In diesen Podcasts hören Sie Interviews rund um die Wiener Börse und den österreichischen Kapitalmarkt. CEOs und CFOs geben Einblicke in börsennotierte Unternehmen. Analysten und Fondsmanager teilen Einschätzungen zur Marktlage, attraktiven Branchen und Favoriten unter österreichischen & internationalen Aktien. Außerdem erfahren Anleger: Tipps zur steuerlichen Behandlung von Dividenden und Wertpapier-Gewinne und Updates zum Umfeld für Börsengänge. Rund um die Uhr bestens informiert. Hören Sie rein! In Kooperation mit www.boersenradio.de Mehr zur Wiener Börse: wienerboerse.at
"Eine instabile Welt sorgt primär für eine erhöhte Budgetlage in den Ländern." Und von dieser möchte auch die Frequentis Gruppe in den drei Hauptgerschäftsfeldern Luftfahrt, Transport und kritische Infrastrukturen profitieren, dabei verlässt sie sich gerne auf die lokale Kundennähe. "Es geht gar nicht so sehr darum, von anderen Marktanteile wegzunehmen, sondern den wachsenden Markt entsprechend gut bedienen zu können. Über die Technologieführerschaft schaffen wir die Weltmarktführerschaft", so CEO Norbert Haslacher. Akquisitionen spielen dabei durchaus eine Rolle - Haslacher erwähnt eine bevorstehende im dreistelligen Millionenbereich: "Dafür könnte es eine Kapitalerhöhung geben." Die Orderbücher sind gut gefüllt. "Was das Jahr 2026 angeht, sind wir sehr energetisch." Das Unternehmen bleibt dennoch in der Guidance aufgrund der geopolitischen Situation und wegen der Lieferkettenproblematik konservativ: "Um die 10 % Umsatzwachstum erwarten wir sowie eine EBIT-Ratio von 7 %."
5/8/26 • 19:02
Zölle und Energiekosten treffen auch Polytec, aber "es ist müßig, auf jede Reaktion von Trump entsprechend zu reagieren", so CEO Markus Huemer. Das meiste Geld verdient Polytech weiterhin mit Passengers, Cars and Light Commercial Vehicles, also PKWs und leichten Nutzfahrzeuge, darunter viele mit Elektroantieb: "Je mehr Elektromobilität kommt, umso glücklicher sind wir, weil grundsätzlich mehr Wertschöpfung schon in unseren neuen Bauteilen für die Elektroantriebe besteht." Der Umsatz ist 2025 leicht auf 666,8 Mio. Euro gesunken, das EBIT ist aber von 3,5 auf 19,8 Mio. Euro gestiegen. "Wir haben uns von unserem Problemgeschäft getrennt und deutlich Personal abgebaut." Die Dividende liegt bei 0,20 Euro Dividende vor, die Nettoverschuldung ist auf 17,6 Mio. Euro reduziert. "Das Jahr 2026 bleibt anspruchsvoll. Die Automobilindustrie in Europa erlaubt kein Wachstum."
5/4/26 • 11:55
Arno Fuchs ist der "Fuchs im Finanzierungsrevier". Der Gründer und CEO von FCF Fox Corporate Finance erklärt, warum aus guter Technologie allein noch lange kein Champion wird. Beispiel Quantum Systems: Früher eine junge Drohnenfirma mit Finanzierungsbedarf, heute ein Defense-Unicorn mit Milliardenbewertung. Ohne Fördermittel, Factoring, Kapitalerhöhungen und EIB-Finanzierung wäre der Überflieger vielleicht nie abgehoben. Fuchs sagt Klartext: Europa baut oft die besseren Produkte, Amerika verkauft besser. Oder wie er sagt: "Die Amerikaner wissen, wie sie dem Papst ein Doppelbett verkaufen." In Österreich sieht er spannende Unicorn-Kandidaten, etwa UpNano aus Wien mit 3D-Druck im Nanobereich und AEEG aus Niederösterreich mit einem neuartigen, nicht toxischen Sprengstoff. Entscheidend ist nicht das Buzzword, sondern Wachstum, Substanz, Vertriebskraft und Kapitalmarktfähigkeit. Ein IPO muss nicht riesig sein. Er muss liefern können.
4/29/26 • 17:17
30 % Wachstum, klare Strategie, große Ziele: re:guest baut eine Plattform für die Hotellerie. CEO Michael Mitterhofer erklärt den Umbau nach dem Börsengang, steigende Kosten, mehr Schulden und den Plan für weiteres Wachstum. Warum jetzt Investoren gefragt sind, welche Rolle KI spielt und wie Hotels künftig alles aus einer Hand bekommen sollen.
4/27/26 • 10:58
Semperit AG Holding: 2025 war kein Sprint, eher ein Stolperstart mit starkem Schlussspurt. Für 2026 macht Semperit wieder mehr Mut. Und mit dem Übernahmeangebot der Mehrheitsaktionärin B&C Holding (17. April) ist auch bei der Aktie plötzlich mehr Zug drin. "Wir werden bis spätestens 4. Mai unsere Stellungnahme veröffentlichen", so Bettina Schragl (IR) auf der Invest in Stuttgart. Für 2025 fällt zudem eine Dividendenausschüttung aus. "Wir wollen profitables Wachstum, um den Umsatz wieder auf 1 Mrd. zu bringen." Das österreichische Traditions-Unternehmen aus der Gummiindustrie leidet ebenso unter den hohen Energiekosten: "Jeder dritte Rolltreppenhandlauf ist von Semperit."
4/24/26 • 08:23
Nahost, Öl, Nervosität, Schlagzeilen im Dauertakt - und ausgerechnet ein Mann aus dem 18. Jahrhundert liefert die vernünftigste Antwort. Abraham van Ketwich, Amsterdamer Kaufmann und Pionier des ersten Investmentfonds, brachte 1774 auf den Punkt, was bis heute gilt: Nicht alles auf eine Karte setzen, sondern breit streuen. "Eendragt Maakt Magt" - Eintracht macht stark - war mehr als ein Fondsname, es war die Kampfansage an Klumpenrisiko und Anlegerpanik. Heinz Bednar, Präsident der VÖIG, zeigt zum Weltfondstag, warum diese Idee heute wieder hochmodern ist. Wer auf jede Schlagzeile anspringt, verzockt oft die eigene Strategie. Fonds sind deshalb kein braves Pflichtprogramm, sondern ein stabiles Werkzeug für langfristigen Vermögensaufbau. In Österreich stieg das Fondsvolumen 2025 auf rund 236,5 Mrd. Euro - ein Rekord und auch ein Vertrauenssignal.
4/23/26 • 16:27
Leiwand! Zehn österreichische Unternehmen auf der Stuttgarter Invest. In diesem börsennotierten "Österreich-Paket" steckt auch die Palfinger AG. "Die Zölle im vergangenen Jahr haben uns 12 Millionen EBIT gekostet", so IR Hannes Roither. Vom höheren Ölpreis ist das Unternehmen aber nicht betroffen. "Doch durch die Verunsicherung verschleppen sich Investitionen." Das Auftragsbuch bleibt "relativ stabil" mit einer Visibilität von etwa sieben Monaten. Über 180 Mio. Cashflow in 2025 und mehr als 200 Mio. weniger Netto-Schulden: "Da sieht man auch, dass wir unser gebundenes Kapital ungefähr um 50 Millionen reduziert haben." Roither über die "Reach Higher - Strategy 2030+": "Wir machen rund 350 Millionen Umsatz im Servicebereich. Den wollen wir in den nächsten fünf Jahren verdoppeln."
4/23/26 • 08:25
Rekordzahlen, volle Auftragsbücher und ein neues Werk: FACC drückt aufs Tempo. Die Luftfahrt boomt weiter, Aufträge reichen für ein Jahrzehnt. Automatisierung steigert Effizienz, Wachstum bleibt klar im Fokus. Warum die Aktie ein Investment in die gesamte Branche ist und welche Chancen jetzt entstehen, erklärt Investor-Relations-Chefin Tanja Maisenberger im Gespräch.
4/22/26 • 09:54
IPO Spotlight: CMTA AG: "Der Börsengang ist unser konkretes Ziel" IPO Spotlight – gemeinsam mit Trending Topics beleuchten wir das Thema Börsengang aus unterschiedlichen Perspektiven. Expertinnen und Experten sprechen über den Weg von Unternehmen und Scale-ups an die Börse. Zugang zum gesamten europäischen Anleihenmarkt – das bietet das österreichische Fintech CMTA AG an. Mit Hauptsitz in Graz ist das Unternehmen rund um CEO Christoph Müller heute einer der führenden Technologieanbieter im europäischen Fixed-Income-Markt und betreut Kunden in mehreren Ländern. Im Hinblick auf das weitere Wachstum wird da natürlich auch das Thema IPO interessant – und darüber sprechen wir heute im Podcast mit CEO Christoph Müller. Darüber sprechen wir bei IPO Spotlight mit Emerald Horizon-Vorstand Florian Wagner: Die Themen: • Technologieanbieter für den europäischen Anleihenhandel mit Sitz in Graz • Der Anleihenmarkt erklärt: Warum der Bondmarkt größer als der Aktienmarkt ist und wie Fremdkapital funktioniert • Die James-Plattform: Wie Software-Matching illiquide Assets handelbar macht und Portfolien in Sekundenschnelle analysiert • Drei Erlösströme: Transaktionsbasiertes Geschäft, Emittenten-Mandate und Infrastructure as a Service • IPO-Readiness: Warum CMTA in zwei bis drei Jahren an die Wiener Börse gehen möchte • Liquidität in beide Richtungen: Die Vorteile eines Börsengangs • Fintech in Europa: Regulatorik als Innovationstreiber und Österreichs versteckte Stärke Mehr zum Thema Börsengang und Listing an der Wiener Börse: https://www.wienerborse.at/listing/boersegang-ipo/ https://www.wienerborse.at/ipo-spotlight/
4/14/26 • 22:18
Startkapital? Zweitrangig. Hauptsache Start: SAFE will Börse entmystifizieren. Mit dem neuen Podcast "SAFE - Stories übers Investieren" will die Wiener Börse raus aus der Expertenblase und rein ins echte Leben. Julia Resch erklärt, warum das Timing passt: Schon 31 % der Menschen in Österreich investieren in Aktien oder andere Wertpapiere, gleichzeitig bleibt fehlendes Finanzwissen für viele die größte Hürde. Genau da setzt das neue Format an - niederschwellig, persönlich und ohne Börsenblabla. Statt Analystensprache gibt es echte Geschichten: Bianca Olivia spricht über die Angst vor Altersarmut, Elisabeth Oberndorfer über Crash-Chancen und Andreas Onea über Vermögensaufbau für die Familie. Die Kernbotschaft zieht sich durch alle Folgen: Der Start ist wichtiger als das Startkapital. Wer früh beginnt, regelmäßig investiert und langfristig denkt, macht aus Geldfragen keine Tabuzone, sondern ein Lebensthema mit Zukunft. Zum Podcast: https://www.wienerborse.at/beteilig-dich/#c106643
4/14/26 • 12:23
RWT stemmt sich gegen die schwache Industriestimmung und meldet volle Auslastung. Reinhard Thor spricht über neue Kunden aus der MotoGP, erste Aufträge in der Luftfahrt und starke Nachfrage nach Harley-Teilen. Dazu kommen neue Entwicklungen vom Hydraulikventil bis zum Spitzmotor sowie Partnerschaften mit Erfindern, deren Ideen RWT bis zur Serienreife bringt. Sein Signal ist klar: Viele jammern, doch oft läuft es besser, als man denkt.
4/13/26 • 07:32
Die Waffen ruhen, die Börsen explodieren. Der DAX sprang um 5, % auf 24.080 Punkte, der österreichische ATX legte um 4 % zu. In Wien schossen DO & CO um 14,58 %, voestalpine um 10,80 % und AT&S um 8,89 % nach oben. Gleichzeitig verloren Verbund 3,13 % und OMV 4,40 %. Auch die Wall Street / US-Börsen war klar im Plus: Dow Jones +2,85 %, S&P 500 +2,51 %, Nasdaq +2,80 %. "Die gestrige Reaktion war nur eine Reaktion auf den Pessimismus", so Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3Banken Generali aus Österreich, "wichtig ist es, sich von diesen Tagesaktualitäten zu lösen." Er rät daher zu einer globalen und diversifizierten "Portfoliostrategie, die die Nerven schont". "Im Markt bleiben, nicht verkaufen."
4/9/26 • 07:37
Wie reagiert der ATX auf Krieg, Ölpreisschock und Inflationsangst? Fritz Mostböck, Head of Group Research der Erste Group Bank AG, sieht vor allem die Unsicherheit als größten Belastungsfaktor. Ende März stand der ATX bei rund 5.344 Punkten und lag damit im Monatsvergleich etwa 7 % im Minus. Gleichzeitig zeigt sich eine harte Trennung am Markt: Energiewerte wie OMV oder SBO profitieren, während konsumnahe und zyklische Geschäftsmodelle stärker unter Druck geraten. Die Inflation in Österreich sprang laut Schnellschätzung im März auf 3,1 % nach 2,2 % im Februar. Mostböck warnt vor einer möglichen zweiten Inflationswelle, falls der Konflikt länger dauert. Sein Rat an Privatanleger: keine Panik, nicht nur auf den Heimmarkt setzen, breit streuen, Fonds nutzen und Gold allenfalls mit 5 bis 10 % beimischen.
4/1/26 • 09:39
"Wenn es jetzt keine großen externen Schocks gibt, dann läuft das Momentum sehr gut weiter." Einzig die Energiekrise macht den Markt nervös, so Aktienmarktstratege Manuel Schleifer (Raiffeisen Bank International). "Manchmal ist es besser, nichts zu tun", denn "die gesamte Trump-Administration hat sich verpokert". "Niemand kann die Folgen für die Realwirtschaft abschätzen. Die Börsen sind Hardcore-Kapitalisten, die wollen einfach günstige Energie haben." Schleifer glaubt an die selbstheilenden Kräfte des Marktes und der Unternehmen, sieht aber ein Zeitproblem. "Das Ganze kann in sechs Monaten komplett ausgepreist sein, aber bis dahin könnte es schmerzhaft werden. Der Markt bleibt länger irrational als man selbst liquide. Diese Phase muss ich als Anleger (auch vor dem Hintergrund eines möglichen US-Insiderhandels) bestmöglich managen." Zum Thema KI erklärt der Aktienmarktstratege: "Man kann fast sagen, dass US-Big-Tech fast so ein bisschen den Charakter eines sicheren Hafens hat." Gleichwohl gibt es in diesem Sektor auch einige Verlierer.
3/25/26 • 16:46
In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, Krisen und Kriege setzen Anleger auf die Achse der Börse: "Unser Verbündeter ist der Kapitalmarkt an sich." Nur Iran kann den Konflikt beenden, an eine Palastrevolution glaubt Fondsmanager Wolfgang Matejka nicht. Die Verbraucher leiden indessen unter den hohen Preisen für Öl, Gas, Benzin und Strom. Deshalb betont Matejka die Sensibilität der Märkte und die Notwendigkeit strategischer Investitionen in Erneuerbare Energien, auch wenn er das Abschalten der Kernkraftwerke in Deutschland als "blödsinnig" bezeichnet. Die Staatsverschuldung steigt, insbesondere in den USA. "Mehr als 10 Billionen US-Dollar müssen heuer refinanziert werden, und das wird die Fed alleine nicht stemmen können." Darüber hinaus warnt Matejka vor einem "Glaubwürdigkeitsverlust" im Finanzuniversum.
3/24/26 • 16:26
Vom Immobilien-Traum zum Alptraum: die politische Index-Mieten-Lage inklusive Steuern in Österreich lockt Anleger derzeit kaum zum Investment und ist "alles andere als sexy", so Manfred Pammer (CEO ATHOS Immobilien AG), der von einem "Verschlechterungspaket" spricht. Die Betriebskosten kann man weitergeben, den Hauptmietzins aber nur noch gedeckelt erhöhen. "Langfristig eine sehr bedenkliche und gefährliche Entwicklung", die ATHOS zu einem Sparkurs ohne neue Immobilienprojekte zwingt. Im vergangenen Jahr bestanden die Umsatzerlöse "maßgeblich" aus Netto-Mieterträgen. Wichtige Kundengruppen sind also in erster Linie Wohnungsmieter, daneben auch kleinere Gewerbemieter. Der Umsatz belief sich auf 9,01 Mio. Euro, das Netto-Ergebnis lag bei 0,2 Mio. nach 0,34 vor einem Jahr (-42 %). Die Dividende bleibt unangetastet.
3/23/26 • 16:41
"Ein Börsengeschäft kommt dann zustande, wenn Angebot und Nachfrage sich treffen." So erklärt es Manuel Kurz von der Wiener Börse auf dem Börsentag. Im Interview erklärt er die Rolle von Geduld und kühlem Kopf sowie verschiedene Ordertypen wie Market und Limit Orders. Darüber hinaus geht er auf die Begriffe Stopp-Orders und Orderbuch ein. Den Börsenplatz Wien beschreibt er als "transparent" und "sicher": "Alle Anleger suchen Zuverlässigkeit, und die Wiener Börse bietet diese." Anfängern rät er vor dem Start zur Finanzbildung. "Und man sollte nie auf den perfekten Aus- oder Einstiegszeitpunkt warten, sondern laufend und langfristig investieren."
3/18/26 • 08:49
Anlagebetrug und Cyperkriminalität: Endstation Darknet. "Besser stets dem Bauchgefühl vertrauen. Auch die Finanzbildung schützt vor den Schleppnetzen der Internet-Betrüger." Philipp Genduth ist Polizist und Mitgründer von finanzenverstehen.at. Die Gier trifft nicht selten auf Gefahr. Oft sind auf diversen Fake-Plattformen am Ende nicht nur die investierten Gelder futsch, sondern auch die Daten, die man preisgegeben hat. Genduth vermutet unter den Opfern eine hohe Dunkelziffer, da die Scham überwiegt. Vieles wird nicht zur Anzeige gebracht. Das Schweigen sei jedoch die "beste Munition der Betrüger", warnt er. "Ich selbst bin 2013 auch einmal auf einen Krypto-Scam reingefallen", so Genduth im Rahmen des Wiener Börsentags.
3/17/26 • 23:00
Gute Zeiten - coole Zeiten bei UNIQA. CEO Andreas Brandstetter meldet starke Zahlen für 2025. Prämien plus 8 %, Gewinn plus 22 %, Dividende rauf auf 72 Cent. Das Kerngeschäft läuft profitabel wie nie. Gleichzeitig investiert der Versicherer massiv in Digitalisierung, KI und Gesundheitsangebote. Trotz geopolitischer Krisen bleibt Brandstetter optimistisch und sieht gerade jetzt Chancen für Versicherer.
3/13/26 • 12:34
Rekordjahr für die Vienna Insurance Group: Zum ersten Mal über 1 Mrd. Euro Ergebnis vor Steuern. CFO und CRO Liane Hirner erklärt die Treiber hinter dem starken Wachstum. Bessere technische Ergebnisse, höhere Kapitalerträge und geringere Unwetterschäden stärken den Konzern. Dazu kommt eine strategische Expansion: Die Übernahme der Nürnberger Versicherung soll die Position im deutschen Markt ausbauen. Gleichzeitig bleibt die VIG konservativ aufgestellt - ohne Exposure im Iran und mit Fokus auf stabile Kapitalanlagen.
3/12/26 • 15:42
Mehr ETF als Erbtante: Wie Österreich langsam Börse lernt! Österreich tastet sich an den Kapitalmarkt heran - und zwar spürbar. Im Aktienbarometer 2026 zeigt Markt- und Meinungsforscher Dr. Peter Hajek: Der Wertpapierbesitz ist seit 2022 signifikant von 25 auf 31 % gestiegen. Ein Kulturwandel also, aber keiner für alle gleichermaßen. Männer investieren häufiger als Frauen, Besserverdienende häufiger als Menschen mit geringerem Einkommen, Akademiker häufiger als Pflichtschulabsolventen. Treiber ist weniger plötzliches Finanzgenie als die Erkenntnis, dass das Sparbuch real oft keine Vermögenshilfe mehr ist. Besonders gefragt: Fonds und ETFs als einfacher Einstieg. Die größte Bremse ist laut Hajek nicht nur fehlendes Wissen, sondern vor allem geringe Risikobereitschaft. Gleichzeitig wächst ein neues Motiv: Vorsorge. Oder, wie Hajek sinngemäß sagt: Die Pensionsfrage könnte zum Türöffner einer neuen Aktienkultur in Österreich werden. Das Aktienbarometer - eine jährliche Umfrage im Auftrag der Industriellenvereinigung, des Aktienforums und der Wiener Börse.
3/12/26 • 24:54
Was passiert, wenn die Straße von Hormuz wirklich länger gesperrt bleibt? Kapitalmarktprofi Gregor Rosinger warnt vor massiven Folgen für Industrie, Lieferketten und Energiepreise. 20 % des weltweiten Ölhandels laufen durch dieses Nadelöhr. Fällt dieser Strom länger aus, drohen Produktionsstopps – zuerst in Asien, später auch in Europa. Rosinger fordert mehr Resilienz: eigene Energiequellen, neue Technologien und mehr Investitionen in Sicherheit.
3/11/26 • 20:15
Fritz Mostböck, Head of Research der Erste Group, ordnet die Risk-off-Lage nach dem Angriff auf den Iran ein: Gold ist gesucht, Öl fester, Aktien verunsichert. Sein Hinweis: In Phasen großer Unsicherheit nicht ins fallende Messer greifen, erst eine Bodenbildung abwarten. Europas Kursrutsch hält er für eine Überreaktion: Durch die Straße von Hormus geht mehr Öl nach Asien als nach Europa, trotzdem preist Europa den Schock stark ein. Inflation kommt, wenn überhaupt, verzögert und hängt von Dauer und Intensität der Energiepreise ab. Für Notenbanken heißt das: Zinssenkungen könnten bei neuer Inflation vom Tisch sein. Mehr Klarheit bringen eher die Inflationsdaten für März. Stresscheck: zuerst auf den Volatilitätsindex schauen. Wien bleibt attraktiv: KGV von 11 für heuer, 10 für nächstes Jahr, Dividendenrendite 4,5 bis 5 %. Chancen sieht er unter anderem bei OMV, EVN, Strabag und VIG. Strategie: Ruhe bewahren, Risiko dosieren, Daten schlagen Schlagzeilen.
3/3/26 • 12:02
85% Marge, sinkende Schulden und wachsendes Drittgeschäft - EuroTeleSites liefert solide Zahlen. CFO Lars Mosdorf erklärt, warum Stabilität Vorrang hat, weshalb trotz schneller Entschuldung keine Dividende kommt und wie über 400 neue Türme 2026 weiteres Wachstum sichern. Ein Infrastrukturmodell mit planbaren Cashflows und bewusst konservativer Strategie.
2/11/26 • 14:59
Die Vienna Insurance Group ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Zentral- und Osteuropa und sucht nun verstärkt die Aufmerksamkeit in Deutschland. Nicht nur deshalb ist die Gruppe auf den Hamburger Investorentagen zu Gast. In der Pre-Closing-Phase befindet sich derzeit eine Übernahme der Nürnberger Versicherungen. "Deutschland wird aber auch danach für uns ein Spezialmarkt bleiben", so CEO Hartwig Löger. Das heißt: Vienna Insurance strebt eine Profitabilisierung des Nürnberger-Geschäfts an, aber keine allgemeine Marktführerschaft in der deutschen Versicherungslandschaft. Der österreichische Vizekanzler und Finanzminister a.D.: "Wir verfolgen in unserer Assetallokation nach wie vor eine sehr konservative und defensive Strategie." Für Aktionäre bedeutet dies: "Die Dividende steigt und steigt."
2/10/26 • 15:58
"Der Österreichanteil liegt so bei 3 bis 4 Prozent ... und das ist durchaus eine hohe Gewichtung." - Gold im Schleudergang, KI als Risiko und Trump als Lärmquelle: Alois Wögerbauer (3 Banken Generali) ordnet die Märkte ein. Beim "Edelmetall-Crash" sieht er keinen Trendbruch, sondern Gewinnmitnahmen nach einer Gold-Performance 2025 von +50 % in Euro. Trotz Korrektur seit dem 02.01.2026 liegt Gold noch rund bei +10 %. Spekulanten und Trendfolger wurden ausgestoppt, höhere Schwankungen bleiben. Die KI-Wette mit hohem Capex, etwa bei Amazon, sorgt für Zweifel, schafft aber auch Nachfrage nach Chips und Rechenzentren. Sein Rat: Investiert bleiben, aber breiter statt "Super 7". Treiber sind solid e Gewinne: US-Unternehmen liegen bei etwa +11 % statt der erwarteten 7-8 %. In der Allokation bleibt Amerika über 50 %, Emerging Markets 10-12 %, Japan 5-6 %, Europa den Rest. Österreich: 3-4 %. Rohstoffe: 6-8 % direkt, Rohstoffaktien 4-6 % des Aktienanteils. Umschalttrigger wären nervöse US-Treasuries oder steigende Renditen in Japan.
2/9/26 • 09:48
"Wir betreiben rund 14.000 Mobilfunkmasten in Österreich und in der CII-Region. Wir arbeiten mit der Telekom noch sehr eng zusammen, sind aber nunmehr Dienstleister. Etwas über 90 Prozent unserer Umsätze generieren wir dennoch weiterhin mit der Telekom." EuroTeleSites AG ist ein börsennotiertes Infrastrukturunternehmen mit Sitz in Wien, das sich auf passive Telekommunikationsinfrastruktur spezialisiert hat. Nach der Ausgliederung (Spin-Off) aus der A1 Telekom Austria AG wurde das Unternehmen am 22. September 2023 im Prime Market der Wiener Börse notiert. Ein wichtiges Geschäft wird der Ausbau der 5G-Technologie sein, CFO Lars Mosdorf spricht auf den Hamburger Investorentagen von einer "Verdichtung", also auch von mehr Türmen nicht nur im ländlichen Raum.
2/9/26 • 15:59
Aktien handeln macht Spaß, bis Steuern zur Renditebremse werden. Steuerberater Lukas Maurer von Deloitte sagt klar: Der folgenschwerste Fehler passiert vor dem ersten Trade, wenn Anleger die steuerlichen Folgen nicht prüfen und ein Auslandsdepot wählen. Dann führt kein Broker die Kapitalertragsteuer, KESt, automatisch ab, Sie werden zum Buchhalter und müssen oft in FinanzOnline ins Vollverfahren wechseln. Bei Auslandsdividenden droht Quellensteuer-Überhang: Anrechenbar sind meist nur bis 15 %, der Rest ist nur mit Formularen rückholbar. Besonders heikel sind Fonds und ETFs: Ohne Meldefonds droht Pauschalbesteuerung, mindestens 10 % vom Marktwert als fingierter Ertrag. Gute Nachricht: Verlustausgleich ist möglich, aber nur im selben Jahr und nicht über unterschiedliche Steuersätze, Depots oder Gemeinschaftsdepots hinweg. Und: Auslandsdepots bleiben Behörden durch automatischen Informationsaustausch nicht verborgen. Fazit: Steuern zuerst klären, dann handeln.
2/8/26 • 41:55
POLYTEC befindet sich 2025 klar in einer operativen Erholungsphase. Nach einem schwachen Vorjahr verbessert sich die Ergebnislage sichtbar. Umsatz und EBIT steigen. Das Konzernergebnis kehrt in die Gewinnzone zurück. Restrukturierungen zeigen Wirkung. Der Kapitalmarkt erkennt den Fortschritt, bleibt aber vorsichtig. Die Aktie reflektiert Hoffnung auf einen nachhaltigen Turnaround, verlangt aber weitere Beweise. CFO Markus Mühlböck bei den Hamburger Investorentagen von Montega: "Der europäische Markt stagniert. Es braucht eine aktive Konsolidierung." Das Unternehmen ist deshalb verstärkt auch im Non-Automotive-Sektor tätig (z.B. Smart Plastic). Potentielle Übernahmen inklusive. "Wir sehen uns aber nach wie vor als Automotive-Zulieferer-Company."
2/6/26 • 11:58
Vor den ersten Quartalszahlen des Jahres 2026 lässt sich jetzt schon berichten: "Die finanzielle Basis der Palfinger AG sieht hochsolide aus." Das liegt auch an der internationalen Ausrichtung des österreichischen Maschinenunternehmens: "Indien zeigt enorme Wachstumsraten. Wir rechen damit, dass wir dort unseren Umsatz auf über 100 Mio. Euro steigern können", so der CFO Felix Strohbichler auf den Hamburger Montega-Investorentagen. In Europa wartet Palfinger vor allem darauf, dass sich die Infrastruktur-Investitionen in Deutschland bald rechnen: "Wir sehen nach wie vor keine Effekte aus dem deutschen Infrastrukturpaket." Das USA-Geschäft ist kompliziert, aber Strohbichler setzt auf die "Selbstheilungskräfte" der dortigen Wirtschaft. "Denn die permanente Verunsicherung der Wirtschaft ist nicht gerade hilfreich, was die Investitionsfreude betrifft."
2/5/26 • 13:43