividendenrendite von rund 2,8 % (0,71 USD pro Quartal). Ich glaube auch hier, dass Medtronic vom Zusammenspiel von KI und Healthcare profitieren wird und es gute Gründe gibt, auf steigende Kurse zu setzen. 9. Starbucks (SBUX) Die Nummer 9 sind die Kaffeeliebhaber: Starbucks. Der Höchstkurs lag bei etwa 127 USD. Nach einem Tief notiert die Aktie jetzt wieder bei rund 89 USD – das bedeutet ein Aufholpotenzial von 35-40 Dollar. Getrunken wird immer. Zwar hat Starbucks mit einigen Problemen zu kämpfen, was sich in einzelnen schwachen Quartalszahlen gezeigt hat. Auf der anderen Seite lockt eine Dividendenrendite von knapp 3 % (0,62 USD pro Quartal). Ich glaube fest an das Fortbestehen der Kaffeekultur. Und die Marge bei Starbucks ist nach wie vor gigantisch groß. Das Unternehmen eröffnet jedes Jahr hunderte neuer Filialen weltweit, was für ein intaktes Wachstumsmodell spricht. Das Geschäftsmodell ist nach wie vor interessant und der langfristige Ausblick sehr positiv. 10. Hormel Foods (HRL) Last but not least ist Hormel Foods auf meiner Liste. Die Aktie ist deutlich zurückgekommen: vom Hoch bei etwa 54 USD über ein Tief bei rund 21 USD auf jetzt etwa 24 USD. Die jüngsten Quartalszahlen waren sehr erfreulich. Die Dividendenrendite ist mit rund 5 % (0,30 USD pro Quartal) absolut attraktiv. Auch hier gilt: Gegessen und getrunken wird immer, die Weltbevölkerung wächst. Warum der Rückschlag? In einer Zeit, in der alle von KI reden, scheint Essen uninteressant. Zudem wurde bei bestimmten Produktkategorien vielleicht gespart. In der Folge gingen Umsätze und Gewinne zeitweise leicht zurück, obwohl das Unternehmen eine jahrzehntelange Wachstumsgeschichte hat. Doch genau das ist typisch für Hormel: Wenn die Aktie zurückkommt, war das in der Vergangenheit stets eine super Chance für einen neuen Aufwärtstrend. Fazit und die wichtigsten Vorsätze für 2026 Das sind meine 10 Investmentideen für 2026: Adobe (ADBE) Church & Dwight (CHD) Edwards Lifesciences (EW) Google (Alphabet) NVIDIA (NVDA) Novo Nordisk (NVO) Nike (NKE) Medtronic (MDT) Starbucks (SBUX) Hormel Foods (HRL) Noch einmal der klare Hinweis: Dies ist keine Kaufempfehlung, sondern die Vorstellung von Unternehmen, die ich persönlich spannend finde und in denen ich investiert bin. Ende nächsten Jahres werden wir uns wieder gemeinsam anschauen, wie sich diese Aktien entwickelt haben. Mein Tipp für Dich, damit Dein Börsenjahr 2026 gut läuft, ist, dass Du Dich nicht von Deinen Emotionen leiten lässt und Dir eine perfekte Strategie ausarbeitest. Wenn Du Dir dabei Hilfe wünschst und lernen möchtest, wie genau das funktioniert, besuch unsere Seminare, denn dann begleiten wir Dich mit unserem Wissen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Was war am Markt los? (00:03:58) Adobe, Church & Dwight, Edwards Lifesciences (00:10:15) Google, Nvidia, Novo Nordisk (00:14:01) Nike, Medtronic, Starbucks, Hormel Foods
22/12/2025 • 19:06
Ist die Blase diesmal anders? Marktausblick 2026 mit Kapitalmarktexperte Robert Halver Gemeinsam mit dem legendären Börsenkommentator und Kapitalmarktexperten Robert Halver von der Baader Bank wagen wir einen ehrlichen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 und einen mutigen Ausblick auf 2026. Mit seinem einzigartigen rheinischen Humor und seiner bildhaften Sprache bringt er selbst komplexe Marktzusammenhänge auf den Punkt und beantwortet wichtige Fragen wie: Stecken wir wirklich in einer KI-Blase wie damals bei Dotcom? Können die Schuldenberge noch höher werden, ohne dass alles kollabiert? Und wo liegen die größten Chancen im kommenden Jahr? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Kein Schuldenkollaps: Die überraschende Stabilität des Systems Zinsen und Inflation 2026: Ein realistischer Ausblick und die Folge für Anleger Die Top-Favoriten für 2026: Wo Robert Halver jetzt die größten Chancen sieht Bitcoin und Buffett: Einschätzungen zur „buckeligen Verwandtschaft" und dem Rückzug einer Legende Die KI-Blase mit Substanz: Warum der Hype diesmal fundamental anders ist Für alle, die ihn noch nicht kennen: Mein Gast Robert Halver ist ein langjähriger Kapitalmarktexperte und bekannter Börsenkommentator mit regelmäßigen Auftritten im Fernsehen, Radio und auf Fachveranstaltungen. Auch in Publikationen kommt er oft als Kolumnist zu Wort und ist einem breiten Anlegerpublikum bekannt. Ich möchte mit Robert Halver einen Rückblick auf das turbulente Börsenjahr 2025 wagen und vor allem einen mutigen Ausblick auf 2026 geben. Überall ist von der KI-Blase die Rede. Daher ist meine erste Frage an ihn: Ist es schon eine, wird es noch eine, oder ist es diesmal ganz anders? Ich bitte ihn zunächst um seine Einschätzung, wie 2025 gelaufen ist – was normal war, was er erwartet hatte, und was ihn überrascht hat. Robert Halver beginnt mit der Beobachtung, dass seit 2008 scheinbar nichts mehr normal sei. Jedes Jahr bringe neue Verwerfungen, was besonders für jemanden mit seiner langen Markterfahrung spürbar sei. Doch diese Verwerfungen seien nicht unbedingt börsenschädlich, im Gegenteil. Er verweist als Beispiel auf die angekündigten, aber nie in vollem Umfang umgesetzten Zölle unter Trump. Schon damals war er der Meinung, dass man dies nicht so ernst nehmen solle. Dann kommt er auf den KI-Hype zu sprechen. Während viele von einer Blase redeten, sei dies für ihn nicht mit der Dotcom-Blase vergleichbar: „Es ist eine Blase mit Substanz, eine irrationale Blase, die definitiv einen Substanzwert hat." Künstliche Intelligenz sei der „Highway", auf dem die Volkswirtschaft künftig produktiver werde. Daher mache es Sinn, das Thema positiv zu sehen. Er habe nie verstanden, warum diese hoch bewertete Branche gerade in Deutschland so kritisch gesehen werde, während das in Amerika anders sei. Der Hintergrund der letzten Konsolidierung des Einbruchs sei zudem nicht von der Branche selbst ausgegangen, sondern habe laut Robert Halver zwei externe Gründe gehabt: Erstens die Angst, die US-Notenbank könnte weniger freizügig sein – eine Angst, die er nicht teile, da er weiterhin von einer lockeren Geldpolitik ausgehe. Zweitens schlichte Gewinnmitnahmen im KI-Sektor. Anleger hätten dort Liquidität abgezogen, um Verluste in anderen Bereichen wie Bitcoin auszugleichen. Man hole sich Geld eben dort, wo gerade Gewinne realisiert werden könnten. Er warnt davor, sich von negativer Medienberichterstattung oder „Untergangsliteratur" beeinflussen zu lassen. Sein Credo laute: „Der Markt hat immer recht." Mit Blick auf 2025 sei man richtig gelegen, dem Aktienmarkt weiter Chancen zu geben. Man solle die Dinge etwas ruhiger betrachten – eine Weisheit des Alters, wie er anmerkt. Ich greife seinen Punkt zur Substanz auf, um zurück zum Thema KI zu kommen, da ich die Dotcom-Blase selbst miterlebt habe. Ein Titel wie Cisco Systems steht heute, 25 Jahre später, wieder auf demselben Niveau wie damals auf dem Höhepunkt. Ich frage ihn daher, woran er diesen fundamentalen Unterschied festmacht. Damals hat es Börsengänge gegeben, bei denen der Erlös als Festgeld angelegt wurde, weil die Unternehmen keine Ahnung hatten, wofür sie das Geld eigentlich ausgeben sollten. „Das war fauler Zauber. Es hat gestunken, weil es eine Pionierzeit ohne Substanz war." Heute sei das anders, sagt Halver. Die heutigen KI-Unternehmen machen „richtig viel Gewinn". Zwar sei die Investition in KI teuer und manche zweifelten an der Nachhaltigkeit, doch niemand werde gezwungen, das Geld für KI auszugeben. Der Antrieb komme von der Wettbewerbsfähigkeit. Jeder wolle bei Effizienzsteigerung und Produktivitätsgewinnen vorne dabei sein. Das vielleicht wichtigste Argument für KI sei der globale Wettbewerb zwischen den USA und China. Wer geopolitisch vorne liege, habe einen klaren strategischen Vorteil. Daher drückten die Staaten massiv auf die Entwicklung, wer die KI beherrsche, erreiche seine Ziele früher. Wenn dann gesagt wird, in Amerika finanzieren vor allem riskante „Schattenbanken" diesen Boom, muss man entgegnen: Diese Institute würden nicht wackeln, denn die US-Notenbank werde nach den Lehren von 2008 nie zulassen, dass eine systemrelevante Bank zusammenbreche. Auch Diskussionen über staatliche Investitionen in Hightech deutet er nicht als Zeichen von Schwäche, sondern als notwendige Reaktion auf chinesische Subventionen. Amerika müsse seine Führungsqualität verteidigen. Ein weiteres Schlüsselargument ist für ihn die breite Durchdringung aller Branchen. KI halte Einzug in den Gesundheitssektor, bei Finanzdienstleistern, Wirtschaftsprüfern und der Industrie. Das sei eine Entwicklung mit Substanz. „Wenn es dann zwischendurch zu Volatilitäten kommt, die die Spreu vom Weizen trennt – das gehört dazu", sagt er. Solche Korrekturen nutze man in Amerika, um in die besten Halbleiter und Technologien zu investieren. Er warnt aber davor, Hightech mit KI gleichzusetzen. Zum Sektor gehörten auch Gerätehersteller, Cloud-Computing-Unternehmen und Online-Marketingplätze. Auch die Software-Branche bleibe spannend. KI bleibe also interessant, führt er weiter aus, und das sei ja auch das Glück für das kommende Jahr, dass der Markt breiter werde und nicht mehr nur auf dem einen, starken „Zylinder" der Hightech-Werte laufe. Kein Schuldenkollaps: Die überraschende Stabilität des Systems Darauf aufbauend stelle ich ihm die nächste Frage, die viele Crash-Propheten und Kritiker des Fiat-Geldsystems umtreibt: Wir bauen immer mehr Schulden auf. Das kann ja nicht funktionieren. Irgendwann müsse dieser „Schuldenkram" doch zusammenbrechen, oder? Wie er das sieht, möchte ich von ihm wissen. Robert Halver beginnt mit einem Verweis auf das deutsche Stabilitätsdenken, das man „mit der Muttermilch aufgenommen" habe. Doch dann blickt er historisch zurück: US-Präsident Ronald Reagan habe in den 80er Jahren zwei Billionen Dollar Staatsschulden angehäuft. Heute liege man beim 19-fachen dieses Betrags – und Amerika sei immer noch nicht pleite. Es gebe klare Maßnahmen, um einen Zusammenbruch zu verhindern. Die Notenbanken drücken die Zinsen, damit diese nicht „durch die Decke" gehen. Mit einem neuen Notenbankchef und einer neuen Besetzung im FED-Direktorium im nächsten Jahr werde man die Zinsen weiter senken, um eine Schulden-, Banken- oder Finanzkrise zu verhindern. „Ich sage auch dazu, das hat mit Stabilität nichts mehr zu tun", so Halver, „ich werfe ein, dass das zwar locker klingt, aber die Alternative – das System bewusst an die Wand fahren zu lassen – ist unrealistisch." 2008 hat man davor gestanden, heute wäre ein Absturz katastrophal und würde die Weltwirtschaft zusammenbrechen lassen, mit allen politischen und sozialen Folgen. Das wird man nicht zulassen. Halvers Argument lautet: Solange die Notenbanken bereit sind, die Staatsschulden zu decken, „brennt da nichts an." Amerika mit seiner Weltleitwährung und seinem attraktiven Absatzmarkt werde weiterhin Geld anziehen, besonders im Zuge der Reindustrialisierung. Die Alternative eines Kollapses sei schlichtweg keine positive Option. Die amerikanische Sicht auf Schulden fasst er so zusammen: Für Amerikaner seien Schulden die „Autobahn, auf der die Konjunktur läuft". Der Fehler liege nicht in den Schulden selbst, sondern darin, als Anleger zu stark in Zinspapiere investiert zu sein. Die Inflation fresse die reale Rendite auf, und die Notenbanken sorgten sogar dafür, dass die Inflation oberhalb der Kreditzinsen liege. „Real macht man noch Verluste. Das ist das Problem, wenn man da investiert," führt er weiter fort. Das „Breitbandantibiotikum" gegen diese monetäre Instabilität sei daher der Aktienmarkt. Als Nominaleinlage nehme er die Inflation mit und profitiere von den investierten Geldern. Bevor wir auf die Zinsen zurückkommen, stelle ich eine Anschlussfrage zu den Ängsten vor KI, wie sie etwa von „Crash-Jungs" oder in Schlagzeilen verbreitet werden: Dass KI Millionen Jobs kostet und die Welt zusammenbrechen lasse. Was entgegnet er diesen Ängsten? Robert Halver räumt ein, dass es eine ethische Frage sei und KI durchaus Jobs ersetzen werde, die automatisierbar sind. Seine Botschaft an die Hörer, besonders die Jüngeren, ist eindeutig: „Bildung, Bildung, Bildung, tut was, sorgt dafür, dass ihr attraktiv seid am Arbeitsmarkt." Es würden zwar neue Jobs entstehen, aber auch viele wegfallen. Er geht sogar davon aus, dass langfristig eine Art „Maschinensteuer" eingeführt werden könnte, um Einkommen umzuverteilen. Der entscheidende Hebel liege jedoch beim Einzelnen: Man müsse sich aktiv attraktiv machen, um die Chancen des neuen Systems für sich zu nutzen. In Deutschland beobachtet er kritisch eine schwindende Leistungsbereitschaft. Er zitiert ein von ihm gesehenes Wahlplakat: „Wir müssen nicht mehr arbeiten, wir müssen mehr enteignen." Das sei der falsche Weg, sagt er, denn: „Wir müssen mehr arbeiten – wobei arbeiten nicht heißt, dass man 16 Stunden arbeitet, sondern dass man sich weiterentwickelt." Das Leistungsprinzip komme zurück. Die einfachen Zeiten seien vorbei. Man müsse sich „attraktiv machen, wie die Braut, die sich schmückt". Vor allem junge Menschen müssten diese Haltung verinnerlichen. Die Vorstellung, KI führe in eine düstere „Terminator"- oder „Matrix"-Zukunft, teilt er nicht. Zinsen und Inflation 2026: Ein realistischer Ausblick und die Folge für Anleger Eine eindrückliche Statistik zeigt: Seit 1983 hätten sich die Gehälter in Amerika verdreifacht, der S&P 500 aber sei um das 59-fache gestiegen. Der Schluss darunter lautete: Das normale Leben bezahlt man mit dem Job, aber wer etwas reißen will, muss investieren lernen. Wir stecken in einem Dilemma: Einerseits braucht man niedrige Zinsen, um die Schuldenberge bedienen zu können. Andererseits springt die Inflation wieder an. Daher frage ich Robert nach seinen Gedanken zur Zinsentwicklung im Jahr 2026. Robert Halver ist kein Anhänger der These, dass die Inflation bald wieder auf das 2 %-Ziel sinke. Er glaubt, dass sie in Amerika eher Richtung 3 % laufen werde. Das bedeute jedoch nicht, dass die Notenbank dagegen vorgehe – obwohl sie es eigentlich müsste, indem sie die Zinsen erhöht. Sehr deutlich macht er seinen Unglauben gegenüber den offiziellen Zahlen: „Die Amerikaner wissen selbst, dass die offizielle Inflationsrate, die nach Vorgabe berechnet wird, nicht stimmt; definitiv nicht stimmt! Da kann man auch an den Weihnachtsmann glauben." Wer jetzt glaube, mit Zinspapieren eine Lösung gefunden zu haben, unterliege einer „Nominal-Illusion". Die Zeiten des Strafzinses seien zwar vorbei, aber die reale Inflation liege am Geldmarkt — sowohl in Amerika als auch in Europa und Deutschland — höher als die veröffentlichten Zinsen. „Das heißt, man zahlt drauf." Robert Halver verweist auf den DAX seit seinem Start Ende 1987: Auch mit einer soliden Jahresperformance von 8,6 bis 8,7 % und einer Dividendenrendite von 2,8 % komme er nicht an die amerikanischen Indizes heran. Doch selbst diese Rendite zeige die Kraft des Aktienmarkts: Wer seit DAX-Beginn monatlich 50 Euro investiert habe, besitze heute fast 140.000 Euro. „Wenn eine Politik schon vor 40, 50 Jahren, so wie andere Länder, Teile der Altersversorgung auf Aktien gesetzt hätte, würden wir heute anders über Altersarmut sprechen, aber Ideologen, die das Geld vom Staat bekommen, sehen das eben anders", sagt er. Man müsse den Aktienmarkt für die eigene Zukunft nutzen, führt er weiter aus und es gebe genug positive Themen – von zyklischen Werten über Schwellenländer bis zu Biotechnologie und Raumfahrt –, die ihn attraktiv halten. Geld einfach „parken" zu wollen, sei der falsche Weg und vermittle eine trügerische Sicherheit. „Nochmal, der Inflation bleibt nichts übrig, die Bonität der Staatspapiere wird immer schlechter. Nein, der Segen ist der Aktienmarkt, der ja diese Inflation mitnimmt, weil es verbrieftes Sachkapital ist", sagt Robert. Wer keine Aktien habe, sei in Bezug auf seine Altersvorsorge ein „Spekulant und Hasardeur". Die Top-Favoriten für 2026: Wo Robert Halver jetzt die größten Chancen sieht Ich komme zur konkreten Frage nach seinen Favoriten für 2026. Er betont, zwar nach wie vor ein Herz für die Hightech-Branche zu haben, doch was in Amerika anstehe, seien die konjunkturabhängigen Werte der zweiten und dritten Reihe, wie sie etwa im Russell 2000 zu finden sind. Die Reindustrialisierung Amerikas sei im Gange. Die schmerzhaften Zölle trieben Unternehmen aus Europa und Asien dazu, direkt in den USA zu produzieren, um diese Abgaben zu sparen. Die Standortvorteile seien klar: gute Infrastruktur, niedrigere Steuern und Sozialabgaben. „Sozialismus wurde in Amerika nicht eingeführt. Ich bin da manchmal in Europa nicht so sicher, ob man nicht dabei ist, Karl Marx wiederzubeleben. Nein, wir müssen den früheren Wirtschaftsminister Ludwig Erhard wiederbeleben", führt er seine Gedanken fort. Aus rein wirtschaftlicher Sicht – unabhängig von der Person Trump – bleibe Amerika damit der attraktivste Markt. Die Erwartung weiterer Zinssenkungen und ein schwächerer Dollar unter einem möglichen Trump-Kurs kämen noch hinzu. Auch die Schwellenländer gefallen ihm in diesem Szenario. Ein schwächerer Dollar ermögliche es ihnen, sich zu stabilisieren, Kapitalflucht werde unwahrscheinlicher. Rohstofforientiert und im Vorproduktbereich seien sie stark, und das Leistungsprinzip werde dort gelebt. Diese „neuen Industrieländer" böten Stabilität. Seine Gedanken zu den deutschen und europäischen Werten lauten jedoch, dass man nicht den Fehler machen dürfe, diese durch die „Brille der deutschen Wirtschaftspolitik" zu betrachten. Viele deutsche Unternehmen, besonders in der zweiten Reihe mit zyklischen und konsumnahen Werten, machen ihre Gewinne im Ausland. „Bei uns ist es egal, hauptsächlich machen sie Gewinne." Diese Unternehmen seien „flügge geworden" und gehen dorthin, „wo die Standortwiesen offensichtlich grüner sind". Das erkläre auch, warum der DAX und besonders der MDAX performen, obwohl die deutsche Regierungspolitik, „wenn man die als Aktie verpacken würde", ein klarer Outperformer wäre. Man dürfe die deutsche Standortpolitik niemals mit der Einschätzung deutscher Aktien gleichsetzen. Sein Fazit für die regionale Aufstellung 2026 lautet daher: Amerika, Schwellenländer und Deutschland. Als Beimischung empfiehlt er Gold und Minenwerte, auch im Hinblick auf die weltweit wieder aufflammende Diskussion um Atomkraft (Uran). Ebenfalls im Blick behalten solle man Rüstungswerte, da er nicht glaube, „dass Herr Putin in Verdacht gerät, einen Friedensnobelpreis zu bekommen". Die Wiederbewaffnung in Europa bleibe ein großes Thema. Mit einer solchen Streuung brauche man als Anleger im kommenden Jahr keine große Angst vor dem Aktienmarkt zu haben. Da er potenzielle Zinssenkungen angesprochen hat, frage ich ihn nach seiner Einschätzung zum Anleihenmarkt. Bitcoin und Buffett: Einschätzungen zur „buckeligen Verwandtschaft" und dem Rückzug einer Legende Zum Anleihenmarkt meint Robert Halver nüchtern, dort sei „schon viel verfrühstückt worden". Der fundamentale Trend sei, dass die Renditen durch die hohe Staatsverschuldung steigen und die Volatilität sinke – ein Trend, den die Notenbanken zwar künstlich unterdrücken, aber nicht umkehren können. Als Beispiel nennt er französische und italienische Staatsanleihen, die heute trotz deutlich höherer Verschuldung niedrigere Renditen abwerfen als vor der Euro-Einführung. Großes Potenzial sieht er hier nicht. Natürlich könne man diese Anleiheklasse als Depotbeimischung auch haben. „Aber bitte nicht die Berge, wie es viele haben in Deutschland, die nur Zinspapiere haben. Das wäre definitiv verkehrt", sagt er. Der Schwerpunkt gehöre auf den Aktienmarkt. Diesen vergleicht er mit einem gut sortierten Obststand auf einem Marktplatz, an dem man immer wieder etwas Wohlschmeckendes finde. Zum Abschluss des Gesprächs frage ich ihn nach zwei Punkten. Zuerst: Bitcoin. Der Coin ist wild rauf und runter gegangen. Wie steht er dazu? Und: Besitzt er selbst Bitcoins? Robert Halver antwortet, er sehe Bitcoin grundsätzlich als „Ja", denn „sie gehören zur Anlagefamilie dazu. Vielleicht eher nicht immer unbedingt zur Kernfamilie, sondern eher zur „buckeligen Verwandtschaft". Sie gehörten dazu, was man auch an der wachsenden Zahl von Bitcoin-ETFs in Amerika sehe. Die Angst vor der Anlageklasse selbst müsse man nicht haben, doch man müsse die hohe Volatilität aushalten können. Er warnt eindringlich davor, mit Kredit in Krypto zu investieren – ein Fehler, den viele in der Vergangenheit gemacht hätten. Wer auf Pump gekauft habe, sei in den letzten Wochen zu Notverkäufen gezwungen worden, was die Kurseinbrüche noch verstärkt habe. Bitcoin werde zwar wiederkommen, aber man müsse die spekulative Natur und die heftigen Schwankungen im Kopf behalten: „Also Depotbeimischung, aber nichts, wo man sagen muss, das ist eine Alternative zum Aktienmarkt. Das sehe ich nicht." Der letzte Punkt gilt einer Legende: Warren Buffett, der sich in diesem Jahr weitgehend zurückgezogen hat. Ich frage Robert Halver, wie er das einordnet. Der „Buffett-Indikator" steht bei 250, sein Portfolio hält 355 Milliarden US-Dollar in Cash. Wenn er selbst den Aktienmarkt für 2026 positiv sieht – warum traut sich der größte Value-Investor aller Zeiten dann nicht mehr? Robert Halver führt Buffetts Rückzug vor allem auf das hohe Alter des Investors zurück. Es sei schade, denn er stehe auf solche Typen, die die Börse greifbar und nahbar machen. Er glaubt jedoch, dass Buffett inoffiziell sicherlich dabeibleiben werde. Es sei einfach der Zeitpunkt gekommen, an dem man vielleicht andere Interessen verfolge. Er wünscht dem Nachfolger viel Erfolg in den gewaltigen Fußstapfen. Die grundlegende Lehre Buffetts bleibe jedoch ewig gültig und jung: „Aktien möglichst günstig zu kaufen, wo die Gräben des Unternehmens groß sind, wo Potenzial und Substanz dahinterstehen. Das bleibt ewig neu." Ihn freue besonders, dass Buffett in seinen späteren Jahren auch ausgewählte Hightech-Werte sehr positiv gesehen habe. Von daher sei der Rückzug sehr schade, aber die Prinzipien des Value-Investing lebten weiter, erläutert Robert seine Gedanken. Zum Abschluss des Podcasts frage ich Robert nach seinen ultimativen Tipps und einem abschließenden Statement. Für sein Schlusswort bringt Robert Halver noch einmal seine zentralen Thesen auf den Punkt: „In puncto Altersvorsorge, Vermögensbildung komme ich an Aktien schwerpunktmäßig nicht vorbei." Beimischungen wie Gold oder Bitcoin seien okay, aber der Schwerpunkt müsse auf Aktien liegen. Die ständige Angstmacherei über Schulden und einen drohenden Weltzusammenbruch hält er für unbegründet. Die Welt sei in den letzten Jahrzehnten trotz steigender Verschuldung nicht kollabiert, offensichtlich gebe es stabilisierende Kräfte. Es gebe genug Megathemen – von Hightech über Biotechnologie und Raumfahrt bis zu Schwellenländern und Minenwerten –, die den Aktienmarkt langfristig antreiben. Zinspapiere seien, wie mehrfach betont, keine Lösung für die Vermögensbildung. Beimischungen sollten klein bleiben. Man dürfe nicht auf die gesetzliche Rente vertrauen. Abschließend nennt er zwei Grundwahrheiten, die man immer im Kopf behalten solle: „Erstens, der Markt hat immer recht. Keine Experten, nicht der Robert Halver oder andere. "Der Markt hat immer recht." „Und der Markt ist an sich grundsätzlich Optimismus, weil das alte Glaubensbekenntnis an den Markt seit 2008 fest gilt: Die Not am größten ist, die Geldpolitik und ihr billiges Geld am nächsten." Robert Halvers finaler Rat lautet: „Bleiben Sie im Aktienmarkt treu. Aber vor allen Dingen, das sage ich auch mit meinem Alter über 60: Bleiben Sie gesund. Es gibt keine wichtigere Anlageklasse als die Gesundheit." --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Rückblick 2025 (00:04:47) Wie stabil ist KI? (00:08:13) Brechen wir unter Schulden zusammen? (00:11:10) Klaut KI Jobs? (00:13:04) Zinsen & Favoriten in 2026 (00:19:36) Anleihen & Coins: Sinnvoll? (00:22:17) Warum traut Buffett sich nicht mehr?
15/12/2025 • 27:02
Steht uns die Jahresendrallye noch bevor? Wir schauen zurück auf einen Monat, in dem die Luft an den Höchstständen dünner wurde, und wagen einen Blick nach vorne: Gibt es noch eine Jahresendrallye? Welche Rolle spielen Zinsen, Inflation und der geopolitische Frieden? In dieser Folge analysiere ich die aktuelle Marktlage, zeige die Gewinner und Verlierer des Novembers auf und erkläre, warum die „Big Seven" den Markt immer noch dominieren. Außerdem teile ich meine persönliche Einschätzung und Strategie für den Jahreswechsel. Das erwartet Dich in dieser Folge: November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Mein Ausblick für Dezember Diese Bereiche und Einzeltitel haben Potenzial November-Bilanz: Die Tech-Luft wird dünner, Rohstoffe und Gold glänzen Der November war ein spannender Monat. Die Märkte liefen nicht mehr so dynamisch weiter und blieben ein wenig auf sehr hohem Niveau hängen. Man könnte sagen, die Atemluft wurde knapper. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein gemischtes Bild: Dow Jones: Ein leichtes Plus. S&P 500 und Nasdaq: Leichte Verluste. Bitcoin: Ein ganz großer Verlierer mit fast 17 % Minus. Wir schauen auf den Dezember voraus. Historisch gesehen ist das letzte Quartal, und besonders der Dezember, ein sehr positives Börsenjahr. Es gibt sogar die „Januar-Regel": Wie sich die ersten Tage im Januar bewegen, so soll oft das ganze Jahr werden. Das werden wir eventuell sehen. Ich denke, wir haben nach wie vor eine gewisse Abkopplung von der Realwirtschaft. Die Inflation hat wieder angezogen, gerade in Deutschland deutlich. Die letzten Zahlen zeigen eine erhöhte Tendenz. Die Inflation in der Eurozone ist unerwartet auf über 2,2 % gestiegen und liegt damit über der Zielmarke der Europäischen Union. Gleichzeitig gibt es andere Signale: Die Ukraine baut eine Rüstungsfabrik in Dänemark. Die EU hat signalisiert, offen für alle Technologien zu sein, was — den unter Druck stehenden deutschen Automobilherstellern wie VW, Mercedes und BMW — massive Probleme bereitet. Der Standort Deutschland ist laut BDI-Chef „im freien Fall", und die Industrieproduktion sinkt im vierten Jahr in Folge. Man kann nur hoffen, dass sich diese Entwicklung umkehrt. Und was machen unsere Aktien? Da wir auch in amerikanischen Titeln unterwegs sind, sei beispielhaft Starbucks erwähnt. Das Unternehmen soll Verstöße gegen das Arbeitsrecht gehabt haben und hat sich mit einer Zahlung von rund 35,5 Millionen Dollar an die Angestellten gütlich geeinigt. Wenn wir uns die Märkte anschauen, müssen wir zunächst festhalten: Der Markt steht extrem hoch. Wir bewegen uns nach wie vor in einem Tech- und KI-dominierten Umfeld. Die Old Economy läuft dagegen nicht so gut. Im Healthcare-Bereich sehen wir etwas Bewegung; er ist ein Stück weit hinterhergekommen. Da gibt es Aktien, die Gas gegeben haben, aber auch Nachzügler mit noch viel Potenzial nach oben. Ein Beispiel aus diesem Sektor: Eli Lilly ist in den letzten Wochen und Monaten extrem gelaufen und mittlerweile über eine Billion Dollar wert. Der große Mitbewerber Novo Nordisk dagegen ist „nur" etwa 200 Milliarden Dollar wert. Ich persönlich habe Novo Nordisk gerade aufgestockt – das ist natürlich keine Kaufempfehlung. Meine Überlegung dahinter: In den nächsten drei bis fünf Jahren werden schätzungsweise 300 Millionen weitere Diabetiker dazukommen, die Insulin benötigen werden. Ich glaube, dass davon auch Novo Nordisk stark profitieren wird. Aktuell halte ich es für sehr spannend, die Cash-Quote ein Stück weit hochzufahren. Der Markt hat im November nicht mehr viel Performance gebracht. Es gab aber auch deutliche Ausreißer nach unten. Die Aktie von Meta (aus dem Kreis der „Big Seven") hat beispielsweise eine ganze Ecke verloren. Viele, die bei 700, 750 oder 800 Dollar nicht mehr einsteigen wollten, sehen sie jetzt deutlich günstiger. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, die ich seit fast einem Dreivierteljahr vertrete: Der KI-Bereich befindet sich meiner Meinung nach in einer Blase. Gleichzeitig werden Bereiche der „Old Economy" wieder spannend. Ich glaube, dass ein Rücksetzer oder sogar ein Crash, der auf lange Sicht gesund wäre, den KI-Bereich deutlich treffen würde. Im Gegenzug wäre die Old Economy wahrscheinlich entspannter unterwegs, und wir könnten dort sogar steigende Kurse sehen. Für den Healthcare-Bereich bleibe ich relativ entspannt. Den Rohstoffbereich und die Old Economy finde ich nach wie vor interessant. Ich werde nicht müde, das zu betonen, denn gegessen und getrunken wird immer. Bei einer wachsenden Weltbevölkerung werden dort die Schnäppchen zu finden sein, über die man in ein paar Jahren sagt: „Hätte ich damals beim Podcast nur richtig zugehört und es umgesetzt." An dieser Stelle ist die Frage entscheidend: "Bist Du mehr Investor oder mehr Trader?" Als Investor hast Du jetzt die Möglichkeit, Top-Aktien mit einer Perspektive von drei bis fünf Jahren zu günstigeren Preisen einzukaufen. Ich selbst bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Mich jagen nicht alle kurzfristigen Trends „durchs Dorf". Wenn Aktien weiter runtergehen, fragen mich manchmal Leute: „Ulli, wie kannst Du so ruhig bleiben?" Die Antwort ist einfach: Ich kann abwarten. Innerhalb von ein paar Monaten, Jahren oder auch mal zwei, drei Jahren gehen solche Aktien in der Regel wieder nach oben. Ein gutes Beispiel dafür ist Netflix. Netflix ist von rund 700 Dollar – durch Corona und die Zeit danach – auf ein Tief von etwa 160 bis 170 Dollar gefallen. Mittlerweile steht die Aktie wieder bei weit über 1000 Dollar (nach einem Split sind das nur noch etwa 100 bis 110 Dollar). Man sieht also, dass sie granatenmäßig nach oben gegangen ist. Das ist eine wichtige Lektion für Dich als Investor: Wenn Du wirklich Investor bist, versuche den Vogelblick einzunehmen und Dich nicht von Deinen Emotionen wahnsinnig machen zu lassen. Ein genauerer Blick auf die November-Performance: Dow Jones: Von 47.562 Punkten (31.10.) auf 47.700 . Eine minimale Veränderung von rund +0,2 %. Faktisch unverändert, weiterhin auf Allzeithoch-Niveau. Nasdaq: Von 25.858 auf 25.434 gefallen. Ein Verlust von -1,8 %. Die Old Economy machte ein kleines Plus, die Nasdaq verlor. S&P 500: Von 6.840 auf 6.849. Faktisch unverändert bei 0 %. Gleichgewichtet betrachtet liegt er bei +1,7 %. Warum diese Diskrepanz? Ganz klar: In Indizes wie dem S&P 500 und der Nasdaq sind die Big Seven extrem stark gewichtet. Der Abfall einer Meta (mit über 20 % Verlust) hat daher massive Auswirkungen auf den gesamten Index, obwohl es vielen anderen Unternehmen vielleicht besser ging. Russell 2000: von 2.479 auf 2.500; leicht im Plus bei +0,7 %. MSCI World: von 4.390 auf 4.398; leicht im Plus bei +0,5 %. DAX: von 23.900 auf 23.800; ein Verlust von -0,5 %. Öl (Brent): von 60 auf 58 USD gefallen. Das hängt sicherlich mit der abkühlenden Weltwirtschaft und dem daraus resultierenden geringeren Bedarf zusammen. Hinzu kommen strukturelle Veränderungen wie Wärmepumpen und weniger Verbrenner, die den Öl- und Gasverbrauch langfristig nach unten bringen. Weitere wichtige November-Bewegungen: Euro/US-Dollar: von 1,15 auf 1,16 – faktisch unverändert. Gold: legte eine starke Performance hin. Von 4.002 auf 4.239, ein Plus von knapp 6 %. Silber: ein regelrechter Run von 48 auf 56; ein Plus von 16 %. Bitcoin: deutlicher Verlierer! Von 109.500 auf ein Tief von 91.000, ein Minus von fast 17 %. UM Strategy Fund: von 93 auf knapp 96, ein Plus von über 3 % – was mich besonders freut, da die Märkte insgesamt eher verloren haben. Was hat die Märkte bewegt? Wir stehen nach wie vor sehr hoch. Die Diskussion um China war ein Thema. Auffällig ist, dass die weltweiten Rüstungsausgaben so hoch sind wie nie zuvor. Ob man das gutheißt oder nicht – als Wirtschaftszweig generiert die Rüstungsindustrie Steuereinnahmen und Arbeitsplätze und beeinflusst so das Bruttoinlandsprodukt. Ein Blick auf die Politik: Trump versucht gerade, zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln. Allein die Tatsache, dass Friedensgespräche im Raum stehen, hat den Markt in einigen Bereichen nach oben getrieben, wobei andere deutlich nach unten gegangen sind. Ich bleibe bei meiner Einschätzung zu Einzeltiteln: Nvidia ist ein ganzes Stück zurückgekommen. Auch Meta ist deutlich zurückgekommen. Auf der anderen Seite gab es im November starke Quartalszahlen, beispielsweise von Google mit den besten Zahlen und einem gigantischen Wachstum. Google ist mittlerweile über 4 Billionen Dollar wert. Auch Tesla lief in den letzten Monaten gut und erreichte zeitweise über 400 Dollar. Die Big Seven machen immer noch gefühlt 40 % der großen Indizes aus. Sie schieben die Märkte an – oder, wie im Falle von Meta und Nvidia, eben auch nach unten. Die Schlussfolgerung kann nur sein: Der Markt wird von den Big Seven und dem KI-Bereich getragen. Die Old Economy und viele andere Bereiche sind noch weit vom All Time High entfernt. Das sieht man auch daran, wie nur wenige Aktien sich noch über ihrer 50- oder 200-Tage-Linie befinden. Mein Ausblick für Dezember Der Dezember ist der Jahresendspurt. Da entsteht „Window Dressing" bei Fonds und ETFs, positive Nachrichten und der allgemeine Wunsch, das Jahr gut abzuschließen. Die Weihnachtsstimmung und die Ruhe mit der Familie wirken sich ebenfalls auf die Stimmung der Investoren aus. Statistisch gesehen ist der Dezember ohnehin einer der besseren Börsenmonate. Ich möchte mich nicht dagegenstellen. Zwar glaube ich, dass wir zu hoch stehen und eine KI-Blase existiert, aber ich glaube auch, dass die Märkte dieses Spiel momentan mitspielen und einfach weiterlaufen werden. Jetzt wird es besonders spannend wegen der Inflation. Wir befinden uns in einem schwierigen wirtschaftspolitischen Dilemma: In Amerika und Europa zieht die Inflation wieder an, während die Notenbanken eigentlich im Zinssenkungsmodus sind. Das Problem: Senkt man die Zinsen, wird die Wirtschaft zusätzlich angeschoben und die Inflation könnte weiter springen. Das kann man nicht unbegrenzt tun. Würde die Inflation dagegen zu stark aus dem Ruder laufen, müsste man die Zinsen eigentlich anheben, um die Wirtschaft abzukühlen – das ist aber auch keine Option, da der Arbeitsmarkt (in Deutschland sind die Arbeitslosenzahlen hoch), der Immobilienmarkt und die Wirtschaft insgesamt schwächeln. Dieser Zwiespalt zeigt sich auch in der Politik. Trump fordert lautstark weitere Zinssenkungen, um der Wirtschaft „mehr Gas" zu geben, während die Inflationszahlen dagegen sprechen. Das macht die Lage unübersichtlich. Ich glaube tatsächlich, dass die Big Seven im Dezember noch einmal outperformen werden. Ich halte einen großen Zusammenbruch für unwahrscheinlich, auch wenn ein gesunder Dampfablasser wünschenswert wäre. Ich denke auch, dass die KI die Welt verändern wird und irgendwann damit Geld verdient wird. Ich habe ja immer gerne gesagt, dass die Dotcom-Krise mit der KI-Blase zu vergleichen ist, dass da irgendwann der Knall kommt. Ich glaube auch, dass es irgendwann ein Stück weit zurückgeht. Aber momentan sind dies ganz normale Marktmechanismen, die aus dem Ruder gelaufen sind. Denn wir haben natürlich damals in der Dotcom-Krise noch andere Zinsen gehabt. Wir haben dann die Zinsen danach, als die Krise war, massiv senken können. Heute haben wir natürlich ein anderes Bild. Wir drucken schon fleißig Geld, wir haben schon sehr günstige Zinsen gehabt, die dann wieder angestiegen sind und jetzt wieder ein ganzes Stück runtergekommen sind. Die Situation ist also schon eine etwas andere. Diese Bereiche und Einzeltitel haben Potenzial Das hat mich etwas vorsichtig werden lassen und ich habe meine Cash-Quote auf etwa 25–27 % erhöht. Im KI-Bereich halte ich nach wie vor gute Aktien, habe aber auch etwas reduziert. Einen großen Teil meines Kapitals habe ich weiterhin im Healthcare-Bereich investiert und betreibe klar Stockpicking. Aus schulischer und langfristiger Investorensicht gibt es mit Sicherheit noch Aktien mit gutem Potenzial. Obwohl ich niemals eine Kaufempfehlung ausspreche, lohnt es sich, bestimmte Bereiche und Unternehmen im Blick zu behalten. Das können Unternehmen wie PayPal sein, aus der Old Economy, vielleicht Nike oder Disney, aber auch Konsumgüterhersteller wie Hormel Foods und General Mills oder diverse Healthcare-Unternehmen. Für mich sind das alles sehr spannende Unternehmen, die aus fundamentaler Bewertungsperspektive über die Jahrzehnte betrachtet momentan eher günstig dastehen. Natürlich spielt die Musik derzeit im KI-Bereich. Aber KI wird die Welt komplett verändern, und viele andere Unternehmen werden daran partizipieren können. Daher lohnt es sich, hinter die Fassade zu schauen. Ein besonders spannender Ansatz ist heute, auf Unternehmen zu achten, die KI aktiv in ihre Geschäftsabläufe integrieren. Denn durch die Nutzung von KI werden die Margen steigen: Mitarbeiter können für wertschöpfendere Aufgaben freigesetzt werden, Prozesse automatisiert und Recherchen optimiert werden. Ich glaube, Unternehmen, die neuen Technologien gegenüber sehr offen sind, haben exzellente Chancen, in Zukunft zu performen. Ein konkretes Beispiel ist Meta. Die Aktie ist stark umkämpft, umstritten und deutlich zurückgekommen. Viele wollten sie beim Allzeithoch kaufen. Vor Monaten sprach ich von einem Ziel von 1000 Dollar, jetzt liegt sie bei rund 600 Dollar. Interessanterweise sind es oft dieselben Menschen, die bei 800 Dollar sagten „Die muss man kaufen!" und sich jetzt bei 600 Dollar fragen, ob der Trend vorbei ist. Das ist die große Kunst des Value-Investors mit Trading-Ansatz: Die Chancen zu nutzen, wenn Märkte oder Titel weit unten sind, und ein Stück gegen den Strom zu schwimmen. Bei Meta ist nicht alles Gold, was glänzt, aber das Unternehmen erreicht Milliarden Menschen täglich. Die Story geht mit KI und Metaverse weiter. Daher könnte der aktuelle Preis von rund 600 Dollar – ein Rabatt von etwa 25 % zum früheren Hoch – eine Chance bieten. Ich erwarte noch etwas steigende Kurse. Bis zum 31. Dezember werden wir meiner Meinung nach höher stehen als heute. Die Big Seven werden wohl weiterlaufen. Meta könnte mit ihrem Aufholpotenzial eine Chance sein (aus rein schulischer Idee). Der Rohstoffbereich bleibt interessant; Aluminium ist beispielsweise zwischendurch deutlich angesprungen. Da könnte die Rallye schon gelaufen sein, aber so gibt es immer gewisse Aktien, die durchaus spannend sind. Also, Du wirst im Dezember nicht mehr die Performance machen, um das ganze Jahr rauszureißen. Da hast Du aber schon eine gute Performance gemacht. Dann sage ich herzlichen Glückwunsch. Ich glaube, im Dezember werden wir noch ein paar Kursgewinne sehen und darauf bin ich sehr gespannt. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Kurzüberblick November (00:06:46) Aktuelle Werte (00:12:03) Old Economy & andere "Nachzügler"
08/12/2025 • 19:40
Diese drei Fehler kosten Dich Geld – und wie Du sie vermeidest Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und es ist Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme. In dieser Folge geht es um die entscheidenden Stellschrauben für Deinen Börsenerfolg im kommenden Jahr. Wir werfen einen Blick auf die häufigsten mentalen Fallen, in die Anleger immer wieder tappen, beleuchten die wichtigsten steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten vor Jahresende und besprechen, warum eine klare Strategie und regelmäßige Selbstreflexion Deine Rendite maßgeblich beeinflussen. Egal, ob Du bereits Gewinne erzielt hast oder noch nach dem entscheidenden Durchbruch suchst – in dieser Folge gebe ich Dir konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die drei teuersten mentalen Fallen Steuerliche Optimierung Die Macht der Selbstreflexion Dein Aktionsplan für Dezember Die drei teuersten mentalen Fallen In dieser Folge behandeln wir drei zentrale Themen: die steuerliche Seite, mentale Fallstricke und strategische Grundlagen. Ich werde auch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und der Frage nachgehen, ob dieses Börsenjahr wirklich so schwierig war oder ob die Märkte sich ganz normal verhalten haben. Wir schauen auf die Zukunft, auch im Hinblick auf KI und besprechen, wie Du richtig partizipieren kannst. Fangen wir direkt mit einer der größten mentalen Hürden an: 1. FOMO (Fear of Missing Out) Es gibt drei große mentale Fehler, die an der Börse immer wieder passieren und die für Anleger verheerend sein können. Der erste und vielleicht häufigste ist die Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen. Du kennst das vielleicht: Du stehst an der Seitenlinie und siehst zu, wie die Aktienkurse steigen. Einerseits freust Du Dich über die positive Marktentwicklung, andererseits bist Du frustriert, weil Du nicht investiert bist. Dieses Gefühl wird besonders stark bei Titeln wie Nvidia, die in den letzten Jahren eine atemberaubende Rallye hingelegt haben. An jedem neuen Hoch fragst Du Dich: „Warum bin ich nicht dabei? Kann ich jetzt noch einsteigen? Geht das überhaupt noch höher?" Aus meiner Erfahrung mit über 30.000 Anlegern kann ich Dir sagen: Dieses Phänomen ist extrem verbreitet. Das Problem liegt oft nicht daran, ob Du eine gute oder schlechte Aktie kaufst, sondern Du kaufst sie zum falschen Zeitpunkt – nämlich dann, wenn die Euphorie und die Kurse ihren Höhepunkt erreicht haben. Genau das ist die FOMO-Falle. Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Psychologie des typischen Investors. Stellen wir uns einen typischen Anfänger vor: Die Märkte sind relativ weit unten, aber die Stimmung ist noch von Angst geprägt – das „Gewitter" ist noch da. Der Neue denkt: „Jetzt kann ich doch nicht einsteigen, es wird sicher noch schlimmer." Dann dreht der Markt langsam. Die Kurse beginnen zu steigen, und er denkt: „Vielleicht sollte ich langsam einsteigen. Das Gewitter zieht ja weg, die Sonne kommt raus." Aber er zögert noch. Während die Märkte weiter steigen, hört er von Freunden, die schon investiert sind. Er denkt: „Das Gewitter ist doch noch nicht ganz vorbei, ich warte, bis die Sonne richtig durchbricht." Irgendwann, wenn der Aufschwung unübersehbar wird und der „Nebel" sich lichtet, steigt er schließlich ein – genau dann, wenn die „Sonne" am höchsten steht und der Tag sich eigentlich schon dem Ende zuneigt. Er kauft also genau an einem sehr hohen Punkt. Die FOMO-Falle führt also dazu, dass man entweder zu zögerlich ist und den gesamten Aufschwung verpasst, oder dass man aus Angst, etwas zu verpassen, genau zum falschen Zeitpunkt einsteigt. Was dagegen hilft, ist eine glasklare Strategie, die man erlernen und diszipliniert befolgen muss. 2. Hoffnung ist keine Strategie Kommen wir zum zweiten großen mentalen Fehler: Das Problem der Hoffnung. In meinen Seminaren sage ich oft: „Hoffnung ist keine Strategie." Dennoch handeln viele Anleger genau nach diesem Prinzip. Sie haben kein klares Einstiegssignal, keinen definierten Ausstiegsplan und kaufen lediglich aufgrund eines Tipps – sei es aus der Zeitung, von der Bank oder einem guten Freund. Sie steigen also in eine Aktie ein, ohne das Unternehmen wirklich zu analysieren oder zu verstehen. Und dann passiert es: Der Kurs geht nach unten. Was folgt, ist reine Hoffnung. Man hält sich an Sprichwörter wie: „Die Hoffnung stirbt zuletzt" oder „Man muss öfter aufstehen, als man hinfällt" und hält die Position. Die Aktie fällt weiter, 30, 40, sogar 50 Prozent. Das verursacht einen enormen emotionalen Schmerz. Einige verkaufen schließlich doch an diesem Tiefpunkt, andere halten durch – manchmal mit Glück, manchmal nicht. Die Lösung liegt in zwei Fragen: Bist Du Trader oder Investor? Als Investor kannst Du einen Rücksetzer vielleicht aussitzen, als Trader nicht. Hattest Du einen Plan? Hattest Du ein klares Einstiegsszenario und einen Stop-Loss, der Dich bei 10 oder 20 Prozent Verlust aus der Position genommen hätte? Ein strategischer Stopp bewahrt Dich davor, tiefe Verluste erleiden zu müssen. Auf diese Weise kannst Du bei 10 oder 20 Prozent Verlust ausgestoppt werden und die gleiche Aktie später, vielleicht bei 50 oder 60 Prozent unter ihrem früheren Kurs, wieder kaufen. So hast Du eine viel bessere Chance, langfristig gutes Geld zu verdienen. Die Lehre aus diesem zweiten Fehler ist also: Verlasse Dich nicht auf Hoffnung und definiere für Dich, ob Du ein Trader oder Investor bist. 3. Das ignorierte Rebalancing Der dritte große Fehler betrifft das Rebalancing. Wenn Du ein gutes Depot aufbaust, diversifizierst Du zunächst vernünftig über verschiedene Branchen – nicht nur Technologie oder Medizin, sondern auch Rohstoffe und andere Sektoren. Der Start ist also gut. Doch dann laufen die Märkte an – leider aber nur in einem Bereich. Genau das erleben wir aktuell im Tech- und KI-Sektor. Im letzten Jahr sind diese Märkte extrem gut gelaufen. Wir können sagen, dass sich der Tech-Bereich und insbesondere die „Big Seven" extrem vom Rest abgekoppelt haben. Dein Depot hat sich also zwar gut entwickelt, aber mit einem entscheidenden Makel: Es wird fast nur noch von den Big Seven und dem Tech-Sektor getragen. Der Rest ist deutlich zurückgeblieben, und in Deinem Depot herrscht ein klares Ungleichgewicht. Man könnte meinen, das sei nicht schlimm, solange es läuft. Doch wenn sich die Gewichte so stark verschoben haben, kommt das Rebalancing ins Spiel. Es macht jetzt Sinn, sich von einem Teil der Gewinner zu trennen und in Werte zu investieren, die ein Stück zurückgeblieben sind und somit mögliches Aufholpotenzial bieten. Genau das habe ich im letzten Jahr mit dem Healthcare-Bereich empfohlen. Titel wie Eli Lilly, Medtronic, Johnson & Johnson und andere haben seither eine sehr gute Entwicklung hingelegt. Auch Werte wie Pfizer oder Novo Nordisk hatten und haben noch Aufholpotenzial. Rebalancing macht also einfach Sinn. Es bedeutet, sich von einem Teil der Gewinner zu trennen und das Kapital in Werte umzuschichten, die noch nicht so stark gelaufen sind. Mein absoluter Börsen- und Profitipp an Dich: Lege Dir das einmal im Jahr verbindlich in den Kalender. Nimm Dir Zeit, um Dein Depot kritisch zu prüfen: Welche Branchen sind übergewichtet? Wie ist die Aufteilung? Kann ich mein Depot wieder breiter und zukunftssicher aufstellen? Steuerliche Optimierung Das waren die drei größten mentalen Fallstricke. Kommen wir nun dazu, was Du zum Jahresende noch konkret tun kannst. Wenn Du bis jetzt keine großen Gewinne gemacht hast, wirst Du das Jahr wahrscheinlich nicht mehr zu einer Mega-Rendite drehen. Das ist aber auch nicht das primäre Ziel. Es geht nicht um kurzfristige Gewinne. Viele Anleger machen anfangs gute Gewinne, verlieren aber alles wieder, sobald der Markt schwieriger wird. Trading und Investieren ist ein komplexes Thema, das Disziplin und eine langfristige Perspektive erfordert. Dein Erfolg hängt von Dir selbst, Deinen Emotionen, Deinen Strategien und Deiner Lernbereitschaft ab. Wie entsteht also nachhaltiger Erfolg an der Börse, und was kannst Du noch in diesem Jahr tun? 1. Rebalancing als Jahresend-Routine Wie bereits erwähnt, ist mein erster Tipp das Rebalancing. Ich trage mir das immer für den Dezember mit jährlicher Wiederholung im Kalender ein. So kann ich in Ruhe prüfen: Ist mein Depot noch gut aufgestellt? Muss ich Positionen anpassen? Gibt es Branchen, die sich hervorragend entwickelt haben und andere, die Nachholpotenzial bieten? Das Ziel ist, die „Töpfe" wieder einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen. 2. Die steuerliche Betrachtung Der zweite große Punkt ist die steuerliche Betrachtung. Stell Dir vor, Du handelst mit Aktien, erzielst Gewinne und Verluste, beziehst Dividenden und handelst vielleicht auch mit Währungen oder ETFs. Im Trading gibt es steuerlich einiges zu beachten. Wir haben in Deutschland verschiedene „Töpfe": Einen Topf für Aktiengewinne Einen Topf für Optionsgewinne Getrennte Regelungen für Währungen und ETFs Vielleicht hast Du dieses Jahr schon schöne Aktiengewinne realisiert. Jeder realisierte Aktiengewinn unterliegt der Abgeltungssteuer von 25 %. Es kann also sein, dass bei Dir bereits eine Steuerlast entstanden ist. Wie gesagt: Hoffnung ist keine Strategie. Vielleicht hast Du aber auch die ein oder andere Aktie im Depot, die aktuell deutlich im Minus steht. Genau das kann jetzt eine interessante Chance sein. Es geht dabei natürlich nicht um illegale Machenschaften, sondern um legale Steueroptimierung. Steuern zu zahlen ist zwar eine Bürgerpflicht, aber es ist ebenso legitim, die Steuerlast im Rahmen des Gesetzes zu minimieren. Du könntest also überlegen, ob Du einige der verlustbehafteten Aktien noch vor Jahresende verkaufst. Dadurch generierst Du Aktienverluste. Diese realisierten Verluste kannst Du dann mit Deinen bereits erzielten Aktiengewinnen verrechnen. Das Ergebnis ist ein geringerer zu versteuernder Gewinn. Zwar musst Du den Gewinn irgendwann in der Zukunft versteuern, aber Du erzielst einen Steuerstundungseffekt. Dieser Effekt ist nicht zu unterschätzen und kann sich erheblich auf Deine Gesamtrendite auswirken. Ein dritter Punkt im Bereich Steuern betrifft die verschiedenen Gewinn-Arten. Vielleicht hast Du sowohl Aktien- als auch Optionsgewinne. Auch hier gibt es Möglichkeiten, die Töpfe geschickt zu managen, Gewinne dorthin zu verschieben, wo sie mit Verlusten verrechnet werden können, und so die Steuerlast zu drücken. Mein Tipp: Beschäftige Dich spätestens im nächsten Jahr intensiv mit der steuerlichen Seite. Je größer Dein Vermögen wird, desto wichtiger wird dieses Thema. Bei einem sehr kleinen Depot mag der Effekt noch gering sein, aber mit wachsendem Kapital lohnt sich jeder Prozentpunkt, den Du legal einsparen kannst. Die Macht der Selbstreflexion Die Zeit im Dezember ist perfekt für eine ehrliche Selbstreflexion. Vielleicht kennst Du mein Mantra schon: Du tradest nicht den Markt, du tradest Dich selbst. Dieses Zitat von Norman bringt es auf den Punkt. Ich könnte einfach behaupten, das System funktioniert – ich habe damit schließlich ein Vermögen von weit über 100 Millionen Euro aufgebaut. Die entscheidende Frage für Dich ist aber: Warum funktioniert es vielleicht bei Dir noch nicht optimal? Liegt es am System? Am fehlenden Know-how? Oder ist es Deine mentale und psychische Einstellung? Nimm Dir im Dezember die Zeit für eine schonungslose Bestandsaufnahme: Wo stehe ich eigentlich? Welche Gewinne habe ich gemacht? Welche Verluste habe ich realisiert? Hierfür ist unser Visual Trading Journal ein extrem nützliches Tool. Damit kannst Du alle Trades dokumentieren und behältst den Überblick: Wie viel Geld steckt in Aktien, wie viel in Optionen? Wie hoch ist mein Cash-Bestand? Habe ich einen Hebel? Wo liegt der Break-Even-Point für meine Trades? Mit diesen Daten kannst Du analysieren: Wie viele Trades waren erfolgreich, wie viele nicht? Bei welchen Trades habe ich am meisten Geld verloren? Ein entscheidender Hinweis: Oft geht es nicht darum, mehr Gewinne zu machen. Viele meiner Teilnehmer erzielen eine Menge Gewinne, aber es sind oft nur 2, 3 oder 5 fatale Trades, die einen Großteil der Erträge wieder zunichtemachen. Dein Aktionsplan für Dezember Das ist auch ein wichtiger Hinweis für 2026. Nimm Dir für das kommende Jahr fünf Dinge vor: Regelmäßige Selbstreflexion. An Deiner persönlichen Strategie zu feilen. An Deiner mentalen Stärke zu arbeiten. Die steuerliche Optimierung zu integrieren. Wie ein Profi zu arbeiten und Absicherungen in Deine Strategie einzubauen. Denn jeder verlorene Euro nervt. Ich hasse es, Geld zu verlieren. Jeden Euro, den Du verlierst, musst Du erst mühsam zurückgewinnen – das kostet Zeit, Nerven und Energie. Daher ist meine oberste Empfehlung: Achte darauf, möglichst wenig Geld zu verlieren. Die Königsdisziplin, in fallenden Märkten Geld zu verdienen, kommt später. Zuerst geht es darum, Verluste zu minimieren. Meine konkreten Hinweise für 2025: Ich sehe die Märkte vorsichtig optimistisch und erwarte weitere Aufwärtsbewegungen. Deine konkreten Schritte sind: Rebalancing durchführen. Die steuerliche Situation prüfen (bei sehr großen Depots auch über Strukturen wie eine GmbH nachdenken). Die Selbstreflexion nutzen, um zu analysieren, was gut und was schlecht lief. Dein größter Hebel ist oft nicht, mehr Gewinne zu machen, sondern die Verlustbringer zu identifizieren und zu eliminieren. Kombiniert mit einer besseren Steuerstrategie können Deine Ergebnisse dadurch markant steigen. Last but not least ein Tipp für Deine Börsenzukunft: Ich weiß, dass Menschen zu meinen Seminaren gehen, und dann soll das Ganze schon morgen laufen. Du startest aber erst mit einer Ausbildung. Nimm Dir also Zeit, um das Gelernte umzusetzen, lerne aus Deinen Fehlern, kaufe Dir somit die Erfahrung und dann bleib beharrlich dran und versuche Deine Emotionen im Griff zu haben. Wenn Du das nämlich schaffst, dann wirst Du langfristig auf jeden Fall ein erfolgreicher Investor. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Lass Dich nicht beeinflussen (00:05:08) FOMO & Rebalancing (00:09:58) Was Du 2025 noch tun kannst
01/12/2025 • 19:18
Greife nach den Sternen: Meine 16 Erfolgsprinzipien für ein erfülltes Leben In dieser Folge geht es nicht nur um Börse und Investitionen, sondern um die Grundlagen für ein erfolgreiches Leben. Ich blicke auf meine letzten 30 Jahre zurück und teile die essenziellen Prinzipien für Erfolg, das richtige Mindset und kraftvolle Glaubenssätze. Egal, ob es um finanziellen Wohlstand, private Zufriedenheit oder persönliche Entwicklung geht – diese Prinzipien können Dir helfen, Dein volles Potenzial zu entfalten und wirklich nach den Sternen zu greifen . Das erwartet Dich in dieser Folge: Die Macht Deiner inneren Einstellung: Glaube an Dich und übernimm Verantwortung Der Kompass für Dein Handeln: Warum Ziele und Selbstreflektion so wichtig sind Die treibenden Kräfte: Wie Dankbarkeit und ein unterstützendes Umfeld Dich voranbringen Dein Werkzeugkasten für den Alltag: Praktische Methoden wie Visualisierung und Achtsamkeit Die Erfolgsmentalität: Herausforderungen als Chance sehen Die Macht Deiner inneren Einstellung: Glaube an Dich und übernimm Verantwortung Wir greifen heute nach den Sternen. Dafür habe ich die wichtigsten Erfolgsprinzipien meiner letzten Jahrzehnte für Dich zusammengefasst. Erfolg ist vielschichtig – ob im Privatleben, im Geschäft, in Bezug auf Gesundheit und Fitness, im sozialen Umfeld oder im Bereich des Spendens. Der allererste Schritt ist immer, dass Du für Dich selbst definierst: Was ist Erfolg eigentlich für Dich? 1. Glaube an Dich selbst Ein fundamentaler Punkt, den ich Dir von Anfang an mitgeben möchte, lautet: Glaube an Dich selbst und kenne Deine Fähigkeiten. Dieses Prinzip habe ich schon vor vielen Jahren auf Seminaren verinnerlicht. Gehe stets davon aus, dass Du Deine Fähigkeiten jederzeit verbessern kannst. Ich beobachte immer wieder, dass Menschen sich selbst oft unterschätzen. Wenn man dann Feedback von anderen bekommt, stellt man fest: Dein Umfeld sieht Dich häufig viel kompetenter, stärker und effizienter, als Du Dich selbst siehst. Deshalb ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die bewusste Erkenntnis, dass Du sie stets ausbauen kannst, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Du kannst jederzeit neue Fähigkeiten erlernen, um mehr Geld zu verdienen, mehr Vermögen aufzubauen oder ein besserer Investor zu werden. 2. Entwickle ein Growth Mindset Eng damit verbunden ist das Growth Mindset. Für mich bedeutet das, dass Du Dinge, die Du noch nicht beherrschst, als Chance für Entwicklung und Weiterentwicklung siehst. Durch beständige Übung, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, kannst Du kontinuierlich wachsen. Ein guter Freund, Bodo Schäfer, nennt das „KLUW", also kurz für konstant lernen und wachsen. Konzentriere Dich auf Dein Wachstum – natürlich beherrschst Du noch nicht alles, aber Du kannst Dir jedes notwendige Werkzeug aneignen. Das ist Deine Chance für die persönliche Weiterentwicklung und ein weiterer Schlüssel, um Erfolg in Dein Leben zu ziehen. 3. Übernimm Verantwortung Der dritte Punkt klingt einfach, ist für viele aber eine große Hürde: Übernimm Verantwortung. Für mich steckt in dem Wort selbst schon die Bedeutung: Ver-ant-wort-ung. Es geht darum, die Antwort in sich selbst zu suchen. Du nimmst damit die Verantwortung für Deine Entwicklung an. Schauen wir auf die Gehaltswelt: Sobald Du Verantwortung für ein Team übernimmst, eröffnen sich neue Gehaltsstufen. Der erste und wichtigste Schritt ist jedoch, die volle Verantwortung für Dich selbst und Dein Leben zu übernehmen. Dazu gehört auch, die Verantwortung für Deinen Kontostand zu tragen. Höre auf, anderen die Schuld zu geben – seien es Kunden, Mitarbeiter, das Produkt, das Internet oder die Politik. Wir spielen alle im selben Spiel. Jeder von uns trägt die Verantwortung, das Beste aus seiner Situation zu machen und das Leben zu erschaffen, das er sich wünscht. Der Kompass für Dein Handeln: Warum Ziele und Selbstreflektion so wichtig sind 4. Praktiziere Selbstreflektion Wer Verantwortung übernimmt, darf die Selbstreflektion nicht vernachlässigen. Dieses Wort liebe ich, auch wenn es nicht immer leicht umzusetzen ist. Es ist absolut entscheidend, besonders an der Börse. In meinen Coachings vermittle ich allen Teilnehmern dieselben Strategien. Viele werden damit erfolgreich, bei manchen klappt es nicht sofort oder sie machen anfangs Fehler. Die entscheidende Frage ist immer: Was machst Du daraus? Dass das System funktioniert, steht außer Frage – ich habe mir schließlich ein riesiges Vermögen aufgebaut. Ob im Privatleben, in Beziehungen oder beim Investieren – Selbstreflektion ist unglaublich wichtig. Nimm Dir Zeit, um Deine Ziele und Handlungen zu hinterfragen. Wo läuft etwas schief? Warum wurde Geld verloren? Habe ich alles für den Erfolg getan? Indem Du Fehler eingestehst und Deine Herangehensweise anpasst, ermöglichst Du Dir wahre Weiterentwicklung. Jeder erfolgreiche und reiche Mensch, den ich kenne, pflegt die Praxis der Selbstreflektion. 5. Setze Dir glasklare Ziele Ein weiterer unverzichtbarer Punkt ist das große Thema Ziele. Ich kann Dir aus der Erfahrung mit vielen erfolgreichen Menschen sagen: Sie alle haben sich Ziele gesetzt. Ich finde das Thema faszinierend, denn gerade in Bereichen wie Fitness, Gewicht oder Sport wird der Nutzen sofort sichtbar. Im Fitnessstudio weiß ich genau, welches Gewicht ich heute bewege und welches in drei oder sechs Monaten. Die Waage zeigt mir, ob ich ein Kilo abgenommen habe – auch wenn man hier vielleicht zusätzlich die Körperumfänge betrachten sollte, da Muskeln mehr wiegen als Fett. Der grundsätzliche Vorteil ist: Alles, was Du in Zielen fasst, wird messbar. Und was messbar ist, kannst Du steuern und vergleichen. Daher mein Rat an Dich: Setze Dir Ziele! Definiere und verfolge klare Ziele, um motiviert zu bleiben. Am besten formulierst Du sie nach der SMART-Formel. Das bedeutet, sie sollten spezifisch und terminiert sein. Sage nicht: „Ich möchte ein bisschen abnehmen." Sage stattdessen: „Ich werde in den nächsten vier Wochen drei Kilo abnehmen." Dann ist es klar definiert, messbar und Du kannst kontrollieren, ob Du auf dem richtigen Weg bist. Ich persönlich liebe es, mit Zielen zu arbeiten – sei es in Zielvereinbarungsgesprächen mit Mitarbeitern oder für mein eigenes Vermögen, mein Gehalt, meine Sparquote oder meinen vertrieblichen Erfolg. Ein klares Ergebnis ist: Wenn wir Ziele erreichen, und seien sie noch so klein, gibt uns das Motivation und mehr Selbstvertrauen. Das macht uns für die Zukunft besser. Also: Setze Dir Ziele, kontrolliere sie regelmäßig und bleib dran! Die treibenden Kräfte: Wie Dankbarkeit und ein unterstützendes Umfeld Dich voranbringen 6. Praktiziere tägliche Dankbarkeit Ein weiterer fundamentaler Punkt für mich ist die Dankbarkeit. Man sagt, es gibt zwei Dinge im Leben, die alles verändern: Das eine ist die Dankbarkeit und das andere ist die Liebe. Ich persönlich bin überzeugt, dass Dankbarkeit im Leben tatsächlich alles verändert. Die entscheidende Frage ist: Bist Du wirklich dankbar ? Wir erleben so viele kleine Dinge im Leben, für die wir dankbar sein könnten: Wir wachen morgens auf. Es gibt Menschen, die das nicht mehr tun. Wir sind gesund und haben vielleicht keine Schmerzen. Wir haben ein Dach über dem Kopf und ein warmes Bett. Wir können duschen, gut riechen und uns kleiden, wie wir möchten. Unser Kühlschrank ist gefüllt, und wir können uns aussuchen, was wir essen. Wir können unsere Zeit relativ frei einteilen. Dankbarkeit ist für mich eine Kraft, die alles überstrahlt. Ich glaube, dass viele von uns nicht genug Dankbarkeit spüren und zulassen. Dabei tragen wir diese Fähigkeit doch alle in uns. Diese Dankbarkeit ist eine immense Kraft. Sie lässt Dich glücklich strahlen und gibt Dir unendlich viel zurück. 7. Gestalte Dein Umfeld bewusst Wenn wir über Routinen nachdenken, dürfen wir eines nicht vergessen: Dein Umfeld. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Du erfolgreich wirst, wenn Du Dich mit den richtigen Menschen umgibst. Suche aktiv den Kontakt zu Menschen, die Dich unterstützen und fördern, die für Dich da sind, die ein Growth Mindset leben, die dankbar sind, und die vielleicht sogar mehr erreicht haben als Du. Ein solches Umfeld fordert und fördert Dich gleichzeitig. Leider sind wir oft von Neid, Missgunst und Nörglern umgeben, die uns klein halten wollen, anstatt von Menschen, die uns auf die Schulter klopfen, Mut zusprechen und uns ihre uneingeschränkte Unterstützung geben. Es heißt nicht umsonst: „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du die meiste Zeit verbringst." In einer guten Beziehung oder Freundschaft kann 1+1 auch 3 oder 4 ergeben. Deshalb mein Rat: Suche Dir ein Umfeld, das positiv denkt, Gas gibt und von Herzen will, dass Du erfolgreich wirst. Dein Werkzeugkasten für den Alltag: Praktische Methoden wie Visualisierung und Achtsamkeit 8. Akzeptiere negative Gefühle Im Bereich Übung und Routine ist es auch entscheidend, über Gefühle zu sprechen. Mein Tipp lautet hier: Erkenne negative Gefühle an. Jeder Mensch hat sie. Es geht nicht darum, gegen sie anzukämpfen, sondern zu lernen, sie zu akzeptieren. Wir müssen sie nicht bekämpfen, sondern können sie akzeptieren. Erst dann fällt es Dir leichter, positive Dinge wieder klar zu erkennen, Dich auf sie zu konzentrieren und sie in Dein Leben zu ziehen. Ich spreche hier aus über 30 Jahren Erfahrung. Natürlich kenne auch ich negative Gefühle: Unsicherheit, Unruhe, ob etwas klappen wird, Anspannung vor einem großen Seminar oder sogar Angst vor einer Rede vor 15.000 oder 20.000 Menschen. Auch Zweifel plagen mich manchmal – schaffe ich eine schwierige Situation? Wird ein neues Produkt überhaupt ankommen? Fragen wie „Bin ich gut genug?", „Wird man mich mögen?" oder „Bin ich ein guter Redner?" kennt jeder. Diese Stimme, die Zweifel entfacht, kennen wir alle. Ich sehe es sogar als ein gutes Zeichen, dass sie da ist. Diese negativen Gefühle darfst Du annehmen, um sie dann in etwas Positives zu verwandeln. 9. Nutze die Kraft der Visualisierung Genau hierfür ist mein nächster Tipp ein machtvolles Werkzeug: Die Visualisierung. Die Frage ist nämlich: Wie siehst Du Dich eigentlich selbst? Stell Dir Skiabfahrtsläufer vor dem Start vor. Sie stehen an der Schranke, berühren das Stöckchen und in dem Moment, in dem sie losfahren, kicken sie das Stöckchen um, und dann geht die Zeitmessung los. Und manchmal, wenn Du genau hinschaust, dann siehst Du, wie die Sportler vor dem Losfahren leicht von links nach rechts wippen Was machen sie in diesem Moment? In ihrer Visualisierung durchlaufen sie jeden Abschnitt: Wohin fahre ich? Wie schnell bin ich? Wie tief gehe ich in die Hocke? Wo setze ich genau an? Diese Methode der Visualisierung ist ein unglaublich kraftvolles Werkzeug, das Du auch für Dein Leben nutzen kannst. Indem Du Dich selbst groß, erfolgreich und dankbar siehst, legst Du den mentalen Grundstein dafür, dass genau diese Dinge auch in Deiner Realität eintreten. Was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Wie visualisierst Du Dich? Welches Bild hast Du von Dir? Wie denkst Du über Dich? 10. Übe tägliche Achtsamkeit Neben aller Visualisierung dürfen wir einen weiteren Bereich nicht vernachlässigen: Die Achtsamkeit. Für mich ist sie extrem wichtig, doch die meisten Menschen integrieren sie nicht in ihr Leben. Auch ich kenne die Routine: Morgens aufwachen, das Handy einschalten und sofort strömen die ersten Mails und Nachrichten herein – man ist sofort im Hamsterrad gefangen. Viele erfolgreiche Menschen, die ich kenne, fangen ihren Tag bewusst anders an. Sie üben Achtsamkeit. Sie stehen auf, trinken erst einmal in Ruhe ein Glas Wasser, machen leichten Sport, genießen einen Kaffee und denken darüber nach, was der Tag für sie bereithalten darf. Die meisten anderen Menschen dagegen rattern direkt im Hamsterrad los. Achtsamkeit ist für mich ein riesiger Schlüssel. Sie bedeutet, im Hier und Jetzt zu sein, sich bewusst zurückzunehmen, die ganzen Geräte auszuschalten und einfach mal runterzukommen. 11. Suche aktiv Inspiration In dieser achtsamen Ruhe können wir auch über den nächsten Punkt nachdenken: Inspiration. Für mich ist es ein wichtiger Erfolgsfaktor, sich aktiv Inspiration zu suchen – sei es durch Bücher, Podcasts, andere Medien oder durch Vorbilder. Ich glaube, wir Menschen brauchen das. Wir haben alle Vorbilder, die wir bewundern. Ich fand früher André Kostolany und Warren Buffett toll. Ich bewundere Bill Gates, der ein unglaubliches Imperium aufgebaut hat. Solche Inspiration kann Dich motivieren, bringt Dich auf neue Ideen und macht Dir bewusst, was alles möglich ist. Und vergiss eines nicht: Du bist als Mensch weder besser noch schlechter als ich. Ich habe nicht mehr Zeit als Du. Ich arbeite vielleicht nur ein wenig anders, vielleicht ein bisschen effizienter. Aber ich kann nicht doppelt so viel arbeiten wie Du, die Zeit ist für uns alle gleich begrenzt. Große Persönlichkeiten wie Arnold Schwarzenegger haben mich im Bereich Fitness und Sport inspiriert. Das sind Dinge, für die ich Leidenschaft entwickeln konnte. Die Erfolgsmentalität: Herausforderungen als Chance sehen 12. Sei offen für Neues Wie hältst Du Deinen Geist nun erfolgreich und jung? Wie sorgst Du dafür, dass Du weiterhin Gas geben kannst? Indem Du neue Dinge ausprobierst. Das ist ein weiterer Erfolgsfaktor für mich. Sei offen für Neues! Beginne eine neue Sportart, lies ein neues Buch, wage einen Jobwechsel, starte ein neues Hobby. Fang einfach an, probiere Dich aus! Diese Offenheit hält Dein Gehirn jung, flexibel und erfolgreich. 13. Sieh Herausforderungen als Chancen Ein weiterer unverzichtbarer Punkt auf meiner Liste ist es, Herausforderungen als Chancen zu sehen. Das ist unglaublich wichtig. Betrachte Anstrengungen und Probleme als Gelegenheiten, Dich weiterzuentwickeln. Zugegeben, unser Gehirn liebt Bequemlichkeit und Routine. Doch wir Menschen haben einen natürlichen Antrieb zu wachsen. Ich persönlich sehe Herausforderungen als Chancen, nicht als Probleme. Ich freue mich darauf, sie anzugehen und dadurch zu wachsen. 14. Akzeptiere, was ist Damit einher geht die Akzeptanz der Realität. Das hängt auch mit der Selbstreflektion zusammen. Nur wenn Du die aktuelle Situation akzeptierst – zum Beispiel, dass Du zu wenig Geld hast –, kannst Du die entscheidende Frage stellen: Wie verändere ich das? Wenn Du die Realität nicht akzeptierst und Dich selbst belügst, wirst Du niemals erfolgreich werden oder Probleme lösen. Wie heißt es so schön? Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden. 15. Fokussiere Dich auf das Machbare Ich habe es „Fokussiere Dich auf das Machbare" genannt. Was meine ich damit? Konzentriere Dich auf die Dinge, die Du tatsächlich beeinflussen kannst. Das bedeutet nicht, dass Du andere Dinge nicht schaffen kannst. Ich glaube, wir können so gut wie alles schaffen. Aber der Schlüssel liegt darin, Dich auf die Dinge zu konzentrieren, die Du beeinflussen kannst. Du kannst Deine Kunden beeinflussen, Du kannst Deine Mitarbeiter führen, aber es gibt Faktoren wie das Wetter. Wenn Du in den Urlaub fliegst oder eine Heißluftballonfahrt machst und das Wetter ist schlecht, kannst Du das nicht ändern. Konzentriere Deine Energie also nicht darauf. Ärgere Dich nicht darüber, sondern akzeptiere, dass es außerhalb Deines Einflussbereichs liegt. 16. Never Give Up! Last but not least kommt der wichtigste Punkt von allen. Mein Motto lautet schon immer: „Ulrich Müller hört erst auf, wenn er fertig ist." Und diesen Grundsatz gebe ich an Dich weiter: Gib niemals auf. Sage es nicht nur, sondern lebe es. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Aufgeben ist für mich keine Option. Bei mir ist es sogar so: Wenn ich mit dem Rücken zur Wand stehe, dann gehen bei mir erst richtig die Lichter an. Wenn Du mich richtig unter Druck setzt, dann gebe ich erst alles. Dann lege ich erst richtig los, weil ich mir und allen anderen beweisen will, dass es funktioniert. Den Satz „Gib nicht auf" haben wir alle schon gehört. Die entscheidende Frage ist, ob wir ihn auch wirklich leben, ob wir ihn umsetzen und bis zur allerletzten Sekunde alles geben. Wenn Du diese 16 Prinzipien in Dein Leben integrierst, wird es erfolgreicher, erfüllter und wird vielleicht auch mehr finanziellen Wohlstand anziehen. Vor allem aber wirst Du glücklicher und dankbarer sein. Dieser Podcast ging heute mehr um die menschliche Seite. Greif nach den Sternen! Das gilt an der Börse, in der Liebe, in der Freundschaft, aber auch im Unternehmen. Und das wünsche ich Dir von Herzen! Sei erfolgreich! Gib nicht auf! Und mach das Leben jeden Tag ein bisschen besser, als es gestern war. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Fähigkeiten, Growth und Verantwortung (00:06:23) Ziele, Dankbarkeit und Umfeld (00:12:44) Visualisierung, Achtsamkeit und Inspiration (00:16:44) Halte Deinen Geist erfolgreich
24/11/2025 • 21:33
Ist die KI schon in einer Blase und was lehrt uns die Geschichte? Heute stellen wir uns die Frage, ob wir schon eine KI Blase haben, und was uns die Geschichte darüber lehrt. Außerdem schauen wir uns an, wie sich die Wirtschaftszyklen bewegen, und welche Phasen es gibt. Es geht auch um menschliche Emotionen an der Börse und darum, warum wir denken, dass die Welt immer weitergeht und wir dabei sein müssen. Du erfährst auch, welche psychologischen Fallen an der Börse lauern, und wie Du Dein Portfolio robust aufstellst, um in jeder Marktphase bestehen zu können. Das erwartet Dich in dieser Folge: Meine klare Einschätzung: KI Blase oder nicht? Was uns die Tulpenmanie, die Dotcom-Blase und andere Crashs lehren Die 6 klassischen Phasen einer Börsenblase Wie Du Dein Depot jetzt diversifizierst und Gewinne sicherst Meine klare Einschätzung: KI Blase oder nicht? Haben wir schon eine KI Blase und was lehrt uns die Geschichte? Ich freue mich ganz besonders auf diese Folge, denn das Thema ist hochaktuell. Wir beobachten im KI-Bereich mittlerweile schon sehr interessante Verwerfungen und müssen feststellen, dass der Markt insgesamt sehr hoch bewertet ist. Vor ein paar Tagen bin ich auf interessante Zahlen gestoßen. Wenn wir die Zeit der Dotcom-Krise mit der heutigen Situation rund um KI vergleichen – manche mögen sagen, es handele sich noch gar nicht um eine Krise oder Blase – dann bin ich der Meinung: Wir befinden uns auf jeden Fall in einer Blase. Denn wenn wir sehen, dass bestimmte Unternehmen ihre Zahlen präsentieren und über Nacht um Milliarden steigen, manche an einem einzigen Börsentag mehr zulegen, als sie im gesamten Jahr an Umsatz machen oder überhaupt an Börsenwert hatten, dann muss man ganz klar sagen: Wir befinden uns definitiv in einer Blase. Für mich steht fest: Es ist eine Blase. Die entscheidende Frage ist nicht mehr das „Ob", sondern das „Wie lange?". Das Problem dabei ist, dass solche Blasen massiv lange weiter steigen können. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die globale Verschuldung ist enorm. Gleichzeitig erleben wir aktuell wieder Zinssenkungen, was Geld günstiger macht. Und natürlich wurden in den letzten 10, 15, 20 Jahren Unmengen an Geld gedruckt. Dieses Geld steht nun zur Verfügung und sucht verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten – es herrscht ein gewisser Anlagenotstand. Genau das kann eine Blase noch lange am Leben erhalten. Die große Frage, die sich uns stellt, ist: Was ist eigentlich mit den Aktienkursen los? Befinden wir uns in der Boom-Phase? Oder ist der Boom schon am Ende? Ist das nur ein kleiner Zwischenstopp, oder werden wir in ein paar Wochen und Monaten noch mehrere Stufen weiter nach oben geklettert sein? Ich möchte gerne ein paar Menschen zitieren, die mich und mein Denken maßgeblich geprägt haben. Ich bin auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen, in dem es um folgende Frage ging: Kann es sein, dass ein kleines Automobilunternehmen mehr wert ist als alle anderen Automobilkonzerne zusammen? Wenn wir uns heute Tesla anschauen, dann hat dieses Unternehmen einen gigantischen Börsenwert. Man muss sich ernsthaft fragen, ob das noch gesund ist. Was sagt es uns, wenn gleichzeitig die Zahl der Kleinanleger an der Börse steil nach oben geht? Und was passiert eigentlich parallel dazu auf dem Markt der Kryptowährungen? Wenn wir uns all diese aktuellen Entwicklungen an den Börsen und Finanzmärkten ansehen, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich an einen bestimmten Ökonomen zu erinnern: Hyman P. Minsky. Er wurde 1919 in Chicago geboren und ist 1996 in der Nähe von New York verstorben. Seine bahnbrechende Arbeit wurde allerdings erst einem breiteren Publikum nach seinem Tod so richtig bekannt. Denn während der Finanzkrise 2007/2008 erkannte man, dass seine Modelle die dramatische Realität erstaunlich gut vorweggenommen hatten. Mehr als 10,15 Jahre nach seinem Tod wurde vielen klar, dass Begriffe wie Minsky-Kollaps, Minsky-Meltdown oder der Minsky-Moment endgültig in die Finanzfachsprache Einzug gehalten haben. Ein Minsky-Moment tritt genau dann ein, wenn die Kurse an den Finanzmärkten auf breiter Front und schlagartig zusammenbrechen. Doch wie kommt es überhaupt so weit? Minsky hat ein prägnantes Zitat formuliert, das ich Dir unbedingt mitgeben möchte: „Erfolg führt dazu, dass die Gefahr des Scheiterns unterschätzt wird." Diesen Satz halte ich im Zusammenhang mit unserer Trader-Psychologie für extrem wichtig. Vielleicht warst Du ja schon einmal auf einem meiner „Geld verdienen mit System"-Seminare. Dort spreche ich genau dieses Thema an, denn ich sage oft: Ich wünsche jedem Teilnehmer, dass er am Anfang ein paar kleine Rückschläge erlebt, Fehler macht und vielleicht auch ein bisschen Geld verliert. Für mich ist das dann kein verlorenes Geld, sondern eine gekaufte Erfahrung. Ich bin überzeugt, dass Minskys Beobachtung zutrifft: Erfolg lässt uns die Gefahren unterschätzen, und wir verlieren ein Stück weit die Demut und Dankbarkeit. Deshalb ist es am Anfang sogar gut, wenn es mal nicht nur aufwärts geht. Minsky hat jahrelang erforscht, wie sich die Wirtschaft von einem stabilen Zustand immer wieder in chaotische Situationen manövriert. Er hat analysiert, welches Verhalten in diese spekulative Übertreibung führt, und wie man sich danach wieder daraus befreien kann. Dabei wird eines deutlich: Je stabiler die Zustände erscheinen und je länger diese Stabilität anhält, desto instabiler wird das gesamte System, wenn die Krise schließlich zuschlägt. Der Grund liegt, wie gesagt, in der menschlichen Psyche: Erfolg führt einfach dazu, dass wir das Scheitern unterschätzen. Was uns die Tulpenmanie, die Dotcom-Blase und andere Crashs lehren Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, einen genaueren Blick auf den typischen Zyklus einer Blase zu werfen. Es gibt sechs Stufen, die Du Dir immer wieder vor Augen führen solltest, denn es ist immer das gleiche Muster. Wie ich bereits in der Überschrift angedeutet habe, geht es heute genau darum: Ist die KI-Blase real, und welche Lehren kann uns die Geschichte bieten, die sich bekanntlich oft wiederholt. Wir haben in der Vergangenheit bereits absurde Börsenblasen erlebt. Isaac Newton brachte es einst auf den Punkt, als er sagte: „Ich kann die Bewegung der Himmelskörper berechnen, aber nicht den menschlichen Wahnsinn und schon gar nicht an der Börse." Wenn wir auf die großen Krisen der Vergangenheit schauen, steht an erster Stelle die Tulpenmanie im Jahr 1637. Diese Blase, die gewissermaßen im Garten begann, ist mittlerweile legendär. Die Nachfrage nach Tulpenzwiebeln stieg immer weiter an, bis sie auf ihrem Höhepunkt wahnsinnige Preise erreichte. Doch die Party endete mit einem krassen Kater: 1637 platzte die Blase und die Preise stürzten ins Bodenlose. 1720 folgte die Südseeblase, ein wahrer Schiffbruch für Anleger. Doch was definiert eigentlich eine Blase? Ganz einfach: Eine Börsenblase entsteht, wenn die Kurse von Vermögenswerten in irrationale Höhen getrieben werden, weil Anleger dem Glauben verfallen, dass es nur noch aufwärts geht. Oft fehlt es dafür komplett an fundamentalen Grundlagen. Die klassischen Anzeichen einer Blase aus der Literatur sind: Übertriebene Kursanstiege ohne nachvollziehbare Unternehmensgewinne oder Wirtschaftsdaten. Gier und Herdenverhalten: Menschen investieren nur, weil alle es tun. Du musst einfach dabei sein, genau wie wir es aktuell im KI-Bereich beobachten. Ein leichter Zugang zu Krediten, mit denen Spekulanten den Markt aufpumpen. Eine Überbewertung im Vergleich zu historischen Maßstäben, wie wir sie derzeit im KI-Sektor, aber auch im S&P 500 sehen. Allerdings ist ein hoher Kurs allein noch kein sicheres Anzeichen für eine Blase. Nehmen wir die Dotcom-Blase im Jahr 2000. Während viele Internetfirmen in die Bedeutungslosigkeit verschwanden, haben sich andere wie Amazon, Google und Apple zu den wertvollsten Unternehmen der Welt entwickelt. Das beweist, dass nicht jede scheinbare Blase auch eine echte ist. Lass uns noch zwei weitere historische Blasen betrachten: Die Gründerkrise 1873. Dieser „Große Krach" des Kaiserreichs folgte auf die Reichsgründung 1871, die eine wahre Goldgräberstimmung an den Börsen auslöste. Doch auch diese Euphorie fand ein jähes Ende. Im Mai 1873 kam es zum „Schwarzen Freitag", der zunächst in Wien die Kurse in den Abgrund riss, dann Berlin erfasste und sich schließlich wie ein Flächenbrand über die ganze Welt ausbreitete. Die Wirtschaft wurde durch diesen Crash bis 1890 gelähmt und das satte 17 Jahre lang. Kommen wir in die jüngere Vergangenheit. Ein Paradebeispiel ist die Silberblase von 1980. Hier handelte es sich um ein gescheitertes Monopol. Silber war, ähnlich wie Gold, ein begehrtes Anlagegut und wurde in den 70er und 80er Jahren zur Obsession einiger Superreicher. Die texanischen Hunt-Brüder beschlossen, den Markt unter ihre Kontrolle zu bringen und kauften Silber in riesigen Mengen auf. Dadurch schoss der Preis pro Unze auf fast 50 Dollar in die Höhe, nur um anschließend auf etwa 10 Dollar abzustürzen. Ähnlich verlief es mit der chinesischen Börsenblase von 2005 bis 2007, in der die Aktienkurse explodierten, bevor sie zusammenbrachen. Und natürlich dürfen wir die Dotcom-Krise und die Lehman-Pleite nicht vergessen. Aus all dem können wir eine wichtige Lehre ziehen, die sich sogar mit Straußenfedern und Pokémon-Karten überschreiben ließe. Denn die Sucht nach schnellem Reichtum führt nicht nur an der Börse zu absurden Preisentwicklungen. Im 19. Jahrhundert waren Straußenfedern ein absolutes Luxusgut, um das sich wilde Spekulationen rankten. In den letzten Jahren entdeckten Spekulanten ein Kinderspiel für sich: seltene Pokémon-Karten. Diese limitierten Editionen wurden zu Höchstpreisen versteigert, und viele glaubten, das Geschäft ihres Lebens zu machen. Doch irgendwann kippte die Stimmung, als sich herausstellte, dass nicht jede Karte automatisch Gold wert ist. Viele Investoren saßen am Ende auf diesen bunten Karten fest und mussten lernen, dass Pikachu zwar süß, aber keine sichere Geldanlage ist. Was ist also das große Fazit aus all dem? Letztendlich ist es die Gier, die das Spiel verändert und diese Muster antreibt. An dieser Stelle möchte ich Dir ein paar konkrete Tipps mit auf den Weg geben: Sei kritisch: Hinterfrage große Hypes und vermeintlich todsichere Anlagen immer kritisch. Streue breit: Investiere langfristig orientiert und breit gestreut. Vermeide Schulden: Spekuliere vor allem nicht mit geliehenem Geld. Das Thema Hebel ist hier natürlich auch relevant. Informiere Dich: Mach Dich schlau, damit Du wirklich verstehst, was vor sich geht. Die 6 klassischen Phasen einer Börsenblase Kommen wir noch einmal zurück zur KI und zum typischen Ablauf einer Blase. Wie erwähnt, durchläuft sie meist sechs Phasen. Es ist wichtig zu verstehen, was in diesen Phasen passiert und wie alles beginnt. Phase 1: Die Verschiebung Alles beginnt damit, dass die Anlegergemeinde ein neues Narrativ, eine neue These entdeckt. Es ist etwas Frisches, eine neue Grundlage für einen Aufschwung. Damals waren es die „Tigerstaaten" während der Asien-Blase in den 90ern oder die Digitalisierung, die zur Dotcom-Blase führte. Heute sind es Themen wie die Nullzinsen oder das „Gratisgeld", die erklären, warum es kaum Alternativen zu Aktien gibt. Phase 2: Der Boom Aus dieser anfänglichen Verschiebung entsteht der Boom. Zunächst steigen die Preise und Kurse der betroffenen Anlagen nur langsam. Dann springen immer mehr Investoren auf, die dieses neue Paradigma erkennen und ihm folgen. Die Idee wird von den Allgemeinmedien aufgegriffen: Presse, Funk und Fernsehen sind mit von der Partie. Es folgen die ersten spekulativen Käufe, und die „Fear of Missing Out" (die Angst, etwas zu verpassen) motiviert weitere Anleger zum Einstieg. Und schon beginnen die Spiele. Phase 3: Die Euphorie Dann beginnt die dritte Phase: die Euphorie. Die anfängliche Vorsicht schwindet zusehends. Die Kurse steigen weiter, doch jetzt werden die Anstiege schneller und die Kurven immer steiler. In dieser Phase kommt ein entscheidender psychologischer Faktor ins Spiel: die „Greater Fool"-Idee. Das bedeutet, man kauft eine Aktie nicht mehr, weil man an den inneren Wert des Unternehmens glaubt, sondern einzig in der Hoffnung, dass sich später ein „noch größerer Narr" findet, der einem die Position zu einem noch höheren Preis abkauft. An diesem Punkt koppeln wir uns komplett von fundamentalen Werten ab, was zu extremen und realitätsfernen Bewertungen führt. Schauen wir auf die Dotcom-Blase: Damals stiegen Software- und Internetfirmen, die kaum oder gar keine Umsätze erzielten, zu Milliarden-Dollar-Bewertungen auf. Das ist natürlich nicht gesund. Zur Euphorie-Phase gehört auch, dass die Anhänger des Booms plötzlich neue Regeln und Maßstäbe verkünden. Man hört Sätze wie: „Die alten Bewertungskriterien gelten heute nicht mehr!" Während der Dotcom-Krise wurde die „New Economy" propagiert, in der altmodische Faktoren wie Erträge und Rendite angeblich keine Rolle mehr spielen sollten. Phase 4: Profit Taking (Gewinnmitnahmen) Irgendwann folgt Phase 4, das sogenannte Profit Taking. Wenn sich die Blase in einer späten Phase befindet und zahlreiche neue Kleinanleger – in der deutschen Börsensprache früher gerne als „Dienstmädchen-Hausse" bezeichnet – eingestiegen sind, sind praktisch alle mit von der Partie. Genau in diesem Moment beginnen die ersten informierten Anleger und Großinvestoren, sich leise aus dem Markt zurückzuziehen und ihre Gewinne mitzunehmen. Die alten Höchststände werden nicht mehr nachhaltig erreicht, oder wenn, dann nur sehr kurz. Da die Gewinnmitnahmen zunächst schrittweise erfolgen, kommt es noch nicht zum großen Einbruch, aber die Luft wird langsam dünner. Dennoch ist der Beginn des Umschwungs kaum spürbar. Einige Experten beginnen nun, von einer „Konsolidierung" zu sprechen. Dieser Begriff vermittelt bewusst die Idee, dass es sich nur um eine kurze Pause handelt, nach der es auf jeden Fall weiter aufwärts geht. Schließlich wissen wir ja, dass Kurse an der Börse auch mal 10, 15 oder 20 Prozent fallen können: das ist ja noch lange kein Grund zur Panik. In dieser kritischen Phase zeichnet sich ein klares Bild ab: Die Experten und Großinvestoren nehmen still ihre Gewinne mit und ziehen sich zurück, während die Kleinanleger unbekümmert weiter einkaufen. Doch irgendwann wird unübersehbar, dass es sich nicht um eine Konsolidierung handelt. Die Stimmung kippt endgültig. Phase 5: Die Panik Dann tritt Phase 5 ein: Die Panik. Es kann schlagartig gehen, oft ausgelöst durch eine einzelne negative Nachricht oder, weil große Marktteilnehmer im großen Stil verkaufen. Genau wie die Kurse in der Euphoriephase exponentiell gestiegen sind, fallen sie jetzt – und manchmal stürzen sie sogar noch steiler ab, als man es für möglich gehalten hätte. Dieser Prozess heizt sich selbst an. Spekulanten, die mit Krediten (früher oft LIBOR) gearbeitet haben, werden mit Margin Calls konfrontiert. Das bedeutet: Sie müssen ihre Positionen zwangsweise verkaufen, weil der Wert ihrer Sicherheiten weiter einbricht. Das gleiche Phänomen gibt es auch auf anderen Märkten, wie zum Beispiel bei Immobilien. Wenn der Beleihungswert einer Immobilie sinkt, können Banken Nachschüsse verlangen. Immer mehr Hausbesitzer sind gezwungen zu verkaufen, was die Preise weiter nach unten treibt – eine klassische Abwärtsspirale. Gleichzeitig bricht die Nachfrage ein, und es fehlen schlichtweg die Käufer. Ja, die Blase platzt endgültig. Die Kurse fallen rapide, weil kaum noch jemand bereit ist zu kaufen. Damit kommen wir zur letzten Stufe: Phase 6: Wir sind alle raus. Die Märkte haben zu diesem Zeitpunkt oft 30, 40, 50 Prozent und manchmal bis zu 95 Prozent verloren. Ein Blick auf die Dotcom-Krise macht es deutlich: Eine Amazon-Aktie verlor damals über 90 Prozent an Wert, und selbst der DAX brach um fast 70 Prozent ein. Erst dann, nach diesem tiefen Fall, tritt langsam Entspannung ein. Die Kurse stabilisieren sich. Manchmal greifen in dieser Phase auch Notenbanken wie die FED oder die EZB ein, oder die Staaten ergreifen Maßnahmen. In extremen Fällen wird der Börsenhandel sogar vorübergehend ausgesetzt. Und irgendwann beginnt der Markt, sich ganz langsam wieder zu erholen. Wenn wir uns diese sechs Phasen vor Augen führen, wird eines klar: Die Märkte erleben immer wieder massive Rücksetzer, aber sie erholen sich langfristig auch immer wieder. Für Dich als Anleger ist es deshalb entscheidend, sich nicht von kurzfristigen Schwankungen aus der Ruhe bringen zu lassen und auf eine solide, langfristige Strategie zu vertrauen. Wie Du Dein Depot jetzt diversifizierst und Gewinne sicherst Das ist auch das Fazit für mich in dieser Folge zur Frage: Ist die KI schon in einer Blase und was lehrt uns die Geschichte? Meine Überzeugung ist: Ja, wir haben eine KI Blase. Das große Problem ist nur, dass niemand weiß, wie weit sie noch steigen kann. Ein Vergleich mit der Dotcom-Krise legt nahe, dass die Nasdaq theoretisch noch auf 50.000 Punkte steigen könnte. Ob das tatsächlich passiert, weiß jedoch niemand. Die entscheidende Frage ist: Was kannst Du jetzt für Dein Depot tun? Du kannst Dich natürlich mit uns in Verbindung setzen und unser Online Finance Mastery besuchen. Du kannst auch unsere Aktienvermietungsstrategie erlernen, die wir als Online-Kurs anbieten. Für Dich persönlich ist das Allerwichtigste: Du musst vernünftig diversifizieren. Nimm Dir am besten einmal Zeit, und wirf einen kritischen Blick auf Dein Depot. Ist der Tech-Bereich aktuell vielleicht zu stark gewichtet? Falls ja, wäre es ratsam, diesen Anteil ein Stück weit zu reduzieren. Meine klare Empfehlung lautet: Der Tech-Sektor sollte 30 bis 40 Prozent Deines Portfolios nicht überschreiten. Alles, was darüber hinausgeht, wird auf Dauer zu riskant. Vielleicht ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, um Deine Cash-Quote etwas zu erhöhen. Denn vergiss nicht: Gewinnmitnahmen haben noch keinem Anleger geschadet. Last but not least geht es um das Thema Diversifizierung. Ich erlebe es immer wieder, besonders in der aktuellen KI-Phase, wenn wir uns Depots in unserem Support ansehen. Über Hebel spricht zum Glück fast niemand mehr, weil die meisten unserer geschulten Anleger wissen, dass das Wahnsinn ist. Aber wir sehen nach wie vor sehr hohe Tech-Anteile. Wenn wir die aktuelle Marktsituation nüchtern betrachten, müssen wir festhalten: Bei den meisten Privatanlegern ist der Tech-Bereich stark übergewichtet. Die Börsenkurse mögen insgesamt hoch erscheinen, doch sie werden hauptsächlich von nur wenigen Aktien getragen. Dieser Zustand ist auf Dauer sehr ungesund. Ein gesunder Markt lebt davon, dass die Kurse breiter gestreut steigen. Wenn Du aktuell stark in Groß-Tech investiert bist, rate ich Dir, einen Teil Deiner Gewinne mitzunehmen und in andere Branchen umzuschichten. Das ist die Essenz der Diversifizierung. Denke zum Beispiel an folgende Bereiche: Old Economy Healthcare Banken Rohstoffe Konsumgüter All das sind Unternehmen, die an der Börse deutlich zurückgeblieben sind, aber dennoch solide Gewinne erwirtschaften. Aktien wie Pepsi oder Nike – das ist keine Kaufempfehlung – besitzen oft ein gewisses Aufholpotenzial und schütten zudem eine anständige Dividende aus. Was können wir also als Gesamtfazit mitnehmen? Langfristig wird sich jede Krise wieder in eine Chance verwandeln. Aber in der Gegenwart geht es darum, Gewinne zu sichern und zu verhindern, dass man mit dem Markt ins Bodenlose fällt. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Haben wir eine KI Blase? (00:03:30) Status Quo Börsen & Finanzmärkte (00:08:42) Anzeichen für Blasen & bisherige Krisen (00:15:10) Konsolidierung oder nicht?
17/11/2025 • 20:48
Finanzielle Weisheiten fürs Leben: Was ich von Buffett, Munger und 30 Jahren Börse gelernt habe In dieser Folge teile ich meine wertvollsten Finanz-Lektionen aus drei Jahrzehnten Börsenerfahrung mit Dir. Es geht um Geld, das Investieren und Weisheiten von Warren Buffett und Charlie Munger. Die Weisheiten, die ich mit Dir teilen werde, haben nicht nur meine Investment-Philosophie geprägt, sondern auch meine persönliche Einstellung zu Finanzen und Freiheit nachhaltig verändert . Ich gebe Dir praktische Strategien für langfristigen Anlage-Erfolg an die Hand und werde außerdem beleuchten, was Reichtum wirklich bedeutet. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die Philosophie der Börsenlegenden: Buffett und Mungers wichtigste Lektionen Langfristig denken: Warum Geduld der Schlüssel zum Reichtum ist Unverzichtbare Grundprinzipien an der Börse Die Philosophie der Börsenlegenden: Buffett und Mungers wichtigste Lektionen Mit bald 48 Jahren und über 30 Jahren Börsenerfahrung blicke ich auf eine bewegte Zeit zurück. Zwar sind meine Erfahrungen im Vergleich zu Charlie Munger, der Ende 2023 mit 99 Jahren verstorben ist, oder Warren Buffett, der sein Lebenswerk nun an seinen Nachfolger übergibt, bescheiden. Doch genau das macht die Beschäftigung mit diesen außergewöhnlichen Persönlichkeiten so wertvoll. Die entscheidende Erkenntnis: Erfolgreiche Menschen hören nie auf zu lernen. Sie lesen kontinuierlich, arbeiten diszipliniert und entwickeln sich ständig weiter. Nach Charlie Mungers Tod Ende November 2023 sind viele Artikel über ihn veröffentlicht worden, auch über Warren Buffett und die Firma Berkshire Hathaway. Ich werde unter anderem auch Zitate dieser beiden Personen nennen, die den Nagel auf den Kopf treffen und auch meine Philosophie widerspiegeln. Charlie Munger hat damals gesagt: „Das Beste, was ein Mensch tun kann, ist einem anderen Menschen zu helfen, mehr zu wissen und mehr zu lernen." Diese Philosophie ist auch der Grundstein meiner Arbeit. Wie ich bei der Finance Mastery manchmal sage: „Ich habe viel in meinem Leben bekommen – jetzt ist die Zeit, etwas zurückzugeben." Und ich denke, das ist das, was Munger sagt. Er sagt auch: „Es ist nicht wichtig, Ferrari zu fahren oder Porsche zu fahren, sondern es geht darum, wirklich seine Freiheit zu haben, die Dinge zu tun, auf die man wirklich Lust hat." Sein Rat „Versuche jeden Tag ein bisschen weiser zu werden, als Du beim Aufwachen warst" ist eine lebenslange Aufgabe. Jeder Mensch definiert seinen Erfolg an der Börse natürlich auf unterschiedliche Weise. Munger sieht es so: „Praktisch alle sehr erfolgreichen Menschen vereinen drei Dinge: Sie sind intelligent, sie arbeiten hart und sie hatten auch ein bisschen Glück." Für ihn braucht es also alle drei Punkte – Intelligenz, harte Arbeit und eine Portion Glück. Und auch ich denke, dass das die wichtigen Faktoren sind, um jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Munger gab auch konkrete Tipps für Unternehmer, wie beispielsweise: „Wähle Deine Kunden so aus, als ob es alles Freunde wären." Ich denke, das sind wichtige Punkte, die man im Leben mitnehmen darf und über die man nachdenken kann. Denken wir an die Börse und ans Investieren, dann wisst Ihr, dass ich einer knallharten Strategie folge, die ich für mich erarbeitet habe und umsetze. Jeder Mensch hat seine individuelle Strategie. Munger sagte diesbezüglich mal: „Kein intelligenter Pilot, so groß sein Talent und auch seine Erfahrung sein mag, kommt ohne seine Checkliste aus." Genau wie ein Pilot vor dem Start systematisch alles prüft und dabei einer Checkliste folgt, benötigen wir als Investoren eine klare Routine. Du überlegst Dir also, ob es Dinge gibt, die Du täglich oder wöchentlich checken solltest, und erstellst Dir darauf basierend eine Tages- sowie Wochenroutine. Das mag unspektakulär klingen, doch genau diese Disziplin ist es, die den Unterschied macht. Mithilfe einer Check- und Handlungsliste, weißt Du immer, wann Du was zu tun hast und vergisst nichts. Langfristig denken: Warum Geduld der Schlüssel zum Reichtum ist Munger hat man einen Satz gesagt, der mir seitdem im Kopf geblieben ist: „Das große Geld liegt nicht im Kaufen und Verkaufen, sondern im Warten und einfach die Zeit zu nutzen." Diese Einsicht ist fundamental. An der Börse geht es nicht darum, über Nacht reich zu werden, sondern durch eine disziplinierte Strategie über fünf bis zehn Jahre ein Vermögen aufzubauen. Seine Beobachtung zu Unternehmen ist heute relevanter denn je: „Fast alle guten Unternehmen investieren Geld in Aktivitäten, die heute nicht lukrativ erscheinen, aber vielleicht die großen Gewinner von morgen werden können." Genau das sehen wir aktuell im KI-Bereich, der die Welt verändern wird. Die „Big Seven" investieren in den nächsten Jahren über 600 Milliarden Dollar in künstliche Intelligenz – ein klares Signal, dass KI heute noch nicht lukrativ ist, aber das Geschäft von morgen sein wird. Mungers Aussage „Es gibt nur einen einzigen sicheren Weg an die Spitze zu kommen, und das ist knallharte Arbeit" verdient besondere Beachtung. Darüber muss ich manchmal schmunzeln, weil manche Menschen es so sehen, dass man weniger arbeiten kann, wenn man ein gutes System hat. An den Spruch „Lieber smart als hart arbeiten" glaube ich nicht. Smart zu arbeiten bedeutet, Prozesse intelligent zu gestalten – doch ohne disziplinierten Einsatz, also die benötigte Arbeitszeit, führt auch das klügste System nicht zum Erfolg, egal ob im Leben, beim Investieren, im Unternehmen oder an der Börse. Diese Erkenntnis führt zur fundamentalen Frage: Was bedeutet Geld eigentlich? Die Antwort erfolgreicher Menschen ist oft verblüffend simpel: Geld ist gedruckte Freiheit. Es geht nicht primär um teure Autos oder Luxusimmobilien, sondern um die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie man seine Zeit verbringt. Diese Freiheit, das eigene Leben nach persönlichen Vorstellungen zu gestalten, ist der wahre Wert von Vermögen . Unverzichtbare Grundprinzipien an der Börse Von Lehrern wie Buffett, Munger und André Kostolany habe ich gelernt, dass bestimmte Grundprinzipien unverzichtbar sind. Die wichtigsten Erkenntnisse, die ich mit Dir teilen möchte, sind diese: Warren Buffetts berühmteste Regel ist so einfach wie grundlegend: „Vermeide Verluste. Die erste Regel des Investierens ist es, kein Geld zu verlieren. Die zweite ist, die erste Regel niemals zu vergessen." Doch wie lässt sich das in der Praxis umsetzen, wo Schwankungen doch zum Börsenalltag gehören? Hier bringt Buffett eine wichtige Differenzierung an: „Die Volatilität (also die Schwankungsbreite an der Börse) ist kein Feind, sondern es ist ein Freund." Entscheidend ist die richtige Vorbereitung. Mit einer durchdachten Strategie und ausreichenden Cash-Reserven werden Marktschwankungen von einer Bedrohung zu einer Chance. Diese mentale Einstellung ist entscheidend. Beim Money-Machine-Seminar verdeutliche ich das mit „minus 8 gleich 0" und das meine ich damit: Ein Minus von 8 Prozent im Depot sollte sich für Dich wie Null anfühlen. Als Investor müssen wir lernen, normale Marktschwankungen auszuhalten. Charlie Munger hat es sogar noch drastischer formuliert: „30 Prozent meines Depots habe ich im Kopf schon abgeschrieben." Er rechnet damit, dass sein Depot irgendwann um 30 Prozent fallen wird – und hat sich mental darauf vorbereitet. Diese realistische Erwartungshaltung ist der Schlüssel, um in Krisen ruhig zu bleiben. Die vielleicht wertvollste Erkenntnis ist: Geld ist der beste Arbeitnehmer. Es arbeitet rund um die Uhr, ohne Urlaub und ohne Krankentage. Wie Buffett sagt: „Wenn Du nicht im Schlaf Geld verdienst, wirst Du arbeiten, bis Du stirbst." Geld ist der beste Arbeitnehmer, also fang endlich an, ihn zu nutzen. Der Unterschied zwischen Sparen und Investieren ist: Beim Sparen bewahrst Du Dein Geld auf, beim Investieren lässt Du es für Dich arbeiten – Du kannst dann also im Schlaf Geld verdienen. Warren Buffett war auch sehr bekannt für seine Aussage: „Nicht auf schnellen Reichtum setzen!" Buffetts Warnung vor schnellem Reichtum unterstreicht den Aspekt, dass Geduld an der Börse ein ausschlaggebender Faktor ist: „Schnelles Geld ist meistens eine gefährliche Sache. Und so schnell, wie es manchmal da ist, so schnell ist es auch wieder weg." Der wahre Reichtum entsteht also mit der Zeit und dafür braucht es Geduld. Diese Grundsätze habe ich in meinem System eins zu eins umgesetzt. Besonders wichtig ist Buffetts Fokus auf den fundamentalen Wert: „Preis ist das, was Du bezahlst. Wert ist das, was Du bekommst." Als Investor solltest Du Dich auf den wahren Wert eines Unternehmens konzentrieren – nicht auf kurzfristige Kursbewegungen. Langfristig folgt der Börsenkurs stets der wirtschaftlichen Entwicklung: Steigende Umsätze, wachsende Gewinne und steigende Dividenden werden sich früher oder später im Kurs widerspiegeln. Die Börse ist letztlich nur eine Handelsplattform; auf lange Sicht passt sich der Preis immer dem tatsächlichen Wert an. Genau diese irrationalen Phasen sind die größte Herausforderung für Anleger. Menschen haben aber Angst, sind in ihren Emotionen und dementsprechend werden Preise an der Börse gedrückt, da die Sicht auf das Wahre vernebelt ist. Monate oder Jahre später wird vielen klar: Hätte ich nur die Ruhe bewahrt und ausgehalten. Denn wenn das Geschäftsmodell funktioniert und Umsätze sowie Gewinne steigen, erholen sich die Kurse meist wieder. Eine Aktie, wie beispielswiese Apple, kann sich halbieren, aber auch wieder ansteigen, wenn das Geschäftsmodell funktioniert und die Umsätze sowie die Gewinne wirklich steigen. Für ihn ist es auch wichtig, unnötige Kosten zu vermeiden und beim Investieren ruhig zu bleiben. Buffett brachte es mit diesem Zitat auf den Punkt: „Bleib beim Investieren ruhig auf Deinem Arsch sitzen." Diese Aussage hat zwei entscheidende Vorteile: Du vermeidest unnötige Transaktionskosten und entgehst der Versuchung, emotional getriebene Fehlentscheidungen zu treffen. Mit einem günstigen Broker und disziplinierter Ruhe sparst Du nicht nur Gebühren, sondern vor allem Nerven. Buffetts Fokus lag stets auf dem Cashflow und auch auf den Dividenden. Wichtig: Es ging nie um Zockerei mit Optionsscheinen, sondern darum, mit Optionen regelmäßige „Miete" einzunehmen oder Depots intelligent abzusichern. Diese Prinzipien sind fester Bestandteil meiner Akademie, denn sie sind fundamental. Die Beschäftigung mit Buffett und Munger hat meine gesamte Investment-Philosophie geprägt: Was ist Geld? Wie investiere ich richtig? Worauf kommt es wirklich an? Eine der wichtigsten Lektionen: Sei skeptisch gegenüber exotischen Finanzprodukten. Immer wieder tauchen „lustige" Anleihen, komplexe Derivate oder zweifelhafte Kryptowährungen auf. Buffett warnt: „Sei skeptisch gegenüber diesen exotischen Themen." Sein Poker-Vergleich bringt es auf den Punkt: „Wenn Sie eine halbe Stunde lang Poker gespielt haben und immer noch nicht wissen, wer der Trottel ist, sind Sie der Trottel." Die Finanzindustrie ist voll von Akteuren, die Dich nach ihren Regeln spielen lassen wollen. Viele Anleger haben so bereits Vermögen verloren, weil sie blind einem Trend oder einem vermeintlichen Experten folgten. Die Inflation ist ein Thema, das viele Anleger verunsichert, doch sie hat eine oft übersehene positive Dimension. Zwar war die Geldentwertung in den 70er und 80er Jahren ein beherrschendes Thema und ist es in den letzten Jahren wieder geworden, doch für Unternehmen kann sie durchaus vorteilhaft sein. Wenn Produkte und Dienstleistungen teurer werden, steigen in der Folge auch die Umsätze und Gewinne der Unternehmen. Diese Entwicklung kann sich positiv auf Deine Assets auswirken, da sie an Wert gewinnen können. Die kontinuierliche Lernbereitschaft von Buffett und Munger ist ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor. Munger betonte stets, dass es keinen reichen Menschen gibt, den er kennt, der nicht immer weiter gelesen und gelernt hat. Diese Einstellung ist fundamental, denn Dein Investment-Erfolg wird maßgeblich durch Dein Wissen und Deine persönliche Entwicklung bestimmt. Genau wie ein Unternehmen nur so stark ist wie sein schwächstes Glied, gilt dies auch für Dich als Investor. Schließlich ist die Gelassenheit, die Märkte so anzunehmen, wie sie sind, eine der wertvollsten Lektionen. Die historische Gewissheit, dass Märkte langfristig stets steigen, gibt Dir die notwendige Ruhe, um kurzfristige Schwankungen und volatile Phasen gelassen auszusitzen, ohne in Panik zu verfallen. Die Märkte sind zwar langfristig aufwärts gerichtet, aber natürlich nicht immer perfekt – es gibt immer wieder Phasen, in denen sie in die falsche Richtung laufen. Um diese Schwankungen zu meistern, kommt es entscheidend darauf an, wie Du als Investor aufgestellt bist. Hier liefert Warren Buffett eine entscheidende Erkenntnis: „Wenn Du ein guter Investor bist, dann bist Du nicht nur Value, Du bist aber auch nicht nur Growth." Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung einer ausgewogenen Diversifizierung. Es geht darum, Unternehmen vernünftig aufzuteilen und bewusst verschiedene Bereiche im Portfolio zu berücksichtigen. Besonders spannend ist die Mischung aus zyklischen und antizyklischen Werten, die je nach Wirtschaftsphase unterschiedlich performen. Zum Abschluss des Podcasts möchte ich noch auf das Thema Selbsteinschätzung eingehen. Buffett brachte es treffend auf den Punkt: „Wenn Du denkst, Du hättest einen IQ von 160, er liegt aber bei 150, dann ist das für Dich ein großes Desaster. Es ist doch wesentlich besser, einen IQ von 130 zu haben, aber zu denken, er liegt nur bei 120." Diese Einstellung hilft nicht nur dabei, Leichtsinn zu vermeiden und den eigenen Antrieb zu fördern, sondern ist auch entscheidend im Umgang mit den unvermeidlichen Tiefschlägen des Lebens. Denn jeder Investor wird irgendwann mit Rückschlägen konfrontiert – manche davon sind unfair und scheinen unüberwindbar. Manche Menschen erholen sich von solchen Tiefschlägen, andere nie ganz. Doch ich bin überzeugt: Die richtige Einstellung ist das Wertvollste, was Du besitzen kannst. Ich wollte heute einfach einmal über die Börse philosophieren, die Weisheiten von Charlie Munger und Warren Buffett teilen und auch eigene Erfahrungen einfließen lassen. Ich weiß, dass solche Sprüche und Lebenslektionen sich manchmal leicht anhören, ihre Umsetzung im Alltag aber eine echte Herausforderung sein kann. Doch man kann sie nicht oft genug hören, denn in ihnen steckt eine tiefe Wahrheit. Letztendlich geht es darum, diese wertvollen Prinzipien so zu verinnerlichen, dass sie Dein Handeln leiten – und das Investieren damit vielleicht ein kleines Stück einfacher und leichter machen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Weisheiten von Buffett & Munger (00:05:17) Warten macht reich (00:10:28) Geld ist der beste Arbeitnehmer (00:14:06) Exoten: Sei nicht der Trottel!
10/11/2025 • 19:38
Marktrückblick Oktober: KI-Rausch und Zinssenkungen Der Markt ist außer Rand und Band: Der Oktober bescherte Anlegern erneut zweistellige Zuwächse – angeführt von der ungebremsten KI-Euphorie. In diesem Marktupdate analysiere ich die erstaunlichen Parallelen zur Dotcom-Blase, zeige auf, warum die US-Notenbank trotz hoher Inflation die Zinsen senkt und welche Aktien abseits des KI-Hypes jetzt interessant werden Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Zinsdilemma: Warum die FED trotz Inflation die Zinsen senkt Die Oktober-Bilanz: So performten die globalen Indizes Deutschlands Problem: Wachstumsdelle statt Aufschwung KI-Blase oder nachhaltiger Boom? Die Parallelen zu Dotcom Big Tech: Die Zahlen von Alphabet, Microsoft und Meta Ausblick November/Dezember: Warum ich vorsichtig optimistisch bleibe Das Zinsdilemma: Warum die FED trotz Inflation die Zinsen senkt Die Aktienmärkte im Oktober sind ziemlich hoch. Während Deutschland mit über drei Millionen Arbeitslosen und massiven Wirtschaftsproblemen kämpft, klettern die Börsenindizes in schwindelerregende Höhen. Der DAX übersprang die 24.000-Punkte-Marke, der Dow Jones kratzt an 48.000 und die Nasdaq erreichte über 26.000 Punkte. Doch diese scheinbare Euphorie trügt. Wir erleben eine gefährliche Abkopplung von der Realwirtschaft. Der Ifo-Chef warnt eindringlich vor einer 20-jährigen Wachstumsdelle für Deutschland, ähnlich dem japanischen Schicksal. Seine Forderung: Eine sofortige Agenda mit Maßnahmen, die bis Februar umgesetzt werden müssen – Senkung der Energiepreise, Reduzierung der Lohnnebenkosten, massive Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur. Natürlich auch im Rüstungsbereich wird gerade viel investiert. Aber wir müssen endlich wieder auf Wachstum kommen. Mitten in dieser angespannten Lage hat die US-Notenbank (FED) zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen gesenkt, und das, obwohl die Inflation mit rund 3 Prozent deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent liegt. Die Begründung: Schwächezeichen am Arbeitsmarkt. Die Leitzinsen wurden um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 3,75 bis 4 Prozent gesenkt. Jetzt diskutieren sie das wieder. Auch US-Präsident Trump hat wiederholt deutlich massivere Zinssenkungen sogar gefordert, damit die Kredite günstiger gemacht werden und die Weltwirtschaft am Ende angekurbelt wird. Diese Entscheidung war alles andere als einstimmig. Zwei FED-Vorstände stimmten gegen die Leitzinssenkung, andere wollten sogar eine Halbpunkt-Senkung. Die Diskussion über weitere Zinssenkungen im Dezember bleibt offen, denn die Notenbank steht vor einem klassischen Dilemma: Einerseits die schwächelnde Konjunktur stützen, andererseits die Inflation nicht weiter anheizen. Die Oktober-Bilanz: So performten die globalen Indizes Die Earnings der Unternehmen, die wir uns gleich anschauen, muss man mit Vorsicht betrachten, da die Unternehmen die Erwartungen im Vorfeld ein wenig runterschrauben, um dann ein Stück weit überperformen zu können. Was ganz klar zu sehen ist, dass die Märkte eine extreme Divergenz aufweisen. Dow Jones: von 46.397 auf 47.632 Punkte (+2,6 %) Nasdaq: von 24.679 auf 26.119 Punkte (+5,5 %) S&P 500: von 6.688 auf 6.890 Punkte (+2,9 %) Besonders bemerkenswert: Die gleichgewichtete Nasdaq stieg nur um 3,6 %, was deutlich macht, dass der Index von den schwergewichtigen „Big Seven" getrieben wird. Der gleichgewichtete S&P 500 liegt bei einem Plus von 1,1 %. Auch da sieht man wieder, dass die Großen den Indizes nach oben reißen, aber die Masse der Märkte nicht mitkommt. Die Schwäche des breiten Marktes wird besonders beim Russell 2000 mit mittleren und kleinen Unternehmen sichtbar: Er legte von 2.436 auf 2.520 Punkte zu (+3,5 %). Der MSCI World stieg von 4.306 auf 4.430 Punkte (+2,6 %). Der DAX hing etwas zurück: von 23.880 auf 24.120 Punkte (+1,9 %). Alle Zahlen beziehen sich auf den 30.10.25, der 31. ist also nicht mit drin. Bei den Rohstoffen zeigte sich eine volatile Entwicklung: Öl: leicht rückläufig von 62,37 auf 61,31 USD (-1,7 %) EUR/USD: stabil bei etwa 1,17 Gold: Nach einem Höhenflug bis auf 4.400 USD korrigierte das Edelmetall auf rund 3.980 USD – ein Verlust von über 10 % vom Hoch. Silber: Noch dramatischer verlief die Korrektur von über 54 USD auf rund 46 USD – fast 17 % Verlust vom Allzeithoch. Der Bitcoin war bei 114.000, steht immer noch bei 114.000. Der verändert sich im Moment gerade nicht so richtig und ist relativ eingefroren. Das Gleiche gilt auch für den UM Strategy Fund mit einem ganz kleinen Plus. Deutschlands Problem: Wachstumsdelle statt Aufschwung Während die Finanzmärkte scheinbar sorgenfrei steigen, offenbart sich in Deutschland ein dramatisches realwirtschaftliches Bild. Die Lage ist ernst: Über drei Millionen Arbeitslose, pleitegehende Autozulieferer und massive Probleme in Schlüsselindustrien wie Metall- und Anlagenbau zeichnen ein düsteres Bild. Das Kernproblem: Ein gewaltiger Investitionsstau. Deutschland befindet sich bei Investitionen wieder auf dem Niveau von 2015 – ein alarmierender Rückschritt. Geld, das heute nicht investiert wird, fehlt morgen als Wachstumstreiber. Diese Unterinvestition wird ihre volle Wirkung erst in den kommenden ein bis drei Jahren entfalten. Während die EZB die Zinsen bereits mehrfach gesenkt hat, steht die deutsche Politik „komplett am Anschlag". Die dringende Notwendigkeit: Eine sofortige Wachstumsagenda, die Energiepreise senkt, Lohnnebenkosten reduziert und die Digitalisierung vorantreibt. Die Zeit drängt, um eine 20-jährige Wachstumsdelle wie in Japan zu verhindern. Wir brauchen eine ähnlich konsequente Reformagenda wie die Agenda 2010, die damals die Weichen für wirtschaftlichen Aufschwung stellte. KI-Blase oder nachhaltiger Boom? Die Parallelen zu Dotcom Deutschland droht den Anschluss an die technologische Zukunft zu verlieren. Während die Welt in die KI-Revolution startet, hinken wir bereits bei der Basisdigitalisierung hinterher. Ein erschreckendes Beispiel aus dem Healthcare-Bereich: Nur 15 Prozent der deutschen Ärzte und Zahnärzte sind so digitalisiert, dass sie KI überhaupt sinnvoll einsetzen könnten. Doch was bedeutet der KI-Hype wirklich? Nach Gesprächen mit zwei international führenden KI-Experten kann ich sagen: Die Technologie ist revolutionär, hat aber klare Grenzen. Beide Experten betonten, dass sie bei kritischen Entscheidungen – insbesondere im Investmentbereich – „den Knopf noch selbst drücken" würden. KI kann vor-analysieren, Daten sichten und aufbereiten, aber die finale Entscheidung bleibt menschliche Verantwortung. Diese Einschätzung ist entscheidend, um den aktuellen KI-Rausch an den Märkten richtig einzuordnen. Die Kluft zwischen der Hightech-Euphorie und der Realwirtschaft könnte kaum größer sein. Während NVIDIA mit einer Marktkapitalisierung von über 5 Billionen US-Dollar und einem Spitzenkurs von rund 212 Dollar neue Dimensionen erreicht, zeigt der breite Markt ein völlig anderes Bild. Diese extreme Diskrepanz wird durch die Index-Performance deutlich: Die gleichgewichteten Indizes performten weit schwächer als ihre kapitalisierungsgewichteten Pendants. Während die „Big Seven" die Märkte nach oben treiben, hinkt die breite Masse der Unternehmen hinterher – ein klassisches Zeichen für eine überhitzte Spekulation in einem eng umrissenen Sektor. Big Tech: Die Zahlen von Alphabet, Microsoft und Meta Die Quartalszahlen der Tech-Giganten untermauern den KI-Boom mit beeindruckenden Zahlen. Alphabet (Google), Meta und Microsoft verzeichneten durch die hohe Nachfrage nach KI-Produkten zweistellige Wachstumsraten. Noch bedeutsamer ist jedoch ihre Investitionsaggressivität: Alle drei Unternehmen kündigten an, ihre KI-Investitionen massiv auszuweiten. Doch der eigentliche Game-Changer wird oft übersehen: Die KI-Infrastruktur im Hintergrund. Während sich die Aufmerksamkeit auf NVIDIA, AMD und OpenAI konzentriert, bleiben die entscheidenden Faktoren weitgehend unbeachtet: Netzwerke und Internet-Infrastruktur Stromversorgung und Energie Rechenzentren und Cloud-Kapazitäten Prozessoren und Hardware Im Moment wird für mich nur der Prozessorenbereich gespielt, aber die anderen Bereiche eher nicht. Ich kann für mich sagen, dass ich hier wieder sehr große Chancen sehe. Das habe ich damals auch im Internet gesagt. Die Dotcom-Krise war natürlich bitter und tiefgehend. Auf der anderen Seite muss man sagen, dort ist das Gleiche passiert, was auch mit KI passiert. Die Leute gucken immer erst mal jetzt vorne. Internet ist toll. Aber was dahinter passiert, das vergisst man dabei oft. Bei KI ist es genau das Gleiche. Im Moment laufen die Unternehmen, wo gefühlt KI drin steht im Namen. Das war damals wie bei Dotcom. Da sind auch die Unternehmen nur gelaufen, der Rest nicht mehr. Aber das Ganze wird sich auch wieder verschieben. Ich erwarte, dass das Ganze noch ein Stück weit mehr nach oben gehen kann – und das ist auch die Gefahr. Sollte die Nasdaq die gleiche Übertreibung wie während der Dotcom-Blase erreichen, könnte sie bis auf 50.000 Punkte steigen – eine Verdopplung vom aktuellen Niveau. In diesem Szenario würde Nvidia statt 5 Billionen sogar 10 Billionen Dollar wert sein. Und jetzt sind die Fragen: Wie geht das Ganze? Wie läuft das Ganze? Und wenn wir uns dort eben mal Zahlen anschauen von den großen Unternehmen, dann muss man sagen, dass die großen Gas gegeben haben. Und wenn wir uns Microsoft anschauen, dann haben die alleine rund 35 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investiert. Und das ist eben krass, weil da kein Ende des Trends in Sicht ist. Auch Alphabet und Meta haben gestern nach dem Börsenschluss die Jahresprognosen gegeben. Und die haben auch einiges investiert: Alphabet investierte über 90 Milliarden Dollar, Meta rund 70 Milliarden – und für 2026 sind noch deutlich höhere Ausgaben geplant. Die Umsatzentwicklung zeigt durchweg beeindruckende Wachstumsraten: Alphabet steigerte seine Quartalserlöse um 16 % auf 102 Milliarden Dollar und knackte damit erstmals die 100-Milliarden-Marke. Microsoft legte um 18 % auf 77,7 Milliarden Dollar zu, während Meta mit 26 % Wachstum auf 51,24 Milliarden Dollar die höchste Steigerungsrate erreichte. Umsatz ist das eine und Gewinn die andere Seite. Auf der Gewinnseite zeigt sich ein differenzierteres Bild: Microsoft erzielte im letzten Quartal 28 Milliarden Dollar Gewinn, ein Plus von 12 %. Alphabet steigerte seinen Gewinn sogar um 33 % auf 35 Milliarden Dollar, und das trotz einer 3-Milliarden-Dollar-Strafe der EU. Meta hingegen verzeichnete einen Gewinneinbruch um 83 % auf nur noch 2,7 Milliarden Dollar, verursacht durch eine 16-Milliarden-Dollar-Steuerabschreibung im Zusammenhang mit der Steuerreform von Trump. Ausblick November/Dezember: Warum ich vorsichtig optimistisch bleibe Ich glaube, man kann daraus ein paar Dinge ableiten: Zum einen sehen wir, dass extrem viel Geld in den KI-Bereich investiert wurde. Es wird aber auch die klare Aussage getroffen, dass noch viel mehr Geld in KI investiert werden soll. Und das passt zu der Aussage von mir, dass eben natürlich die Unternehmen noch weiter steigen können, aber dass eben auch massiv viel Geld dort investiert wird. Auf der anderen Seite glaube ich, dass die Bereiche von Healthcare, vielleicht auch Rohstoffe, natürlich auch die Old Economy und der Infrastrukturbereich sehr spannend sind. Denn wenn wir wirklich KI flächendeckend in der ganzen Welt nutzen möchten, braucht es massiv viel Energie, Internet und Prozessoren. Und am Ende ist es so, dass jetzt natürlich Unternehmen dort eher mehr investieren und die Gewinne in ein paar Jahren dann auch erst kommen. Aber ich bleibe übrigens auch hier dabei: Natürlich wird es passieren, dass die Märkte noch weiter steigen. Natürlich kann es auch passieren, dass es relativ zügig dann mal einen gewissen Abverkauf gibt. Ich kann im Moment noch nicht genau sagen, wann der wirklich passiert. Wir können auf jeden Fall festhalten, dass die Nasdaq innerhalb von 6 Wochen um über 10 % zugelegt hat. Wenn wir uns auch Einzelzahlen angucken: PayPal gewinnt über Nacht 17 % wegen ChatGPT der will PayPal als Zahlungsdienstleister nutzen, macht über 10 Milliarden mehr an einem Tag. Eine Nokia sammelt eine Milliarde ein und gewinnt einen Börsenwert von 6 Milliarden. Das alles sind keine seriösen Zahlen. Sie bewegen sich in einer Blase, die meiner Meinung nach irgendwann platzen wird. Und die Frage ist: Wie weit werden die Zahlen nach unten gehen? Ich möchte Dir davor aber keine Angst machen, sondern rate Dir: Bleibe als Value-Investor mit Tradingansatz diszipliniert. Baue Cashflow auf, nutze Indikatoren zur Risikosteuerung und vergiss diese Sektoren nicht: Old Economy, Healthcare und Rohstoffe. Eine gesunde Korrektur wäre notwendig, aber mit der richtigen Strategie musst Du davor keine Angst haben. Die Märkte werden schwanken, aber langfristig zahlt sich eine durchdachte, diversifizierte Anlagestrategie aus. Wie sehe ich den Ausblick für den November und Dezember? Ich bin tatsächlich immer noch leicht bullish, auch wenn die letzten Tage gigantisch nach oben gesprungen sind. Aber ich bin der Meinung, dass es leider, oder vielleicht auch zum Glück, bis zum Ende des Jahres noch ein bisschen weiter steigen wird. Das beste Quartal liegt ja vor uns. Der Oktober hat schon mal richtig performt. Jetzt wollen wir mal sehen, wie der November und Dezember werden. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Status Quo und Zinsen (00:04:01) Die Märkte stehen unterm Dach (00:10:39) Die aktuellen Divergenzen (00:16:24) Was leite ich aus der Situation ab?
04/11/2025 • 19:54
Börsen-Insights mit Ulrich Müller: Von Intel-Comebacks, Gold-Rallyes und dem Unterschied zwischen Sparen und Investieren In dieser besonderen Folge teile ich mit Dir meine gesammelten Börsen-Insights aus über 30 Jahren Erfahrung. Wir werfen einen Blick auf aktuelle Marktphänomene: Warum Gold unaufhaltsam steigt, ob Bitcoin Investment oder Spekulation ist, und wie sich ein altbekannter Technologie-Riese wie Intel überraschend erholt hat. Ich erkläre Dir, warum das Zeitalter des klassischen Sparens vorbei ist und was der entscheidende Unterschied zwischen Investieren und Spekulieren ist. Außerdem nehmen wir die Lehren aus Wirecard unter die Lupe, und ich gebe Dir eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Du sicher an der Börse startest – selbst bei aktuell hohen Bewertungen. Das erwartet Dich in dieser Folge: Das Intel-Comeback: Von Krisen-Aktie zum Must-Have Der Unterschied zwischen Sparen und Investieren Warum Gold weiter glänzt, und was das über die Welt verrät Bitcoin & Co.: Sinnvolle Beimischung oder reine Spekulation? Wirecard & Co.: So schützt Du Dein Depot vor Bilanzskandalen Dein Start an der Börse: Entscheidende Schritte für Anfänger Erfolgsgeheimnisse für langfristigen Börsenerfolg Das Intel-Comeback: Von Krisen-Aktie zum Must-Have Die treibende Kraft hinter der digitalen Revolution ist und bleibt die Entwicklung von Prozessoren. Waren es früher vor allem Intel und AMD, die diesen Markt dominierten, hat in den letzten Jahren Nvidia mit seiner Technologie für KI-Berechnungen und Mining einen regelrechten Höhenflug erlebt. Doch eines bleibt konstant: Prozessoren werden immer leistungsfähiger, schneller und effizienter – und dieser technologische Fortschritt ist einer der Hauptgründe, warum ich langfristig an steigende Aktienkurse glaube. Genau an diesem Punkt kommt Intel ins Spiel: eine Aktie, die in den vergangenen Jahren viel Kritik einstecken musste, die ich aber stets in meinem Depot behalten habe. Von einem Hoch bei 67 Dollar war Intel auf bis zu 19 Dollar gefallen. Doch vor drei Jahren, als die Aktie bei rund 24 Dollar stand, habe ich in einem Webinar eine klare Prognose gewagt: „Trag es Dir in den Kalender ein: Ich würde sehr viel Geld darauf verwetten, dass Intel in drei Jahren deutlich höher stehen wird." Diese Einschätzung hat sich bewahrheitet. Heute steht Intel bei 38 bis 39 Dollar. Alle, die dieser Empfehlung damals gefolgt sind, konnten sich über ein Plus von rund 60 Prozent freuen. Ich bin nach wie vor überzeugt: Die Reise von Intel ist noch nicht zu Ende. Wichtiger Hinweis: Dies ist ausdrücklich keine Kaufempfehlung, sondern meine persönliche Einschätzung, basierend auf der Annahme, dass die positive Entwicklung anhalten könnte. Die fundamentale Frage lautet: Was treibt diese Kurssteigerungen eigentlich an? Letztendlich durchlaufen Aktien immer Phasen der Attraktivität und der Zurückhaltung. Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der die zugrundeliegende Technologie entscheidend ist. Der Schlüssel liegt in der exponentiellen Steigerung der Rechenleistung. Ich erinnere mich an ein Video von einem Zukunfts-Symposium vor etwa sieben Jahren, das die damaligen Möglichkeiten der Robotik zeigte – sie waren äußerst begrenzt. Heute, im Zeitalter der humanoiden Roboter, die zunehmend menschliche Aufgaben übernehmen können, liefern die ersten Weltmarktführer bereits solche Geräte aus. Die entscheidende Triebfeder hinter dieser Entwicklung ist die Prozessorentechnologie. Was früher an zu langsamen Prozessoren scheiterte, ist heute technologische Realität. Diese technologische Revolution setzt sich in atemberaubendem Tempo fort. Heute sprechen wir über Haushaltsroboter, OP-Assistenten, die präzise chirurgische Eingriffe vornehmen, und autonome Systeme in der Pflege. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das direkte Ergebnis des exponentiellen Wachstums der Rechenleistung. Ich mache es an einem persönlichen Beispiel fest: Mein erster Computer, ein Commodore C16, hatte einen Arbeitsspeicher von 16 Megabyte. Heute verfügen Standardcomputer über Arbeitsspeicher im Gigabyte- bis Terabyte-Bereich. Diese Entwicklung wird nicht einfach aufhören. Die Reise geht weiter: Prozessoren werden leistungsfähiger, Technologien effizienter und die Anwendungsmöglichkeiten grenzenloser. Genau aus dieser Überzeugung habe ich Intel stets gehalten, und die positive Performance des letzten Jahres bestärkt mich in dieser Langfriststrategie. Der größte Fehler deutscher Anleger: Der Unterschied zwischen Sparen und Investieren Das bringt mich zum zweiten Thema: der Langfristigkeit und den entscheidenden Unterschied zwischen Sparen und Investieren. Es gibt den weisen Spruch: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Doch die wahre Frage ist: Handelst Du auch danach? Die traurige Realität ist: Die meisten Menschen investieren nicht – sie sparen nur. Doch hier liegt der entscheidende Unterschied: Sparen bedeutet, Dein Geld in Geldwerten anzulegen: Sparbücher Tagesgeldkonten Festgeld Lebensversicherungen Bausparverträge Dort erhältst Du Zinsen – das ist die klassische Definition von Sparen. Doch in Zeiten von Inflation und Niedrigzinsen ist dieser Ansatz oft nicht mehr ausreichend, um Vermögen tatsächlich zu vermehren. Die Deutschen sind weltweit die besten Sparer, doch leider auch die schlechtesten Investoren. Dieses Phänomen ist tief in unserer Geschichte verwurzelt. Die Generation meiner Großmutter, Jahrgang 1930, die Krieg und Unsicherheit erlebte, prägte ein wichtiges Motiv: Sicherheit um jeden Preis. Dieses Denken haben wir übernommen und das mit fatalen Folgen. Bis heute liegen rund 5 Billionen Euro auf Tagesgeld- und Sichtkonten. Diese Summe ist schlichtweg Wahnsinn, denn sie wird durch die aktuelle Geldentwertung Stück für Stück entwertet. Durch massive Geldschöpfung der Zentralbanken und die hohe Staatsverschuldung weltweit befinden wir uns in einem wirtschaftlichen Dilemma: Hohe Inflation erfordert eigentlich höhere Zinsen, um sie zu bekämpfen. Gleichzeitig könnte die enorme Verschuldung von Staaten und Unternehmen diese höheren Zinsen nicht verkraften. Während einige Wirtschaftsregionen wie Teile der USA boomen, zeigt Deutschland mit schwachem Wirtschaftswachstum und stagnierenden Arbeitslosenzahlen deutliche Schwächezeichen. Dieses widersprüchliche globale Umfeld macht es für Sparer noch schwieriger, ihr Geld sicher und ertragreich anzulegen. Daher bin ich der Meinung: Das Zeitalter des Sparens ist vorbei. Für mich bedeutet Sparen schlicht: Geld behalten. Die zweite entscheidende Komponente ist das Investieren – sei es in Immobilien oder, mein Steckenpferd, in Aktien. In der alten Welt war Sparen immer: Ich lege Geld gegen einen Zins beiseite. In meiner Welt ist Sparen Geld behalten. Und dann kommt der wichtigste Punkt dazu: Dann fängst Du an zu investieren. Warum Gold weiter glänzt, und was das über die Welt verrät Während wir uns später mit der praktischen Umsetzung beschäftigen, wende ich mich nun einem weiteren spannenden Phänomen zu: Gold steigt und steigt. Die Frage, wie lange das noch so weitergehen kann, ist berechtigt. Theoretisch kann man sagen „The Sky ist the Limit", auch wenn ich nicht an einen unendlichen Anstieg glaube. Fakt ist: Das Edelmetall hat bereits die Marke von 4.300 bis 4.400 Dollar geknackt. Der Grund für diesen Höhenflug ist simpel und aufschlussreich: Gold ist und bleibt der sichere Hafen. Sein anhaltender Preisanstieg ist ein klares Signal für die wachsende Verunsicherung und die Risiken in der Weltwirtschaft. Während große institutionelle Investoren sich zunehmend zurückhalten, treiben private Anleger die Kurse weiter nach oben, das ist für mich durchaus ein Warnsignal. Gleichzeitig könnten weitere Zinssenkungen und durch das Gelddrucken die Märkte kurzfristig weiter befeuert werden. Hier zeigt sich ein grundlegendes Problem: Während der KI-Sektor rennt, hinkt die Old Economy hinterher. Zwar gilt „gegessen und getrunken wird immer", doch die Frage ist: Wie lange kann diese Diskrepanz bestehen bleiben? Bitcoin & Co.: Sinnvolle Beimischung oder reine Spekulation? Damit komme ich zu einem weiteren wichtigen Thema: Kryptowährungen, allen voran Bitcoin. Zugegeben: Kryptowährungen wie Bitcoin haben sich etabliert und besitzen eine gewisse Daseinsberechtigung. Dennoch sind von den einst 15.000 bis 20.000 verschiedenen Coins bereits viele wieder vom Markt verschwunden. Aus diesem Grund bleibe ich bei meiner Einschätzung: Beim Handel mit Kryptowährungen bewegen wir uns überwiegend im Bereich der Spekulation und nicht der Investition. Der Unterschied ist fundamental: Spekulieren bedeutet, dass Du nicht genau weißt, was dahintersteckt. Du kannst den wahren Wert des Assets nicht seriös bewerten und handelst ohne eine glasklare Strategie. Wie Warren Buffett treffend sagte: „Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust." Investieren hingegen basiert auf der Bewertung eines konkreten Unternehmenswertes. Bei einer Aktie kannst Du den intrinsischen Wert analysieren – also was das Unternehmen tatsächlich wert ist – und ihn mit dem aktuellen Börsenpreis vergleichen. Genau hier liegt der entscheidende Unterschied. Der Preis ist das, was an der Börse aktuell gezahlt wird. Der Wert eines Unternehmens hingegen ergibt sich aus seinen zukünftigen Gewinnen, seiner Marktposition und seinen Vermögenswerten. Beim Bitcoin, der aktuell bei etwa 110.000 Dollar gehandelt wird, stellt sich die fundamentale Frage: Welchen Wert hat er eigentlich? Nach vielen Gesprächen mit internationalen Experten muss ich sagen: Eine seriöse Bewertungsgrundlage gibt es nicht. Zwar wird die Assetklasse durch ETFs wohl nicht mehr vollständig verschwinden, doch als Anleger ist man hier stark den Einflüssen großer Marktteilnehmer ausgeliefert. Mein persönlicher Ansatz: Ich sehe Kryptowährungen nach wie vor als Spekulation. Wer dennoch einsteigen möchte, sollte sich auf die etabliertesten Coins beschränken und nicht mehr als 5 bis 10 Prozent des Geldes, das man übrig hat, kann man dafür verwenden. Wirecard & Co.: So schützt Du Dein Depot vor Bilanzskandalen Immer wieder werde ich gefragt: Hätte man den Wirecard-Skandal früher erkennen können? Das ist eine schwierige Frage, denn Bilanzskandale hat es immer gegeben – man denke nur an den Enron-Skandal 2003, als eines der größten Unternehmen der Welt kollabierte. Zwar gibt es aktuell beim Bundesgerichtshof Prozesse, die vielleicht minimale Rückzahlungen für Wirecard-Investoren bringen könnten, doch substanzielle Summen erwarte ich hier nicht. Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie kannst Du Dich vor solchen Einzelfällen schützen? Die Antwort liegt in einem grundlegenden Prinzip: breite Diversifikation. Wenn Dein Depot ausreichend gestreut ist, musst Du vor dem Ausfall einzelner Aktien keine Angst haben. Das wahre Risiko entsteht nicht durch den gelegentlichen Verlust, sondern dann, wenn eine einzelne Position im Depot zu groß wird. Eine breite Streuung ist der beste Schutz gegen unvorhersehbare Einzelrisiken. Dein Start an der Börse: Entscheidende Schritte für Anfänger Zum Abschluss möchte ich Dir eine Anleitung mitgeben, wie Du sicher an der Börse startest. Diese Frage wird mir besonders häufig gestellt, und die Antwort lässt sich in vier konkrete Schritte unterteilen. Diesbezüglich lege ich Dir natürlich unsere Seminare ans Herz, in denen Du all das geballte Wissen, das Du brauchst, lernen kannst. Schritt 1: Baue solides Wissen auf Investieren ist ein Handwerk, das man erlernen kann, genau wie jeden anderen Beruf auch. Bevor Du startest, solltest Du Dir fundamentales Wissen aneignen: Bücher, Blogs und seriöse Online-Quellen nutzen Unternehmensanalysen und fundamentale Daten verstehen YouTube kann eine gute Ergänzung sein, sollte aber nicht die einzige Quelle sein Schritt 2: Wähle das richtige Depot Deine Depotwahl hat langfristig enorme Auswirkungen. Achte besonders auf: Niedrige Kosten: Zu hohe Gebühren fressen durch den Zinseszinseffekt über Jahre einen beträchtlichen Teil Deiner Rendite auf Seriösen Anbieter: Wähle einen etablierten, finanziell stabilen Broker Schritt 3: Starte mit dem Kapital, das Du hast. Du brauchst kein großes Vermögen, um zu starten. Wichtiger ist, dass Du überhaupt beginnst. Auch mit kleinen, regelmäßigen Summen kannst Du loslegen – sei es mit einem ETF auf den S&P 500 oder andere Indizes. Zwar stehen die Märkte aktuell hoch, aber durch regelmäßiges Investieren gleichst Du dieses Timing-Risiko aus. Erfolgsgeheimnisse für langfristigen Börsenerfolg: Nach diesen grundlegenden Schritten kommt es auf drei entscheidende Faktoren an, die Deinen langfristigen Erfolg bestimmen werden: Die richtige Strategie Entscheide Dich bewusst für einen Ansatz: den passiven Weg mit ETFs oder den aktiven Weg mit Einzelaktien. Beide haben ihre Berechtigung, doch Du solltest wissen, warum Du welchen Weg wählst. Risikomanagement und Absicherung Ein Profi konzentriert sich primär darauf, Verluste zu vermeiden, während der Anfänger oft nur auf maximale Gewinne aus ist. Baue von Anfang an eine Cashquote auf, und setze auf Absicherung. Denn jeder Euro, den Du verlierst, muss erst wieder erwirtschaftet werden – das erschwert den Vermögensaufbau erheblich. Emotionen im Griff haben Psychologie ist entscheidend: Ein finanzieller Verlust aktiviert im Gehirn dieselben Regionen wie existenzielle Angst. Lerne, Deine Emotionen zu kontrollieren und nicht panisch auf Kursschwankungen zu reagieren. Nur wer ruhig bleibt, kann langfristig erfolgreich investieren. Disziplin: Konsequente Umsetzung und Durchhaltevermögen Die beste Strategie nützt nichts ohne Disziplin. Marktphasen mit Verlusten gehören dazu: Wer hier standhaft bleibt, wird belohnt. Die konsequente und besonnene Umsetzung einer durchdachten Strategie ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg. In dieser Folge habe ich Dir die wertvollsten Insights aus meinen 30 Jahren Börsenerfahrung mitgegeben: Die Bedeutung von Technologietrends, veranschaulicht am Beispiel Intel. Die Rolle von Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Den Umgang mit Bilanzskandalen, und die überragende Wichtigkeit der Diversifikation. Einen klaren Fahrplan für den Start an der Börse. Die fundamentale Unterscheidung zwischen Sparen, Investieren und Spekulieren. Denk daran: Die Märkte befinden sich aktuell auf hohem Niveau. Sei wachsam, handle umsichtig und lasse Dich nicht von kurzfristigen Emotionen leiten. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Prozessoren, Robotik & Intel (00:06:27) Sparen vs. Investieren (00:13:58) Wirecard, Risiken & To Dos
27/10/2025 • 19:53
Wie die Finance Mastery Dein Leben verändern kann Heute möchte ich Dich auf eine persönliche Reise mitnehmen. Wir sprechen über den Startschuss meiner Wealth Academy, und warum wir genau mit der Finance Mastery beginnen. Ich zeige Dir, wie dieses Seminar bereits über 35.000 Menschen die ersten Schritte zu mehr Reichtum, Freiheit und Selbstbestimmtheit ermöglicht hat. Am letzten Wochenende hatten wir ein Live-Event in Frankfurt mit 270 Teilnehmern und die fantastischen Feedbacks haben gezeigt, wie viel sie aus dem Event mitgenommen haben. In dieser Folge gebe ich Dir nicht nur Einblicke, sondern auch konkrete Inhalte und „Gimmicks" aus der Finance Mastery mit auf den Weg. Denn bei uns geht es um mehr als nur ums Investieren – es geht um Freiheit und Selbstbestimmung. Das erwartet Dich in dieser Folge: Der Schlüssel liegt im Mindset Brauchen vs. Wollen: Der Weg zur finanziellen Freiheit Das bewährte Kontenmodell: Dein System für finanzielle Disziplin Die ESI-Formel: Einkommen, Sparen, Investieren Warum Geld Dein bester Arbeitnehmer ist Der Schlüssel liegt im Mindset Heute tauchen wir in die Finance Mastery ein, die mich selbst nach unserem letzten Live-Event immer noch absolut begeistert. Mir geht es nicht darum, Dir zu erzählen, wie toll wir sind oder welche fantastischen Feedbacks wir bekommen haben – auch wenn ich natürlich das ein oder andere Kundenfeedback mit Dir teilen werde, weil ich glaube, dass das wichtig für den Aufbau von Vertrauen ist. Alle Informationen zur Finance Mastery findest Du übrigens ganz einfach, wenn Du danach googelst. Heute möchte ich Dir aber vor allem konkrete Inhalte mitgeben, ein paar praktische „Gimmicks" aus der Finance Mastery, die Dein Leben wirklich verändern können. Denn auch wenn es bei uns letztlich um das Investieren an der Börse geht, ist das nur der letzte Schritt einer längeren Reise. Alle Schritte davor sind genauso entscheidend. Und es ist völlig egal, wo Du gerade stehst: Ob Du noch jung bist, finanziell frei werden willst, bereits Unternehmer oder noch Startup-Gründer bist, Angestellter oder schon vermögend. Eines der häufigsten Feedbacks ist genau das: Jeder, der in Deutschland lebt und arbeitet, egal in welcher Form, sollte die Finance Mastery besuchen. Das Seminar wurde erneut mit der Bestnote bewertet, worüber ich mich riesig gefreut habe. Lass mich Dir zum Einstieg das Feedback von Petra geben. Sie ist seit 25 Jahren in der Seminar-Branche, hat viel mit Tony Robbins erlebt und ihn damals nach Deutschland geholt. Sie sagte, es sei eines der besten Events, die sie je gesehen habe – besonders zu dem Preis, denn wir sprechen hier nur über etwa 100 bis 200 Euro pro Ticket. Selbst sie, eine echte Expertin, hat noch eine Menge mitgenommen. Viele Teilnehmer betonen zwar die fachliche Expertise und die Investment-Tipps, aber die meisten sind vor allem von der bodenständigen Art, der Herzlichkeit und der spirituellen Komponente begeistert. Sie fühlten sich abgeholt und beschreiben die Veranstaltung als eine richtig coole Performance. Brauchen vs. Wollen: Der Weg zur finanziellen Freiheit Doch warum ist die Finance Mastery eigentlich so spannend? Das hat viele Facetten. Die Finance Mastery beginnt schon mit Deinem persönlichen Commitment. Allein die Entscheidung, an einem Samstag nach Frankfurt zu fahren und einen ganzen Tag zu investieren, ist ein klares Bekenntnis zu Deinem Erfolg. Vor Ort spürst Du dann diese unglaubliche Energie und hast die Chance, zu netzwerken. Das ist so wertvoll – ich selbst habe viele Geschäfte und Kunden durch solche Kontakte gewonnen. Denn in diesem Raum sitzen ausschließlich Menschen, die vorwärtskommen und das Ganze auch wirklich umsetzen möchten. Das bringt mich direkt zum wichtigsten Punkt, den ich auf der Finance Mastery ausführlich behandle: dem Mindset. Ich kann Dir sagen: Ohne das richtige Mindset wirst Du nichts – wirklich gar nichts – im Leben erreichen. Ich kenne keinen einzigen vermögenden Menschen, der ein negatives Mindset hat oder ein Pessimist ist. Noch nie habe ich erlebt, dass ein Pessimist ein großes Unternehmen aufgebaut hat. Warum ist das so entscheidend? Ganz einfach: Was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Und was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Diese Einstellung ist die Grundlage, um überhaupt ein Vermögen aufbauen zu können. Dabei muss es nicht immer gleich um riesigen Reichtum gehen. Vielleicht ist Dein erstes Ziel, überhaupt ein kleines Polster aufzubauen oder zunächst Schulden abzubauen. Auch dazu gebe ich Dir in der Finance Mastery konkrete Tipps. Wenn Du nicht einmal selbst daran glaubst, dass Du reich werden kannst – wer soll es dann tun? Ein Gedanke, den ich dort immer wieder betone: Wenn Du nicht an Deinen Reichtum glaubst, wird es niemand anderer für Dich tun. Ein weiterer entscheidender Unterschied, den wir beleuchten, ist der zwischen „Wollen" und „Brauchen". Wir wollen oft sehr viel, aber wir brauchen tatsächlich sehr wenig. Wenn Du Deine Finanzen auf das Wesentliche reduzierst, lebst Du nach einem meiner Leitsätze: Lebe zehn Jahre ein Leben, das keiner will, damit Du danach 50 Jahre ein Leben leben kannst, das keiner kann. Genau das ist die Quintessenz aus „Brauchen" und „Wollen". Dieser Unterschied ist ein extrem wichtiger Faktor, denn wie gesagt: Wir brauchen sehr wenig, aber wir wollen sehr viel. Mit diesem Mindset beschäftigen wir uns auch dann, wenn die ersten größeren Gelder bei Dir eintreffen. Die Frage ist: Wie bist Du dann eigentlich aufgestellt? Nirgendwo lernst Du, wie Du Deine Finanzen sinnvoll strukturierst. Es gibt keine verbindliche Regel, wie einen Führerschein fürs Autofahren. In der Welt des Geldes ist das komplett anders. Es gibt unzählige Spielregeln und Assetklassen – von Anleihen und Aktien über Immobilien, Gold, Silber und Kryptos bis hin zu Kunst, Autos, Uhren, Wein, Whisky oder Rum. Bei dieser Flut an Möglichkeiten stellt sich die Frage: Was sind die wirklichen Regeln und welche davon passen zu Dir? Das bewährte Kontenmodell: Dein System für finanzielle Disziplin Dasselbe gilt für Dein Einkommen. Dafür stelle ich auf der Finance Mastery ein konkretes Kontenmodell vor. Es zeigt Dir, wie Du Dein Gehalt vernünftig aufteilen kannst – in Lebensunterhalt, Sparen, Rücklagen, langfristige Ausgaben, Spenden oder was auch immer für Dich dazugehört. Der Clou ist: Sobald Du dieses System einmal für Dich eingerichtet hast, brauchst Du keine zusätzliche Disziplin mehr, um es umzusetzen. Es läuft automatisch und das ganze Ding kann starten. Es ist immer wieder überwältigend, was mir Teilnehmer Jahre nach der Finance Mastery berichten, die genau diese Schritte umgesetzt haben. Doch was ist die Finance Mastery eigentlich genau? Der Name verrät es schon: Es geht darum, der Meister Deiner Finanzen zu werden. Genau das tun wir dort. Ich rede über Geld, über Mindset und stelle die entscheidenden Fragen: Was bedeutet Geld für Dich? Was ist Dein Warum? Warum willst Du Geld aufbauen? Warum willst Du es in Dein Leben ziehen? Willst Du sehr reich werden oder reicht es Dir, einfach sorgenfrei zu leben und sagen zu können: „Alles ist bezahlt, ich bin entspannt." Vielleicht hast Du auch meine frühere Folge gehört, in der es darum ging, warum die Mittelschicht schrumpft. Genau das ist der Punkt, den Du Dir vor Augen führen darfst: Wir haben jetzt noch die Chance zu entscheiden, ob wir zur Gruppe derer gehören, die Vermögen aufbauen, oder zu der Gruppe, die am Ende kaum etwas hat. Das ist ein entscheidender Unterschied. Natürlich sprechen wir auch über die Blaupause eines Investors. Wenn Du also beim letzten Schritt, dem „I" für Investieren, angekommen bist, dann gehen wir genau dieses Thema gemeinsam an. Ich möchte Dich hier ein wenig anstupsen, denn mir begegnen seit elf Jahren immer wieder Unternehmer – ob Rechtsanwälte, Notare, Ärzte mit eigener Klinik oder Inhaber klassischer Betriebe. So viele von ihnen sagen zu mir: „Ulli, ich hätte total Bock auf die Börse, aber ich habe einfach keine Zeit. Meine ganze Energie fließt in meine Firma. Lohnt sich der Aufwand überhaupt?" Diese Frage führt mich zu einer viel grundlegenderen: Worum geht es im Leben eigentlich? Für mich persönlich geht es um eines: Zeit. Dazu habe ich am Wochenende ein bewegendes Feedback von Rocco bekommen. Er kam in der ersten Pause auf mich zu, direkt nach meinem Teil über das Mindset. Ich sah ihm sofort an, dass er sehr ergriffen war, fast Tränen in den Augen. Er fragte: „Ulli, hast Du kurz Zeit für mich? Kennst Du mich überhaupt noch?" Ich bejahte – ich wusste sofort, dass er Rocco war, und kannte sogar seinen Nachnamen, den ich hier nicht nennen möchte. Dann begann er zu erzählen, welchen Einfluss die Finance Mastery, Geldverdienen mit System und die Money Machine auf sein Leben hatten. Er litt an Depressionen, hatte ein Burnout, war komplett am Ende und stand auch beruflich vor enormen Schwierigkeiten. Als er vor etwa sechs Jahren zur Finance Mastery kam, hatte er nicht einmal das Geld, um die Seminare zu bezahlen. Er selbst hat seit fast 30 Jahren im Finanzbereich gearbeitet und anderen Menschen Finanzprodukte verkauft. Er ist also jemand, der anderen zeigt, wie Investieren geht, wie Sparpläne funktionieren und wie man Vermögen aufbaut. Und dieser Mensch sagt mir: „Ulli, bevor ich Dich kannte, hatte ich eigentlich überhaupt keine Ahnung davon." Und was ist dann passiert? Kurz gesagt: Er besuchte die Finance Mastery, setzte alles um und nutzte dann eine Corona bedingte Urlaubsstornierung im Jahr 2020. Das zurückerstattete Geld investierte er klugerweise in die weiteren System-Seminare. Mittlerweile ist er fünf Jahre am Ball geblieben und hat Vollgas gegeben. Und siehe da: Er hat sein Burnout und seine Depression überwunden. Heute ist er wieder superglücklich, lebt in einer erfüllten Partnerschaft und hat sein Arbeitspensum radikal reduziert. Er konzentriert sich jetzt nur noch auf seine besten 100 bis 150 Kunden – die anderen 1.200 hat er abgegeben und verkauft. Von dem Vermögen, das er in diesen fünf Jahren aufgebaut hat, kann er jetzt leben. Seine Worte zu mir waren: „Ulli, Du bist das größte Geschenk, das ich je bekommen habe. Du bist der wichtigste Mensch für mich." Diese bewegenden Worte teilte er sogar auf der Bühne mit allen. Als ich später im zweiten Teil, in dem es um das neue Zinsumfeld ging, wieder auf die Bühne kam, sagte ich: „Allein dieses Feedback macht heute jeden Moment wertvoll. Egal, ob jemand Kunde wird – zu hören, dass man ein Leben verändern konnte, zumindest finanziell, ist das größte Geschenk, das ich heute erhalten konnte." Doch worum geht es in der Finance Mastery eigentlich im Kern? Und hier möchte ich schon einen Ausblick wagen: Noch in diesem Jahr gibt es eine weitere Finance Mastery. Diesmal als Online-Event, was es für Dich natürlich noch einfacher macht. Du musst Dich nur einloggen und kannst von überall aus dabei sein. Termin ist am 29. und 30. November, Samstag und Sonntag, jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr. Das nur als kleinen Hinweis für Dich, da viele fragen, wie und wo sie sich anmelden können. Die ESI-Formel: Einkommen, Sparen, Investieren Wir werden dort auch über meine zentrale Formel ESI sprechen: Einkommen, Sparen, Investieren. Dazu kann ich Dir jetzt schon einen mega wichtigen Tipp mit auf den Weg geben. Vielleicht hast Du bereits eine Finance Mastery besucht oder Dich bisher noch nicht für unsere Events angemeldet. Eines kann ich Dir mit Sicherheit sagen: Die Finance Mastery ist der absolute Startschuss. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Im Jahr 2005 stand ich selbst mit 150.000 Euro Schulden da, ohne zu wissen, wie es weitergehen sollte. Ich lebte in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Doch dann begann ich, diese Schulden innerhalb eines guten Jahres zurückzuzahlen und startete durch mit dem Aufbau meines Vermögens, das heute deutlich im neunstelligen Bereich liegt. Dieser komplette Turnaround gelang mir mit genau der Anleitung, die ich Dir in der Finance Mastery gebe. Dort erhältst Du 16 konkrete Tipps, was Du tun kannst, und wie Du die Schritte chronologisch umsetzen kannst. Denn Du als Person bist wichtig, aber Dein Einkommen ist es genauso. Daher sprechen wir auch kurz darüber, wie Du Dein Einkommen weiter steigern kannst. Du lernst, Dein Geld so zu sparen, dass Du bewusst entscheidest, was Du brauchst und was Du willst. Und dann kommt natürlich der letzte Punkt: das „I", das Investieren. Hier möchte ich noch einmal auf die Erfahrungen anderer Kunden aus den letzten elf Jahren zu sprechen kommen. Warum? Um Dir Mut zu machen! Immer wieder höre ich von Unternehmern: „Ach Ulli, ich habe keine Zeit, zwei, drei, vier Stunden in der Woche an meinem Geld zu arbeiten." Doch ich kann Dir sagen: Geld ist das meist unterschätzte Asset aller Zeiten. Wenn Du den Zinseszinseffekt erst einmal wirklich verstehst – wenn Du verstehst, wie man Geld für sich arbeiten lässt – dann wirst Du erkennen: Du kannst niemals so viel, so schnell oder so gut arbeiten, um durch reine Arbeit schneller reich zu werden als durch das Investieren. Das ist die Rückmeldung, die ich inzwischen von sehr vielen Unternehmern erhalte. Warum Geld Dein bester Arbeitnehmer ist Diese Unternehmer sagen mir oft: „Ulli, hätte ich das früher gewusst! Heute habe ich meine Arbeitszeit in der Firma reduziert, mache einen Tag weniger und investiere diese Zeit stattdessen in die Börse. Wäre ich nur zehn oder fünfzehn Jahre früher zu Dir gekommen – ich wäre heute so viel weiter und so viel reicher." Diese Ehrlichkeit bestätigt mir, wie lebensverändernd dieses Wissen ist. Eine persönliche Geschichte liegt mir hier besonders am Herzen, als ich vor etwa sieben Jahren meinen Vater verlor. Es war ein sehr bewegender Moment der Versöhnung für uns. Mein Vater war 45 Jahre lang Bauunternehmer und verstarb am 9. November 2018 nach langer Krankheit. Zwischen uns gab es Spannungen, weil ich nach meiner Maurerlehre das Bauingenieurstudium abgebrochen und mich der Finanzwelt zugewandt hatte – eine Entscheidung, die er lange nicht verstand. Kurz vor seinem Tod, als er geistig noch völlig klar, aber körperlich sehr schwach war, habe ich ihm meine Depotauszüge und Zahlen gezeigt. Ich legte ihm den Nachweis für ein Vermögen von rund 27 Millionen Euro vor. Mein Vater, der immer ein Mathegenie war, sah mich an, brach in Tränen aus und sagte: „Ulli, ich habe mich mein Leben lang krank gearbeitet. Und trotzdem habe ich es gerade mal auf eine Million gebracht. Wie kann es sein, dass Du mit 40 so ein Vermögen hast? Du hast damals doch die richtige Entscheidung getroffen." Diese Geschichte berührt mich zutiefst. Für mich war dieser Moment unendlich wertvoll. Er ist tatsächlich einen Tag später verstorben. Ich glaube, er konnte in Frieden gehen, wissend, dass es mir und der Familie gut geht und alles abgesichert ist. Und auch hier schließt sich der Kreis: Alles beginnt mit dem richtigen Mindset und der ESI-Formel. Viele Unternehmer haben zwar Geld, aber sie lassen es nicht für sich arbeiten. Daher meine Überzeugung: Geld ist der beste Arbeitnehmer, den Du Dir vorstellen kannst. Er arbeitet 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und wird niemals krank. Die einzig wahre Frage ist: Wann beginnst auch Du endlich, es für Dich arbeiten zu lassen? Das ist eine Botschaft, die mir extrem am Herzen liegt. Blicken wir auf Deutschland, dann sehen wir ein gewaltiges Problem: Über 5 Billionen Euro liegen immer noch auf Tagesgeld- und Sparbüchern und verlieren durch die Inflation an Wert. Stell Dir vor, dieses Geld wäre langfristig im Aktienmarkt angelegt. Bei einer durchschnittlichen DAX-Rendite von 9 Prozent pro Jahr, würden daraus jährlich 450 Milliarden Euro an zusätzlichem Wohlstand für die Menschen in diesem Land. Du musst endlich verstehen, dass Geld die entscheidende Größe ist. Es wird immer mehr Geld gedruckt, die Zinsen sind nahezu null und die Inflation ist hoch. Für mich ist Geld, neben Information und KI, das wichtigste Medium überhaupt. Wir kommen nicht darum herum, kapitalgedeckte Systeme für unsere Altersvorsorge zu nutzen. Die demografische Krise zeichnet sich seit 30 Jahren ab, und jetzt schlägt sie voll durch. Die Rufe nach einer Rente mit 70 oder 73 werden lauter, und das Rentenniveau sinkt. Dass wir bereits jetzt 130 Milliarden Euro Steuergelder pro Jahr in die Rentenkasse pumpen müssen, macht die Lage deutlich: Es gibt nur eine einzige Lösung für Dich: Du musst die Verantwortung für Dein Geld übernehmen, um finanziell frei zu werden. Ich hoffe zutiefst, dass die Finance Mastery auch Dein Leben verändern wird. Dass Du den Mut findest, Dich vielleicht durch diesen Podcast inspirieren zu lassen und Dich anzumelden. Die Investition ist marginal im Vergleich zu dem, was Du dafür zurückbekommst. Und ich gebe Dir ein Versprechen: Wenn Du das Wissen der Finance Mastery in Dein Leben integrierst und konsequent umsetzt, wirst Du Deine finanzielle Situation deutlich verbessern und die echte Chance auf finanzielle Freiheit haben. Wir zeigen Dir, wie Du Dein Geld vernünftig anlegst, welche Investmentideen es gibt, und mit welchen Vor- und Nachteilen sie verbunden sind. Ich werde Dir sogar verraten, wie ich mein eigenes Geld anlege, damit Du das bestmögliche Learning mitnimmst. Vielleicht gibt Dir auch der Gedanke Mut, dass ich jemand bin, der „Modeling of Excellence" lebt und damit ein großes Vermögen aufgebaut hat. Genau von solchen Menschen, die den Weg bereits gegangen sind, lohnt es sich zu lernen. Deshalb ist meine Einladung an Dich ganz konkret: Trag Dir den 29. und 30. November fest in Deinem Kalender ein. Das Online-Event findet an diesem Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 14 Uhr statt. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Feedback zur Finance Mastery (00:03:19) Was die Finance Mastery besonders macht (00:09:00) Keine Zeit für Dein Geld?
20/10/2025 • 20:01
Das letzte Quartal bricht an: So machst Du Dein Börsenjahr zu einem Erfolg! Das letzte Quartal 2025 hat begonnen und daher stellt sich die Frage: Was kannst Du an Deinem Depot noch optimieren? Wo lohnt sich ein Nachjustieren? Was ist steuerlich zu beachten? Was mache ich mit Minuspositionen und wie wirst Du an der Börse wirklich erfolgreich? Ich zeige Dir meinen persönlichen Blick auf die letzten Wochen des Börsenjahres und auch, wie ich selbst vorgehe, was ich steuerlich beachte, wie ich mit Verlustpositionen umgehe. Außerdem erfährst Du, warum Du jetzt nicht blind hinter Renditezielen herrennen solltest, wenn Du bisher noch nicht da stehst, wo Du sein wolltest. Das erwartet Dich in dieser Folge Warum eine klare Strategie wichtiger ist als kurzfristige Rendite Steueroptimierung: Das solltest Du beachten Wie Minuspositionen steuerlich sinnvoll genutzt werden können Mein persönlicher Ausblick auf das letzte Quartal Warum eine klare Strategie wichtiger ist als kurzfristige Rendite Ein Jahr neigt sich dem Ende und viele Anleger stellen sich gerade die gleiche Frage: War das alles an Rendite oder gibt es noch Spielraum nach oben? Ich bin der festen Überzeugung, dass Du an der Börse erfolgreich sein kannst, wenn Du einer klaren Strategie folgst. Wenn die letzten 9 Monate für Dich börsentechnisch nicht so gut liefen, wird es schwer werden, das Ruder in den letzten 3 Monaten rumzureißen. Daher ist es so wichtig, direkt ab Jahresanfang eine Strategie für sich zu finden und sie umzusetzen. Ein Werkzeug, das ich seit Jahren konsequent nutze und was mir dabei hilft, ist mein Ist-Soll-Vergleich. Damit prüfe ich regelmäßig, ob mein Depot auf Kurs liegt. Wie viel Rendite wollte ich dieses Jahr machen, und wo stehe ich aktuell? Diese Zielrendite habe ich nicht erst im Januar 2025 festgelegt. Die steht für meine Depots schon länger fest – je nach Strategie, Depotgröße und Zielsetzung. In meinen größeren Depots rechne ich mit 20 bis 25 Prozent pro Jahr. Diese Rendite kommt aus drei Quellen: Aktiengewinnen, Dividenden inklusive Dividendensteigerung, und vor allem aus den Optionsprämien, also dem „Mietmodell" auf Aktien. Für mich ist das die effektivste Methode, um kontinuierlich Cashflow zu generieren. Die meisten Menschen kennen dieses Prinzip nicht, und wenn doch, fehlt oft das Wissen, wie man Optionen richtig und vor allem strategisch nutzt. Wenn ich mir die Performance meiner Depots anschaue, bin ich natürlich abhängig von der Entwicklung der Aktien. Langfristig liefern gute Aktien 9 bis 12 Prozent Rendite, aber was den Unterschied macht, ist der zusätzliche Cashflow aus Optionen. Gerade jetzt, im letzten Quartal, kann dieser Faktor entscheidend sein, um das Renditeziel noch zu erreichen oder wenigstens näherzukommen. Deshalb ist mein Ist-Soll-Vergleich so wichtig, da dieses Tool einen monatlichen Überblick darüber bietet, wo ich gerade stehe: Habe ich meine geplante Rendite erreicht? Muss ich noch etwas tun? Muss ich vielleicht sogar mehr Risiko eingehen oder kann ich entspannt zurückfahren, weil ich gut im Plan liege? Steueroptimierung: Das solltest Du beachten Neben der Zielrendite und dem laufenden Soll-Ist-Abgleich kommt im vierten Quartal noch ein weiterer Aspekt dazu, den viele unterschätzen: Steuern. Gerade Anfänger fokussieren sich oft ausschließlich auf Gewinne und verdrängen die Verluste. Aber: Hoffnung ist keine Strategie! Wer erfolgreich sein will, muss wie ein Profi denken – und das bedeutet auch, das Thema Steuern von Anfang an mitzudenken. Denn Gewinne aus Optionen lösen sofort Steuerpflicht aus. Gleichzeitig lassen sich diese Erträge nicht mit Aktienverlusten verrechnen. Das heißt: Wenn Du auf der Aktienseite tief im Minus stehst, aber starke Optionsprämien verdient hast, kann es passieren, dass Du Steuern zahlen musst und das, obwohl Dein Gesamtdepot geschrumpft ist. Das ist nicht nur frustrierend, sondern unter Umständen auch ein echtes Liquiditätsproblem. Deshalb empfehle ich, spätestens jetzt – im letzten Quartal – genau hinzuschauen. Für mich beginnt dieser Prozess bereits im ersten Quartal. Ich analysiere regelmäßig, welche Gewinne oder Verluste angefallen sind, welche Aktien noch im Depot liegen und wie sich das alles steuerlich auswirkt. Ich schaue mir regelmäßig an, wie viele Gewinne in meinem Depot noch offen sind, also was passieren würde, wenn ich heute alles verkaufe. Genauso wichtig: Welche Verluste könnten eventuell noch mit Gewinnen verrechnet werden? So bekomme ich eine solide Übersicht und kann steuerlich frühzeitig reagieren. Das beeinflusst zum Beispiel, wie ich meine Optionen schreibe, ob ich bestimmte Aktien zu einem günstigeren oder teureren Kurs veräußere oder ob ich Gewinne aus Aktien und Optionen taktisch besser verteile. Für genau solche Zwecke haben wir ein eigenes Tool entwickelt. Damit lassen sich Optionsgewinne in Aktiengewinne umwandeln – und umgekehrt. Ein super spannender Ansatz, um steuerliche Effekte gezielt zu steuern. Natürlich gilt dabei: Ich bin kein Steuerberater, und das ersetzt keine individuelle Beratung. Du triffst alle Entscheidungen selbst. Was ich Dir aber mitgeben kann: In Deutschland ist es völlig legal, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Steuern zu reduzieren. Es geht nicht um Steuerhinterziehung – ganz im Gegenteil. Die Finanzämter sehen sämtliche Bewegungen. Es geht darum, die Spielräume zu nutzen, die das Gesetz hergibt. Gerade jetzt im letzten Quartal lohnt sich das besonders. Die Märkte stehen hoch. Deshalb mein Rat: Hol Dir bei CapTrader oder Interactive Brokers einen Steuerauszug. Der zeigt Dir genau, wie viele Gewinne Du aus Aktien oder Optionen bereits realisiert hast – und wie viele Verluste noch im System stehen. So kannst Du jetzt noch sinnvoll gegensteuern. Vielleicht hast Du noch andere Mittel zur Verfügung, die Du nutzen kannst, um mögliche Steuerlasten zu begleichen – ohne dafür ins Depot greifen zu müssen. Ich persönlich finde es immer am ungünstigsten, wenn man erst Ende Dezember feststellt, dass noch größere Steuerbeträge offen sind. Früher habe ich das auch gemacht, bis ich gemerkt habe, wie stressig das ist. Heute zahle ich vieles im Voraus und halte meine Planung sauber im Griff. Deshalb mein Tipp für 2026: Starte früh. Plane Deine steuerlichen Themen gleich ab dem ersten Quartal ein. Dann hast Du Spielraum, zu reagieren. Und wenn Du die Zeit hast, kannst Du vieles entspannter und gezielter anpassen. Noch ein Punkt: Natürlich solltest Du Deine ganze Anlagestrategie nicht allein auf steuerliche Aspekte ausrichten. Gute Rendite ist und bleibt das Ziel. Steuern sind dabei ein wichtiger Punkt, aber sie dürfen nicht die Hauptrolle spielen. Wenn Du Geld verdienst, wirst Du eben auch einen Teil abgeben müssen. Wichtig ist, dass Du verstehst, wie Aktiengewinne, Aktienverluste und Optionsgewinne zueinanderstehen – und wie sie sich nicht miteinander verrechnen lassen. Das ist ein Detail, das viele übersehen und das kann richtig teuer werden. Wie Minuspositionen steuerlich sinnvoll genutzt werden können Ein Punkt, den ich Dir unbedingt mitgeben möchte: Achte bei all den möglichen Steueroptimierungen darauf, dass Du Deine Aktienseite nicht aus den Augen verlierst. Es bringt wenig, wenn Du hohe Optionsgewinne einfährst, aber gleichzeitig Verluste auf der Aktienseite anhäufst – etwa, weil Du ohne Stopps arbeitest oder Positionen zu lange hältst. Die Folge kann sein, dass Du ordentlich Steuern auf Deine Optionsgewinne zahlst, obwohl Dein Depot insgesamt gar nicht im Plus ist. Ein möglicher Hebel für das vierte Quartal: Wenn Du aktuell auf deutliche Aktiengewinne sitzt, aber gleichzeitig Altbestände im Minus hast, kannst Du bewusst steuern. Stell Dir vor, Du hast 50.000 Euro Gewinn aus Aktienverkäufen, aber auch Bestände wie Nike, Disney, Starbucks oder aus dem Healthcare-Bereich mit insgesamt 100.000 Euro Aktienverlust. Dann könntest Du prüfen, ob ein gezielter Verkauf dieser verlustreichen Positionen Sinn ergibt. Was passiert dann? Die Verluste neutralisieren die steuerpflichtigen Gewinne. Du zahlst erstmal keine Steuern. Und falls Du langfristig weiter an diese Unternehmen glaubst, kannst Du einige Tage später wieder einsteigen – entweder direkt oder über einen verkauften Put. Das ist dann so eine Art Steuerstundungseffekt. Wenn dann die Aktien natürlich wieder loslaufen, hast Du die Gewinne von dort zu versteuern, aber Du hast vielleicht ein, zwei Jahre mehr Zeit, diese Steuern zu bezahlen und das ist natürlich sehr hilfreich, weil Geld, was in Deinem Depot liegt, arbeiten kann und dann nicht beim Finanzamt liegt. Das gleiche Prinzip gilt für Optionen. Wenn Du hier noch Positionen im Minus hast, weil die Trades beispielsweise gegen Dich gelaufen sind, dann kannst Du natürlich auch da überlegen, ob Du so eine Option jetzt einfach zurückkaufst. Wichtig dabei: Achte auf die Spreads. Es bringt nichts, wenn Du zwar steuerlich optimierst, aber beim Zurückkaufen zu viel durch ungünstige Preise verlierst. In den meisten Fällen ist das steuerlich aber ein lohnenswerter Schritt – vor allem, wenn Du im Gegenzug damit Liquidität schonen und den Steuerabfluss vermeiden kannst. Du kannst zum Beispiel eine ähnliche Option mit längerer Laufzeit oder leicht verändertem Strike wählen. Dann entsteht kein kausaler Zusammenhang, und steuerlich ist das absolut sauber. Auf diese Weise lassen sich Optionsgewinne gezielt reduzieren – und das Geld bleibt dort, wo es arbeiten kann: in Deinem Depot. Das führt mich zu einem weiteren wichtigen Punkt: Rücklagen für die Steuer. Wenn Du Gewinne machst, solltest Du einen Teil davon bewusst nicht mehr investieren, sondern beiseitelegen. Denn Geld, das Du demnächst abgeben musst, gehört Dir faktisch nicht. Und wenn Du es trotzdem an der Börse einsetzt, kann das schnell schiefgehen – vor allem, wenn es zu einer Korrektur kommt. Ob das für Dich relevant ist, hängt natürlich von Deiner Gesamtsituation ab. Wenn Du ohnehin über größere Rücklagen verfügst, ist das weniger kritisch. Wenn Du aber gerade aus dem Trading heraus ein Vermögen aufbaust und noch nicht so viel Puffer hast, solltest Du das Thema ernst nehmen. Mein Tipp: Ab dem kommenden Jahr schaust Du am besten quartalsweise auf Deine Steuerbelastung und legst entsprechend zur Seite. So verlierst Du den Überblick nicht. Dieses Jahr sind die Märkte extrem gut gelaufen, vor allem die Big Seven. Es gab ein paar Übernahme- und Kooperationsfantasien, zum Beispiel Nvidia mit Intel und ChatGPT und OpenAI mit AMD. Da gab es große Sprünge nach oben. Wenn man die mitgenommen hat, ist das sehr cool gewesen, aber wir können auch festhalten, dass das Jahr 2025 doch eher ein schwieriges Börsenjahr war, denn die Märkte werden eigentlich nur durch ein paar Aktien getragen. Die Volatilität ist relativ klein, auch das ist etwas, was uns natürlich in diesem Fall im Optionsgeschäft eher nachteilig ist. Seit ein, zwei Jahren haben wir das Problem, dass die Optionen eigentlich zu schlecht bezahlt werden, wenn man sie in Relation zu den Risiken setzt, die man mit ihnen eingeht. Auch wenn wir uns das Delta anschauen, dann sieht man manchmal, man hat so ein kleines Delta, ist doch alles gelaufen und am Freitag ist die Option auf einmal wieder im Feuer. Das ist etwas, was es eher schwierig macht, aber ich glaube, wenn man das Optionsspiel verstanden hat, kann man da sehr gutes Geld verdienen. Ziel ist es natürlich: langfristig Vermögen aufzubauen. Du kannst nicht zehn Kilo in drei Wochen abnehmen, und genauso wenig wirst Du in einem Quartal ein ganzes Börsenjahr retten. Das Depot folgt, wie der Körper, dem Prinzip von Kontinuität und Disziplin. Anfangs ist es wie mit der Lernkurve: Die Fortschritte kommen langsam, aber je mehr Wissen Du Dir aneignest, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt, und zwar nicht nur beim Geld, sondern auch bei Deinem Können. Wenn Du in den ersten neun Monaten keine ordentliche Rendite erwirtschaftet hast, dann wird es jetzt im letzten Quartal auch nicht viel reißen. Natürlich könntest Du versuchen, nochmal alles rauszuholen, aber ich rate klar davon ab. Und zwar wegen diesen beiden Gründen: Erstens: Es bringt wenig, jetzt mit Gewalt das ganze Jahr „noch schnell retten" zu wollen. Diese Haltung verleitet dazu, Trades zu erzwingen und unnötig Risiken einzugehen. Zweitens: Die Märkte stehen ohnehin schon extrem hoch. Wenn Du jetzt noch mehr Kapital, noch mehr Risiko oder gar einen Hebel einsetzt, dann kann das böse enden, vor allem dann, wenn eine Korrektur kommt. Und die kann jederzeit schnell und heftig eintreten. Was also tun? Passe Deine Strategie an. Denk in Ruhe darüber nach, ob steuerlich noch etwas zu optimieren ist. Setz Dir einen klaren Ist-Soll-Plan für das restliche Jahr und fang dann an, strukturiert und ruhig umzusetzen. Gleichzeitig solltest Du weiterhin in Deine Ausbildung investieren. Denn auch wenn unsere Strategien einfach zu verstehen sind, heißt das nicht, dass sie leicht umzusetzen sind, vor allem emotional. Dafür bieten wir in der Akademie viele Formate: vom Einzelcoaching über kleine Gruppencoachings bis hin zum E-Mail-Support. Zusätzlich gibt es unsere Events und Trainings zur mentalen Seite des Tradings, denn Angst ist an der Börse ein schlechter Ratgeber. Vielleicht klingt es ein bisschen arrogant, aber das System funktioniert. Ich wäre nicht da, wo ich heute bin, wenn es nicht funktionieren würde. Die Frage ist nur: Funktioniert es für Dich? Und das hängt an genau zwei Dingen: Deiner Fachkenntnis und an Dir. Denn Du bist derjenige, der die Knöpfe drückt. Und wenn da noch etwas wackelt, dann darfst Du an Dir arbeiten. Mein persönlicher Ausblick auf das letzte Quartal Was erwarte ich für das letzte Quartal? Ich rechne mit tendenziell weiter steigenden Kursen – auch wenn wir schon sehr hoch stehen. Ich sehe aktuell keine unmittelbare Gefahr eines Einbruchs, es sei denn, ein exogener Schock tritt ein. Wenn die FED beginnt, die Zinsen zu senken oder wieder mehr Geld in den Markt pumpt, dann muss dieses Kapital irgendwo hin. Und häufig landet es dann eben an der Börse. Das ist auch der große Widerspruch dieser Zeit: Die Wirtschaftsdaten geben vieles nicht her, was an der Börse passiert. Aber Trends laufen oft länger, als man denkt. Wichtig ist, dass Du diesen Trends nicht blind folgst, sondern vorbereitet bleibst. Natürlich kannst Du die laufenden Trends noch ein Stück weit mitnehmen. Aber Du musst dabei vor allem auf Deine Absicherung achten. Denn der Moment, in dem die Märkte drehen, kann schnell kommen, und wenn Du dann mit zu viel Risiko unterwegs bist, wird es nicht nur ein schlechter Monat. Es könnte Deine gesamte Jahresperformance gefährden – oder sogar Dein aufgebautes Vermögen. Ein Blick auf die Fundamentaldaten verrät einiges: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist hoch. Der „Fear and Greed"-Index steht klar im Bereich Gier – die Risiken werden aktuell fast schon ignoriert. Auch das Handelsvolumen zeigt ein durchwachsenes Bild. Viele der großen Bewegungen werden nur noch von wenigen Einzelwerten getragen. Im S&P 500 zum Beispiel befinden sich zahlreiche Titel unter ihrer 200- oder sogar 50-Tage-Linie. Das zeigt: Die Marktbreite bröckelt. Für Trendfolger ist das ein Alarmsignal. Und es stellt die klassische Frage: Willst Du in einem Markt investieren, der äußerlich stark wirkt, aber innerlich an Substanz verliert? Ein weiteres Warnsignal liefert die technische Analyse. Wenn ich mir zum Beispiel den Nasdaq anschaue, dann sehe ich deutlich überkaufte Zustände. Die Kurse stehen weit oben, die Luft wird dünn. Ich arbeite gern mit Wochencharts, um mir die Lage klarzumachen: Wenn eine Aktie unten steht – Stichwort Preis und Wert – dann ist das ein Einstiegssignal. Wenn sie oben ist, ist eher Vorsicht angesagt. Und aktuell sind viele Aktien überkauft. Was bedeutet das nun für Dich? Mach Dir bewusst: Das vierte Quartal ist nicht Deine letzte Chance im Leben. Du musst nicht in den nächsten zehn Wochen das ganze Jahr retten. Wenn Du bislang nicht auf Kurs bist, ist jetzt nicht der Moment für hektische Manöver. Stattdessen geht es darum, vorbereitet zu sein und systematisch Erfolg zu generieren. 2026 kommt bestimmt. Und wenn Du jetzt klug handelst, dann wird es Dein Börsenjahr. Nimm Dir die Zeit, Deine Strategie anzupassen, Deine Steuerthemen zu klären und Deine Absicherungen zu prüfen. Arbeite mit einem klaren Ist-Soll-Vergleich und setz die Dinge Schritt für Schritt um. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Wo stehst Du? (00:04:06) Ist/Soll-Vergleich (00:09:48) Steuern: Hinterziehen, NEIN! Legal sparen, JA!
13/10/2025 • 20:38
Oktober 2025: Droht der Börse die Korrektur? Der September ist zu Ende. Zeit für einen Rückblick auf die Märkte: Die US-Börsen laufen weiter auf Hochtouren, während der DAX spürbar hinterherhinkt. Gleichzeitig sorgt der Global Wealth Report für Gesprächsstoff, denn: Das weltweite Geldvermögen erreicht neue Höchststände, doch Deutschland bleibt beim Investieren weiter zurück. In dieser Folge erfährst Du, wie sich die wichtigsten Indizes im September entwickelt haben, welche Werte herausstechen, was in Deutschland im Argen liegt, und wie ich die Oktober-Entwicklung einschätze. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie sich die großen Indizes im September entwickelt haben Infrastruktur-Lücken bremsen Deutschlands Wachstum Diese Rohstoffe überraschen mit starkem Plus Das sagen die aktuellen Zahlen aus dem Global Wealth Report Ausblick für Oktober und worauf Du jetzt achten solltest Wie sich die großen Indizes im September entwickelt haben Der September ist durch: Es ist also an der Zeit, auf die Entwicklung der Märkte zu schauen und den Ausblick für den Oktober zu wagen. Es war ein spannender Monat mit vielen bewegenden Schlagzeilen: Bosch will 13.000 Stellen abbauen, TUI plant weitere 4.000 Stellen abzubauen. Gleichzeitig wird diskutiert, ob Start-ups eine Rolle in der Verteidigungsindustrie spielen sollten. Andere Stimmen feiern die KI als Treiber für die deutsche Internetwirtschaft. Und auch der neue Allianz Global Wealth Report ist erschienen, der im Folgenden noch thematisiert wird. Die Märkte waren weiterhin stark unterwegs. Der Börsenstart in den September war positiv, und auch der Monat insgesamt hat mit einem Plus abgeschlossen – zumindest in den meisten Indizes. Hier ein Überblick der Rekordkurse: Marktentwicklung im September: Dow Jones: + 1,5 % (von 45.544 auf 46.247 Punkte) Nasdaq: + 4,6 % (von 23.415 auf 24.503 Punkte) Nasdaq (gleichgewichtet): + 3,3 % S&P 500: + ca. 3 % (von 6.460 auf 6.643 Punkte) S&P 500 (gleichgewichtet): + 0,3 % Vor allem die Big Seven treiben die Märkte weiter an. Gleichzeitig merkt man aber: Die Luft wird dünner. Trotz anhaltend guter Einstiegssignale bei vielen Aktien ist unklar, wie es weitergeht, auch wegen Unsicherheiten rund um die US-Zinsen, einem möglichen Shutdown und geopolitischen Spannungen. Die Frage ist natürlich: Laufen die Märkte so weiter oder war das nur eine Momentaufnahme? Werfen wir zusätzlich einen Blick auf die kleineren Unternehmen. Russell 2000: + fast 3 % (von 2.366 auf 2.434 Punkte) MSCI World: + 2,4 % (von 4.177 auf 4.276 Punkte) Die großen US-Indizes haben sich im September durchweg positiv entwickelt. Damit hat sich der Trend umgekehrt: In den letzten Monaten hatte der DAX oft outperformt, nun hängen die deutschen Märkte deutlich hinterher. Der DAX hat im September 0,7 % verloren und sank von 23.902 auf 23.739 Punkte. Während die US-Märkte durch KI, Tech und starke Unternehmenszahlen beflügelt werden, zeigt sich in Deutschland ein anderes Bild. Infrastruktur-Lücken bremsen Deutschlands Wachstum Ich nehme wahr, dass die Stimmung in Deutschland momentan sehr zerrissen ist. Auf der einen Seite hören wir von einer positiven Wachstumsprognose, vor allem dank künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Aber trotzdem warnt die Branche zugleich auch davor, dass es zu wenig Infrastruktur gibt, die das Wachstum einfach ein Stück weit ausbremst. Die KI beflügelt die deutsche Internetwirtschaft. Gleichzeitig heißt es: Ohne stabile Netze, Glasfaser und Stromversorgung kommt der Aufschwung schnell an seine Grenzen. Besonders in ostdeutschen Regionen wie Sachsen oder Sachsen-Anhalt ist der Ausbau weit zurück. Aber auch ländliche Gegenden im Westen hinken hinterher. Die Prognosen klingen gut. Ein jährliches Wachstum von 10 % für die deutsche Internetwirtschaft bis 2030 – von aktuell 240 Milliarden Euro auf über 400 Milliarden. Doch ohne gezielte politische Reformen droht genau dieses Potenzial ungenutzt zu verpuffen. Die Digitalisierung ist kein Luxus, sondern essenziell, um den zunehmenden Fachkräftemangel abzufedern. Besonders ältere Arbeitnehmer werden in den nächsten Jahren ausscheiden. Wir brauchen Systeme, die entlasten und Prozesse automatisieren. Auch die Strompreise sind ein wichtiger Punkt, denn sie sind nicht nur hoch, sondern in vielen Fällen ein Standortproblem. Gerade in bestimmten Branchen, wie beispielsweise im Bereich der KI und Automatisierung, fehlt es an günstiger, schneller und stabiler Energieversorgung. Hier ist die Politik gefordert, schnell und gezielt zu handeln. Auch der Stellenabbau bei Bosch – rund 13.000 Arbeitsplätze, komplett in Deutschland – zeigt, wie sehr der Standort unter Druck steht. Was wir bräuchten, wäre eine neue „Agenda 2030", „2040" oder „2050" – ähnlich der Agenda 2010, nur eben für die Zukunft. Ein Maßnahmenpaket, das Deutschland strategisch neu aufstellt und systematisch wettbewerbsfähiger macht. Ein Blick in die Rüstungsindustrie zeigt, wie stark sich auch dort die Digitalisierung und KI-Themen etablieren. Ob Startups, Drohnen, digitale Vernetzung oder automatisierte Systeme. Der Sektor verändert sich radikal. Rüstung bleibt ein sensibles Thema, aber wenn wir die wirtschaftliche Entwicklung betrachten, sind es Bereiche, in denen Deutschland eine Rolle spielen kann und muss. KI greift inzwischen in nahezu jeden Lebens- und Arbeitsbereich ein. Auch bei militärischen Anwendungen: Gerade erst wurde bekannt, dass KI mittlerweile sogar zur Unterstützung von Kampfpiloten eingesetzt wird. Die Entwicklung ist rasant, und macht deutlich, wie wichtig es ist, in dieser Technologie mitzuhalten. Ich hatte den deutschen Markt besonders beleuchtet, weil der DAX im September deutlich hinter den US-Indizes zurückgeblieben ist. Die Gründe? Eine wachsende Verunsicherung, zunehmende politische Spannungen und ein sehr durchwachsener wirtschaftlicher Ausblick. Viele Menschen in Deutschland sind frustriert über die aktuelle politische Lage. Die AfD zieht in den Umfragen an den etablierten Parteien vorbei – das ist ein klares Signal. Die große Frage ist: Was kommt jetzt? Und welche Reformen werden tatsächlich angeschoben? Diese Rohstoffe überraschen mit starkem Plus Rohstoffe im Überblick: Öl: + 2,7 % (von 64 auf 65,72 US-Dollar) Euro/US-Dollar: unverändert bei 1,17 Gold: + 9 % (von 3.447 auf 3.760 US-Dollar) Silber: + 16 % (von 39,70 auf 46,08 US-Dollar) Das Gold bereitet mir aktuell ein wenig Sorgen, nicht im Sinne der Anlage, sondern als Signal. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen. Wenn der Preis so deutlich steigt, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Unsicherheit in der Welt zunimmt. Ein starker Gewinner im September war ganz klar Silber. Ich hatte in den vergangenen Monaten mehrfach betont, wie spannend ich Silber finde, und genau das hat sich nun bestätigt. Wer hier investiert war, durfte sich über satte Gewinne freuen. Bitcoin hingegen war im Grunde komplett stabil: Bitcoin: + 0,2 % (von 109.000 auf 109.000) Fast keine Veränderung, kann man also für den Moment vernachlässigen. Auch unsere eigene Strategie, der UM Strategy Fund, lag im September leicht im Minus. Wenn ich mir den Gesamtmarkt ansehe, dann wird klar: Wir sind immer noch auf sehr hohem Niveau unterwegs. Doch es gibt Unsicherheiten, vor allem rund um den möglichen Shutdown in den USA. Die Leitzinsen in den USA steigen weiter. Das wirft natürlich Fragen auf: Haben wir es mit einer echten Krise zu tun? Aber man kann am Ende festhalten, dass dieses Thema immer wieder aufkommt, denn die Aktienkurse trotzen dem möglichen Arbeitsstillstand. Kommt es zu einem Government Shutdown, dann droht eine Woche, wo wieder gar nicht gearbeitet wird. Auf der anderen Seite kennen wir das schon seit Jahren und seit Jahrzehnten. Immer wieder wird die Schuldengrenze erreicht. Und dann wird sie am Ende dann doch nach oben geschoben. Und das werden wir jetzt sehen, was dort passiert. Interessant ist: Die Börsen zeigen sich von solchen Shutdowns meist unbeeindruckt. Teilweise profitieren sie sogar eher davon. Der bislang längste Shutdown war im Winter 2018/19, und zwar ganze 35 Tage. Trotzdem konnte der S&P 500 in dieser Zeit um über 10 % zulegen. Statistisch gesehen steigt der S&P während solcher Phasen im Durchschnitt sogar um 0,3 %. Kein Grund zur Panik also, aber ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich immer. Wie jedes Jahr hoffen viele Anleger auf eine Last-Minute-Lösung. Ein anderes Highlight im September war ganz klar Rheinmetall. Die Aktie hat erstmals die 2.000-Euro-Marke geknackt. Hintergrund ist ein neuer Großauftrag im Rüstungsbereich: etwa 450 Millionen Euro von einem osteuropäischen Kunden. Davon sind 170 Millionen bereits vorab gebucht. Kein Wunder, dass der Kurs entsprechend nach oben geschossen ist, das Geschäft läuft weiter auf Hochtouren. Das sagen die aktuellen Zahlen aus dem Global Wealth Report Bevor ich gleich auf den Global Wealth Report eingehe, noch ein kurzer Blick auf den Goldpreis: Der hat ein neues Rekordhoch erreicht: 3.829 US-Dollar. Für mich ist Gold nach wie vor der sichere Hafen schlechthin. Und dass der Preis so deutlich steigt, zeigt auch: Die Unsicherheit an den Märkten wächst spürbar. Es gibt außerdem eine ganz interessante Übernahmespekulation bezüglich EA Sports. Glaubt man Insider-Informationen, kann es sein, dass EA Sports für 50 Milliarden Dollar den Besitzer wechseln und eventuell sogar von der Börse genommen werden könnte. Diese Spekulationen zeigen eindrücklich, welch hohen nachhaltigen Wert die Gaming-Branche inzwischen hat und welch gewaltige Summen dort in Bewegung sind. Am 25. September wurde der Global Wealth Report veröffentlicht. Die zentrale Erkenntnis: Das Geldvermögen weltweit ist auf einem neuen Rekordniveau. Laut der Berechnungen beläuft sich das brutto Geldvermögen der privaten Haushalte weltweit auf knapp 269 Billionen Euro. Das bedeutet: Noch nie zuvor gab es global so viel privates Geldvermögen wie heute. Das Wachstum im Vergleich zum Jahr 2023 liegt bei 8,7 %. Das ist eine deutliche Steigerung. Berücksichtigt wurden dabei: Bargeld Bankeinlagen Wertpapiere (z. B. Aktien und Anleihen) Versicherungsansprüche und Pensionsrücklagen Nicht berücksichtigt wurden hingegen Immobilienwerte. Was sich ebenfalls zeigt: Die Vermögensverteilung bleibt extrem ungleich. Viele hatten gehofft, dass sich diese Schieflage endlich bessert, aber das ist nicht passiert. Die Superreichen legen weiter zu. Laut Oxfam besitzt das oberste Zehntel der Weltbevölkerung rund 85 % des gesamten Geldvermögens. Eine Umverteilung bleibt bisher aus, obwohl es in der Politik immer wieder Thema ist. Ich persönlich glaube auch nicht, dass man den Reichen einfach das Geld wegnehmen kann. Denn in den meisten Ländern – auch bei uns – tragen sie einen erheblichen Teil der Steuern und Sozialabgaben. Und ja, es braucht in jeder funktionierenden Gesellschaft auch ein gewisses Leistungsprinzip. Wenn wir auf das Netto-Geldvermögen pro Kopf schauen, liegt Deutschland mit 86.800 Euro auf Platz 13 von insgesamt 57 erfassten Ländern (Stand: Ende 2024). Interessant wird es beim Blick auf die Spitzenreiter: USA: 311.000 Euro pro Kopf Schweiz: 268.000 Euro Singapur: 197.000 Euro Pakistan (Schlusslicht): nur 630 Euro Das zeigt deutlich, wie stark das Vermögen auseinanderdriftet; nicht nur global, sondern auch innerhalb einzelner Länder. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, der für mich der entscheidende ist: Der Unterschied liegt nicht nur im Einkommen, sondern vor allem in der Art und Weise, wie Geld investiert wird. Die Amerikaner setzen seit Jahrzehnten ganz klar auf Aktien und Unternehmensbeteiligungen. Und genau das wird ihnen auch im Global Wealth Report erneut bestätigt. Denn in den USA fließen rund 68 bis 69 % der neuen Ersparnisse direkt in Wertpapiere. Wenn wir nach Europa schauen, insbesondere nach Deutschland, dann zeigt sich: Der Aktienanteil der neuen Ersparnisse liegt gerade mal bei 4 bis 26 %. Kein Vergleich zu den USA mit knapp 70 %. Die Folge: Die Vermögensschere geht immer weiter auseinander. Hatten wir früher noch ein Verhältnis von 72.000 zu 250.000 Euro (Deutschland vs. USA), sind es jetzt 86.000 zu 320.000 Euro. Das zeigt ganz klar: Die Amerikaner enteilen uns, und zwar immer schneller. Denn sie haben mit Aktien und Wertpapieren zuletzt extrem gut verdient, weil die Märkte stark gelaufen sind. Das Geldvermögen in Nordamerika ist in den letzten zehn Jahren im Schnitt um 6,5 % pro Jahr gewachsen. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: In Westeuropa schaffen wir im Durchschnitt gerade mal 3 bis 3,5 %, in der Spitze 3,8 %. Drei Prozent Unterschied jährlich – über Jahrzehnte gerechnet – machen einen gewaltigen Unterschied beim Vermögensaufbau. Was dabei besonders absurd ist: Die Europäer sparen sogar mehr als der globale Durchschnitt. In Sachen Rücklagen ist Europa ganz vorne. Nur leider investieren viele ihr Geld nicht klug. Und das macht den Unterschied. Die Deutschen und Europäer sind die fleißigsten Sparer, aber gleichzeitig auch die schlechtesten Investoren. Spannend finde ich auch, dass im Global Wealth Report 57 Länder mit einbezogen wurden. Gemeinsam repräsentieren sie 91 % der globalen Wirtschaftsleistung und 72 % der Weltbevölkerung. Die Zahlen bestätigen genau das, was ich seit Jahren sage: Wer langfristig Vermögen aufbauen will, kommt an Aktien nicht vorbei. Denn eine Aktie ist nichts anderes als eine Unternehmensbeteiligung – und damit die sicherste und beste langfristige Geldanlage, die es gibt. Wenn Du es schaffst, Wissen aufzubauen, mit Emotionen richtig umzugehen und eine klare Strategie zu verfolgen, dann kannst Du langfristig Vermögen sichern, aufbauen und ausbauen. Ausblick für Oktober und worauf Du jetzt achten solltest Wie sehe ich jetzt die nächsten Wochen und Monate? Ich glaube, die Märkte laufen eher seitwärts – vielleicht geht's auch mal etwas nach unten. Klar, sie könnten auch weiter steigen. Aber für mich persönlich ist die Fallhöhe gerade zu groß. Deshalb nehme ich hier und da auch mal ein paar Gewinne mit und fahre mein Risiko etwas zurück. Was bleibt, ist die Erkenntnis aus dem Global Wealth Report: Investiere in Aktien, aber mit Plan, Disziplin und dem richtigen Mindset. Wer das beachtet, macht vieles richtig. Wenn Du tiefer einsteigen willst, dann komm gern zur Finance Mastery am 11. Oktober in Frankfurt. Ein intensives Event mit echtem Mehrwert, vielen Impulsen und der Chance, Dein Wissen auf ein neues Level zu bringen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Die Entwicklungen im Überblick (00:03:52) Fehlende Infrastruktur bremst Fortschritt (00:11:24) Rohstoffe und ein Alltime-Gold-Hoch (00:15:52) Das Fazit aus dem Global Wealth Report
06/10/2025 • 19:35
10 Investment-Ideen mit Potential In dieser Folge geht es um die spannende Frage, die viele Investoren gerade umtreibt: Kann und soll man in Zeiten von Allzeithochs an der Börse überhaupt noch investieren? Die großen Indizes stehen sehr hoch, während die Weltlage von Krisen geprägt ist. Du erfährst, warum ich aktuell nur sehr gezielt investiere, wie meine Strategie aussieht, wie hoch meine Cashquote ist und was ich mit meinen Dividenden und Optionsprämien mache. Außerdem bekommst Du 10 konkrete Investment-Ideen, die meiner Meinung nach Potential haben. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die große Unsicherheit: Warum Allzeithochs und Krisen gleichzeitig auftreten Das Geheimnis der Fallhöhe: So begrenzt Du Dein Risiko Die 10 Investment-Ideen im Überblick Mein Fazit: So findest Du Chancen in einem teuren Markt Die große Unsicherheit: Warum Allzeithochs und Krisen gleichzeitig auftreten Wie immer gilt der wichtige Hinweis: Die im Folgenden genannten Aktien sind keine Kaufempfehlungen, sondern Einblicke in meine persönliche Herangehensweise und Ideen, die ich selbst spannend finde. Die Märkte befinden sich in einer spannungsgeladenen Situation. Einerseits jagen Aktien wie Nvidia von einem Höchststand zum nächsten, und Indizes wie der S&P 500, der Dow oder die Nasdaq sind an ihren Allzeithochs oder zumindest sehr nah dran. Andererseits sehen wir eine Welt voller Probleme: von wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland und Europa über geopolitischen Spannungen bis hin zur Debatte über Zinssenkungen. Kannst Du bei diesen Höchstständen überhaupt noch investieren? Wo ist die Gefahr eines Absturzes geringer? Entscheidend ist natürlich nicht nur die Größe des Depots, sondern auch, wie viel Vermögen Du wirklich hast und wie viel Cashflow Du jede Woche oder jeden Monat generierst, und was Du mit diesem Geld machst. Betrachten wir die Märkte, haben wir eine hohe Differenz. Das heißt, die Big Seven sind gerannt, haben die Märkte und die Indizes vor allem nach oben geschoben, aber auf der anderen Seite gibt es diverse Probleme, und da stellt man sich als Investor natürlich die Frage: „Was mache ich jetzt?" Denn der Gewinn liegt immer im Einkauf, so wie es auch bei Immobilien ist. Wert und Preis sollten stimmig sein. Ich möchte eben nicht zu viel Geld bezahlen für etwas, was ich dann vielleicht langfristig halte, aber wo der Einstieg vielleicht ein bisschen teuer war. Genau aus diesem Grund kaufe ich Aktien wie Nvidia derzeit nicht mehr direkt. Sie sind mir schlichtweg zu teuer geworden. Zwar bespiele ich einige Positionen noch mit Optionen, um Cashflow zu generieren, aber der direkte Kauf findet nicht statt. Auch in große Tech-Titel und die Big Seven investiere ich zurzeit eher wenig, da sie die Märkte in den letzten Jahren angetrieben haben, doch für mich gibt es Signale, die zur Vorsicht raten: Hohe Bewertungen: Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse sind in vielen Fällen extrem. Warren Buffetts Barriere: Selbst der Investor Warren Buffett hortet derzeit über 350 Milliarden Dollar Cash, weil er keine attraktiven Investitionsmöglichkeiten sieht. Wirtschaftliche Risiken: Die globalen wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind nicht einfach vom Tisch. Die Märkte könnten natürlich weiter steigen, besonders wenn die Zentralbanken die Zinsen senken und die Liquidität erhöhen. Aber die fundamentale Frage bleibt: Können die Märkte so außer Rand und Band immer weiterlaufen? Meine Einschätzung ist: nein. Das Geheimnis der Fallhöhe: So begrenzt Du Dein Risiko Ich sehe zwar nicht, dass die Märkte morgen komplett zusammenbrechen, aber eine Korrektur von 10 bis 20 Prozent halte ich durchaus für möglich, und sogar für gesund. Ein besonderes Warnsignal für mich ist das Verhalten der institutionellen Investoren. Die großen professionellen Anleger haben praktisch den Pauseknopf gedrückt. Der aktuelle Markt wird hauptsächlich von Privatanlegern wie Dir und mir getragen. Historisch betrachtet war es oft ein schlechtes Zeichen, wenn die „Großen" nicht mehr mitziehen. Warum sollten die Märkte jetzt überhaupt fallen? Doch Börsenkrisen hat es immer gegeben, und es wird sie immer geben. Die nächste Krise kommt bestimmt. Die Gefahr sehe ich darin, dass viele Anleger das Risiko ignorieren und sich in falscher Sicherheit wiegen, nur weil möglicherweise wieder Geld gedruckt oder die Zinsen gesenkt werden. Doch vergiss nicht: Wenn die Zinsen gesenkt werden, ist der wahre Grund meistens, dass die Wirtschaft schwächelt und stimuliert werden muss. Angesichts der Prognose, dass Deutschland schwierigere wirtschaftliche Jahre bevorstehen, stellt sich die Frage nach der besten Assetklasse. Meine Aufmerksamkeit gilt drei Bereichen: Rohstoffe, Old Economy und Healthcare. Diese Sektoren halte ich in der aktuellen Lage für besonders interessant. Die 10 Investment-Ideen im Überblick 1. AptarGroup Die erste empfehlenswerte Aktie, in der ich auch selbst investiert bin, ist die AptarGroup (Kürzel: ATR). Das Unternehmen produziert Verpackungen. Der Kurs stand bereits bei 165 Dollar und ist aktuell auf 133 Dollar gefallen. Das entspricht einem Potenzial von etwa 20 bis 25 Prozent, um wieder den alten Höchststand zu erreichen. Langfristig betrachtet ist die AptarGroup ein Mega-Unternehmen mit einer beeindruckenden Wachstumskurve, eine LURO-Aktie. Da hier jedoch kein „KI"-Label dransteht, wurde sie vom aktuellen Hype abgehängt. Genau das könnte eine Chance für einen guten Einstieg sein. Das Thema Fallhöhe ist von entscheidender Bedeutung. Wenn Aktien wie die AptarGroup bereits ein beträchtliches Stück von ihren Höchstständen zurückgekommen sind, wird die Investition gleich aus mehreren Gründen interessant. Der psychologische Ansatz spielt hier eine große Rolle: Wenn eine Aktie bereits 20 Prozent oder mehr verloren hat, ist oft schon ein Großteil des Verkaufsdrucks abgeflaut. Anleger, die verkaufen wollten, haben dies meist schon getan. Das verschafft Dir einen klaren Vorteil: Sollte der Gesamtmarkt tatsächlich eine Korrektur erleben, kann es gut sein, dass eine solche Aktie antizyklisch kaum noch fällt. Sie hat ihr Abschwungpotenzial bereits weitgehend ausgeschöpft, was Dein Risiko spürbar begrenzt. 2. Ball Corporation Die zweite Aktie ist die Ball Corporation. Dieses Unternehmen stellt hauptsächlich nachhaltige Aluminiumverpackungen her – für Getränke, Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Haushaltswaren und sogar Gartenprodukte. Ball ist weltweit der größte Hersteller von Getränkedosen. Historisch war das Unternehmen auch im Luft- und Raumfahrtbereich tätig, hat diesen Geschäftsbereich jedoch veräußert und konzentriert sich heute voll auf sein Kerngeschäft. Auch hier zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei AptarGroup: Die Aktie von Ball stand schon bei rund 60 Dollar, teilweise sogar etwas darüber, und notiert aktuell bei etwa 48 Dollar. Das entspricht einem Verlust von circa 20 Prozent. Langfristig betrachtet ist Ball eine klassische „Von-Links-unten-nach-Rechts-oben"-Aktie (LURO-Aktie), doch da das Thema Getränkedosen derzeit kein Hype-Thema ist, ist der Kurs entsprechend zurückgekommen. Wenn Du meinen Podcast schon länger verfolgst, weißt Du, dass ich die Old Economy gerade besonders schätze. Der Grund dafür ist simpel: Aktien werden langfristig aus zwei fundamentalen Gründen steigen. Erstens werden wir immer mehr Menschen auf der Welt haben, die mehr Verpackungen für Getränke, Essen und Alltagsprodukte benötigen. Ball wird von diesem grundlegenden Trend direkt profitieren. Das Aufwärtspotenzial bis zum alten Höchstkurs liegt bei schätzungsweise 25 Prozent. 3. Church & Dwight Hierbei handelt es sich um einen US-amerikanischen Konsumgüterhersteller, der eine ganze Palette von Haushalts- und Körperpflegeprodukten unter sehr bekannten Marken vertreibt. Dazu gehören beispielsweise Arm & Hammer für Reinigungsmittel und Backpulver oder die Marke Trojan im Bereich der Kondome. Zu den bekannten Marken von Church & Dwight gehört auch Oxyclean, der Fleckenentferner. Das Unternehmen ist im Konsumgüterbereich extrem stark aufgestellt, insbesondere in Nordamerika. Auch hier zeigt sich das gleiche Muster: Die Aktie von Church & Dwight stand bei etwa 114 Dollar und ist auf aktuell 86 Dollar gefallen. Dieser Verlust von etwa 28 Dollar entspricht einem Rückgang von rund 25 Prozent. Langfristig betrachtet ist Church & Dwight eine Aktie, die eine stetige Aufwärtsbewegung zeigt. Solche Rückschläge in der Größenordnung von 25 bis 30 Prozent sind bei diesem Qualitätsunternehmen relativ selten und können daher eine Aufmerksamkeit wert sein. 4. Colgate-Palmolive (CL) Der Weltmarktführer im Bereich Reinigung und Pflegeprodukte ist ein klassisches Beispiel für ein Unternehmen, dessen Produkte immer gebraucht werden. Ob durch das globale Bevölkerungswachstum, den grundlegenden Bedarf in Krankenhäusern oder die gesteigerte Hygiene-Awareness – Colgate-Palmolive profitiert von einer beständigen Nachfrage. Die Aktie ist von rund 100 Dollar auf 79 Dollar gefallen, was einem beachtlichen Rückschritt von 21 Prozent entspricht. Wer meine Einschätzungen verfolgt, erinnert sich vielleicht an die Pepsi-Aktie vor einigen Monaten, die ähnlich stark gefallen war. Auch bei Colgate-Palmolive ergibt sich aus der aktuellen Kursentwicklung ein potenzielles Aufwärtspotenzial von etwa 25 Prozent. Zusätzlich schüttet das Unternehmen eine attraktive Dividende von etwa 3 Prozent aus, was das Investment zusätzlich interessant macht. 5. Danaher Dieser US-Technologiekonzern ist spezialisiert auf Diagnostik, umwelttechnische Lösungen und entwickelt Produkte sowie Dienstleistungen für die medizinische Forschung, die Entwicklung biologischer Arzneimittel, die klinische Diagnostik und die Verbesserung der Wasserqualität. Danaher ist ein weiteres Beispiel für ein Unternehmen, das einen signifikanten Rückschlag erlebt hat. Von einem Spitzenwert bei 260 Dollar ist die Aktie auf etwa 190 Dollar gefallen – ein Verlust von circa 70 Dollar oder rund 25 Prozent. Danaher ist langfristig für sein stabiles Wachstum bekannt, steigert seit Jahrzehnten regelmäßig Umsätze und Gewinne und bietet zudem eine ansehnliche Dividende. Diese Kombination aus Qualität und aktueller Bewertung macht sie in meinen Augen interessant. Alle diese Aktienideen sind für mich nicht nur aufgrund ihrer Kursrückschläge spannend, sondern werden auch durch meine eigenen analytischen Indikatoren gestützt. Nochmals zur Erinnerung: Dies sind ausdrücklich keine Kaufempfehlungen, sondern Ideen, die ich aufgrund der genannten Kriterien – insbesondere der bereits erfolgten Korrektur – für beachtenswert halte. Was diese Unternehmen zusätzlich interessant macht, ist ihre stetige Umsatz- und Gewinnentwicklung über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Aus der Perspektive meiner analytischen Indikatoren zeigen sie zudem vielversprechende Signale. Sie bewegen sich mindestens in eine Richtung, die Aufmerksamkeit verdient, oder deuten sogar auf eine mögliche Kaufgelegenheit hin. 6. Hormel Foods Dieses Unternehmen ist ein besonders extremes Beispiel für einen Kursrückgang: Von etwa 65 Dollar ist die Aktie auf rund 25 Dollar gefallen – ein Verlust von circa 60 Prozent. Zwar hatte das Unternehmen mit einigen Herausforderungen zu kämpfen, hat diese aber aktiv angegangen. Ein besonders attraktives Merkmal ist die mittlerweile sehr hohe Dividendenrendite von satten 5 Prozent pro Jahr. Eine solche Aktie eignet sich auch gut für eine Strategie mit Optionen. Hormel Foods ist im Ernährungssektor tätig. Der grundlegende Trend ist klar: Mehr Menschen werden auch mehr essen, was dieses Unternehmen zu einer sehr interessanten Beimischung im Depot macht, besonders in Kombination mit der attraktiven Dividendenausschüttung. Bevor ich zu den letzten Ideen komme, möchte ich noch einmal auf eine wichtige Frage zurückkommen: "Wie investiere ich aktuell eigentlich selbst?" Die ehrliche Antwort lautet: "zurzeit nur sehr wenig bis gar nicht". Ich konzentriere mich auf bestimmte Aktien, wie die hier genannten zehn, oder auch andere Werte wie Nike oder Disney, die heute nicht in dieser Liste sind. Diese Unternehmen sind typischerweise in der „Old Economy" angesiedelt und bereits deutlich von ihren Höchstständen zurückgekommen, genau wegen dieser bereits erwähnten Fallhöhe. Allerdings investiere ich derzeit meine laufenden Erträge aus Dividenden und Optionsprämien nicht neu. Der Hauptgrund ist simpel: Mir sind die allgemeinen Kurse schlichtweg zu hoch. Selbst diese zehn Werte könnten noch weiter fallen, sollte der Gesamtmarkt eine Korrektur von 10, 20 oder sogar 25 Prozent erleben. Ich warte daher auf wirklich gute Chancen. Zwar sehe ich in einigen der genannten Ideen Potential und investiere dort punktuell, aber der Großteil meines Cashflows bleibt derzeit liquide. 7. Coca-Cola Über diesen Weltkonzern muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Der Kurs ist von rund 74 Dollar auf etwa 66 Dollar gefallen, was einem moderaten Abschlag von rund 10 Prozent entspricht. Da ich mit Pepsi noch eine weitere Getränkeaktie vorstelle, tendiere ich persönlich eher zu dieser, aber dazu später mehr. 8. MKC (McCormick) Der Kurs ist von 85 Dollar auf 65 Dollar gefallen, ein Rückgang von etwa 25 Prozent. McCormick ist ein führender Anbieter im Gewürzbereich. Auch hier gilt das grundlegende Argument: Eine wachsende Weltbevölkerung wird mehr Nahrungsmittel und folglich auch mehr Gewürze konsumieren. Daher halte ich McCormick weiterhin für einen sehr spannenden Wert. McCormick besticht ebenfalls durch eine ansehnliche Dividende und eine seit Jahren stabil steigende Umsatz- und Gewinnentwicklung. Auch hier handelt es sich wieder um einen antizyklischen Wert, dessen Geschäftsmodell auf einem grundlegenden Bedarf basiert. Gegessen und getrunken wird schließlich immer. 9. PepsiCo Deren Aktie war von etwa 180 Dollar auf zwischenzeitlich 125 Dollar gefallen und hat sich aktuell bei circa 140 bis 141 Dollar eingependelt. Somit besteht immer noch ein Aufwärtspotenzial von rund 40 Dollar bis zum alten Höchststand, was einer Chance von etwa 30 Prozent entspricht. Pepsi schüttet eine attraktive Dividende aus, die zudem regelmäßig erhöht wird. Als antizyklischer Wert mit diesem grundsoliden Geschäft – denn gegessen und getrunken wird immer – hat Pepsi gute Chancen, hier einen Boden gefunden zu haben und den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Von einem solchen Weltkonzern wie Pepsi sind natürlich keine Monstergewinne zu erwarten. Langfristig steigert das Unternehmen Umsätze und Gewinne eher im soliden einstelligen Prozentbereich. Rechnet man jedoch eine mögliche Kursentwicklung von 7 bis 8 Prozent pro Jahr mit der Dividende von etwa 3 Prozent und möglichen Optionsprämien aus dem „Aktien vermieten" zusammen, ergibt sich dennoch ein sehr attraktives Gesamtpotenzial. 10. Tyler Technologies Dieses Unternehmen hat sich auf Softwarelösungen für den öffentlichen Sektor spezialisiert. Es entwickelt Informationsmanagement-Systeme für Städte, Landkreise, Schulbezirke und andere staatliche Organisationen. Auch Tyler Technologies zeigt das vertraute Bild: Nach einem Höchststand bei 660 Dollar ist der Kurs auf etwa 530 Dollar gefallen, ein Rabatt von rund 20 Prozent. Es ist wichtig zu bedenken: Nach einem Fall von 20 Prozent sind 25 Prozent Kursgewinn nötig, um wieder den alten Höchststand zu erreichen. Langfristig hat das Unternehmen jedoch eine beeindruckende Wachstumshistorie. Mein Fazit: So findest Du Chancen in einem teuren Markt Es gäbe zwar weitere Kandidaten wie Nike, Medtronic oder Pfizer, doch diese senden aktuell keine klaren Kaufsignale aus meiner Sicht. Daher habe ich mich heute auf Ideen konzentriert, die auch meine eigenen analytischen Indikatoren stützen. Abschließend möchte ich betonen: Wenn Du selbst noch keine systematischen Börsenindikatoren für Deine Entscheidungen nutzt, kannst Du gerne zu meiner „Finance Mastery" kommen. Dort lernst Du, solche Analysen selbst durchzuführen und erhältst ein tieferes Verständnis für die hier angesprochenen Strategien. Diese zehn Investment-Ideen haben Dir hoffentlich eine gute Inspiration für Deine eigene Recherche mitgeben. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Warum Investieren gerade schwierig ist (00:05:31) Welche Assetklassen und Branchen sind gerade sinnvoll? (00:06:36) Zehn aktuell krisensichere Werte: AptarGroup, Ball Corp (00:09:36) Church & Dwight, Colgate-Palmolive, Danaher (00:13:21) Hormel Foods, Coca Cola, MKC, PepsiCo, Tyler Technologies
29/09/2025 • 19:46
Warum sich auch ein kleines Konto lohnt und wie Du es groß machst! Viele Anleger starten mit einem kleinen Depot: 5.000, 10.000 oder vielleicht 15.000 Euro. Der Wunsch: daraus ein echtes Vermögen zu machen. Doch die Realität sieht oft anders aus. Wer ausschließlich auf das Investieren setzt, stößt schnell an Grenzen – emotional wie finanziell. In dieser Folge erkläre ich Dir: Was ist mit einem kleinen Konto möglich? Was ist Illusion? Und wie sieht der Weg aus, wenn Du wirklich Vermögen aufbauen willst. Das erwartet Dich in dieser Folge Das System verstehen ESI und Mindset: Der Schlüssel zum Erfolg Wie wichtig Einkommen und Sparquote für Deinen Vermögensaufbau sind Jede Erfahrung bringt Dich näher ans Ziel Das System verstehen Wie bekommst Du Dein kleines Konto endlich groß? Ich will Dir wie immer möglichst viele Praxistipps mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst. Ich nehme diese Folge gerade auf, während ich auf dem Seminar Reichtumsformel von Jürgen Höller bin, wo ich als Mitreferent auftrete. In den letzten Tagen hatte ich viele spannende Gespräche mit Teilnehmern – und da merkt man schnell, wo die Menschen gerade stehen, warum sie dort stehen und was sie davon abhält, den nächsten Schritt zu gehen. Gerade beim Thema „kleines Konto" wird oft deutlich: Es gibt mehr Denkfehler und Illusionen, als man vielleicht glaubt. Deshalb möchte ich Dir direkt zu Beginn ein paar Impulse geben, wie ich über kleine Depots denke, welche Strategien sinnvoll sein können, und was wirklich dazugehört, wenn Du Dein Konto wachsen lassen willst. Natürlich geht es dabei nicht nur ums Investieren. Das ist ein wichtiger Bestandteil, aber eben nur einer von vielen. Ich glaube, ein häufiger Fehler ist es, ausschließlich in Assetklassen wie Aktien zu denken. Nur auf Kursgewinne, Dividenden oder Optionsprämien zu setzen, greift zu kurz, besonders bei kleinen Konten. Egal ob Du direkt Aktien kaufst, Puts oder Calls verkaufst oder mit Spreads arbeitest – gerade bei kleinen Depots sind Strategien gefragt, die auch in Sachen Absicherung und Risikomanagement sinnvoll sind. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Auch ich habe mal mit einem kleinen Konto angefangen. Nachdem ich meine Schulden von 150.000 Euro abgebaut hatte, startete ich mit 5.000 Euro – und ich kann Dir eines sagen: Dieses Konto wäre niemals so schnell gewachsen, wenn ich mich nur aufs Investieren konzentriert hätte. Viele glauben: „Ulli, ich bekomme doch Dein System, das rennt doch von selbst, ich werde doch automatisch reich!" Aber so einfach ist es eben nicht. Gerade am Anfang brauchst Du Zeit, um das System wirklich zu verstehen. Du hast laufende Kosten beim Broker, du zahlst Steuern auf Gewinne, und auch die Inflation spielt eine Rolle. Von heute auf morgen reich zu werden ist schlichtweg unrealistisch, und es sollte auch gar nicht das Ziel sein. Ich sage immer: „Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht." Aber das Ziel sollte sein, ein Vermögen aufzubauen und dafür darfst Du Dir sieben bis zehn Jahre Zeit geben. ESI und Mindset: Der Schlüssel zum Erfolg Wenn wir uns den Menschen anschauen, dann kennst Du sicherlich auch meine ESI-Formel. Sie steht für Einkommen, Sparen und Investieren. Für mich ist sie der Schlüssel zu finanziellem Erfolg, zu Reichtum und zur praktischen Umsetzung. Doch viele nutzen nur das „I" – also das Investieren – und lassen die beiden anderen Faktoren komplett außen vor. Ein Beispiel: Angenommen, Du startest mit einem kleinen Konto mit 5.000 Euro. Selbst wenn Du darauf 30 % Rendite erwirtschaftest, bedeutet das im besten Fall ein Gewinn von 1.500 Euro. Ziehst Du davon rund 25 % Kapitalertragsteuer ab, bleiben 1.200 Euro. Davon gehen noch Gebühren ab, vielleicht ein Support-Beitrag, und am Ende wird klar: Auch wenn 30 % Rendite beeindruckend sind, bringt Dich das allein noch nicht richtig weit. Deshalb möchte ich heute tiefer auf die verschiedenen Facetten eingehen, die gerade bei kleinen Konten wichtig sind. Denn: Optionen beispielsweise sind mit einem kleinen Depot oft nur eingeschränkt handelbar. Wir arbeiten im Bereich Stillhalterstrategien, das bedeutet, dass Optionen in Kontrakten gehandelt werden, jeweils mit 100 Aktien im Gegenwert. Ohne das Wissen, wie Märkte ticken, wie sich eine Aktie verhält und in welche Richtung sie sich wahrscheinlich entwickelt, sind Optionen nahezu wertlos. Erst wenn Du die komplette Blaupause des Investors verstehst: also die fundamentale Analyse (Wert und Preis), die technische Analyse (Charts und Indikatoren) und dazu die passende Strategie, wird Dein Konto wirklich nachhaltig wachsen können. Mein Rat: Starte bei einem kleinen Konto idealerweise mit Aktien. Nutze unsere Indikatoren, vor allem die langsame Stochastik – Grün und Blau –, um zu erkennen, wann eine Aktie überverkauft oder übergekauft ist. So kannst Du fundierte Entscheidungen für Ein- und Ausstieg treffen. Auch Optionen sind möglich, wenn Du Dich auf günstigere Aktien konzentrierst. Ein Kontrakt mit einer 20-Dollar-Aktie entspricht einem Gegenwert von rund 2.000 Dollar, das ist für kleine Konten noch machbar. Ein Hinweis, den ich Dir unbedingt mitgeben will: Diversifikation ist bei kleinen Depots deutlich schwieriger. Wenn Dein Konto sehr klein ist, kannst Du nun mal nicht über viele Positionen streuen und auch das musst Du bei Deiner Strategie berücksichtigen. Was ich über die Jahre gelernt habe, gerade im Umgang mit kleinen Depots: Du brauchst mehr als nur den Fokus auf „Investieren". Du brauchst auch die andere Welt – nämlich Einkommen generieren und Sparen. Du kennst die Formel ESI von mir: Einkommen, Sparen und Investieren. Und ich bin überzeugt: Wenn Du diese drei Bausteine nicht zusammendenkst, wirst Du es mit einem kleinen Konto schwer haben. Genau darum geht es auch im Seminar über die Reichtumsformel, wo ich aktuell als Referent mitwirke. Neben Zahlen, Systemen und Strategien spreche ich dort auch intensiv über das Mindset. Denn: Vermögen entsteht nicht nur durch Technik oder Tools. Es beginnt mit einem Gedanken, mit einem Glauben – und vor allem mit der richtigen inneren Haltung. Natürlich fällt Dir kein Sack Geld auf den Kopf, nur weil Du positiv denkst. Aber wenn Du grundsätzlich negativ oder klein denkst, wirst Du auch kein großes Vermögen aufbauen. Wenn Du nicht an Reichtum glaubst – wirklich glaubst – wird er nicht zu Dir kommen. Was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Und was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Wenn Du also nicht jetzt schon innerlich an Vermögen glaubst, wird es auch nicht in Dein Konto fließen. Deshalb ist das Thema „kleines Konto groß traden" viel mehr als nur ein technisches Vorgehen. Wer glaubt, dass allein das Trading-System automatisch reich macht, denkt zu kurz. Wir Menschen sind komplex, und das gilt genauso für finanziellen Erfolg. An der Börse erfolgreich zu werden bedeutet auch: lernen, umsetzen, diszipliniert arbeiten. Und selbst mit der besten Strategie kommt am Ende ein entscheidender Faktor dazu: Du selbst. Deine Emotionen. Deine Ängste. Denn Angst ist an der Börse immer ein schlechter Ratgeber, ganz gleich, ob es um die Angst geht, Geld zu verlieren, oder um die Gier, einfach nicht genug bekommen zu können. In den letzten Tagen habe ich viele intensive Gespräche mit Teilnehmern geführt und ein Spruch hat mich wieder sehr beschäftigt: Wenn ein Mensch mit Erfahrung auf einen Menschen mit Geld trifft, dann hat am Ende der mit Erfahrung das Geld – und der Mensch mit dem Geld die Erfahrung. Was bedeutet das? Ganz einfach: Wer Geld hat, aber keine Erfahrung, wird auf jemanden treffen, der ihm mit Erfahrung überlegen ist. Und genau darum geht es: Erfahrung sammeln. Deshalb möchte ich Dir ganz klar mitgeben: Es geht beim Trading – vor allem am Anfang – nicht nur ums Gewinnen, sondern ums Verstehen. Mein guter Freund und Seminarkollege Norman Welz, einer der besten Trading-Psychologen, bringt es auf den Punkt: „Wenn Menschen zu Dir kommen, Ulli, ist es gar nicht entscheidend, ob sie direkt Geld verdienen. Es geht rein darum, das System zu lernen, das System zu verstehen, Fehler zu machen und sich selbst kennenzulernen." Denn genau das ist es: An der Börse tradest Du nicht nur die Aktie. Nicht nur das System. Du tradest Dich selbst. Gerade in der Anfangszeit, wenn Du mit einem kleinen Konto unterwegs bist, ist Selbstkenntnis vielleicht das Wertvollste, was Du gewinnen kannst. Denn nur wenn Du Deine Emotionen kennst, Vertrauen in Dich entwickelst und ein echtes Selbstbewusstsein aufbaust, wirst Du später, mit größerem Kapital, auch gute, klare Entscheidungen treffen. Wie wichtig Einkommen und Sparquote für Deinen Vermögensaufbau sind Wenn wir uns das kleine Konto einmal genauer anschauen, stellt sich schnell die Frage: Was kannst Du daraus eigentlich machen? Natürlich gelten an der Börse bestimmte Grundregeln, über die Du Dir Gedanken machen darfst – etwa über das Thema Cashquote. Und hier kann ich Dir direkt sagen: Bei einem kleinen Depot wird das mit der Cashquote schwierig. Wenn Dein Depot bei 5.000, 10.000 oder selbst 15.000 Euro liegt, kannst Du kaum liquide Mittel zurückhalten. Sonst bleibt einfach zu wenig zum Investieren übrig. Ich kann Dir aus meiner eigenen Erfahrung berichten: Ich habe selbst mit 5.000 Euro begonnen. Damals war ich als Investmentberater unterwegs, habe gutes Geld verdient und meine Schulden in 14 Monaten komplett getilgt. Danach habe ich konsequent weiter Geld verdient, und mein größter Hebel war, mehr Kapital auf mein Depot zu bringen. Denn Geld erzeugt Geld. Und jedes Mal, wenn Du Kapital einzahlst, kannst Du Dir das bildlich so vorstellen, als würdest Du Dir selbst Rendite auszahlen. In meinem Fall: Ich habe 5.000 Euro investiert und monatlich 1.000 Euro dazugelegt. Das sind 12.000 Euro im Jahr – zusammen mit dem Startkapital waren es nach einem Jahr schon 17.000 Euro. Dazu kam die Rendite und genau hier liegt ein entscheidender Punkt: Wenn Du wirklich möchtest, dass Dein kleines Konto wächst, dann musst Du Geld sparen und investieren und Dich ernsthaft mit dem Zinseszinseffekt beschäftigen. Denn über Zeit, Kapital und Rendite können daraus ganz andere Größenordnungen entstehen. Falls Du denkst: „Ich mache das nur über Trading", dann sage ich Dir klar: Das wird dauern. Warum? Weil Du mit einem kleinen Konto nicht nur auf Rendite setzt, sondern auch mit Gebühren, Kosten, Steuern und der Inflation zu kämpfen hast. Wenn wir das Ganze zusammenfassen: Die Geschwindigkeit, mit der Dein Konto wächst, hängt stark davon ab, ob Du zusätzlich Kapital einzahlst. Auch wenn Du die ESI-Formel schon kennst – ich wiederhole es bewusst. Denn vielen ist gar nicht wirklich klar, welche Hebel dort tatsächlich wirksam sind. Wir haben schon viele Menschen geschult, und ich sehe immer wieder zwei Gruppen: Die einen haben ein kleines Konto und behalten es, weil sie ausschließlich über Trading versuchen, Vermögen aufzubauen. Die anderen starten vielleicht genauso klein, aber sie verdienen aktiv Geld, sparen es, investieren es strategisch und bei denen wächst das Konto ganz automatisch. Was ich Dir damit sagen will: Ein kleines Konto zu haben, ist kein Problem. Aber nur ein kleines Konto zu haben – das ist eine Entscheidung und bedeutet, dass Du auch ein kleines Mindset in Bezug auf Geld hast. Es liegt also an Dir, denn wenn Du morgens in den Spiegel schaust, siehst Du die einzige Person, die dafür verantwortlich ist, wie viel Geld auf Deinem Konto liegt – und wie sich Dein Vermögen entwickelt. Wenn Dein Mindset wächst, wenn Deine Glaubenssätze sich verändern, wenn Deine Sicherheit und Dein Selbstvertrauen zunehmen, dann wird auch Dein Konto mitwachsen – auf unterschiedlichsten Wegen. Es kann durch Kursgewinne wachsen, durch Dividenden, durch Optionsprämien – und natürlich auch durch Deine regelmäßige Sparrate. Vielleicht bekommst Du als Angestellter auch ein- oder zweimal im Jahr eine Prämie, Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld. Dann nutze genau dieses Geld, um es in Dein Konto zu schieben. Jede Erfahrung bringt Dich näher ans Ziel Ich bin der festen Überzeugung: Mit einem kleinen Konto zu starten, ergibt auf jeden Fall Sinn. Wenn Du Dir die Seminare leisten kannst und noch 3.000, 5.000 oder 10.000 Euro zur Verfügung hast, dann würde ich sofort anfangen, mit dem System zu arbeiten. Warum? Es gibt mehrere gute Gründe. Zum einen: Du legst los. Und Du sammelst Erfahrung. Und genau das ist am Anfang entscheidend. Denn am Ende des Lebens zählt nicht nur, wie viel Geld Du gemacht hast, sondern auch, wie viele Erfahrungen Du gemacht hast. Denn jede einzelne Erfahrung macht Dich besser. Du brauchst auch keine Angst vor Fehlern zu haben. Vielleicht denkst Du, Du darfst keine Fehler machen. Aber ich sage Dir: Wenn Du an der Börse mal Geld verlierst, dann hast Du Dir eine wertvolle Lektion gekauft. Diese Sichtweise wird Dir langfristig helfen. An der Börse geht es nicht nur um Strategie. Es geht auch darum, Deine Emotionen im Griff zu haben. Es geht darum, Fehler zu machen, daraus zu lernen und mit jedem Schritt besser zu werden. Ich drehe das gern auch mal um: Ein großes Konto am Anfang ist nicht unbedingt ein Vorteil. Viele Teilnehmer sagen mir: „Ulli, mit einem großen Konto jetzt einzusteigen, da hätte ich richtig Respekt vor." Und genau das zeigt: Selbst Menschen mit mehr Kapital fangen oft lieber klein an, weil sie sich emotional sicherer fühlen. Der mit dem kleinen Konto wiederum denkt sich: „Wäre schön, wenn ich mehr Geld hätte." Beides ist okay, wichtig ist, dass Du annimmst, wo Du gerade stehst. Denn genau da beginnt Dein Weg. Wenn Du mit einem kleinen Konto startest, etwa über Bull Put Spreads, bei denen Du erste Prämien erzielen kannst, wirst Du merken: Du bewegst Dich stärker im Trading-Bereich. Und wenn wir mal klar zwischen Trading und Investing unterscheiden, dann ist Investing eher das klassische „Buy and Hold", also Werte langfristig halten, Dividenden kassieren, Vermögen aufbauen. Ich selbst bin Value Investor mit Trading-Ansatz. Aber ich weiß auch: Das ist mit einem kleinen Depot nur schwer möglich. Denn ein ordentliches Dividendendepot braucht mindestens 50.000 bis 150.000 Euro, damit Du es sinnvoll streuen und mit Optionen arbeiten kannst. Mit einem kleinen Konto wirst Du daher stärker im Bereich Trading unterwegs sein und das ist vollkommen in Ordnung. Du wirst bei einem kleinen Konto ein Stück weit öfter in den Markt rein- und rausgehen. Du wirst vermutlich auch früher oder später mit dem Thema Absicherung in Kontakt kommen, was durchaus sinnvoll ist. Denn gerade bei kleinen Depots ist es natürlich der Super-GAU, wenn Du 20 oder 30 Prozent verlierst. Dann stellt sich schnell die Frage: Lohnt sich das überhaupt noch? Vielleicht wirst Du neben klassischen Käufen und Verkäufen auch erste Earnings Trades ausprobieren, denn dort kannst Du den Margin-Hebel effizient nutzen – und brauchst dabei nicht einmal viel Kapital. Du kannst jeden Trade auch klar begrenzen, was ich Dir ausdrücklich empfehle. Risikobegrenzung ist gerade im kleinen Konto ein Schlüsselfaktor. Wie schon angesprochen, spielt die Sparrate eine zentrale Rolle. Genauso wichtig ist die richtige Investmentstrategie – und Dein Mindset. Ein praktischer Tipp: Du könntest Dir zum Beispiel einen kleinen Nebenjob aufbauen, etwa durch die Empfehlung der Wealth Academy. Dort zahlen wir attraktive Empfehlungsprovisionen aus. Beim letzten Mal haben wir über 70.000 Euro ausgeschüttet – auch das kann ein Weg sein, Dein Konto aufzustocken. Ich habe in den letzten Tagen und Wochen wieder intensiv darüber nachgedacht – gerade hier auf dem Seminar „Reichtumsformel". Wie bin ich eigentlich vermögend geworden? Ich glaube, es waren drei ganz entscheidende Dinge: Mindset und Glaubenssätze, das Handeln und Umsetzen, und schließlich das Wissen. Wenn Du ein kleines Depot hast und aktiv handelst, sammelst Du an der Börse nicht nur Zahlen, sondern auch Wissen. Du sammelst Erfahrung. Und ja, Du wirst Fehler machen, aber genau daraus wirst Du besser. Dazu passt auch das Modell der vier Kompetenzstufen: Wenn Du neu bist, bist Du zunächst unbewusst inkompetent – Du weißt noch nicht, was Du nicht weißt. Irgendwann merkst Du, dass Dir noch viel Wissen fehlt – dann wirst Du bewusst inkompetent. Das ist der Moment, in dem viele Teilnehmer auf einem unserer Seminare feststellen: „Ich bin schon lange an der Börse, aber eigentlich habe ich bisher wenig wirklich verstanden." Ab da geht es aufwärts. Du lernst, Du übst, Du setzt um und wirst bewusst kompetent. Irgendwann bist Du dann auf der höchsten Stufe: unbewusst kompetent. Du musst nicht mehr über jeden Schritt nachdenken: Du handelst aus Erfahrung, sicher und fokussiert. Und einen letzten Tipp, den viele unterschätzen – gerade mit einem kleinen Depot: Sag nicht ständig „Das lohnt sich ja gar nicht, das wächst ja eh nicht richtig." Das höre ich so oft. Aber es ist ein Denkfehler. Viele Vermögende, die ich kenne, sagen Dir das Gegenteil: Sei mutig. Bleib dran. Mach weiter. Sorge einfach dafür, dass Dein Depot Stück für Stück wächst. Es gibt verschiedene Wege dorthin. Aber in kleinen Depots ist es oft entscheidend, dass Du mehr tradest als investierst, zumindest am Anfang. Natürlich kannst Du – auch mit einem kleinen Konto – zwei oder drei Werte auswählen, um eine gewisse Diversifikation zu erreichen. Bitte investiere nicht Dein ganzes Kapital in nur einen Wert. Gerade bei kleinen Konten ist es sinnvoll, etwas breiter zu streuen. Und: Arbeite ruhig auch mit Optionen. Du kannst auch mal Optionen kaufen, das ist völlig in Ordnung. In der Money Machine zeige ich Dir zum Beispiel, wie Du gezielt mit Bull Put Spreads arbeitest. Der Vorteil: Du hast ein klar definiertes Risiko. Du weißt genau, wie viel Kapital Du einsetzen willst. Du kannst Deine Trades mit Stopps oder Limits absichern. Und Du weißt im Vorfeld, wie viel Du verdienen kannst, wenn der Trade in Deine Richtung läuft. Zum Abschluss noch ein persönlicher Hinweis: Wenn Du ernsthaft über Vermögensaufbau nachdenkst, dann habe ich eine Empfehlung für Dich. Am 11. Oktober findet unsere nächste Finance Mastery statt, dieses Mal live in Frankfurt im Scandic Hotel. Wenn Du ein kleines Konto hast, dann ist das kleine Konto nicht das Problem. Das eigentliche Problem ist, dass Du nur ein kleines Konto hast. Und das liegt an Dir, an Deinem Mindset. Wenn Du das ändern willst, dann lade ich Dich herzlich zur Finance Mastery ein. Dort geht es tief: Wir sprechen über Mindset, über Glaubenssätze, über Meta-Gesetze, über verschiedene Finanzprodukte und natürlich auch über die ESI-Formel, und das in aller Tiefe. Du bekommst konkrete Tipps, auch dann, wenn Du aktuell Schulden hast. Alles mit dem Ziel, Dein Konto möglichst schnell und systematisch wachsen zu lassen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Warum man auch mit kleinem Konto wohlhabend werden kann (00:04:34) Wo es Einschränkungen gibt (00:14:01) Ein großes Konto hilft nicht immer
22/09/2025 • 19:54
Hype oder Megatrend? Und was bedeutet das für Dein Depot? Heute wird's ein bisschen politisch – wir bleiben dabei aber auf der sachlichen Investorenebene. In dieser Folge schauen wir uns an, was hinter Investitionsprogrammen steckt, wie politische Entscheidungen Aktienmärkte bewegen, und ob Infrastruktur und Verteidigung wirklich die Megatrends sind, für die sie aktuell gehalten werden. Ich nehme Dich mit in die Welt der langfristigen Entwicklungen: Was unterscheidet einen echten Megatrend von einem kurzfristigen Hype? Was ist nachhaltig investierbar und was vielleicht nur ein Strohfeuer? Und vor allem: Wie kannst Du diese Erkenntnisse ganz praktisch für Dein Depot nutzen? Das erwartet Dich in dieser Folge: Was Investitionsprogramme mit der Börse zu tun haben Infrastruktur und Verteidigung: Echte Megatrends? Was zeichnet einen Megatrend aus? Beispiele für echte Megatrends Warum sind Megatrends wichtig? Was Investitionsprogramme mit der Börse zu tun haben In dieser Folge wird es ein wenig politisch. Es geht um Investitionsprogramme und die Frage, ob es aktuell sinnvoll ist, gerade in die Bereiche Infrastruktur und Verteidigung zu investieren und ob diese Themen tatsächlich zu den Megatrends gehören, auf die man als Anleger setzen sollte. Die Börsen stehen derzeit hoch. Wer mich kennt, weiß: Es kann absolut Sinn machen, auch mal Gewinne mitzunehmen und Cash vom Tisch zu holen. Aber genauso stellt sich in solchen Phasen immer wieder die Frage: Wo kann ich überhaupt noch investieren? Und macht es gerade überhaupt noch Sinn, Geld in den Markt zu geben? Hier kommen die Megatrends ins Spiel. Über dieses Thema habe ich bereits vor ein, zwei Jahren in einer früheren Podcast-Folge gesprochen. Es passt perfekt zu meiner Denkweise als Value Investor mit Trading-Ansatz, denn gerade in Phasen hoher Bewertungen braucht es klare Gedanken, Struktur und emotionale Stabilität. Viele Anleger fragen sich: Soll ich jetzt noch einsteigen? Welche Aktien sind noch kaufenswert? Und wie halte ich die Volatilität emotional aus? Für mich steht fest: Ich liebe Aktien. Ich halte sie für die beste und sicherste Anlageform der Welt – wenn man es richtig angeht. Aber auch das bedeutet: Eine gute Strategie, ein klarer Plan und ein bewusster Umgang mit Emotionen sind das A und O. Dazu kommen Fragen, die mir immer wieder gestellt werden: Wie sieht die richtige Strategie aus? Wie baue ich ein diversifiziertes Portfolio auf? Wie sichere ich mein Depot ab? Was ist die richtige Cashquote? Und wie kann ich mit Dividenden oder Optionen laufende Cashflows generieren? Wer mich kennt – vielleicht aus der Akademie, einem Seminar oder meinem Buch – weiß, dass ich bestimmte Kernprinzipien immer wieder betone. Und eines davon ist: Aktien steigen langfristig, und zwar aus drei ganz einfachen Gründen: Der Mensch strebt immer nach Weiterentwicklung. Wir wollen besser werden, schöner, effizienter, erfolgreicher. Diese Optimierung ist tief in uns verankert und treibt Fortschritt an. Die Weltbevölkerung wächst weiter. Mehr Menschen bedeuten mehr Konsum: mehr Essen, Trinken, Kleidung, Hygiene, also auch mehr Bedarf an Produkten und Dienstleistungen. Niemand will mehr sterben. Das klingt zugespitzt, trifft aber den Kern. Die steigende Lebenserwartung und der demografische Wandel treiben ganze Branchen an und sind selbst ein Megatrend. Die Weltbevölkerung steigt weiter und mit jedem zusätzlichen Menschen steigt auch der Bedarf an Lebensmitteln, sauberem Wasser, Kleidung, Hygiene und Energie. All das führt langfristig zu mehr Konsum, steigenden Preisen und wachsenden Unternehmensgewinnen, was wiederum die Aktienkurse treibt. Das heißt, die Demografie ist auch ein ganz wichtiger Faktor für den Bereich des Wachstums der Aktien. Wenn wir mal KI befragen, was denn eigentlich Megatrends sind, dann sind das weitreichende, globale und langfristige Entwicklungen, die die Gesellschaft, die Wirtschaft und auch die Technologie über Jahrzehnte hinweg grundlegend verändern werden und können. Zu diesen Trends gehören unter anderem: Langlebigkeit und demografischer Wandel Digitalisierung Urbanisierung Globalisierung Klimawandel All diese Trends greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig. Sie wirken systemverändernd – sie beeinflussen unser Leben in fast allen Bereichen. Dabei entstehen komplexe Netzwerke aus Einzeltrends, die sich gegenseitig befeuern und überlagern. Infrastruktur und Verteidigung: Echte Megatrends? Heute möchte ich gezielt auf zwei politische Entwicklungen eingehen, die aktuell in aller Munde sind: Infrastruktur und Verteidigung. Beide werden stark von staatlichen Investitionsprogrammen angeschoben, aber sind sie auch echte Megatrends? Beginnen wir mit dem Thema Verteidigung. Hier bin ich grundsätzlich eher vorsichtig. Wenn wir uns die Geschichte ansehen – und insbesondere die wirtschaftlichen Zyklen – erkennen wir, dass Verteidigungsausgaben immer in Wellen verlaufen. In den 1970er und 1980er Jahren zum Beispiel gab es ein massives Wettrüsten. Getrieben durch die Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg, der 1945 endete, war die Welt im Verteidigungsmodus. Niemand wollte überrumpelt werden, viele Länder rüsteten sich für den Ernstfall. In dieser Zeit wurde auch die NATO gegründet: ein Verteidigungsbündnis, das den Mitgliedern gegenseitigen Schutz zusichert. Später, in den 1990er- und 2000er-Jahren, veränderte sich das Bild. Es folgte die Abrüstung, da man glaubte: Kriege sind vorbei – wir brauchen keine Armeen mehr. Auch Deutschland folgte diesem Kurs. Viele Panzer sind uralt, wir haben zu wenig Munition und auch zu wenig Soldaten. Deutschland ist also nicht in der Lage, sich militärisch selbst zu verteidigen. Dann kam die Wende. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Plötzlich war klar: Der Frieden in Europa ist doch nicht selbstverständlich. Auch andere Regionen der Welt wie Israel, Iran, Irak oder das östliche Mittelmeer (Zypern) gerieten ins Spannungsfeld. Deutschland musste erkennen: Ohne eigene Verteidigungsfähigkeit wird es eng, daher wurde wieder aufgerüstet. Rheinmetall – als Beispiel – ist seither massiv im Kurs gestiegen. Der Verteidigungssektor boomt. Doch die entscheidende Frage lautet: Ist das ein langfristiger Megatrend oder nur eine momentane Reaktion auf aktuelle Krisen? Und genau hier ist für mich der Knackpunkt: Verteidigung ist ein zyklisches Thema. Sobald sich die politische Lage beruhigt, beginnen wir wieder mit Abrüstung. Die Geschichte zeigt das sehr deutlich. Deshalb bin ich überzeugt: Verteidigung ist kein echter Megatrend, sondern ein temporäres Thema, das eng an politische Entwicklungen geknüpft ist. Ganz anders sieht es bei einem anderen politisch getriebenen Bereich aus: Infrastruktur. Hier bin ich überzeugt, dass es sich tatsächlich um einen echten Megatrend handelt. Denn Infrastruktur wird immer wieder neu benötigt. Sie altert, sie nutzt sich ab, sie muss an neue Technologien und Anforderungen angepasst werden. Nehmen wir das Beispiel Automobilität. Autos werden immer größer, schwerer und schneller – das belastet die Straßen. Züge fahren mit neuen Geschwindigkeiten, Brücken und Tunnel müssen angepasst oder neu gebaut werden. Alte Parkhäuser entsprechen nicht mehr den Anforderungen moderner Fahrzeuge. Der Asphalt reibt sich ab, es bedarf also immer wieder Erneuerungen dieser Bereiche. Spannend wird es auch im Bereich Elektromobilität. Früher diente die Zeitumstellung noch dem Ziel, Strom zu sparen. Heute bauen wir Elektroautos, die nur mit Strom funktionieren und neue und bessere Stromleitungen. Kurzum: Wir bauen die Stromnetze aus, damit wir mehr Strom haben. Jedes Jahr kommen mehr als 80 Millionen Menschen auf die Welt. Sie alle werden Strom benötigen: Die Infrastruktur muss daher mitwachsen. Wenn wir über Infrastruktur sprechen, denken viele zunächst an Straßen und Brücken. Doch der Begriff umfasst deutlich mehr: Krankenhäuser, Schulen, Stromnetze, Wasserleitungen, öffentliche Gebäude, Polizei, Feuerwehr – all das zählt zur Grundversorgung einer funktionierenden Gesellschaft. Und genau deshalb bin ich überzeugt, dass Infrastruktur ein langfristig relevanter Megatrend ist. Was zeichnet einen Megatrend aus? Was macht nun einen echten Megatrend aus und worin unterscheidet er sich von kurzfristigen Modeerscheinungen oder Hypes? Nehmen wir als Beispiel sogenannte „Hype-Themen" wie Cannabis oder Wasserstoff. Diese Bereiche haben zeitweise extrem viel Aufmerksamkeit bekommen – Kurse sind kurzfristig explodiert, viele Investoren wollten dabei sein. Doch: Der langfristige, nachhaltige Aufwärtstrend blieb bisher aus. Diese Entwicklungen zeigen, dass nicht jeder populäre Sektor automatisch ein echter Megatrend ist. Es gibt einige klare Kriterien, die ein Megatrend erfüllen muss: 1. Langfristigkeit Ein echter Megatrend entwickelt sich über viele Jahre, häufig sogar über Jahrzehnte. Er ist kein kurzfristiger Ausreißer, sondern durchzieht ganze Wirtschaftszweige, Branchen und Gesellschaften. Die Entwicklung ist dabei nicht sprunghaft, sondern folgt einer langfristigen, stabilen Dynamik nach oben. 2. Globale Wirkung Megatrends sind nicht lokal begrenzt. Ihre Auswirkungen sind weltweit spürbar – unabhängig von einzelnen Ländern oder Regionen. Sie beeinflussen Märkte, Unternehmen und Menschen auf der ganzen Welt. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist das Internet. Ursprünglich war es für die NASA bzw. für die Security entwickelt worden und sollte gar nicht öffentlich zugänglich sein. Letztendlich wurde es in den 1990er Jahren auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und seitdem hat es sich rasant entwickelt. Es hat unser Kommunikationsverhalten, unseren Handel, unseren Konsum und unsere Arbeitswelt tiefgreifend verändert. Globale Auswirkungen des Internets sind beispielsweise: Es gibt kaum noch Reisebüros. Gebucht wird online. Der stationäre Handel wird durch Plattformen wie Amazon herausgefordert. 3. Systemveränderung Ein echter Megatrend verändert die Strukturen unserer Gesellschaft. Er beeinflusst Politik, Wirtschaft, Konsumverhalten und unsere alltäglichen Routinen. Das Internet hat beispielsweise nicht nur neue Technologien hervorgebracht, sondern auch traditionelle Branchen umgekrempelt. Es hat neue Arbeitsmodelle, Geschäftsmodelle und sogar neue soziale Normen etabliert. Heute stehen wir vor der nächsten großen Entwicklung: künstliche Intelligenz (KI). Wie damals beim Internet reagieren viele Menschen zunächst mit Unsicherheit oder Angst. Aber auch KI erfüllt alle Kriterien eines Megatrends: Sie ist global, sie wächst langfristig und sie wird unsere Systeme, Prozesse und das tägliche Leben fundamental verändern. 4. Vernetzung Ein weiteres zentrales Merkmal von Megatrends ist ihre Vernetzung. Sie bestehen in der Regel nicht aus einem einzelnen Phänomen, sondern setzen sich aus zahlreichen kleineren Trends zusammen, die miteinander verknüpft sind. Diese Verbindungen verstärken sich gegenseitig und treiben die langfristige Entwicklung immer weiter voran. Die zunehmende Vernetzung spüren wir heute überall. Wer sich erinnert: Früher konnte ein Handy gerade einmal telefonieren und vielleicht SMS verschicken. Dann kam WhatsApp, später das Verschicken von Fotos. Heute sind Smartphones Alleskönner – sie öffnen Hotelzimmer, steuern das Smart Home, starten das Auto, ermöglichen mobiles Banking und dienen gleichzeitig als digitale Geldbörse. Beispiele für echte Megatrends Megatrends sind beispielsweise: 1. Digitalisierung Bereits angesprochen: Die Digitalisierung umfasst alle digitalen Technologien: künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, Big Data, Automatisierung, Homeoffice-Lösungen, digitale Kommunikation. Was früher per Fax versendet wurde, geschieht heute per E-Mail, Cloud oder App – das verändert Arbeitsprozesse, Geschäftsmodelle und den Alltag fundamental. 2. Urbanisierung Immer mehr Menschen ziehen in Städte. Städte werden zu den neuen Zentren für Leben, Arbeiten, Konsum und Innovation. Gleichzeitig leeren sich die ländlichen Regionen – eine globale Landflucht, die sogenannte Megacitys mit 10, 20 oder 30 Millionen Einwohnern entstehen lässt. Ob das gut oder schlecht ist, kann man diskutieren. Klar ist: Es ist ein tiefgreifender, weltweiter Trend und damit ein klassischer Megatrend. 3. Demografischer Wandel Die Altersstruktur unserer Gesellschaft verändert sich massiv. Immer mehr ältere Menschen, eine schrumpfende junge Generation, dazu der Renteneintritt der Babyboomer: Das stellt die Arbeitswelt – unter anderem wegen des Fachkräftemangels, der uns dadurch bevorsteht – das Gesundheitssystem und die gesamte soziale Infrastruktur vor neue Herausforderungen. Der Fachkräftemangel wird sich nicht mehr aufhalten lassen. Wir können die fehlenden Kinder nicht einfach nachträglich zeugen. Und auch durch Einwanderung allein wird sich die Lücke kaum schließen lassen, jedenfalls nicht, wenn wir nicht gezielt auf qualifizierte Zuwanderung achten. Ich sehe diesen Wandel aber nicht nur als Problem, sondern auch als Chance. Denn durch diese Veränderungen werden sich auch Berufe, Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle neu ausrichten müssen. Digitalisierung und künstliche Intelligenz können hier eine entscheidende Rolle spielen. Viele Aufgaben lassen sich automatisieren, und genau das könnte uns helfen, den Fachkräftemangel zumindest teilweise aufzufangen. 4. Klimawandel und Ökologisierung Ein weiterer Megatrend ist ohne Frage das Thema Umwelt. Uns allen ist klar: So wie bisher können wir nicht weitermachen und es braucht nachhaltige Lösungen für unseren Planeten. Auch wenn ich selbst kein Klimaverschwörer bin – und sehr wohl zwischen Wetter und Klima unterscheiden kann – bin ich überzeugt: In vielen Bereichen müssen wir achtsamer und verantwortungsvoller wirtschaften. 5. Individualisierung Das bedeutet, dass wir einen klaren Trend der auf ein Individuum ausgerichteten Gesellschaft haben. Es entwickeln sich neue Wertvorstellungen und Lebensziele. Immer mehr Menschen hinterfragen die klassischen Lebensentwürfe. Wieviel will ich arbeiten? Will ich überhaupt noch klassisch angestellt sein? Was bedeutet für mich Freiheit? Was ist mein persönlicher Lebensstil? Diese Themen verschieben und verändern sich also mit der Zeit. In meiner Akademie bekomme ich diese Fragen regelmäßig gestellt. Menschen wollen selbstbestimmter leben, anders arbeiten, flexibler entscheiden. Auch das ist ein tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel und damit ein weiterer Megatrend. Warum sind Megatrends wichtig? Warum das alles wichtig ist? Ganz einfach: Megatrends helfen uns, die Zukunft besser zu verstehen. Sie liefern Rahmenbedingungen für Unternehmen, für Politik, für Gesellschaft und natürlich auch für Dich als Investor. Wer diese Entwicklungen frühzeitig erkennt, kann nicht nur Krisen besser bewältigen, sondern vor allem auch Chancen frühzeitig nutzen. Oder wie ich es gern sage: "Jede Krise ist auch wieder eine Chance." Megatrends zeigen Dir, wo die Reise hingeht, und auch wie Du strategisch investieren kannst, um davon zu profitieren. Viele dieser Trends, wie etwa der demografische Wandel oder das Thema „Future of Work", beeinflussen bereits jetzt unsere Wirtschaft und Gesellschaft in großem Ausmaß. Dazu kommen Entwicklungen wie die zunehmende Globalisierung, Konnektivität, Mobilität, oder auch die Ökointelligenz, die Sicherheit, Urbanisierung oder Wissenskultur spielen eine zentrale Rolle. Was dabei auffällt: Diese Megatrends stehen nicht für sich allein. Sie sind eng miteinander verwoben, ergänzen sich, überlappen sich und formen gemeinsam das große Ganze. Es ist wichtig, zu unterscheiden. Zwischen politischen Ereignissen – man sagt nicht umsonst, politische Börsen haben kurze Beine – und langfristigen Entwicklungen. Zwischen Investitionsprogrammen, die kurzfristig bestimmte Bereiche beflügeln, und echten Megatrends, die über viele Jahre hinweg prägend bleiben. Was das Thema Verteidigung angeht: Ich persönlich sehe das derzeit eher als Hype. Ja, der Krieg in der Ukraine hat viel verändert. Ja, es wird aufgerüstet. Und ja, Aktien wie Rheinmetall haben massiv zugelegt. Aber sobald sich die Weltlage wieder beruhigt, sobald Frieden realistischer wird, wird auch die Aufrüstung wieder abnehmen. Die Geschichte zeigt, dass solche Phasen zyklisch verlaufen. Und genau das unterscheidet einen Hype von einem nachhaltigen Trend. Trotzdem – und das ist wichtig – bewegt auch dieser Bereich gewaltige Geldströme. Und wer die Zusammenhänge an den Märkten versteht, wer erkennt, wie Politik, Wirtschaft und Emotionen zusammenspielen, der kann auch hier kluge Entscheidungen treffen. An der Börse gilt: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wer aus der Geschichte lernt, muss keine Angst haben. Denn die Geschichte wiederholt sich, und das immer wieder. Wer diese Zyklen versteht, bleibt ruhig. Und wer ruhig bleibt, trifft bessere Entscheidungen. Vielleicht ist das auch der zentrale Impuls für Dich heute: Sieh Megatrends nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Denn sie lassen sich nicht aufhalten, sie werden sich weiterentwickeln. Und wir sind alle nur ein kleiner Teil in diesem großen Spiel. Aber jeder einzelne kann entscheiden, wie er seinen Beitrag leistet und die Welt ein kleines Stück besser macht. Wenn wir das alle tun, gewinnen wir am Ende gemeinsam. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Warum Verteidigung kein Megatrend ist (00:07:54) Das zeichnet Megatrends aus (00:12:37) Beispiele für Megatrends
15/09/2025 • 20:31
Wie lief der Markt im August und wie ist die Prognose fürs letzte Quartal? Der August ist vorbei und der September hat begonnen – Zeit für einen umfassenden Blick auf den Markt. Wie ist der August gelaufen? Wie liefen Nasdaq, DAX und der Dow? Was können wir vom September erwarten, und wo steht der Markt derzeit? Neben dem amerikanischen Markt werfen wir auch einen Blick auf Deutschland. Hohe Arbeitslosenzahlen, Fachkräftemangel und Unternehmenspleiten – welche Auswirkungen hat das auf die Aktien? All das werde ich Dir in dieser Folge beantworten. Das erwartet Dich in dieser Folge: Die Big Seven verlieren an Schwung So liefen die Indizes und Rohstoffe im August Bitcoin und der UM Strategy Fund: Vorsichtige Strategien in unsicheren Zeiten Ausblick September: Warum ich eine erhöhte Cashquote empfehle Fünf konkrete Aktienideen Die Big Seven verlieren an Schwung In den vergangenen Folgen habe ich bereits thematisiert, dass die Tech-Werte meiner Einschätzung nach Luft ablassen werden. Diese Entwicklung zeichnet sich nun deutlich ab. Die Nvidia-Aktie ist von ihren Höchstständen bei 180 bis 185 Dollar auf etwa 160 Dollar zurückgekommen. Auch Microsoft verlor rund 10 % und Meta büßte zwischen 6 % und 8 % ein. Diese Entwicklung ist besonders relevant, weil die großen Indizes extrem abhängig von den sogenannten „Big Seven" sind. Diese sieben Technologieunternehmen haben mittlerweile eine Marktmacht von satten 40 %. Nvidia allein trägt fast 15 % dazu bei. Wenn bereits leichte Rückgänge bei diesen Einzeltiteln den gesamten Index spürbar nach unten ziehen können, wird die Enge und Abhängigkeit des aktuellen Marktes deutlich. Trotz dieser Korrekturen stehen die Märkte insgesamt weiterhin auf hohem Niveau und befinden sich nahe an ihren Allzeithochs. Und doch müssen wir festhalten, dass diese Schere immer größer wird. Ein besonders wichtiger Indikator sind die steigenden Anleiherenditen, die traditionell als Warnsignal für die Börse gelten. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone beobachten wir diesen besorgniserregenden Trend. In Europa sorgt die politische Unsicherheit in Frankreich für Aufsehen, wo sogar ein Regierungssturz befürchtet wird. Die Renditen französischer Staatsanleihen erreichten daraufhin das höchste Niveau seit 2009. Doch auch Deutschland sendet alarmierende Signale aus. Die Renditen der 30-jährigen Bundesanleihen sind auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren. Experten werten dies als klares Zeichen dafür, dass das Vertrauen in die deutsche Finanzpolitik spürbar leidet. So liefen die Indizes und Rohstoffe im August Der Markt steht derzeit nach wie vor sehr hoch. Gold hat Anfang September mit knapp 3.547 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Auch Bitcoin zeigte sich mit Kursen über 116.000, 117.000, 118.000 Dollar sehr stark, hat sich zwar wieder etwas korrigiert. Die Entwicklung bei den Rohstoffen und Währungen ist ebenfalls sehr aufschlussreich. Der Ölpreis zeigte sich etwas schwächer, während der Euro-Dollar-Kurs relativ stabil bei rund 1,16 verharrte. Ein Großteil der Quartalsberichte (Earnings) liegt bereits hinter uns. Hier fällt auf: Zwar haben einige Unternehmen besser abgeschnitten als erwartet, doch dies ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Erwartungen im Vorfeld deutlich nach unten korrigiert worden waren. Diese gesenkte Messlatte machte positive Überraschungen natürlich einfacher. Betrachten wir die Performance der wichtigsten Aktienindizes im August: Der Dow Jones legte von 44.130 auf 45.500 Punkte zu, ein Plus von knapp 3 %. Diese positive Entwicklung ist vor allem Unternehmen der Old Economy zu verdanken. So zeigten einige etablierte Werte wieder mehr Schwung, insbesondere im Healthcare-Bereich mit Aktien wie Medtronic und Pfizer. Auch Pepsi erholte sich spürbar aus seinem vorherigen Tief. An dieser Stelle sei der wichtige Hinweis: Dies sind keine Kaufempfehlungen, sondern lediglich Ideen zur persönlichen Überlegung. Meine Einschätzung bleibt klar: Der Tech-Bereich ist in einigen Bereichen nach wie vor überbewertet, während die Old Economy und der Healthcare-Sektor noch deutliches Aufholpotenzial bieten. Letzterer hat bereits vorgelegt: Pfizer stieg von 19 auf 25 Dollar, Johnson & Johnson von etwa 150 auf 180 Dollar. Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es in der Old Economy noch immer interessante Werte. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass es sehr klug ist, vermehrt auf sichere Häfen zu setzen, um keine größeren Verluste zu riskieren. Wie bereits erwähnt, stehen die Märkte nach wie vor sehr hoch, was aber hauptsächlich von den Big Seven getrieben wird. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während die Nasdaq mit einem Plus von nur 0,7 % (von 3.218 auf 3.415 Punkte) kaum zulegte, erzielte der Dow Jones ein Plus von 3,2 %. Das zeigt eindeutig, dass im Tech-Bereich aktuell nicht viel passiert und die Old Economy stattdessen aufgeholt hat. Auch der S&P 500 bestätigt diesen Trend mit einem Plus von 1,9 % (von 6.339 auf 6.460 Punkte). Noch aussagekräftiger ist jedoch die Performance des gleichgewichteten S&P 500, der sogar 2,6 % zulegte. Das beweist, dass die Breite des Marktes deutlich stärker performt hat als die großen Tech-Titel. Aktien wie Nvidia, Microsoft und Meta haben spürbare Verluste erlitten. Und da sieht man eben, dass da ein bisschen Geld vom Tisch genommen wird. Und auch das dürfen wir uns immer wieder überlegen, der Unterschied zwischen Wert und Preis. Und natürlich macht es Sinn, auch mal Gelder und Gewinne mitzunehmen und vielleicht in andere Unternehmen zu investieren, die vielleicht ein bisschen zurückgeblieben sind, wo dieses Fallrisiko nicht so hoch ist. Ich spreche ja gerne auch von der 200-Tageslinie. Und da gibt es eben natürlich Unternehmen, die eher auch noch unter der 200-Tageslinie sind und da ist dann eben die Fallhöhe nicht so groß. Und daher ist es sinnvoll, in diese Unternehmen zu investieren. Besonders eindrücklich zeigt sich dieser Trend beim Russell-Index mit kleineren Unternehmen, der satte 7 % zulegte – von 2.211 auf 2.366 Punkte. Diese deutliche Outperformance unterstreicht das Aufholpotenzial abseits der großen Tech-Konzerne. Diese Zahlen verdeutlichen, dass eine Umschichtung stattfindet, auch in der Old Economy. Auch der global diversifizierte MSCI World Index erzielte ein respektables Plus von 2,5 % (von 4.076 auf 4.177 Punkte). Da dieser Index breit gestreut ist und 1.000 Unternehmen umfasst, zeigt er, dass Märkte auch dann steigen können, wenn die großen Tech-Titel schwächeln. Der DAX gab dagegen leicht nach und verlor etwa 0,8 % (von 24.065 auf 23.900 Punkte). Wer meinen Podcast verfolgt, der weiß, in den letzten Monaten war der DAX sehr oft besser als die amerikanischen Pendants. So gesehen auch mal normal, dass der ein bisschen was abgibt. Und da wir ja hier in Deutschland sind, möchte ich dieses Thema nochmal aufgreifen: Wir haben immer noch eine extrem hohe Bewertung im DAX und die Unternehmenszahlen sind bei Weitem nicht so gut. Was unter anderem mit der sehr hohen Arbeitslosenzahl zusammenhängt – seit vielen Jahren das erste Mal wieder bei 3 %. Festzuhalten ist auch, dass wir eher in Richtung Rezession unterwegs sind, dass die neue Politik die Wirtschaft noch nicht wirklich ankurbelt. Dass wir viele Insolvenzen sehen auf der Seite der Unternehmen und dazu auch einen Fachkräftemangel. Und da darf man einfach festhalten, dass da vielleicht die Bewertung des DAX ein ganzes Stück zu hoch ist. Der Ölpreis verzeichnete einen deutlichen Rücksetzer von 69,26 auf 64 Dollar, ein Minus von fast 8 %. Diese Entwicklung hat mehrere Ursachen: die weltweit schwächelnde Konjunktur, die Unsicherheiten bezüglich Trump und natürlich auch den saisonalen Aspekt, denn im Sommer sinkt der Heizbedarf deutlich, was den globalen Ölverbrauch reduziert. Der Euro-Dollar-Kurs lag bei 1,14, stieg zwischendurch auf 1,17 und steht derzeit bei 1,16. Zwischendurch stand er auch mal bei 1 und ist dann wieder hochgegangen. Momentan halte ich ihn für eingepreist und denke, dass er auch im September ähnlich performen wird. Ich sehe ihn derzeit auch bei 1,15 bis 1,17. Exogene Schocks könnten natürlich zu einer Verschiebung beitragen. Gold und Silber haben ihre Stärke als sichere Anlagehäfen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gold legte von 3.289 auf 3.447 Dollar zu, ein Plus von 4,8 %. Noch beeindruckender performte die Silber-Aktie mit einem Anstieg von 36,71 auf fast 40 Dollar – ein Plus von 8,2 %. Wer diesem Tipp gefolgt ist, der kann sich auch freuen. Der hat gutes Geld verdient. Silber hat immer den Vorteil, dass es auch in der Industrie verarbeitet wird. Gold hingegen ist der vermeintlich sichere Hafen und dementsprechend auch immer eine gute Wahl. Bitcoin und der UM Strategy Fund: Vorsichtige Strategien in unsicheren Zeiten Bitcoin korrigierte um 6,5 % von 116.000 auf 109.000 Dollar. Trotz dieser kurzfristigen Schwäche bleibt meine Überzeugung bestehen: Bitcoin gehört als kleine Beimischung in jedes moderne Depot, auch wenn es sich dabei nach wie vor um eine spekulative Position handelt. Bitcoin sollte mit lediglich 1 bis 4 % im Depot gewichtet sein. Für mich bleibt es eine gewisse Spekulation, noch kein Investment im klassischen Sinne. Dennoch macht es Sinn, eine kleine Position davon zu halten. Der UM Strategy Fund ist im vergangenen Monat von 97 auf knapp 99 Einheiten gestiegen, was einem Plus von etwa 1 % entspricht. Dazu sei gesagt, dass wir dort sehr vorsichtig agieren. Wir sehen die hohen Marktbewertungen und wollen vor allem kein Geld verlieren. Natürlich arbeiten wir an einer guten Rendite. Ein Prozent pro Monat mag unspektakulär klingen, aber hochgerechnet auf ein Jahr ergäbe dies mit Zinseszinseffekt 13 bis 14 % – eine absolut respektable Performance in unsicheren Zeiten. Ausblick September: Warum ich eine erhöhte Cashquote empfehle Rückblickend auf den August zeigt sich ein Bild leicht steigender Märkte bei zunächst geringer Volatilität, die jedoch zum Monatsende zunahm. Nach dem Labor Day ging es Anfang September deutlich nach unten. Während amerikanische Indizes und kleinere Unternehmen im Russell Index zulegten, schwächelte der DAX und trat weitgehend auf der Stelle. Die Frage ist: Wie geht es im September und im letzten Quartal weiter? Meine aktuelle Einschätzung ist zwiespältig. Ich neige dazu, dass die Märkte in den kommenden Wochen eher nachgeben werden. Wir sehen bei den Big Seven, dass dort ein bisschen Geld vom Tisch genommen wird. Die sind trotzdem immer noch sehr hoch bewertet. Daher denke ich, dass es sinnvoll ist, die sicheren Häfen anzusteuern. Die Gründe dafür sind vielfältig: Der Tech-Sektor ist überdehnt, die Anleiherenditen steigen und Gold erreicht Allzeithochs – alles Anzeichen dafür, dass Sicherheit gesucht wird. Hinzu kommen weltweit enttäuschende Wirtschaftsdaten und politische Unsicherheiten. Diese Mischung kann zu einer höheren Volatilität und größeren Verlusten führen. Daher empfehle ich, sich abzusichern und die Cashquote deutlich zu erhöhen. In unsicheren Zeiten ist verfügbares Kapital der beste Trumpf, um bei attraktiven Kursen zuschlagen zu können. In meinen Depots halte ich mittlerweile eine Cashquote von etwa 30 %. Wenn ich investiere, dann bevorzuge ich eindeutig sichere Häfen. Aktuell investiere ich kein neues Geld mehr in große Depots. Alles, was durch Dividenden und Optionen hereinkommt, parke ich entweder in Cash oder investiere es in sehr sichere Titel aus dem Healthcare-Bereich und der Old Economy. Ich glaube, dass es im September, Oktober nochmal ein bisschen ruckelig werden wird. Zum Ende des Jahres ist es oft so, dass sich die Märkte dann wieder ein bisschen beruhigen. Gerade der Dezember ist meistens ein sehr guter Monat, wo alle den Weg nochmal ein bisschen mit nach oben gehen wollen. Und danach beruhigt sich das alles auch wieder ein Stück weit. Und für Anfang Januar gibt es diese schöne Regel: Was in den ersten paar Tagen passiert, wird den weiteren Verlauf des Marktes beeinflussen. Statistisch übrigens sehr interessant: In den ungeraden Jahren, wie 2025 jetzt, da läuft der Markt meistens auch noch besser, als in den geraden Jahren. Das ist aber nur rein eine statistische Seite. Fünf konkrete Aktienideen Ich möchte Dir noch fünf Aktienideen mitgeben (alle diese Werte sind wie immer keine Kaufempfehlung): Colgate Palmolive ist ein interessantes Beispiel. Die Aktie ist von über 100 Dollar auf etwa 84 Dollar zurückgekommen – ein Rückgang von rund 16 %. Das Unternehmen zahlt eine attraktive Dividende, und das Abwärtspotenzial erscheint nach diesem bereits erfolgten Rücksetzer begrenzt. Gleichzeitig besteht meiner Einschätzung nach beträchtliches Aufwärtspotenzial. Danaher ist eine weitere interessante Option. Die Aktie ist von 280 Dollar auf aktuell 203 bis 204 Dollar korrigiert. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von fast 80 Dollar oder etwa 40 % vom aktuellen Kursniveau. General Mills ist für mich ein Must-have, denn gegessen und getrunken wird immer. Die Aktie folgt dem Muster „links unten nach rechts oben" (LuRo-Aktie) und hat langfristig eine extrem stabile Performance gezeigt. Von ihrem Hoch bei 85 Dollar ist sie jetzt auf rund 49 bis 50 Dollar korrigiert. Zwar gab es einige kleinere Probleme, und die Old Economy war zuletzt nicht im Fokus der Anleger, was zu Kapitalabflüssen führte. Doch hier zeigt sich der Unterschied zwischen Preis und Wert: Während der Preis gefallen ist, bleibt der fundamentale Wert des Unternehmens intakt. General Mills hat nach wie vor gute Unternehmenszahlen. Mit der wachsenden Weltbevölkerung – ich gehe von zusätzlichen 3 Milliarden Menschen aus – wird der Bedarf nach Nahrungsmitteln weiter steigen. Damit wird auch General Mills wieder den Weg nach oben finden. Nike ist ein weiteres spannendes Beispiel. Die Aktie fiel von 180 Dollar auf 60 Dollar und hat sich bereits auf 75 Dollar erholt. Wer hier eingestiegen ist, konnte bereits 25 % mitnehmen. Mit dem weltweit wachsenden Gesundheitsbewusstsein und dem Trend zu mehr Sportaktivität sehe ich weiteres Potenzial nach oben. Dies sind keine Kaufempfehlungen, sondern lediglich Ideen zur persönlichen Überlegung. Ich selbst halte diese Aktien in meinen Depots, was ich transparent kommuniziere. Die endgültige Investmententscheidung triffst jedoch Du alleine basierend auf Deiner individuellen Risikobereitschaft und Anlagestrategie. Pepsi rundet die Auswahl ab. Die Aktie (Kürzel: PEP) fiel von 180 Dollar auf 125 Dollar – ein beachtlicher Rücksetzer von etwa 30 %. Auch hier zeigt sich eine interessante Diskrepanz zwischen aktueller Bewertung und fundamentalem Wert. Pepsi hat mit einem Rückgang von etwa 30 % extrem viel verloren – besonders bemerkenswert für einen solchen Blue Chip. Das Unternehmen bietet jedoch eine attraktive Dividende von rund 3 %, die seit gefühlten 60 Jahren kontinuierlich erhöht wurde. Ähnlich wie bei Coca-Cola, allerdings mit dem Unterschied, dass Pepsi zwischendurch deutlich mehr verloren hat. Die jüngste Erholung von 125 auf 150 Dollar bedeutet bereits einen Anstieg von satten 20 %. Wer hier investiert war, kann sich freuen. Zusammen mit Johnson & Johnson, das ebenfalls stark performt hat, zeigt sich: Die Strategie, in qualitativ hochwertige Unternehmen mit soliden Fundamentaldaten zu investieren, zahlt sich aus. Pepsi rundet als fünfte Idee die Auswahl ab und hat das Potenzial eines sicheren Hafens. Ich sehe durchaus die Möglichkeit, dass die Aktie wieder ihr Allzeithoch erreichen kann, da die fundamentalen Daten nach wie vor gut sind. Zusammenfassend blicken wir auf einen interessanten August zurück und auf einen spannenden September. Meine Einschätzung für die kommenden Wochen bleibt vorsichtig: September und Oktober könnten noch etwas unruhig werden. Ab November, Richtung Dezember, könnte sich der Markt dann wieder erholen und eine positive Tendenz zeigen. Die aktuelle Strategie lautet: Auf die richtigen Aktien setzen, sichere Häfen bevorzugen und bei Tech-Werten teilweise Gewinne mitnehmen. Sollten dort wieder Rücksetzer kommen, ergeben sich möglicherweise neue Einstiegsgelegenheiten. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Schnellübersicht August (00:03:28) Gesamtmärkte (00:12:43) Ausblick und Aktientipps
08/09/2025 • 20:40
Wie könnte das perfekte Depot aussehen? In dieser Episode schauen wir uns an, wie ein perfektes Depot aussehen kann – und zwar mit ganz konkreten Ansätzen, echten Praxisbeispielen und natürlich auch mit einigen meiner persönlichen Depotwerte. Ich gebe Dir Tipps zur Strategie, zur Diversifikation, zur Cash-Quote, zur Absicherung und auch 11 spannende Aktienideen, die aus meiner Sicht zu einem gut strukturierten Depot dazugehören können. Ich gebe Dir mit, welche Werte ich selbst halte, welche Überlegungen ich dabei anstelle, und wie ich mein Depot strategisch aufbaue. Wenn Du Dich also fragst, wie Du Dein eigenes Depot besser strukturieren kannst – egal ob Du gerade anfängst oder schon länger dabei bist – dann ist das hier genau die richtige Folge für Dich. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum Emotionen und Disziplin wichtiger sind als jede Aktie Gibt es eine ideale Anzahl an Depot-Werten? Ohne Strategie kein Erfolg 11 Aktien, die für viele Depots interessant sein können Warum Emotionen und Disziplin wichtiger sind als jede Aktie Wie könnte das perfekte Depot aussehen? Diese Frage stelle ich mir heute gemeinsam mit Dir. Und bevor wir tiefer einsteigen, möchte ich Dir den Risikohinweis mitgeben: "Natürlich ist dieser Podcast keine Kaufempfehlung." Die hier genannten Aktien darfst Du selbst recherchieren und selbst entscheiden, ob sie für Dich infrage kommen. Ich kann Dir nur sagen: "Alle diese Aktien sind auch in meinem eigenen Depot enthalten." Es sind, wie ich sie nenne, LURO-Aktien – also solche, deren Kursverlauf von links unten nach rechts oben geht. Aktien, die über Jahre, teilweise über Jahrzehnte oder sogar über ein Jahrhundert hinweg konstant gestiegen sind. Aber natürlich musst Du für Dich selbst entscheiden, was Du kaufst, wann Du einsteigst und warum. Ich glaube, einer der wichtigsten Punkte überhaupt ist: Du musst anfangen! Starte endlich mit dem Investieren, mach den ersten Schritt. Ja, vielleicht wirst Du den einen oder anderen Fehler machen. Vielleicht verlierst Du sogar etwas Geld. Aber langfristig gibt es aus meiner Sicht kein besseres Investment als Aktien. Und genau deshalb ist der wichtigste Punkt: anfangen. Wie heißt es so schön? Wenn man eine Erfahrung machen will, dann muss man sich eben einfach mal ausprobieren. Ja, manchmal tut das weh. Ja, manchmal verliert man Geld. Aber genau daraus entsteht Wachstum. Genau daraus entsteht Wissen. Und dadurch wirst Du besser – Stück für Stück. Wenn wir uns also fragen, wie ein perfektes Depot aussehen kann, dann möchte ich Dir heute ein paar Impulse mitgeben: Ideen, Überlegungen, Erfahrungswerte und auch Fragen, die ich immer wieder in meiner Akademie, von Teilnehmern und von Podcast-Hörern gestellt bekomme. Ich will Dir ein bisschen Orientierung geben. Ein Gefühl dafür, wie ich denke, wie ich ein Depot strukturieren würde und wie Du selbst loslegen kannst. Natürlich können wir in einem 20-Minuten-Podcast kein vollständiges Konzept aufbauen. Und klar ist auch: Jeder Mensch ist anders. Dein Alter spielt eine Rolle. Dein Vermögen spielt eine sehr große Rolle. Ob Du gerade noch sparst oder schon Vermögen verwaltest, ob Du aufbaust oder im Ruhestand bist und Geld entnimmst – das alles macht einen Unterschied. Und dann kommt da noch der wichtigste Faktor: Du selbst. Die Person, die das Ganze umsetzt. Denn neben der Strategie sind es vor allem die Emotionen, die an der Börse entscheiden. Ich sage oft: "Mein System ist leicht, aber nicht immer einfach umzusetzen." Und das spüren viele, die es anwenden. Denn obwohl es sehr klar ist – ein Einstiegssignal, ein Ausstiegssignal, alles über Indikatoren abbildbar – bleibt die größte Herausforderung: der Mensch vor dem Bildschirm. Du bist derjenige, der am Ende die Tasten drückt. Wenn ich heute darüber spreche, was die zwei häufigsten Fehler an der Börse sind, dann sind das für mich: Keine klare Strategie. Die eigenen Emotionen nicht im Griff zu haben. Emotionen begleiten uns überall – in der Liebe, im Streit, in der Versöhnung – und eben auch an der Börse. Sie sind der entscheidende Hebel, ob Du rational handeln kannst oder impulsiv agierst. Ich kann Dir aus über 30 Jahren Börsenerfahrung sagen: "Einer der größten Erfolgsfaktoren ist emotionale Kontrolle." Und wenn ich heute einen Vorteil habe gegenüber vielen anderen Anlegern, dann ist es nicht irgendein „Geheimtipp", sondern meine Disziplin. Meine Erfahrung. Und die Fähigkeit, auch in unruhigen Phasen ruhig und rational zu handeln. Ich werde sehr selten emotional. Natürlich passiert das im echten Leben auch mal, aber an der Börse? Da bin ich extrem diszipliniert. Und das ist eine Fähigkeit, die Du Dir auch aneignen kannst, wenn Du bereit bist, daran zu arbeiten. Gibt es eine ideale Anzahl an Depot-Werten? Eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme, ist: "Wie viele Aktien gehören denn überhaupt in ein Depot?" Und meine Antwort darauf hängt ganz stark von der Größe Deines Depots ab. Wenn Du ein kleineres Depot hast, dann halte ich 8 bis 10 Werte für absolut sinnvoll. Wenn Dein Depot größer wird – ein paar hunderttausend oder auch ein paar Millionen – dann kann man sich auch auf 15 bis 20 Titel ausweiten. Wichtig ist: Du brauchst eine vernünftige Anzahl an Werten und entscheidend ist die Diversifizierung. Ein Begriff, den wahrscheinlich jeder Anleger schon mal gehört hat – aber trotzdem wird er viel zu selten wirklich verstanden und angewendet. Denn die Börse läuft in Zyklen. Mal ist Technologie heiß, dann die Old Economy, mal geht's ums Internet, dann wieder um das Thema KI. Und genau da fängt das Problem an. Menschen lassen sich zu schnell treiben von der Masse. Der berühmte FOMO-Effekt – Fear of Missing Out – sorgt dafür, dass Anleger plötzlich panisch aufspringen, weil sie Angst haben, den nächsten großen Trend zu verpassen. Aber genau das ist der Moment, wo Emotionen anfangen, Deine Entscheidungen zu lenken. Und emotionale Entscheidungen führen oft zu Fehlern. Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch nur das bekommen, was alle bekommen – und das ist meistens der Durchschnitt. Aber wenn Du ein großes Vermögen aufbauen willst, dann musst Du etwas anders machen. Dann darfst Du die kleinen Sätze in meinen Podcasts sehr genau hören – die, die ich manchmal fast beiläufig sage, die aber genau den Unterschied machen können. Lass uns beim Thema Diversifizierung bleiben, denn das ist der zentrale Schutzschild gegen Panik, gegen Trends und gegen Übergewichtungen. Ja, KI ist in den letzten ein, zwei Jahren durch die Decke gegangen. In dem Spiel dabei gewesen zu sein, war goldrichtig. Aber selbst dann stellt sich die Frage: "In welcher Größenordnung bist Du mit dabei?" Mein klarer Tipp für Dich: "Wenn Du an Technologie denkst, dann ist es empfehlenswert, maximal 30 bis 40 Prozent Deines Depots in diesem Bereich zu haben." Technologiewerte sind zwar zukunftsweisend, aber sie schwanken auch extrem. Sie zahlen oft keine oder nur geringe Dividenden, und sie können im Crash schnell mal 40 bis 60 Prozent verlieren. Ein gutes Depot braucht mehr Breite, Tiefe und Vielfalt. Denk mal über folgende Branchen nach: Banken Rohstoffe Öl Medizin Versicherungen Technologie Konsumgüter Dein Depot sollte also aus Aktien verschiedener Branchen bestehen. Und selbst innerhalb der Technologie solltest Du nicht alles auf ein Thema setzen. Es gibt KI, Prozessoren, Cybersecurity, Software, Hardware – es ist ein weites Feld. Auch hier gilt: Nicht alles aus einer Richtung kaufen. Breite Dich aus. Und denk in Old Economy und New Economy. Technologie ist wichtig, aber eben nicht alles. Zusammenfassend ist zu sagen: Es sollten 30 bis 40 % Deines Depots aus Technologie-Werten bestehen und der Rest sollte breit gestreut werden. Ohne Strategie kein Erfolg Ein weiterer oft unterschätzter Punkt: Deine Cash-Quote. Denn Cash ist King. Viele Menschen investieren ihr gesamtes Geld – aus Angst, etwas zu verpassen. Und dann? Kommt der Rücksetzer. Der Markt korrigiert. Sie wollen nachkaufen, aber sie können nicht, weil sie bereits voll investiert sind. Halte immer einen gewissen Anteil Cash. Nicht aus Langeweile, sondern strategisch. Cash gibt Dir die Möglichkeit, Rücksetzer zu nutzen, wenn andere in Panik verkaufen. Wenn Du 20, 25 oder 30 Prozent Deines Depots in Cash hast, dann bist Du handlungsfähig, wenn es darauf ankommt. Und noch etwas: Wenn Du wirklich Vermögen und Wohlstand aufbauen willst, dann brauchst Du zusätzliches Einkommen: Cashflow, Spar-Rate. Alles, was Du regelmäßig ins Depot fließen lassen kannst. Denn so wächst Dein Vermögen nicht nur durch Kurssteigerungen, sondern auch durch frisches Kapital. Ich kann Dir sagen: "Die größten Gewinne habe ich immer in der Krise gemacht." Nicht weil ich schlauer war, sondern vorbereitet. Weil ich ruhig geblieben bin. Weil ich Cash hatte, um zu investieren. Und genau in den Momenten, wo andere panisch verkauft haben, konnte ich einkaufen. Und dieses „Krisen-Cash" hat meinem Depot immer wieder einen massiven Schub nach oben gegeben. Ein weiterer Punkt, den Du unbedingt mit einplanen solltest, ist das Thema Absicherung. Und hier kommt ein ganz klarer Unterschied zwischen Anfängern und Profis zum Vorschein: Anfänger konzentrieren sich oft ausschließlich darauf, möglichst viel Geld zu verdienen. Profis konzentrieren sich darauf, kein Geld zu verlieren. Absicherung ist kein Nice-to-have. Es ist ein essentieller Teil jeder Strategie – egal, ob Du langfristig investierst oder kurzfristig tradest. Die Frage ist nicht nur „Will ich mich absichern?", sondern: „Wie, wann und womit? Greift die Absicherung immer? Nur teilweise? Wann funktioniert sie?" Und: "Habe ich klare Regeln, die ich einhalte?" All das sind Fragen, die Du Dir ehrlich beantworten solltest. Ich habe dazu auch schon eigene Podcast-Folgen gemacht – und ich kann Dir nur raten: "Unterschätze das Thema nicht. Absicherung ist Schutz." Noch ein letzter Aspekt, bevor wir gleich auf konkrete Aktien zu sprechen kommen: "Wie bist Du eigentlich unterwegs, eher als Investor oder als Trader?" In meinem Podcast sprechen wir vor allem über das Investieren, über Unternehmen, die langfristig stabil wachsen, die Dividenden zahlen, die Cashflows generieren. Genau deshalb bezeichne ich mich auch als Value Investor mit Trading-Ansatz – ich kombiniere beides. Wenn Du langfristig Vermögen aufbauen willst, brauchst Du ein klares Bild davon, wie viel Zeit Du investieren willst, welche Rendite Du anstrebst und welcher Anlagestil zu Dir passt. Auch das ist ein wichtiger Teil Deiner Strategie. 11 Aktien, die für viele Depots interessant sein können Kommen wir jetzt zur Praxis: Wie könnte ein perfektes Depot aussehen? „Perfekt" in Anführungszeichen, denn es gibt natürlich nicht das eine perfekte Depot. Was ich Dir gleich zeige, ist ein Beispiel. Eine Auswahl von Aktien, die ich persönlich spannend finde – und die übrigens alle in meinen eigenen Depots liegen. Aber: Die Märkte stehen momentan hoch. Ja, sie sind leicht zurückgekommen, aber im großen Bild sind wir immer noch auf sehr hohem Niveau. Niemand von uns hat eine Glaskugel, also musst Du individuell überlegen: Steige ich jetzt voll ein? Kaufe ich vielleicht erstmal die Hälfte? Warte ich bei einigen Werten auf günstigere Kurse? Diese Entscheidungen kannst Du nur für Dich selbst treffen. In unserer Finance Mastery oder auf den Folgeveranstaltungen gehen wir da natürlich viel tiefer rein – hier im Podcast gebe ich Dir aber einen guten Überblick und ein paar klare Gedanken mit auf den Weg. Bei der Auswahl von den 11 Aktien, die ich Dir gleich nenne, habe ich darauf geachtet, dass … die Branchen breit gestreut sind. Stichwort: Diversifizierung. der Technologieanteil zwischen 30 und 40 Prozent liegt. die Mischung aus Substanz, Wachstum und Cashflow stimmt. Los geht's mit dem Klassiker unter den Klassikern: Microsoft. Wenn wir über stabile, langfristig erfolgreiche Aktien sprechen, dann führt an Microsoft kein Weg vorbei. Rund 80 % aller Rechner weltweit laufen mit Microsoft-Software, in Unternehmen dürfte die Quote sogar noch näher an den 100 % liegen. Und auch in Zukunftsthemen wie KI und Cloud ist Microsoft ganz vorne mit dabei. Ich selbst habe meine ersten Microsoft-Aktien irgendwann Mitte der 90er gekauft – damals zu einem Preis, über den man heute nur noch lächeln kann. Heute steht die Aktie bei über 500 Dollar. Und auch wenn sie mal 20 oder 30 % zurückkommt: Bisher hat Microsoft jedes Tief überwunden und danach ein neues Hoch erreicht. Für mich ein klarer Basiswert in jedem Depot. Als Nächstes: Apple. Apple ist für mich eine Alltagsaktie. Ich arbeite gerade an meinem MacBook Pro, viele von uns haben ein Apple-iPhone in der Hand, hören Musik über Apple Music, speichern Daten in der iCloud oder streamen über Apple TV. Apple war zwischendurch das wertvollste Unternehmen der Welt – aktuell wechseln sich die Tech-Giganten auf den vorderen Plätzen ab. Aber eines ist sicher: Apple ist gekommen, um zu bleiben. Und ich glaube nicht, dass der Markt gesättigt ist – ganz im Gegenteil. Apple wird weiter wachsen. Für mich ebenfalls ein absolutes Basisinvestment. Nummer drei auf der Liste: Amazon. Wenn wir online shoppen, dann tun wir das heute ganz selbstverständlich bei Amazon. Ich selbst bestelle dort regelmäßig, nutze Amazon Music, und wenn wir uns das ganze Ökosystem anschauen – mit Prime, Cloud, Ads und dem Marktplatz – dann ist Amazon ein echter Geld-Gigant. Mehr als 3 Milliarden Menschen weltweit werden über Amazon erreicht. Über 400 Millionen Produkte sind im System, der Reseller-Markt boomt, der Werbebereich wächst rasant. Und genau deshalb gehört Amazon für mich in jedes starke Depot. Auch das ist eine der berühmten Big Seven, eine mit echter Substanz. Vierter Wert: Google. Wir googeln täglich. Es ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres Alltags. Doch Google ist viel mehr als eine Suchmaschine: Cloud-Dienste, Serverlösungen, KI-Forschung, Werbung, YouTube, Android – das Unternehmen ist auf unglaublich vielen Ebenen aktiv. Google wird von Milliarden Menschen weltweit genutzt – und das täglich. Für mich ein Paradebeispiel für ein Unternehmen, das sich immer wieder neu erfindet und trotzdem eine klare Linie nach oben zeigt. Selbst wenn es mal eine Korrektur gibt: Langfristig ist Google ein absoluter Topwert. Und während wir googeln, trinken wir vielleicht eine Coca-Cola. Auch dieser Klassiker darf in keinem soliden Depot fehlen. Nicht nur, weil Warren Buffett ein großer Fan ist. Coca-Cola ist seit Jahrzehnten erfolgreich. 1,9 Milliarden Flaschen werden jeden Tag weltweit konsumiert, und dazu gehört längst nicht mehr nur die klassische Cola. Coca-Cola ist einer der größten Wasserversorger weltweit und hat sich extrem breit aufgestellt. Wichtig dabei: Auch Buffett sitzt derzeit auf über 350 Milliarden US-Dollar in Cash. Das zeigt, wie hoch die Märkte aktuell stehen. Deshalb auch hier mein Hinweis: Einige dieser Werte sind momentan sehr teuer, also überlege Dir gut, ob Du sofort voll einsteigst oder erstmal vorsichtig anfängst. Nach den Tech-Giganten und der Coca-Cola kommen wir jetzt zu einem Bereich, der im Depot auf keinen Fall fehlen darf: Medizin und Gesundheit. Ich habe Dir hier zwei spannende Werte mitgebracht: Erstens: Medtronic. Weltweit führend im Bereich Herzschrittmacher. Und wenn wir mal ehrlich sind: Wir werden immer älter, wir werden immer mehr Menschen, und genau deshalb werden wir auch mehr medizinische Versorgung brauchen. Der gesamte Healthcare-Bereich ist in den letzten Jahren deutlich zurückgekommen, aber genau das macht ihn jetzt wieder spannend. Für mich ist Medtronic eine Aktie mit starkem Aufholpotenzial, weil der Bedarf steigen wird, weil die KI auch hier Einzug hält und weil das Thema Langlebigkeit und Lebensqualität immer größer wird. Zweitens: Novo Nordisk (NVO). Weltmarktführer im Bereich Insulin und Diabetes. Dazu kommt mittlerweile das Thema Fettweg-Spritze, das in aller Munde ist. Die Aktie war zwischenzeitlich stark zurückgekommen, hat sich fast gedrittelt, ist aber langfristig – aus meiner Sicht – ein echtes Power-Investment. Warum? Weil wir in den nächsten drei Jahren mit 150 Millionen zusätzlichen Diabetikern weltweit rechnen. Und die werden Insulin brauchen. Weiter geht's mit einem Klassiker im Konsumbereich: Procter & Gamble. Ein Unternehmen, das wirklich jeder kennt. Eine gute Dividendenrendite von rund 3 %, eine Aktie, die seit Jahrzehnten nur eine Richtung kennt, die seit über 60 Jahren die Dividende ausschüttet und sie auch noch jedes Jahr steigert. Ob es nun Pampers sind, Waschutensilien oder andere Alltagsprodukte – Procter & Gamble ist überall dabei. Apropos Alltag – Kaffee darf nicht fehlen. Und damit: Starbucks. Kaffee ist längst Grundgetränk, für viele fast wie Wasser. Starbucks ist global aufgestellt, hat ein starkes Markenimage, und obwohl die Aktie zuletzt etwas zurückgekommen ist, bin ich davon überzeugt: Langfristig wird hier weiter Geld verdient. Und dann ist da noch der Bereich Energie und Rohstoffe – vertreten durch Exxon. Exxon gibt es seit Jahrzehnten. Mitte der 90er war es sogar das größte Unternehmen der Welt – mit 350 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Heute liegt es immer noch in diesem Bereich. Die Dividende ist stark, das Geschäft stabil. Und: Energie brauchen wir weiterhin. Egal ob fürs Fliegen, Fahren oder Heizen. Dieser Sektor bleibt relevant. Zum Schluss noch ein Bonus-Wert: Nike. Sport gehört zum Leben. Bewegung auch. Und Nike ist der absolute Platzhirsch, wenn es um Sportschuhe, Sportmode und Lifestyle geht. Die Aktie hat sich mehr als halbiert, aber genau das macht sie jetzt wieder interessant. Eine starke Marke, weltweiter Absatz, und eine riesige Zielgruppe. Auch das gehört für mich in ein gutes, ausgewogenes Depot. Du siehst, wie Du Dir mit wenigen, aber gezielten Werten ein solides und breit aufgestelltes Depot aufbauen kannst. Vom Computer über das iPhone, von der Online-Bestellung bis zur Werbung, von der Cola über die Herz-OP bis zum Kaffee – und dann rein in die Turnschuhe. Ich hoffe, auch diese Folge hat Dir wieder Inspiration gegeben, ein paar konkrete Ideen geliefert und Dich motiviert, wirklich loszulegen. Wenn Du tiefer einsteigen willst, dann komm gerne zu unserer Finance Mastery. Die nächste findet Anfang Oktober statt. Acht Stunden tiefes Know-how, praxisnah, mit ganz viel Mehrwert für Dich und Deine Finanzen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! 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01/09/2025 • 21:04
Mehr als nur Rendite: Warum Investieren eine Frage der Haltung ist In dieser Folge geht es um zwei zentrale Fragen, die immer wieder gestellt werden – ob auf Seminaren, Events oder im privaten Gespräch:" Sind Aktien ethisch und moralisch noch vertretbar?" Und: "Verdirbt Geld den Charakter?" Ich nehme Dich mit auf eine Reise durch die großen Anlageklassen, beleuchte Vorurteile, Missverständnisse und bringe neue Perspektiven ins Spiel. Dabei geht es nicht nur um Wirtschaft, sondern auch um Verantwortung, Werte und den Umgang mit Geld als Energie. Wie kannst Du Geld sinnvoll nutzen? Und welche Haltung hilft Dir, langfristig mit gutem Gefühl zu investieren? Das erwartet Dich in dieser Folge: Die grundsätzliche ethische Frage: Sind Aktien moralisch vertretbar? Mehr als Spekulation – ein Anteil am Fortschritt Ein Blick auf andere Asset-Klassen: Immobilien, Gold und Kryptos im moralischen Check Die persönliche Ebene: Verdirbt Geld den Charakter oder zeigt es ihn nur? Fazit: Geld als Verantwortung und Chance, Gutes zu tun Die grundsätzliche ethische Frage: Sind Aktien moralisch vertretbar? Es ist ein Thema, das mich seit Jahren begleitet – und das bei Seminaren, Coachings oder in Gesprächen immer wieder aufkommt: "Sind Aktien eigentlich noch moralisch vertretbar? Und verdirbt Geld wirklich den Charakter?" Ich glaube, diese beiden Punkte sind extrem spannend und wichtig. Denn sie betreffen nicht nur Dein Wissen über die Börse, sondern auch Deine Haltung zum Thema Geld. Es geht um Ethik, Moral, Verantwortung und um die Frage, wie Du für Dich einen guten Weg findest, mit Geld und Investments umzugehen. In diesen Diskussionen tauchen oft auch die Immobilien auf. Da kommt dann gern mal die Aussage: „Ist es eigentlich richtig, dass Miethaie mit Wohnraum Geld verdienen?" Oder noch härter formuliert: „Wie kann man mit dem Grundrecht auf Wohnen spekulieren?" Und wenn jemand dann noch mehrere Wohnungen besitzt oder vermietet, ist schnell von Abzocke die Rede. Ganz ähnlich beim Thema Aktien: "Darf man mit Aktien überhaupt noch Geld verdienen? Ist es ethisch und moralisch vertretbar, sich an großen Unternehmen zu beteiligen? Wie steht es mit Nachhaltigkeit, mit Umwelt, mit sozialen Aspekten? Und wie ist das eigentlich mit Kryptowährungen – sind die noch vertretbar oder sind sie reine Spekulation?" Und dann nehme ich Dich auch noch ein Stück mit auf die persönliche Ebene. Denn da stellt sich die Frage: "Verdirbt Geld eigentlich den Charakter?" Wie kannst Du mit Geld umgehen, ohne dass es Dich verändert – oder wenn, dann hoffentlich nur im positiven Sinn? Wie kannst Du Deinen eigenen Weg finden, so dass Du mit Deinem Vermögen nicht nur für Dich etwas aufbaust, sondern auch etwas weitergibst? Sodass Du dabei ein gutes Gefühl hast, und die Menschen um Dich herum auch. Wir werden uns die Frage stellen, ob Aktien immer noch moralisch vertretbar sind, denn ich glaube, das ist eine Frage, die wir uns stellen dürfen. Gerade wenn wir uns den Aktienmarkt angucken, denn Märkte verändern sich – beispielsweise wegen der fortschreitenden Technologie im Bereich Roboter, automatisches Trading, über Bots oder natürlich auch das ganze Thema der KI. Und immer wieder bekomme ich die Fragen gestellt: „Wie ist das denn jetzt mit den Aktien? Wie kriegt man das eigentlich hin? Macht das überhaupt noch Sinn? Ja oder nein?" Vielleicht darf man erst mal einen Schritt zurückgehen. Wir können festhalten, dass der Besitz von Aktien erstmal nichts anderes bedeutet, als dass wir uns an einem Unternehmen beteiligen. Als die ersten Aktien auf den Markt gekommen sind, war der Gedanke, der dahintersteckte, dass man dadurch Menschen am Unternehmen beteiligen kann. Das heißt, jemand, der eine Aktie besitzt, ist ein Investor – kein Zocker. Natürlich spielen da auch eine Strategie, die Emotionen und Regeln eine Rolle. Heute geht es aber nicht um diesen Themenbereich, sondern darum, ob man das ethisch-moralisch überhaupt noch vertreten kann. Mehr als Spekulation – ein Anteil am Fortschritt Schauen wir uns die Welt an, können wir sagen, dass sich Unternehmen, Ideen und auch Start-ups immer weiterentwickeln. Was Unternehmen tun, ist in den meisten Fällen etwas, das Arbeitsplätze schafft, Zukunft sichert und Innovationen ermöglicht – also Dinge voranbringt, die unsere Welt weiterentwickeln. Natürlich ist mir auch klar, dass nicht jedes Unternehmen perfekt ist. Und genau an diesem Punkt kommen wir zur ethisch-moralischen Seite. Du kannst Dich zum Beispiel fragen: "Möchte ich in ein Ölunternehmen investieren – ja oder nein?" Das ist eine Entscheidung, die Du für Dich ganz frei treffen darfst. Wenn Du für Dich sagst, Öl ist schädlich für die Umwelt, das passt nicht zu meinen Werten, dann musst Du natürlich auch nicht in Rohstoffe investieren. Ganz einfach. Andersherum könntest Du genauso gut sagen: "Ich investiere lieber in gesunde Lebensmittel oder in vegane Ernährung, weil ich den Gedanken wichtig finde, dass Tiere geschützt werden und wir unsere Welt bewusster gestalten." Auch damit kannst Du natürlich Geld verdienen – und dabei sogar ein gutes Gefühl haben. Worauf ich hinaus will: Die Medaille hat immer zwei Seiten. Du kannst auf Seite A stehen oder auf Seite B. Wichtig ist, dass Du Dir über Deine Position Gedanken machst. Und genau dazu möchte ich Dich in diesem Podcast einladen: "Wie stehst Du dazu? Welche Haltung hast Du – ethisch, moralisch, aber auch ganz praktisch als Investor oder Investorin?" Das gilt übrigens nicht nur für Investments, sondern auch auf der persönlichen Ebene: "Ist etwas für Dich? Oder fühlt es sich für Dich nicht richtig an?" Vielleicht sind bestimmte Erfahrungen auch einfach dafür da, dass du etwas daraus lernst. Und auch das ist ein ganz wichtiger Aspekt, den man immer wieder neu hinterfragen darf. Lass uns also die Frage nochmal konkret anschauen: "Sind Aktien moralisch vertretbar?" Ich kann Dir meine ganz persönliche Meinung dazu sagen, und die ist ganz klar: "Ja, auf jeden Fall." Warum? Weil Du durch Aktien Unternehmen unterstützt, dabei hilfst, Produktivkapital in Bewegung zu bringen, Arbeitsplätze zu sichern, neue Jobs zu schaffen, Innovationen zu finanzieren und die Welt insgesamt weiterzuentwickeln. All das sind für mich ganz klare Gründe, warum Investieren in Aktien Sinn macht. Einmal wegen der Rendite, auch wegen der Sicherheit und wegen des Aspekts, dass Du der Welt etwas Gutes damit tust. Direkt damit verbunden ist ja die nächste große Frage: "Verdirbt Geld eigentlich den Charakter?" Meine Antwort: "Nein." Ich glaube nicht, dass Geld den Charakter verdirbt. Ganz im Gegenteil. Was ich glaube, ist, dass Geld Deinen Charakter sichtbar macht – wie eine Lupe. Wenn Du vorher ein schlechter Mensch warst und dann plötzlich viel Geld bekommst, dann kommt das durch das Geld einfach nur noch deutlicher zum Vorschein. Und genauso umgekehrt. Wenn Du ein guter Mensch bist und Du bekommst Geld, dann kannst Du damit sehr, sehr viel Gutes tun. Geld kann Menschen natürlich auch verändern und eine Weiterentwicklung bedeuten. Für mich ist Geld ein Energieausgleich. Wir können also festhalten: "Es zählt nicht, wie viel Geld Du hast, sondern was Du damit machst." Und das wiederum beginnt bei Dir selbst. Und genau das ist, finde ich, ein wichtiger Punkt, wenn wir über das Thema Investieren sprechen – auch unter der Frage, ob das ethisch-moralisch überhaupt noch in Ordnung ist. Ein Blick auf andere Asset-Klassen: Immobilien, Gold und Kryptos im moralischen Check Ich bleibe dabei gerne bei den drei großen Asset-Klassen: Aktie, Immobilie und Gold. Warum? Weil die Aktie für Unternehmen steht, also für Fortschritt, für Innovation, für wirtschaftliches Wachstum. Die Immobilie steht für Wohnraum, für Sicherheit, für ein Grundbedürfnis des Menschen. Und Gold – das begleitet uns schon seit über 6.000 Jahren als Sicherheitsanker, als Wertaufbewahrung, als Tauschmittel. Mit Gold fing ja vieles an. Daraus wurde irgendwann Geld, der Goldstandard kam und ging, aber das Vertrauen in Gold ist geblieben. Und damit sind wir auch direkt beim zentralen Punkt: Vertrauen. Ob es die Aktie ist, die Immobilie oder Gold – alles basiert auf Vertrauen. Wenn Du kein Vertrauen ins Grundbuch hast, dann ist auch eine Immobilie auf dem Papier nichts wert. Wenn Du kein Vertrauen in das Aktienregister oder den Kapitalmarkt hast, dann ist auch eine Aktie letztlich nur ein Stück Papier oder ein digitaler Eintrag, dem Du keinen Wert mehr beimisst. Und selbst bei Gold: Wenn der Staat eines Tages beschließt, Goldbesitz zu verbieten – wie es historisch schon passiert ist – dann bringt Dir das physische Gold in der Schublade auch nicht mehr viel. Und das gilt übrigens auch für Bargeld. Wenn das Vertrauen in eine Währung weg ist, dann ist der Schein, den Du in der Hand hältst, faktisch nichts mehr wert. Das heißt, am Ende beginnt alles mit Selbstvertrauen. Vertrauen in Dich selbst. Vertrauen, dass Du etwas schaffen kannst, dass Du etwas aufbauen kannst. Kehren wir nochmal zur Aktie zurück – auch in Bezug auf die moralische Frage. Ich habe Dir schon viele Vorteile genannt. Aber ich will auch ehrlich sein. Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Menschen, die sagen: „Menschen, die in Aktien investieren, sind Geldhaie, die immer mehr Geld machen möchte." Und ich verstehe diesen Gedanken, denn er kommt oft aus einer ganz bestimmten Perspektive. Aber ich glaube, man muss das Ganze differenzierter betrachten. Wachstum ist in unserer Welt nicht per se schlecht. Wachstum heißt nicht nur Geld anhäufen, es kann auch persönliches Wachstum sein. Entwicklung. Fortschritt. Und entweder bist Du jemand, der darauf aus ist, sich weiterzuentwickeln, oder Du bist eher der Typ, der das Bestehende bewahren will. Und auch das ist völlig okay. Es gibt Menschen, die sind eher auf Sicherheit bedacht. Die sagen: „Ich brauche nicht mehr, ich will einfach das erhalten, was ich habe." Und dann gibt es andere, die möchten gestalten, investieren, vorankommen. Es gibt nicht das eine Richtige oder Falsche – es gibt nur Deine Haltung dazu. Ich habe neulich einen sehr spannenden Bericht gelesen. Es ging um das Thema Immobilien und die Frage, ob private Vermieter wirklich die geldgierigen Miethaie sind, wie sie in den Medien manchmal dargestellt werden. In dieser Studie hat man sich genau angeschaut, wie die Realität aussieht und das Ergebnis war aufschlussreich. Viele Menschen in Deutschland besitzen eine einzige Immobilie, in der sie selbst wohnen – und vielleicht noch eine zweite, die sie vermieten. Und diese zweite Immobilie werfen sie den Geldhaien zum Vorwurf vor. Aber wenn man sich die Zahlen ansieht, dann sieht man: Diese Menschen machen im Schnitt drei bis fünf Prozent Rendite im Jahr. Vor Steuern. Wenn man dann noch die Kapitalertragsteuer von rund 25 Prozent abzieht, dann landen wir realistisch bei zwei bis dreieinhalb Prozent Netto-Rendite. Und da sage ich Dir ganz ehrlich: "Aus meiner Sicht ist das kein Verhalten eines sogenannten „Geldhais". Jemand, der wirklich nur auf Geld aus ist, der sein Vermögen maximal vermehren will, der würde mit Sicherheit nicht in Immobilien investieren, wenn am Ende gerade mal zwei, drei Prozent dabei herauskommen. Trotzdem möchte ich die moralische Perspektive nicht ausklammern. Gerade, wenn wir uns anschauen, was am Markt passiert – Stichworte wie Roboterhandel, Bots, künstliche Intelligenz. Dabei bekommt man den Eindruck, dass immer schneller getradet wird, die Volumen immer größer werden und dass die Entwicklungen von Aktien immer schneller passieren. Aber diesbezüglich kann ich Dir sagen, dass das nicht wirklich stimmt. Ein gutes Beispiel ist das, was ich als die „Big Seven" bezeichne – also jene Tech-Riesen, die in den letzten Jahren eine massive Outperformance hingelegt haben. Die machen den Eindruck, als würden sie die Welt komplett dominieren. Da könnte man fast meinen, ohne sie läuft gar nichts mehr. Als gäbe es keine anderen Bedürfnisse mehr – als müssten wir nicht mehr essen, nicht mehr trinken, nicht mehr schlafen, uns nicht mehr anziehen oder duschen. Aber das ist natürlich Quatsch. Und es erinnert mich stark an die Zeit der Dotcom-Blase. Damals dachten viele, das Internet verändert einfach alles – was es ja zum Teil auch getan hat. Aber die Welt hat sich trotzdem weitergedreht. Menschen haben weiterhin Kaffee getrunken, Brot gekauft und Autos gefahren. Und wenn wir zurückblicken auf die Zeit nach dem Dotcom-Crash, dann sehen wir sehr deutlich: Gerade die Old Economy-Werte – also die klassischen Unternehmen – haben in den Folgejahren massiv aufgeholt und eine deutlich bessere Performance gezeigt als die gehypten Technologiewerte zuvor. Was will ich damit sagen? Ganz einfach: "Es gibt nicht die Wahrheit." Du kannst fünf Menschen zu Aktien befragen – und wirst sieben Meinungen bekommen. Und das ist auch okay so. Wichtig ist nicht, was andere sagen, sondern was Du denkst, was Du fühlst, und wie Du für Dich mit diesen Fragen umgehst. Meine Meinung ist klar: "Aktien sind ethisch und moralisch absolut vertretbar". An den Märkten gibt es Regulierungen, es gibt die BaFin, es gibt Depot-Absicherung, es gibt Market Maker, die für Liquidität sorgen. Der Markt ist strukturiert und reguliert. Wenn ein Unternehmen wächst, wenn es mehr Umsatz macht, wenn es mehr Gewinne einfährt, wenn es Dividenden ausschüttet – dann wird auf lange Sicht auch der Aktienkurs steigen. Natürlich kann er zwischendurch auch fallen, denn die emotionale und psychologische Seite spielt auch eine Rolle. Aber langfristig orientiert sich der Kurs an der Unternehmensentwicklung. Wenn Du meinen Podcast schon länger hörst, dann weißt Du: "Ich bin absolut überzeugt vom Fortschritt. Ich setze auf die Weiterentwicklung – sowohl auf der persönlichen Ebene als auch beim technologischen Wandel." Und solange wir in einer Welt leben, in der es immer mehr Menschen gibt und in der die Technik sich weiterentwickelt, werden wir Megatrends sehen. Und genau diese Megatrends sind auch ein Grund, warum die Aktienkurse langfristig steigen. Ich sehe zudem immer wieder, wie sich gewisse Dinge zyklisch wiederholen. Es gibt Entwicklungen, die uns jedes Jahrzehnt aufs Neue begegnen – nur in veränderter Form. Ich will Dir dazu ein paar Beispiele geben: In den 70er- und 80er-Jahren wurde die Zeitumstellung eingeführt, um Energie zu sparen. Der Gedanke war, durch mehr Tageslicht am Abend würden wir weniger Strom verbrauchen. Heute dagegen bauen wir Elektroautos, die Strom verbrauchen – und dieser Strom wird sogar staatlich subventioniert. Der Gedanke hat sich also komplett gewandelt. Oder nehmen wir das Thema Rüstung. Nach dem Zweiten Weltkrieg, vor allem in den 80er- und 90er-Jahren, wurde in vielen Ländern massiv abgerüstet. Die Devise war: „Nie wieder Krieg". Heute, mit dem Krieg in der Ukraine, erleben wir das Gegenteil. Es wird wieder massiv aufgerüstet, Deutschland und Europa stecken Milliarden in Verteidigung, in Waffen, in militärische Systeme. Eine Aktie wie Rheinmetall ist deshalb regelrecht durch die Decke gegangen. Und das ist dieser zyklische Prozess, den ich meine. Ich wage eine steile These: In 10, 20 oder 30 Jahren werden wir wieder abrüsten, weil man dann sagt: „Wir brauchen doch keinen Krieg mehr". Und dann? Wird man wahrscheinlich weitere 20 Jahre später wieder sagen: „Oh, wir brauchen doch mehr Sicherheit" – und rüstet erneut auf. Das ist ein natürlicher Zyklus, der sich in vielen Bereichen zeigt. Und Aktien spiegeln genau diese Entwicklungen wider. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Geldmengen. Wir haben heute eine Situation, in der die weltweiten Zentralbanken – wie die FED in den USA oder die EZB in Europa – immer wieder Geld drucken. Die Geldmenge M3 und andere Kennzahlen zeigen ganz klar: Es wird immer mehr Geld in Umlauf gebracht. Warum? Weil damit Schulden beglichen werden und Wachstum erzeugt werden soll. Natürlich entstehen dadurch auch neue Assetklassen. Eine davon sind die Kryptowährungen. Seit etwa 15 bis 20 Jahren gibt es sie. Sie sind eine spannende Ergänzung, aber eben nicht greifbar im klassischen Sinne. Denn es gibt dort keinen inneren Wert – es stehen nur Preisschilder dran. Wenn Du Dir einen Bitcoin anschaust, der aktuell vielleicht bei 115.000 oder 120.000 Dollar steht, dann stellt sich die Frage: Was ist dieser Bitcoin eigentlich wert? Und da wird's spannend. Wenn ich in eine Immobilie investiere, weiß ich: Menschen leben darin. Ich schaffe Wohnraum – das ist ein realer, greifbarer Mehrwert. Wenn ich in Aktien investiere, dann tue ich das nicht nur für meine persönliche Rendite, sondern ich gebe damit auch Unternehmen Kapital, mit dem sie wachsen, forschen, entwickeln können. Das bedeutet: Ich ermögliche Fortschritt. Ich helfe dabei, Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen, Steuereinnahmen zu generieren und letztlich auch gesellschaftlichen Nutzen zu stiften – über Sozialabgaben, über Innovationen, über wirtschaftliche Stabilität. Das ist bei Kryptowährungen ein bisschen anders – und genau da setze ich mein Fragezeichen. Natürlich gibt es Coins, bei denen man sagen kann: „Die haben ein technisches Potenzial." Aber die Frage ist: "Bringt ein Coin der Welt einen echten, produktiven Mehrwert? Oder ist es einfach nur ein Spekulationsobjekt mit einem Preisschild, das hoch oder runter geht – ohne, dass dahinter wirklich greifbarer Nutzen entsteht?" Natürlich wird auch bei Kryptos über Energie gesprochen, über den hohen Stromverbrauch, über Nachhaltigkeit. Und es ist völlig legitim, zu fragen: „Sollte dieser Strom grün sein?" Ja, absolut. Aber am Ende bleibt für mich offen: Trägt der Coin zur realen Weiterentwicklung der Gesellschaft bei? Und das kann ich für mich persönlich heute noch nicht abschließend beantworten. Deshalb sage ich auch ganz klar: "Ich sehe bei Kryptos noch keinen klaren Zusammenhang zwischen Wert und Preis." Und genau deshalb bin ich da auch zurückhaltender unterwegs. Die persönliche Ebene: Verdirbt Geld den Charakter oder zeigt es ihn nur? Kommen wir nochmal auf die Frage zurück: "Verdirbt Geld den Charakter?" Für mich ist die Antwort ganz klar: "Nein, Geld verdirbt nicht den Charakter." Ich glaube vielmehr, dass Geld den Charakter sichtbar macht – wie eine Lupe. Denn Geld ist für mich nichts anderes als ein Energiefluss. Und Du als Mensch entscheidest, wohin Du diesen Fluss lenkst. Du kannst mit Geld Schulen bauen, Krankenhäuser unterstützen, Menschen helfen, die im Leben nicht so viel Glück hatten. Du kannst mit Geld auch Familie, Freunde oder soziale Projekte fördern. Du kannst es sogar verschenken, wenn Dir danach ist. Ich habe kürzlich die Geschichte eines Mannes gehört, der einen großen Teil seines Vermögens verschenkt hat – mit der Begründung, dass ihn Geld angeblich zu einem schlechten Menschen gemacht hätte. Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es das Geld war. Ich glaube, er war vorher schon nicht ganz im Reinen mit sich selbst. Geld hat ihm das nur deutlicher gezeigt. Und genau das ist ein Punkt, über den wir selbstreflektiert nachdenken dürfen. Fazit: Geld als Verantwortung und Chance, Gutes zu tun Wenn ich am Ende dieses Podcasts ein kleines Fazit ziehen darf, dann ist es dieses: Ich wollte Dir heute einen Einblick in meine Gedankenwelt geben – zu der Frage, ob Aktien noch ethisch und moralisch vertretbar sind. Wir haben gemeinsam auch einen Blick auf Immobilien geworfen, wir haben über Kryptos gesprochen, und vor allem haben wir auch die persönliche Ebene beleuchtet: Was macht Geld mit einem Menschen? Ich kann aus meiner Sicht sagen: "Geld ist eine Verantwortung. Und wer viel Geld hat, hat auch eine große Verantwortung – im besten Fall eine, die Du zum Wohle anderer Menschen nutzen kannst." Ich kann Dir ein paar Beispiele aus meiner eigenen Welt mitgeben. In unserer Akademie haben wir z. B. über die Jürgen-Höller-Stiftung eine eigene Schule mitfinanziert, die bald eröffnet wird. Wir haben einem Menschen geholfen, der durch einen Schicksalsschlag nicht mehr laufen konnte – und heute macht er wieder seine ersten Schritte. Da sind wir mit über 40.000 Euro reingegangen. Wir haben Augen-OPs ermöglicht, die Menschen das Sehen zurückgegeben haben. Das ist, was man mit Geld tun kann. Und genau das ist für mich der richtige Umgang damit. Ich glaube also nicht, dass Geld den Charakter verdirbt – aber es legt offen, wie Du als Mensch wirklich tickst. Wenn Du Dich dafür entscheidest, Dein Geld verantwortungsbewusst einzusetzen, dann kannst Du damit wirklich etwas bewegen – für Dich selbst und für andere. Meine Meinung: Aktien sind ethisch-moralisch absolut vertretbar. Man darf sich nur genau anschauen, in welche Unternehmen man investiert und ob die eigene Wertehaltung dazu passt. Und zum Schluss mag ich Dir noch ein Zitat mitgeben, das ich sehr passend finde – von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation: „Wer kein Geld hat, ist schon halb krank." Vielleicht regt das nochmal ein bisschen zum Nachdenken an. Ich hoffe, Du konntest ein paar Gedanken mitnehmen, vielleicht ein paar Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen oder auch einfach besser verstehen. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Was hat die Moral mit Investments zu tun? (00:04:54) Ist die Aktie nun moralisch vertretbar? (00:10:41) Die heutige Welt im Vergleich zur Dotcom-Krise
25/08/2025 • 20:10
Wie hoch sollte Dein Aktienanteil wirklich sein? Viele Anleger stellen sich die Frage: "Wie hoch sollte mein Aktienanteil im Depot eigentlich sein?" Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht, denn zu sehr hängen die richtige Quote und die passende Anlagestrategie von Faktoren wie Alter, Vermögen, Risikobereitschaft und Anlageziel ab. In dieser Folge teile ich meine Sicht als langjähriger Investor und Coach. Welche Kriterien wirklich zählen, wie ich selbst vorgehe und welche Denkfehler Du vermeiden solltest. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum es keine universelle Lösung für den Aktienanteil gibt Welche Asset-Klassen Du kennen und unterscheiden solltest Risikomanagement: Emotionen, Diversifikation und Totalverluste Praktische Tipps für Deine persönliche Aktienquote Warum es keine universelle Lösung für den Aktienanteil gibt Wir sprechen über eine Frage, die mir immer wieder begegnet: Wie hoch sollte der Aktienanteil im Depot eigentlich sein? In dieser Folge geht es um unterschiedliche Asset-Klassen, um Risiko, um Anlagezeiträume, und vor allem darum, auf welche Punkte Du wirklich achten solltest. Es gibt nicht die eine perfekte Aufteilung, die für jeden Menschen passt. Jeder ist anders und das gilt auch für die Geldanlage. Ich zeige Dir, wie ich das Thema für mich handhabe, wie sich meine Herangehensweise im Laufe der Jahre verändert hat und welche Rolle dabei meine eigene Reise spielt – von einem Start mit wenig Kapital, über Phasen mit Schulden, bis hin zum heutigen hohen Vermögen. Diese Frage nach dem „richtigen" Aktienanteil höre ich überall: von Teilnehmern, Freunden, Nachbarn, ja sogar beim Sport. Viele erwarten eine klare, universelle Zahl, aber die gibt es schlicht nicht. Denn die richtige Aufteilung hängt immer von persönlichen Faktoren ab. Wer mich schon länger kennt, weiß: Investieren hat immer mit drei Dingen zu tun – mit Zeit, Geld und Wissen. Je mehr Du davon kombinierst, desto erfolgreicher wirst Du. Und Wissen ist dabei der Punkt mit der besten Rendite. Welche Assetklassen Du kennen und unterscheiden solltest Schauen wir uns an, welche Asset-Klassen überhaupt zur Verfügung stehen. Die „klassischen" in der Banken- und Investmentwelt sind: Aktien Anleihen bzw. Renten Gold Immobilien Kryptowährungen (als jüngste und noch kleinste Kategorie) Ich werde Dir heute zu jeder dieser Klassen meine Sicht geben. Gleichzeitig gehört zu einer klugen Aufteilung auch die richtige Umsetzung. Dabei spielt das ESI-Prinzip eine große Rolle: Einkommen, Sparen, Investieren. Die entscheidende Frage ist: Hast Du es für Dich schon wirklich umgesetzt? Denn genau hier liegt oft die Lücke: Viele wissen von dieser Theorie, aber setzen sie im Alltag nicht konsequent um. Aus Wissen entstehen neue Ideen, und aus diesen Ideen erwächst oft auch neues Vermögen. Ein Faktor, der in der reinen Prozentrechnung für den Aktienanteil selten auftaucht, ist das Thema netzwerken. Die richtigen Menschen in Deinem Umfeld bringen Dich nicht nur auf neue Gedanken, sondern auch auf konkrete Investmentideen. Der Austausch mit anderen Anlegern und Unternehmern hilft Dir, Fehler zu vermeiden, Chancen zu erkennen und schneller zu lernen. Die Zeit des Sparbuchs und des Tagesgelds ist hoffentlich endlich vorbei. Natürlich für Rücklagen, Steuerrücklagen gilt das Ganze auch. Da kann man das natürlich benutzen, denn diese Gelder werden zeitnah benötigt. Die Frage nach dem „perfekten" Aktienanteil begleitet mich seit über 25 Jahren – praktisch seit Beginn meiner Tätigkeit in der Investmentberatung. Schon damals wollte jeder Kunde von mir den einen klaren, richtigen Weg wissen. Ähnlich war es, als ich als Trainer und Coach im Empfehlungsmarketing gearbeitet habe: Die Teilnehmer wollten den einen magischen Satz, mit dem sich Empfehlungen wie von selbst ergeben. Meine Antwort war immer dieselbe: "Den einen Weg, den einen Zaubersatz gibt es nicht. Entscheidend ist die Einstellung, also das Mindset und die Überzeugung, mit der Du agierst." Genauso verhält es sich mit der Aufteilung Deines Vermögens. Es geht darum, womit Du Dich wohlfühlst – und das kann stark variieren. Eine oft zitierte Bankerformel lautet: "100 minus Lebensalter = Aktienanteil in Prozent." Nach dieser Logik hätte ein 30-Jähriger 70 % Aktien im Depot, ein 70-Jähriger nur noch 30 %. Ich halte diese Faustregel für zu pauschal und in vielen Fällen falsch. Sie berücksichtigt weder Deine Vermögenshöhe noch Deine persönliche Lebenssituation. Eine zentrale Frage lautet:" Befindest Du Dich in der Aufbauphase oder in der Entnahmephase?" In der Aufbauphase investierst Du, um Dein Vermögen zu vergrößern – entweder durch Sparen aus laufendem Einkommen oder durch die Reinvestition bestehender Kapitalerträge. In der Entnahmephase lebst Du von Deinem Vermögen und musst entsprechend vorsichtiger planen. Auch die Höhe Deines Vermögens verändert die Logik komplett. Wer 10 Millionen Euro in Aktien hält, kann selbst bei einem deutlichen Kursrückgang gelassen bleiben – schon 3 % Dividendenrendite bringen 300.000 Euro jährlich. Wer dagegen „nur" 300.000 Euro investiert, erzielt bei gleicher Rendite 9.000 Euro pro Jahr und ist auf zusätzliche Erträge angewiesen. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Prozentzahl. Dein Aktienanteil muss zu Deiner Vermögenshöhe, Deiner Einkommenssituation und Deinem Lebensplan passen. Wer jung ist und gerade ins Berufsleben startet, beginnt oft bei Null. Mit dem ersten Gehalt kommt schnell der Gedanke: „Jetzt fange ich an zu investieren." In dieser Phase kann es sinnvoll sein, klein zu starten, zum Beispiel mit einem ETF, um regelmäßig einen festen Betrag beiseitezulegen. So baut sich Stück für Stück eine Basis auf. Wer dagegen schon über ein größeres Startkapital verfügt, kann direkt breiter streuen und in unterschiedliche Anlageformen investieren. Die zentrale Frage zu Beginn lautet jedoch: "Willst Du Dich selbst aktiv um Dein Geld kümmern oder möchtest Du die Verwaltung lieber in fremde Hände legen?" Bei geringem Kapital bietet sich oft ein einfacher Einstieg an, etwa über einen einzelnen ETF. Mit wachsendem Vermögen lohnt es sich, breiter zu investieren und gezielter zu planen. Entscheidend ist, zwischen Geldwertanlagen und Investments zu unterscheiden. Geldwertanlagen wie Bankguthaben, Lebens- oder Rentenversicherungen bringen in erster Linie Zinsen, und die sind aus meiner Sicht eher eine Strafzahlung als eine lohnende Rendite. Echte Investments sind für mich Aktien, Anleihen, Gold, Immobilien und Kryptowährungen. Immer wieder werde ich gefragt, ob Kryptowährungen sinnvoll sind. Meine klare Antwort: Ja, aber nur in einem klar begrenzten Rahmen. Ich empfehle ausschließlich die beiden größten Vertreter mit B und E im Namen und rate dazu, maximal 1 bis 10 % des Vermögens in diese Anlageklasse zu stecken. Möglichkeit 1: Der Kurs vervielfacht sich, dann profitierst Du enorm. Möglichkeit 2: Der Markt bricht ein, dann betrifft es nur einen kleinen Teil Deines Kapitals. Kryptos sind noch jung, existieren erst seit rund 15 bis 20 Jahren und sind eher Spekulation als solides Investment. Allein in diesem Bereich sind schon über 15.000 Coins wieder verschwunden – ein Risiko, das man einkalkulieren muss. Anleihen könnten gerade jetzt wieder spannend werden. Wir haben ein gewisses Zinsniveau und wenn die Zinsen jetzt ein Stück weit fallen, dann können Rentenpapiere wieder interessanter werden, denn durch den fallenden Zins und neue Papiere, die rauskommen, werden die alten im Kurs steigen, denn dadurch, dass sie noch höhere Zinsen haben, hast Du damit einen höheren Ertrag und dementsprechend gibt es gewisse Kursgewinne. Deswegen glaube ich, dass gerade die Anleihenseite durchaus auch immer eine spannende ist. Typischerweise auch, wenn die Zinsen eher weiter oben stehen, so wie es jetzt eher noch der Fall ist und jetzt die Zinssenkung anfangen, dann verdient man mit Anleihen eigentlich immer ganz gutes Geld. Gold gehört seit über 6.000 Jahren zu den anerkannten Wertspeichern der Menschheit. Es ist kein Renditebringer im klassischen Sinne, sondern vor allem ein Kriseninvestment. In wirtschaftlich oder politisch unsicheren Zeiten kann Gold helfen, Vermögen zu bewahren und das Depot zu stabilisieren. Gold hat in den letzten Jahren deutlich an Wert zugelegt, vor allem, weil es stark im Fokus stand und Rohstoffe insgesamt viel Aufmerksamkeit bekommen haben. Im Gegensatz zu Gold wird Silber jedoch auch in der Industrie verbraucht – ein Faktor, der Silber langfristig sogar etwas mehr Potenzial geben könnte. Gold dagegen ist vor allem ein Safe Haven, also ein sicherer Hafen in Krisenzeiten, und wird häufig auch mit Schmuck in Verbindung gebracht. Für mich hat Schmuck jedoch wenig mit der Rolle von Gold als Anlage zu tun. Gold ist in erster Linie ein Wert-Safe, eine Sicherheit, die man beiseitelegt. Wenn Du noch kein größeres Vermögen aufgebaut hast – und hier rede ich von mehreren hunderttausend Euro – ist Gold aus meiner Sicht nicht zwingend erforderlich. Ab einer gewissen Vermögensgröße kann es aber durchaus sinnvoll sein, 10 bis 15 % in Edelmetalle zu investieren, gern auch mit einem Anteil Silber. Mein Tipp ist diesbezüglich, dies auch unbedingt physisch zu haben. Es ist sinnvoll, auch in beide Bereiche, also Gold und Silber, zu investieren. Wenn ich die beiden Asset-Klassen vergleiche, glaube ich sogar, dass Silber ein bisschen mehr Aufholpotenzial hat. Immobilien sind zweifellos ein starkes Investment. Sie bieten Werterhalt, mögliche Wertsteigerung und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten. Ich selbst habe als gelernter Maurer eine besondere Verbindung zu diesem Thema. Dennoch gilt: Immobilien sind immobil – Kapital ist gebunden, und Liquidität fehlt, wenn plötzlich Chancen an anderer Stelle auftauchen. Deshalb sollte auch hier nicht das gesamte Vermögen investiert werden. Eine kluge Beimischung kann sehr sinnvoll sein, aber nur, wenn man sich mit der Materie auskennt. Bei Aktien gilt im Grundsatz das Gleiche wie bei Immobilien: Wissen ist Pflicht. Der Unterschied zwischen Wert und Preis sollte klar sein, und auch grundlegende Kenntnisse zu Fundamentaldaten, Charttechnik und Indikatoren sind wichtig. Mit einer klaren Strategie – etwa als Value-Investor mit Trading-Ansatz – lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Wichtig ist das Bewusstsein, dass der Kauf einer Aktie nicht Zocken bedeutet, sondern eine unternehmerische Beteiligung. Wer Aktien von Amazon oder Apple kauft, ist Mitinvestor/Mitunternehmer des Unternehmens und partizipiert direkt an dessen Entwicklung – im Positiven wie im Negativen. Risikomanagement: Emotionen, Diversifikation und Totalverluste Eine universelle „goldene Regel" gibt es nicht. Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab: Laufzeit: Aktien eignen sich für langfristige Anlagezeiträume. Risikotoleranz: Je höher die Schwankungen, die Du aushalten kannst, desto größer darf der Aktienanteil sein. Vermögenssituation: Wer hohe liquide Reserven hat, kann sich einen höheren Aktienanteil leisten. Langfristig gilt: Geld gehört in Aktien, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist, um Kursschwankungen auszusitzen und von Wachstum zu profitieren. Geld gehört auch in Aktien, wenn der Anlagehorizont nicht mehr Jahrzehnte umfasst – vorausgesetzt, Du siehst es als aktives Investment oder Trading. Aber eines ist entscheidend: Du brauchst Rücklagen. An die Börse gehört nur Kapital, das nicht für Steuern, Investitionen, laufende Kosten oder Unternehmenssicherheit verplant ist. Idealerweise ist es Geld, das Du drei, fünf, sieben oder sogar zehn Jahre entbehren kannst. Ein weiterer zentraler Punkt ist das Risiko. Warren Buffett hat es klar formuliert: „Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust." Deshalb beginnt jede Anlageentscheidung mit Wissen über Chancen, Risiken, steuerliche Aspekte, Liquidität und mögliche Verluste. Ich stelle mir bei jeder Asset-Klasse dieselbe Frage: Was wäre der Super-GAU? Ein Totalverlust, und was würde er für mein Leben bedeuten? Bei Aktien in global führende Unternehmen – Microsoft, Apple, Amazon, Coca-Cola, Nike & Co. – ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes zwar sehr gering. Aber Kursrückgänge von 30 bis 50 % sind keine Seltenheit. Deshalb ist Diversifikation so wichtig. Nicht alles in eine Aktie, sondern breit gestreut auf mehrere Werte. Die Laufzeit sollte nicht zu kurz sein. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz wird für Aktienanlagen ein Zeithorizont von sieben bis zehn Jahren empfohlen. Dazu kommt der Faktor Emotionen: Wer sein gesamtes Vermögen in Aktien steckt, reagiert oft emotional, vor allem in Abschwungphasen. Verluste aktivieren im Gehirn dieselben Areale wie Todesangst, und Angst ist ein schlechter Ratgeber. Am Ende spielen viele Facetten eine Rolle, wenn man sich fragt, was der richtigen Aktienanteil ist: Laufzeit, Risiko, Rücklagen, Wissen, Diversifikation – und auch die persönliche Vorliebe. Denn was nützt die perfekte Prozentzahl, wenn Aktien Dir schlicht nicht liegen? Praktische Tipps für Deine persönliche Aktienquote Ich habe viele Menschen kennengelernt, die fast ihr gesamtes Vermögen in Immobilien gesteckt haben. Für sie waren Aktien lange kein Thema, bis sie gemerkt haben, dass Immobilienpreise auch deutlich fallen können. Wenn dann die gesamte Assetklasse unter Druck steht und das Geld zudem in etwas „Immobilem" gebunden ist, wünscht man sich schnell mehr Flexibilität und eine breitere Streuung. Neben Risiko und Emotionen spielt deshalb immer das Gesamtvermögen eine Rolle. Es geht darum, sich bewusst zu fragen: "Wo will ich mein Geld wirklich platzieren?" Die perfekte Zauberformel für den „richtigen" Aktienanteil gibt es nicht. Aber eines ist sicher: Du musst Dich mit Deiner Entscheidung wohlfühlen. Ich habe selbst mit einem sehr hohen Aktienanteil begonnen, mein Vermögen damit aufgebaut – und das auch meinen Kunden empfohlen. Doch nach den Crashs 2001 bis 2003 kamen Stimmen wie: „Ulli, bist Du irre? So viel wollte ich gar nicht in Aktien haben." Daraus habe ich gelernt: Fang mit einer Quote an, bei der Du ruhig schlafen kannst. Teste, wie Du mit Schwankungen umgehst. Je mehr Du über Aktien weißt, desto entspannter wirst Du bei einer hohen Quote sein. Wenn Du das Risiko kennst und den Unterschied zwischen Wert und Preis, eine glasklare Strategie verfolgst und das investierte Kapital in den nächsten Jahren nicht benötigst, kannst Du auch größere Marktschwankungen gelassen sehen. Am Ende zählt auch die Frage: Wem vertraust Du? Willst Du selbst das Steuer in der Hand halten – vielleicht mit Unterstützung, wie unserer Finance Mastery – oder legst Du Dein Geld in die Hände eines Profis, dessen Kompetenz Du vorher geprüft hast? Ein grobes Raster kann helfen: Wenig Geld und viel Zeit → Aktienquote 80–100 % Mittleres Alter, gutes Einkommen, Vermögensaufbau im Fokus → 70–80 % Aktien Höheres Alter oder regelmäßige Entnahmen → Zwei-Konten-Modell: ein Teil langfristig in Aktien, ein Teil sicher und liquide angelegt. Das Wichtigste ist: Wissen aufbauen, die eigene Timeline festlegen und einen klaren Plan haben. So findest Du am Ende Deine persönliche, richtige Aktienquote. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Wissen hat die beste Rendite! (00:05:31) Wie Du Deinen Aktienanteil bestimmen kannst (00:08:26) Welche Assetklassen sind relevant? (00:13:27) Zwei wichtige Fragen für Dich
18/08/2025 • 21:02
Die Wahrheit über Absicherung – Was die meisten Anleger falsch machen In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das in keinem Depot fehlen sollte: Absicherung. Gerade Einsteiger konzentrieren sich oft ausschließlich auf Gewinne, während Profis längst verstanden haben, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, Verluste zu vermeiden. Solltest Du immer absichern, wann und wie sicherst Du ab? Das alles erfährst Du in dieser Folge. Das erwartet Dich in dieser Folge: Absicherung ist wichtig Trader oder Investor: Warum Deine Absicherung davon abhängt Investiere in Tranchen Welche Optionen zur Absicherung hast Du? Wieso Du die Cashquote nicht vernachlässigen solltest Absicherung ist wichtig In meiner Akademie habe ich in den letzten zehn Jahren immer wieder erlebt, dass sich viele erst um die Absicherung kümmern, wenn es zu spät ist. Dann kommt die Frage: „Warum habe ich eigentlich Geld verloren, warum habe ich Geld gewonnen?" Die Praxis zeigt: Viele Anfänger unterschätzen dieses Thema komplett. Sie lernen zwar die Systeme, verstehen die Indikatoren, sehen, dass Kurse steigen und fallen, aber Absicherung lassen sie oft außen vor. Dabei gehört sie genauso dazu, wie die technische Analyse oder die Charttechnik. So gut und einfach die Technik auch ist: Die Entscheidung liegt immer bei Dir – dem Menschen vor dem Bildschirm. Und genau da passieren die meisten Fehler. Nicht auf dem Chart, sondern am Schreibtisch. Warum ist das so? Weil es an Erfahrung fehlt und daher viele Risiken nicht richtig einschätzen können. Sie haben kein Gefühl für plötzliche Veränderungen, genau wie ein unerfahrener Skifahrer oder ein Bergsteiger, der das Wetter unterschätzt. Profis wissen: Vorbereitung ist alles. Die Ausrüstung muss stimmen. Das Wetter kann jederzeit umschlagen. Und genauso ist es an der Börse. Erfahrung bedeutet letztlich nur, dass Du bestimmte Dinge bereits erlebt und im Kopf abgespeichert hast. Mit jeder Wiederholung wächst Dein Gefühl für Risiken, und genau das macht Dich stärker. Das gilt im Leben genauso wie an der Börse. Gerade Anfänger vernachlässigen oft das Thema Absicherung. Das kann viele Gründe haben: Vielleicht fehlt schlicht die Erfahrung. Vielleicht wurde der Punkt zwar gehört, aber nicht ernst genug genommen. In meiner Akademie ist das Thema Absicherung allerdings fest eingebaut, und das schon im ersten und zweiten Seminar. Es ist also sofort klar, dass Absicherung ein sehr wichtiger Aspekt ist. Dennoch gibt es Teilnehmer, die sagen: „Ich habe doch die Indikatoren, die Fundamentalanalyse passt auch – ich will die Aktie ja sowieso haben. Dann kann ich doch einfach einen Put verkaufen." Und grundsätzlich stimmt das. Ich sage auch: Verkaufe nur Puts auf Aktien, die Du auch wirklich besitzen willst. Wenn Du die Aktie dann bekommst, kein Problem. Ein Beispiel: Du willst bei Intel rein. Die Aktie steht aktuell irgendwo bei 24 Dollar. Du möchtest aber lieber bei 23 Dollar einsteigen. Also verkaufst Du einen Put auf 23 Dollar. Dadurch sicherst Du Dir im Grunde schon den Einstiegskurs und bekommst sogar noch eine Prämie dafür. Was bedeutet das? Du legst selbst fest: Welche Aktie Du willst (z. B. Intel) Bis wann Du kaufen würdest Und zu welchem Preis Wenn die Charttechnik und die Indikatoren stark sind, ist die Wahrscheinlichkeit auf Deiner Seite. Unsere Systeme liefern Trefferquoten zwischen 80 und 90 %. Ein Teilnehmer hat mal alle unsere Trades aus drei Jahren ausgewertet und kam auf rund 80 % Trefferquote, bei durchgehendem Rollen der Optionen sogar bis zu 94 %. Trotzdem: Verluste passieren. Und die zentrale Frage lautet dann: Warum? Und das hängt vor allem davon ab, wie Du an der Börse agierst. Trader oder Investor: Warum Deine Absicherung davon abhängt Ein ganz wichtiger Punkt: Wie willst Du überhaupt an der Börse agieren? Bist Du Trader, der kurzfristig auf 50, 100 oder 300 Dollar Gewinn setzt, aber bei Verlust aussteigt? Läuft dieser Trade also gegen Dich, dann lässt Du Dich ausstoppen. Ein Stopp ist eine der ersten Möglichkeiten einer Absicherung, das heißt, Du wirst ausgestoppt, vielleicht hast Du dann auch mal 20, 50, 100 Euro oder Dollar verloren, aber Du weißt, Du bist aus dem Trade raus. Variante B, der Trade läuft genauso, wie Du es möchtest, dann steigt die Aktie, Du verdienst Dein Geld, Du verdienst vielleicht die Prämie, Du hast auch die Aktie gekauft, dann verdienst Du auch an der Aktie Geld und dann kannst Du am Ende sagen: „Mein Trade ist aufgegangen" und irgendwann nimmst Du den Gewinn mit und das Ganze ist raus. Oder bist Du Investor, der die Aktie sowieso langfristig halten will? Dann brauchst Du eine andere Herangehensweise, da ein Investor einen anderen Ansatz hat. Als Investor sieht Deine Welt ein wenig anders aus. Warum? Weil Du einen anderen Zeithorizont hast – und oft auch eine andere Erwartung. Nehmen wir nochmal das Beispiel Intel. Du sagst jetzt: „Ich will diese Aktie haben. Ich finde sie spannend, die Bewertung stimmt für mich, ich traue ihr in Zukunft noch einiges zu." Vielleicht erinnerst Du Dich: Die Aktie war schon mal bei 55, 57 – teilweise sogar 60 Dollar. Zwischendurch ist sie auf 20 Dollar gefallen, aktuell steht sie um die 24. Du verkaufst einen Put bei 23 Dollar, nimmst dafür eine Prämie mit, und wenn Du eingebucht wirst, hast Du die Aktie zu einem Preis, mit dem Du leben kannst. Was macht der Investor anders? Er sagt: „Ich sichere gar nicht ab, weil ich die Aktie sowieso langfristig halten will." Und das kann völlig legitim sein, wenn Du bereit bist, auch temporäre Verluste auszuhalten. Fällt die Aktie nach dem Einstieg auf 22 oder 21 Dollar, bleibst Du ruhig, weil Du an den langfristigen Erfolg glaubst. Ich glaube, wir können schon mal festhalten, es ist ein großer Unterschied, ob Du ein Trader bist, der sehr kurzfristig handelt, der auf gewisse Gewinne setzt, aber möglichst keinen Verlust machen will, oder ob Du ein Investor bist, der wirklich sagt, ich will die Aktie haben, zu diesem Preis jetzt und wenn sie ein bisschen fällt, lebe ich damit, weil ich könnte auch aus der Absicherungsseite sagen, vielleicht lege ich noch ein bisschen Geld nach. Nehmen wir dieses Beispiel mit Intel als Investor: Einstieg bei 23 Dollar Nachkauf bei 20 Dollar. Dann liegst Du im Durchschnitt bei 21,50 Dollar. Hast Du noch Mieten über die Puts eingenommen, könntest Du effektiv sogar bei rund 20,50 oder 20,70 Dollar stehen. Fast kein Minus mehr. Was heißt das konkret? Absicherung beginnt mit Deiner Strategie. Und sie beginnt mit dem richtigen Einstieg. Investiere in Tranchen Viele Anfänger machen den Fehler, gleich die komplette Summe in eine Position zu investieren. Wenn die Aktie dann fällt, rutscht das Depot direkt tief ins Minus, ohne Spielraum für Nachkäufe oder Anpassung. Ein einfacher Trick: Investiere in Tranchen. Arbeite mit Hälften Oder noch besser: mit Dritteln So bleibst Du flexibel und hast immer Luft, um nachzulegen oder taktisch zu reagieren. Dein Depot sicherst Du mit einer guten Strategie und auch Cash ab. Nehmen wir nochmal das Beispiel mit Intel: Du kaufst das erste Drittel bei 23 Dollar Das zweite bei 20 Und das dritte bei 17 Dein Durchschnittskurs liegt jetzt bei 20 Dollar. Wenn Du zusätzlich Mieten eingenommen hast, senkt sich Dein Einstieg vielleicht auf 19 oder sogar 18 Dollar. Was bedeutet das? Obwohl die Aktie deutlich gefallen ist, stehst Du kaum im Minus, oder sogar leicht im Plus. Steigt der Kurs wieder zurück auf 23, hast Du richtig verdient. Das zeigt: Absicherung fängt mit dem Einstieg an. Und mit der Struktur, wie Du Dein Geld einsetzt. Wichtig zu beachten ist: Bist Du Investor, Trader oder, so wie wir, Value-Investor mit Trading-Ansatz. Wie steht der Markt aktuell? Wenn die Kurse sehr hoch stehen – wie zurzeit – ist es besonders wichtig, vorsichtig zu sein. Da würde ich immer empfehlen, auch einiges an Geld mal vom Tisch zu nehmen. Gewinne schaden nur dem, der sie nicht hat. Investiere in Tranchen, nicht auf einen Schlag. Arbeitest Du mit Dritteln oder Hälften, bleibst Du flexibel und kannst nachlegen, wenn es mal gegen Dich läuft. Welche Optionen zur Absicherung hast Du? Wenn Du jetzt im Bereich der Optionen unterwegs bist, vielleicht bist Du auch schon Hörer von mir, vielleicht hast Du auch schon Seminare von mir besucht, dann gibt es natürlich auch noch andere Möglichkeiten der Absicherung. Zum einen natürlich Puts und Calls. Viele Anfänger machen den Fehler: Sie investieren ihr gesamtes Geld in Aktien Oder verkaufen Puts auf das ganze Depot Das bedeutet: sie setzen alles auf steigende Kurse. Aber Profis sichern ab, und zwar auf mehreren Ebenen. Mögliche Ansätze: Verkauf eines Calls auf eine bestehende Aktienposition → So kannst Du Prämien einnehmen und Deine Position gleichzeitig etwas absichern Leerverkäufe, um bei fallenden Märkten Gewinne mitzunehmen oder Verluste zu begrenzen Calls „im Geld" verkaufen, um gleichzeitig Schutz und Einnahme zu kombinieren Wieso Du die Cashquote nicht vernachlässigen solltest Und einer der wichtigsten Punkte überhaupt: Die Cashquote. Ein Fehler ist oft, dass Leute eben ihr gesamtes Geld investieren und keinen Cashbestand mehr haben. Ich kann aus meiner Erfahrung von über 30 Jahren sagen, dass der Cashbestand im Depot extrem wichtig ist. Cash schadet nur dem, der wenig hat. Man kann also sagen: Cash is King. Was meine ich damit? Kann man ganz klar sagen, es gibt immer wieder Chancen und Möglichkeiten an der Börse, dass irgendwas passiert, wodurch die Kurse deutlich fallen. Am Ende muss man zum Thema der Absicherung auch sagen: Im Einkauf liegt der Gewinn. Darüber sprechen wir auch immer in den Seminaren: der Unterschied zwischen Wert und Preis. Wert ist das, was du bekommst und Preis ist das, was Du bezahlst. Und hier ist es wichtig, eine gewisse Cashquote eben vorzuhalten. Wenn eine Aktie unter ihren wahren Wert fällt, brauchst Du Liquidität, um einzusteigen. Eine Cashquote ist also sehr wichtig. Meine ESI-Formel kennst Du sicher schon: Einkommen, sparen, investieren. Dann darfst Du eben auch weiteres Geld in die Depots hinterherschieben. Dann ist das auch ein sehr positiver Faktor. Aber wir können festhalten, eine Cashquote ist sehr wichtig. Ein weiterer wichtiger Punkt zur Absicherung ist die Frage, wann greift denn eine Absicherung überhaupt? Dieses Thema möchte ich hier heute im Podcast auch nochmal mit aufnehmen. Denn eins ist auch klar: eine Absicherung oder natürlich auch eine Versicherung kostet immer Geld. Wenn Du ein Haus, ein Wohngebäude oder einen Hausrat hast, dann zahlst Du Geld an die Versicherung dafür, dass Dein Haus versichert ist und dass Du im Schadensfall Geld bekommst. Das gleiche ist auch die Absicherung in einem Depot. Wenn Du ein Depot hast und Du kaufst Dir eine Absicherung oder eine Versicherung, dann gibst du eben Geld dafür aus. Musst Du Dein Depot immer absichern? Absicherung beginnt damit, Dein Risiko zu kennen. Ich sage immer: Bei der Absicherung gibt es zwei Herausforderungen: Dein Depot – also Dein finanzielles Risiko Deine Emotionen – also ob Du Schwankungen überhaupt aushältst Weitere Fragen, die Du klären solltest: Soll die Absicherung permanent aktiv sein? Reicht es, wenn sie nur bestimmte Rückschläge abfedert? Möchtest Du nur Teile Deines Depots absichern? Ist Dein Ziel, Verluste zu glätten und das Depot ruhiger zu machen? Wenn Du mit leichten Verlusten leben kannst, aber dafür gegen stärkere Rücksetzer geschützt bist, kann das schon reichen. Das Depot läuft dann stabiler, und das ist oft der größere Gewinn. Wie Du Absicherung wirklich strategisch denkst Ein Punkt, den viele unterschätzen: Wie viele Werte habe ich eigentlich im Depot? Gerade Anfänger investieren häufig in nur ein oder zwei Titel. Klar, bei einem kleinen Depot ist es schwer, gleich mit acht oder zehn Aktien zu starten. Trotzdem ist das gefährlich. Je weniger Werte Du hältst, desto stärker wirken sich einzelne Kursrückgänge auf Dein gesamtes Depot aus. Deshalb ist Sparen nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein strategischer Hebel. Wenn Du regelmäßig Geld zur Seite legst, kannst Du bei fallenden Kursen gezielt nachkaufen und Deine Einstiegspreise verbessern. Besonders bei Qualitätsunternehmen, die Du langfristig halten willst, ist das Gold wert. Wichtig ist aber nicht nur, wie viele Werte Du im Depot hast, sondern auch, welche. Der Begriff dafür ist Diversifizierung. Es ist also nicht ratsam, dass Du Dein Geld in eine Branche investierst, sondern Dein Depot breit aufstellst. Es bringt nichts, wenn Deine acht Aktien allesamt Tech-Titel sind – nur weil dort aktuell die höchsten Prämien möglich sind. Diversifikation heißt, gezielt zu streuen: ein Teil Tech, aber auch Öl, Banken, Consumer, Gesundheit, vielleicht auch Rohstoffe wie Gold oder Silber. Denn wer breit streut, schläft einfach besser, gerade in unruhigen Börsenzeiten. Je größer Dein Depot, desto wichtiger ist auch die Absicherung, da Du dann natürlich auch mehr Geld verlieren könntest. Ein weiteres Thema, das oft vernachlässigt wird, ist der Blick auf die Marktstruktur. Nimm zum Beispiel den VIX, den Volatilitätsindex. Er gilt als Angstbarometer. Wenn die Volatilität niedrig ist – wie derzeit – stehen die Märkte meist sehr hoch. Wenn sie anzieht, drohen oft Rückschläge. Besonders in den Sommermonaten wie Juli oder August, wenn das Handelsvolumen sinkt, können wenige Marktteilnehmer große Bewegungen auslösen. Auch das sollte in Deiner Absicherungsstrategie berücksichtigt werden. Ebenso entscheidend ist die fundamentale Bewertung der Märkte. Beim S&P 500 liegt das langfristige Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 15 bis 16. In der Spitze hatten wir zuletzt Werte von über 25. Und Märkte neigen langfristig dazu, sich wieder ihrem Mittelwert anzunähern. Das heißt, ist das Kursgewinnverhältnis sehr hoch, wäre ich sehr vorsichtig mit weiteren Käufen und Einstiegen, sondern lege manchmal auch mein Geld beiseite, dann verdiene ich vielleicht in der Sekunde nichts, aber meine Cashquote fällt auch mal bei 40 oder 50 Prozent. Ich verliere aber vor allem kein Geld, wenn die Märkte wieder nach unten gehen. Du kannst hoffentlich einiges für Dich umsetzen und Deine Börsenstrategie an Deine Ziele anpassen. Ich kann es noch mal sagen, die Absicherung ist ein extrem wichtiger Punkt für die Profis, wird aber von den meisten Anfängern ein Stück weit vernachlässigt. Sichere Dein Depot Deinen Zielen entsprechend ab. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Die Absicherung wird unterschätzt! (00:04:26) Das Absicherung am Beispiel Intel (00:12:01) Cash ist King
11/08/2025 • 19:38
Juli-Rückblick: Hochspannung trotz Rekordständen – was jetzt für Dein Depot zählt! Heute haben wir wieder einen Marktrückblick und schauen uns an, wie die Börse im Juli gelaufen ist. Welche Aktien liefern wirklich ab? Wo lauern Risiken? Und was bedeutet das für Deine Strategie im August? All das erfährst Du in dieser Episode, inklusive meiner Depotentscheidungen, aktueller Asset-Entwicklungen und einem klaren Ausblick für die kommenden Wochen. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum der Juli trotz Allzeithochs von Unsicherheit geprägt war Diese Signale solltest Du jetzt ernst nehmen Wie die großen Indizes im Juli performt haben Worauf es beim Einstieg wirklich ankommt So verhalten sich Öl, Gold, Bitcoin & Co. im Vergleich Wie ich mein Depot aktuell absichere Mein Ausblick für August und der entscheidende Tipp für Dich Warum der Juli trotz Allzeithochs von Unsicherheit geprägt war Was ist im Juli 2025 passiert? Was bringt der August? Wir befinden uns mitten in der Sommersaison. Die letzte FED-Sitzung ist über die Bühne gegangen, das Thema Zölle bleibt weiter brisant. Wir schauen gemeinsam darauf, wie sich der Markt entwickelt hat, welche Trends sich abzeichnen, welche Ideen ich verfolge, und wie konkrete Umsetzungsstrategien aussehen könnten. Die aktuelle Marktlage zeigt: Nicht alle Unternehmen treiben die Kurse. Eigentlich ist es sogar nur eine Handvoll, die die Indizes auf neue Allzeithochs schieben. Im Idealfall ziehen alle Kurse an – befeuert durch starke Wirtschaftsdaten und reale Unternehmensgewinne. Doch aktuell ist das nicht der Fall. Viele Quartalsberichte der laufenden Berichtssaison enttäuschen. Auch die Ausblicke sind oft schwach. Ein paar Beispiele: Novo Nordisk: -21 % Paypal: -8 bis -9 % (obwohl solide Zahlen, aber schwacher Ausblick) Starbucks: Umsatzrückgang, aber Kurs leicht angesprungen Wir haben die Situation, dass Sommerpause ist. Das heißt, die Umsätze und Volumina sind relativ klein. Das gibt auch immer die Gefahr von Dips, von einem Crash. Ich sehe jetzt keinen Crash morgen, außer wir haben einen exogenen Schock. Aber man kann auf jeden Fall festhalten, wenn die Volumen klein werden, dann sind die Ausschläge in der Regel auch größer. Wir sehen eine Volatilität, den VIX, der am Himmel ist, der sozusagen im Moment eher bei der Volatilität bei 15 steht. Die Börse wirkt ruhig, fast „am Himmel". Für Optionsprämien ist das jedoch kein Idealzustand. Das solltest Du diesbezüglich wissen: Insider-Käufe: Was sind eigentlich Insider-Käufer? Insider sind beispielsweise Leute aus dem Aufsichtsrat, dem Vorstand, CEOs usw. Und Insider-Käufer sind selten geworden und das ist ein klares Warnsignal für mich. Denn in dem Moment, wo die Insider nicht mehr kaufen, haben die ja eher das Gefühl, dass die Märkte und Preise zu hoch sind und dass sie deswegen nicht kaufen wollen. Wer kauft eigentlich noch? Institutionelle Investoren – also die Profis – halten ihr Geld zurück. Gekauft wird aktuell überwiegend vom „Retail-Kunden", also von privaten Anlegern wie Du und ich. Wenn die Großen sich zurückziehen, ist das ein weiteres Warnzeichen. Diese Signale solltest Du jetzt ernst nehmen Im Moment lässt sich also klar beobachten: Die professionellen Investoren, also die institutionellen Anleger, halten sich zurück. Ihr Kapital bleibt „im Trockenen". Gekauft wird fast ausschließlich vom Retail-Kunden. Schauen wir uns die Marktdaten und Auswertungen von Analysten und Fondsmanagern an, zeigen diese eindeutig: Die Profis steigen aus oder haben bereits große Positionen verkauft. Das ist ein Warnsignal. Denn wenn institutionelle Anleger nicht mehr aktiv kaufen, steht oft eine Korrektur bevor. Und wenn dann der Markt fällt, sind es häufig die privaten Anleger, die noch aufstocken, und so zur letzten Käufergruppe werden. Ein Blick zurück: Seit der Finanzkrise 2008/2009 wurde enorm viel Geld gedruckt. Auch aktuelle Zinssenkungen stützen die Märkte zusätzlich. Und es fehlt natürlich faktisch an Asset-Klassen, in die man investieren kann. Und das ist der Grund, warum die Aktienmärkte auch weitergetrieben werden und warum das Ganze aber auch kritisch zu sehen ist. Warren Buffett sitzt aktuell auf rund 350 Milliarden US-Dollar in Cash. Er investiert nicht, weil er die aktuellen Bewertungen für zu hoch hält. Schauen wir uns Nvidia an: Letzte Woche: 176 US-Dollar pro Aktie Unternehmensbewertung: 4,3 Billionen US-Dollar Am schönsten ist es, wenn der Markt alle Boote nach oben hebt und die Aktien einfach steigen. Das ist momentan nicht der Fall. Und es bleibt dabei: Der Markt hebt nicht alle Boote. Über 60 % aller Aktien liegen unter ihrer 50-Tage-Linie. Auch das ist wieder ein großes Warnsignal. Die Indizes werden aktuell vor allem von wenigen großen Namen getragen: Nvidia, Microsoft und Co. Die breite Masse der Aktien macht diesen Anstieg nicht mehr mit. Zusammengefasst: Wir befinden uns im Sommerloch. Die Berichtssaison läuft. Die FED bleibt ein Thema. Die Zolldiskussionen sind ungelöst. Die Spannung an den Märkten nimmt zu. Für den August erwarte ich keine dramatischen Abstürze, aber ich wäre nicht überrascht, wenn sich die Kurse leicht zurückziehen. Erfahrungsgemäß passiert das immer gern, wenn ich in den Urlaub gehe. Der sogenannte „Ulli-Indikator" hat da in den letzten Jahren öfter ins Schwarze getroffen. Wie die großen Indizes im Juli performt haben Was habe ich in meinem Depot konkret umgesetzt? Ich kann Dir sagen: Ich habe Gewinne mitgenommen. Wie stark, hängt natürlich immer davon ab, wie Du im Markt unterwegs bist. Beispiel Nvidia: Hier habe ich einige Anteile verkauft. Grundsätzlich halte ich Nvidia-Positionen langfristig: Das ist für mich ein klassisches Langfrist-Invest. Aber ich schichte je nach Marktlage auch mal um. Bei 87 bis 90 US-Dollar hatte ich Nvidia deutlich aufgestockt. Jetzt, bei 170 bis 172 US-Dollar, bin ich ausgestiegen – mit einem Gewinn von teilweise 100 Prozent. Denn: Im Einkauf liegt der Gewinn. Ich bin einfach nicht bereit, das aktuelle Risiko weiter zu tragen. Das heißt allerdings nicht, dass Nvidia morgen unbedingt fallen muss. Wie Kostolany schon sagte: Eine euphorische Masse kann Aktienkurse an Orte treiben, die mit gesundem Menschenverstand kaum mehr zu erklären sind. Die Frage ist nur, wie lange das weiterläuft. Jetzt ein Blick auf die wichtigsten Indizes im Juli: Dow Jones: von ca. 44.100 auf 44.600 → +1 % Nasdaq: von 22.679 auf 23.300 → +2,8 % (gleichgewichtet wären es +2,1 %) S&P 500: von 6.204 auf 6.370 → +2,7 % (gleichgewichtet: +2,5 %) Russell 2000: von 2.175 auf 2.242 → +3,1 % MSCI World: von 4.026 auf 4.102 → +1,9 % DAX: von 23.900 auf 24.217 → +1,3 % Damit sind fast alle Indizes aktuell in der Nähe ihres Allzeithochs. Gerade der DAX hat 2025 bereits rund 30 % zugelegt – eine Zahl, die man sich wirklich bewusst machen sollte. Prozentzahlen allein sagen nämlich wenig aus, wenn sie nicht auch mit realwirtschaftlicher Leistung belegt werden. Und seien wir ehrlich: Ein DAX kann auf Dauer keine 30 % pro Jahr steigen, das ist schlicht unrealistisch. Die langfristige Durchschnittsrendite liegt eher bei 8 bis 9 Prozent jährlich. Deshalb solltest Du Dir genau überlegen, ob Du auf diesem Niveau noch neu einsteigen willst. Worauf es beim Einstieg wirklich ankommt Wenn Du als Investor unterwegs bist, solltest Du aus meiner Sicht immer drei Bereiche im Blick behalten: Emotionen, Strategie und vor allem den richtigen Einstiegszeitpunkt. Hast Du noch 40 Jahre bis zur Rente und langfristig Zeit? Dann kannst Du sicherlich auch eine Nvidia zu 176 US-Dollar kaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs in zwei, drei oder fünf Jahren deutlich höher steht, ist definitiv gegeben. Wenn Du allerdings wie wir arbeitest, also als Value-Investor mit Trading-Ansatz, dann gehört es eben auch dazu, Gewinne regelmäßig mitzunehmen. Denn: Gewinne schaden nur dem, der sie nicht hat. Und wie schon erwähnt: Im Einkauf liegt der Gewinn. Ein weiterer Punkt: Das Umfeld bleibt angespannt. Die weltweiten Unsicherheiten wie Zollstreit, China, Nahost-Konflikte und der Ukrainekrieg wirken weiterhin wie eine Bremse für das globale Wirtschaftswachstum. Dazu kommt die US-Innenpolitik: Trump und Powell liefern sich regelmäßig öffentliche Schlagabtausche. Trump möchte natürlich fallende Zinsen, weil das der Wirtschaft und letztlich ihm selbst hilft. Die FED aber bleibt vorsichtig. Die Frage ist: Wie geht dieses Spiel aus? Ein Blick auf das BIP: Deutschland (Q2): -0,1 % im Vergleich zum Vorquartal Das ist zwar nur ein leichter Rückgang, aber faktisch wie eine Mini-Rezession. Analysten sagen, dass wir Richtung Herbst eine deutliche Erholung sehen werden. Eurozone (Q2): +0,1 % Nur leicht im Plus, hauptsächlich getragen von Frankreich, das ein deutliches Wachstum gezeigt hat. Ob Deutschland in der zweiten Jahreshälfte wieder in Schwung kommt, wird auch davon abhängen: wie stark der Staat in Verteidigung investiert was im Bereich Infrastruktur passiert: Straßen, Brücken, Mobilnetz, u.v.m. So verhalten sich Öl, Gold, Bitcoin & Co. im Vergleich Ölpreis: von 65,11 auf 69,00 → +6,3 % Euro/US-Dollar: von 1,18 auf 1,15 → -2,0 % Der Euro beginnt langsam nachzugeben. Zwischenzeitlich war er schon bei 1,00, manche haben sogar 0,9 prognostiziert. Das, so habe ich schon früher gesagt, wäre für die USA und Trump viel zu teuer. Wir sehen: Die Wechselkurse entwickeln sich spürbar und beeinflussen ebenso die wirtschaftliche Gesamtlage. Die Europäer dürften nun versuchen, den Kurs wieder zu stabilisieren. Ich persönlich sehe den Euro eher in Richtung 1,12 bis 1,10 laufen, aber das werden wir weiter beobachten. Ein Blick auf die weiteren Rohstoffe und Währungen: Gold: von 3.303 auf 3.326 → +0,7 % Silber: von 36,11 auf 38,21 → +5,8 % Silber hatte ich ja bereits als unterbewertet mit Aufholpotenzial empfohlen. Das zeigt sich auch diesen Monat wieder. Bitcoin: von 107.000 auf 117.000 → +9,3 % UM-Strategy Fund: von 99 auf 100 → +1,0 % Dass die Ölpreise gestiegen sind, habe ich schon gesagt. Der Anstieg beim Ölpreis liegt unter anderem an Produktionsdrosselungen durch die OPEC. Auch ein Blick auf die Unternehmensergebnisse zeigt: Vieles ist aktuell nicht so stabil, wie die Märkte auf den ersten Blick wirken. Ein paar Beispiele: Mercedes: Gewinneinbruch um 69 % BASF: warnt vor einer abkühlenden Weltwirtschaft. Die sagen auch, sie sehen eine deutlich eintrübende Weltkonjunktur und Weltwirtschaft. Die Geschäfte werden schwieriger. Und die Wachstumsfantasie dürfte im zweiten Halbjahr nachlassen. Porsche: senkt die Prognose, unter anderem wegen der Zölle Disney-Kurs: hat sich kaum bewegt SymRise: Umsatz stagniert, aber höhere Margen retten das Bild etwas Krones (MDAX): ebenfalls unter Druck durch den Zollstreit Starbucks: sechster Umsatzrückgang in Folge (-2 % im Q3) Deutlich spürbar: Konsumenten sparen; weniger Kaffee-Käufe oder einfach Mitnahme von zu Hause. Visa: Gewinnwachstum von 5,3 Mrd. → +8 %, aber der Ausblick sorgt für Rücksetzer beim Kurs Diese Beispiele zeigen: Die Mehrheit der präsentierten Zahlen ist schwach oder mit einem kritischen Ausblick behaftet. Selbst wenn Zahlen auf den ersten Blick okay erscheinen, wurden sie häufig im Vorfeld gesenkt, um dann vermeintlich „positiv zu überraschen". Hier ist also genaues Hinschauen gefragt. Wie ich mein Depot aktuell absichere Viele Unternehmen überraschen bei ihren Zahlen positiv, aber nur, weil sie vorher bewusst tief gestapelt haben. Statistisch übertreffen rund 70 % der Firmen ihre Erwartungen. Doch oft ist das Ergebnis weniger beeindruckend, als es scheint, weil die Messlatte vorher abgesenkt wurde. Wie sehe ich den Markt für den August? Der Juli war stärker als erwartet. Ich hatte eher mit einer Seitwärtsbewegung oder leicht fallenden Kursen gerechnet. Damit lag ich diesmal daneben. Für den August erwarte ich allerdings keine großen Sprünge mehr, weder nach oben noch nach unten. Der Grund: Die Bewertungen haben sich deutlich vom langfristigen Durchschnitt entfernt. Was heißt das für Deine Strategie? Ich kann Dir nur mitgeben, was ich selbst mache: Ich habe meine Cashquote auf 25–30 % erhöht. Über Indizes habe ich eine Absicherung aufgebaut. Zusätzlich habe ich langlaufende Calls verkauft, um bestehende Aktienpositionen weiter abzusichern. Wenn ich jetzt noch kaufe, dann nur ganz gezielt. Durch die niedrige Volatilität sind die Optionsprämien im Moment überschaubar – es gibt entweder wenig Prämie oder man muss sehr nahe an den Kursen arbeiten. Das Risiko ist dabei nicht zu unterschätzen. Ich persönlich bin momentan nicht bereit, das einzugehen. Was kaufe ich noch ein? Nur Aktien, bei denen ich langfristig überzeugt bin. Beispielsweise: Hormel Foods General Mills Nike Novo Nordisk (NVO) – trotz der 20 % Rücksetzer bei den Earnings Medtronic Starbucks Wenn man hier mit einer klaren Strategie arbeitet, und auch mit Optionsprämien, kann man auf lange Sicht solides Geld verdienen. Mein Ausblick für August und der entscheidende Tipp für Dich Nach sieben Monaten ziehe ich eine erste Bilanz: Meine privaten Depots liegen bei rund 18–19 % im Plus. Damit bin ich sehr zufrieden. Wichtig: Ich liege hinter dem Markt, das sage ich ganz offen. Der DAX, die Nasdaq oder auch der Dow haben in Summe mehr Performance hingelegt. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn wenn die Märkte irgendwann korrigieren – und das werden sie – geben auch die Indizes ihre Gewinne wieder ab. Ich rechne nicht damit, dass mir das in dem Ausmaß passieren wird. Deshalb bin ich da sehr entspannt. Was zählt, ist die langfristige Perspektive. Du musst nicht ständig den Markt schlagen, das ist ohnehin kaum möglich. Was Du brauchst, ist eine klare Strategie, emotionale Distanz und den Blick für das große Ganze. Es geht nicht darum, morgen reich zu sein, sondern langfristig Vermögen aufzubauen. Mein Ausblick für den August: eine Seitwärtsbewegung oder einen leichten Rücksetzer Kein Crash, aber auch kein Feuerwerk. Und das wäre sogar gesund, denn die Märkte sind zuletzt hoch gelaufen. Ein kleiner Rückschritt würde den Druck rausnehmen. Zum Jahresende könnte ich mir vorstellen, dass wir sogar wieder auf Allzeithoch-Niveau stehen. Das ist natürlich spekulativ, aber nicht ausgeschlossen. Zum Schluss noch mein wichtigster Tipp: Vergiss bitte niemals die Absicherung. Das machen die Profis immer. Viele Anfänger übersehen diesen Punkt und zahlen dafür oft teuer. Ich verabschiede mich damit in meinen Urlaub, wünsche Dir eine starke Sommerzeit und weiterhin gutes Gelingen an der Börse. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Was bisher geschah (00:05:25) Das Sommerloch (00:14:40) Unrealistische Märkte und Tipps für dich
04/08/2025 • 19:36
Diese 6 Faktoren verhindern Deinen Börsenerfolg Viele Menschen starten voller Motivation an der Börse – und scheitern trotzdem. Nicht, weil sie zu wenig wissen oder schlechte Tools benutzen, sondern weil sie immer wieder über dieselben inneren Hürden stolpern. Gerade jetzt, wo ich mir im Urlaub selbst bewusst Zeit für Reflexion nehme, fällt mir auf, wie entscheidend bestimmte Faktoren wirklich sind. Sie ziehen sich durch hunderte Gespräche mit Teilnehmern, durch Feedback aus Coachings, durch meine eigenen Erfahrungen. Welche 6 Faktoren das sind und wie sie Dir dabei helfen, erfolgreich an der Börse zu sein, erfährst Du in dieser Folge. Das erwartet Dich in dieser Folge: Wie Angst, Stress und Gier Deine Entscheidungen sabotieren Warum viele zu früh aufgeben oder zu schnell handeln Warum Fehler dazugehören und wie Du richtig mit ihnen umgehst Weshalb Du einen klaren Plan brauchst Disziplin: Umsetzen und dranbleiben Wie Angst, Stress und Gier Deine Entscheidungen sabotieren Viele Menschen scheitern an der Börse nicht wegen fehlendem Wissen, sondern weil sie ihre Emotionen nicht im Griff haben. Genau darum geht es in dieser Folge: um die 6 Faktoren, die Deinen Börsenerfolg verhindern – und wie Du sie erkennst und für Dich nutzt. Ich bin seit über 31 Jahren an der Börse aktiv und gerade wieder eine Woche im Urlaub. Eine Zeit, in der ich bewusst reflektiere, mir Notizen mache und Erkenntnisse festhalte. Was bringt mich weiter? Was hindert mich und was hindert andere? In dieser Woche ist mir einmal mehr klar geworden, warum viele Menschen trotz bester Voraussetzungen nicht vorankommen. Die Ursachen sind häufig dieselben: Emotionen, Ungeduld, mangelnde Disziplin, unklare Strategien oder der fehlende Mut, einfach ins Tun zu kommen. Wenn Du mir schon länger folgst, weißt Du, dass ich denke, dass jeder die Börse erlernen kann. In den letzten Tagen hat ein Teilnehmer gesagt: „Ich überlege, ob ich überhaupt weitermachen soll, das dauert alles länger als gedacht." Und genau das ist der Punkt. Wir Menschen wollen oft zu schnell zu viel. An der Börse funktioniert das nicht. Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Erfolg – ob an der Börse oder im Leben – beginnt mit dem ersten Schritt. Jeder große Weg, jedes Ziel beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn Du beispielsweise abnehmen möchtest, geht das nicht in einer Woche, oder wenn Du reich werden möchtest, klappt das nicht in einem Jahr. Es braucht Zeit, Geduld, Wiederholung und Fehler. Ja, Fehler sind ein Teil des Prozesses. Ich will mit Dir in dieser Folge nicht nur die größten Hindernisse auf dem Weg zum Börsenerfolg beleuchten, sondern Dir auch zeigen, wie Du sie überwindest. Denn egal ob Du gerade am Anfang stehst oder schon länger investierst – diese Punkte sind immer wieder entscheidend. Diese 6 Punkte sind nicht nur für die Börse wichtig, sondern wahrscheinlich für Dein ganzes Leben. Aber wir kommen natürlich zu den Punkten, die auch für die Börse passen, denn der Börseninvestor-Podcast beschäftigt sich natürlich mit der Börse, mit dem Investieren, auch mit dem Unterschied zwischen Investieren und Trading. Auch das ist etwas, gerne werde ich gefragt, was so dieser absolute Masterplan ist, die perfekte Blaupause, in der alles beschrieben ist. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, da jeder Mensch anders ist, andere Erfahrungen und Fehler gemacht hat, und auch andere Gefühle bezüglich bestimmter Themen hat, und jeder hat natürlich auch eine individuelle Risikoneigung. Am Ende geht es darum, dass jeder seinen Weg findet. Der erste und vielleicht wichtigste Faktor, um erfolgreich an der Börse sein zu können: Emotionen. Woher kommen sie eigentlich? Emotionen entstehen im Gehirn, genauer gesagt im limbischen System – das zuständig für die Verarbeitung von Gefühlen und dem Entstehen von Trieben ist. Ein weiterer Teil des Gehirns ist die Amygdala, die beispielsweise an der Entstehung von Angst beteiligt ist und damit auch an der Entstehung körperlicher Symptome, die mit dieser Emotion einhergehen: beispielsweise kalte Hände, übermäßiges Schwitzen, erhöhte Herzfrequenz usw. Dann gibt es noch den Hypothalamus – ein Gehirnareal, das auch zum limbischen System gehört – der die Ausschüttung von Hormonen steuert und somit auch an der Entstehung von Emotionen beteiligt ist. Für die Speicherung von Emotionen und Erinnerungen ist der Hippocampus wichtig. Emotionen sind das Ergebnis von neurobiologischen Prozessen im Gehirn, die durch äußere Reize entstehen, aber auch durch Erinnerungen und die eigene Bewertung von Dingen, Emotionen sind etwas, das uns in Bezug auf die Börse oft im Weg steht. Angst, Stress oder Gier sind schlechte Ratgeber. Sie führen zu impulsiven Käufen oder Verkäufen, zu hektischen Reaktionen – und meistens zu Verlusten. Nehmen wir Gewinne und Verluste, ist zu sagen, dass das Gehirn bei Verlusten deutlich emotionaler reagiert als bei Gewinnen. Das hängt einfach damit zusammen, dass die Verlustangst das gleiche Hirnareal ist, wie die Todesangst, und dann kann man verstehen, dass man dort auch irrationale Entscheidungen trifft, wo man eben am Ende ja Geld verliert oder auch Fehler macht. Wir erleben das im Support immer wieder, dass uns Menschen schreiben: „Mann, wer hat mein Depot getradet, das wollte ich doch so gar nicht, das kann ich doch gar nicht gewesen sein", aber man muss eben verstehen, dass diese Emotionen wirklich zu irrationalen Entscheidungen führen können. Also muss man sich überlegen, was in Bezug auf impulsive Entscheidungen wegen Emotionen helfen kann. Das sind zum Beispiel Erfahrungen, Wissen, trainieren. Warum viele zu früh aufgeben oder zu schnell handeln Ein weiterer wichtiger Punkt an der Börse ist dieser: Ungeduld. Die Ungeduld hindert uns daran, Dinge richtig zu machen. Was ist Ungeduld eigentlich genau? Wo kommt sie her? Ungeduld entsteht oft aus Frust. Aus dem Gefühl heraus, dass sich Ziele oder Wünsche nicht schnell genug erfüllen. Dass man sich anstrengt, aber nicht vorankommt. Dass man auf der Stelle tritt. Oder dass einfach alles zu lange dauert. Ich sehe das auch immer wieder bei Teilnehmern: Sie starten motiviert, wollen die Börse lernen – aber wenn es nicht gleich läuft oder wenn die Erfolge ein paar Monate auf sich warten lassen, kippt die Stimmung. Und dann kommt dieses innere Gefühl von Ungeduld. Dieses Gefühl entsteht oft durch Stress. Wenn viele Baustellen gleichzeitig offen sind, der Alltag voll ist, man Druck spürt – dann steigt die Ungeduld. Und Ungeduld bringt Dich dazu, Entscheidungen zu treffen, die nicht durchdacht sind. Zu früh kaufen. Zu schnell verkaufen. Oder Strategien über Bord werfen, nur weil die Ergebnisse noch nicht da sind. Ich kann Dir nur sagen: "Wer langfristig erfolgreich sein will, braucht Geduld." Und das ist eine der schwersten Lektionen – weil unser Gehirn nicht auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Es will jetzt Ergebnisse, sofort! Doch echte Erfolge brauchen Zeit. Und Kontinuität. Menschen, die unsere Seminare besuchen, stellen schnell fest, dass es einiges zu lernen gibt und man nicht direkt in die Umsetzung kommt. Sie fragen sich, was denn nun der nächste konkrete Schritt ist und werden ungeduldig, da sie so schnell wie nur möglich ein Vermögen aufbauen möchten. Dadurch entsteht Ungeduld und sie sind unglücklich. Ungeduld kann beispielsweise auch dann entstehen, wenn man ein Stück weit die Kontrolle verliert. Auch das ist ein wichtiger Punkt, der innere Kontrollfreak, der alles im Griff haben und kontrollieren möchte, der nicht wirklich vertraut. Die Ursachen für Ungeduld können sein: - Frustration: Erwartungen, die nicht sofort erfüllt werden - Stress und Zeitdruck: Manche Teilnehmer checken jeden Tag, ob sich etwas getan hat. - Kontrollverlust: Der Kontrollfreak in uns kommt nicht zur Ruhe. - Selbstkontrolle: Ungeduld entsteht auch durch den Mangel von Selbstkontrolle, was wiederum dazu führen kann, dass Menschen impulsiv/emotional handeln. - Soziale Einflüsse/ Vergleichen mit anderen: Wieso habe ich vermeintlich die falsche Aktie gekauft, während jemand anderes tolle Erfolge feiert? Das Vergleichen mit anderen kann zu Frustration und Neid führen. - Unterforderung: Fühlen wir uns unterfordert/gelangweilt, kann das auch Ungeduld auslösen. Nimm die Emotionen raus. Atme mal durch und schraub Deine Erwartungen runter, denn zu hohe Erwartungen führen zu Ungeduld. Nimm Dir Zeit, um Dich mit dem System auseinanderzusetzen und alles Wichtige zu lernen. Warum Fehler dazugehören und wie Du richtig mit ihnen umgehst Kommen wir zum dritten Faktor: Fehler. Aber was ist ein Fehler eigentlich? Ein Fehler ist eine Abweichung von dem Zustand, den Du Dir eigentlich erhofft hast. Beispiel: Du startest mit dem System, hast im Kopf: „Der Müller macht zwei, drei Prozent im Monat – das will ich auch!" Du buchst das Seminar und erwartest, dass Du ab morgen genau das schaffst. Kommt es dann anders, entsteht Frust. Doch dieser „Fehler" kann viele Ursachen haben: Falsche Handlung Falsche Überlegung oder Beurteilung Unklarer oder falsch eingeschätzter Zustand Keine klar definierten Ziele Fehler sind in der Regel menschlich – sie passieren. Natürlich gibt es auch technische Probleme, unklare Prozesse oder externe Einflüsse. Aber gerade an der Börse liegt die Ursache meist bei uns selbst. Fehler an der Börse sind in den allermeisten Fällen keine Technikprobleme, sondern menschliche. Wir treffen Entscheidungen – beeinflusst von Informationen, geprägt von Erwartungen, Emotionen oder voreiligen Einschätzungen – und weichen dadurch vom Soll-Zustand ab. Doch genau darin steckt auch die größte Chance. Ein Fehler kann der wichtigste Wendepunkt Deiner Börsenkarriere sein. Vielleicht hast Du 1.000 Euro verloren. Wenn Du diesen Fehler aber nie wieder machst, dann war das keine Dummheit, sondern eine hilfreiche Lektion – eine Investition in Erfahrung. Und wenn Du es schaffst, aus dieser Lektion eine dauerhafte Verbesserung zu ziehen, dann wird dieser Fehler rückblickend zum Gewinn. Ich bin heute nur deshalb ein besserer Investor als andere – weil ich viel mehr Fehler gemacht habe. Nicht weniger. Der Unterschied ist nur: Ich habe daraus gelernt. Die Frage ist also nicht: „Wie vermeide ich jeden Fehler?" Sondern: „Was mache ich, wenn ein Fehler passiert?" Viele Menschen machen sich dann selbst fertig und denken negativ. Doch das bringt nichts. Der bessere Weg ist: Fehler erkennen, analysieren, lernen, weitermachen. Dann wird dieser Fehler zur wertvollsten Erfahrung, die Du an der Börse machen konntest. Und noch ein Gedanke: Niemand trifft absichtlich schlechte Entscheidungen. Wenn Du einen Trade eingehst, dann immer mit bestem Wissen, mit einer Idee dahinter. Vielleicht passt das Ergebnis am Ende nicht, aber das macht den Schritt nicht automatisch falsch. Es war eine Entscheidung aus Deinem Wissen, Deinem Zustand und Deiner Bewertung heraus. Und genau deshalb ist es so wichtig, diese Erfahrungen systematisch zu reflektieren – zum Beispiel über eine klare Ist-Soll-Analyse. Wo stehst Du wirklich? Wo wolltest Du hin? Was kannst Du nächstes Mal besser machen? Fehler lassen sich nicht komplett vermeiden, aber sie lassen sich nutzen. Und genau das unterscheidet langfristig erfolgreiche Anleger vom Rest. Weshalb Du einen klaren Plan brauchst Erfolg an der Börse entsteht nicht durch Zufall. Alles im Leben folgt einer Strategie. Ich bin ein strategisch denkender Mensch. Ich überlasse nichts dem Zufall, auch nicht an der Börse. Deshalb habe ich mein eigenes System aufgebaut – ein klares, durchdachtes Konzept, das zu mir passt. Und Deine Börsenstrategie muss zu Dir passen und wenn Du sie hast, hast Du einen klaren Handlungsplan, an dem Du Dich orientieren kannst. Und klar, die Strategie verändert sich mit der Zeit. Mal haben wir steigende Märkte, mal fallende, mal läuft alles seitwärts. Manchmal sind politische Einflüsse stark, manchmal gibt es globale Krisen, Inflationen, Zinsentscheidungen oder Kriege, die alles beeinflussen. Der Handlungsplan ist die Umsetzungsebene Deiner Strategie. Es ist das, was Du im Alltag tust – Deine Wochen- oder Tagesroutine, Deine konkreten Schritte. Was wird wann gemacht? Welche Todos haben Priorität? Wie sieht der Ablauf aus? Im Unternehmertum ist das Dein Projektplan. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Börse: Am Anfang steht die Strategie, der Handlungsplan, und dann kommt die Umsetzung. Disziplin: Umsetzen und dranbleiben Faktor Nummer sechs ist der wichtigste von allen: Es auch wirklich zu tun und Disziplin zu haben. Ich sage oft: Der Unterschied zwischen Reich und Arm liegt in der Disziplin. Und das gilt nicht nur an der Börse. Möchtest Du beispielsweise Dein Gewicht halten, isst aber zwischendurch mal die Schokolade oder die Chips, hat das keine großen Auswirkungen. Wird aus diesem einen Mal aber eine Regelmäßigkeit und Du isst 200 Kalorien pro Tag zu viel, sind das in der Woche 1400 Kalorien, die zu viel sind – im Monat sind das dann 6000 Kalorien. Wir wissen, 8000 Kalorien sind circa ein Kilogramm Fett. Wenn wir uns also weitestgehend so ernähren im Jahr, ist es kein Wunder, wenn wir zunehmen. Nicht das eine Mal ist also das Problem – sondern wenn aus „einmal" „jeden Tag" wird. Deswegen empfehle ich Dir, Disziplin walten zu lassen und Dir bewusst zu machen, dass die kleinen Schritte im Leben entscheidend sind. Denn wenn ein Flugzeug startet und nur ein Grad falsch steht, dann mag es nach ein paar Kilometern noch gar nicht wirklich zu sehen sein. Aber wenn Du bis Australien fliegen willst, dann wirst Du am Ende ganz woanders ankommen. Deswegen möchte ich Dir den 6. Faktor besonders ans Herz legen. Es ist Deine Disziplin, Deine Selbstverantwortung, diese Dinge umzusetzen und Dich an Deinen Plan, Deine Strategie zu halten und dies wirklich umzusetzen. Die 6 Faktoren, die ausschlaggebend für Deinen Erfolg an der Börse sind, sind also: - Emotionen - Ungeduld - Fehler - Strategie - Handlungsplan - Disziplin Und wenn Du noch wissen willst, wie Du wirklich reich werden willst, dann nimmst Du Dein Warum noch mit dazu, denn dann wirst Du die Disziplin auf jeden Fall haben. Viel Erfolg bei der Umsetzung! --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Emotionen (00:07:38) Ungeduld (00:12:35) Fehler (00:16:12) Strategie (00:17:08) Handlungsplan (00:17:46) Disziplin
28/07/2025 • 20:26
Sommermärkte vs. langfristiges Investieren – worauf Du jetzt achten solltest Die Börsenmonate Juli, August und September stehen bevor und bringen für Anleger erfahrungsgemäß einiges an Bewegung mit sich. Gleichzeitig stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist es überhaupt sinnvoll, sich so sehr auf kurzfristige Schwankungen wie die Sommermonate zu fokussieren oder liegt die wahre Stärke des Investierens eher in einer langfristigen Perspektive? In diesem Podcast nehme ich Dich mit auf die Reise, wie ich beides kombiniere: kurzfristige Marktchancen und langfristiges Investieren. Du erfährst, welche Entwicklungen ich aktuell an den Märkten wahrnehme, warum die Gier an den Märkten zunimmt und was das für Dein Investmentverhalten bedeuten kann. Außerdem bekommst Du konkrete Einblicke in meine Investmentstrategie und erfährst, worauf es wirklich ankommt, wenn Du über viele Jahre hinweg Vermögen aufbauen willst. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum die Sommermonate an der Börse oft für Schwankungen sorgen Die langfristigen Treiber für steigende Aktienkurse Warum Value Investing mit Trading-Ansatz für mich der beste Weg ist Wie Du Verluste begrenzt und Dein Depot absicherst Mein Fazit: Wie Du langfristig Vermögen aufbaust Warum die Sommermonate an der Börse oft für Schwankungen sorgen Die Sommerzeit an den Märkten wird auf jeden Fall spannend. Ich möchte Dir zeigen, warum es keinen Sinn macht, nur kurzfristig zu denken. Viel wichtiger ist es, eine solide Langfriststrategie zu verfolgen und zu verstehen, worauf es beim Investieren wirklich ankommt. Dabei werde ich Dir heute auch ein paar Einblicke aus meinen über 31 Jahren Börsenerfahrung geben. Wenn ich mir die aktuelle Marktlage anschaue, sehe ich einige klare Trends: Der Fear & Greed Index steht momentan bei etwa 75 bis 76, also deutlich im Bereich der extremen Gier. Bei einem Wert von 0 herrscht die größte Angst, bei 100 ist die Gier am größten: aktuell sind wir ganz klar auf der Gier-Seite. Und genau das macht mich wachsam. In solchen Phasen neigen Anleger dazu, das Risiko auszublenden, zu übertreiben und völlig auszublenden, dass Märkte auch mal kräftig korrigieren können. Der DAX kratzt aktuell am Allzeithoch, mal etwas drüber, mal etwas drunter, ähnlich sieht es bei der Nasdaq, dem Dow Jones und dem S&P 500 aus. Die amerikanischen Leitindizes stehen so hoch wie nie zuvor. Auf der anderen Seite wird gleichzeitig über Rezession gesprochen, sowohl in den USA als auch in Europa. In Deutschland sehen wir meiner Einschätzung nach eine Situation, in der viel von politischen Hoffnungen getrieben wird – von echter wirtschaftlicher Stärke sind wir aber ein gutes Stück entfernt. In Deutschland gibt es aus meiner Sicht eine Menge Baustellen. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Infrastruktur – in all diesen Bereichen haben wir erheblichen Nachholbedarf. Die Bürokratie lähmt viele Unternehmen, der Aufwand ist riesig und die Prozesse ziehen sich oft endlos hin. Wenn ich mich mit Unternehmern unterhalte, vor allem aus kleinen und mittelständischen Betrieben, dann höre ich immer wieder: „Wahnsinn, wir sind da ziemlich Land unter. Es gibt zu wenig Fachkräfte, die Lohnkosten steigen, gleichzeitig wird es immer schwieriger, Produkte und Dienstleistungen wirklich profitabel zu verkaufen." Gerade in der Autobranche ist das spürbar. Ein Kontakt von mir, ein Coach für Ingenieure, berichtet von einem wachsenden Zustrom an Klienten aus der Automobilindustrie – Menschen, die ihren Job verlieren oder sich beruflich neu orientieren müssen. Die Zahlen, die er sieht, haben ihn nach eigener Aussage so extrem noch nie erreicht. Wenn man sich anschaut, wie große Autokonzerne wie Audi aktuell mit immensen Rabatten werben, dann zeigt das ziemlich klar: Es wird einfach nicht mehr genug verkauft. Was bedeutet das alles für die Sommermonate an den Märkten? Meiner Einschätzung nach stehen die großen Indizes wie DAX, Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 auf einem sehr hohen Niveau. Gleichzeitig sprechen wir sowohl in Europa als auch in den USA über mögliche Rezessionen, Zinslockerungen und wirtschaftliche Abkühlung. Die EZB hat bereits mehrfach die Zinsen gesenkt und weitere Zinsschritte sind im Gespräch. Trump fordert sogar offensiv Zinssenkungen von der US-Notenbank. Für mich bedeutet das: Die Bewertungen sind aktuell sehr hoch. Die Unternehmen sind teuer, wenn man die Gewinnentwicklung dagegenhält. Daher sehe ich für die nächsten Monate eher ein Rückschlagpotenzial. Der berühmte Spruch von André Kostolany passt hier perfekt: „Eine verrückte Masse mit viel Geld kann Kurse höher treiben, als es logisch sinnvoll wäre." Die Frage lautet also: Ist man bereit, zu diesen Preisen noch einzusteigen? Gerade bei Überflieger-Aktien wie Nvidia, die bereits extrem stark gelaufen sind, muss man sich bewusst machen, wie viel zukünftiges Wachstum dort schon eingepreist ist. Da reicht es oft nicht mehr, einfach nur solide zu wachsen – da muss es richtig schnell gehen, um diese Bewertung zu rechtfertigen. Das Sommerfazit für mich: Die Umsätze an der Börse sind aktuell eher dünn, und ich persönlich würde hier eher dazu tendieren, Gewinne auch mal mitzunehmen. Denn viele Kursanstiege beschränken sich auf eine Handvoll Aktien, während der breite Markt eigentlich deutlich schwächer unterwegs ist. Die langfristigen Treiber für steigende Aktienkurse Der gesamte Rest des Marktes liegt aktuell ein gutes Stück unter dem Allzeithoch. Das vergleiche ich bewusst mit dem Thema langfristiges Investieren. Worum geht es dabei eigentlich? Warum steigen Kurse langfristig überhaupt? Du weißt vielleicht, dass ich im Podcast immer wieder auf zwei oder drei wesentliche Gründe eingehe, warum ich fest daran glaube, dass Aktienkurse langfristig steigen. Zum einen liegt das am stetigen Wachstum der Menschheit. Heute leben rund 8,2 Milliarden Menschen auf der Welt, bis 2050 wird diese Zahl voraussichtlich auf 11 bis 12 Milliarden ansteigen. Diese Menschen werden essen, trinken, sich waschen, sich anziehen und selbstverständlich auch vom westlichen Konsum profitieren wollen. Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass die Menschen immer älter werden. Auch das wirkt sich langfristig positiv aus, weil dadurch der Konsum steigt und Unternehmen wachsen können. Wenn wir uns die aktuellen Kurse anschauen, beispielsweise in Deutschland, dann sehen wir, dass die Börsen sehr hoch stehen. Das liegt sicher auch daran, dass die Politik gerade verschiedene Programme anstößt – sei es für die Rüstung, für die Infrastruktur oder zum Bürokratieabbau. All das befeuert den Markt zusätzlich. Dazu kommen die geldpolitischen Maßnahmen. Die Zinsen werden weiter gesenkt, das Geld wird günstiger. Sogar ein erneutes Anwerfen der Notenpresse durch die EZB oder die FED wird diskutiert. Dieses frisch gedruckte Geld fließt in die Wirtschaft, landet an den Märkten und sorgt für zusätzliche Nachfrage bei Aktien. Gleichzeitig sehen wir aber, dass große Investoren wie Hedgefonds oder auch Warren Buffett momentan auf die Bremse treten. Buffett hält inzwischen über 350 Milliarden Dollar in Cash, weil ihm die Kurse schlichtweg zu hoch sind. Die Geschichte zeigt: Wenn Investoren dieser Größenordnung auf die Bremse treten, lohnt es sich, genau hinzuschauen. Ein Blick in die Vergangenheit hilft. In den Jahren 2001 bis 2003, während der Dotcom-Krise und des Enron-Skandals, waren vor allem Technologie- und Internetaktien vorher explosionsartig gestiegen, während die Old Economy kaum noch Bewegung zeigte. Nach dem Platzen der Blase folgte ein jahrelanger Aufschwung der Old Economy. Nehmen wir als Beispiel Cisco Systems: Dieses Unternehmen hat den Börsenwert von damals bis heute nicht wieder erreicht – gemessen am Aktienkurs. Dabei sind Umsatz und Gewinn massiv gewachsen. Nichts auf der Welt funktioniert mehr ohne das Internet, und Cisco liefert die Infrastruktur dafür. Die technische Bedeutung und der Wert des Unternehmens sind also gestiegen, auch wenn der Kurs das nicht widerspiegelt. Genau diese Dynamik erkenne ich derzeit auch beim Thema Künstliche Intelligenz (KI). Es gibt einige wenige Unternehmen, die von diesem Hype extrem profitieren. Ähnlich wie damals zur Zeit des Internets. KI wird viele Bereiche revolutionieren, gleichzeitig aber auch alte Geschäftsmodelle verdrängen. Dieses Spannungsfeld zwischen Innovation, wirtschaftlichem Fortschritt und den Risiken der Überbewertung ist für mich ein zentrales Thema im langfristigen Investieren. Es gibt aktuell ein paar wenige Unternehmen, die besonders von der KI-Welle profitieren – ganz ähnlich wie es damals beim Internet-Boom der Fall war. Teilweise tragen diese Unternehmen sogar das Kürzel „KI" direkt im Namen oder gehören zu den großen Global Playern, die von diesem Hype massiv profitieren. Allerdings, und das ist mir wichtig zu betonen, ist das Ganze auch ein Stück weit eingeschränkt zu sehen. Viele dieser Unternehmen erzielen aktuell auch starke Umsätze und wirklich beeindruckende Gewinne. Ein Beispiel ist Nvidia, das derzeit herausragende Umsätze und Gewinne vorweisen kann. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass künstliche Intelligenz gleichzeitig auch viel verändert – Stichwort: schöpferische Zerstörung. Das bedeutet, während durch KI neue Innovationen entstehen, verschwinden auf der anderen Seite ältere Geschäftsmodelle und Unternehmen, die sich nicht anpassen. Dieser fortlaufende Veränderungsprozess, dieser technologische Fortschritt, ist einer der zentralen Gründe, warum langfristiges Investieren funktioniert. Man muss verstehen, warum Kurse steigen. Man muss erkennen, warum Unternehmen in bestimmten Zyklen wachsen oder auch mal stagnieren. Es gibt diese Wellenbewegungen am Markt: Zuerst laufen Dinge gut, dann noch besser, und dann entsteht irgendwann ein Hype. Genau das beobachten wir gerade wieder an den Märkten, wenn wir uns den Fear and Greed Index anschauen, der bei über 80 liegt. Das ist die Zone, in der keiner mehr an Risiken denkt, sondern alle nur noch steigende Kurse erwarten. Genau hier liegt die Gefahr: Die Masse verliert in solchen Phasen komplett den Blick für Risiken und Absicherung. Ich persönlich bin deshalb davon überzeugt, dass wir in den Sommermonaten wieder einen Rücklauf sehen werden, weil die Bewertungen einfach in vielen Bereichen viel zu weit gelaufen sind. Für mich bedeutet langfristiges Investieren drei Dinge: Wissen, Zeit und Geld. Das ist eine Kombination, die viele Menschen unterschätzen, weil sie nicht auf Langfristigkeit eingestellt sind. Warum Value Investing mit Trading-Ansatz für mich der beste Weg ist Ich mag Dir hier im Podcast einen wichtigen Tipp mitgeben: Die meisten Menschen denken nicht langfristig. Das ist ganz normal, denn unser Gehirn ist evolutionär gar nicht auf Langfristigkeit ausgelegt. Genau das erlebe ich auch immer wieder in meinen Seminaren. Viele sagen dort zu mir: „Ich möchte ein System lernen, um in den nächsten zwei oder drei Jahren reich zu werden." Und jedes Mal erkläre ich: Darum geht es nicht. Es geht nicht um zwei oder drei Jahre, es geht um sieben, zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre. Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Genau das gilt auch für das Investieren. Vielleicht nimmst Du Dir die ersten ein, zwei oder drei Jahre einfach die Zeit, um das Investieren richtig zu lernen, Qualität zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln, Fehler zu machen und daraus besser zu werden. Wenn wir auf das große Ganze schauen, bin ich überzeugt, dass Aktienkurse langfristig steigen werden: Weil die Menschheit wächst, weil die Menschen älter werden und weil der technologische Fortschritt unaufhaltsam weitergeht. Die entscheidende Frage ist: Wie investierst Du am besten langfristig? Für mich lautet die Antwort: mit meinen sogenannten „Luro-Aktien", also die von links unten nach rechts oben laufen, also langfristig steigen – auch wenn sie zwischendurch mal deutliche Rücksetzer erleben. Genau hier kommt mein Value Investing mit Trading Ansatz ins Spiel. Warum ist das für mich der beste Weg? Weil ich zusätzlich auf die sogenannte Fallhöhe achte. Das bedeutet, ich schaue mir immer die 200-Tages-Linie an. Das ist der Durchschnittskurs der letzten 200 Tage. Liegt der aktuelle Aktienkurs deutlich darüber, weiß ich: Hier ist viel Luft nach unten, also eine hohe Fallhöhe. Umgekehrt heißt das: Je tiefer der Kurs im Vergleich zur 200-Tage-Linie steht, desto geringer ist das Risiko eines größeren Rücksetzers. Aktuell sehe ich viele Parallelen zu früheren Börsenphasen, etwa zur Dotcom-Blase. Damals lief vor allem der Internet-Bereich heiß, während die klassische Old Economy kaum noch Beachtung fand. Heute ist es ähnlich mit der KI. Die künstliche Intelligenz wird massiv gefeiert, während viele Unternehmen aus der Old Economy deutlich gefallen sind. Wenn ich mir Aktien wie Nike, Ross Stores oder Disney anschaue, sehe ich: Da gibt es noch erhebliche Aufholpotenziale. Nike beispielsweise ist von über 180 Dollar massiv gefallen, hat von den Tiefs bei rund 50 Dollar zwar schon einen Teil aufgeholt, liegt aber immer noch weit unter den alten Hochs. Deshalb fahre ich aktuell eine klare Strategie: In Bereichen wie KI lasse ich Positionen noch laufen, habe dort aber Gewinne reduziert und abgesichert. In den nächsten vier Wochen werde ich in den Urlaub gehen, und traditionell passiert es öfter, dass die Märkte während meiner Auszeit auch mal einen Schritt zurückmachen. In dieser Zeit werde ich an der Börse auch eher wenig machen. Und interessanterweise war es in den letzten Jahren tatsächlich oft so: Wenn ich in Urlaub gegangen bin, sind die Märkte häufig ein ganzes Stück zurückgekommen. Natürlich liegt das nicht daran, dass ich mein Geld aus dem Markt ziehe – das tue ich nicht. Für meine Community ist das inzwischen scherzhaft der „Ulli-Urlaubsindikator". Die Erfahrung zeigt, in dieser Zeit kann es öfter mal ein Stück runtergehen. Wie Du Verluste begrenzt und Dein Depot absicherst Deshalb ist für mich langfristiges Investieren so wichtig – aber eben nicht blind. Als Value-Investor mit Trading-Ansatz kombiniere ich das Beste aus zwei Welten. Gewinne darf man mitnehmen, man darf sich Zeit lassen und vor allem auch die emotionale Seite nicht vernachlässigen, und was man auch nicht aus den Augen verlieren sollte, ist die Absicherung. Das ist einer der wichtigsten Punkte für mich: möglichst wenig Geld zu verlieren. Denn hier unterscheidet sich der Profi vom Anfänger. Profis konzentrieren sich auf die Absicherung und schauen, dass das Verlustrisiko möglichst klein bleibt. Anfänger dagegen jagen oft dem schnellen Gewinn hinterher. Ein Tipp, den ich gerne gebe – auch hier im Podcast: Stell Dir bei jedem Trade vor, es wäre der schlechteste Trade Deines Lebens. Frag Dich, ob Dich dieser Trade richtig schmerzen würde. Falls ja, dann ist die Positionsgröße wahrscheinlich zu groß oder Du gehst zu viel Risiko ein. Oder stell Dir vor, Dein gesamtes Depot würde über Dein Leben entscheiden – wärst Du dann mit der aktuellen Depotaufstellung wirklich entspannt? Genau das ist entscheidend: Sich nicht nur auf Gewinnchancen zu fokussieren, sondern auch immer zu überlegen, wie man Verluste begrenzen und sich effektiv absichern kann. Ja, man kann Rücksetzer aushalten, wenn man langfristig investiert. Aber trotzdem gilt: Jeder Euro, den Du verlierst, muss erst wieder verdient werden, um auf das ursprüngliche Depotniveau zurückzukommen. Genau deshalb achte ich so stark auf Absicherung. Gerade jetzt, Richtung Sommer, glaube ich: Es könnte ruckelig werden, und ein Rücksetzer wäre sogar gesund. Denn meiner Einschätzung nach haben sich die Börsenkurse inzwischen deutlich von der realen Wirtschaft entfernt. Viele Kurse sind zu weit gelaufen. In den USA ist es unter anderem der Trump-Faktor, auch das KI-Thema treibt Kurse. In Deutschland spielt die politische Hoffnung mit, zum Beispiel durch Infrastrukturprogramme und Bürokratieabbau. Aber trotzdem muss man ehrlich sagen: Die Gewinne und Umsätze müssen erst noch steigen, damit die aktuellen Bewertungen langfristig auch wieder gerechtfertigt sind. Mein Fazit: Wie Du langfristig Vermögen aufbaust Wenn Du auf Dein Depot schaust, darfst Du gerade jetzt die Fallhöhe im Blick haben. Überlege ruhig mal, ob Du bei einzelnen Werten wie Nvidia vielleicht auch mal Gewinne mitnehmen solltest. Natürlich kann Nvidia weiter steigen, aber wie ich immer sage: Gewinne schaden nur dem, der sie nicht mitnimmt. Langfristig sehe ich die Chancen an der Börse sehr positiv. Wenn wir in drei, fünf oder zehn Jahren zurückschauen, wird es einige Aktien geben, bei denen man sich ärgert, damals nicht eingestiegen zu sein. Vielleicht bei einer Ross Stores, einer Pepsi, einer Intel, einer Coca-Cola, einer Nike, Hormel Foods oder auch einer Disney. Viele trauen sich in solchen Phasen nicht zu kaufen, weil Aktien so stark gefallen sind. Und im Nachhinein sieht man dann, dass genau das die besten Kaufgelegenheiten waren. Wenn Du meinen Ansatz mit dem Value Investing und dem Trading kombinierst, profitierst Du doppelt: von langfristigen Wachstumschancen, von Dividenden und von zusätzlichen Einnahmen durch Optionen und Stillhaltergeschäfte. Dazu kommen klare Indikatoren, die Dir helfen, strategisch kluge Entscheidungen zu treffen. Ich sehe es bei meinen Teilnehmern, mittlerweile über 30.000 Menschen. Die, die diszipliniert durchgehalten haben, stehen heute ganz anders da. Das unterscheidet erfolgreiche Investoren vom Mittelmaß: Durchhalten, lernen, weitermachen, auch wenn es mal nicht sofort klappt. Viele unterschätzen, was langfristig möglich ist. Ich gebe Dir zwei Beispiele: AMD war mal bei 2 oder 3 Dollar – heute steht sie bei 140 bis 150 Dollar. Nvidia lag früher bei 75 Dollar, stieg auf 750 Dollar, wurde dann gesplittet und steht jetzt schon wieder bei 160 Dollar. Wer Geduld hatte, konnte 1.000, 2.000 oder 3.000 Prozent Rendite einfahren – und das in 8, 9, 10 Jahren. Deshalb mein Fazit: Es kommt nicht darauf an, wie der Sommer kurzfristig läuft. Entscheidend ist, ob Du eine starke langfristige Strategie hast, ob Du diszipliniert dabei bleibst, Deine Emotionen im Griff hast und kontinuierlich dran bleibst. Genau dann wirst Du auch langfristig Vermögen aufbauen und erfolgreich investieren. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! 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21/07/2025 • 19:06
Das rät Cordula Stadter Dir jetzt für Deine Steuern! Steuern sind für viele Trader ein rotes Tuch. Doch wer wirklich Gewinne behalten will, muss genau wissen, was steuerlich erlaubt, sinnvoll und strategisch klug ist. Im Gespräch mit Cordula Stadter, Expertin für Tradingsteuern, erfährst Du, warum sie sich auf dieses komplexe Gebiet spezialisiert hat, welche Änderungen Trader aktuell unbedingt kennen müssen, und warum das Thema Verlustverrechnung für viele zu hohen Steuerzahlungen führte. Außerdem teilt Cordula ihre Sicht auf neue steuerliche Fallstricke, gibt klare Empfehlungen und erklärt, warum es sich lohnt, auch unterjährig die eigene Steuerstrategie zu prüfen. Das erwartet Dich in dieser Folge Wer ist Cordula Stadter und wie kam sie zu den Tradingsteuern? Welche Einkünfte gibt es beim Trading und was hat sich verändert? Verlustverrechnung: Was gilt jetzt? Steuerliche Änderungen für Stillhaltergeschäfte Cordulas Tipps für Deine optimale Steuerstrategie Wer ist Cordula Stadter und wie kam sie zu den Tradingsteuern? In dieser Folge habe ich Cordula Stadter zu Gast. Sie ist seit 2007 als Steuerberaterin tätig, hat extrem viel Berufserfahrung im operativen Geschäft und war jahrelang Niederlassungsleiterin einer großen Steuerberatungsgesellschaft. 15 Jahre lang hat sie die Aus- und Fortbildung geleitet und war zusätzlich zehn Jahre in der Steuerrechtsabteilung tätig, wo sie täglich komplexe Steuerthemen begleitet hat. Heute hat sie sich auf das Thema Tradingsteuern spezialisiert. Zum Einstieg möchte ich von Cordula wissen, wer sie eigentlich ist, was sie macht, was sie auszeichnet und was sie wirklich liebt. Cordula antwortete: „Du hast es gerade schon gesagt, ich habe mich inzwischen auf das Thema Tradingsteuern spezialisiert. Eigentlich war es schon immer so in meinem Leben, dass ich Dinge mochte, die andere nicht so gern gemacht haben. Ich habe gern über den Tellerrand hinausgeschaut und komplexe Steuerthemen gelöst. Ich sage immer, ich habe meine Spezialisierung gar nicht gesucht, sie hat mich gefunden – durch mein eigenes Trading und durch das von Freunden. So habe ich mich immer mehr mit der Thematik beschäftigt und bin seitdem Feuer und Flamme dafür. Ich freue mich, viele Trader auf ihrem Weg begleiten und steuerlich beraten zu dürfen." Da das Thema Tradingsteuern für Cordula zunächst ein Hobby war, möchte ich von ihr wissen, wie sie dies zu ihrem Beruf gemacht hat und wie sie konkret zu diesem Thema gekommen ist. Cordula erzählt, dass sie durch eine Freundin zum Trading gekommen ist, die bei mir eine Tradingausbildung gemacht und ihr davon erzählt hat. Darüber hat sie zum ersten Mal Kontakt zur Börse gehabt. „Ich hatte davor eigentlich keine Ahnung von Börse", sagt sie. „Aber das hat mich dann selbst gecatcht und ich habe Seminare besucht. Und dann bleibt es als Steuerberaterin natürlich nicht aus, dass ich mich auch mit der Besteuerung des Tradings beschäftige. Dann habe ich die ganzen BMF-Schreiben auf den Kopf gestellt und unzählige Stunden mit dem Support von CapTrader verbracht, um herauszufinden, wo ich was im Kontoauszug ablesen kann." Sie berichtet, dass sie dadurch gemerkt hat, wie groß der Bedarf an steuerlicher Unterstützung in diesem Bereich ist. Viele Steuerberaterkollegen seien zwar steuerlich gut, verstünden aber nicht genau, was Trader eigentlich tun. „Da scheitert es oft schon an der Sachverhaltsaufklärung, und dann natürlich an der steuerlichen Behandlung. Für mich war das die perfekte Nische, und ich habe es bis heute nicht bereut." Ich finde das sehr spannend und steige mit Cordula direkt ins Thema Trading und Steuern ein. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- 👉 Ob live dabei oder später als Aufzeichnung – am 21. Juli 2025 um 19 Uhr zeigt Dir unsere Steuerberaterin Cordula Stadter, wie Du als Trader oder Investor clever Steuern sparst und teure Fehler vermeidest. 📌 Jetzt kostenfrei anmelden unter ulrichmueller.de/steuerwebinarcs – Du bekommst automatisch Zugriff auf die Live-Session und die Aufzeichnung. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- Welche Einkünfte gibt es beim Trading und was hat sich verändert? Ich möchte von Cordula wissen, welche Einkünfte es beim Trading überhaupt gibt und was man dabei beachten muss. Cordula erklärt, dass Trader grundsätzlich entscheiden können, ob sie ein Depot als Privatperson eröffnen oder ob sie dafür eine GmbH gründen und die GmbH das Depot eröffnet. Sie betreue beide Seiten, sowohl Privatpersonen als auch GmbHs. Im Privatdepot handele es sich in den meisten Fällen um Einkünfte aus Kapitalvermögen. „Solange ich nur mein eigenes Vermögen verwalte, wird das auch nie gewerblich", sagt sie. Manchmal entstünden auch sonstige Einkünfte, etwa wenn Trader mit Kryptowährungen oder physischen Rohstoffen wie Gold und Silber handeln. Hier habe es kürzlich eine steuerliche Änderung gegeben. Bisher seien Forex-Gewinne und -Verluste als sonstige Einkünfte behandelt worden, was bedeutete, dass diese nach einem Jahr steuerfrei waren. Nun sei das BMF-Schreiben überarbeitet worden und die meisten Forex-Gewinne würden zukünftig und in allen offenen Fällen als Kapitaleinkünfte behandelt. Da stellt sich natürlich die Frage, ob das nun gut oder schlecht ist. „Im ersten Moment hört es sich schlecht an, weil es keine Spekulationsfrist mehr gibt. Aber wenn man sich die Kontoauszüge von Tradern anschaut, dann sind Devisenumwandlungen in der Regel sowieso immer unter einem Jahr, weil wir ja meist in Fremdwährungen handeln. Wenn wir an der amerikanischen Börse investieren, handeln wir in US-Dollar. Das bedeutet, es kommen laufend US-Dollar ins Depot und gehen wieder raus – jedes Mal habe ich eine Anschaffung oder einen Verkauf dieser Fremdwährung." Bisher seien diese Geschäfte bei einer Haltedauer unter einem Jahr mit dem persönlichen Steuersatz versteuert worden, in vielen Fällen mit 42 Prozent. Nun falle zwar die Spekulationsfrist weg, sodass auch Gewinne nach zwei oder drei Jahren steuerpflichtig seien, aber sie würden nur mit 25 Prozent Abgeltungssteuer besteuert. „Das ist mit Sicherheit eine Erleichterung für viele Trader", sagt sie. Ein weiterer Vorteil sei, dass Verluste aus Forex-Geschäften nun mit positiven Trading-Einkünften verrechenbar seien, zum Beispiel mit Aktien- oder Optionsgewinnen. „Deswegen begrüße ich diese Änderung definitiv." Verlustverrechnung: Was gilt jetzt? Zum Thema Verlustverrechnungsbeschränkung hat es in den letzten Jahren viel Wirrwarr gegeben. Daher stelle ich Cordula die Fragen, wie das mit der Verlustverrechnungsbeschränkung früher war, was sich geändert hat, und was jetzt konkret zu tun ist. Denn ich glaube, dass viele noch gar nicht auf dem aktuellen Stand sind. Cordula sagt, dass es wirklich Wahnsinn sei, was in diesem Bereich passiere. Betroffen seien vor allem Privatdepots, bei denen es um Termingeschäfte gehe. Sie erklärt, dass das Thema sicher allen Tradern bekannt war und ist und genau das auch der Grund sei, warum in den letzten Jahren viele eine Trading-GmbH gegründet haben. Alle Trader, die mit Long-Optionen oder Futures arbeiten, seien von dieser Verlustverrechnungsbeschränkung betroffen, erklärt sie. Sie meint, dass man heute gar nicht mehr im Detail darauf eingehen müsse, wie diese Begrenzung genau funktioniert hat. Fakt ist: Es konnten nur sehr wenige Verluste pro Jahr verrechnet werden. Das bedeutet, Gewinne mussten versteuert werden, während Verluste kaum gegengerechnet werden konnten. Diese Verluste wurden zwar vorgetragen, aber im Folgejahr bestand das gleiche Problem wieder. Cordula erklärt, dass es normal ist, keine 100-Prozent-Gewinnquote zu haben. Unser Erfolg an der Börse lebt davon, mehr Gewinn- als Verlusttrades zu machen. Aber Verluste gehören dazu – und wenn diese nicht verrechenbar sind, führt das zu einer unnötig hohen Steuerlast. Genau deshalb sind viele Trader in die GmbH „geflüchtet", wie Cordula es ausdrückt, um diese Verlustverrechnungsbeschränkung zu umgehen. Doch das hat sich nun geändert: Im Oktober letzten Jahres wurde die Begrenzung mit dem Jahressteuergesetz 2024 komplett aufgehoben. Cordula erinnert sich, dass sie letztes Jahr schon mal bei mir im Podcast zu Gast war und es damals noch überhaupt nicht absehbar war, dass es so schnell zu einer Änderung kommen würde. Damals waren noch Verfahren anhängig. Sie erklärt, dass es dann doch überraschend schnell ging. Sie glaubt bis heute, dass diese Änderung „einfach so ein bisschen mit durchgerutscht" ist, weil das Jahressteuergesetz hunderte Seiten mit völlig unterschiedlichen Themen umfasst. „Fakt ist: Seit Oktober letzten Jahres gibt es diese Verlustverrechnungsbegrenzung auf Termingeschäfte nicht mehr. Und das neue Gesetz gilt für alle offenen Fälle. Das bedeutet, alle Fälle, die von der Finanzverwaltung noch geändert werden können, können jetzt genutzt werden, um Verluste doch noch zu verrechnen", erläutert sie. Ich frage Cordula, was „noch offen" konkret bedeutet. Ich sage aus Laiensicht: Wenn ich noch keine Steuererklärung abgegeben habe, geht es sowieso. Ich will von Cordula wissen, was ist, wenn man die Steuererklärung vielleicht schon abgegeben hat. Welche Fristen gibt es und welche Möglichkeiten haben wir als Investoren und Anleger noch? Cordula erklärt, dass das Gesetz ab dem Veranlagungszeitraum 2021 gilt. Weiter zurück muss niemand schauen, weil es diese Grenze davor nicht gibt. Das bedeutet: Alle Jahre ab 2021 können rückwirkend überprüft werden. Sie sagt, der erste Fall ist der, den ich gerade genannt habe: Es ist vielleicht noch gar keine Steuererklärung abgegeben oder sie wurde zwar abgegeben, aber noch nicht veranlagt. Gerade bei vielen Fällen für das Jahr 2023, die jetzt Ende Mai Abgabefrist hatten, sind viele Steuerbescheide noch nicht da. Diese Fälle fallen also alle darunter. Ebenso, wenn ein Bescheid schon lange liegt, zum Beispiel ein Fall aus 2022, der verspätet abgegeben wurde und bei dem es bis heute noch keinen Steuerbescheid gibt. Die zweite Möglichkeit ist, wenn die Einspruchsfrist noch nicht abgelaufen ist. Das bedeutet: Der Steuerbescheid ist da, aber noch nicht älter als ein Monat. Oder es wurde bereits Einspruch eingelegt, aus welchem Grund auch immer, zum Beispiel vor einem halben Jahr, wegen anderer Punkte. Dann ist der ganze Fall offen und man kann das Thema mit der Verlustverrechnung noch nachschieben. Cordula betont, dass ein Einspruch nicht punktuell wirkt, sondern immer den gesamten Fall offen hält. Darüber hinaus gibt es laut Cordula auch andere Korrekturvorschriften in der Abgabenordnung, um eventuell einen bestandskräftigen Steuerbescheid nochmals im Nachhinein zu öffnen. Das ist dann aber etwas, das man individuell mit seinem Steuerberater besprechen sollte. Sie rät jedem, mit dem Steuerberater zu klären, ob es noch irgendeine Möglichkeit gibt, in alte Jahre reinzukommen. Denn es ist natürlich schön, wenn Verluste im Nachhinein verrechnet werden können und es dadurch noch Erstattungen gibt. Letztendlich sind Verluste aber zumindest nicht komplett verloren, erklärt Cordula. Sie wurden vorgetragen und können im allerersten noch offenen Jahr mit anderen Gewinnen verrechnet werden. Das Aufheben der Verlustverrechnungsbegrenzung hat gleich mehrere Vorteile: Verluste aus Termingeschäften, die vorher nur sehr begrenzt verrechenbar waren, können jetzt sowohl von der Höhe als auch von der Art her mit viel mehr Gewinnen verrechnet werden. Cordula sagt: „Ich kann sie jetzt mit meinen Aktiengewinnen verrechnen, mit Short-Options-Gewinnen, mit Future-Gewinnen – also mit allen Gewinnen, die ich bei Kapitaleinkünften habe." Das gibt Tradern auch die Möglichkeit, in laufenden Jahren diese Verluste noch geltend zu machen. Steuerliche Änderungen für Stillhaltergeschäfte Cordula erklärt, dass Trader ihre alten Verluste weiterhin nutzen können, solange sie nicht mit dem Traden aufgehört haben und weiterhin Gewinne erzielen. So können sie ihr Trading fortsetzen, ohne zunächst Steuern zahlen zu müssen. Sie rät ganz klar: Jeder, den dieses Thema betrifft, sollte prüfen, ob er noch in alte Jahre reinkommt. Niemand wisse, wie sich die Börse entwickelt, vielleicht gibt es bald wieder Verluste, die dann erneut nicht verrechenbar sind. Ich frage sie, ob es neben der Verlustverrechnungsbeschränkung weitere Änderungen gibt, die für Trader wichtig sind. Cordula bestätigt das und berichtet von einer weiteren Anpassung durch das Jahressteuergesetz 2024, die ihrer Meinung nach etwas untergegangen ist. Der Fokus lag bisher vor allem auf den Termingeschäften, doch gerade diese neue Regelung betrifft viele Trader. Es geht um die Gewinne oder Erträge aus Short-Optionen. Cordula betont, dass dies für viele relevant sei, die regelmäßig Optionen verkaufen – sei es Short Calls oder Short Puts, um sich Aktien einbuchen zu lassen. Diese Stillhaltergeschäfte werden bei den Kapitaleinkünften berücksichtigt. Sie beschreibt die bisherige Regelung: Offene Short-Positionen wurden zum Jahreswechsel dem alten Jahr zugerechnet. Wer also im Dezember noch Positionen eröffnet hat, musste diese Prämien im alten Jahr versteuern, auch wenn die Option erst im Folgejahr auslief. Grund dafür ist das Zufluss-Abfluss-Prinzip bei Kapitaleinkünften. Da das Eröffnungsgeschäft der Verkauf ist, gilt der Zufluss als im alten Jahr erfolgt. Cordula erklärt, dass sich daran im Grundsatz nichts geändert hat. Neu ist jedoch, dass bisher geschaut wurde, wie die Option am Ende tatsächlich geschlossen wurde. Lief sie einfach aus, blieb es bei der vollen Stillhalterprämie. Schlossen Trader sie aber vorzeitig, zum Beispiel nach 80 Prozent Laufzeit, um Gewinne zu sichern, dann entstanden Kosten für das Schließen der Option. Diese Kosten reduzierten den Gewinn. Im schlimmsten Fall lief die Option sogar gegen den Trader. Dann musste sie oft mit Verlust geschlossen werden, sodass die Rückkaufprämie höher war als die ursprünglich vereinnahmte Stillhalterprämie. Bisher wurden solche Verluste ins alte Jahr zurückgerechnet und konnten dort verrechnet werden. Jetzt ist es laut Cordula anders: Nach der neuen Regelung ist es egal, wie die Option im neuen Jahr läuft. Die erhaltenen Stillhalterprämien mussten in voller Höhe im alten Jahr versteuert werden. Cordula erklärt, dass diese neue Steuerregelung dazu führen kann, dass Trader fünfstellige Beträge bereits im alten Jahr versteuern müssen – auch wenn die entsprechenden Optionen im Folgejahr mit Verlust geschlossen werden und somit kein echter Gewinn entstanden ist. Zwar können die Kosten für das Schließen im neuen Jahr wieder als negative Stillhalterprämie abgesetzt werden, aber wenn es ein schlechtes Börsenjahr ist und ohnehin Verluste entstehen, laufen diese steuerlich ins Leere. Sie sagt, dass einige Mandanten dies bereits schmerzlich erlebt haben. Daher sieht sie hier wichtige neue Gestaltungs- und Beratungsansätze. Sie rät, am Jahresende genau zu prüfen, wie die verschiedenen Optionen stehen, ob es Sinn macht, einzelne Positionen noch im alten Jahr zu schließen oder Verluste bewusst zu realisieren, um negative steuerliche Effekte zu vermeiden. Sie betont jedoch, dass dies immer individuell je Depot geprüft werden muss. Cordula stellt klar: „Das betrifft mit Sicherheit viele Deiner Mitglieder." Cordulas Tipps für Deine optimale Steuerstrategie Daher möchte ich von ihr wissen, welche konkrete Lösung sie für Trader hat, die bei all den steuerlichen Besonderheiten den Überblick verlieren. Cordula antwortet, dass es zwei Ansätze gibt: einen Beratungsansatz und einen Deklarationsansatz. Wenn man seine Steuererklärung nicht selbst erstellen kann – was ihrer Meinung nach auf die meisten zutrifft –, sei das verständlich. Allein die Auswertung der Kontoauszüge von Interactive Brokers sei schwierig, da viele Positionen nicht so dargestellt werden, wie sie für die Steuererklärung gebraucht werden. Sie berichtet, dass sie gemeinsam mit Steffen Binas, dem Entwickler des Visual Trading Journals, zwei Tools entwickelt hat. Das eine Tool ist für Privatdepots gedacht, um eine Auswertung für die Steuererklärung zu erstellen. Mit diesem Tool kann man auf Knopfdruck eine Übersicht aller Einkünfte aus Interactive Brokers generieren, inklusive Erläuterungen für das Finanzamt und Korrekturen einzelner Positionen wie beispielsweise der Shortoptionsprämien. Darüber hinaus bietet das Steuer-Tool auch die Möglichkeit, sich jederzeit einen Überblick über das laufende Jahr zu verschaffen und zu sehen, wie das Trading bisher läuft. Cordula erklärt, dass Trader mit diesem Steuer-Tool jederzeit eine Auswertung erstellen können – beispielsweise für das Jahr 2024 – und diese direkt in ihre Steuererklärung integrieren. Gleichzeitig kann man täglich prüfen, wie es aktuell im Jahr 2025 läuft. Gerade bei Depots, die im März stark gefallen sind, sei es sinnvoll zu sehen, ob diese Verluste bereits wieder aufgeholt sind oder ob nicht verrechenbare Verluste vorliegen. So können Trader auch unterjährig prüfen, ob sie bis Jahresende steuerlich noch etwas optimieren können. Sie bietet außerdem ein Steuercoaching an. Besonders gegen Jahresende sei es interessant, gezielt Strategien umzusetzen, um im laufenden Steuerjahr Steuern zu sparen. Rückwirkend für 2024 sei das nicht mehr möglich, aber für 2025 gebe es viele Optimierungsansätze. Möchtest Du Dich zu diesem Thema weiterbilden, kannst Du am Montag, den 21.07. um 19 Uhr am Steuerwebinar von Cordula und mir teilnehmen. Außerdem findet am 13.09.2025 in Hamburg ein kompletter Steuertag mit ihr als Referentin statt. Cordula erklärt, dass es in diesen Veranstaltungen nicht darum gehe, die Steuererklärung selbst machen zu können – das sei aufgrund der komplexen Datenlage kaum möglich. Vielmehr gehe es darum, ein besseres Verständnis dafür zu erlangen, welche Einkünfte Du als Trader erzielst und wo diese im Kontoauszug zu finden sind. Sie erklärt dort, welche steuerlichen Besonderheiten zu beachten sind und was Vor- oder Nachteile von ETFs im Vergleich zu Einzelaktien aus steuerlicher Sicht sind. Auch Strategien zur Steueroptimierung werden besprochen. Zusätzlich besprechen wir Randthemen, wie Steuerhinterziehung, die Pflichten bei der Steuerabgabe und worauf Trader achten müssen, um keine Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen. Jeder, der ein Vermögen aufbaut – egal, ob über Trading oder Immobilien – kommt um das Thema Steuern nicht herum, daher ist es wichtig, dass Du Dich mit diesem Thema beschäftigst und alle geltenden Rechte kennst. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest: Sei bei beiden Seminaren dabei! „Ich freue mich über alle, die den Weg zum Traden gefunden haben, und darüber, wenn ich sie dabei steuerlich begleiten darf", so Cordula zum Abschluss. Achtung: 📅 Am 21. Juli um 19 Uhr geht's los – unser exklusives Steuer-Webinar für Trader und Investoren. 💡 Du bekommst alle wichtigen Steuertricks für 2025, egal ob Du live dabei bist oder später reinschaust. 👉 Jetzt kostenlos anmelden unter https://ulrichmueller.de/steuerwebinarcs – und direkt Zugang zur Aufzeichnung sichern! --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Wer ist Cordula Stadter? (00:03:39) Verschiedene Einkünfte beim Trading (00:06:59) Was ist jetzt mit der Verlustverrechnungsbeschränkung? (00:16:32) Tipps & Hinweise von Cordula
14/07/2025 • 22:33
Börsen-Update: Was jetzt für Juli und August wichtig wird Der Juni ist durch und die Märkte haben sich spürbar bewegt. Sie sind ein gutes Stück nach oben gelaufen, und wir schauen heute gemeinsam, was genau passiert ist, welche Risiken es aktuell gibt, und wie ich die Lage an den Kapitalmärkten einschätze. Dazu werfen wir auch einen Ausblick. Die Sommerpause steht vor der Tür, und gerade in dieser Zeit gilt es, einige Dinge zu beachten. Diese Informationen erwarten Dich in der Folge: Marktentwicklung im Juni und aktuelle Trends Ausblick auf die nächsten Monate Spannende Aktienideen mit Potenzial Marktentwicklung im Juni und aktuelle Trends Lass uns direkt starten und gemeinsam in den Marktrückblick einsteigen. Wir schauen uns an, wie sich der Dow Jones, die Nasdaq, der S&P, der Russell, der MSCI World, der DAX und so weiterentwickelt haben, damit wir ein Gefühl dafür bekommen, was an den Märkten passiert ist. Dow Jones 01.06.: 42.270 Punkte 30.06.: 44.094 Punkte Veränderung: + 4,3 % Der Dow Jones hat also im Juni um 4,3 % zugelegt und wir sehen, dass die Märkte insgesamt gut gelaufen sind. Ich werde noch darauf eingehen, was genau gut gelaufen ist. Sicherlich waren es auch im Juni wieder die Big Seven, wobei ich gegen Ende Juni gesehen habe, dass sich die Märkte etwas verändert haben. Der Dow Jones hat in den letzten Tagen nochmal richtig Gas gegeben und ist auf Allzeithoch gestiegen, während die Nasdaq angefangen hat, etwas abzuknicken. Wir sehen auch, dass die Volumina aktuell relativ klein sind. Das ist ein wichtiger Punkt, denn bei geringem Volumen besteht immer die Gefahr, dass es Rücksetzer gibt oder die Volatilität stark zunimmt. Viel Volumen bedeutet, dass viel Geld bewegt werden muss, damit sich die Märkte stark bewegen. Jetzt habe ich das Gefühl, dass die ersten Händler in die Sommerpause gehen. Der Juli und August sind ja typischerweise die Monate, in denen das Volumen etwas kleiner ist. Da muss man aufpassen, weil sich die Märkte durch Verkäufe auch mal schneller bewegen können, oft nach unten. Es gibt diesen schönen Spruch: „Verkauf im Mai und vergiss nicht im September wiederzukommen." Ich glaube, das gilt auch in diesem Jahr, denn die Märkte stehen sehr hoch. Darüber werden wir noch philosophieren. Nasdaq 01.06.: 21.340 Punkte 30.06.: 22.680 Punkte Veränderung: + 6,3 % Equal Weighted: + 4,9 % Wir können also festhalten, dass auch die Nasdaq im Juni gut performt. Die Nasdaq ist vor allem durch die Big Seven getrieben worden. Eine Microsoft ist ohne Ende gelaufen. Nvidia steht wieder bei knapp 160 Dollar und ist ebenfalls deutlich gestiegen. Andere Big Seven wie Tesla sind dagegen ein ganzes Stück zurückgekommen. Da gibt es gerade etwas Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump, was die Situation etwas gefährlich macht. Tesla ist bei uns ohnehin eher ein C-Wert, also nur mit wenig Geld zu bespielen, aber es ist trotzdem ziemlich viel Schwung drin. Schauen wir uns den breit gestreuten S&P 500 an. Hier sind 503 Unternehmen enthalten, von kleinen über mittelständische bis zu großen Unternehmen aus allen Branchen, hauptsächlich aus Amerika, aber auch weltweit. Deshalb gilt er auch als Profi-Index. S&P 500 01.06.: 5.911 Punkte 30.06.: 6.204 Punkte Veränderung: +5 % Equal Weighted: 7.141 auf 7.372 Punkte (+3,2 %) Auch hier sehen wir, die Big Seven haben wieder ihren Job getan. Sie sind deutlich angesprungen und haben den Index stark mit nach oben gezogen. Andersrum zeigt sich jetzt gerade in den letzten Juni-Tagen, dass auch die Old Economy positive Ergebnisse zeigt. Eine Aktie von Nike hat zum Beispiel einen deutlichen Sprung gemacht, sie hatten sehr gute Unternehmenszahlen. Nike war schon immer ein kleiner Favorit von mir. Auch General Mills oder Hormel Foods haben im Juni leicht zugelegt, mit schöner Bodenbildung. Hier fließt das Geld langsam wieder hin. Ich denke, der große Punkt ist, dass die Big Seven stark gelaufen sind. Du kennst das von mir aus meinen Seminaren und Events: Ich spreche hier gerne von der Fallhöhe. Damit meine ich, wenn alles deutlich weit über der 200-Tageslinie steht, kann es eben auch mal ein Stück nach unten gehen. Aktuell bin ich eher in der Old Economy unterwegs. Für mich sind Rohstoffe gerade interessant, aber auch Unternehmen wie Procter & Gamble, Pepsi, Hormel Foods oder Medtronic. Medtronic hat ebenfalls einen kleinen Sprung gemacht. Das sind für mich aktuell spannende Märkte. Im Tech-Bereich bin ich eher vorsichtig unterwegs, da eher mit Werten aus der zweiten Reihe. Bei den Big Seven habe ich teilweise Gewinne mitgenommen, da sie mir wieder sehr hoch bewertet vorkommen. Russell 2000 01.06.: 2.066 Punkte 30.06.: 2.175 Punkte Veränderung: + 5,3 % MSCI World 01.06.: 3.863 Punkte 30.06.: 4.026 Punkte Veränderung: + 4,2 % Schauen wir uns den DAX an. Da muss man sagen, er hat in den letzten Monaten immer deutlich outperformt. Ich hatte ja schon gesagt: Wenn der Dow einen Husten hat, hat der DAX ein fettes Fieber. Im letzten Monat haben die US-Indizes nochmal schön zugelegt, während der DAX tatsächlich schon ein wenig verloren hat. DAX Vormonat: rund 24.000 Punkte Aktuell: 23.909 Punkte Veränderung: - 0,5 % Vorherige Entwicklung: + 30 % in den Vormonaten Der DAX hat also ein Minus von ungefähr 0,5 %. Nichts Dramatisches, vor allem, wenn man bedenkt, dass der DAX in den Monaten davor über 30% zugelegt hat. Man darf dabei nicht vergessen, dass es zwei Seiten gibt: Die wirtschaftliche Seite und die politische Seite. Dazu kommt als drittes das Thema Wert und Preis und als viertes die Frage: "Passt die Realwirtschaft wirklich zu den Börsenkursen?" Und da bleibe ich dabei: In Deutschland sehe ich das eher nicht, weil es schon deutliche Probleme gibt, die an der Börse noch nicht richtig angekommen sind. Schauen wir uns das Öl an. Crude Oil Vormonat: 60,79 Aktuell: 65,11 Veränderung: + 7,1 % Euro-Dollar Vormonat: 1,13 Aktuell: 1,18 Veränderung: + 4 % Auch das ist spannend, wenn wir Richtung Oktober zurückblicken, da waren wir noch bei einem Dollar-Kurs von 1,01. Damals habe ich schon gesagt, dass sich das wieder ändern wird. Einige haben damals sogar prognostiziert, dass es bis 0,8 oder 0,9 gehen könnte. Mein Gefühl war, dass das eher nicht passiert, da ein zu starker Dollar auch Trump geschadet hätte. Und man sieht ja jetzt, was er angeschoben hat. Ob es der Dollar-Euro-Kurs ist, die Zölle, bei denen er mit großen Erhöhungen gedroht hat, die er dann wieder etwas reduziert hat, oder seine Forderung an Powell von der FED, die Zinsen zu senken. Trump ist ein Präsident für die Wirtschaft, das muss man sich bewusst machen. Bei all dem Chaos, das er gerade anrichtet, muss man sich klarmachen: Die Amerikaner sind massiv in Aktien investiert. Gerade jene, die kurz vor der Rente stehen, brauchen dieses Geld und sind darauf angewiesen. Deshalb hat Trump den Bereich Börse und Wirtschaft besonders im Blick. Gold Vormonat: 3.289 Aktuell: 3.300 Veränderung: + 0,4 % Silber Vormonat: 32,98 Aktuell: 36,11 Veränderung: + 10 % Ich hatte ja gesagt, dass Silber noch Nachholpotenzial hat. Gold ist am Alltime High, während Silber schon mal über 40 stand, und genau dahin bewegt es sich jetzt langsam wieder. Die 10-jährigen US-Staatsanleihen lagen vorher bei 4,4 % und stehen jetzt bei 4,23 %. Auch hier gab es Diskussionen zur Finanzierung und den weiteren Entwicklungen. Bitcoin Vormonat: 104.800 Aktuell: 107.606 Veränderung: + 3 % Damit steht er dicht an seinem Alltime High. Für mich bleibt es bei den Coins so: Der große mit E und der mit B sind die einzigen, die wirklich langfristig interessant sind. Sie gehören mittlerweile als Assetklasse dazu, man kommt nicht mehr drum herum. Auch durch Amerika, die ETFs und Trump wird es den Bitcoin vorerst weitergeben. Da gehe ich stark von aus. Es wird ein bisschen Glaube bleiben, weil mir immer noch keiner die Frage beantworten konnte: Was ist der Wert und was ist der Preis? Aber ich glaube, am Ende des Tages kann man schon sagen, dass der Coin als Assetklasse angekommen ist. Andersrum muss man auch festhalten, dass diese Assetklasse gerade mal ungefähr 15 Jahre alt ist. Das ist natürlich eine andere Situation, als wenn wir hier über Gold reden, das es seit tausenden von Jahren gibt, oder Aktien, die es schon seit hunderten von Jahren gibt. Das ist beim Bitcoin anders. Der UM Strategy Fund hat im letzten Monat ebenfalls zugelegt. UM Strategy Fund Vormonat: rund 98 Aktuell: knapp 100 Veränderung: +2 % Er hat den DAX damit deutlich outperformt, ist bei den Amerikanern aber ein bisschen dahinter geblieben. Dort wurde die Strategie jedoch angepasst, und ich glaube, dass die Richtung ganz spannend sein wird. Vielleicht schauen wir noch kurz auf die Jahreszahlen, denn auch das ist eine sehr interessante Seite. Der DAX hat da ordentlich zugelegt. Zahlenübersicht (erstes Halbjahr) DAX: + 20,1 % Dow Jones: + 3,6 % Nasdaq: + 7,9 % Nasdaq gleichgewichtet: + 9 % S&P 500: + 5,5 % Russell 2000: - 2,5 % MSCI World: + 8 % Das sollen die Zahlen erstmal gewesen sein. Ich glaube, dass das ein sehr spannendes Thema ist. Jetzt ist die Frage: Wo stehen die Märkte, wo bewegen sie sich hin? Wir können beim DAX sagen, er steht bei rund 24.000 Punkten, und es setzt sich eine gewisse Konsolidierung fort. Ich glaube, dass das gesund ist. Eine richtige Kehrtwende sehe ich derzeit nicht. Der DAX ist momentan im Konsolidierungsmodus, und ich könnte mir vorstellen, dass es noch ein Stück weit so bleibt. Ins zweite Halbjahr ist er jedenfalls erstmal vorsichtig gestartet. Aber bei 20 % Plus in den ersten sechs Monaten ist das auch mehr als gesund. Langfristig sehen wir beim DAX durchschnittlich 9 % Rendite pro Jahr – jetzt hatten wir bereits 20 % im ersten Halbjahr, wenn das so weiterlaufen würde, kämen wir auf 40 % im Jahr. Da muss man sich klar machen, dass Wert und Preis zusammenpassen müssen. Denn wenn der DAX um 40 % steigt, müssten die Unternehmen auch 40 % mehr Umsatz und Gewinn machen, damit der Wert dem Preis folgt, und das ist eher unrealistisch. Schauen wir uns die Ausbaumarke beim DAX an: Die liegt bei 23.300 bis 23.400 Punkten. Diese Unterstützung sollte nicht unterschritten werden, sonst könnte die Reise auch wieder nach oben gehen. Ausblick auf die nächsten Monate Was erwartet uns in den nächsten Wochen und Monaten? Wir haben jetzt die Sommersaison vor uns. Ich werde auch gleich noch die ein oder andere Aktien-Idee mit Dir teilen. Ein weiteres großes Thema im Fokus ist aktuell Donald Trump. Sein sogenanntes „Big Beautiful Bill", wie er es nennt, hat jetzt eine wichtige Hürde im Kongress genommen. Experten schätzen, dass der Schuldenberg der USA durch dieses Vorhaben innerhalb von zehn Jahren um zusätzlich 3,3 Billionen Dollar anwachsen könnte. Ich bin gespannt, wie das weitergeht. Der US-Haushalt befindet sich damit auf einem nicht nachhaltigen Pfad, aber bisher hat Amerika seine Schulden ja immer weiter erhöht. Insofern könnte es auch weiter so gehen. Schauen wir uns Tesla an. Hier hat das Steuerausgabengesetz zuletzt für eine Zuspitzung des Streites zwischen Trump und Elon Musk gesorgt. Trump droht, die staatlichen Subventionen für Tesla und andere E-Auto-Hersteller zu überprüfen. Deshalb ist Tesla auch ein ganzes Stück zurückgekommen. Ich hatte ja schon gesagt, dass der Dow Jones derzeit knapp vor einem Rekordhoch steht. Woran liegt das? Ich glaube, es findet aktuell eine Umschichtung statt – raus aus den Big Seven des Technologiesektors, rein in die Old Economy. Wie gesagt, hat Trump ja auch bei Powell angeregt, dass Zinssenkungen nötig seien, weil es der Wirtschaft so schlecht geht. Und das ist genau das, was ich bereits angesprochen habe. Wenn die Zinsen wieder gesenkt werden oder auch Geld gedruckt wird, dann kommt frisches Kapital in die Märkte. Dann glaube ich, dass wir auch im letzten Halbjahr wieder steigende Kurse sehen. Was man aber erkennen kann, ist, dass aktuell eher aus einem Bereich Geld abgezogen wird und meines Erachtens gerade mehr die Old Economy läuft. Ob das anhält, bleibt abzuwarten. Natürlich sind auch die Zollsorgen weiter präsent und es ist schwer vorherzusagen, was hier genau passiert. Die US-Arbeitsmarktzahlen werden ebenfalls wichtig sein und die Entwicklung im Juli beeinflussen. Als Einzelzahl auch sehr interessant: JP Morgan hat einen üppigen Aktienrückkauf geplant. Sie wollen für 50 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Das Programm ist bereits vom Verwaltungsrat beschlossen und wurde Ende Juni, Anfang Juli bekanntgegeben. Die Dividende im dritten Quartal soll dann von 1,40 auf 1,50 Dollar steigen. Gerade wenn Unternehmen Aktienrückkaufprogramme starten, wird oft diskutiert, ob das gut oder schlecht ist. Fakt ist: Gibt es weniger Aktien am Markt, steigt der Gewinn pro Aktie, weil er sich auf weniger Anteile verteilt. Es ist aber auch ein Zeichen dafür, dass Unternehmen, die sonst gerne Zukäufe tätigen, nun lieber in eigene Aktien investieren. Das deutet darauf hin, dass die Märkte hoch bewertet sind und Zukäufe zu teuer erscheinen. Warren Buffett fällt mir hier ebenfalls ein: Er hält aktuell über 350 Milliarden Dollar Cash. Auch das ist ein Warnsignal, weil er nicht investiert und sagt, die Märkte sind ihm zu hoch. Nvidia-Kurs: fast 160 Dollar Volatilität: April über 60, jetzt bei 16 Wenn man sich Nvidia mit fast 160 Dollar anschaut, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis Wahnsinn. Auch die Volatilität ist deutlich zurückgegangen, von über 60 im April auf aktuell 16. Das zeigt ebenfalls, dass die Märkte recht hoch stehen. Spannende Aktienideen mit Potenzial Was sind meine Gedanken für die nächsten Wochen und Monate? Sollte die Old Economy wieder mehr in den Fokus rücken, gebe ich Dir gerne einen Tipp mit, natürlich keinen Kauf-Tipp, sondern einen Impuls, Dir eigene Gedanken zu machen, Zahlen und Fakten zu prüfen und Deine persönliche Entscheidung zu treffen. Ich glaube, es gibt aktuell Aktien mit schönem Rabatt, die bereits einen kleinen Sprung nach oben gemacht haben. Zum Beispiel General Mills, die gerade ein paar Dollar zugelegt hat und für mich sehr interessant aussieht. Eine Disney hatte ich letzten Monat, vorletzten Monat empfohlen. Sie ist im Mai sehr schön gelaufen – von 83 auf 123 Dollar und hat damit fast 50 Prozent zugelegt. Hormel Foods bricht auch gerade so ein bisschen aus, von 28 auf 31 Dollar. Die Richtung stimmt in jedem Fall. Es gibt auch Healthcare-Aktien wie Johnson & Johnson, die ich interessant finde. Ebenso Medtronic, Weltmarktführer bei Herzschrittmachern – sehr spannend, weil dort die KI richtig groß Einzug halten wird. Das wird aktuell noch gar nicht gespielt. KI ist im Moment überall Thema, aber was das langfristig für den Healthcare-Bereich bedeutet, hat kaum jemand auf dem Schirm. Jetzt hat Healthcare gerade angefangen zu laufen, zum Beispiel Medtronic und Pfizer, aber es ist immer noch relativ wenig und ich glaube, es bleibt weiterhin spannend. Nike Tiefstand: rund 52 Dollar Aktuell: rund 73 Dollar Anstieg: von 62 auf 73 Dollar nach den Earnings Nike hat Ende Juni mit guten Quartalszahlen positiv überrascht und ist dementsprechend sehr gut gelaufen. Auch die hatte ich in den letzten Podcasts gerne empfohlen. Wer das gemacht hat, hat schöne Gewinne mitgenommen. Novo Nordisk (NVO) bleibt ebenfalls ein Wert, den ich sehr interessant finde. Der Kurs ist ein ganzes Stück zurückgekommen, aber langfristig sehe ich hier eine sehr gute Einstiegschance. Das sehe ich auch bei Pepsi. Pepsi Kursrückgang: von 190 auf 130 Dollar im Tief Aktuell: um die 135 Dollar Dividende: fast 6 Dollar im Jahr Dividendenrendite: über 4 % Pepsi ist einer der Lieblingswerte von Warren Buffett. Mit einer Dividendenrendite von über 4 Prozent und deutlich unterhalb der 200-Tages-Linie bleibt sie für mich spannend. Auch Ross Stores finde ich interessant, ebenfalls in der Old Economy unterwegs. UnitedHealth ist nach den ganzen Problemen, unter anderem dem Tod des CEOs, immer noch halbiert, bleibt für mich aber ein sehr interessanter Wert. Ich glaube, der Juli und August werden ein bisschen unruhiger. Es könnte sein, dass wir leicht fallende Märkte sehen, weil Gewinne mitgenommen werden, was ja auch sinnvoll ist. Ich werde mich im Sommer wie immer um mich, meine Finca und meine Kids kümmern, ein bisschen Abstand von der Börse gewinnen und Ende Juli in den Urlaub gehen, um abzuschalten. Für Juli und August rechne ich eher mit einer schleppenden, schwierigen Seitwärtsbewegung, tendenziell vielleicht sogar leicht abwärts. Ab September oder Oktober erwarte ich wieder steigende Märkte und könnte mir vorstellen, dass wir im letzten Quartal, das statistisch immer das beste ist, vielleicht sogar mit All Time Highs aus dem Jahr rausgehen. Das war der Marktrückblick. Genieße das schöne Wetter, ich wünsche Dir eine renditestarke Depot-Entwicklung. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Überblick über die Juni-Werte (00:09:39) Ein Blick auf die Jahreszahlen (00:14:41) Warren Buffett, Volatilität & spannende Werte
07/07/2025 • 19:45
Warum Buy-and-Hold nicht mehr reicht: Strategien für Deinen Depot-Erfolg! Wir sprechen darüber, warum Buy-and-Hold nicht mehr so gut funktioniert wie früher, und was Du tun kannst, um trotzdem weiter stabile und wachsende Erträge aufzubauen. Die Märkte sind aktuell extrem spannend: Zinssenkungen von FED und EZB, Kriege, Krisen, der KI-Boom, lange Zeit steigende Zinsen, jetzt wieder sinkende Zinsen, massive Währungsschwankungen: Allein dieses Jahr hat der Dollar zum Euro 15 % Bewegung hingelegt. All das wirft die Frage auf, ob das gute alte Buy-and-Hold von Warren Buffett und André Kostolany noch funktioniert. Ich zeige Dir heute meinen klaren Blick auf dieses Thema und erkläre, warum Cashflow ab jetzt zu den wichtigsten Punkten für Deinen Börsenerfolg zählt. Das erwartet Dich in dieser Folge: Warum Buy-and-Hold langfristig funktioniert, aber nicht immer McDonald's: Von 20 auf über 300 Dollar So generierst Du Cashflow Fünf spannende Aktienideen mit Potenzial Warum Buy-and-Hold langfristig funktioniert, aber nicht immer Wir haben bei der FED und der EZB wieder Zinssenkungen erlebt. Viele fragen sich: Bei all den Krisen, den Kriegen, dem KI-Boom, nach jahrelangen Zinserhöhungen und jetzt wieder Zinssenkungen: Funktioniert das gute alte Buy-and-Hold von Warren Buffett und André Kostolany überhaupt noch? Auch der Währungsdruck zwischen Dollar und Euro ist enorm, in diesem Jahr allein gab es bereits eine Bewegung von 15 Prozent. In dieser Folge werde ich Dir meinen Blick auf dieses Thema geben und Dir erklären, warum Cashflow einer der wichtigsten Punkte für Deinen Erfolg an der Börse ist. Also, lass uns direkt loslegen und Gas geben. Wir haben wie immer nur 20 Minuten Zeit und wollen diese bestmöglich nutzen. Wie Du weißt, bin ich seit mittlerweile über 30 Jahren an der Börse aktiv. Meine erste Aktie habe ich 1993 gekauft und ich war immer ein absoluter Verfechter von Buy-and-Hold. Ich sage ja immer: An der Börse kann jeder Mensch langfristig ein Vermögen aufbauen. Die Frage ist nur: Hast Du langfristig die Zeit, um auch mal abzuwarten? Kannst Du es emotional aushalten, wenn die Märkte auch mal deutlich runtergehen? Das frage ich auch immer wieder in meinen Seminaren. Denn eines ist klar: Langfristig ist die Börse die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Aktien wurden noch niemals angefasst, noch nie einem staatlichen Zugriff unterlegen. Trotzdem haben wir in Deutschland gerade mal 16 Prozent Aktionäre. Warum ist das so? Ich glaube, es liegt daran, dass viele keine klare Strategie haben. Vielleicht hast Du schon mal von Buy-and-Hold gehört, aber wenn die Märkte 20, 30, 40 oder sogar 50 Prozent korrigieren, dann spielen die Emotionen oft nicht mit. Warum ist das so? Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, langfristig Dinge umzusetzen oder an etwas festzuhalten. Aus meiner Zeit in der Investmentberatung weiß ich: Ein Investment-Sparplan hat im Schnitt fünf bis sieben Jahre gehalten. Dann haben die Menschen ihn aufgelöst, weil sie Geld für andere Dinge brauchten. Unser Gehirn kennt zwei Motivationsknöpfe: Schmerz und Freude. Leider ist der Schmerz der stärkere. Das kennen wir aus der Medizin. Erst wenn der Arzt Dir sagt, Du musst mit dem Rauchen aufhören, hörst Du wirklich auf. Denn die einzelne Zigarette spürst Du ja nicht direkt. Genauso ist es bei der Geldanlage. Buy-and-Hold funktioniert langfristig nur, wenn Du Unternehmen auswählst, die ihre Umsätze und Gewinne steigern. McDonald's: Von 20 auf über 300 Dollar Ich erinnere mich noch gut an 1993, als ich meine erste Aktie gekauft habe: eine von McDonald's. Warum habe ich damals McDonald's gekauft? Ich war 16 Jahre alt und natürlich bin ich ab und zu selbst zu McDonald's gegangen. Immer wieder gab es neue Filialen, gerade in Hamburg. McDonald's war immer voll. Da habe ich mir gedacht: Wenn alle McDonald's toll finden, kaufe ich eben die Aktie. Damals habe ich die Aktie für 20 Dollar gekauft. Heute, 32 Jahre später, steht sie bei über 300 Dollar. Ein gigantischer Kursgewinn. Natürlich esse ich dort heute kaum noch, maximal ein- bis zweimal im Jahr gönne ich mir mal etwas Kleines. Aber die Masse der Menschen geht weiterhin dorthin und genau deshalb steigt der Markt auch weiter. Wenn Du über Buy-and-Hold nachdenkst, möchte ich Dir zwei, drei Gründe nennen, warum die Märkte langfristig immer weiter steigen: Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt. Heute sind es 8,2 Milliarden, bis 2050 ca. 11 bis 12 Milliarden. Ich sage ja immer: Der Mensch isst, trinkt, zieht sich an, wäscht sich und konsumiert westlich. Ganz einfach. Allein pro Jahr kommen über 80 Millionen neue Menschen hinzu. Das ist jedes Jahr wie ein ganzes Deutschland. Wenn Du Dir das mal auf der Zunge zergehen lässt, verstehst Du, warum Buy-and-Hold auch künftig funktionieren kann, wenn Du die Zeit und Nerven hast, Rückschläge auszuhalten. Trotzdem funktioniert Buy-and-Hold nicht immer perfekt. Warum? Du brauchst eine klare Strategie. Du musst Dich emotional im Griff haben. Du musst Aktien auswählen, die langfristig Umsätze und Gewinne steigern und Dividenden ausschütten. Schau Dir den S&P 500 an. Er ist der wichtigste Index für Profis – mit über 500 Unternehmen aus allen Branchen. Ein echter Querschnitt der amerikanischen und weltweiten Wirtschaft. Aber: In den 70er, 80er und 90er Jahren hat der S&P 25 Jahre lang keine Performance gemacht. Er ist rauf und runter, und nach 25 Jahren stand er wieder da, wo er vorher war. Wenn Du heute 25 Jahre alt bist und bis 67 noch 42 Jahre hast, kannst Du das aussitzen. Bist Du aber 45, 50 oder 55, wird es schon knapper. Ich möchte Dir ein paar Tipps zu diesen Themen mitgeben: Warum Buy-and-Hold spannend ist. Wie Du es mit Value Investing und Trading deutlich verbessern kannst. Auf welche drei bis vier Faktoren Du dabei achten solltest. Am Ende dieser Folge gebe ich Dir noch vier bis fünf spannende Aktien, die Du Dir unbedingt mal anschauen solltest. Keine Kaufempfehlung, aber vielleicht ein Impuls für Dein Buy-and-Hold-Depot. So generierst Du Cashflow Die andere Seite von Buy-and-Hold ist genauso wichtig: Welchen Cashflow generierst Du überhaupt? Das wird von den meisten Menschen stark unterschätzt. Gerade in Deutschland liegen über 5 Billionen Euro auf Tagesgeld- und Sparkonten und de facto verlierst Du durch Inflation wirklich Geld. Das ist übrigens ein großer Trick beim Buy-and-Hold: Wenn Du Unternehmen im Depot hast, die ihre Umsätze und Gewinne steigern, steigt auch der Unternehmenswert. Bestes Beispiel wieder McDonald's. Ich habe die exakten Zahlen nicht im Kopf, aber vor 32 Jahren war McDonald's im Verhältnis zu heute gigantisch günstig. Noch klarer wird das am Beispiel Apple. Vor 12 oder 13 Jahren habe ich mir mein erstes iPhone gekauft: Es hat 300 Euro gekostet. Letztes Jahr habe ich mir das iPhone 15 Pro geholt, Preis: 1.600 Euro. Das zeigt eindrucksvoll, wie Unternehmen durch Inflation ihre Preise und Gewinne steigern. Buy-and-Hold-Aktien sind oft antizyklisch. Was heißt das? Zyklische Aktien, wie z.B. Volkswagen, hängen stark von der Wirtschaft ab. In Krisenzeiten wie Corona überlegen Menschen, ob sie ihr Auto nicht doch noch ein Jahr länger fahren. Antizyklische Aktien, wie McDonald's, laufen stabil, denn gegessen und getrunken wird immer. Auch in Corona hat sich das gezeigt. Oder nimm Procter & Gamble: In der Pandemie haben wir noch viel mehr desinfiziert und geputzt. Für solche Unternehmen war das ein Umsatzboost. Ein weiterer Punkt: Durch Inflation steigen die Preise und damit automatisch auch die Gewinne der Unternehmen. Das schützt Dein Investment. Und es gibt noch einen zweiten Faktor, warum Aktien langfristig die beste und sicherste Geldanlage der Welt sind: Technologischer Fortschritt. Das iPhone von damals konnte wenig im Vergleich zu heute, und auch wenn es technisch nicht so viel mehr kann, ist der Preis allein durch Inflation massiv gestiegen. Jetzt habe ich ein bisschen ketzerisch gesagt, dass Buy-and-Hold eigentlich gar nicht mehr funktioniert. Gleichzeitig habe ich Dir erklärt, warum es doch weiterhin funktioniert, wenn Du ein paar wichtige Dinge beachtest. Schauen wir uns dazu die Cashflow-Seite an. Denn es gibt mehrere Gründe, warum Du mit Aktien Geld verdienst: Aktienkurse steigen. Wenn der Kurs Deiner Aktie steigt, wächst Dein Vermögen automatisch mit. Dividenden. Das ist ein echter Cashflow, der jedes Jahr kommt. Ich zeige Dir gleich noch Aktien, die zwischen 1 % und bis zu 5 % Dividendenrendite pro Jahr ausschütten. Und hier liegt der Clou: Wenn Du die richtigen Aktien wählst, steigern sie ihre Dividenden. Warum? Weil steigende Umsätze zu höheren Gewinnen führen, und diese werden oft ausgeschüttet. So wächst Deine Dividende Jahr für Jahr. Worauf solltest Du bei Dividenden noch achten? Nicht nur auf die Rendite in Prozent. Beispiel: Eine Aktie kostet 100 Dollar und schüttet 1 Dollar Dividende aus: Das sind 1 % Dividendenrendite. Wichtiger ist, wie hoch die Ausschüttungsquote ist, damit die Dividende auch in Krisenzeiten weitergezahlt wird. Woher kommt die Dividende? Optimal ist, wenn sie aus dem Gewinn gezahlt wird. Weniger gut, wenn Unternehmen dafür ihr Eigenkapital anzapfen. Und fatal ist es, wenn Firmen sogar Schulden aufnehmen, um Dividenden zu zahlen. Das frisst sie langfristig auf. Achte darauf, dass die Dividende regelmäßig gesteigert wird. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Und: Dividenden-Aristokraten sind spannend. Das sind Unternehmen, die ihre Dividende mindestens 25 Jahre am Stück gezahlt und gesteigert haben. Wichtiger Tipp: Verwende Deine Dividende immer, um neue Aktien zu kaufen. Ich nenne diese Gratis-Aktien (GA). So baust Du Dir ein Perpetuum Mobile auf, d. h., es wächst automatisch, ohne dass Du aktiv etwas tun musst. Neben Dividenden gibt es noch Optionen als starke Cashflow-Quelle. Denn selbst wenn der Markt mal 25 Jahre seitwärts läuft, kannst Du über Optionen kontinuierlich Einnahmen erzielen. Und das ist gerade in einer schnelllebigen Welt mit Krisen, Kriegen, KI, Zinserhöhungen und Währungsdruck extrem wichtig. Wer heute einfach nur kauft und hält, verliert manchmal Zeit, oft Nerven und am Ende auch Rendite. Genau deshalb sage ich immer: Selbst wenn Du monatelang mit Aktien keinen Gewinn machst, geht es darum, laufende Einnahmen zu generieren. Das ist einer der größten Hebel an der Börse – und mein absolutes Steckenpferd – nämlich das Thema Optionen und Stillhaltergeschäfte. Über diesen Weg kannst Du Aktien mit Rabatt kaufen oder Deine bestehenden Aktien über sogenannte Covered Calls mit einer Miete versehen. Was meine ich damit? Stell Dir vor, Du hast ein Depot und bekommst Dividenden ausgeschüttet. Damit hast Du neues Bargeld auf Deinem Konto. Jetzt kannst Du Dir davon zum Beispiel eine neue Aktie kaufen. Nehmen wir als Beispiel Apple. Der Kurs liegt bei etwa 200 Dollar. Wenn Du nun zum Beispiel 1000 Dollar Dividende bekommst, kannst Du Dir fünf neue Apple-Aktien kaufen. Diese sind quasi kostenlos, da sie aus Deiner Dividende stammen. Natürlich kaufst Du sie zum aktuellen Marktpreis. Hast Du noch mehr Geld auf dem Konto, kannst Du mit Optionen arbeiten. Optionen werden in Kontrakten gehandelt. Ein Kontrakt entspricht 100 Optionen. Ganz einfach erklärt: Du kannst mit einem sogenannten verkauften Put eine Kaufbereitschaft signalisieren. Bleiben wir bei Apple. Steht die Aktie bei 200 Dollar, kannst Du dem Markt ein Angebot machen und sagen, Du würdest sie für 195 Dollar kaufen. Damit legst Du genau fest, um welche Aktie es geht und zu welchem Preis. Der Preis liegt nah am aktuellen Marktpreis, bietet Dir aber einen kleinen Rabatt. Spannend dabei: Der Markt bezahlt Dich dafür, dass Du bereit bist, diese Aktie zu kaufen. Klingt verrückt, ist es aber nicht. Stell es Dir vor wie beim Immobilienkauf: Eine Wohnung kostet 200.000 Euro, Du bietest 195.000 Euro und bekommst dafür sogar noch Geld dafür, dass Du wartest. Genau das ist der Gedanke dahinter. Dieses Spiel kannst Du so lange spielen, bis Du die Aktie tatsächlich bekommst. Ich nenne das, eine Miete auf Aktien zu bekommen. Irgendwann wird Dein Kauf ausgelöst und Du besitzt die Aktien. Dann kannst Du mit Covered Calls arbeiten. Dabei nimmst Du Deine Aktien und nutzt sie, um weitere Einnahmen zu generieren. Vielleicht zeigt Dir die Charttechnik, dass der Markt demnächst etwas nach unten läuft. Für Dich kein Problem, denn Du möchtest Deine Aktien langfristig behalten. Sie werden sich wieder erholen, Du bekommst weiterhin Deine Dividende und bleibst als Buy-and-Hold-Investor investiert. Gleichzeitig kannst Du mit Covered Calls wieder eine Art Miete einnehmen. Bleiben wir bei Apple. Der Kurs liegt bei 200 Dollar, Dein Kursziel könnte bei 195 liegen. Nun bietest Du dem Markt Deine Apple-Aktien zum Beispiel für 200 oder 205 Dollar an. Deine Indikatoren und Strategien zeigen, dass die Aktie eher seitwärts oder leicht nach unten läuft. Deshalb bietest Du sie leicht über dem aktuellen Preis an, denn Du möchtest Deine Aktien nicht verkaufen. Seit ich 16 bin, sind Aktien eines meiner wichtigsten Themen. Ich nenne sie meine Babys und möchte sie nicht abgeben. Aber ich möchte mit ihnen kontinuierlich Cashflow generieren. Steht die Apple-Aktie also bei 200 und Du bietest sie für 205 an, ist das für viele Käufer ein guter Deal – besonders wenn sie glauben, dass der Kurs bald auf 210, 220 oder sogar 230 Dollar steigt. Fünf spannende Aktienideen mit Potenzial Wenn der Kurs einer Aktie bei 205 Dollar liegt, ist das für viele ein richtig guter Preis. Ich weiß durch meine Indikatoren jedoch oft, dass er eher bei 200 bleibt oder sogar leicht nach unten geht. Genau dadurch kann ich wieder eine Miete, also einen zusätzlichen Cashflow, generieren. Das ist der Trick hinter dieser Strategie, und genau das kannst Du bei uns lernen. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Natürlich kann man sich all diese Begriffe und Strategien auch im Internet aneignen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass Optionen Dir nicht helfen, wenn Du nicht mehr weißt, wohin der Markt sich bewegt. Ich möchte die letzten Minuten nutzen, um Dir ein paar spannende Aktien vorzustellen. Noch einmal der Hinweis: Das sind keine Kaufempfehlungen, sondern Impulse, über die Du nachdenken kannst. Ich finde diese Aktien aus diesen Gründen interessant: der Wert und der Preis (ich nenne das auch gerne „Fallhöhe") die Dividende die Möglichkeiten für Optionen Denn nicht alle Aktien lassen sich gut mit Optionen bespielen. Entweder es gibt gar keine Optionen auf diese Aktie oder die Optionsprämien sind nicht attraktiv genug. Hier meine fünf ausgewählten Aktien: Adobe Adobe ist vielen ein Begriff, da sie im Bereich Cloud und Software tätig sind. Der aktuelle Kurs liegt bei 387 Dollar, sie stand jedoch schon einmal bei 700 Dollar. Dividende zahlt Adobe keine, aber die Aktie lässt sich hervorragend mit Optionen bespielen. Über verkaufte Puts kannst Du sie günstiger kaufen, über verkaufte Calls später laufend Miete einnehmen. Adobe hat das Potenzial, langfristig wieder um fast 100 Prozent zu steigen, bis sie wieder im Alltime High ist. Das wird nicht morgen passieren, aber ich halte sie für sehr spannend. Disney Spaß und Entertainment sind für jeden Menschen wichtig, dafür steht Disney. Die Aktie stand bereits bei 200 Dollar, aktuell liegt sie bei etwa 120 Dollar. Das bedeutet ein Potenzial von rund 40 bis 45 Prozent nach oben. Außerdem schüttet Disney jährlich 2 Dollar Dividende aus, was einer Dividendenrendite von etwa 2 Prozent entspricht. Auch Disney lässt sich sehr gut mit Optionen bespielen. General Mills General Mills darf in dieser Liste nicht fehlen. Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt und General Mills ist ein Unternehmen, das sich im Bereich Nahrung positioniert hat. Sie produzieren Dosen, Fertigessen und Fertignahrung und sind einer der Weltmarktführer in Amerika. Die Aktie stand bereits bei 100 Dollar, ist aber aktuell auf 50 Dollar zurückgefallen. Die Zahlen sind dabei gar nicht schlecht. Der Grund: Künstliche Intelligenz hat mit Essen nichts zu tun, weswegen viele Investoren momentan lieber in KI-Aktien investieren. Die Old Economy, zu der General Mills zählt, hat dadurch ein enormes Nachholpotenzial. Das bedeutet: 100 Prozent Chance nach oben. Die Dividende liegt mittlerweile bei 2,40 Dollar pro Aktie, was einer satten Dividendenrendite von 5 Prozent entspricht. Auch General Mills lässt sich sehr gut mit Optionen kombinieren. Nike Nike ist die nächste spannende Aktie. Wir werden immer mehr Menschen, viele werden dicker, andere machen mehr Sport und Nike profitiert davon. Auch Nike hat keinen direkten Bezug zu KI, was den Kurs belastet hat. Die Aktie stand schon bei 180 Dollar, aktuell liegt sie bei 60 Dollar. Das ergibt ein Potenzial von 200 Prozent nach oben. Nike zahlt eine Dividende von 1,60 Dollar, was einer Rendite von 2,5 Prozent entspricht. Auch diese Aktie lässt sich hervorragend mit Optionen bespielen. Medtronic Die fünfte Aktie ist Medtronic, Weltmarktführer im Bereich Herzschrittmacher. Die Aktie stand einmal bei 135 Dollar und liegt derzeit bei 85 Dollar, was ein Potenzial von rund 50 Prozent bedeutet. Die Dividende beträgt 2,80 Dollar, was einer Rendite von 3 Prozent entspricht. Die Fallhöhe ist bei allen fünf Aktien relativ klein, da sie sich alle ungefähr halbiert haben oder sogar noch stärker gefallen sind. Wenn Du diese Aktien 2025 für Dein Depot prüfst, musst Du die Entscheidung natürlich selbst treffen. Ich halte sie jedoch für sehr spannende Aktien. Selbst wenn die Märkte noch etwas korrigieren, sind diese Aktien bereits stark gefallen. Außerdem sind sie von den Branchen her gut gestreut und bieten für Buy-and-Hold eine interessante Basis. Wenn Du diese Aktien mit Kursgewinnen, den hohen Dividenden und den zusätzlichen Optionsprämien kombinierst, wird es extrem spannend. Vielleicht hast Du auch heute wieder erkannt, dass Optionen und Cashflow das neue Gold des nächsten Jahrhunderts sind. Falls Dich das Thema interessiert, kannst Du gerne Kontakt mit uns aufnehmen und an unseren Events teilnehmen, um das Optionsgeschäft professionell zu erlernen. Ich bin überzeugt: Das ist die Vermögensmaschine mit Turbo 2.0. Setze das Gehörte unbedingt in die Tat um, denn nur dann bringt es Dir echten Erfolg. Ich wünsche Dir alles Gute, viel Erfolg und maximale Rendite. --- Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite: ulrichmueller.de Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery? https://mastery.ulrichmueller.de Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report: Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich! Lass' uns connecten: Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube Marker: (00:00:00) Die aktuelle Buy-and-Hold-Situation (00:04:51) Warum funktioniert Buy and Hold nicht mehr perfekt und was kannst Du tun? (00:09:35) Wie Cashflow Dir hilft (00:16:48) Interessante Buy and Hold-Aktien
30/06/2025 • 21:29