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Mit den über 20 Niederlassungen in 5 europäischen Ländern ist afb social & Green IT nach seiner Gründung als Start-Up im Jahr 2022 stark gewachsen. Das Besondere in diesem Unternehmen sind die Mitarbeitenden. Denn knapp die Hälfte der 650 Angestellten sind Menschen mit Behinderung. Für CEO Daniel Büchle ist die soziale Seite afb's Unique Selling Point (USP) - das Alleinstellungsmerkmal.Trotz der Herausforderungen durch Chip-Krisen, den Bau von vielen Rechenzentrum durch AI-Boom und anderen Unternehmen, wächst afb social & Green IT profitabel und macht sogar Überschüsse, von denen die Mitarbeitenden profitieren. Denn es handelt sich bei dem IT-Unternehmen um eine gemeinnützige GmbH.Das Thema Inklusion sehen wir als Mehrwert vor allen Dingen beim Thema Fachkräftemangel, besonders in der IT-Branche. Und gerade auch in großen Städten, in Regionen mit wenig Arbeitslosigkeit, ist man mehr darauf angewiesen sich da zu öffnen, auch alle Arbeitgeber.Denn auch wenn Inklusion Aufwand bedeutet, wie Daniel Büchle weiß, sind Maßnahmen wie Schulungen für Führungskräfte, der Abbau von Barrieren, das aktive Zuhören und die Anpassung von Arbeitsplätzen ein wichtiger Schritt.Wenn man es ernst meint und richtig lebt, dann rentiert sich das ganze auch.Das sehen sowohl die Mitarbeitenden, als auch die Kundschaft und Partner von afb. Diese soziale Komponente sei auch ein Aspekt des Verbesserungspotenzial in der IT-Branche, wie Büchle erklärt. Es brauche mehr Inklusion und mehr Investment auf Seiten der Hersteller, besonders im Bezug auf den Ressourcenverbrauch.Den nachhaltigen und sozialen Impact messen sie in regelmäßigen Abständen. Die ökologische Wirkung errechnet sich durch den Unterschied des Ressourcenverbrauches eines Neuproduktes und dem eines wieder auf bereiteten Produkts. Dabei stehen vor allem die Rohstoffe, Wasser und Energie im Fokus.Im Jahr 2025, so Büchle, habe afb social & Green IT durch das Refurbishment von Hardware circa 70.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden und über 5 Millionen Liter Wasser sparen können. Außerdem errechnen sie die Reused-Quote: Wie viele von den Geräten, die ankommen, werden wirklich weiter benutzt? Der aktuelle Stand liege laut CEO Daniel Büchle bei 71%.Die soziale Wirkung, die das Unternehmen nach Überzeugung des CEO so erfolgreich mache, messen sie an ihrem impact auf die Beschäftigten. Eine interne Umfrage erfragt, wie sich die Situation der Angestellten mit Behinderung seit der Anstellung bei afb social verbessert hat. Es geht dabei um einen Vergleich der vorherigen Lebenssituation mit der aktuellen. Dabei spielen das Selbstwertgefühl und die finanzielle Situation eine große Rolle.Daniel Büchle erläutert, dass bei der letzten Umfrage 60% der Beschäftigten mit Behinderung seit ihrer Anstellung bei afb social & Green IT eine Verbesserung in ihrem Leben feststellen konnten.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
9/16/26 • 10:32
Autor und Aktivist für Steuergerechtigkeit Sebastian Klein, hat Psychologie studiert. Der anschließende Berufseinstieg in der Strategieberatung war das Gegenteil von dem, was er gelernt hatte. Nur das Geld und der Profit stehen im Fokus.Man merkt einfach, dass dieses alte Modell, wo Menschen Ressourcen sind, die man verbrauchen kann, einfach nicht mehr trägt und nicht mehr in unsere Zeit passt.Daher gründet er die Neue Narrative. Das Printmagazin ist ein Workbook und Wissensvermittlung zugleich. Und 9 Spaces, was dazu gehört, ist eine digitale Plattform für Organisationsentwicklung und - transformation. Firmen und Unternehmen sollen so lernen, wie sie die Ressource Mensch nicht verbrauchen und dem Planeten schaden. Sondern das Gegenteil machen.Klein orientiert sich gern an dem sogenannten Donut-Modell von Kate Raworth. Macht ein Unternehmen zu wenig Profit, geht es pleite. Macht es zu viel Profit, richtet es Schaden an. Das kann zum Beispiel Arbeitskräfte-Ausfall durch Überlastung sein oder Schäden in der Umwelt.Da kommt dann New Work, also neue Arbeit, ins Spiel. Für Sebastian Klein bedeutet das: menschenorientiertes Arbeiten. Der Mensch als Ressource steht im Mittelpunkt und die Bedürfnisse und Persönlichkeiten nimmt er ernst. Allerdings heißt das nicht, dass alles andere hintenan gestellt wird.Einerseits sind wir ja eine unglaublich reiche Gesellschaft. Wir sitzen auf 25 Billionen Euro Privatvermögen. Und ständig fehlt uns überall Geld. Wir können uns nichts leisten. Wir müssen sparen. Wir können kein Klimaschutz betreiben. Wir können unsere Schulen nicht auf ein modernes Niveau bringen.Dadurch stellt sich Klein folgende Frage zur Transformation : Wie können Organisationen funktionieren, so dass gute Menschen auch gutes Bewirken, statt großen Schaden anzurichten?Ohne diesen Transformationsprozess, schaffen Unternehmen es nicht mit der Zeit zu gehen. Diese Firmen bleiben nicht profitabel und schließen. Andererseits werden neue Firmen gegründet. und das gehört zur Wirtschaft dazu, wie Sebastian erklärt. Denn verantwortungsbewusst wirtschaften und innerhalb planetarer Grenzen bleiben, ist die einzige Alternative.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
9/9/26 • 10:40
Anlässlich der Sommerpause schlägt das Team von impact.info vor, eine der in diesem Jahr veröffentlichten Episoden (nochmals) anzuhören.Hören Sie das Zeugnis von Paula Baldó, Gründerin von Paula Baldó Consultora.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
8/27/26 • 09:47
Kunststoff ist, wie Isabel Thoma erklärt, in einer künstlichen Umgebung aus künstlichen Molekülen hergestellt. Dieser Stoff - wie schon lange bekannt - sorgt für Probleme bei der Entsorgung. Viel zu wenig Plastik kann recycelt werden und viel zu viel landet in der Umwelt und richtet dort Schäden an. Traceless ist ein Unternehmen, das eine bessere Lösung auf den Markt gebracht hat.Bei der Herstellung von zum Beispiel Lebensmitteln oder Bio-Ethanol fallen pflanzliche Reststoffe an. Anstatt sie zu entsorgen, wie es häufig der Fall ist, hat Anne Lamp eine Theorie zur Verarbeitung dieser Reste entwickelt. Aus den pflanzlichen Reststoffen bildet sich in ihrem Verfahren ein neuer Stoff, der ein natürlicher Plastikersatz ist. Daraufhin gründete sie in Hamburg das Start-Up Traceless, das zu einem kleinen Industrieunternehmen mit globalem Markt herangewachsen ist.Traceless bedeutet spurlos. Das ist der große Vorteil von unseren Materialien, dass sie eben so gestaltet sind, dass sie in den biologischen Kreislauf sich integrieren. Das beutetet, sie sind 100% natürlichen Ursprungs und nach ihrer Nutzung hinterlassen sie keine schädlichen Spuren.Isabel Thoma verdeutlicht, dass das hergestellte Material in Granulatform, weder Plastik, noch Bioplastik sei. Sondern eine ganz neue Kategorie.Der technisch korrekte Begriff ist 'Naturpolymerstoff' sprich ein Naturstoff, der auf der molekularen Ebene in der Natur entstanden ist. Was wir machen, ist: wir nehmen natürliche Moleküle, die in der Pflanze gewachsen sind und extrahieren die raus aus diesen Pflanzenresten und nutzen sie genauso wie sie sind in unseren Materialien.Man sehe den Unterschied zu Kunststoffen nicht und auch sonst habe dieser Stoff viele Vorteile, so Thoma.Ein natürliches Material aus der Umwelt entnommen, kann nach Benutzung ohne Verschmutzungsrisiko wieder in die Umwelt zurückgegeben werden.Der energieeffiziente Prozess bei der Herstellung von dem Material senkt den Treibhausgasausstoß.Ökonomisch betrachtet, kann dieser lokale und natürliche Stoff die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen voranbringen.biologisch abbaubar, kann kompostiert werdenUm die Nutzung dieses Stoffes voranzutreiben, braucht es, wie Isabel Thoma weiß, eine Veränderung in den Regeln. Kunststoff ist - trotz Preissteigerungen - immer noch günstiger als natürliche Stoffe, wie der von traceless. Auch eine Regulation des CO2-Preises ist eine Möglichkeit, Unternehmen dazu anzutreiben, in Biostoffe zu investieren.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
8/26/26 • 10:14
Laut Umweltbundesamt werden jährlich landen knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland pro Jahr im Müll. Wertschätzung sieht anders aus. Es beginnt schon mit der Einteilung der Waren in zwei Klassen: A- und B-Ware. Obst und Gemüse muss bestimmten Normen entsprechen. Dabei geht es hauptsächlich um Gewicht und Form. B-Ware ist es bei folgenden Punkten:VerformungenVernarbungenÜbergrößeUntergrößeDie Idee hinter dem Marketingunternehmen Querfeld war ursprünglich die Aufklärung über diese Lebensmittelverschwendung- und Wertschätzung. Schnell wurde daraus ein Großhandel und heutzutage verkauft Querfeld B-Ware an Kunden wie Kindertagesstätten, Kantinen und Restaurants.Wir wollen explizit Lagerware vermeiden. Deswegen bestellen wir keine großen Mengen und hoffen, dass die gekauft werden. Weil dann haben wir eben wieder die Lebensmittelverluste, die wir vermeiden wollen.Daher ist der Prozess geregelt. Querfeld schickt von den Erzeugern und Erzeugerinnen die Angebote an die Kunden, diese geben ihre Bestellung auf und bekommen nach der Ernte ihre Lieferung.In den letzten zehn Jahren haben wir auf jeden Fall 2,4 Mio. Tonnen Lebensmittel gerettet. Explizit B-Ware. Wir verkaufen aber auch A-Ware von unseren Erzeugern, damit sich das logistisch auch lohnt.Yana Grad nennt das sinnvolles Bewegen der Transport-LKWs. So logisch, günstig und CO2-sparend wie möglich. Auch wenn viele noch lernen müssen, das auch B-Ware Ressourcen verbrauchen und die Erzeuger und Erzeugerinnen daran Geld verdienen müssen und es nicht kostenlos abgeben können.Die Pflanze wurde gepflanzt, hat Fläche verbraucht, hat das Wasser benötigt zum Wachsen, es waren Menschen da, die das geerntet haben, transportiert. Das ist alles gleich teuer. Aber wegen der Form muss man das einfach ein bisschen günstiger abgeben.Auch wenn es viele Initiativen wie Kantine Zukunft gibt, die Wert auf Bio-Lebensmittel und zugleich B-Ware legen, ist es für das Unternehmen nicht einfach, das Konzept wirtschaftlich zu gestalten. Koordinatorin Yana Graf hofft und arbeitet darauf hin, dass sich das in der nahen Zukunft ändert.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
8/21/26 • 10:57
Nach mehreren Jahren Medizinstudium, aktiver Forschung und Arbeit im Krankenhaus, gründet Dr. Sophie Chung das Health-Tech-Unternehmen Qunomedical. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die für viele ihrer Kollegen und Kolleginnen ähnlich sind, zeigen wie fragmentiert das deutsche Gesundheitssystem ist.Die unterschiedlichen Systeme sind geschlossen und ärztliches Personal über Praxis- oder Krankenhausgrenzen hinaus spricht selten bis gar nicht miteinander. In anderen Worten bedeutet das: keine zentrale Speicherung der Daten. Auch die Prozesse in Praxen und Krankenhäusern sind häufig weit weg von den Patienten und Patientinnen. Und das, wie Dr. Chung weiß, die Zeit mit der erkrankten Person essenziell ist.Wie Studien belegen, dauert es bei seltenen Erkrankungen für eine Diagnose bis zu sechs Jahre. Das kostet Zeit und Geld. Sowohl das Gesundheitswesen leidet darunter. Aber auch ein wirtschaftlicher Verlust durch fehlende Arbeitskräfte ist eine Folge davon, so Dr. Sophie Chung.Mit ihrem Unternehmen Qunomedical soll sich genau das ändern. Die digitale Plattform für die Patientenjourney, so Dr. Chung, begleitet die Person von Anfang bis Ende. "Happy patients, happy doctors", fügt die Ärztin Chung hinzu. Denn auch die Ärzte und Ärztinnen profitieren davon, wenn die Patientenkarrieren verkürzt und schneller die passende Diagnose und Behandlung gefunden werden kann.Die vorhandenen Funktionalitäten möchte die Gründerin noch verbessern. Auch wenn es noch ein Tropfen auf dem heißen Stein sei, sei das Interesse an der Plattform groß. Was jetzt noch fehle, laut Dr. Sophie Chung, sei das Wachstum und der Beweis, dass Qunomedical ein wichtiger Player im Gesundheitssystem sein kann.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
8/5/26 • 09:34
Nach der Invasion Russlands in der Ukraine 2022 entstand der Welcome Alliance Fund, um auch in Krisen Fördergelder an die richtigen Stellen der Gesellschaft zu bringen. Das Förderinstrument besteht sowohl aus öffentlichen als auch privaten Geldern. "Und wir als Projekt Together mit dem Team der Welcome Alliance haben den Rahmen dafür geschaffen", erklärt Sebastian Heinrichs, Fundmanager beim Welcome Alliance Fund. Das externe Expertengremium aus staatlichen, zivilgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Vertretern und Vertreterinnen hat gemeinsam mit Personen mit Migrations- oder Fluchterfahrungen entschieden, wer die Gelder bekommt. Project Together hat sich als Organisation um den Bewerbungsprozess, die Fördervereinbarungen und auch Auszahlungen der Gelder gekümmert.Die Investments sind in den unterschiedlichsten Bereichen. "Zum einen sind es Themen wie wie Staatenlosigkeit oder vielleicht eine ganz andere Richtung. Dann auch Diskriminierungs und Rassismus. Vorbeugung Und wie sind in Jobcentern und Ausländerbehörden Strukturen zum Thema Wohnen und Prozesse zum Thema Wohnen und Unterbringung? Arbeitsmarktintegration waren war ein großes Thema und alles von Netzwerk, Lobby und Communityarbeit zu. Aber auch Dingen wie digitalen Plattformen, die entwickelt werden sollten oder Toolboxes, die geschaffen werden sollten und dann weiter verbreitet werden sollten.", so Heinrichs.Nebst Organisationen sind auch Förderungen für Einzelpersonen Teil des Funds. Allerdings müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, um sich auf die Förderungen bewerben zu können. Sebastian Heinrichs beschreibt die Transparenz: "Der Kriterienkatalog, also woran die Projekte bewertet wurden, war gemeinsam entwickelt mit dem Beirat und auch transparent für alle bewertenden Projekte online gestellt." Der Beirat und die investierenden Firmen, Stiftungen und Privatpersonen haben folgende sieben Kriterien als Voraussetzung aufgestellt:Strukturelle Teilhabe von Migrant:innenorganisationenSoziale InnovationZusammenarbeit über Sektorengrenzen hinwegSkalierungspotenzialKooperationRegionale BedarfsorientierungMomentum und AktualitätSebastian Heinrichs kategorisiert den Mix aus privaten und öffentlichen Geldern als starken Vorteil, "weil nur öffentliche Gelder haben da eben schon einfach größere Restriktionen, wohingegen private Gelder da deutlich flexibler sind."Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
7/29/26 • 10:22
Lernen mit den Händen in der Erde statt mit Arbeitsblättern am Tisch - das setzt Acker e.V. an mehr als 2000 Lernorten wie Schulen, Universitäten, Unternehmen und Pflegeeinrichtungen deutschlandweit um. Begonnen hat das Abenteuer des Sozialunternehmens mit Gründer Christoph Schmitz. Er ist im Gegensatz zu seiner Tochter auf einem Bauernhof aufgewachsen. Vom Samen bis zur Ernte und auf den Teller kennt er den Ablauf. Seine Tochter und tausende andere Kinder aber nicht. Nur ein Erlebnistag auf einem Hof reiche nicht, findet er. Anstatt die Kinder zum Acker zu bringen, kommt der Acker zu den Kindern. Den ersten Versuch startet Gründer Christoph im Jahr 2013 mit seiner Schwester, die Lehrkraft ist. Sara Reichau, Referentin für Presse, PR und Politik bei Acker e.V. erklärt, dass es bei der Pilotschule direkt so gut funktionierte, dass es größer werden musste. Noch ist es nicht so weit, aber Ziel sei es, dass jede Schule einen Acker habe und das Programm Gemüseakademie nachhaltig in den Schulalltag integriere. Denn nach mehreren Jahren Arbeit, sehe man deutlich, "dass die Schüler:innen gemeinsam arbeiten, sich gegenseitig unterstützen, dass sie die Beziehung untereinander verbessern und dass es so einfach ist. Dass es eine andere Art des Lernens, die so viel mit den Kindern macht und die es so viel einfacher macht, unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen", so Sara Reichau. Wesentliche gesellschaftliche Probleme, die Acker e.V. angeht, sind ungesunde Ernährungsweisen, Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen und Lebensmittelverschwendung. Ackern, also der Anbau von Obst und Gemüse auf dem schuleigenen Feld, bringt nachweislich mehr Interesse und Wertschätzung für die Lebensmittel. Mit den 200 Mitarbeitenden und den knapp 400 ehrenamtlichen Ackercoaches werden Pädagoginnen und Pädagogen bei der Umsetzung unterstützt. Die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler pflanzen, jäten Unkraut, gießen und ernten. Lernen durch selber machen - wie auch beim Schwimmen, so Sara Reichau. Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
7/8/26 • 10:24
Der Versicherer Generali Deutschland gründete 2017 die Stiftung The Human Safety Net. Ziel war es, die Strategie für gesellschaftliche Wirkung neu aufzustellen. Länder- und partnerübergreifend ist The Human Safety Net global stark in den Konzern mit eingebunden und arbeitet mit den Länderstiftungen zusammen, wie Patrick Hoffmann erklärt.Sein Team setzt die Unternehmensstrategie für gesellschaftliches Engagement durch die Stiftung um. So bauen sie eine wichtige Brücke zwischen Gesellschaft und Privatwirtschaft. "Die Idee ist immer, dass wir für unsere Partnern in der Zivilgesellschaft so viel wie möglich von dem Know-How, den Kompetenzen und den Ressourcen mobilisieren.", so Patrick Hoffmann.Die Stiftung ist hauptsächlich in zwei Bereichen aktiv. In dem Programm For Families beschäftigen sich die Mitarbeitenden mit der frühkindlichen Entwicklung. "Es geht darum, Kindern aus benachteiligten Familien den besten Start ins Leben zu geben", schildert Patrick Hoffmann. Dazu gehören Investitionen in Familienzentren, Elternkurse und digitale Plattformen.Die zweite Kategorie ist die Unterstützung von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Da ein Job die weitere Grundlage für Integration sei, unterstützt The Human Safety Net zum einen durch Qualifizierung und Vermittlung und zum anderen in der Unternehmensgründung. "Der rote Faden zwischen diesen zwei recht unterschiedlichen Förderbereichen ist es, menschliches Potenzial zu entfalten und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.", unterstreicht Patrick Hoffmann.Mögliche Partner und Programme sollten nicht nur thematisch passen. Es ist ebenfalls eine Frage der Wirkung. "Wir schauen immer (...): was ist die Evidenz dahinter? (...) Wir sind auch immer sehr interessiert an der Skalierbarkeit", so Patrick Hoffmann. Denn die Förderung läuft nicht unbegrenzt. Sondern die Partner und Programme sollen im weiteren Verlauf in Regelstrukturen übergehen, sich finanziell tragen und im besten Fall auf Partnerschaften setzen.Besonders im Hinblick auf staatliche Hilfeleistungen ist es essenziell die Schnittstelle zu finden. Die gesamten Unterstützungen, sowohl die von The Human Safety Net geförderten, als auch die von Jobzentren oder anderen öffentlichen Einrichtungen, sollen so gut es geht, ineinander übergreifen. Das Ziel ist, wie Patrick Hoffmann darlegt, wichtiges wirkungsorientiertes Handeln und das "Endgame" der Stiftung.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
7/1/26 • 10:33
Seit 2015 bietet die ReDI School of Digital Integration Kurse in digitaler Bildung für Migrant:innen und benachteiligte Einheimische an. Denn die digitale Bildung sei fundamental für eine funktionierende Demokratie. Takuya Furukawa hat selbst die Erfahrung gemacht, als er vor circa zehn Jahren nach Deutschland gezogen ist. Die ReDI School bietet einen Einstieg in ein Netzwerk, Grundlagenwissen und passende Weiterbildungen. Gleichzeitig ist sie ein Weg zur Inklusion in eine neue Gesellschaft und das hätte Takuya damals gut gebrauchen können. Daher ist er umso glücklicher anderen Menschen mit seiner Arbeit nun helfen zu können. Das Team der ReDI School of Digital Integration weiß, wie wichtig digitale Skills sind. Statistiken zeigen, dass 40 Prozent aller EU-Bürger:innen viele digitale Kompetenzen fehlen. Diese sind allerdings wichtig für Jobs und Verwaltung. Zusätzlich helfen sie beim Zugang zur Demokratie und der Teilhabe an der Gesellschaft. Deswegen vermittelt die ReDI School IT-Wissen und hat insgesamt schon über 40 000 Menschen trainiert. Viele von den Teilnehmenden haben eine Flucht- oder Migrationserfahrung und können diese Unterstützung gut gebrauchen.Der Fokus der Kurse und Programme liegt bei drei Themen. Teilnehmende mit Hintergrundwissen nutzen das Upskilling im Tech-Bereich, das angeboten wird. Dabei geht es zum Beispiel um weiterführendes Wissen und Fähigkeiten beim Programmieren und Data Analytics. Wer noch nicht so weit ist, kann mit dem digitalen Grundlagentraining für Einsteiger:innen beginnen. Auch für Kinder und Jugendliche haben die Expert:innen der ReDI School of Digital Integration ein Tech-Angebot entwickelt. Das beinhaltet Programmierungsübungen, das Erlernen von Medienkompetenzen und Cybersecurity.Das Wissen vermitteln Fachexpert:innen aus Unternehmen. Diese ehrenamtlichen Trainierenden unterstützen die ReDI School mit ihrem Know-How direkt aus der Wirtschaft. Durch diese Zusammenarbeit profitieren sowohl die Unternehmen als auch die zukünftigen Fachkräfte. Die Praktika und Mentoringprogramme für die ReDI-Schüler:innen erlauben eine enge Eins-zu-eins-Begleitung. Wie Takuya Furukawa weiß, hat das chon zu einigen success stories geführt hat. Der Leiter der ReDI-School Standorte in NRW und Hamburg arbeitet mit seinen Kolleg:innen daran, die IT-Grundausbildung für alle Menschen kostenfrei zugänglich zu machen. Ohne digitale Kompetenzen gehe es nicht mehr und sie “wollen niemanden zurücklassen”, so Takuya Furukawa.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
6/24/26 • 10:07
Erst war es ein Projekt im Studium, nach dem Abschluss wurde es Realität. Seit 2022 ist Goldeimer in Verantwortungseigentum ist. Das Unternehmen ist und bleibt also gemeinnützig. Das heißt, dass alle, die dort arbeiten das Unternehmen führen. Den Mitarbeitenden ist klar, dass die Toilette, wie sie heute existiert, auf Dauer nicht mehr funktionieren wird. Die Schwemmkanalisation, die für die Spülung viel Wasser verbraucht, ist zukünftig nicht mehr stemmbar. Denn das Wasser auf der Erde wird knapp. Allein durch Toilettenspülungen verbraucht Deutschland jährlich circa 1 Billion Liter Wasser. Daher braucht es eine Sanitärwende findet Malte Schremmer. Er vergleicht diese mit der Energie- und Mobilitätswende. Am Anfang braucht es hohe Investitionen und es ist nicht die kostengünstigste Alternative. Aber je mehr geforscht, ausprobiert und umgesetzt wird, desto schlechter steht das aktuelle energieintensive Modell dar. Die Alternative, also die Trockentoilette, gewinnt an Beliebtheit. Diesen Prozess treibt das Unternehmen mit seiner Arbeit voran. Mit seinen knapp 90 Trockentoiletten zieht das Goldeimer-Team im Sommer von einem Festival zum nächsten und wird dabei von vielen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen beim Betrieb und der Aufklärungsarbeit unterstützt. So haben sie schon viele Menschen erreicht. Allerdings reicht der Festivalbetrieb nicht aus, um Goldeimer dauerhaft zu finanzieren und nicht alle Altersgruppen werden erreicht. Dafür hat das Team einen Shop aufgebaut, der mit bedrucktem Klopapier begann und mittlerweile sowohl fertige Trockentoiletten als auch Bausätze beinhaltet. Die Aufklärungsarbeit läuft nicht nur über das informierende Klopapier. Auch Presse- und Lobbyarbeit und Social-Media-Kampagnen spielen eine Rolle. Denn wenige Menschen wissen, dass die große Herausforderung von Toiletten die Verwertungskette ist, wie Schremmer im Laufe der Jahre festgestellt hat. Der aktuelle Kreislauf sieht grob zusammengefasst folgendermaßen aus: Essen und Trinken wird verdaut, Urin und Feststoffe bei einem Toilettengang ausgeschieden, Wasser spült alles durch die Schwemmkanalisation in eine Kläranlage, in der dann unter hohem Strom- und Chemikalienverbrauch das Wasser wieder aufbereitet wird. Malte Schremmer hat eine bessere Lösung, die er wieder gesellschaftstauglich machen möchte. Die enthaltenen Stoffe Phosphor, Kalium, Magnesium und Stickstoffe sollen nicht verloren gehen. Möglich ist das mit der Trockentoilette. Anstatt verschmutztes Wasser aufwendig aufzubereiten, wird mit Trockenstreu “gespült” und der Inhalt des Goldeimers anschließend als Dünger genutzt. Die Inbetriebnahme der Goldeimer-Recyclinganlage zeigt exemplarisch, dass der Kreislaufgedanke auch bei der Toilette möglich ist. So kann viel Wasser gespart und ein Teil des synthetischen Düngers kann durch organischen ersetzt werden. Im kleinen Rahmen setzt Schremmer das mit seinem Team schon um. Mit dem erwirtschafteten Geld unterstützt die GmbH Sanitärprojekte auf der ganzen Welt. Denn knapp 3,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung und der Sanitation Fund soll dabei helfen, mit der den Weg wasserlosen, dezentralen und kreislauforientierten Sanitärversorgung den Weg aus der Sanitärkrise zu finden. Schremmer agiert sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene, wünscht sich aber mehr Beliebtheit und deutlich mehr Unternehmen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, Trockentoiletten herstellen und auf den Markt bringen.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
6/24/26 • 10:33
Tüfteln wird großgeschrieben im Unternehmen, das sich die Tüftelkratie als Geschäftsmodell kreiert hat. Sabrina Konzok und ihr Team leben das Tüfteln vor und setzen es für Kinder und Jugendliche in Form von Maker Spaces, TüftelLabs und TüftelBoxen in Schulen, aber auch außerhalb davon um. Diese Art von Lernen folgt dem Prinzip der Maker Education. Dabei geht es um praxisorientiertes, gemeinsames Lernen, bei dem Fehler erlaubt - sogar erwünscht - sind.Sabrina Konzok sagt, dass die Kinder und Jugendlichen lernen, "damit umzugehen, dass es keine Lösungen gibt, die richtig oder falsch sind, sondern man einfach verschiedene Lösungen gemeinsam findet". Nach der Lösungsfindung darf und soll dann diskutiert werden, welche Vor- und Nachteile die möglichen Lösungen haben. Die Forschung an spannenden Lösungsansätzen - und das auch fächerübergreifend - steht im Vordergrund, was laut Konzok an vielen Schulen oft noch fehle. Deswegen bieten die Jungen Tüftler digitale Lernpfade für Lehrkräfte an. Diese unterstützen bei der Umsetzung und Entwicklung eigener Konzepte und lehren fächerübergreifendes Lernen. Auch digitales und analoges Lernmaterial entwickelt das Team und stellt es für Schulen zur Verfügung.Für die Teilnehmenden bedeutet das, dass die Lehrkräfte ihnen Zeit und Raum zum Ausprobieren geben. Die Lernenden haben Zugang zu digitalen und analogen Tools, leben ihre Kreativität aus und lernen im eigenen Tempo. Der collective impact ist bedeutend. Durch gemeinsames Arbeiten und Lernen bildet sich eine Gemeinschaft, die soziale Kompetenzen stärkt. Außerdem fördert sich spielerisch Lehrstoff anzueignen selbstgesteuertes Lernen. Dadurch entstehen Lernräume mit Respekt und Vertrauen.Dank der drei eigenen Maker Spaces in München, Hamburg und Neuss, die die gemeinnützige GmbH aufgebaut hat, können Schulklassen vormittags zu Workshops kommen und nachmittags von der offenen Werkstatt profitieren. Aber nicht nur Lernende profitieren von den Werkstätten. Auch die Lehrkräfte können durch Workshops ihre Didaktik nach der Maker Education ausrichten. Nach oftmals anfänglicher Skepsis erfreuen sich sowohl die über 16 000 Lehrkräfte, als auch die knapp 700 000 Lernenden über den Tüftel-Ansatz.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
6/24/26 • 10:52
Die SWANS Initiative ist ein postmigrantische Selbstorganisation. Das heißt, dass alle Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen selbst Teil der Community sind. Martha Dudzinski erklärt, dass es einerseits eine bessere Unterstützung garantiert, weil mehr Verständnis für die Erfahrung jeder einzelnen gibt. Und dass es andererseits eine Frage der Glaubwürdigkeit ist. Denn das Leitmotiv soll nicht nur in anderen Firmen umgesetzt werden. Das Schwanen-Team ist selbst ein Beispiel dafür, wie das funktionieren kann.Wie die Gründerin Dudzinski weiß, haben Migra-Töchter, BIWOC und Women of Colour ganz andere Erfahrungen und Hürden als weiße Frauen ohne EInwanderungsgeschichte. Der Fachbegriff lautet Intersektionalität und beschreibt, dass Personen dieser Community gleichzeitig aufgrund von Sexismus und Rassismus benachteiligt werden. Das fängt schon früh an. Martha Dudzinski berichtet, dass viele Schwäne statt Freizeit zu genießen, Verantwortung für die Familie tragen müssen. Dazu gehören zum Beispiel Behördengänge, das Ausfüllen von Steuererklärungen und häufig auch eine finanzielle Verantwortung. Im beruflichen Kontext ist Unterschätzung ein Problem. Oft werden Migra-Töchter, BIWOC oder Women of Colour nicht eingestellt. Grund dafür sind Vorurteile wie geringe Deutschkenntnisse oder das Fehlen einer Aufenthaltsgenehmigung.Die Schwäne, wie die Mitglieder der Initiative genannt werden, wollen mit diesen vielen Assoziationen von außen brechen. Schwäne werden als Einzelgänger, rein und elegant wahrgenommen. Aber anstatt sich mit diesem Bild abzufinden, brechen die Schwäne das Klischee, und konzentrieren sich im Rudel auf ihre inneren Werte, wie Martha erläutert.Das kostenloses Förderprogramm vermittelt Schwänen berufsrelevantes Wissen, erklärt ungeschriebene Gesetze und Spielregeln und bietet Coachings zu unterschiedlichsten Themen an. Und das wohl wichtigste ist das Empowerment durch die Community. Die Frauen lernen, dass sie nicht alleine sind, sondern sich einem strukturellen Problem im Rudel stellen können.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
6/24/26 • 10:55
Nach der Gründung 2014 entstand der erste Haferkater-Laden in Berlin Friedrichsberg, einem der nachhaltigsten Viertel der Hauptstadt. Eine Schale Bio-Porridge zum Mitnehmen, um gut gestärkt und mit einem gesunden Frühstück in den Tag zu starten - so die Idee der Gründer Leandro Burguete, Anna Schubert und Levin Siert. Nur Frühstück anzubieten, ist allerdings schwierig, wie der Gründer berichtet. Doch mittlerweile sind die Haferkater-Standorte über ganz Deutschland - häufig an Bahnhöfen - verteilt. Neben den verschiedenen süßen und salzen Porridges bietet Haferkater auch Kaffee, Sandwiches und Salate an.Porridge war zur Zeit der Gründung weniger bekannt und als Take-Away-Produkt nicht vorhanden. Anstatt also beim Bäcker wenig sättigende und zu süße Teilchen mitzunehmen, soll der Porridge mit Früchten, Nüssen und anderen Toppings eine gesunde Alternative sein, erklärt Leandro Burguete. Die Mitarbeitenden quetschen die täglich angelieferten Bio-Haferkörner und kochen den Porridge auf die schottische Art mit Wasser und Salz. Der Vorteil ist, dass die Basis so vegan und weniger süß ist. Trotz schwieriger Phasen gerade in Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit, haben die Gründer keinen Zweifel am Konzept. Und im Gegensatz zu anderen Firmen beschäftigt sich das Team von Haferkater nicht nur mit ihrer Nachhaltigkeit, sondern auch ihrer Unnachhaltigkeit. Darüber schreiben sie einen ganzen Bericht. Leandro Burguete ist der Meinung, dass es nicht reicht, einzig und allein darüber zu berichten, wie toll und nachhaltig ein Unternehmen sei. Es gebe immer Möglichkeiten etwas zu verbessern. Nur das Gleichgewicht zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, also den Preisen zum Beispiel, ist nicht einfach zu finden. Trotzdem wollen die Gründer diese Ehrlichkeit beibehalten, denn sie sind davon überzeugt, dass auch die Kunden das indirekt merken. Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
6/24/26 • 09:59
Kiron Digital ist die Tochterfirma der Kiron NGO, der erste digitale Campus für Menschen mit Fluchtgeschichte. Angefangen hat es 2015 als viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern nach Deutschland geflohen sind. Um sie so schnell und gut wie möglich in die Gesellschaft zu inkludieren, hat die Kiron NGO eine digitale Lernplattform geschaffen. Als nach zehn Jahren Arbeit klar war, dass auch viele andere von individuellen digitalen Lernbereichen profitieren können, wurde Kiron Digital gegründet. Inklusion, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sind die Pfeiler der Unternehmensstrategie. Dank der diversen Hintergründe und Mitarbeit der User:innen, hat das Team von Kiron Digital die erste digitale Lernplattform getestet und verbessert stetig ihr Angebot. Schnell wird klar, dass nicht nur Personen mit Fluchthintergrund von Kiron Digital’s Angebot unterstützt werden können.Manuela Verduci merkt, dass Menschen, mit und ohne Fluchtgeschichte, wieder mehr purpose brauchen. Und dafür müssen sich nicht nur die Arbeitnehmenden anpassen und Kompromisse finden, sondern auch die Arbeitgebenden. Oft erscheint es Unternehmen zu schwierig, ein inklusives und diverses Arbeitsumfeld zu schaffen, wie CEO Verduci weiß. Dabei treibt der Einsatz dafür die Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden nach oben. Wie so ein Programm funktioniert, erklärt Manuela Verduci am Beispiel von Einstellungsverfahren. Im Moment arbeitet das Team von Kiron Digital an der Migration Manager Academy. Dort sollen Personalfachkräfte lernen, den Einstellungsprozess von internationalen Arbeitnehmenden erfolgreich zu begleiten. Das beginnt mit dem Bewerbungsverfahren, geht über das Einstellen bis zur Unterstützung beim Visa-Prozess. Schlussendlich gehört dazu, was Personalfachkräfte machen können und müssen, um die neu eingestellte Person nicht an eine andere Firma verlieren. Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
6/24/26 • 10:13
Die SWANS Initiative ist ein postmigrantische Selbstorganisation. Das heißt, dass alle Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen selbst Teil der Community sind. Martha Dudzinski erklärt, dass es einerseits eine bessere Unterstützung garantiert, weil mehr Verständnis für die Erfahrung jeder einzelnen gibt. Und dass es andererseits eine Frage der Glaubwürdigkeit ist. Denn das Leitmotiv soll nicht nur in anderen Firmen umgesetzt werden. Das Schwanen-Team ist selbst ein Beispiel dafür, wie das funktionieren kann. Wie die Gründerin Dudzinski weiß, haben Migra-Töchter, BIWOC und Women of Colour ganz andere Erfahrungen und Hürden als weiße Frauen ohne Einwanderungsgeschichte. Der Fachbegriff lautet Intersektionalität und beschreibt, dass Personen dieser Community gleichzeitig aufgrund von Sexismus und Rassismus benachteiligt werden. Das fängt schon früh an. Martha Dudzinski berichtet, dass viele Schwäne statt Freizeit zu genießen, Verantwortung für die Familie tragen müssen. Dazu gehören zum Beispiel Behördengänge, das Ausfüllen von Steuererklärungen und häufig auch eine finanzielle Verantwortung. Im beruflichen Kontext ist Unterschätzung ein Problem. Oft werden Migra-Töchter, BIWOC oder Women of Colour nicht eingestellt. Grund dafür sind Vorurteile wie geringe Deutschkenntnisse oder das Fehlen einer Aufenthaltsgenehmigung. Die Schwäne, wie die Mitglieder der Initiative genannt werden, wollen mit diesen vielen Assoziationen von außen brechen. Schwäne werden als Einzelgänger, rein und elegant wahrgenommen. Aber anstatt sich mit diesem Bild abzufinden, brechen die Schwäne das Klischee, und konzentrieren sich im Rudel auf ihre inneren Werte, wie Martha erläutert. Das kostenloses Förderprogramm vermittelt Schwänen berufsrelevantes Wissen, erklärt ungeschriebene Gesetze und Spielregeln und bietet Coachings zu unterschiedlichsten Themen an. Und das wohl wichtigste ist das Empowerment durch die Community. Die Frauen lernen, dass sie nicht alleine sind, sondern sich einem strukturellen Problem im Rudel stellen können.Hébergé par Audiomeans. Visitez audiomeans.fr/politique-de-confidentialite pour plus d'informations.
6/24/26 • 10:55