Dich interessiert, wie sozialwissenschafliche Forschung funktioniert? Dann bist du hier genau richtig! Im Methoden:Koffer erzählen Forschende Geschichten aus dem echten Forschendenleben - hier erfährst du, wie Forschung wirklich läuft!
Disclaimer: In dieser Folge hatte ich leider ein paar Tonprobleme, sorry dafür. Bei der nächsten Folge gibt's aber wieder die gewohnte Qualität!Interpretationsgruppen, aka Interpretationswerkstätten, aka Forschungswerkstätten (...) sind zunächst mal erfunden worden, um das Interpretationshandwerk qualitativer Analysemethoden anderen zu vermitteln und die intersubjektive Nachvollziehbarkeit zu sichern. Meist leitete dabei ein:e Expert:in/ Professor:in an, heute gibt es aber vielfältigere Organisationen des gemeinsamen Deutens, Rekonstruierens und Interpretierens. In dieser Podcastfolge lernt ihr von Sylvia Jäde (Uni Osnabrück) und Fabian Muhsal (HU Berlin), dass Interpretationsgruppen viel mehr sein können als Institutionen zur Qualitätssicherung in qualitativer Forschung. Sie können unterschiedliche Formen annehmen und dir als Forscher:in zu verschiedenen Zeitpunkten und für verschiedene Bedürfnisse weit über die konkrete Interpretationsarbeit hinaus weiterhelfen - Peer-Mentoring ist hier das Stichwort. Lerne von ihren Erfahrungen - wenn du bis zum Ende hörst, bin ich sicher, möchtest du auch eine Interpretations-/ Arbeitsgruppe suchen!Damit du fündig wirst, hier schonmal ein erster Tipp, wo du suchen kannst (klick). Sylvia Jäde war schon einmal zu Gast und hat in Folge 39 über Paarinterviews berichtet. Hör hier auch gerne mal rein.Sylvia ist bei Linkedin, Instagram und researchgate unterwegs. Fabian könnt ihr via Linkedin oder researchgate erreichen.Schau gerne auf www.methodenkoffer.info vorbei, um mehr über Sylvias und Fabians Publikationen und Tipps zum Thema zu erfahren!
1/15/26 • 78:59
Wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. Auch Wissenschaftspodcast sollten unabhängig bleiben. Hilf diesem Podcast mit deiner Spende. Hier klicken, vielen Dank!Karolina Siegert von der Uni Köln greift die Biographieforschung (Folge 53 mit Eren Yetkin) noch einmal auf und diskutiert, ab wann Material eigentlich als "dicht genug" gelten kann. Am Beispiel ihrer Forschung mit Förderschüler:innen zu ihrer biographischen Verwobenheit von Berufswünschen hat Karolina zunächst als nach Lehrbuch "zu wenig dicht" geltende Daten generiert. Hier diskutiert sie, ob zu enge Vorstellungen von "dichtem Material" gewisse Personengruppen von biographischer Forschung ausschließen und warum dies ein Problem darstellen könnte. Ihr hört im Podcast, wie Karolina Trotz dieser Schwierigkeit zu einem produktiven Ergebnis gekommen ist. Für Karolina Siegerts Literatur sowie Literaturtipps und weitere Kontaktmöglichkeiten, besucht www.methodenkoffer.info. Dort findet ihr auch Daten für Feedback, Anregungen und Gästevorschläge, vielen Dank
10/22/25 • 47:45
Wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. Auch Wissenschaftspodcast sollten unabhängig bleiben. Hilf diesem Podcast mit deiner Spende. Hier klicken, vielen Dank!Paulina Luise Wagner von der Uni Wien stellt uns den Scoping-Review vor. Der Scoping-Review ist eine systematische Methode, die besonders geeignet ist, um sich einen Überblick über ein schnell wachsendes, noch junges Forschungsfeld zu verschaffen.Paulina interessiert sich in ihrer Forschung für den Einsatz von künstlicher Intelligenz für das Lehren und Lernen und stand zu Beginn ihres Projekts vor der Herausforderung, die geradezu explodierende Literatur in diesem Feld überblicken und systematisieren zu müssen. Daher hat sie auf die Methode des Scoping-Review zurückgegriffen - eine Art des auch in den Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses (PRISMA)-Guidelines gelisteten systematischen Reviews für einen möglichst vollständigen Literaturüberblick.Im Gegensatz zu den aus den Folgen 23 zu quantitativen und 15 zu qualitativen Metastudien bekannten systematischen Reviews, die Evidenz zu sehr präzisen Fragestellungen und Forschungsinteressen in etablierten Feldern zusammenführen möchten, ist das Ziel des Scoping-Reviews, ein neues Feld umfassend zu kartieren.Wie genau das funktioniert, welche Techniken dabei helfen und warum die Literaturauswahl sich manches Mal wie Tindern anfühlt, lernt ihr in dieser Folge!Für Paulina Wagners Literatur sowie Literaturtipps und weitere Kontaktmöglichkeiten, besucht www.methodenkoffer.info. Dort findet ihr auch Daten für Feedback, Anregungen und Gästevorschläge, vielen Dank
10/18/25 • 54:46
Wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. Auch Wissenschaftspodcast sollten unabhängig bleiben. Hilf diesem Podcast mit deiner Spende. Hier klicken, vielen Dank!Eren Yetkin von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin berichtet von seiner Biographieforschung, bei der er Daten mit dem autobiographisch-narrativen Interview nach Fritz Schütze erhoben hat. Wir sprechen in dieser Folge darüber, welches Erkenntnisziel Biographieforschung verfolgt und wie man mit Hilfe des autobiographisch-narrativen Interviews dazu passende Daten produziert. Wir besprechen, was es bedeutet, seiner eigenen Biographie Sinn zu verleihen und was uns dies über gesellschaftlich geteilte Konstruktionen sagen kann. Eren teilt mit euch seine Erfahrungen, wann Biographieforschung passend ist, welche Herausforderungen dabei auftreten können und wie man lernt, sich im autobiographisch-narrativen Interview-Setting gut zu verhalten.Eren war schon einmal zum Thema partizipative Forschungsprojekte Gast in diesem Podcast:51 "Wann sind Methoden parizipativ? Methodenpluralismus in der partizipativen Forschung"Der Mailingliste, die wir euch empfehlen, könnt ihr hier beitreten. Eren Yetkin könnt ihr über die Website der KHSB erreichen, oder unter researchgate.Für Eren Yetkins Literatur sowie seine Literaturtipps und weitere Kontaktmöglichkeiten, besucht www.methodenkoffer.info. Dort findet ihr auch Kontaktdaten für Feedback, Anregungen und Gästevorschläge, vielen Dank
8/1/25 • 58:19
Wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. Auch Wissenschaftspodcast sollten unabhängig bleiben. Hilf diesem Podcast mit deiner Spende. Hier klicken, vielen Dank!Philipp Schrögel und Andreas Bischof sind Kollegen an der TU Chemnitz und im Projekt PartWiss, in dem sie gemeinsamen mit weiteren Partner:innen einen Leitfaden für Partizipation in der Forschung erstellt haben.Mit Philipp und Andreas bespreche ich in dieser Folge, warum es mehrere Jahrzehnte nach der intensiveren akademischen Auseinandersetzung mit Partizipation in der Forschung im Jahr 2025 einen solchen Leitfaden braucht. Wir kommen schnell darauf, dass der Leitfaden Partizipation in der Forschung mehr als eine Sammlung bisheriger methdologischer und praktischer Erkenntnisse ist. Vielmehr lernen wir auch daraus, dass Partizipation auch eine normative, gesellschaftspolitische Frage ist, die wiederum politische und infrastrukturelle Unterstützung braucht, um zu einer demokratischen Gesellschaft beitragen zu können.Der Leitfaden bietet einen Zugang zum sehr diversen Feld partizipativer Formen, die nicht nur in der Gesellschaftswissenschaft, sondern auch in naturwissenschaftlichen und ingenieurswissenschaftlichen Feldern lange Tradition hat - er hält also für uns alle etwas bereit!Diese Folge ergänzt die Folgen zu einer Trilogie:50 "Wie funktioniert partizipative Forschung?" mit Gwendolyn Gilliéron51 "Wann sind Methoden parizipativ? Methodenpluralismus in der partizipativen Forschung" mit Eren YetkinPhilipp und Andreas könnt ihr jeweils über die Websites ihrer Institution kontaktieren, oder über die Website von PartWiss. Für Philipps und Andreas Literatur sowie weitere Kontaktmöglichkeiten auf Linkedin und Instagram, Bluesky und Co., besucht www.methodenkoffer.info. Dort findet ihr auch Kontaktdaten für Feedback, Anregungen und Gästevorschläge, vielen Dank
7/28/25 • 59:29
Wissenschaftliche Unabhängigkeit ist ein hohes Gut. Auch Wissenschaftspodcast sollten unabhängig bleiben. Hilf diesem Podcast mit deiner Spende. Hier klicken, vielen Dank!Eren Yetkin von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin berichtet über Forschungsdesigns in der partizipativen Forschung.In seinen Projekten rund um Erinnerungskultur mit dem partizipativen Ziel, mit Jugendlichen Bildungsprozesse zu gestalten, zeigt er, wo die Grenze zwischen wissenschaftlicher Methodenanwendung und partizipativen Momenten in partizipativen Forschungsprojekten verlaufen kann. Er berichtet von Dilemmata, die auftreten, möchte man beiden Zielen - der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung sowie der transformativen Kraft der Projekte für die Ko-Forschenden - als Projektinitiator:in gerecht werden. Eren zeigt, wie wichtig es sein kann, "klassische" Forschungsmethoden wie das leitfadengestütze Interview zu nutzen, um partizipative Räume überhaupt erst "öffnen" zu können. Wir sprechen daher über Methodenpluralismus und dessen Bedeutung für unterschiedliche partizipative Forschungsdesigns. Wir kommen zu dem Schluss, dass es immer gewisse Dilemmata geben wird, die aus dem doppelten Ziel partizipativer Forschung erwachsen, als Forscher:innen, der "Wahrheitssuche" verpflichtet zu sein und als Praktiker:in "brauchbares" Wissen zu generieren und somit Transformation anzustoßen. Eren bringt Beispiele mit, wie er mit diesen teilweise nur schwer zu vereinbarenden Zielen umgegangen ist. In dieser Folge beziehen wir uns viel auf Folge 50 "Wie funktioniert partizipative Forschung?" mit Gwendolyn Gilliéron.Eren Yetkin könnt ihr über die Website der KHSB erreichen, oder unter researchgate.Für Erens Literatur und die, die er im Podcast erwähnt hat, besucht www.methodenkoffer.info. Dort findet ihr auch Kontaktdaten für Feedback, Anregungen und Gästevorschläge, vielen Dank
6/19/25 • 63:16
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5/19/25 • 61:35
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5/12/25 • 50:44
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5/6/25 • 49:11
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5/2/25 • 54:50
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3/21/25 • 57:18
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3/7/25 • 68:32
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2/24/25 • 62:43
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2/18/25 • 75:00
Bitte unterstütze diesen Podcast mit deiner Spende, damit er wissenschaftlich unabhängig bleiben kann: Podcast Methoden:Koffer auf Ko-Fi.Clemens Striebing vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) erklärt, wie Data Storytelling wichtige Forschungsergebnisse zielgerichtet für deren Nutzung in der Gesellschaft aufbereiten kann. Data Storytelling umfasst nicht nur die Anpassung der Publikationsform an die Sprache der Zielgruppe, sondern kann auch die Gestaltung eines Forschungsprojektes mitbestimmen. Wir sprechen darüber, ob diese adressat:innenorientierte Ausrichtung eines Projektes für alle Arten des Forschens genutzt werden sollte. Wir unterscheiden in unserer Diskussion zwischen qualitativer und quantitativer Forschung sowie Grundlagen- oder angewandter Auftragsforschung. Clemens leuchtet mit mir dabei die Gefahren und Möglichkeiten aus, die mit einer Anpassung von Forschungsberichten entstehen können.Clemens Striebing könnt ihr auf Linkedin erreichen, oder über die Profile von researchgate und des Fraunhofer Instituts (IAO).Checkt auch unbedingt Clemens' Podcast zu Organisationskultur aus: Culture Analytics. Ich freue mich auf Feedback, Lob, Kritik oder eure Hinweise, wer der nächste Podcast-Gast sein sollte! Schreibt mir unter podcastmethodenkoffer@gmail.com.Alles zum Podcast unter www.methodenkoffer.info
2/9/25 • 58:45
Adrian Lundberg von der Malmö University teilt in dieser Folge seine Erfahrungen mit der Q-Methodology. Er nutzt die hybride Methode aus qualitativen und mathematischen Elementen, um Meinungsbilder zu Mehrsprachigkeit im Bildungskontext zu verstehen. Die Q-Methodology nutzt die Faktoranalyse, um zu zeigen, wie einzelne Faktoren ("Meinungen") sich zu einem spezifischen Meinungsbild addieren. Wir sprechen sprechen in dieser Folge nicht nur ausführlich über die Anwendung der Q-Methodology, sondern auch darüber, wie sich qualitative und mathematische Ansätze in wissenschaftstheoretischer Perspektive vereinen lassen.Adrian Lundberg könnt ihr über Linkedin oder researchgate kontaktieren. Literatur zu seiner Forschung findet ihr auf www.methodenkoffer.info.Ich freue mich auf euer Feedback zur Folge, Vorschläge für weitere Methoden-Talks und natürlich auch eure Email, wenn ihr selbst von eurer Methodenanwendung berichten möchtet: podcastmethodenkoffer@gmail.com.
12/4/24 • 61:50
Cinzia Hirschvogl und Clara Holzinger von der Uni Wien berichten in dieser Folge von ihren methodischen Überlegungen zum Thema Mehrsprachigkeit in der Interviewforschung. Die beiden haben ihre Kompetenzen als Dolmetscherin/ Übersetzerin und Forscherin für ein Forschungsprojekt rund um migrantische Teilhabe am österreichischen Arbeitsmarkt gebündelt. Dabei haben Cinzia und Clara mit ihrem Translations- und Forscherinnenteam genau auf die Bedingungen und den Einfluss von Dolmetschen und Übersetzen im Forschungsprozess geschaut. Sie haben durch Sprachauswahl der Interviewten, Dolmetschung in der Interviewsituation, Übersetzung der Dolmetschung sowie des Interviewtranskripts eine Vielzahl von Datenpunkten erzeugt.Cinzia und Clara erklären, welche Erkenntnisse aus dem Vergleich der unterschiedlichen Dokumente erwachsen sind und welchen Einfluss diese auf die Wirklichkeitskonstruktion haben. Sie enden mit dem sehr wichtigen Plädoyer, Dolmetschung und Übersetzung in unseren Forschungsprozessen viel öfter zu ermöglichen, oder zumindest den Einfluss vorhandener oder nicht vorhandener Übersetzung und Dolmetschung auf die Ergebnisse stärker zu reflektieren. Mit Cinzia und Clara könnt ihr über die Website der Uni Wien über die Website ihres Projekts Kontakt aufnehmen, sie freuen sich auf Vernetzung!Für Feedback, Fragen und Anregungen zum Podcast Methoden:Koffer, meldet euch sehr gerne unter podcastmethodenkoffer@gmail.com, ich freue mich auf eure Nachricht!
11/16/24 • 67:04
Sylvia Jäde von der Uni Osnabrück erforscht die Familienwerdung mit Paarinterviews.Paarinterviews sind Gespräche, bei denen alle Beziehungspartner:innen gemeinsam sprechen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Aushandlungsprozesse können nicht nur durch verbale Daten, sondern auch durch teilnehmende Beobachtung rekonstruiert werden. Wir sprechen in dieser Folge über die "Echtheit" von beobachtbaren, sozialen Situationen, wie Sylvia dem Vorwurf der "Konsensfiktion" bei Paarinterviews begegnet und wie weshalb bei Paarinterviews die ethische Verantwortung und die eigenen Ressourcen gegebenenfalls noch stärker reflektiert werden müssen. Sylvia Jäde könnt ihr via researchgate oder X kontaktieren. Das Grundlagenwerk zu Paarinterviews, das sie erwähnt hat: Wimbauer, C./ Motakef, M. (2017): Das Paarinterview. Methodologie, Methode, Methodenpraxis. Wiesbaden: Springer VS.Sylvias Publikationen zum Thema könnt ihr auf der Podcast-Website www.methodenkoffer.info nachlesen. Wenn ihr selbst einmal Gäste werden, eure Kolleg:innen vorschlagen oder einfach Feedack dalassen wollt, meldet euch gerne unter podcastmethodenkoffer@gmail.com.Musik im Podcast von Kasdame, der leider sein Profil auf Spotify gelöscht hat.
5/10/24 • 61:19
Adele Clarke ist im Jahr 2024 verstorben. Die von ihr geprägte Methode der Situationsanalyse ist in der Forschungslandschaft aber weiterhin sehr lebendig. Stella Rüger und Cornelius Lätzsch sind zwei Forschende, die sich die Methode für ihre Dissertationen im Schnittfeld der Teilhabe- und Migrationsforschung zu Nutze machen. In dieser Folge Methodenkoffer erzählen sie, wie sie zu der Methode gekommen sind und was das für ihre Arbeit bedeutet hat. Welche Literatur und welche Erfahrungen für sie bei ihrer Formulierung der Methode wichtig waren. Welche Herausforderungen sich während der Forschung ergeben haben und wie man damit produktiv umgehen kann. Stella Rüger könnt ihr über ihr Profil beim Deutschen Jugendinstitut kontaktieren, Cornelius Lätzschs Kontaktdaten findet ihr bei der Uni Tübingen. Literaturangaben findet ihr unter www.methodenkoffer.info. Anregungen, Feedback und wenn ihr selbst mal Gast werden wollt: Schickt uns gerne eine Mail an podcastmethodenkoffer@gmail.com. Wir freuen uns auf euch!
2/7/24 • 85:03
Raphaela Kogler von der TU Wien ist daran interessiert, die Welt der Kinder besser zu verstehen. Insbesondere interessiert sie sich dafür, wie junge Kinder ihre Umgebung, ihre genutzten Räume, verstehen und aneignen. Da es für junge Kinder besonders schwierig ist, ihre (Sozial-) Räume und Raumaneigungsstrategien verbal zu beschreiben, nutzt Raphaela in ihrer Forschung Kinderzeichnungen als Methode. Sie lässt in ihren Forschungssettings fünfjährige Kinder aus Wien ihre Lieblingsräume zeichnen und analysiert die Zeichnungen und das im Gespräch produzierte Audio- und Textmaterial unter anderem mit Hilfe der visuellen Segmentanalyse. Raphaela zeigt uns in dieser Folge, wie Kinderzeichnungen als Methode dabei helfen, die Perspektive der Kinder im Sinne der New Childhood Studies stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Raphaela Kogler könnt ihr über ihre Website www.raphaelakogler.com erreichen. Ihre veröffentlichte Forschung und mehr Infos rund um den Podcast findet ihr auf www.methodenkoffer.info.Wir freuen uns über euer Feedback!
2/2/24 • 66:38
Denis Weger von der Uni Wien berichtet, welche vielfältigen Funktionen Educational Design Research erfüllen kann.Educational Design Research teilt sich in zwei konstitutive Elemente: Das Design der Intervention, d.h., den Lernanlass, wie beispielsweise ein Arbeitsblatt in der Schule, und die Wirkungsanalyse der Intervention. Ziel ist es einerseits, auf ein Lernziel hin funktionierende Interventionen zu designen und über die Analyse mittels qualitativer Forschungsmethodik strukturelle Bedingungen für die Funktionalität der Intervention zu erforschen.Mit Denis spreche ich auch über den Umgang mit Normativität in Educational Design Research und wie der iterative Prozess auch ihm als Dozent an der Uni Wien viel zu seiner eigenen Professionalisierung beigetragen hat. Denis könnt ihr auf seiner Website www.denisweger.com erreichen. Schaut auf der Website www.methodenkoffer.info nach, wenn ihr Denis Dissertation lesen möchtet. Wir verlinken sie, sobald sie Open Access im Sommer 2024 erschienen ist.
11/12/23 • 59:45
Welchen Weg gehen Studierende in der sozialwissenschaftlichen Methodenausbildung? Wie sieht eine gute Lernumgebung aus und welche Bedingungen helfen, die Komplexität (qualitativer) Methoden zu verstehen? Die Studierenden Joris Furrer, Yanis Senn, Moritz Bieder und Michael Straumann von der Uni Zürich erklären uns in dieser Folge, welche Erfahrungen sie im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit und dem zugehörigen Methodenseminar gemacht haben. Gemeinsam mit ihrem Dozenten Christian Ewert arbeiten wir in dieser Folge konkrete Hinweise für die sozialwissenschaftliche Methodenausbildung heraus, die ihr, liebe Dozent:innen sofort und einfach umsetzen könnt, um eure Lehre noch ein bisschen besser zu machen. Wir freuen uns auf euer Feedback zu den Vorschlägen und weitergehenden Diskussionen zur Methodenausbildung unter www.methodenkoffer.info an mich, Barbara, oder an Christian Ewert unter www.ewert.ch!
8/14/23 • 64:03
Wie können und sollten wir empirische Sozialforschung digitalisieren? Eine große, aber immer wichtiger werdende Frage. Bisher wird Digitalisierung in der Sozialforschung eher für die Datenerhebung, weniger für den gesamten Forschungsprozess besprochen. Die Corona-Pandemie hat allerdings viele Forscher:innen dazu gezwungen, stärker digital zu arbeiten - mit welchem Ausgang? Was hat gut funktioniert, was nicht? Was ist empfehlenswert und sollte auch nach der Pandemie beibehalten werden, was nicht?Der Gast dieser Folge, Nina Weimann-Sandig, musste in der eigenen Forschung Erfahrungen in der digitalen Datenerhebung sammeln und hat diese in den letzten Jahren für den gesamten Forschungsprozess weiter ausgebaut. In Kombination mit partizipativer Gestaltung der Forschung ergeben sich für sie sehr interessante Chancen der Digitalisierung, die sie in dieser Folge mit euch teilen möchte. Beginnend mit anderen Interviewsituationen bis zur Einbindung von KI, wie ChatGPT sprechen wir mit Nina über auch über die Relevanz der eigenen Reflexion. Die Fähigkeit kritisch zu denken wird aus Sicht von Nina nochmal sehr wichtig. In der Folge nehmen wir Bezug auf Folge 32, hier könnt ihr sie nachhören: https://open.spotify.com/episode/7bChqiVKzOHyZRFATlGiN5Nina Weimann-Sandig könnt ihr über die Website der EHS kontaktieren: https://ehs-dresden.de/index.php?id=606&username=Nina.Weimann-SandigMehr rund um das Projekt Methoden:Koffer, weitere Folgen und wie ihr selbst mitmachen könnt, unter www.methodenkoffer.info. Wir freuen uns immer über Feedback!
5/30/23 • 66:28
Agilität ist ein Organisationsprinzip, das aus vielen Unternehmen heute nicht mehr wegzudenken ist. Unternehmen wollen flexibel sein und auf Änderungen reagieren, weil sie sich dem steten Wandel anpassen wollen. Obwohl agiles Arbeiten auf den Grundsätzen wissenschaftlichen Denkens aufbaut, spielt es als Arbeitsmethode kaum eine Rolle in der Wissenschaft. Agilität bedeutet, auf Basis qualitativer und quantitativer Daten Hypothesen aufzustellen, iterativ zu prüfen und im Zweifel abzulehnen, um den Weg zum Ziel neu auszurichten – typisch kritisch-rationalistisch also, Karl Popper und der Falsifikationimus lassen grüßen!Swantje Schimer hat mit ihren Kolleg:innen das Experiment gewagt, und Scrum (eine der bekanntesten agilen Arbeitsmethoden) als Managementprinzip für ihr Dissertationsprojekt angewendet. In dieser Folge erzählt sie uns, wie sie Scrum angewendet hat, welche Herausforderungen sie dabei meistern musste und vor allem, weshalb sie glaubt, dass es der Universität sehr guttun würde, wenn agile Methoden stärker Einzug hielten. Swantje Schirmer könnt ihr über die Website des GIGA erreichen. Mehr Infos zu den Gästen, zum Podcast und dazugehöriger Literatur findet ihr unter www.methodenkoffer.info.
4/12/23 • 67:34
Die Anonymisierung von Forschungsdaten ist Bestandteil der Ausbildung von empirisch Forschenden. In Auseinandersetzung mit den eigenen Forschungstätigkeiten haben Cosima Werner und Frank Meyer gemerkt, dass diese Ausbildung neue technische und rechtliche Entwicklungen bedenken muss. Vor allem die Digitalisierung mit ihrer zunehmenden Datenproduktion und die Möglichkeit, Personen-Daten miteinander zu kombinieren, erhöhen das Risiko der Identifizierung von Forschungsteilnehmenden. Frank und Cosima sagen deshalb, dass die Wissenschafts-Community die Veränderungen reflektieren und ihre Anonymisierungsstrategien anpassen muss. In dieser Folge sprechen Cosima und Frank über verschiedene Techniken, pragmatische Lösungen, Fälle mit weitreichenden Folgen und den Aufgaben, die den empirischen Wissenschaften zukommen. Frank könnt ihr auf der Website der TU Dresden finden, Cosimas Email findet ihr auf der Seite der Uni Kiel. Mehr Infos zu den Gästen, deren Veröffentlichungen und zum Podcast unter www.methodenkoffer.info! Musik von meinem Kumpel Kasdame (Spotify).
4/11/23 • 63:27
Wir leben in einer Klassengesellschaft. Aber was bedeutet das konkret. Unser heutiger Gesprächspartner Philipp Schäfer erzählt, wie er in seiner Dissertation der Frage im Feld der Sozialen Arbeit nachgeht. Dabei stellt sich die Schwierigkeit, dass Philipp nicht außerhalb der Klassengesellschaft steht und folglich seine eigene Position reflektieren muss. Die Herausforderungen, die sich dadurch auf methodischer und auf theoretischer Ebene gestellt und welche Lösungen in dem Prozess bisher geholfen haben, könnt ihr in dieser Folge nachhören.Falls ihr Fragen dazu habt könnt ihr Philipp gerne via researchgate kontaktieren. Die erwähnte Literatur ist so umfangreich, dass ich sie euch auf der Website www.methodenkoffer.info hinterlegt habe. Ich freue mich auch auf euer Feedback zu dieser Folge oder eure Mail mit der Nachricht, dass ihr der nächste Gast sein wollt! Alles dazu auf www.methodenkoffer.info.
1/18/23 • 77:39
Alexander Parchow von der FH Münster berichtet in dieser Podcastfolge von seinen Erfahrungen, die er in einer Längsschnittstudie zu den Auswirkungen von Heimerziehung gemacht hat. Er erzählt uns von den Herausforderungen, die auf Grund des langen Zeitraums in Sachen Sampling auf Längsschnittstudien-Forscher:innen zukommen und wie er Social Media einsetzt, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Alexander berichtet neben vielen technischen und methodischen Fragen auch, wie er angesichts der schieren Datenmengen, die im Laufe der Längsschnittstudie erhoben werden, eine Entscheidung für eine Auswertungsmethode getroffen hat. Alexander gibt uns aber vor allem viele Tipps an die Hand, wie seine Längsschnittstudie gelungen ist - gerne nachmachen! Alexander Parchow könnt ihr gerne kontaktieren, wenn ihr weitere Fragen zu Längsschnittstudien habt. Ihr findet ihn u.a. auf Linkedin.Wenn euch die Podcastfolge gefallen hat, schaut doch auch mal auf www.methodenkoffer.info vorbei und informiert euch über die anderen 29 Folgen. Dort könnt ihr auch nachschauen, wie ihr selbst Gast werden könnt. Ich freue mich auf euer Feedback!
12/23/22 • 63:50
Manchmal können wir Forschungsfragen nicht bearbeiten, weil uns Daten fehlen. Gerade in quantitativer Forschung ist die Abhängigkeit von Sekundärdaten hoch. Lukas Kriesch von der Universität Gießen hat deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem er aus dem gigantischen World Wide Web Datenschätze heben kann. Wir sprechen darüber, wie er die quantitative Textanalyse-Verfahren um künstliche Intelligenz erweitert, um kontextualisierte Daten zu generieren.Lukas freut sich, wenn ihr mir ihm darüber diskutieren wollt, oder Ideen zur Kooperation habt! Ihr könnt ihn via Website der Uni Gießen kontaktieren: https://www.uni-giessen.de/fbz/fb07/fachgebiete/geographie/arbeitsgruppen/wirtschaft/mitarbeiter/krieschIch freue mich auch auf euer Feedback zu dieser Folge oder eure Mail mit der Nachricht, dass ihr der nächste Gast sein wollt! Alles dazu auf www.methodenkoffer.info
10/27/22 • 51:31
Wie erleben Doktorand:innen und Betreuende ihre gemeinsame Zeit? Darüber berichten die Autor:innen im Buch "PhD Confessions", herausgegeben von Lea Heyne und Christian Ewert. Mit beiden spreche ich im Podcast darüber, warum es ein solches Buch braucht und welche Erfahrungen sie mit dem Sammeln von Geschichten über die Doktoratszeit gemacht haben. Das Buch findet ihr im Open Access im Eigenverlag des Democracy Net: https://democracynet.eu/phd_confessions/Lea und Christian fordern euch dazu auf, eure Doktorats- oder Betreuungsgeschichten zu teilen und freuen sich, wenn ihr euch bei ihnen meldet. Lea Heyne könnt ihr unter ihrem Uni-Profil erreichen https://www.ics.ulisboa.pt/en/pessoa/lea-heyne, Christian könnt ihr über seine Website finden https://www.ewert.ch/aus_deiner_hand/Auch ich freue mich, wenn ihr eure Forschungsgeschichte im Podcast Methoden:Koffer erzählen möchtet! Alle Infos findet ihr auf www.methodenkoffer.info. Musik von Kasdame, meinem Kumpel, der nicht mehr auf Spotify ist.
10/18/22 • 46:48
In dieser Folge spreche ich mit Andrea Klein über ihr Herzensprojekt: Wissenschaftliches Arbeiten. Andrea ist Dozentin, Coach und Autorin zu diesem Thema und berät Hochschulen unter anderem dabei, wie sie Lehre zu wissenschaftlichem Arbeiten in ihren Curricula verankern können. Bislang ist in der deutschen Hochschullandschaft jedoch keineswegs festgeschrieben, welche Skills wissenschaftliches Arbeiten eigentlich ausmachen. Somit fehlt Hochschulen, Lehrenden und Studierenden oft eine Orientierung, welche Fähigkeiten sich Studierende und junge Forschende im Laufe der Zeit aneignen sollten, um verlässlich wissenschaftlich arbeiten zu können. Um dies zu ändern, haben Andrea und ihre Kolleg:innen nun einen "Referenzrahmen wissenschaftliches Arbeiten" (WISAR) entwickelt, der allen Stakeholdern Transparenz, Selbstüberprüfungsmöglichkeiten bieten und gezieltes Lernen ermöglichen soll. Ich spreche mit Andrea über ihren Referenzrahmen, was er beinhaltet, wie er genutzt werden kann und vor allem: warum er so dringend benötigt wird. Schaut unbedingt auf der Website http://parw-in.de/referenzrahmen-wisar/ vorbei: Dort könnt ihr einen ersten Einblick in den Referenzrahmen bekommen und auch das Team um den Referenzrahmen kontaktieren! Mehr zum Podcast und zur Möglichkeit, mitzumachen: www.methodenkoffer.info. Musik von Kasdame.
9/16/22 • 57:52