Show cover of Wiener Börse Podcast

Wiener Börse Podcast

In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge. Rund um die Uhr bestens informiert. Hören Sie rein! In Kooperation mit www.boersenradio.de Mehr zur Wiener Börse: wienerboerse.at

Tracks

Polytec: Bodenbildung, weniger Gewinn trotz mehr Umsatz - "Sehen eine Untererfüllung bei den Abrufen in der Elektromobil
"Der negative Trend wurde gestoppt." Polytec spricht im 1. Quartal 2024 von einer "Bodenbildung": Der Konzernumsatz betrug 172,3 Mio. Euro (Q1 2023: 167,8 Mio.), das Ergebnis nach Steuern -1,4 Mio. Euro (Q1 2023: -1,3 Mio.), das EBIT ist wieder positiv und betrug 1,4 Mio. Euro. (Q1 2023: 0,2 Mio.). CEO und COO Markus Huemer: "Es ist generell in der Industrie, dass die Vorhersehbarkeit der Umsätze sehr, sehr schwierig ist. Es hat sich das Gesamtniveau etwas stabilisiert, was aber unberechenbar ist, ist die Verteilung der Umsätze. Und was wir jetzt gerade sehen, ist eine deutliche Untererfüllung in der Elektromobilität, also sehr, sehr deutlich! Gleichzeitig gibt es einige Verbrenner, die wieder sehr gut laufen. Es gibt eine deutliche Verschiebung zwischen an Antriebsarten. Die Elektromobilität erfüllt die Erwartungen momentan bei weitem nicht."
13:58 5/16/24
Wögerbauer von 3 Banken Generali über 3 Investment-Säulen: "Aktien, Anleihen, Rohstoffe in der Portfoliokonstruktion"
Die Welt ist bunt - deshalb möglichst breit abdecken. Die Märkte laufen dementsprechend ganz rund, zumindest, global betrachtet, besser als erwartet. Auch die österreichische Konjunktur konnte aufholen. "Wir haben keine Rezession, aber auch keine boomende Wirtschaft. Stattdessen gibt es ein No-Landing", meint Alois Wögerbauer von 3 Banken Generali. "Aktien, Anleihen, Rohstoffe: Die Portfoliokonstruktion ist wieder einfacher geworden." Warum ist der Goldpreis gerade jetzt gestiegen? "Wir sehen starke Käufe der Notenbanken. Die Chinesen horten derzeit Sachwerte." Wögerbauer sieht einen neuen Rohstoff-Zyklus: "Das ist nicht nur ein Strohfeuer. Auch wir haben Minen-Unternehmen zugekauft."
14:25 5/16/24
Jahreszahlen Agrana mit Licht und Schatten
In der Jahresbilanz der Agrana AG finden sich Licht und Schatten. Ein Unternehmen zwischen Krisen- und Wachstumsmodus. CEO Stephan Büttner spricht über das Ukraine- und Russlandgeschäft, die Energie-und Rohstoffpreise, die Problemregion Asien sowie nicht zuletzt über die Konzernergebnisse. Das Finanzergebnis ist deutlich weiter ins Minus gerutscht. "Eine Mischung aus höheren Zinsen und Schulden." Ansonsten hat der Zuckerkonzern mit 3,8 Mrd. Euro 4 % mehr Umsatz erwirtschaftet und konnte die Marge auf 4 % steigern. Das Konzernergebnis liegt bei knapp 70 Mio. "Ich befürchte aber, dass es so nicht weitergeht", erklärt Büttner, "denn die Wolken, die im Bereich des Zuckers und der Stärke aufgezogen sind, werden uns noch vor Herausforderungen stellen."
08:09 5/15/24
"Unsere Top-Picks im ATX: Andritz, OMV, Strabag und Do & Co"
Fritz Mostböck, Head of Research der Erste Group Bank vergleicht die Bilanzsaison in den USA und der Eurozone. "Die US-Unternehmen sind relativ gut unterwegs, in der Eurozone stagniert das Wachstum aufgrund von Zinserhöhungen." Es könnte eine Verschiebung von Blue Chips zu Small oder Mid Caps geben, da die großen Werte teils überzogen sind und Investoren nach Alternativen suchen. "Die Märkte nehmen wirtschaftliche Erholung vorweg. Die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa wird stärker wachsen als die Eurozone." Top Picks im ATX sind Andritz, OMV und Strabag außerdem ist Do & Co ist als globaler Airline-Caterer erfolgreich."
08:45 5/14/24
Gregor Rosingers neue Börsenkinder: Nr. 70 ReGuest - Nr. 71 BSP Immobilien AG - Nr. 72 UKO Microshops
Gregor Rosinger erwartet nach der vermeintlichen Rallye mit einigen Zäsuren eine Selektivierung von guten Unternehmen. "Unternehmen, die nichts als Verluste schreiben, werden korrigieren." Die Renner-Aktien im Rosinger Index: "Wir sind sehr früh in Leonardo, einem Friedensverteidigungsunternehmen, eingestiegen." Bislang hat Gregor Rosinger 69 Firmen an die Börse geführt. Als neue Rosinger-Börsenkinder bringt er die Re:Guest AG ins Spiel. "Mittlerweile setzen über 1000 Hotels die Software von Re:Guest ein. Und jede Woche werden es mehr." Kandidat Nr. 71: BSP Immobilien. Kandidat Nr. 72: UKO Microshops. "Der Warenautomatenhersteller hat aus dem einstigen Schmuddelautomaten fast einen kleinen Feinkostladen gemacht." Viele dieser Point of Sales übernehmen jetzt schon die Funktion eines Nahversorgers.
16:17 5/13/24
Warimpex Jahreszahlen 2023 - Abschreibungen auf das Russlandgeschäft drücken die Bilanz ins Minus
Operativ ist Franz Jurkowitsch, CEO der Warimpex, durchaus zufrieden mit 2023. Der Umsatz legte 10 % zu auf 49,7 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um knapp ein Drittel (31 %) auf 21,6 Mio. Euro. Trotzdem steht unter dem Strich ein deutlicher Verlust von 23,8 Mio. Euro, nach einem Nettogewinn von 42,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Grund sind Abschreibungen auf Bestände in Russland und der schwache russische Rubel in Höhe von 38 Mio. Euro. "Wir haben von den fünf Immobilien in Russland vier voll vermietet und die Miete läuft. Und das Hotel geht natürlich nicht so gut wie vor dem Krieg, aber es geht noch immer, würde ich sagen, recht zufriedenstellend." Die Eigenkapitalquote ist auf 33 % gesunken, was stabil ist. Die Bilanzsumme ist um 18 % gesunken aufgrund von Bewertungsfragen. "33 % Eigenkapital, glaube ich, ist eine gute Ziffer in heutigen Zeiten. Auch im Blick, wenn ich mir Mitbewerber ansehe." Die Situation am Immobilienmarkt ist schwierig, Aktionäre sind unzufrieden. "Die Zukunft hängt stark vom Kapitalmarkt ab, Zinssenkungen könnten Verbesserungen bringen, aber Niedrigzinsen wie bis 2019 sind nicht so schnell zu erwarten."
14:27 4/29/24
Im Anfang war die Streuung. Heinz Bednar über den Weltfondstag: "Jede Brieftasche sollte am Gesamtmarkt partizipieren kö
Die Geschichte des Weltfondstages begann vor 250 Jahren, als der Niederländer Abraham van Ketwich diese Anlageform als Antwort auf eine Bankenkrise ins Leben gerufen hatte. "Er hat gleich am Anfang Wert auf eine breite Streuung gelegt", erklärt VÖIG-Präsident Heinz Bednar. In Österreich sind derzeit knapp 210 Mrd. Euro in Fonds angelegt. "Die Aktienmärkte haben sehr schön auf die vorangegangenen Krisen geantwortet." Das betrifft die USA, Europa, aber eben auch Japan. "Die Hälfte des österreichischen Fondsmarktes ist nachhaltig investiert", betont Bednar. "Es geht darum, für jede Brieftasche eine Möglichkeit zu schaffen, am Gesamtmarkt zu partizipieren." Darüber hinaus wünscht sich Bednar eine Steuerbefreiung für faktisch bereits versteuertes Einkommen in der Vorsorge.
15:29 4/19/24
Athos Immobilien Vorstand Pammer: "Halten auch in schweren Zeiten an der Dividende fest"
Auch das Jahr 2023 war kein Leichtes für die Immobilienbranche und damit für Athos Immobilien aus Linz. Der Umsatz steigt zwar von 6,8 auf 7,8 Mio. Euro. Allerdings zieht ein negatives Finanzergebnis von 1,8 Mio. Euro die Bilanz nach unten. So bleiben nach Steuern 380.000 Euro, nach 780.000 im Jahr 2022. "Die Transaktionen sind schwächer gewesen, als wir erhofft hatten. Dort sind wir mit etwas optimistischeren Zahlen in das Jahr gegangen. Aber besser liefen die Auslastung und Mietzahlungen. Da sind wir genau in Line. Also mehr als Vollvermittlung geht nicht." Athos zahlt für 2023 eine Dividende von 80 Cent. "Das soll dem Aktionär zum Ausdruck gebracht werden, dass wir auch in schwierigsten Zeiten so viel an Cashflow generieren, dass wir ausschütten können." Mit Blick auf das laufende Jahr ist Pammer vorsichtig optimistisch. Wir gehen davon aus, dass wir das Ergebnis verbessern. Die Vermietung floriert ausgezeichnet, keine Leerstände. Bei den Zinsen sehen wir erste Anzeichen einer Reduzierung."
15:08 4/18/24
A1 Telekom Austria Q1 2024 "Solider Start ins Jahr. Wir sind sehr zufrieden!"
Quartal eins im Jahr eins nach dem Verkauf des Turmgeschäftes bei A1 Telekom Austria. Der Umsatz steigt leicht 0,7 %, das Periodenergebnis 13 % niedriger. 117 Mio. Es sieht nach einem verhaltenen Start aus? Thomas Arnoldner, stellvertretender CEO, widerspricht. "Wir denken, dass es ein sehr solides Ergebnis ist. Wir haben ein Umsatzwachstum von 0,7 %. Das ist richtig, aber gleichzeitig ein EBITDA-Wachstum von über 4 % und das ist ein sehr, sehr schönes Ergebnis in dieser Branche." Die Kosten laufen momentan noch den Einnahmen voraus. "Ja, wir sind mit steigenden Kosten in einigen wesentlichen Bereichen konfrontiert, insbesondere bei den Gehaltskosten in Österreich. Die Energiekosten bleiben auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Die Wertschöpfungsmaßnahmen auf Kundenseite hingegen erden aber erst mit dem 1. April wirksam." Die Jahresziele bestätigt Arnoldner. "Wir bewegen uns von einem Umsatzwachstum von 3 % bis 4 % im Jahr 2024 und von 4 bis 5 % auf der EBITDA-Seite."
09:25 4/17/24
Annus Horribilis 2023 - UBM CEO Winkler "Es wird wieder Tag werden ...
UBM Development ist einer der führenden Entwickler von Holzbau-Projekten in Europa. Der strategische Fokus liegt auf Green and Smart Building in Großstädten wie Wien, München, Frankfurt oder Prag. Doch das Jahr 2023 war das Annus Horribilis der Immobilienbranche, beschreibt es CEO Thomas Winkler, und ist froh, besser abgeschnitten zu haben als viele seiner Mitbewerber, die das Horrorjahr zum Teil nicht überlebt haben. "Resilienz und relative Stärke sind die Themen, das ist einigermaßen defensiv, verwundert aber nicht bei 580 Pleiten in der Developerbranche in Deutschland und der größten Pleite, die in Österreich jemals stattgefunden hat." Operativ lief das Geschäft 2023 relativ gut. Aber 70 Mio. Euro Abschreibungen drücken die Bilanz ins Minus auf einen Verlust von 40 Mio. Euro vor Steuern. "Ohne Abschreibungen wäre das durchaus vergleichbar gewesen wäre mit dem 22er-Jahr!" Winkler schaut optimistisch nach vorne. "In der dunkelsten Stunde der Nacht, vergisst man manchmal, dass es aber morgen wieder hell wird." 2023 hat UMB 175 Mio. Euro investiert und will das auch im laufenden Jahr tun. "Wenn es hell wird, wollen wir nicht nackt dastehen!"
10:41 4/11/24
Erwin Hof (Finanzbildung an der Wiener Börse): "Investieren an der Börse ist eine Fernreise, kein Tagesausflug"
Sind Sie börsenfest? Bei der Finanzbildung gibt es nicht nur nach Meinung Erwin Hofs von der Wiener Börse eine Menge Aufholpotenzial. "Investieren an der Börse ist eine Fernreise, kein Tagesausflug." Frei nach dem Motto: Ich packe meinen Koffer und nehme mit … mein Anlageziel, das Produktverständnis sowie die Kenntnis von den Märkten. In welche Länder soll es gehen, wie lange möchte ich unterwegs sein? Und wie hoch ist eigentlich mein Budget? "Machen Sie bitte nichts an der Börse, wenn Sie keinen Notgroschen haben", so Erwin Hof, der sich mehr Finanzbildung auch in der Schule wünscht.
12:27 4/11/24
Frequentis Jahreszahlen 23 - CEO Haslacher: "Wir hatten ein fulminantes Jahr 2023"
Frequentis profitiert auch 2023 von den Trends Sicherheit und Mobilität. Das Unternehmen bietet Lösungen für Flugsicherung, Blaulichtorganisationen, Bahneinsatzleitzentralen und Küstenwachen. Der Umsatz steigt +10,8 % auf 427,5 Mio. Euro, das EBIT klettert von 25 Mio. auf 27 Mio. Euro. Der Auftragseingang kommt mit 505 Mio. Euro erstmals über eine halbe Milliarde Euro. Frequentis wächst dabei in nahezu allen Regionen, insbesondere in Europa und den USA. Ein Großauftrag der US-Flugsicherung trägt besonders zum Erfolg bei. Einen weiteren wichtigen Auftrag hat Frequentis von den französischen Staatsbahnen ergattert. Innovationen im Bereich öffentliche Sicherheit zum Beispiel in Norwegen runden die Wachstumsstory ab. Anleger bekommen 24 Cent Dividende, knapp 10 % mehr als im Vorjahr. Für 2024 strebt Frequentis weiteres Wachstum im Auftragseingang und Umsatz an.
16:06 4/9/24
Rosenbauer CEO 2023: Mit roten Fahrzeugen wieder schwarze Zahlen. - Kapitalerhöhung geplant - "Rekord Auftragsbestand".
Rekordauftragsbestand beim Feuerwehrausrüster Rosenbauer: CEO Sebastian Wolf: "Wenn Sie jetzt ein Fahrzeug bestellen, bekommen Sie vielleicht Ende 2025, gegebenenfalls 2026 das Fahrzeug ausgeliefert. Im Jahr 2023 erhielten wir 50 % der Fahrgestelle nicht rechtzeitig. Die Durchlaufzeiten oder Lieferzeiten sind eben schon zurückgegangen. Aber wenn 50 % nicht rechtzeitig nicht da sind, ist das für die Produktion noch ein Riesenproblem, weil dann bei der sogenannten Hochzeit, wo der Aufbau auf das Fahrgestell kommt, das Fahrgestell nicht da ist. Und dann beginnt die Ineffizienz. Die sahen wir 2022 massiv, 2023 schon wesentlich weniger. Und das erwarten wir, dass 2024 sich eben wieder vollständig normalisiert und wir die Lagerbestände, die dadurch entstanden sind, auch abbauen können." Für 2023: Umsatz übersteigt 1 Mrd. Euro, ein Anstieg um gerundet 10 %. Das EBIT beläuft sich auf 37,5 Mio. Euro, und das Periodenergebnis verbesserte sich von -22,3 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie liegt bei -0,2 Euro; es wird keine Dividende ausgezahlt.
12:11 4/5/24
FACC FY23 - 35 Jahre Erfolg durch Innovation und Qualität
FACC feiert 2024 ihr 35-jähriges Bestehen. 1989 als Fischer Ski & Tennis angefangen, ist FACC heute als Experten für Verbundwerkstoffe eine feste Größe in der Luftfahrtindustrie. Ski-Ikone Franz Klammer, der auf Fischer Ski seine größten Erfolge gefeiert hat, kommt nicht zur Geburtstagsfeier, sagt CEO Robert Machtlinger bei der Vorlage der Jahreszahlen 2023. "Der Ursprung Ski ist so lange her. Wir machen auch keine große Feier, sondern viele kleine. Auf den großen Luftfahrtshows werden wir uns präsentieren und aus der Geschichte berichten." Die Jahreszahlen 2023 zeigen, dass auch FACC die Corona-Pandemie und Lieferkettenthematik hinter sich gelassen hat. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 21 % auf 736 Mio. Euro, das operative Ergebnis verdreifachte sich auf 18 Mio. Euro. Unterm Strich bleibt ein EPS von 20 Cent. Trotzdem verzichtet FACC auf Dividende. "Dividenden, so wie wir es gewohnt waren, sind ab 2024 wieder möglich." FACC hat die Kapazitäten erweitert, bei Personal und bei der Fertigung, um den wachsenden Flugzeugmarkt bedienen zu können. Bei Airbus und bei Boeing. "Airlines melden einen viel höheren Bedarf an neuen Flugzeugen an. Die Luftfahrzeugbranche braucht zwei starke Player. Ich bin davon überzeugt, es gibt ein Duopol und das wird sich wieder einstellen."
12:17 3/27/24
FY23 Porr Verbesserungen auf allen Ebenen - Mehr Dividende - Positiver Ausblick
"Der Markt war herausfordernd, ist herausfordernd und wird herausfordernd bleiben", sagt CEO und Mehrheitseigentümer der Porr AG Karl-Heiz Strauss, "das war er immer schon, seit 150 Jahren. Wir haben Weltkriege überlebt, den Kaiser. Wir konzentrieren uns aufs Bauen. Liefern und leisten." Strauss präsentiert die Jahreszahlen für 2023 und die Aussichten für 2024. Die Bauprojekte der Porr, darunter Tunnelbau, Datacenter und Infrastrukturprojekte, werden beleuchtet. Besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit, Energiewende und digitaler Transformation, insbesondere im boomenden KI-Datacenter-Markt. "Wir sind breit aufgestellt, von Tief- bis Hochbau, und setzen auf effizientes Kosten- und Prozessmanagement." Beim Thema Korruption versteht Strauss keinen Spaß. "Früher konnte man Dinge von der Steuer abziehen, wofür man heute eingesperrt wird. In der Governance gibt es keine Grauzone, es gibt nur schwarz oder weiß. Da muss man viel Schulungen machen."
13:01 3/21/24
"Die Zinssenkungslogik ist in Europa einfach stimmiger"
Keine Eile hat die Fed in Sachen Zinssenkung. Alois Wögerbauer: "Durch die Blume heißt es bei Powell: Wir gehen nicht zwingend nach den Wünschen des Marktes." Die "Zinssenkungslogik" ist in Europa und vor allem in Deutschland eben stimmiger. Holt Europa und holen auch die Small- und Midcaps bald auf? "Es ist zu früh, sich hier zu positionieren." Zunächst einmal möchte Wögerbauer einen Zinssenkungszyklus abwarten. Die 3 Banken Generali möchte branchenmäßig derzeit keine "extremen Wetten" eingehen. Was den Amerikanern die Mag 7 sind, das sind den Europäern ihre "Granolas" - das Akronym steht für die elf Krisengewinner GSK, Roche, ASML, Nestlé, Novartis, Novo Nordisk, L’Oréal, LVMH, Astrazeneca, SAP und Sanofi. "Ich bin kein Fan von solchen Begriffen."
11:27 3/21/24
Lenzing 2023 - Schwache Nachfrage, hohe Kosten und Verlust
2023 sollte das Comeback-Jahr werden für Lenzing, aber der Markt kam nicht zurück. Schon im September hatte Lenzing entsprechend informiert. "Die Lager unserer Kunden im Bekleidungsmarkt waren auch 2023 noch voll und leerten sich nur allmählich. Mit neuen Bestellungen hielten sie sich zurück, um nicht den gleichen Fehler zu machen, wie vorher." Jahreszahlen 2023: Umsatz geht leicht zurück auf 2,5 Mrd. Euro, EBITDA 303 Mio., das ist zwar eine deutliche Steigerung, allerdings drücken Abschreibungen das Ergebnis stark ins Minus. Unterm Strich steht ein Verlust von 593 Mio. Euro. Sielaff verweist auf erste Erfolge des Performance-Programmes. Außerdem ist Lenzing nach der Kapitalerhöhung von 400 Mio. Euro solide finanziert. "Die richtige Maßnahme, in richtiger Höhe zur richtigen Zeit." Trotzdem reduziert Lenzing auch Personalkosten und baut 500 Vollzeitstellen ab. Für 2024 erwartet Sielaff ein EBITDA über 2023. Der Start in das neue Jahr macht vorsichtig zuversichtlich. "Wir sind mit dem Absatz sehr einverstanden. Der Trend und die Tendenz gehen in die richtige Richtung. Das war schon mal ein guter Start ins Jahr."
13:57 3/15/24
Rekordergebnis 2023 Verbund - mit Sonderdividende! CEO: "Bei uns ist Wasserstoff eine Veredelung des grünen Stroms!"
Mit einem Gewinn von rund 2,3 Mrd. Euro übertrifft Verbund 2023 seine eigene Prognose, der Umsatz lag bei 10,5 Mrd. Euro. Die Dividende wird um 40 % erhöht! CEO Michael Strugl: "Wir gehen davon aus, dass sich der Strombedarf massiv erhöhen wird über die nächsten Dekaden. Der Grund ist ganz einfach, die Dekarbonisierung aller Sektoren. Wenn in der Industrie dekarbonisiert wird, dann sehr stark durch Elektrifizierung. Wenn in der Mobilität dekarbonisiert wird, dann durch Elektromobilität. Wenn in der Raumwärme dekarbonisiert wird, dann durch Wärmepumpen. Das heißt, Strom ist ein Energieträger, der ein Schlüssel in der Dekarbonisierung ist und daher werden die Bedarfe massiv steigen. Wir gehen beispielsweise in Österreich aus von einer Verdoppelung der Menge, die gebraucht wird, bis zum Jahr 2040. Das heißt, es wird einen massiven Ausbau der Erzeugung geben, aber auch der Netze, sowohl der Verteilnetze als auch der Übertragungsnetze."
12:54 3/14/24
Österreichische Post surrt Dividende höher - IR Hagenauer: "Wir wollen um die Ecke surren und nicht um die Ecke dieseln!
Im Jahr 2023 verbesserte sich der bei der Österreichischen Post der Umsatz um rund 9 %. Dabei zeigte die Division Paket & Logistik einen starken Umsatzzuwachs von 16,6 % auf 1,42 Mrd. Euro. - Die Dividende steigt von 1,75 auf 1,78 Euro. Harald Hagenauer, IR: "Viele Investoren sind klassische Dividenden-Aktionäre und Dividenden-Fonds. Und das ist unser USP und das wollen wir liefern. Wir wollen ein berechenbarer Dividenden-Partner sein. - Mittelfristig ist der Ausbau des Elektrofuhrparks das Wichtigste. Wir wollen um die Ecke surren und nicht um die Ecke dieseln. - Die Marge im türkischen Paketmarkt (ist trotz hoher Inflation von 70 %) besser als die Marge in anderen Märkten, in denen wir pakettechnisch tätig sind. Walter Oblin, der jetzige CFO wird Generaldirektor Georg Pölzl, der in den Ruhestand geht, als CEO nachfolgen."
12:23 3/13/24
VIG Jahreszahlen 2023 - CFRO Liane Hirner:
773 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern, ein Plus von knapp einem Drittel. Schaden-Kosten-Quote verbessert sich auf 92,6 %. Anleger bekommen 8 % mehr Dividende (1,40 Euro). CFRO Liane Hirner: "2023 wirklich ein gutes Jahr, obwohl die Schadenshöhe steigt aufgrund von Naturkatastrophen. Insbesondere in Österreich, Tschechien und Polen gab es Überschwemmungen." Als Grund für die größere Anzahl von Naturkatastrophen nennt Hirner den Klimawandel. Die Lebensversicherung profitiert von steigenden Zinsen und wird als Vorsorgeprodukt wieder attraktiver. Auch das Kapitalanlageergebnis entwickelt sich erfreulich und stieg um 250 Mio. Euro, hauptsächlich durch höhere Renditen aus Anleihen. Für die Zukunft ist Hirner zuversichtlich: "Wir sind wirklich in den richtigen Märkten tätig. Das bestätigt sich jetzt wieder einmal."
13:30 3/12/24
Rekorde beim Experten für Krane und Lifting Systeme Palfinger - Rekordjahr 2023 auch bei der Dividende
Das Konzernergebnis bei Palfinger erhöht sich 2023 von 71 Mio. auf rund 108 Mio. Euro. Der Umsatz erreichte 2,45 Mrd. Euro. Felix Strohbichler CFO: "Natürlich ist die Konsequenz dieses Rekordjahr auch eine Rekorddividende, wir werden für das Jahr 2023 von 1,05 Euro schütten." Zuletzt zahlte Palfinger 77 Cent. 2027 soll ein Umsatz von 3,0 Mrd. Euro bei einer Ebit-Marge von 10 % ohne Übernahmen erreicht werden. In Kurzform bezeichnet man Palfinger gerne als Kranhersteller, das aber das Leistungsspektrum von Palfinger nicht richtig darstellt. Palfinger ist ein Experte für Lifting-Systeme, das sieht man zum Beispiel auch im kleinen und wichtigen Segment bei Kreuzfahrtschiffen, so Strohbichler. "Hier geht es nicht nur um Kräne, sondern auch um die großen Rettungsboote, um die Tender-Boote bei den Kreuzfahrtschiffen, auch das produziert Palfinger."
05:54 3/8/24
Uniqa 2023 höhere Gewinne - CEO Brandstetter: UNIQA 3.0 - Seeding the Future
Zitat Andreas Brandstetter, CEO Uniqa: "Die Entscheidung für Uniqa ist die Entscheidung für ein besseres Leben" Gilt das auch für die Aktionäre? 2023 erreichte der Versicherer 10 % höhere Prämien mit 7,2 Mrd. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 426,4 Mio. Euro über den Erwartungen. (Vorjahr bei 272 Mio.). Zu dieser Verbesserung trugen alle Sparten der Versicherung bei. So legte die Schaden- und Unfallversicherung im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent, die Krankenversicherung um 8,3 % und die Lebensversicherung um 14,2 % zu. Jetzt gibt es einen höheren Dividendenvorschlag. An ihre Aktionäre will die Uniqa Insurance Group AG für 2023 0,57 Euro je Aktie ausschütten.
09:10 3/7/24
Maue Zahlen, aber leuchtende Zukunft
Die Light + Building ist die wichtigste Messe weltweit der Beleuchtungsindustrie. Zumtobel hat doch mit einem Rekord auf sich aufmerksam gemacht. Die Lichtdecke Cieluma ist mit 200 Quadratmetern die größte ihrer Art. CFO Thomas Erath gerät ins Schwärmen: "Wenn man hineinkommt, ist man schon richtig geflasht von der Riesendecke. Die ist einfach eine Attraktion hier auf der Messe. Man ist emotional berührt von verschiedenen Dingen, die man mit dieser Lichtdecke machen kann. Mit 45 Metern ist das wirklich eine Sensation!" Die Stimmung in der gesamten Branche allerdings deutlich eingetrübt. Das zeigt sich auch in den Zahlen nach drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/24 (endet am 30.4.). Die Zumtobel Group verzeichnet einen Umsatzrückgang von 8 % auf 840 Mio. Euro. Unterm Strich bleiben 21,4 Mio. Euro nach zuletzt 43,4 Mio. Euro. "Nach jeder Nacht kommt wieder ein Tag. Wir gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation bald wieder einmal normalisieren wird."
11:44 3/7/24
Gemeinsam für die Kapitalmarktfähigkeit und den besten Preis am Markt für die Bundesanleihe
Es gibt wieder Zinsen! Und damit Alternativen zu Aktien: Anleihen sind auch für private Investoren interessant. Bundesanleihen spielen eine besondere Rolle. Bislang waren sie meist außerbörslich gehandelt und daher von Großinvestoren gezeichnet. Die beiden Market Maker Raiffeisen Bank International und Erste Group Bank sorgen in Österreich gemeinsam für Kapitalmarktfähigkeit und den besten Preis am Markt. "Wir stellen engstmögliche Preise für die Investoren", so Thomas Einramhof von der Erste Group. Was ist der Unterschied zum Aktienhandel? Michael Kuen (Raiffeisen Bank International): "Bei der Aktie gibt es eine ISIN pro Emittent, bei den Staatsanleihen betreuen wir 31."
15:21 3/5/24
Neu: Wiener Börse mit fortlaufenden Bundesanleihen
Seit 1. März gibt es eine wichtige Neuerung an der Wiener Börse: Österreichische Bundesanleihen sind wieder in fortlaufender Auktion verfügbar – transparent und tagesaktuell. Für gute Preise und die nötige Liquidität sorgen zwei sogenannte Market Maker: Erste Group und Raiffeisen Bank International. "Wir sind das Treasury der Republik mit einem Schuldenportfolio von 300 Mrd. Euro", so Markus Stix, Geschäftsführer der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur. Was macht österreichische Bundesanleihen auch für Privatanleger interessant? Zum einen die sehr hohe Sicherheit als Emittent. "Weil die Republik Österreich mit ihrem kompletten Vermögen hinter dieser Rückzahlung steht." Weiters attraktiv sind eine Vielzahl möglicher Laufzeiten von 1 bis 100 Jahre in Kombination mit aktuellen Verzinsungen zwischen 2,2 und 3,6 %. Plus: "Wir werden auch heuer wieder über 6 Mrd. EUR an grünen Finanzierungen tätigen, hier unterstützen die Investoren die grüne Transformation Österreichs."
13:14 3/5/24
Finanzbildung, Finanzbildung, Finanzbildung! CEO Wiener Börse Boschan:
Sprechen wir über Geld. Über Ihr Geld. Genauer, wie legen Sie ihr Geld an? Sind Sie schon dabei bei Wertpapieren? Aktien, Fonds, Anleihen? Oder haben Sie das vor? Das wollte die Wiener Börse von Ihnen wissen, und hat gemeinsam mit der Industriellenvereinigung und dem Aktienforum das Aktienbarometer erstellt. Und das zum 2. Mal. Christoph Boschan, der CEO der Wien Prager Börsengruppe, stellt die erfreulichen Ergebnisse vor. "Wertpapiere sind in der Mitte der Bevölkerung angekommen", 27 % der Österreicher besitzen Wertpapiere, also deutlich mehr als 2 Mio. Favorisiert sind Investmentfonds und Aktien. Gibt es den "typischen" Anleger? "Ja. Und der ist tatsächlich männlich. Nur etwa die Hälfte der Anleger sind Frauen." Hat der Börsenchef Tipps für Einsteiger? "Finanzbildung, Finanzbildung, Finanzbildung! Das zahlt sich aus und ist der beste Anlegerschutz!"
12:49 3/1/24
2023 mehr Passagiere, mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr Dividende:
Günther Ofner, CFO der Flughafen Wien AG, kann sich nach einem starken Jahr 2023 den Seitenhieb kaum verkneifen. "Wir haben unsere Mitarbeiter bei Sicherheitskontrolle und Abfertigung nicht outgesourct wie andere, sondern mit dem Mittel der Kurzarbeit durch die Corona-Pandemie gebracht. Daher konnten wir sofort erfolgreich durchstarten und mussten nicht nach guten Mitarbeitern suchen." Im Geschäftsjahr 2023 ein Drittel mehr Umsatz, 50 % mehr Gewinn. Anleger bekommen 70 % mehr Dividende. "Damit ist Corona abgehakt!", auch wenn es bei Business und Cargo noch Luft nach oben gibt. Mit zahlreichen Projekten und Erweiterungen macht Ofner den Flughafen Wien (VIE) fit für die Zukunft. "Das alles ohne Schulden, alles bezahlen wir aus dem laufenden Cashflow. Wir wollen ein 5-Sterne-Flughafen werden!"
14:32 2/28/24
Wienerberger-CEO Heimo Scheuch: "Pragmatismus statt Schockzustand beim Neubau"
"Ausnahmslos sehr zufrieden" ist der Wienerberger-CEO Heimo Scheuch mit dem zweitbesten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte - und das trotz schwierigen Umfelds im Wohnungsneubau in Europa und Nordamerika. Das Geschäft der Wienerberger ist auch in rückläufigen Märkten stark geworden. Scheuch geht davon aus, dass das "sehr tiefe Niveau" beim Wohnungsneubau nicht länger andauern kann. Was die Zinsen angeht, erwartet Scheuch Pragmatismus statt Schockzustand: "Die Akteure wissen mit der Thematik umzugehen." Zudem sinkt das Inflationsniveau. Die Jahreszahlen 2023 im Überblick: Umsatz 4,2 Mrd. (Rückgang 15 %), operatives EBITDA 811 Mio. (Minus 20 %), Ergebnis nach Steuern 334 (Rückgang 40 %) und Free Cash Flow 257 Mio. (Rückgang 57 %).
14:58 2/21/24
Let's get ready to rumble - Superwahljahr! Wie reagieren die Märkte? Matejka: "Ein spannendes Spiel, wie ein Boxkampf"
Wolfgang Matejkas österreichische "Aktie der Stunde": Das Catering-Unternehmen Do & Co war mit Top-Zahlen ein Höhepunkt vergangener Woche. Matejka spricht von einer "forefront of fun experience". Ein weiterer wichtiger Markt ist die Energiebranche, prominent vertreten durch OMV. Trump ist fast omnipräsent und greift bereits in die Weltpolitik ein - ohne überhaupt als Präsidentschaftskandidat aufgestellt zu sein. Trump, so Matejka, funktioniere wie Copy-and-Paste: "Das machen die Börsen akzentuiert. Ein spannendes Spiel, wie ein Boxkampf. Bleiben die Demokraten, dann bleibt Europa der Wurmfortsatz." Wie wichtig werden Rüstungsfirmen in den Depots? Wird Deutschland deindustrialisiert? Matejka warnt: "Mehr als 50 % der Wirtschaftsleistung besteht in Deutschland aus Bürokratie."
20:44 2/19/24
Tower für mehr Mobilfunkpower bei der EuroTeleSites
"Trotz unserer Abspaltung hat sich der Aktienkurs von A1 weiterentwickelt", so Telesites-CFO Lars Mosdorf, "die Marktkapitalisierung bei A1 ist um eine Milliarde gestiegen." Die EuroTeleSites AG befindet sich nach dem Börsengang im letzten Jahr nun vor dem ersten vollständigen Geschäftsjahr. Der drittgrößte börsennotierte Funkturmbetreiber Europas freut sich über einen Umsatz von 72 Mio. Euro mit einem EBITDA von 40 Mio. Unterm Strich: 7,9 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 gibt Mosdorf diese Marschrichtung aus: "Wollen A1-Wachstum mitnehmen. So werden wir den 5G-Ausbau fortsetzen. Und 20 % unserer Umsätze fließen in Zukunftsprojekte."
18:04 2/16/24

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