In diesem Podcast geht es um die Arbeit der Björn Steiger Stiftung und die Bedeutung einer funktionierenden Notfallhilfe. Wir sprechen mit Experten, Betroffenen und den Machern hinter den Kulissen. Zur Geschichte der Stiftung: Mai 1969. Auf dem Rückweg vom Schwimmbad wird der 8-jährige Björn Steiger von einem Auto erfasst und dabei schwer verletzt. Es dauert fast eine Stunde, bis endlich ein Rettungswagen eintrifft. Björn Steiger stirbt – nicht an seinen Verletzungen, sondern an den Folgen eines Schocks. Die Eltern Ute und Siegfried Steiger gründen erst einen gemeinnützigen Verein, später entsteht daraus die Björn Steiger Stiftung. Durch ihr unerlässliches Engagement wurden bis heute Millionen Menschenleben gerettet und vergleichbare Schicksalsschläge vermieden.
Millionen Besucher, volle Festzelte, Gedränge – und natürlich jede Menge Bier. Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Für die einen sind es zwei Wochen Party, für andere zwei Wochen medizinischer Großeinsatz. Denn während auf der Wiesn gefeiert wird, arbeitet im Hintergrund eine komplette medizinische Infrastruktur. Hunderte Einsatzkräfte der Aicher Ambulanz sind während des Oktoberfestes im Dienst. Sie versorgen Schnittverletzungen und Wespenstiche, stark alkoholisierte Patienten – aber auch Herzinfarkte und lebensbedrohliche Notfälle. Wie schnell das passieren kann, hat sich gleich in den ersten Tagen dieser Wiesn gezeigt: bei einem schweren Unfall an einem Fahrgeschäft wurde ein Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt und starb später im Krankenhaus. Was passiert in einem solchen Moment hinter den Kulissen? Wie funktioniert Notfallmedizin mitten in einem Volksfest mit Millionen Besuchern? Und was muss passieren, damit die Retter auch im größten Gedränge innerhalb kürzester Zeit beim Patienten sind? Darüber spricht Ina Tenz heute mit einem Mann, der auf der Wiesn eine enorme Verantwortung trägt: Dr. Philip Kampmann, Chefarzt der Aicher Ambulanz auf dem Oktoberfest.
10/2/26 • 66:07
Ein Mensch bricht plötzlich zusammen, reagiert nicht mehr und atmet nicht normal. Was jetzt zählt, sind keine komplizierten medizinischen Kenntnisse – sondern schnelles Handeln: Prüfen, Rufen, Drücken. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können schon wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Doch noch immer beginnen in Deutschland längst nicht alle Menschen im Ernstfall mit einer Wiederbelebung. Wie können wir die Angst davor nehmen, etwas falsch zu machen? Warum sollte Wiederbelebung schon in der Schule selbstverständlich werden? Welche Rolle spielen Defibrillatoren, Ersthelfer-Apps und die Leitstellen? Und was muss sich verändern, damit Deutschland „herzsicherer“ wird? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Dr. Sinann Al-Najem von der Deutschen Herzstiftung. Er verantwortet dort unter anderem die Bereiche Prävention und Wiederbelebung und beschäftigt sich mit der entscheidenden Frage: Wie wird aus medizinischem Wissen konkretes Handeln? Eine Folge über lebensrettende Minuten, die Verantwortung von uns allen – und eine Botschaft, die im Ernstfall jeder im Kopf haben sollte: Nicht nichts tun!
9/25/26 • 36:24
Bevor Florian Künstler mit seinen Songs auf den großen Bühnen stand, war er dort unterwegs, wo es manchmal tatsächlich um Leben und Tod geht: im Rettungsdienst. Eine Erfahrung, die ihn bis heute prägt. Er hat Menschen in ihren verletzlichsten Momenten erlebt, Angst, Hilflosigkeit und Tod gesehen – aber auch erfahren, wie viel es bewirken kann, einfach da zu sein, Ruhe zu vermitteln und einem Menschen das Gefühl zu geben: Du bist jetzt nicht allein. Heute erreicht Florian Künstler die Menschen mit seiner Musik. In seinen Songs geht es um Nähe und Verlust, um Ängste, Hoffnung und darum, das Leben intensiv zu spüren. Und in dieser Folge spricht er ungewöhnlich offen darüber, dass er selbst irgendwann Hilfe brauchte: über Panikattacken, schwere Gedanken und einen einzigen Satz seines Arztes, der für ihn zu einem Rettungsanker wurde: „Das ist temporär.“ Was hat der Rettungsdienst mit dem Musiker Florian Künstler gemacht? Welche Einsätze wird er nie vergessen? Warum ist für ihn der größte Fehler bei einem Notfall, nichts zu tun? Und kann man vielleicht auch mit einem Song zum Lebensretter werden? Darüber sprechen wir in dieser Folge von „Lebensretter“.
9/18/26 • 39:05
Mehr als eine Million Menschen engagieren sich in Deutschland in der Freiwilligen Feuerwehr. Einer von ihnen ist Marius Zimmer. Er ist Notfallsanitäter, Feuerwehrmann, Katastrophenschützer und Mitbegründer des Blaulichtkanals. Und er weiß, was dieses Ehrenamt bedeutet: Kameradschaft und Gemeinschaft, aber auch permanente Einsatzbereitschaft, große Verantwortung und manchmal Erlebnisse, die einen nicht mehr loslassen. In dieser Folge spricht Marius Zimmer mit Béla Anda ungewöhnlich offen über einen Einsatz, nach dem er selbst professionelle Hilfe gebraucht hat. Wir sprechen darüber, warum es keine Schwäche ist, nach belastenden Erlebnissen Hilfe anzunehmen, wie der Alltag einer Freiwilligen Feuerwehr tatsächlich funktioniert und warum Deutschlands Gefahrenabwehr ohne Ehrenamtliche kaum denkbar wäre. Aber wir schauen auch auf eine entscheidende Frage für die Zukunft: Wie gewinnt man neue Mitglieder – und vielleicht noch wichtiger: Wie schafft man es, die Menschen zu halten, die bereits bereit sind, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für andere zu opfern?
9/11/26 • 40:44
Deutschland leistet sich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt – mehr als eine halbe Billion Euro fließen jedes Jahr in unsere Gesundheit. Und trotzdem steigen die Beiträge, Patienten warten auf Termine, Notaufnahmen sind überlastet und bei Lebenserwartung und Versorgungsqualität gehört Deutschland längst nicht überall zur Spitze. Warum bekommen wir für so viel Geld nicht auch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt? Darüber spricht Béla Anda heute mit einem Mann, der an einer der zentralen Schaltstellen dieses Systems sitzt: Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Er vertritt die Interessen der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen – und damit mittelbar rund 75 Millionen Versicherte. Oliver Blatt sagt deutlich: Deutschland hat Reformen zu lange aufgeschoben. Wir haben zu viele Krankenhausbetten, steuern Patienten nicht ausreichend durch das System und investieren noch immer zu wenig in Prävention. Gleichzeitig steigen die Ausgaben deutlich schneller als die Einnahmen. Besonders dringend ist für ihn auch die Reform der Notfallversorgung. Überfüllte Notaufnahmen, unterschiedliche Anlaufstellen und mangelnde digitale Vernetzung zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Länder wie Österreich machen vor, wie eine intelligente Patientensteuerung funktionieren kann. Aber Oliver Blatt redet unser Gesundheitssystem nicht schlecht. Er erklärt auch, was Deutschland nach wie vor hervorragend macht – und warum eine verlässliche medizinische Versorgung weit mehr ist als eine Frage von Kosten und Effizienz: Sie ist ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Zusammenhalts. Was muss sich also ändern? Wo können Milliarden effizienter eingesetzt werden? Wie bekommen wir Krankenhäuser, ambulante Versorgung und Rettungsdienst besser organisiert? Und warum braucht es am Ende vor allem eines: Politiker, die den Mut haben, Entscheidungen zu treffen?
9/4/26 • 41:22
Ein Rettungswagen ist längst eine hochmoderne, mobile medizinische Einheit. Doch was passiert, wenn selbst diese Ausstattung nicht ausreicht? Wenn Frühgeborene besonders erschütterungsarm transportiert werden müssen, schwerstverletzte Patienten bereits am Einsatzort hochspezialisierte Medizin benötigen oder Kindernotfälle besondere Expertise verlangen? Genau dann kommen Sonderfahrzeuge ins Spiel. Die Björn Steiger Stiftung entwickelt und fördert seit Jahrzehnten Konzepte, die Versorgungslücken im Rettungswesen schließen sollen – vom Baby-Notarztwagen bis zum Medical Intervention Car, kurz MIC. Dabei geht es nicht um Technik um der Technik willen, sondern um eine entscheidende Frage: Wie bringen wir die bestmögliche medizinische Versorgung so schnell wie möglich zum Patienten? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Joachim von Beesten, bei der Björn Steiger Stiftung verantwortlich für Forschung, Entwicklung und Sonderfahrzeuge. Wir erfahren, warum ein Baby-Notarztwagen sogar auf dem Nürburgring getestet wurde, weshalb hochspezialisierte Klinikärzte mit einem MIC direkt zum Einsatzort fahren und warum Innovation im Rettungswesen am Ende auch eine Frage von Standards, Wirtschaftlichkeit und messbarem Nutzen ist.
8/28/26 • 43:43
Ein Notfall. Jemand bricht zusammen. Und plötzlich zählt jede Sekunde. Doch statt zu helfen, haben viele Menschen vor allem eines: Angst. Angst, etwas falsch zu machen. Unser heutiger Gast möchte genau das ändern – und er geht dabei einen ziemlich ungewöhnlichen Weg. Dr. Lüder Warnken ist Notarzt, Ausbilder, Autor und Comedian. Auf der Bühne verbindet er Notfallmedizin mit Humor und zeigt seinem Publikum: Erste Hilfe ist viel einfacher, als viele von uns denken. Seine Mission ist ambitioniert: Deutschland soll zum besten Ersthelferland der Welt werden. Dafür will er Erste Hilfe radikal vereinfachen, überholte Vorstellungen aus unseren Köpfen bekommen und vor allem eines vermitteln: Im Notfall ist Helfen besser als Zögern. Ina Tenz spricht mit ihm darüber, warum Menschen noch immer so große Angst vor Erster Hilfe haben, weshalb Humor ein erstaunlich wirksames Werkzeug sein kann und warum wir für viele Notfälle eigentlich nur drei Situationen unterscheiden müssen. Und natürlich wollen wir wissen: Wie wird aus einem Notarzt eigentlich ein Comedian? Eine Folge über Mut, Verantwortung und die Erkenntnis, dass Leben retten manchmal viel einfacher sein kann, als wir glauben.
8/21/26 • 30:58
„Time is Brain“ – Zeit ist Gehirn. Kaum ein Satz bringt so deutlich auf den Punkt, worauf es bei einem Schlaganfall ankommt. Wenn plötzlich ein Arm oder Bein gelähmt ist, der Mundwinkel hängt, Sprache nicht mehr funktioniert oder unerwartet massive Koordinationsstörungen auftreten, zählt jede Minute. Doch die moderne Schlaganfallmedizin kann heute sehr viel mehr als noch vor wenigen Jahrzehnten. Spezialisierte Stroke Units, neue Therapieverfahren und vor allem die Thrombektomie haben die Behandlung revolutioniert. Selbst nach schweren Schlaganfällen können Patientinnen und Patienten heute mitunter schon am nächsten Tag nahezu symptomfrei sein. Aber was passiert danach? Wie geht es weiter, wenn der Krankenhausaufenthalt vorbei ist? Wie können Angehörige helfen, ohne den Betroffenen zu viel abzunehmen? Und vor allem: Was können wir selbst tun, damit es möglichst gar nicht erst zu einem Schlaganfall kommt? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Dr. Johannes Heinemann, Facharzt für Neurologie an der Universitätsklinik Freiburg mit Schwerpunkt Notfall- und Intensivneurologie. Er engagiert sich außerdem bei Schlaganfallbegleitung.de, einer Initiative, die Betroffene und Angehörige unterstützt und sich intensiv mit Prävention beschäftigt. Eine Folge über einen medizinischen Notfall, bei dem Minuten über die Zukunft eines Menschen entscheiden können – aber auch über enorme Fortschritte in der Medizin und darüber, warum Blutdruck, Bewegung und ein rauchfreies Leben zu den wirkungsvollsten Formen der Vorsorge gehören.
8/17/26 • 38:42
Lieferketten retten Leben – warum Medikamente nicht selbstverständlich verfügbar sind Wenn wir ein Medikament benötigen, erwarten wir, dass es einfach da ist. Doch hinter jeder Tablette, jedem Antibiotikum und jedem Insulin steckt ein hochkomplexes System aus Forschung, Produktion, Logistik und internationaler Zusammenarbeit. Spätestens seit der Corona-Pandemie und den zunehmenden Lieferengpässen ist deutlich geworden: Auch die Gesundheitsversorgung ist nur so stark wie ihre Lieferketten. In dieser Folge spricht Béla Anda mit Catarina Bjelkengren, Principal Strategy Consultant bei IQVIA. Sie berät weltweit Pharmaunternehmen dabei, ihre Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und sorgt mit ihrem Team dafür, dass lebenswichtige Medikamente dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Wir sprechen über Arzneimittelengpässe, geopolitische Krisen, den Einfluss künstlicher Intelligenz und darüber, wie Daten helfen können, Versorgungsprobleme zu erkennen, bevor sie entstehen. Eine spannende Folge über die oft unsichtbaren Lebensretter hinter unserer medizinischen Versorgung.
8/7/26 • 38:40
100 Folgen, unzählige Innovationen – und ein Auftrag, der aktueller ist denn je. Vor mehr als fünf Jahrzehnten entstand aus einer persönlichen Tragödie eine Bewegung, die das deutsche Rettungswesen nachhaltig verändert hat. Die Einführung der Notrufnummer 112, moderne Rettungswagen, der Aufbau der Luftrettung oder Notrufsäulen an Autobahnen – vieles, was heute selbstverständlich erscheint, geht auf die Initiative der Björn Steiger Stiftung zurück. In der 100. Folge von „Lebensretter“ ist deshalb kein Gast passender als Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung. Gemeinsam blickt er mit Béla Anda auf die Geschichte einer Stiftung zurück, die nie aufgehört hat, Missstände aufzudecken und Reformen anzustoßen. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne: Warum gehört Deutschland trotz hervorragend ausgebildeter Einsatzkräfte und modernster Fahrzeuge längst nicht mehr zur Weltspitze? Weshalb fordert die Stiftung einen grundlegenden Neustart des Rettungswesens? Und welche Rolle spielen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und international bewährte Leitstellensysteme für die Zukunft? Ein Gespräch über Visionen, Beharrlichkeit – und darüber, warum Innovation im Rettungswesen am Ende immer Menschenleben rettet.
7/31/26 • 56:42
In der Werbebranche zählen Tempo, Kreativität und permanente Leistungsbereitschaft. Genau dort hat Oliver Lück über viele Jahre internationale Karriere gemacht – als Manager, Unternehmer und Sportmarketing-Experte. Doch als er während der Corona-Pandemie innerhalb weniger Monate beide Eltern pflegte, seinen Vater verlor und kurz darauf selbst einen Herzinfarkt erlitt, änderte sich sein Blick auf Erfolg grundlegend. In dieser Folge spricht Oliver Lück offen über Leistungsdruck, Verantwortung, Warnsignale des Körpers und darüber, warum wahre Stärke manchmal darin besteht, besser auf sich selbst zu achten.
7/24/26 • 59:09
Schwimmen rettet Leben – und doch kann jedes zweite Grundschulkind in Deutschland nicht sicher schwimmen. Warum ist das so? In dieser Folge spricht Ina Tenz mit Schwimmlegende Franziska van Almsick über die Verantwortung von Eltern, Schulen und Politik, über geschlossene Schwimmbäder, fehlende Schwimmlehrer und die erschreckende Zahl tödlicher Badeunfälle. Gleichzeitig erzählt die Olympiamedaillengewinnerin sehr persönlich von ihrem Leben nach dem Spitzensport, vom Umgang mit öffentlichem Druck, mentaler Stärke und warum Scheitern manchmal der erste Schritt zum Erfolg ist. Eine Folge über Prävention, Mut und die Verantwortung, Leben zu schützen.
7/17/26 • 44:09
Deutschland gibt so viel Geld für Gesundheit aus wie kaum ein anderes Land – und trotzdem bleibt die Qualität der Versorgung in vielen Bereichen nur durchschnittlich. Fehlanreize, mangelnde Patientensteuerung und starre Grenzen zwischen Arztpraxen, Krankenhäusern und Rettungsdienst sorgen für ineffiziente Strukturen und immer weiter steigende Kosten. In dieser Folge spricht Béla Anda mit Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, einem der profiliertesten Experten des deutschen Gesundheitswesens. Er erklärt, warum zahlreiche Krankenhausaufenthalte vermeidbar wären, weshalb Deutschland bei der Digitalisierung Jahrzehnte zurückliegt und wie eine moderne, vernetzte Gesundheitsversorgung aussehen könnte. Außerdem geht es um die geplante Reform der Notfallversorgung, die Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz in der Medizin und die Frage, wie die gesetzliche Krankenversicherung langfristig finanzierbar bleiben kann.
7/10/26 • 50:25
Wie bringt man die Perspektive eines Intensivmediziners in die Gesundheitspolitik? Und was passiert, wenn jemand jeden Tag Leben rettet – sowohl auf der Intensivstation als auch im Parlament? In dieser Folge spricht Moderator Béla Anda mit Dr. Michael Preusch, Kardiologe, Intensivmediziner am Universitätsklinikum Heidelberg und Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg. Es geht um die Herausforderungen der Notfallversorgung, notwendige Reformen im Gesundheitswesen und darum, warum jeder Mensch Leben retten kann – wenn er den Mut hat, im entscheidenden Moment zu handeln. Außerdem erzählt Dr. Preusch, weshalb ihm die Einführung von Wiederbelebungsunterricht an Schulen so wichtig ist und warum die Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung dabei eine entscheidende Rolle spielt.
7/3/26 • 38:22
Was wäre, wenn Leitstellen in einem Notfall nicht nur hören, sondern auch sehen könnten, was am Einsatzort passiert? Genau diese Frage stellte sich Viktor Huhle nach einem schweren Motorradunfall seiner Eltern – und entwickelte daraus eine Innovation, die heute bereits Leben rettet. In dieser Folge von Lebensretter erzählt er Béla Anda, wie aus einem persönlichen Schicksalsschlag das System EmergencyEye entstand und warum moderne Kommunikation im Notfall über Leben und Tod entscheiden kann.
6/26/26 • 43:20
In dieser Folge sprechen wir mit einer Frau, die den Tod mehrfach vor Augen hatte – und trotzdem immer wieder den Weg zurück ins Leben gefunden hat. Tamara Lunger zählt zu den bekanntesten Höhenbergsteigerinnen Europas. Sie stand an den gefährlichsten Bergen der Welt, kämpfte sich durch extreme Wetterbedingungen, traf Entscheidungen zwischen Gipfelglück und Überleben und erlebte Verluste, die ihr Leben für immer verändert haben. Im Gespräch mit Ina Tenz erzählt sie von ihrer außergewöhnlichen Karriere im Höhenbergsteigen, von Intuition als Lebensretterin, von traumatischen Erfahrungen am K2 und Nanga Parbat sowie von ihrem persönlichen Weg aus Angst, Trauer und Leistungsdruck zurück zu mehr Leichtigkeit und Lebensfreude. Eine bewegende Folge über Mut, Grenzerfahrungen, mentale Stärke und die Frage, was wirklich zählt, wenn alles auf dem Spiel steht.
6/19/26 • 66:07
WM-Zeit - Infarktzeit. Gefühlt brechen immer mehr Menschen auf dem Fußballplatz, in Stadien und auch bei Fanfesten, vor dem TV und an sonstigen Screens mit Herzproblemen zusammen. Doch ist das wirklich so? Wie verhält sich das Aufkommen von Herzinfarkten in besonders fußballintensiven Zeiten mit den Perioden ohne internationale Länder-Wettbewerbe? Darüber spricht spricht Béla Anda In dieser Folge von „Lebensretter“ mit Dr. Sascha Macherey-Meyer, der dazu eine umfangreiche Studie veröffentlicht hat. Außerdem geht es um die Zukunft der Herzinfarktdiagnostik. Künstliche Intelligenz kann schon heute dabei helfen, lebensbedrohliche Herzinfarkte schneller und präziser zu erkennen - und damit wertvolle Minuten der Rettung zu gewinnen. Wie verändert KI die Notfallmedizin? Welche Chancen bietet sie für Rettungsdienste und Kliniken? Und wo liegen ihre Grenzen? Ein Podcast über medizinische Innovationen, digitale Unterstützung und die Frage, wie Technologie künftig Leben retten kann.
6/12/26 • 47:30
Was passiert eigentlich in den ersten Minuten einer Katastrophe? Wer entscheidet, welche Einsatzkräfte alarmiert werden, welche Krankenhäuser informiert werden und wie Menschen in akuter Lebensgefahr unterstützt werden? In dieser Folge spricht Béla Anda mit Thomas Gangl, Leiter der Rettungsleitstelle Steiermark. Anlass ist die Reflexion eines der schwersten Einsatzereignisse der vergangenen Jahre: des Amoklaufs in Graz. Thomas Gangl gibt einen seltenen Einblick in die Arbeit einer modernen Leitstelle, berichtet von den ersten Minuten nach dem Notruf, erklärt die Koordination eines Großeinsatzes und zeigt, wie standardisierte Notrufabfragen, digitale Systeme und menschliche Expertise zusammenwirken, um Leben zu retten. Außerdem sprechen wir über die Besonderheiten des österreichischen Rettungswesens, die Rolle der Leitstellen als Steuerungszentren im Gesundheitswesen und darüber, warum trotz aller Digitalisierung der Mensch immer im Mittelpunkt stehen muss. Eine Folge über Verantwortung, Krisenmanagement, Innovation – und die Menschen hinter den Notrufen.
6/5/26 • 35:05
Wenn wir an Notfallmedizin denken, denken wir an Rettungswagen, Notaufnahmen oder Hubschrauber. Wir denken an Geschwindigkeit. An Entscheidungen in Sekunden. An Menschen, die Leben retten. Doch eine der größten Herausforderungen der modernen Akutmedizin ist ein System, das noch immer zu oft nebeneinander statt miteinander arbeitet. Deutschland verfügt über hochmoderne Kliniken, hervorragend ausgebildete Einsatzkräfte und spezialisierte Zentren. Aber was passiert zwischen Notruf, Leitstelle, Rettungsdienst und Klinik? Warum gehen gerade dort oft wertvolle Minuten verloren? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Priv.-Doz. Dr. Stephan Kurz — Facharzt für Anästhesie, Public-Health-Experte, Rettungsmediziner und Notarzt in der Luftrettung. Es geht um die Zukunft der Notfallversorgung, über intelligente Patientensteuerung, Netzwerkmedizin, künstliche Intelligenz im Rettungswesen — und darüber, warum moderne Leitstellen künftig vielleicht kein Ort mehr sind, sondern ein digitales Netzwerk.
5/29/26 • 31:22
Wie digital ist das deutsche Gesundheitswesen wirklich – und was erwarten Patientinnen und Patienten heute von Kliniken, Arztpraxen und Krankenkassen? In dieser Folge von „Lebensretter“, dem Podcast der Björn Steiger Stiftung spricht Béla Anda mit Jörg Asma, Partner bei PwC und Experte für Digital Healthcare und Cyber Security. Grundlage des Gesprächs ist das Healthcare Barometer, das zeigt, wie Menschen in Deutschland über Krankenhäuser, Krankenkassen, Digitalisierung, Prävention und die Zukunft der Versorgung denken. Es geht um elektronische Patientenakten, Gesundheits-Apps, Telemedizin, künstliche Intelligenz, Datenschutz und die Frage, warum unser Gesundheitssystem oft besser ist, als es sich für viele anfühlt. Gleichzeitig wird deutlich: Die Erwartungen der Patientinnen und Patienten verändern sich massiv – und die digitale Patientenreise beginnt längst nicht mehr erst im Krankenhaus.
5/22/26 • 44:27
Zu Gast in dieser Folge ist jemand, den viele aus der Öffentlichkeit kennen – aber der während der Corona-Pandemie eine ganz andere, sehr wichtige Rolle übernommen hat: Joey Heindle. Er ist nicht nur Musiker und Entertainer, sondern hat sich in einer herausfordernden Zeit bewusst dafür entschieden, als Rettungssanitäter Verantwortung zu übernehmen – direkt am Menschen, direkt im Einsatz. Wir sprechen heute darüber, was ihn zu diesem Schritt bewegt hat, was er im Rettungsdienst erlebt hat und warum Erste Hilfe für jeden von uns so entscheidend ist. Außerdem wollen wir herausfinden, wie wir als Gesellschaft besser vorbereitet sein können – und warum Wegschauen im Notfall keine Option ist.
5/15/26 • 58:19
Tausende Läuferinnen und Läufer, 42 Kilometer Strecke, volle Straßen, Emotionen im Ziel — und im Hintergrund ein hochkomplexes Sicherheits- und Rettungssystem. In dieser Folge spricht Béla Anda mit Carsten Krebs, Geschäftsführer der eichels Event GmbH, über die Organisation des ADAC Hannover Marathon und darüber, was passieren muss, wenn bei einer Großveranstaltung plötzlich ein medizinischer Notfall eintritt. Es geht um minutiöse Planung, Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten, kritische Streckenabschnitte, Kreislaufprobleme, Reanimationen, mediale Aufmerksamkeit — und die Frage, wie Veranstalter dafür sorgen, dass aus einem sportlichen Ausnahmezustand ein möglichst sicheres Erlebnis für alle wird.
5/8/26 • 31:13
Deutschland gibt viel Geld für Gesundheit aus – doch die Ergebnisse bleiben oft hinter den Möglichkeiten zurück. Warum ist das so? Und welche Reformen braucht ein System, das unter Druck steht: in Kliniken, Pflege, Notfallversorgung und Arztpraxen? In dieser Folge spricht Béla Anda mit Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jonas Schreyögg über Wege aus der Pflege- und Klinikkrise. Es geht um bessere Patientensteuerung, stärkere Hausarztmodelle, neue Rollen für Pflegefachpersonen, internationale Vorbilder, die Reform der Notfallversorgung – und darum, warum künstliche Intelligenz Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen, aber sehr wohl unterstützen kann.
5/1/26 • 42:57
Beim plötzlichen Herzstillstand zählen Minuten – oft sogar Sekunden. Noch bevor Rettungsdienst oder Notarzt eintreffen, entscheidet sich, ob ein Mensch überlebt und mit gutem neurologischem Ergebnis zurück ins Leben findet. Doch genau hier entsteht eine gefährliche Lücke: Der Rettungsdienst braucht im Schnitt mehrere Minuten, irreversible Schäden können aber schon nach drei bis fünf Minuten auftreten. In dieser Folge spricht Béla Anda mit Prof. Dr. Michael Müller, Gründer und erster Vorsitzender von Region der Lebensretter e. V.. Er erklärt, warum appbasierte Ersthelfersysteme ein entscheidendes Glied in der Rettungskette sind, wie qualifizierte Helferinnen und Helfer in der Nähe alarmiert werden, welche Rolle Defibrillatoren spielen – und warum Deutschland dringend flächendeckende Lösungen braucht.
4/25/26 • 42:49
Was passiert eigentlich, wenn im Notfall jede Minute zählt – und die Strukturen dahinter trotzdem nicht sauber ineinandergreifen? In dieser Folge von Lebensretter spricht Béla Anda mit Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer Rettungsdienst der Björn Steiger Stiftung, über die dringend notwendige Reform des Rettungswesens in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen grundlegende Fragen: Warum ist der Rettungsdienst in Deutschland bis heute Teil der Gefahrenabwehr und nicht der medizinischen Versorgung? Weshalb wird gute präklinische Behandlung oft schlechter vergütet als ein bloßer Transport? Und was müsste sich bei Leitstellen, Finanzierung, Digitalisierung und politischen Zuständigkeiten endlich ändern? Ein Gespräch über Systemfehler, verpasste Chancen, internationale Vorbilder – und darüber, warum Deutschland beim Thema Notfallversorgung kein Erkenntnis-, sondern vor allem ein Umsetzungsproblem hat.
4/12/26 • 32:57
Nachdem Bela Anda mit Prof. Alt in der ersten Folge über seine wegweisenden Entwicklungen in der Herzmedizin, seine Erfindungen und den Aufbau seines eigenen Klinikums gesprochen haben, richten wir heute den Blick nach vorn. Im Mittelpunkt stehen Professor Alts Arbeit in den USA, seine Forschung auf dem Gebiet der regenerativen Medizin und die Frage, wie Stammzellen künftig dabei helfen könnten, geschädigtes Gewebe zu heilen, statt nur Symptome zu behandeln. Außerdem geht es um Innovationskultur, den Forschungsstandort Deutschland und die großen Chancen, aber auch Hürden moderner Medizin.
4/7/26 • 31:27
Unser Gast ist Prof. Eckhard Alt: Arzt, Forscher, Unternehmer und Innovator. Seit vielen Jahren pendelt er zwischen Deutschland und den USA, forscht unter anderem an Stammzelltherapien in Houston, hat zahlreiche medizinische Entwicklungen mitgeprägt, Hunderte Patente angemeldet und in München mit dem Isar Klinikum eine Klinik aufgebaut, die Medizin, Innovation und Menschlichkeit zusammenbringen will. In diesem ersten Teil der Folge spricht er mit Béla Anda über seinen außergewöhnlichen Lebensweg, über seine Anfänge in der Herzchirurgie und Kardiologie, über die Entwicklung minimalinvasiver Verfahren, Stents und moderner Herzschrittmacher – und über die Frage, was einen Menschen antreibt, der Medizin nicht nur anwenden, sondern grundlegend weiterentwickeln will. Es geht um Neugier, Erfindergeist, Verantwortung gegenüber Patientinnen und Patienten – und um den Anspruch, medizinischen Fortschritt immer auch praktisch nutzbar zu machen.
3/27/26 • 34:59
Wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen, entscheiden oft die ersten Minuten. In dieser Folge geht es um zwei außergewöhnliche Rettungsgeschichten, die auf bewegende Weise zeigen, wie wichtig schnelle Hilfe, Wiederbelebung und mutige Ersthelfer sind. Zu Gast bei Béla Anda ist Dr. Harald Genzwürker, Notarzt und engagierter Verfechter der Laienreanimation. Er erzählt von einem Einsatz auf einem Fußballplatz im Odenwald, bei dem ein Mann mit Herzstillstand dank sofortiger Hilfe überlebt. Jahre später kommt es zu einer fast unglaublichen Wendung: Der Ersthelfer von damals gerät selbst in Lebensgefahr – und erneut ist es Dr. Genzwürker, der mit seinem Team zur Stelle ist. Diese Folge macht deutlich: Prüfen. Rufen. Drücken. Jede und jeder kann Leben retten. Und Nichtstun ist der einzige wirkliche Fehler.
3/20/26 • 39:32
In diesem Podcast geht es nicht nur um die Arbeit von Erstrettern und Notfallhelfern in Akutsituationen, sondern Béla Anda spricht auch mit herausragenden Persönlichkeiten, Ärzten und Forschern, die sich tagtäglich einsetzen, um Menschenleben zu retten. Zu Gast ist Professor Dr. Christian Kratz, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Im Gespräch erklärt er, was „Leben retten“ in der Kinderonkologie konkret bedeutet, warum Krebs bei Kindern oft schnelles Handeln erfordert und welche Fortschritte die Medizin in den vergangenen Jahrzehnten gemacht hat. Es geht um Heilungschancen, die Belastung für Familien und Behandlungsteams, die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit — und um die Frage, welche medizinischen Durchbrüche in Zukunft möglich sind. Eine eindrucksvolle Folge über Verantwortung, Forschung, Teamarbeit und den unbedingten Willen, jungen Patientinnen und Patienten eine Zukunft zu ermöglichen.
3/13/26 • 35:56
In dieser Folge von „Lebensretter – der Podcast der Björn Steiger Stiftung“ spricht Béla Anda mit Prof. Dr. Hermann Brugger, einem der renommiertesten Experten für alpine Notfallmedizin. Als Gründer des Instituts für Alpine Notfallmedizin und langjähriger Präsident der internationalen Gesellschaft für Alpine Medizin erklärt er, warum die aktuelle Lawinensituation in den Alpen so kritisch ist, welche Fehler im freien Gelände besonders häufig passieren und warum bei Lawinenunfällen oft die ersten Minuten über Leben und Tod entscheiden. Außerdem geht es um die Unterschiede zwischen Skitourengehen und Variantenskifahren, um die Risiken von Gruppendruck und Fehleinschätzungen im Gebirge sowie um die faszinierenden Besonderheiten der Kälte- und Höhenmedizin. Prof. Brugger gibt zudem konkrete Hinweise, wie sich Menschen in den Bergen sicherer verhalten können — und warum defensives Entscheiden dort oft lebensrettend ist.
3/6/26 • 52:27