Show cover of Talking Digital

Talking Digital

Es geht um die Chancen und Herausforderungen, welche die Digitalisierung für die interne und externe Kommunikation von Unternehmen, Journalist:innen, Organisationen und Marken bedeutet. Strategien, Erfahrungsaustausch, Einblicke, Tipps und Tricks. Und vor allem spannende Geschichten von beeindruckenden Gästen.

Tracks

Interviews freigeben: Fluch oder Segen? (Episode 91)
Im Podcast "Fest & Flauschig" gibt es die beliebte Rubrik "Tiere, die es geschafft haben". Bei "Talking Digital" sprechen Kristin, Sachar und Giuseppe in dieser Episode über Interviews, die es nicht geschafft haben. Anlass ist ein gescheitertes Interview vom Mediendienst "Medieninsider" mit der Strive-Verlegerin Katharina Wolff, das die Autorisierungsschleife nicht überlebt hat. Ein guter Zeitpunkt, um mal über den Freigabeprozess von Interviews zu diskutieren: Warum haben solche gescheiterte Interviews in den vergangenen Jahren gefühlt zugenommen? Warum überhaupt hat sich diese Autorisierungspraxis nur in Deutschland durchgesetzt? Was sind Vor- und Nachteile? Und warum machen Medien gescheiterte Interviews selbst zum Thema? Viel Spaß beim Hören!
35:01 26/09/22
Kati Ernst: Wie geht PR für Start-ups? (Episode 90)
Wie macht man PR für ein Unternehmen, das sich selbst als „Female Empowerment Company" bezeichnet und vor allem für eine sog. Perioden-Unterwäsche bekannt ist, die gleichzeitig Binden und Tampons ersetzt? Darum geht es in dieser Folge von „Talking Digital". Kati Ernst, Co-Gründerin des Start-ups ooia, erzählt, wieso sie das Thema PR zu Beginn der Unternehmung trotz mangelnder Erfahrung in die eigenen Hände genommen hat, was das alles mit einer digitalen Pressemappe zu tun hat und wie man es über soziale Netzwerke schafft, Menschen dazu zu motivieren, neue und innovative Produkte auszuprobieren.
40:09 12/09/22
Was tun bei einem Leak? (Episode 89)
Leaks gibt es gefühlt immer häufiger. Ständig werden in Unternehmen geheime Informationen an die Öffentlichkeit durchgestochen. Jüngstes Beispiel: Ende Juli wurde bei TikTok ein Dokument geleakt, in dem beschrieben wird, wie die PR-Abteilung Informationen kleinreden und zurückhalten soll. Zu Beginn des Jahres gab es außerdem noch zwei prominente Leaks bei Facebook und Uber, die die Titelseiten der Zeitungen füllten. Ganz zu schweigen von den Panama Papers, den Paradise Papers oder dem NSA-Leak rund um Edward Snowden. Welche Bedeutung haben Leaks heute eigentlich für die Kommunikationsbranche? Gibt es eine Leak-Inflation? Und wie geht man als Kommunikator:in mit Leaks um, wenn sie das Licht der Öffentlichkeit erblickt haben?
37:53 29/08/22
Richard Gutjahr: Ist Social Media noch zu retten? (Episode 88)
Vor gut zehn Jahren war Richard Gutjahr einer der ersten Journalist:innen, die die Macht von Social Media erkannten. Auch wegen Social Media gewann er den Titel „Journalist des Jahres" in der Kategorie Newcomer 2012. Nun aber gehört er zu den prominentesten Mahnern, wenn es um Facebook & Co. geht. Was ist passiert? Und ist Social Media noch zu retten?
39:42 15/08/22
Bist Du im Urlaub erreichbar? (Episode 87)
Mails checken, bei Slack reinschauen oder gar einen Call machen? Viele Deutsche arbeiten auch in der Urlaubszeit. Erst recht wenn sie in der PR tätig sind. Was sind die Vor- und Nachteile? Und wie halten es Kristin, Giuseppe und Sachar mit der permanenten Erreichbarkeit?
32:35 01/08/22
Im Auge des Shitstorms – mit Jörg Dahlmann (Episode 86)
Wie fühlt es sich an, inmitten eines Social-Media-Shitstorms? Wie beeinflusst diese Erfahrung die eigene Arbeit und was lernt man daraus? Der bekannte Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann ist im vergangenen Jahr von seinem Arbeitgeber Sky nach einem veritablen Shitstorm rausgeschmissen worden. Wegen sexistischer und rassistischer Äußerungen, so Sky. In „Talking Digital" erzählt der erfahrene Reporter, wie er diese Zeit erlebt hat, warum er diese Erfahrung in einem Buch verarbeitet hat und warum er künftig auf Mallorca einer neuen Leidenschaft nachgehen möchte.
35:12 18/07/22
Alles neu macht der Juli (Episode 85)
Alles neu macht der Juli! Während einige Podcasts sich in diesen Tagen in die Sommerpause verabschiedet haben, melden wir uns nach einer längeren Pause zurück. Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, haben wir diese Pause genutzt, um mal inne zu halten und ein paar Veränderungen an Talking Digital vorzunehmen. Mit Giuseppe Rondinella haben wir einen neuen Co-Host am Start, der Timo künftig ersetzen wird. Außerdem haben wir uns mit neuem Cover und neuem Jingle eine kleine Frischzellenkur verpasst. In dieser Folge erfahrt ihr, wer Giuseppe genau ist, wieso er das neue, dritte Podcast-Gesicht ist und wie der Halb-Italiener aus Wiesbaden eigentlich so tickt. Viel Spaß beim Hören!
37:46 04/07/22
Talking Digital – People Branding auf LinkedIn mit Céline Flores Willers
Noch während ihres Masterstudiums hat Céline Flores Willers das Potenzial von LinkedIn erkannt und ist heute mit über 120.000 Follower:innen eine der deutschsprachigen Top-Stimmen der Plattform. Vor eineinhalb Jahren hat Céline die People Branding Company gegründet, mit der sie und ihr mittlerweile 15-köpfiges Team sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen zu mehr Sichtbarkeit in der digitalen Welt verhelfen. In dieser Episode von Talking Digital spricht Céline mit Sachar über ihre Anfänge auf der Plattform und wie sie heute mit ihre Kund:innen auf LinkedIn zusammenarbeitet. Dass viele, die sich eine Personal Brand aufbauen wollen, den Fokus fälschlicherweise auf die Content-Produktion legen, erlebt Céline dabei oft. Viel wichtiger sei aber der strategische Ausbau des eigenen Netzwerks: „Man kann super Content machen, aber mit nur 200 Kontakten schlägt das nicht durch.“  In Coachings der People Branding Company lernen CEOs und Kommunikator:innen, wie sie ihre Geschichten für die eigene People Brand nutzen können. Dass ihr Team darüber hinaus die Social-Media-Accounts einiger ihrer Kund:innen übernimmt, findet Céline legitim: „Denn die Gedanken und Statements kommen immer von den Leuten selbst und diese nicht zu erfahren, nur weil sie keine Zeit haben, das in Wort und Bild zu gießen, fände ich schade“. Wie aus Sprachnachrichten authentische Posts entstehen, welche Bedeutung LinkedIn-Umfragen für sie haben und wo sie LinkedIn und ihre Company in den nächsten Jahren sieht, berichtet Céline bei Talking Digital. Und auch Célines Tool-Tipp dreht sich um die Arbeit auf und mit LinkedIn.
25:31 04/05/22
Talking Digital - Was genau ist eigentlich Working out loud (WoL) mit Mara Hollasch (Episode 83)
In der letzten Folge des Talking Digital-Podcasts 2021 sitzt Timo fast alleine vorm Mikrofon. Aber zum Glück hatte Mara Hollasch Zeit. Das freut Timo besonders, nicht nur, weil sie aus Hannover kommt, sondern auch ein spannendes Thema im Gepäck hat: Die Social Media Managerin von Wilkhan spricht mit Timo über Working out Loud: Was genau hat es damit auf sich und wie ist Mara überhaupt zu ihrem ersten WoL-Circle gekommen? Mara beschreibt WoL als ein Set an Methoden, „die einem dabei helfen, das eigene Netzwerk zu erweitern und wertschätzende Beziehungen aufzubauen“. Das Ganze funktioniert in einem WoL-Circle, der über einen Zeitraum von 12 Wochen läuft. Man trifft sich mit vier, fünf Personen in einer Peer Support Group, um sich gegenseitig bei dem Erreichen von Zielen zu unterstützen. Dabei geht es um zielgerichtetes Entdecken, den Aufbau und die Pflege von Beziehungen, Großzügigkeit, sichtbare Arbeit und wachstumsorientierte Denken, vielen auch bekannt als Growth Mindset. Für Mara dienen die Circle als eine Hilfestellung, um die Methodik zu erlernen, „die Treffen gehen aber weit darüber hinaus. Sie waren immer das Highlight meiner Woche, weil man so viel Unterstützung und ehrliches Interesse erfährt”. Die Social Media Managerin berichtet über ihre Erfahrung aus zwei unterschiedlichen WoL-Circlen, an denen sie teilgenommen hat. Anschließend diskutiert sie zusammen mit Timo, wie sich die WoL-Methodik in Unternehmen einsetzen lässt, um Change Prozesse voranzutreiben. Zum Abschluss teilt Mara noch ihren Tool Tipp. Wir wünschen allen Talking Digital-Hörer:innen entspannte Feiertage , eine erholsame Zeit und einen guten Start ins Jahr 2022, in dem wir wieder wundervolle Gäste begrüßen dürfen.
35:09 23/12/21
Talking Digital - Warum es einen Millionen-Fonds für Agentur-Startups braucht mit Tilo Bonow, CEO Piabo (Episode 82)
Sein Herz schlägt für die Zukunft. Und weil Tilo Bonow die Zukunft der Agenturwelt in Deutschland und international mitgestalten möchte, hat er zusammen mit Michael Young in diesem Jahr einen Fond aufgelegt, der Agentur-Startups in der Kommunikationsbranche unterstützen soll. Mit diesem Joint Venture namens MXP Ventures stellen die beiden rund zehn Millionen US Dollar für Gründer:innen zur Verfügung, „die Entrepreneur-Material haben und die die Welt durch innovatives Denken verändern wollen“. In der neuen Episode von Talking Digital spricht der CEO von Piabo PR mit Kristin und Sachar darüber, warum es einen (oder genau diesen) Millionen-Fonds für Agentur-Start-ups braucht. „Ich will nicht nur Dienstleister sein, sondern auch ein echter Teil der Community und etwas zurückgeben“, erklärt Tilo den Antrieb, gemeinsam mit seinem US-Partner den Fonds für Kommunikationsunternehmer:innen ins Leben zu rufen. Tilo wendet seine Erfahrungen als Angel-Investor an, indem er nun Inkubator für angehende Agenturgründer:innen in der Kommunikations- und Marketingbranche wird. Dabei wollen sie aber „keine Klone von Piabo kreieren“, sondern schauen auch in andere Branchen und Spezialisierungen. Nach wenigen Monaten ist die Resonanz groß, aktuell gilt es die Unternehmer:innen mit dem größten Potenzial herauszufiltern. Dafür braucht es einen klaren Plan und Entrepreneurial Spirit und klar, die Nachfrage auf dem Markt, also ein bestehendes Netzwerk und Kund:innen. Zum Abschluss teilt Tilo noch seinen Tool-Tipp und entfacht damit eine hitzige Diskussion über Elektroautos.
51:46 09/12/21
Talking Digital unter drei - Von mangelnder Vielfalt, den immer gleichen Expert_innen und dem PR-Nachwuchs (E 81)
Vier Wochen ist es mittlerweile her, dass Kristin, Timo und Sachar unter drei gesprochen haben. Dementsprechend gibt es viel nachzuholen und zu diskutieren: In Episoden 81 geht es um mangelnde Vielfalt in der Kommunikationsbranche, immer gleiche Expert:innen in der Medienberichterstattung sowie mangelhafte Telefongewohnheiten des PR-Nachwuchses. Kristin war Anfang November in der Jury des 30u30-Wettbewerbs. Die Aufgabe dieses Jahr griff ein Thema auf, mit dem sich Kristin schon in verschiedenen Arbeitsumfeldern beschäftigt hat: Ist die deutsche Kommunikationsbranche divers genug? Was können wir aktiv für ein vielfältiges Umfeld tun? Die drei diskutieren konkrete Impulse, um den Zugang zum Beruf Kommunikator:in für mehr Menschen zu öffnen, schauen aber auch auf den wachsenden Anspruch von Auftraggeber:innen mit Blick auf vielfältige Teams bei ihren Dienstleiter:innen. Nicht ganz so offen ist der PR-Nachwuchs was das Thema „Telefonieren“ angeht. Mit dieser These greift Timo eine aktuelle Debatte rund um ein Gespräch mit Wigan Salazar im PR-Report Podcast auf. Die Diskussion reicht von Telefon verfechten bis abschwören, und vielleicht ist es gar nicht so sehr ein Generationenkonflikt, als persönliche Präferenz, denn auch Sachar fühlt sich durch spontane Anrufe in einem eng getakteten Tag nicht nur in der Konzentration gestört, sondern auch aus seinem Schutzraum gerissen. Er schätzt die asynchrone Arbeit, bei der jede:r dem eigenen Tempo folgen kann. Zu guter Letzt geht es um die gute alte Filterblase. Sachar sieht in Medien und Netzwerken die immer gleichen Expert:innen zu Wort kommen Auf der Suche nach Lösungen diskutieren die drei das Lesen internationaler Medien für zusätzliche Perspektiven und das bewusste Beschäftigen mit Inhalten, zu denen man sich regulär nicht angezogen fühlt.
51:24 25/11/21
Journalist:innen als Marke mit Andreas Weck von t3n (Episode 80)
Hamburg, Hannover, San Francisco, Berlin. Andreas Weck hat nicht nur schon an vielen verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet, sondern auch schon über viele unterschiedliche Themen geschrieben. Seit einigen Jahren treibt er die Themen Arbeit, Karriere und Management bei t3n, quasi DEM Magazin für Digitalwirtschaft, voran. In der aktuellen Episode spricht Andreas mit Timo und Sachar über seinen Karriereweg, die Historie von t3n, was es bedeutet, als Journalist:in eine Marke geworden zu sein und beantwortet Fragen interessierter Hörer:innen. Damit wären wir auch schon mittendrin. Denn Andreas macht durchaus einiges anders als seine Kolleg:innen. So hat er schon früh gewusst, Soziale Medien für sich zu nutzen und Fragen, die ihn beschäftigen und über die er gerne schreiben würde, in den öffentlichen Raum zu transportieren. Ihm war es wichtig, Leser:innen zu Wort kommen zu lassen. „Ich habe ein Türchen gefunden, um in die Köpfe der Leute zu gelangen und dadurch super viele interessante Antworten und Gedanken erhalten.” Das ist ein Baustein, wie es Andreas gelungen ist, eine Marke und 2019 sogar Top Voice von LinkedIn zu werden. Dennoch findet er, dass Journalist:innen erst einmal gute Arbeit machen und gute Artikel schreiben sollten, bevor sie anfangen, sich zu vermarkten. „Dann kommt der Rest von alleine. Ich finde es aber nie verkehrt, den Weg zu gehen – wenn man Bock drauf hat.” Sich selbst zu vermarkten, passt schließlich nicht zu jeder Person. „Es ist aber auf jeden Fall eine Möglichkeit, sich in seiner Karriere besser zu positionieren.” In Andreas’ Tür kommt man übriges via Twitter, wenn er mal wieder eine Frage an die User:innen stellt oder als PRler via E-Mail, ein unvorbereiteter Anruf mit unbekannter Nummer ist nicht so sein Ding. New Work dagegen schon viel mehr. Schließlich schreibt er über dieses Thema schon einige Jahre, weil er gemerkt hat, dass er in diesem Bereich selbst Nachholbedarf und einfach Lust hatte, besser zu werden. Es sei aber auch wichtig, den Kopf mal aus seiner New-Work-Bubble herausziehen. Daher spricht er auch viel mit Menschen, die nicht in seiner Branche arbeiten. „Mein Bruder ist Koch. Wenn ich ihm was von New Work erzähle, dann zeigt er mir den Vogel. Er hat Schichtarbeit, arbeitet an Wochenenden und Feiertagen. Für ihn und meine Eltern bin ich ein Alien. Aber ich finde es gut, dass sie mich aus dem Start-up Szene mal rausholen.“ Andreas nimmt sich außerdem viel Zeit für die Fragen, die ihm Timo und Sachar mitgebracht haben. Neben der angesprochenen New-Work-Bubbel diskutieren die drei unter anderem darüber, ob Journalismus Haltung zeigen muss oder Objektivität bewahren sollte. Andreas hat da eine klare Meinung: „Journalist:innen müssen eine Haltung haben!” Schließlich besitzt jeder Mensch eine Meinung – und diese wird dann logischerweise auch in einem Artikel sichtbar. Das gelte übrigens auch für Medien, die eher in eine konservative (FAZ), linke (TAZ) oder libera (ZEIT) Richtung gehen. In die Richtung PR geht die Frage von Kristin, die diesmal leider nicht beim Podcast dabei sein kann: Wie sieht es mit der Digialkomperenz der PRler aus? „Leider gibt es nach wie vor Agenturen, die Themen ins Blaue schießen und bei Nachfragen einfach gar keine Ahnung haben. Das ist super schade, denn damit ist die Geschichte eigentlich schon für mich erledigt, weil im Vorfeld zur Identifikation schon so viel Zeit drauf geht, dass ich lieber ein anderes Thema mache. Es gibt aber auch auf jeden Fall andere Agenturen, die das richtig gut machen und wissen, wovon sie sprechen.“
45:39 11/11/21
Unsere top Learnings und Fails in der PR. Über Agenturen, Home-Office und lebenslanges Lernen. (Episode 79)
Timo hat eine Twitterperle entdeckt. Der Journalist Alex Lieberman hat erfolgreiche Gründer:innen auf Twitter gefragt, welche großen Fehler sie beim Aufbau ihres Business gemacht haben. Diese Learnings nehmen Kristin, Timo und Sachar in dieser Folge zum Anlass, um auf die PR-Branche schauen. Timo startet seine PR-Fails damit, dass nett sein nicht immer hilfreich ist. „Ich war häufig viel zu nett, anstatt Dinge direkt zu benennen.“ Schließlich sei es ja sogar sehr hilfreich, bei Mitarbeiter:innen wie Kund:innen konstruktives Feedback zu äußern. Das spielt auch bei seinem zweiten Learning eine Rolle: Denn eine direkte Kommunikation beim Erwartungsmanagement und bei der Zielsetzung hätte er gerne schon früher angewendet. Kristin Learnings beziehen sich auf fehlende Kommunikation anstatt von Reputationsbildung das Finden von richtigen Kommunikationsanlässen für größere Agenda Setting-Kampagnen und wie das Tagesgeschäft in Kommunikationsabteilungen auch in Krisenzeiten erfolgreich weiterlaufen kann, anstatt das eine ganze Abteilung lahm zu legen. Sachar größter Fail bestand im Beharren und Verharren an einer Strategie, die man initial erstellt hat. Klar, braucht es für eine substanzielle Kommunikation eine Basis, die auf den Status quo ausgelegt ist. Aber viele Businesses sind heute so agil, dass eine gute Strategie fortwährend auf den Prüfstand gestellt werden sollte. Kristin bringt außerdem das Thema Weiterbildung in der Kommunikation in die Diskussionsrunde ein. Dabei geht es vor allem darum, wie es gelingen kann, lebenslanges Lernen zu institutionalisieren. Nach der Ausbildung (einem Traineeship oder einem Volontariat) steht in der Kommunikation regelmäßig ein Kongress oder eine Weiterbildung an. Kristin beschäftigt aber die Frage, wie man es schaffen kann, Teams ständig weiterzuentwickeln. Und zum Schluss muss Sachar zugeben, dass er sich in Rage geärgert hat, als er bei W&V auf ein Interview mit Alexandra Groß, Präsidentin der GPRA, gestoßen ist. Es ging dabei um die Forderung, dass Agentur-Mitarbeiter:innen nun endlich wieder zurück ins Büro sollten, da nur so kreative Arbeit entstehen könne. Sachar sieht das grundlegend anders. Seiner Meinung nach entsteht so ein Arbeitsbild, das sich gegen jegliche Veränderungen und Technologie sträube. Ja, ein Büro als Ort der Zusammenkunft kann Sinn machen, ist aber bei weitem kein Muss. Sowohl ein gutes Onboarding und als auch hervorragende strategische und kreative Arbeit funktionieren Dank vieler Tools heute mindestens genauso gut.
51:53 28/10/21
BdKom, Kommunikationskongress und Berufsfeldstudie Kommunikatorinnen mit Regine Kreitz, Präsidentin des BdKom (E78)
In der aktuellen „Talking Digital“ Episode ist Regine Kreitz bei Sachar und Timo zu Gast. Sie ist hauptberuflich Director Marketing and Communications bei „Climate-KIC“, einer Initiative der EU für klimafreundliche Innovationen. Zusätzlich ist sie Präsidentin des Bundesverbandes der Kommunikatoren e. V. (BdKom), welcher den Themenschwerpunkt der heutigen Folge ausmacht. Zunächst spricht Regine mit Sachar und Timo über ihren beruflichen Werdegang, erklärt was hinter dem BdKom steckt und verweist auf deren Namensänderung. In diesem Zusammenhang bittet Sachar Regine noch einmal historisch zurückzublicken und neben dem Wandel des BdKom auch auf die Veränderung der Kommunikationsbranche einzugehen. Darauf folgt eine kurze Erläuterung des „Kom“ Magazins und des Kommunikations-kongress des BdKom. Der Kommunikationskongresses 2021 fand in diesem Jahr Corona geschuldet als Hybrid unter dem Motto „Aufbrechen“ statt. Was genau das bedeutet erklärt Regine, schildert Eindrücke und nennt thematische Schwerpunkte. Doch wie sieht die Zukunftsplanung des Kommunikationskongresses aus? Wieder ausschließlich Präsenz oder bleibt es bei Hybrid? Diese Frage stellte sich Sachar und bekam von Regine ihre ganz persönliche Einschätzung. Ein weiteres Thema, welches Timo und Sachar merklich unter den Nägeln brannte, war die diesjährige Berufsfeldstudie des BdKom. Themenschwerpunkte waren unter anderem Gehalt, Auswirkungen der Coronakrise auf die Kommunikator:innen und Entwicklung der Geschlechterverteilung. Zahlen, Daten, Fakten und interessante Erkenntnisse entfachen eine spannende Diskussion, bei der alle beteiligten ihre Erfahrungen schildern.
50:25 09/09/21
Talking Digital unter drei mit Gast-Host Solveig Gode, Business Insider - Das Rollenverständnis von PR und Journalismus
Timo befindet sich im wohlverdienten Urlaub und wird in der aktuellen Folge “Talking Digital unter drei” gebührend vertreten von Solveig Gode vom Business Insider. Als Gast-Host ergänzt Solveig die Diskussionen von Sachar und Kristin und ordnet die aktuellen Debatten journalistisch ein. Eine Diskussion, die zuletzt an kaum einer Redaktion oder einem Kommunikationsteam vorbeigegangen ist, war die Forderung des Beirats der jungen Digitalwirtschaft nach einer Disziplinierung der Presse in einem Positionspapier für das Wirtschaftsministerium, um so die positive Berichterstattung zu Börsengängen junger Digitalunternehmen zu fördern. Eine Steilvorlage für Solveig, die diese Story nicht nur einordnet, sondern noch einmal deutlich aufzeigt, wo die Grenzen der Zusammenarbeit von Redakteur:innen und Unternehmer:innen erreicht sind. Parallel fragt sich Sachar, ob der fahrlässige Umgang mit der Verantwortung, die mit der Arbeit und dem Amt als Beirät:in einhergeht, symptomatisch ist für eine mögliche Hybris von Digitalunternehmer:innen. Mehrere der Beiratsmitglieder hatten zugegeben, nicht an der Beiratssitzung teilgenommen, das Positionspapier vor Veröffentlichung nicht gelesen und dennoch mit ihrem Namen unterzeichnet zu haben. Im zweiten - themenverwandten - Teil, diskutieren Kristin, Sachar und Solveig über Thought Leadership und Expert:innenpositionierung. Häufig nennen Unternehmer:innen dieses selbst gesteckte Ziel, wenn es darum geht sie selbst oder ihre Unternehmen in die Öffentlichkeit zu bringen. Solveig teilt Einblicke, welche Rolle eigentlich Expert:innen in der Berichterstattung spielen, warum die Gründung eines Unternehmens nicht zwingend eine Qualifizierung zum Expert:innenstatus ist, wie sich Wissenschaftler:innen und Unternehmer:innen in ihren Expert:innenstatements unterscheiden und wonach konkret sie für ihre Berichterstattung sucht. Gemeinsam überlegen sie, warum es noch immer mehr Experten als Expertinnen in den Medien gibt und wie Schweizer Medientreibende dem entgegen arbeiten wollen. Links zu dieser Folge: https://www.businessinsider.de/themen/macht-und-millionen/ https://www.businessinsider.de/autoren/solveig-gode/2/?order=popular
45:12 26/08/21
Hate Speech und Bürger:innen-Dialog auf Social Media mit Birand Bingül, Leiter der ARD-Kommunikation (E 76)
WDR, NDR, SWR, HR … die Liste der Sender des ersten öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm Deutschlands – der ARD – ist lang. 15 Sender sind es insgesamt, mehr als 100 Kanäle gilt es zu bespielen und täglich unzählige Themen zu bearbeiten. Die ARD-Kommunikation unterliegt einer sehr komplizierten Stakeholder-Landschaft mit unterschiedlichen Ansprüchen, die es gilt im Blick zu behalten. „Gerade das macht es doch spannend”, findet Birand Bingül, seit 2020 Leiter der ARD-Kommunikation. Der ehemalige Journalist und Buchautor ist mit seinem Team für den direkten Austausch mit Medien und Zuschauer:innen über Social Media, Content auf eigenen Kanälen und durch Kampagnen und bei Events zuständig. Social Media spielt dabei auch in der ARD-Kommunikation eine immer größere Rolle. Von frühmorgens bis in die späten Abendstunden betreibt das ARD Social Media Team Monitoring und Community Management, um angemessen und schnell auf Hate Speech im Netz, genauso aber auch auf berechtigte Kritik reagieren zu können. „Schweigen auf Social Media ist keine Antwort”, findet Bingül. Gerade in Hinblick auf „Trolle“ im Netz, die bewusst Krach um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen. Außerdem sei man viel glaubwürdiger, wenn man zu den Zeiten im Netz unterwegs ist, zu denen es auch die Community ist. Bei seiner Kommunikation versucht das Team von Bingül, immer sachlich zu agieren, wenn möglich aber auch mit einem kleinen Augenzwinkern und Haltung: „Wir sagen offen und ehrlich, wenn wir etwas nicht richtig gemacht haben. Keiner gibt Fehler gerne zu. Aber schließlich machen wir unseren Content im Auftrag der Bürger:innen, die dafür zahlen.” Und die größten Herausforderungen für die Unternehmenskommunikation in der Zukunft? Zum einen gehe es darum, folgende Fragen beantworten zu können: „Gibt es Klarheit und Commitment auf allen Ebenen, was kommuniziert wird und bin ich in der Lage, das richtig rüber zu bringen“? An zweiter Stelle nennt Bingül die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI), die aus seiner Sicht großes Potenzial besitzt. „KI wird unsere Kommunikation nicht übernehmen, uns aber sicherlich dabei unterstützen.“
43:05 12/08/21
CEO Kommunikation - Talking Digital mit Michael Manske, Head of CEO Communication bei Volkswagen AG (Episode 75)
Elektroautos statt Verbrennerfahrzeuge, autonomes Fahren statt selbst das Steuer zu lenken. Volkswagen befindet sich aktuell in der wohl größten Transformation seiner Unternehmensgeschichte. Diese weitreichenden Veränderungen sorgen im Unternehmen extern wie intern für einen erhöhten Kommunikationsbedarf. „Durch die Person Herbert Diess lässt sich dieser Wandel sehr gut erklären, einordnen und vor allem auch vorantreiben”, so Michael Manske. „Unser Job ist es, zu entscheiden, welcher Kanal der Beste ist, um unsere Themen zu setzen.“ Diess hat auf LinkedIn rund 199.220 Follower, auf Twitter sind es 32.800 – hier hat der VW-CEO seit dem Aufsetzen seines Profils vor einem halben Jahr einen Raketenstart hingelegt. Diess zählte bereits zu den meist zitierten, kommentierten und genannten DAX-CEOs in Deutschland bevor er selbst überhaupt dem Netzwerk beigetreten war. Der Volkswagen CEO und sein Kommunikationsteam haben früh die Relevanz der Sozialen Medien in der internen und externen Kommunikation erkannt. Wöchentlich investiert Diess mindestens zwei Stunden für die Redaktionskonferenz, kein Kommentar, kein Post wird veröffentlicht, bevor er ihn nicht gelesen hat. LinkedIn zählt laut Manske auch zu den effektivsten Tools, wenn es darum geht die 660.000 Mitarbeitenden in 153 Ländern zu erreichen. Insgesamt setzt Manske bei der Kommunikation nach außen auf eine Mischung zwischen unterhaltsamen Content und ernsthaften Themen. Wichtig ist, dass die Beiträge authentisch sind, findet er. „Wenn ich einem CEO auf Twitter oder LinkedIn folge, dann möchte ich seine persönliche Haltung sehen und den Menschen dahinter wahrnehmen. Sonst kann ich auch dem Corporate-Account folgen.“ Abschließend teilt er noch die drei größten Learnings aus den zurückliegenden Monaten in der CEO-Kommunikation: Wie man authentisch kommuniziert, Community Management betreibt und wo politischen Themen am besten funktionieren.
42:24 29/07/21
Talking Digital unter drei - Fusion von Marketing und PR, New Work als Lippenbekenntnis und stänkernde CEOs auf Twitter
Holt das Popcorn raus! Nein, wir gehen nicht ins Kino, sondern verfolgen auf Twitter CEOs börsengelisteter Unternehmen. Nicht nur Kristin, sondern auch zahlreiche Medien und Shareholder haben verfolgt wie sich Just Eat CEO Jitse Groen erst mit dem Uber und später auch mit Delivery Hero CEO anlegte. Kennt man solch öffentlichen Auseinandersetzungen sonst eher aus dem twitterfreudigen Amerika, fragt sich Kristin, ob sich auch hierzulande eine neue Tendenz, Authentizität, Offenheit und Angriffslustigkeit bei der CEO Kommunikation entwickelt. Zum Thema New Work könnte man meinen, man hätte schon alles gehört und gelesen. Sachar stößt aber genau das auf: Auf Unternehmenskanälen wird darüber geschrieben und gesprochen, die Initiativen werden von der Unternehmenskommunikation oder der Personalabteilung initiiert, das Management sieht das Thema aber nicht als strategische relevante Komponente. Eine „Bottom-Up“-Initiative sei so nicht nachhaltig, als würde das Ganze aus echten betriebswirtschaftlichen Anlässen heraus getrieben. Timo findet vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bei Daimler und BMW gerade die Diskussion spannend, inwiefern es Sinn macht, Marketing und PR in Unternehmen zusammen zu führen. Die Diskussion erreicht ein neues Level, nachdem sich auch der „Deutsche Journalisten Verband“ (DJV) zu Wort gemeldet und diese Zusammenlegung als sträflich beurteilt hat. Dahinter verbirgt sich nach Timos Einschätzung auch die Befürchtung vor einer weiter steigenden Relevanz der Owned Media, um unternehmensrelevante News und Argumentationen an die Zielgruppen zu bringen.
43:12 15/07/21
Kommunikation und Brand Building für eine Digitalmarke mit Christina Walke (Episode 73)
Der Lufthansa Innovation Hub ist so etwas wie die Schnittstelle zwischen der Lufthansa Group und all den anderen Playern im Markt entlang des Reisens, die neue digitale Geschäftsmodelle erschließen. Das Unternehmen testet neue digitale Produkte im Markt, investiert in und baut auch selbst Start-ups im Travel & Tech Ökosystem des Mutterkonzerns. Christina Walke leitet die Kommunikation des Hubs und spricht mit Kristin und Sachar darüber, wie viel Lufthansa tatsächlich im Innovation Hub steckt und warum der Markenaufbau für die unabhängige Digital-Tochter des Konzerns essentiell war. Schaut man sich Kommunikationskonzepte von Start-ups an, fällt dort häufig der Begriff „Thought Leader“. Der Lufthansa Innovation Hub hat genau das geschafft: Thought Leadership. Drei Jahre in Folge wurde der Hub als bestes Innovations-Team Deutschlands vom Capital Magazin ausgezeichnet. Außerdem hat der Newsletter des Unternehmens bereits 12.000 organisch erreichte Leser:innen. „Dieser Erfolg ist sicherlich nicht gänzlich auf die Kommunikation zurückzuführen“, sagt Christina Walke, „das ist eine Teamleistung aus allen Bereichen: Von New Business über Research.“ Am Ende des Tages mag es auch an den tollen Ergebnissen und den innovativen Start-ups liegen, die der Lufthansa Innovation Hub ausgegründet hat, die ihr Vordenkertum untermauern. „Das macht übrigens auch die Kommunikation leichter, wenn man nicht nach Geschichten suchen muss“, sagt Christina Walke. Ganz zentral für das Gelingen und den Erfolg des Innovation Hubs ist die Markenbildung. Nicht nur für die Gewinnung von den richtigen Talenten und die Wahrnehmung in der Medienlandschaft, sondern auch weil die neu kreierten Marken der gebauten Startups einen Vorteil im Wettbewerb bringen können. „Von der Marke Lufthansa erwarten die Kund:innen immer 100 Prozent Premium. Weil jedes unserer Ventures aber eine eigenständige Brand ist, können wir hier viel freier in den startup-typischen Experimentiermodus gehen“, so die Kommunikationsexpertin.
43:47 01/07/21
Talking Digital unter drei - Herausfroderungen an die Kommunikation mit der Rückkehr ins Office (Episode 72)
Der Biergarten ist wieder geöffnet und auch den Kaffee darf man jetzt wieder im Café trinken. Deutschland kommt langsam im new normal an – und die Mitarbeitenden im Büro? In den USA schicken zahlreiche Firmen, traditionelle wie digitale, ihre Belegschaft zurück ins Office. Sachar, Kristin und Timo diskutieren in dieser Woche, welche Herausforderungen sich daraus für die Unternehmen und deren interne sowie externe Kommunikation ergeben. Kristin beschäftigt aktuell vor allem die Frage: “Wollen die Mitarbeiter:innen überhaupt wieder zurück ins Büro und wenn ja, wie viele?” – und stellt fest: Nach der Krise ist vor der nächsten Kommunikations-Challenge. Denn neben dem Arbeitsplatz werden in internen Unternehmenskanälen auch zunehmend politische und gesellschaftliche Debatten geführt, soziale Verantwortung vom Arbeitgeber eingefordert und umgekehrt auch mal Kommentarfunktionen in Slack-Kanälen ausgeschaltet. Dass alle aus dem Homeoffice arbeiten, war anscheinend nicht die größte Herausforderung der digitalen internen Kommunikation. Sachar geht es vor allem um die Frage: Was für ein Ökosystem baue ich für Menschen, damit sie wirklich produktiv bei der Arbeit sein können und zufrieden das tun, wofür sie morgens aufstehen? Die Wahrnehmung müsse sich vom Unternehmen zum Menschen hin entwickeln. Timo teilt seine Erfahrungen: Er sehe es immer als schlechtes Zeichen, Kommunikation zu unterbinden. Diskussionen richtig begleiten und moderieren, um die Mitarbeitenden zu einer anderen Art der Kommunikation zu befähigen und dabei die richtigen Maßstäbe finden, ist sein Weg. Abschließend teilen Sachar und Timo ihre Buchtipps – Klassiker und Neuerscheinungen – für die Urlaubszeit.
45:27 17/06/21
Der Generationenvermittler - Talking Digital mit Nico Kunkel, #30unter30 (Episode 71)
Der Generationenvermittler: Talking Digital mit Nico Kunkel (Episode 71) Wie steht es um den Nachwuchs in der Kommunikationsbranche? Diese Frage können Sachar und Kristin sicherlich mit niemandem besser ausdiskutieren, als mit Nico Kunkel. Der Journalist und Kommunikationsprofi ist der Gründer des Formats #30u30 bei dem jährlich die 30 talentiertesten Young Professionals unter 30 Jahren ausgezeichnet werden. In Kooperation mit dem PR Report, bei dem Nico selbst fünf Jahre lang Chefredakteur war, zahlreichen Förderern und Coaches, pitchen die Talente darum, wer der Young Professional des Jahres ist. Im Rahmen der Young PR Pros Initiative versucht Nico außerdem studentische initiativen miteinander zu verbinden. „Ich selbst sehe mich als Spielermanager in diesem ganzen Konstrukt und nicht als versteckter Headhunter“, sagt Nico über sich selbst, der sich oft als Recruiter missverstanden sieht. Täglich spricht er mit seinem Netzwerk aus Professionals und jenen, die es noch werden wollen und gibt Ratschläge. Nicht allzu selten wird er dabei auch darauf angesprochen, wieso es keine Versionen des Formats gibt, die Professionals über 30 integrieren würde: „Ich glaube, dass sobald wir in den Senior Professionals Bereich kommen, das Alter nicht die richtige Klammer darstellt“, sagt Nico und macht deutlich, dass er sich auch bereits mit solchen Formaten beschäftigt hat. Außerdem beantwortet Nico Fragen aus der TalkingDigital Community: Wie erreicht man die GenZ als Arbeitgeber, welche Eigenschaften zeichnen Young Professionals aus und wie gestaltet man (interne) Talentförderung am besten?
46:28 20/05/21
Talking Digital unter drei - 360° Feedbackkultur, Gegner des Genderns und zu Internationalisierung von Kommunikation. (E
Wo hört gutes Feedback auf und wo fängt geförderte Spionage unter Mitarbeiter:innen an. In der Süddeutschen Zeitung erschien ein Kommentar, der mit der Feedbackkultur bei Zalando ins Gericht geht. Datenschützer:innen forderten den Digitalkonzern auf, die Systematik, wie Feedback gegeben wird, zu verbessern. Kristin berichtet von ihrer Erfahrung bei Zalando und gibt Einblicke in die interne Kommunikation und Feedbackkultur, in der Rückmeldungen der Mitarbeitenden durchaus und nicht zu knapp bottom-up bis in die Vorstandsetage gelangt. Das sei nicht immer leicht und harmonisch, jedoch fördere diese „produktive Reibung“, eine für alle auf Austausch und Wachstum ausgerichtete Kultur. Sachar bringt den Kommentar des wohl bekanntesten deutschen Philosophen Richard-David Precht mit in die Diskussion. Darin sagt er, dass die gendergerechte Sprache ihr Ziel verfehlen würde. Sachar beschäftigt sich nicht erst seitdem mit der Frage, wie man mit Menschen, die sich in keinster Weise mit der gendergerechten Sprache beschäftigen wollen, argumentativ umgehen könne. Timo teilt konkrete Tools, um Argumentationen auf der logisch-faktischen oder emotionalen Ebene zu begegnen. Timo treibt die Internationalisierung der Kommunikation um. Er fragt sich, welche Rolle Kommunikator:innen in einer globalisierten und digitalisierten Welt einnehmen werden. Kristin und Sachar teilen direkte Learnings und Herangehensweisen und beantworten die Frage, wann es Sinn macht als Agentur mit den Auftraggeber:innen mitzuwachsen?
44:31 29/04/21
Kommunikation und Marketing für das NDR Elbphilharmonie Orchester mit Nicole Gerstenfeldt (Episode 69)
Chöre, Konzerte und Orchester – all diese Programmpunkte und Themenfelder koordiniert und begleitet Nicole Gerstenfeldt kommunikativ als Hauptabteilungsleiterin beim NDR. Seit nun zehn Jahren verantwortet sie diesen Kulturschwerpunkt der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt zu dem unter anderem auch das NDR Elbphilharmonie Orchester gehört. Doch vor eine solche Herausforderung wie derzeit, war sie wohl noch nie gestellt. Corona hat die Kultur fest im Griff und zwingt Kulturschaffende zu kreativen Lösungen. Von einigen berichtet Nicole Gerstenfeldt in dieser Episode “Talking Digital”. Auch, wenn klassische Musik eine sehr lange Tradition hat, die Kommunikation um dieses Themenspektrum ist beim NDR alles andere als altertümlich. „Natürlich ist die klassische Pressearbeit ein wichtiger Bereich“, erzählt Nicole Gerstenfeldt, „jedoch ist das letztliche Produkt, was wir kommunizieren, das Konzerterlebnis und gerade in Zeiten einer weltweiten Pandemie geht es darum, dieses digital abzubilden.“ Glücklicherweise darf das Elbphilharmonie Orchester weiter produzieren und das nicht zu knapp. Mit ausgeklügelten Community-Aktionen und exklusiven Einblicken hinter die Kulissen eines Orchesters via App, Instagram und Facebook hat es der NDR geschafft ein verhältnismäßig starkes online Publikum aufzubauen. So bleibt Kultur weiterhin zugänglich. In der aktuellen Folge “Talking Digital” gibt Nicole Gerstenfeldt viele Eindrücke über die kommunikativen Herausforderungen, vor die die Kultur durch die Corona-Pandemie gestellt wurde, preis. Doch sie teilt auch Lösungswege und erzählt, wie sich die zielgruppenspezifische Kommunikation durch die digitalen Medien und Kanalwechsel verändert.
36:13 15/04/21
Interne Kommunikation, CEO-Positionierung und Hiring während Corona mit Christian Hillemeyer, Babbel (Episode 68)
Angefangen hat alles vor mittlerweile mehr als 13 Jahren. Damals ging die Sprachlern-App Babbel an den Markt. Was als kleines Start-up begann erreicht mit dem zehn Millionsten verkauften Abo 2020 einen neuen Meilenstein. Mehr als die Hälfte der Unternehmensgeschichte begleitet Christian Hillemeyer als Director Communications Babbel und lenkt die Geschicke der internen und externen Kommunikation sowie das Employer Branding. Dabei wollte Christian nie in die PR – er wollte Rockstar werden, genau wie Timo. Deshalb studierte er in Berlin Musikwissenschaft, gründete nebenbei sein eigenes Drum & Bass-Label und jettete als DJ um die Welt. Die Liebe zur Musik führte ihn auch in die Pressestelle von MTV und was alle seine beruflichen Stationen einte: „Auf jeder meiner Stationen hatte ich einfach immer Mentoren, von denen ich unheimlich viel lernen konnte, so entwickelte ich meine Leidenschaft für PR.“ Heute leitet er die globale Kommunikation einer Firma mit mehr als 700 internationalen Mitarbeiter:innen und hat etwas außergewöhnliches geschafft: Bei Babbel erzielen die Führungskräfte für ihre interne Kommunikation ausgesprochen hohe Ergebnisse bei der Mitarbeiter:innenzufriedenheit. Wie das gelingt, mit und ohne Corona, wie man während der Pandemie am besten einstellt und wie man einen neuen CEO intern sowie extern am besten positioniert, wenn der Gründer in den Aufsichtsrat wechselt, das erfahrt ihr in der aktuellen Episode von Talking Digital.
44:35 25/03/21
Talking Digital unter drei: Wir starten 2021 mit Clubhouse, Wirecard und KI in der Kommunikation (Episode 67)
2021 startete direkt rasant, sowohl persönlich als auch aus der Perspektive der professionellen Kommunikation. Sachars Kommunikationsagentur „hypr“ ist 2020 stetig gewachsen und befindet sich nunmehr auf Internationalisierungskurs. Um diesen Prozess zu unterstützen ist Kristin seit Mitte Februar als neue COO mit an Bord. Timo erlebt den ersten Jahreswechsel mit seiner neu gegründeten Agentur „segmenta futurist:a“ und beschäftigt sich viel mit Diversity und coronabedingter Digitalisierung – privat und beruflich. Ein Trendthema, dass 2021 aus keinem LinkedIn- und Twitter-Feed wegzudenken ist: „Clubhouse“. Doch mittlerweile kann man getrost behaupten „Wie gewonnen so zerronnen”. Als Sachar sich frisch bei der Drop-In-Audio-App anmeldete, geriet er in eine Session mit Tarek Müller, der frei von der Leber weg über Investitionsstrategie und die Ratings seiner Unternehmen sprach und sah ein riesen Potential für PR-Schaffende. Wenn Sachar heute ins „Clubhouse“ kommt sind die Räume leer und auf den Panels wird nichts Neues erzählt. Quo vadis „Clubhouse“, ist der Hype vorbei oder ist es gekommen um zu bleiben? Kristin stolperte über eine Investigativrecherche des „stern“: Die Agentur WMP bot ihrem Kunden Wirecard an, unliebsame Journalist:innen je nach Themenzugewandtheit und Bewertung auf eine “schwarze Liste” zu setzen. Eine Praxis, über die sich Journalist:innen und Öffentlichkeit echauffieren. Wie es im PR-Alltag tatsächlich aussieht und was vor allem im Umgang mit Redakteur:innen überhaupt nicht geht, darüber spricht Kristin mit den beiden Co-Hosts. In den Artikeln zum Wetter oder im Nachbericht des örtlichen Fußball-Kreisligisten ist Künstliche Intelligenz (KI) bereits real gelebte Praxis. Man munkelt sogar, dass bereits die Kommunikationsabteilungen von einigen Unternehmen KI zur Texterstellung verwendet. Momentan gibt es wieder einen absoluten Peak in der Aufmerksamkeit für KI-Themen. Timo möchte daher die Potentiale, die KI für die Kommunikation hat, aufzeigen und besprechen. Kann KI neben der Content-Produktion auch in der strategischen Kommunikation eingesetzt werden? Mehr zu den jeweiligen Themen der Kommunikationsexpert:innen, warum im Journalismus PR teilweise zurecht als „schwarzes Schaf“ abgestempelt wird und weshalb Drop-in-Audio mit dem Abgesang auf „Clubhouse“ noch lange nicht tot ist, das erfahrt ihr in der aktuellen Episode von „Talking Digital“ mit Kristin, Timo und Sachar. https://talkingdigital.de/
46:52 11/03/21
Kommunikation für Retail & E-Commerce mit Christian Maas, Director Communications eBay Kleinanzeigen & mobile.de
Zusammen mit Kristin und Timo spricht er darüber, warum besonders die interne Kommunikation für ihn in den letzten Monaten Dank Corona und Eigentümerwechsel an Bedeutung gewonnen hat. Außerdem berichtet Christian, was er im Verlauf seiner Karriere bei der Metro AG und im eBay Konzern gelernt hat: Weniger Vorbereitung ist für den Flow eines guten Gesprächs manchmal einfach mehr und es zahlt sich aus, alle Fragen, egal, von wem sie stammen, zu beantworten. Christian gibt zudem Einblicke, wie das Kommunikationsteam bei mobile.de und eBay Kleinanzeigen aufgestellt ist, wie die Zusammenarbeit mit dem Marketingteam läuft und wie sie es geschafft haben, die Mitarbeiter:innen in der Krise trotz Zoom Fatigue zusammenzubringen. Zum Jahresabschluss haben sich Christian und sein Team dazu entschlossen, eine unkonventionelle Housewarming-Party online abzuhalten und ein eigenes Fernsehprogramm produziert. Das und 2 spannende TalkingDigital Tooltips zum Jahresende erfahrt ihr in dieser Folge des TalkingDigital Podcasts.
53:04 17/12/20
Talking Digital - Highlights, Lowlights und Learning 2020 (Episode 65)
Für Sachar hat Corona einen klaren Erkenntnisgewinn gebracht, die in seiner Agentur bereits gelebte Realität ist: Es ist die Erfahrung, dass man nicht gemeinsam an einem Ort sein muss, um produktiv zu arbeiten. Remote Work ist also nicht nur irgend ein Theoriekonstrukt, sondern kann tatsächlich funktionierende und gelebte Praxis sein. Kristin erzählt unter anderem von der Umstrukturierung ihres Daily Business durch Corona. Da sich die Mitarbeiter:innen durch das Home Office nicht mehr im Büro treffen konnten, was den wertvollen Austausch untereinander verhindert, wurden digitale Cake- und Cocktail Hours eingeführt. So können auch Begegnungen außerhalb des Arbeits-Kontextes gewährt werden. Corona hat uns in diesem Jahr alle vor Herausforderungen gestellt. Nicht zuletzt hat die Pandemie aber auch als digitaler Katalysator fungiert, meint Timo. Beispielsweise waren Corporate Podcasts, bei denen es sonst jahrelange Gegenwehr gab, plötzlich innerhalb von 24 Stunden konzipiert und produziert. Offenkundig wurde allerdings auch, wie weit die Schulen im Zuge der Digitalisierung zurückhängen. Mehr zu den jeweiligen High- und Lowlight der drei Kommunikationsexpert:innen und dem anscheinenden Abgesang auf LinkedIn erfahrt ihr in der neusten Episode des Talking Digital Podcasts.
49:52 03/12/20
Talking Digital - Wie denkt der PR-Nachwuchs - mit Marcia und Ricarda Bohn vom Young Communicators Podcast (Episode 64)
Vorweg: Leider gab es bei der Aufnahme der Episode 64 technische Komplikationen. Ihr werdet das an ein oder zwei Stellen hören. Uns tut das sehr leid. Trotzdem sind wir überzeugt davon, dass die Insights, die uns Marcia und Ricarda bieten, so wertvoll sind, dass es sich lohnt, die Folge in voller Länge zu hören. Wenn Ihr einen Tipp für uns habt, mit welchem Tool man remote sicher und zuverlässig Podcasts aufnehmen kann, danken wir Euch für jeden Hinweis. In dieser Folge sprechen Kristin und Sachar mit Marcia und Ricarda Bohn vom Young Communicators Podcast. Beide laden seit 2018 junge Kommunikator:innen in ihren Podcast ein, in dem es um Themen geht, die junge Berufseinsteiger:innen interessieren könnten: Gehalt, verschiedene Studiengänge und Social Media. Im Fokus dieser Folge steht, wie die neue Generation der Kommunikator:innen tickt, was sich seit Kristins und Sachars Berufseinstieg geändert hat und welchen Herausforderungen sich die Kommunikation in der Zukunft stellen muss. Das alles erfahrt ihr in dieser Folge des Talking Digital Podcasts.
41:55 18/11/20
Tesla ohne PR Abteilung, Interviewautorisation & die Sinnhaftigkeit von digtalen Konferenzen (E 63)
Tesla hat angekündigt, fortan ohne PR-Abteilung zu arbeiten. Die PR ist – unter anderem – eine Brücke zwischen Journalist:innen und Unternehmen. Ohne sie ist die Arbeit im Unternehmen zunächst intransparent. Was passiert also, wenn ein Unternehmen ohne diese Brücke arbeiten möchte? Wie sieht diese Entscheidung aus Sicht von Kommunikatoren aus? Kann tatsächlich eine professionelle Kommunikation ohne eine PR-Abteilung stattfinden ? Nach dem Interview der Virologin Sandra Ciesek mit dem “Spiegel” stellen sich Kristin, Timo und Sachar der Frage, welche Verantwortung PR-Abteilungen in Interviews tragen. Wann darf man Fragen unbeantwortet lassen, wann sollte man auf schlecht gestellte Fragen hinweisen? Wie bereitet man Personen, deren Hauptgebiet nicht die Kommunikation ist, auf Interviews vor? Und was ist mit der Autorisierung? Passt sie noch in unsere Zeit? Durch Corona mussten Konferenzen und Seminare in die digitale Welt verlegt werden. Das bringt neue Herausforderungen mit: Angefangen von der Technik über die Qualität der Präsentationen bis hin zum veränderten Verhalten der Zuschauer:innen. Warum diese Hürden gar nicht so schlecht, sondern eigentlich zwingend notwendig für die Revolution von besagten Veranstaltungen sein können, erfahrt ihr in dieser Folge des Talking Digital Podcasts.
53:07 05/11/20
Agenda Setting in Politik und Medien für den schnellsten Verband Deutschlands mit Paul Wolter (Episode 62)
Paul Wolter erklärt wie der Bundesverband daran arbeitet, die politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Gründerszene mitzugestalten, welchen Herausforderungen er beim Einstieg vor 4 Jahren gegenüber stand und was sich bis heute getan hat. Besonders große Aufmerksamkeit erhielt der Verband in Medien und Politik, mit und seit der Wahl des neuen Verbandspräsidenten Christian Miele Ende 2019. Christian Miele ist bekannte Szenengröße, Investor und Multiplikator in der deutschen Digitallandschaft und markiert die neue Agenda und Ära des Verbandes maßgeblich mit. Paul gibt einen Einblick, warum sich das Team für dieses Jahr kommunikativ vor allem auf das Thema Mitarbeitervergütung konzentriert, welche Ziele hier schon erreicht wurden und wie sich die Lage von Startups durch Corona verändert hat. In einer spannenden Diskussion rund um den Digitalstandort Deutschland verrät Paul auch, mit welchen Tools sein Team erfolgreich arbeitet, um die schnellste Verbandskommunikation Deutschlands zu organisieren.
43:25 22/10/20