Show cover of Methoden:Koffer

Methoden:Koffer

Dich interessiert, wie sozialwissenschafliche Forschung funktioniert? Dann bist du hier genau richtig! Im Methoden:Koffer erzählen Forschende Geschichten aus dem echten Forschendenleben - hier erfährst du, wie Forschung wirklich läuft!

Tracks

Folge 39: Perspektivenvielfalt durch Paarinterviews
Sylvia Jäde von der Uni Osnabrück erforscht die Familienwerdung mit Paarinterviews.Paarinterviews sind Gespräche, bei denen alle Beziehungspartner:innen gemeinsam sprechen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Aushandlungsprozesse können nicht nur durch verbale Daten, sondern auch durch teilnehmende Beobachtung rekonstruiert werden. Wir sprechen in dieser Folge über die "Echtheit" von beobachtbaren, sozialen Situationen, wie Sylvia dem Vorwurf der "Konsensfiktion" bei Paarinterviews begegnet und wie weshalb bei Paarinterviews die ethische Verantwortung und die eigenen Ressourcen gegebenenfalls noch stärker reflektiert werden müssen. Sylvia Jäde könnt ihr via researchgate oder X kontaktieren. Das Grundlagenwerk zu Paarinterviews, das sie erwähnt hat: Wimbauer, C./ Motakef, M. (2017): Das Paarinterview. Methodologie, Methode, Methodenpraxis. Wiesbaden: Springer VS.Sylvias Publikationen zum Thema könnt ihr auf der Podcast-Website www.methodenkoffer.info nachlesen. Wenn ihr selbst einmal Gäste werden, eure Kolleg:innen vorschlagen oder einfach Feedack dalassen wollt, meldet euch gerne unter podcastmethodenkoffer@gmail.com.Musik im Podcast von Kasdame, der leider sein Profil auf Spotify gelöscht hat. 
61:19 5/10/24
Folge 38: Situationsanalyse an der Schnittstelle von Teilhabe- und Migrationsforschung
Adele Clarke ist im Jahr 2024 verstorben. Die von ihr geprägte Methode der Situationsanalyse ist in der Forschungslandschaft aber weiterhin sehr lebendig. Stella Rüger und Cornelius Lätzsch sind zwei Forschende, die sich die Methode für ihre Dissertationen im Schnittfeld der Teilhabe- und Migrationsforschung zu Nutze machen. In dieser Folge Methodenkoffer erzählen sie, wie sie zu der Methode gekommen sind und was das für ihre Arbeit bedeutet hat. Welche Literatur und welche Erfahrungen für sie bei ihrer Formulierung der Methode wichtig waren. Welche Herausforderungen sich während der Forschung ergeben haben und wie man damit produktiv umgehen kann. Stella Rüger könnt ihr über ihr Profil beim Deutschen Jugendinstitut kontaktieren, Cornelius Lätzschs Kontaktdaten findet ihr bei der Uni Tübingen. Literaturangaben findet ihr unter www.methodenkoffer.info. Anregungen, Feedback und wenn ihr selbst mal Gast werden wollt: Schickt uns gerne eine Mail an podcastmethodenkoffer@gmail.com. Wir freuen uns auf euch!
85:03 2/7/24
Folge 37: Mit Kinderzeichnungen Kinderräume verstehen
Raphaela Kogler von der TU Wien ist daran interessiert, die Welt der Kinder besser zu verstehen. Insbesondere interessiert sie sich dafür, wie junge Kinder ihre Umgebung, ihre genutzten Räume, verstehen und aneignen. Da es für junge Kinder besonders schwierig ist, ihre (Sozial-) Räume und Raumaneigungsstrategien verbal zu beschreiben, nutzt Raphaela in ihrer Forschung Kinderzeichnungen als Methode. Sie lässt in ihren Forschungssettings fünfjährige Kinder aus Wien ihre Lieblingsräume zeichnen und analysiert die Zeichnungen und das im Gespräch produzierte Audio- und Textmaterial unter anderem mit Hilfe der visuellen Segmentanalyse. Raphaela zeigt uns in dieser Folge, wie Kinderzeichnungen als Methode dabei helfen, die Perspektive der Kinder im Sinne der New Childhood Studies stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Raphaela Kogler könnt ihr über ihre Website www.raphaelakogler.com erreichen. Ihre veröffentlichte Forschung und mehr Infos rund um den Podcast findet ihr auf www.methodenkoffer.info.Wir freuen uns über euer Feedback!
66:38 2/2/24
Folge 36: Prototypen-Entwicklung mit Educational Design Research
Denis Weger von der Uni Wien berichtet, welche vielfältigen Funktionen Educational Design Research erfüllen kann.Educational Design Research teilt sich in zwei konstitutive Elemente: Das Design der Intervention, d.h., den Lernanlass, wie beispielsweise ein Arbeitsblatt in der Schule, und die Wirkungsanalyse der Intervention. Ziel ist es einerseits, auf ein Lernziel hin funktionierende Interventionen zu designen und über die Analyse mittels qualitativer Forschungsmethodik strukturelle Bedingungen für die Funktionalität der Intervention zu erforschen.Mit Denis spreche ich auch über den Umgang mit Normativität in Educational Design Research und wie der iterative Prozess auch ihm als Dozent an der Uni Wien viel zu seiner eigenen Professionalisierung beigetragen hat. Denis könnt ihr auf seiner Website www.denisweger.com erreichen. Schaut auf der Website www.methodenkoffer.info nach, wenn ihr Denis Dissertation lesen möchtet. Wir verlinken sie, sobald sie Open Access im Sommer 2024 erschienen ist.
59:45 11/12/23
Folge 35: Über die Methodenausbildung in der Sozialwissenschaft
Welchen Weg gehen Studierende in der sozialwissenschaftlichen Methodenausbildung? Wie sieht eine gute Lernumgebung aus und welche Bedingungen helfen, die Komplexität (qualitativer) Methoden zu verstehen? Die Studierenden Joris Furrer, Yanis Senn, Moritz Bieder und Michael Straumann von der Uni Zürich erklären uns in dieser Folge, welche Erfahrungen sie im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit und dem zugehörigen Methodenseminar gemacht haben. Gemeinsam mit ihrem Dozenten Christian Ewert arbeiten wir in dieser Folge konkrete Hinweise für die sozialwissenschaftliche Methodenausbildung heraus, die ihr, liebe Dozent:innen sofort und einfach umsetzen könnt, um eure Lehre noch ein bisschen besser zu machen. Wir freuen uns auf euer Feedback zu den Vorschlägen und weitergehenden Diskussionen zur Methodenausbildung unter www.methodenkoffer.info an mich, Barbara, oder an Christian Ewert unter www.ewert.ch!
64:03 8/14/23
Folge 34: Digitalisierung empirischer Sozialforschung
Wie können und sollten wir empirische Sozialforschung digitalisieren? Eine große, aber immer wichtiger werdende Frage. Bisher wird Digitalisierung in der Sozialforschung eher für die Datenerhebung, weniger für den gesamten Forschungsprozess besprochen. Die Corona-Pandemie hat allerdings viele Forscher:innen dazu gezwungen, stärker digital zu arbeiten - mit welchem Ausgang? Was hat gut funktioniert, was nicht? Was ist empfehlenswert und sollte auch nach der Pandemie beibehalten werden, was nicht?Der Gast dieser Folge, Nina Weimann-Sandig, musste in der eigenen Forschung Erfahrungen in der digitalen Datenerhebung sammeln und hat diese in den letzten Jahren für den gesamten Forschungsprozess weiter ausgebaut. In Kombination mit partizipativer Gestaltung der Forschung ergeben sich für sie sehr interessante Chancen der Digitalisierung, die sie in dieser Folge mit euch teilen möchte. Beginnend mit anderen Interviewsituationen bis zur Einbindung von KI, wie ChatGPT sprechen wir mit Nina über auch über die Relevanz der eigenen Reflexion. Die Fähigkeit kritisch zu denken wird aus Sicht von Nina nochmal sehr wichtig. In der Folge nehmen wir Bezug auf Folge 32, hier könnt ihr sie nachhören: https://open.spotify.com/episode/7bChqiVKzOHyZRFATlGiN5Nina Weimann-Sandig könnt ihr über die Website der EHS kontaktieren: https://ehs-dresden.de/index.php?id=606&username=Nina.Weimann-SandigMehr rund um das Projekt Methoden:Koffer, weitere Folgen und wie ihr selbst mitmachen könnt, unter www.methodenkoffer.info. Wir freuen uns immer über Feedback!
66:28 5/30/23
Folge 33: How to: Agiles Arbeiten in der Wissenschaft
Agilität ist ein Organisationsprinzip, das aus vielen Unternehmen heute nicht mehr wegzudenken ist. Unternehmen wollen flexibel sein und auf Änderungen reagieren, weil sie sich dem steten Wandel anpassen wollen. Obwohl agiles Arbeiten auf den Grundsätzen wissenschaftlichen Denkens aufbaut, spielt es als Arbeitsmethode kaum eine Rolle in der Wissenschaft. Agilität bedeutet, auf Basis qualitativer und quantitativer Daten Hypothesen aufzustellen, iterativ zu prüfen und im Zweifel abzulehnen, um den Weg zum Ziel neu auszurichten – typisch kritisch-rationalistisch also, Karl Popper und der Falsifikationimus lassen grüßen!Swantje Schimer hat mit ihren Kolleg:innen das Experiment gewagt, und Scrum (eine der bekanntesten agilen Arbeitsmethoden) als Managementprinzip für ihr Dissertationsprojekt angewendet. In dieser Folge erzählt sie uns, wie sie Scrum angewendet hat, welche Herausforderungen sie dabei meistern musste und vor allem, weshalb sie glaubt, dass es der Universität sehr guttun würde, wenn agile Methoden stärker Einzug hielten. Swantje Schirmer könnt ihr über die Website des GIGA erreichen. Mehr Infos zu den Gästen, zum Podcast und dazugehöriger Literatur findet ihr unter www.methodenkoffer.info.
67:34 4/12/23
Folge 32: Anonymisierung von Forschungsdaten
Die Anonymisierung von Forschungsdaten ist Bestandteil der Ausbildung von empirisch Forschenden. In Auseinandersetzung mit den eigenen Forschungstätigkeiten haben Cosima Werner und Frank Meyer gemerkt, dass diese Ausbildung neue technische und rechtliche Entwicklungen bedenken muss. Vor allem die Digitalisierung mit ihrer zunehmenden Datenproduktion und die Möglichkeit, Personen-Daten miteinander zu kombinieren, erhöhen das Risiko der Identifizierung von Forschungsteilnehmenden. Frank und Cosima sagen deshalb, dass die Wissenschafts-Community die Veränderungen reflektieren und ihre Anonymisierungsstrategien anpassen muss. In dieser Folge sprechen Cosima und Frank über verschiedene Techniken, pragmatische Lösungen, Fälle mit weitreichenden Folgen und den Aufgaben, die den empirischen Wissenschaften zukommen. Frank könnt ihr auf der Website der TU Dresden finden, Cosimas Email findet ihr auf der Seite der Uni Kiel. Mehr Infos zu den Gästen, deren Veröffentlichungen und zum Podcast unter www.methodenkoffer.info! Musik von meinem Kumpel Kasdame (Spotify).
63:27 4/11/23
Folge 31: Mit Wissen über sich selbst Klassismus erforschen - die reflexive Grounded Theory
Wir leben in einer Klassengesellschaft. Aber was bedeutet das konkret. Unser heutiger Gesprächspartner Philipp Schäfer erzählt, wie er in seiner Dissertation der Frage im Feld der Sozialen Arbeit nachgeht. Dabei stellt sich die Schwierigkeit, dass Philipp nicht außerhalb der Klassengesellschaft steht und folglich seine eigene Position reflektieren muss. Die Herausforderungen, die sich dadurch auf methodischer und auf theoretischer Ebene gestellt und welche Lösungen in dem Prozess bisher geholfen haben, könnt ihr in dieser Folge nachhören.Falls ihr Fragen dazu habt könnt ihr Philipp gerne via researchgate kontaktieren. Die erwähnte Literatur ist so umfangreich, dass ich sie euch auf der Website www.methodenkoffer.info hinterlegt habe. Ich freue mich auch auf euer Feedback zu dieser Folge oder eure Mail mit der Nachricht, dass ihr der nächste Gast sein wollt! Alles dazu auf www.methodenkoffer.info.
77:39 1/18/23
Folge 30: Längsschnittstudien, oder wozu Social Media in der Forschung nützt
Alexander Parchow von der FH Münster berichtet in dieser Podcastfolge von seinen Erfahrungen, die er in einer Längsschnittstudie zu den Auswirkungen von Heimerziehung gemacht hat. Er erzählt uns von den Herausforderungen, die auf Grund des langen Zeitraums in Sachen Sampling auf Längsschnittstudien-Forscher:innen zukommen und wie er Social Media einsetzt, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Alexander berichtet neben vielen technischen und methodischen Fragen auch, wie er angesichts der schieren Datenmengen, die im Laufe der Längsschnittstudie erhoben werden, eine Entscheidung für eine Auswertungsmethode getroffen hat. Alexander gibt uns aber vor allem viele Tipps an die Hand, wie seine Längsschnittstudie gelungen ist - gerne nachmachen! Alexander Parchow könnt ihr gerne kontaktieren, wenn ihr weitere Fragen zu Längsschnittstudien habt. Ihr findet ihn u.a. auf Linkedin.Wenn euch die Podcastfolge gefallen hat, schaut doch auch mal auf www.methodenkoffer.info vorbei und informiert euch über die anderen 29 Folgen. Dort könnt ihr auch nachschauen, wie ihr selbst Gast werden könnt. Ich freue mich auf euer Feedback!
63:50 12/23/22
Folge 29: Datenschätze heben mit quantitativer Textanalyse und KI
Manchmal können wir Forschungsfragen nicht bearbeiten, weil uns Daten fehlen. Gerade in quantitativer Forschung ist die Abhängigkeit von Sekundärdaten hoch. Lukas Kriesch von der Universität Gießen hat deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem er aus dem gigantischen World Wide Web Datenschätze heben kann. Wir sprechen darüber, wie er die quantitative Textanalyse-Verfahren um künstliche Intelligenz erweitert, um kontextualisierte Daten zu generieren.Lukas freut sich, wenn ihr mir ihm darüber diskutieren wollt, oder Ideen zur Kooperation habt! Ihr könnt ihn via Website der Uni Gießen kontaktieren: https://www.uni-giessen.de/fbz/fb07/fachgebiete/geographie/arbeitsgruppen/wirtschaft/mitarbeiter/krieschIch freue mich auch auf euer Feedback zu dieser Folge oder eure Mail mit der Nachricht, dass ihr der nächste Gast sein wollt! Alles dazu auf www.methodenkoffer.info
51:31 10/27/22
Folge 28: PhD Confessions
Wie erleben Doktorand:innen und Betreuende ihre gemeinsame Zeit? Darüber berichten die Autor:innen im Buch "PhD Confessions", herausgegeben von Lea Heyne und Christian Ewert. Mit beiden spreche ich im Podcast darüber, warum es ein solches Buch braucht und welche Erfahrungen sie mit dem Sammeln von Geschichten über die Doktoratszeit gemacht haben. Das Buch findet ihr im Open Access im Eigenverlag des Democracy Net: https://democracynet.eu/phd_confessions/Lea und Christian fordern euch dazu auf, eure Doktorats- oder Betreuungsgeschichten zu teilen und freuen sich, wenn ihr euch bei ihnen meldet. Lea Heyne könnt ihr unter ihrem Uni-Profil erreichen https://www.ics.ulisboa.pt/en/pessoa/lea-heyne, Christian könnt ihr über seine Website finden https://www.ewert.ch/aus_deiner_hand/Auch ich freue mich, wenn ihr eure Forschungsgeschichte im Podcast Methoden:Koffer erzählen möchtet! Alle Infos findet ihr auf www.methodenkoffer.info. Musik von Kasdame, meinem Kumpel, der nicht mehr auf Spotify ist.
46:48 10/18/22
Folge 27: Was bedeutet wissenschaftliches Arbeiten?
In dieser Folge spreche ich mit Andrea Klein über ihr Herzensprojekt: Wissenschaftliches Arbeiten. Andrea ist Dozentin, Coach und Autorin zu diesem Thema und berät Hochschulen unter anderem dabei, wie sie Lehre zu wissenschaftlichem Arbeiten in ihren Curricula verankern können. Bislang ist in der deutschen Hochschullandschaft jedoch keineswegs festgeschrieben, welche Skills wissenschaftliches Arbeiten eigentlich ausmachen. Somit fehlt Hochschulen, Lehrenden und Studierenden oft eine Orientierung, welche Fähigkeiten sich Studierende und junge Forschende im Laufe der Zeit aneignen sollten, um verlässlich wissenschaftlich arbeiten zu können. Um dies zu ändern, haben Andrea und ihre Kolleg:innen nun einen "Referenzrahmen wissenschaftliches Arbeiten" (WISAR) entwickelt, der allen Stakeholdern Transparenz, Selbstüberprüfungsmöglichkeiten bieten und gezieltes Lernen ermöglichen soll. Ich spreche mit Andrea über ihren Referenzrahmen, was er beinhaltet, wie er genutzt werden kann und vor allem: warum er so dringend benötigt wird. Schaut unbedingt auf der Website http://parw-in.de/referenzrahmen-wisar/ vorbei: Dort könnt ihr einen ersten Einblick in den Referenzrahmen bekommen und auch das Team um den Referenzrahmen kontaktieren! Mehr zum Podcast und zur Möglichkeit, mitzumachen: www.methodenkoffer.info. Musik von Kasdame.
57:52 9/16/22
Folge 26: Praxis erforschen mit der ethnomethodologisch geprägten Ethnographie
Thomas Scheffer von der Goethe Universität Frankfurt lässt uns in dieser Folge an seiner Forschungsgeschichte über Ethnographie teilhaben. Er zeigt, wie man mit der ethnomethodologische geprägten Ethnographie verstehen lernen kann, wie im deutschen Parlament politische Positionen entstehen. Ethnomethodologische Ansätze eignen sich insbesondere, wenn man verstehen möchte, mit welchen Methoden Menschen alltägliche Interaktionen vollziehen. In Thomas' Projekt, auf welche Art und Weise Abgeordnete im Alltag agieren und interagieren, um ein Programmpapier und letztlich politische Positionen zur ländlichen Entwicklung zu erzeugen.Thomas erklärt sehr verständlich, wie die Beobachtung im Feld funktioniert, welche Schwierigkeiten auftreten können und wie man sie pragmatisch löst. Er gibt praktische Tipps, wie man die Datenflut einer Ethnographie schon bei der Erhebung beherrschten lernt. Thomas erläutert euch außerdem, wie er seine ethnographischen Daten mit der transsequenziellen Analyse auswertet, um auf die Phasen des Entstehungsprozesses fokussieren zu können. Diese Folge ist für alle, die Ethnomethodologie, Ethnographie und deren praktische Umsetzung besser verstehen lernen wollen! Wenn ihr Thomas kontaktieren wollt, besucht seine Seite der Universität Frankfurt: https://www.fb03.uni-frankfurt.de/43944511/homeMehr zum Podcast und zur Möglichkeit, mitzumachen: www.methodenkoffer.infoMusik von meinem Kumpel Kasdame.
68:34 3/11/22
Folge 25: Dreamteam Objektive Hermeneutik & Sequenzanalyse
Lena Dreier, assoziierte Mitarbeiterin der Kollegforschungsgruppe "Multiple Secularities" an der Uni Leipzig, klärt uns in dieser Folge über die objektive Hermeneutik auf. Sie zieht die objektive Hermeneutik als Paradigma heran, um zu erforschen, wie Studierende der islamischen Theologie ihr Studium selbst begreifen und erleben. Die Stärke der objektiv-hermeneutischen Perspektive ist es dabei, persistente Bedeutungsstrukturen zu rekonstruieren, die das Handeln und Erleben der Studierenden mitbestimmen. Mit Hilfe dieses Paradigmas kann Lena überzeugend erklären, dass auch Forscher:innen Phänomene erforschen können, die nicht unmittelbar ihrem eigenen Erfahrungshintergrund entsprechen - wenn die Forscherin z.B. keine muslimische Studentin der islamischen Theologie ist. Da die objektive Hermeneutik jedoch keine Methode an sich darstellt, hat Lena zur Interpretation ihrer Daten die Sequenzanalyse genutzt. Schon mal gehört? Klar, haben wir auch in zwei Podcastfolgen (9 & 24 ) schon einmal kurz angeschnitten - In dieser Folge lüftet Lena endlich das Geheimnis und erklärt, wie die Sequenzanalyse funktioniert! Hört rein, wenn ihr wissen wollt, warum die Sequenzanalyse und die objektive Hermeneutik ein echtes Dreamteam sind! Für mehr Infos zum Podcast, der Möglichkeit, mitzumachen und weiteren Infos zu den Gästen, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei! Musik vom meinem Kumpel kasdame, der sein Spotify-Profil gelöscht hat >:-)>
54:31 1/13/22
Folge 24: Neues entdecken mit der Grounded Theory
Julia Böcker von der Universität Lüneburg erzählt uns, wie sie in ihrem Grounded Theory-Projekt eine Theorie zu Verlusterfahrung bei Fehlgeburt und Stillgeburt erarbeitet hat. Die Grounded Theory als "Forschungsstil" setzt sich zum Ziel, ganz tief in das Datenmaterial einzusteigen und daraus generalisierbare Theorien zu generieren. Das gelingt ihr, indem sie sowohl beim Sampling als auch bei der Analyse den zirkulären Prozess sehr ernst nimmt: Auf Basis des aktuellen Wissensstands wird immer wieder kritisch geprüft, welche Fälle einerseits zum Vergleich, andererseits zur Kontrastierung der bisherigen Analyseergebnisse herangezogen werden müssen. Gleichzeitig prüft Julia während der Daten-Interpretation immer wieder, ob ihre bis dato aufgestellten Hypothesen innerhalb des einzelnen Dokuments und auch über andere Datensorten hinweg standhalten können. Julias Geschichte zeigt, dass die - ehrlich gesagt, manchmal abschreckende - Offenheit der Grounded Theory sehr nützlich ist, um insbesondere neu aufkommende oder unbeforschte Phänomene zu struktieren und grundlegend besser zu verstehen.Für Feedback, Kontakt und Infos, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei! Musik von meinem Kumpel Kasdame, der leider sein Spotify-Profil gelöscht hat >:-)>.
62:21 12/16/21
Folge 23: Quantitative Metastudien, oder: Der Hypothesentest
Mit Eva Markowsky (Uni Hamburg), die ihr schon aus der Folge 16 zu Ökonomie und Kultur kennt, bespreche ich das Thema quantitative Metastudien. Eva erklärt am Beispiel ihrer Forschung zum Thema Geschlechterunterschiede in der Wettbewerbsneigung, wie man mittels quantitativer Metastudie herausfinden kann, zu welchem Grad Aussagen einzelner quantitativer Studien verallgemeinerbar sind: Dass Männer generell lieber den Wettbewerb suchten, Frauen sich davor eher scheuten. Eva zeigt mittels eines quantitativen Vergleichs aller bisherigen ökonomisch-experimentellen Studien aus der ganzen Welt, dass diese Hypothese nur eingeschränkt gültig ist. Sie ermittelt, dass Männer und Frauen kaum unterschiedliche Wettbewerbsneigung aufweisen. Wird dieser Unterschied zwischen Männern und Frauen dennoch in einer Studie gefunden, so kann er eher auf Kontextvariablen der einzelnen Studien zurückgeführt werden als auf die Variablen Frau/ Mann. Die quantitative Metastudie kann also Studienergebnisse über verschiedene Kontexte hinweg vergleichen und - über den unmittelbaren Kontext der Primärstudien hinaus - neue Erkenntnisse über vermutete Zusammenhänge liefern. Damit folgt Eva Markowskys quantitative Metastudie dem Prinzip des kritischen Rationalismus': Sie testet eine bestehende Hypothese auf ihre Gültigkeit. Ihre Prüfung zeigt: Die Hypothese muss in verschiedenen Kontexten eingeschränkt werden. In dieser Folge erfahrt ihr, wie man nun mit einer getesteten Hypothese umgeht! Wenn ihr euch noch einmal genau anschauen wollt, was der kritische Rationalismus ist, schaut in mein Lernvideo zum Thema Wissenschaftstheorie rein: www.methodenkoffer.info. Hier findet ihr auch mehr Infos zum Podcast, für Feedback und der Möglichkeit, mitzumachen! Musik von meinem Kumpel Kasdame, der leider sein Spotify-Profil gelöscht hat >:-)>
59:26 12/1/21
Folge 22: Identitäten mit dem Aktiven Szenischen Interview erforschen
Monika Susanne Börner (Uni Witten-Herdecke) führt die systemische Aufstellungsarbeit in die qualitative Sozialforschung ein und nennt ihr Verfahren Aktives Szenisches Interview. In dieser Folge sprechen wir darüber, welch großes Potential therapeutische Methoden für die Datenerhebung in der Sozialforschung haben: Monika erforscht in ihrem Projekt, welchen Einfluss verschiedene Identitäten passiver Gesellschafter:innen bei der Entscheidungsfindung für ihr Unternehmen haben. Passive Gesellschafter:innen meint Anteilseigner:innen an Familienunternehmen, die nicht am operativen Geschäft beteiligt sind und deshalb nicht den selben guten Einblick in das Unternehmen haben wie aktive Gesellschafter:innen. Monika ist an diesem Thema wegen ihrer eigenen Biographie als Gesellschafterin interessiert - wir sprechen also auch darüber, welche Pros und Cons es bei der Erforschung der eigenen Peer Group gibt. Monika gelingt es, mit der Systemischen Aufstellungsarbeit, die aus der Familientherapie stammt, eine neue Dimension der Identität zu greifen: Ihr Aktives Szenisches Interview fokussiert auf Emotionen der Gesellschafter:innen in Bezug auf ihre Identitäten im System Familie und Unternehmen - und erfasst somit einen wichtigen, in z.B. narrativen Interviews kaum greifbaren Einfluss auf die Entscheidungsfindung. Wie genau, das erfahrt ihr in dieser Folge! Wie ihr mit Monika in Austausch gehen könnt, erfahrt ihr unter www.methodenkoffer.info, sie freut sich auf eure Nachrichten! Musik von meinem Kumpel Kasdame, der leider sein Spotify-Profil gelöscht hat >:-)>.
66:08 11/12/21
Folge 21: Gewusst, wie - Mit dem Integrativen Basisverfahren!
Helga Leineweber von der Deutschen Sporthochschule Köln macht uns in dieser Folge das Integrative Basisverfahren schmackhaft. Helga berichtet, wie sie das Integrative Basisverfahren konkret angewendet hat, um die Professionalisierung von Lehrkäften für den inklusiven Sportunterricht zu untersuchen. In einer vorgelagerten Inhaltsanalyse hat Helga in ihren qualitativen Interviews Krisen und Kristallisationspunkte ermittelt, die eine Professionalisierung der Lehrkräfte in Bezug auf Inklusion anstoßen. Aber erst mit dem angeschlossenen Integrativen Basisverfahren auf sprachlicher Ebene ist es ihr gelungen, herauszuarbeiten, wie sich die einzelnen Lehrkräfte zu diesen Krisen und Kristallisationspunkten, also den Inhalten, verhalten: Wie sie zum Beispiel ihre eigene Rolle und die der Schüler:innen verstehen, oder wie sie das Lehrer:innen-Schüler:innenverhältnis im besonderen Moment des inklusiven Sportunterrichts konstruieren. Damit liefert Helga ein wichtiges Ergebnis für die Lehrer:innen(fort)bildung: Sie konnte Best Practices herausarbeiten, die nicht nur inhaltlich, sondern auch beim Rollenverständnis der Lehrkräfte ansetzen. In einer bald online gehenden Datenbank macht sie Best Practices der Lehrer:innen zu gelingendem inklusiven Sportunterricht für alle zugänglich - wir informieren euch hier, sobald ihr darauf zugreifen könnt! Außerdem: Wenn ihr schon einmal den Begriffen pragmatische, syntaktische und semantische Analyse sowie Agentivierung und Positionierung begegnet seid, aber nicht genau wisst, was das ist und wie man sie verwendet: Helga klärt euch in dieser Folge sehr verständlich über die wesentlichen Analyseschritte im Integrativen Basisverfahren auf! Mehr zum Podcast und der Mölglichkeit, mitzumachen, findet ihr auf www.methodenkoffer.info! Musik von meinem Kumpel Kasdame, der leider sein Spotify-Profil gelöscht hat >:-)>.
67:52 11/8/21
Folge 20: Bildanalyse ist Gesellschaftsanalyse!
Ich spreche mit Jeannine Wintzer von der Universität Bern über ihren Ansatz der Bildanalyse. Sie beschreibt uns anschaulich, wie Bilder dazu beitragen, das Selbsverständnis einer gesellschaftlichen Gruppe oder einer Nation zu festigen oder gar herzustellen. Dazu nimmt Jeannine uns mit in ihre kritische Analyse von Wahlplakaten der rechtsgerichteten Schweizerischen Volkspartei (die Bilder, die sie analysiert hat, haben wir euch auf www.methodenkoffer.info verlinkt). Jeannine erklärt uns dabei Schritt für Schritt, welchen Analyseweg sie gegangen ist. Sie betont, dass die "Verlangsamung" (nach Jan Kruse) in der Bildanalyse für sie ein wichtiges Element ist, um ihre Analysen für uns alle nachvollziehbar zu machen.Wenn ihr lernen wollt, wie die Bildanalyse funktioniert und auch, was wissenschaftstheoretisch dahintersteckt: Das ist eure Folge!Jeannine Wintzer könnt ihr über die Website der Uni Bern kontaktieren: https://www.geography.unibe.ch/ueber_uns/personen/dr_wintzer_jeannine/index_ger.html#pane718666. Außerdem ist sie Sprecherin des Arbeitskreises Qualitative Methoden in der Geographie und der raumsensiblen Sozial- und Kulturforschung. Schaut auf der Website vorbei, wenn ihr Teil der Qualitativen Methoden-Community werden wollt! https://www.qualitative-methoden.giub.unibe.ch/Mehr zum Podcast Methoden:Koffer auf www.methodenkoffer.info!Musik von meinem Kumpel Kasdame, der sein Spotify-Profil gelöscht hat >:-)
60:39 10/31/21
Folge 19: Gedankenexperimente mit der kontrafaktischen Analyse (Kausalität II)
Johannes Nagel (Uni Bielefeld) war erneut zu Gast! In der vorherigen Folge zur Kausalität in der Geistes- und Sozialwissenschaft konnte er so viele spannende Methoden nur anschneiden - da gibt es also einiges nachzuholen! Ich habe deshalb Johannes gebeten, uns seine Forschungsgeschichte zu einer konkreten, besonders interessanten Methode zu erzählen: der kontrafaktischen Analyse. Die kontrafaktische Analyse ist eine Art Gedankenexperiment auf Basis empirischer Daten. Man möchte erstmal meinen, dass Gedankenexperimente nur etwas für Philosoph:innen sind - weit gefehlt! Johannes erklärt, dass das Prinzip des Gedankenexperiments viel häufiger in unseren empirischen Analysen mitschwingt, als wir denken! Mit der kontrafaktischen Analyse können wir alternative Szenarien ausschließen. Diese Ausschlüsse führen dazu, empirische Ereignisse als tatsächlich ursächlich für ein historisches Phänomen annehmen zu können - wie genau, dazu mehr in dieser Folge! Ihr merkt, dass die kontrafaktische Analyse dem Prinzip der Falsifizierung im kritischen Rationalismus folgt. Wenn ihr nochmal nachschauen wollt, was genau das ist, schaut in mein Video zur Wissenschaftstheorie rein. Johannes und ich werfen außerdem komplizierte Begriffe ein, die in der Wissenschaftstheorie und der kontrafaktischen Analyse wichtig sind: Die INUS-Bedingung, die notwendige und hinreichende Bedingung. Keine Sorge, wir erklären euch die Begriffe in dieser Folge - hier könnt ihr also mit uns über Grundbegriffe wissenschaftlicher Methodik nachdenken! Auf twitter unter @jnagel1899 könnt ihr Johannes' Tweets rund um die Wissenschaft und dem Methoden:Koffer unter @MethodenK folgen! Wenn ihr mehr über den Podcast und die Möglichkeit, mitzumachen, erfahren wollt, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei! Dort findet ihr auch Johannes' Literaturhinweise. Musik von meinem Kumpel Kasdame, der inzwischen seinen Namen geändert hat - Verlinkung zum neuen Projekt kommt in den nächsten Folgen ;).
64:46 9/17/21
Folge 18: Was bedeutet Kausalität in der Sozial- und Geisteswissenschaft? Methodische Annäherung mit der historischen Kausalanalyse
In dieser Folge machen wir einen Ausflug in die Grenzbereiche zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften: Johannes Nagel, Geschichtswissenschaftler an der Universität Bielefeld erklärt uns, dass die Methoden von Historiker:innen gar nicht weit weg sind von der Funktionsweise sozialwissenschaftlicher Methoden.Am Beispiel seiner Forschung zur Militärgeschichte der USA während der globalen Transformation 1865-1905 erläutert uns Johannes den methodischen Ansatz, für den er sich stark macht: die historische Kausalanalyse. Manche von euch mögen nun aufhorchen: "Sind gesellschaftliche Phänomene für die Identifikation kausaler Ursachen nicht viel zu komplex?"Diese Frage besprechen Johannes und ich deshalb für euch in dieser Folge - und merken, dass der Kausalitätsbegriff in den Sozial- und Geisteswissenschaften andere Voraussetzungen hat als in den Naturwissenschaften. Bei Johannes' Ausführungen wird schnell klar: Wir können insbesondere durch interdisziplinäre Betrachtungen sehr viel über das Wesen der Kausalität lernen! Über Johannes Nagel und seinen Forschungsbereich und Kontaktmöglichkeiten könnt ihr mehr auf der Website der Universität Bielefeld erfahren: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/soziologie/forschung/worldpolitics/people/researchers/first-cohort/nagel/. Auf twitter unter @jnagel1899 könnt ihr seinen tweets rund um die Wissenschaft folgen!Johannes' Literaturtipps für euch:Lorenz, C. (1997): Konstruktion der Vergangenheit. Eine Einführung in die Geschichtstheorie. Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag.Hausmann, T. (1991): Erklären und Verstehen. Zur Theorie und Pragmatik in der Geschichtswissenschaft. Berlin: Suhrkamp.Weber, M. (1922) : Objektive Möglichkeit und adäquate Verursachung in der historischen Kausalbetrachtung. In: Weber, M: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Tübingen: Mohr-Verlag.Weber, M. (1922): Zur Objektivität sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis. In: Weber, M: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Tübingen: Mohr-Verlag.Musik von Kasdame. Mehr Infos unter www.methodenkoffer.info
59:48 8/19/21
Folge 17: Wie entstehen Musik-Genres? Die Netzwerkanalyse zeigt es euch!
Benjamin Klement, Wirtschaftsgeograph am Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW), erzählt uns in dieser Folge, was eine Netzwerkanalyse so kann: Er erklärt uns, wie er mit Hilfe der Netzwerkanalyse herausgearbeitet hat, nach welchen Mustern Musik-Genres aus "Eltern-Genres" in verschiedenen Städten der Welt entstehen. Zentralitätsmaße, relatedness, betweenness und closeness sind danach keine Fremdwörter mehr für euch!Wir diskutieren dabei auch, welche Rolle das Vorwissen von quantitativ Forschenden bei der Dateninterpretation spielt. Ihr merkt schnell, dass Benjamin auch ein richtiger Musik-Experte ist und dass er dieses Wissen gezielt eingesetzt hat.Benjamin Klement könnt ihr über die Website des IMW erreichen: https://www.imw.fraunhofer.de/de/forschung/innovationspolitik/team/Benjamin_Klement.htmlFür mehr Infos zu diesem Podcast und der Möglichkeit, mitzumachen, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei!Musik von Kasdame, hier findet ihr seine anderen, elektronischen Kompositionen: https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
72:01 7/6/21
Folge 16: Ökonomie und Kultur: Wie kann quantitative Forschung den Einfluss von Kultur fassen?
Die beiden Ökonominnen Luise Goerges von der Universität Lüneburg und Eva Markowsky von der Universität Hamburg erzählen in dieser Folge, wie sie den Einfluss von Kultur auf die Arbeitsaufnahme von Frauen im deutschen Arbeitsmarkt mit quantitativen Methoden erforschen. Besonders spanned dabei: Sie erzählen, wie sie mit ihren Daten eine etablierte Theorie hinterfragen, die Forschungsmethode anpassen und die Theorie verfeinern mussten. Eva und Luise sind auch in der Wissenschaftskommunikation aktiv: In ihrem Podcast "Herzkopfen" (https://herzkopfen.blogs.uni-hamburg.de/) bereiten sie für euch aktuelle sozialwissenschaftliche Forschungsergebnisse so auf, dass ihr sie einfach verstehen könnt. Gute Ergänzung zu diesem Podcast über Methoden, oder? Wenn ihr Luise und Eva kontaktieren wollt, weil ihr Fragen zu ihrer Forschung oder ihrem Podcast habt, könnt ihr sie auch auf twitter @herzkopft und Instagram https://www.instagram.com/herzkopfen/ erreichen! Für mehr Infos zu diesem Podcast und der Möglichkeit, mitzumachen, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei!Musik von Kasdame, hier findet ihr seine anderen, elektronischen Kompositionen: https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
67:59 6/21/21
Folge 15: Qualitative Metastudien, oder: wie identifiziere ich eine Forschungslücke?
In der quantitativen Forschung wohl bekannt, in der qualitativen Forschung nicht ganz so üblich: Kai Wortmann von der Uni Tübingen erzählt uns heute, welche Bedeutung qualitative Meta-Analysen für das Wissenschaftssystem haben. Es wird deutlich, dass qualitative Meta-Analysen eine Ressourcenfrage sind - der Menge an Daten geschuldet, die wir mittlerweile in der Forschung produzieren. Wir diskutieren, wann und in welchem Zusammenhang qualitative Metaanalysen besonders sinnvoll sind und wann sie gegebenenfalls die vorhandenen Ressourcen überfodern. Was uns auch umtreibt: Welchen Stellenwert haben Vergleiche in der qualitativen Forschung, die davon ausgeht, multiple Perspektiven zu rekonstruieren?Kai Wortmann könnt ihr über die Website der Uni Tübingen kontaktieren:https://uni-tuebingen.academia.edu/KaiWortmann Außerdem findet ihr ihn auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kai-wortmann-8b922b1bb/Für mehr Infos zum Podcast und der Möglichkeit, mitzumachen, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei!Musik von Kasdame, hier findet ihr seine anderen, elektronischen Kompositionen: https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
68:35 6/2/21
Folge 14: Forschungsethik - welche Verantwortung tragen wir beim Forschen?
Zusammen mit Leonie Tuitjer der Leibniz Universität Hannover gehe ich in dieser Folge der Frage nach, was Forschungsethik in den Sozialwissenschaften ist. Leonie kann auf eine intensive Feldforschung mit marginalisierten Gruppen zum Thema städtischer Klimamigration in Bangkok zurückblicken. Anhand dieser Erfahrungen erklärt sie uns, welchen ethischen Herausforderungen Sozialwissenschaftler:innen im Feld begegnen können und wie und warum man mit ihnen verantwortungsvoll umgehen muss. Da Leonie Tuitjer ihre Dissertation an der englischen Universität Durham verfasst hat, kann sie uns auch erklären, welche Unterschiedes es im Umgang mit Forschungsethik seitens der beiden Wissenschaftslandschaften gibt.Kontaktieren könnt ihr Leonie Tuitjer über ihr Profil bei der Leibniz Universität Hannover: https://www.iwkg.uni-hannover.de/de/leonie-tuitjer/ Für mehr Infos zum Podcast und der Möglichkeit, mitzumachen, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei!Musik von Kasdame, hier findet ihr seine anderen, elektronischen Kompositionen:https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
65:38 5/20/21
Folge 13: Arbeiten im Sicherheitslabor, und: wie man Corona auf den Pelz rückt
In dieser Folge können wir Sozialwissenschaftler:innen mal über unseren Tellerrand schauen! Von meiner Schwester Ruth lassen wir uns erzählen, wie es ist, im Sicherheitslabor zu arbeiten. Ruth Heindl ist Virologin an der Universität Marburg, eine von nur vier Einrichtungen in Deutschland, die über ein Hochsicherheitslabor der Stufe 4 verfügen.Kleiner Input zur Funktionsweise des Corona-Virus gefällig? Kriegt ihr auch in dieser Folge! Ruth erklärt uns anhand ihrer Forschung im Sicherheitslabor der Stufe 3 sehr anschaulich, wie sich das Corona-Virus seinen Weg in die Wirtszelle bahnt und sich somit im Körper überhaupt erst vermehren kann.Für mehr Infos zum Podcast und der Möglichkeit, mitzumachen, schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei!Musik von Kasdame, hier findet ihr seine anderen, elektronischen Kompositionen:https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
60:31 5/17/21
Folge 12: Grounded Theory & Dokumentarische Methode - wo liegt der Unterschied?
Diese Folge hat es in sich: Mit Marvin Giehl von der TU Dortmund spreche ich über zwei Forschungsmethoden, die Gründe für seine Entscheidung für die eine, sowie Präkonzepte von Forschenden und Reflexivität im Forschungsprozess! Anhand seiner Forschung zu Biographien, die zu Vegetarismus und Veganismus führen, erklärt euch Marvin den Unterschied zwischen den beiden großen Analysemethoden, der Grounded Theory und der Dokumentarischen Methode. Dabei widmen wir uns dann auch zwei sehr wichtigen Grundsätzen der qualitativen Forschung: den Präkonzepten, die wir auf Grund unserer eigenen Biographie von Forschungsgegenständen haben; und die Reflexion, die maßgeblich ist, um unsere Präkonzepte und Ergebnisse transparent zu machen!Warum das alles nötig ist? Hört rein, wenn Marvin euch ganz einfach und anschaulich erklärt, was die Grounded Theory von der Dokumentarischen Methode unterscheiden und warum im Forschungsprozess ständig über die eigene Rolle reflektiert werden sollte!Marvin Giehls Kontaktdaten findet ihr auf seinem Profil der TU Dortmund: https://iaeb.ep.tu-dortmund.de/marvin-giehl/Mehr Infos findet ihr auf www.methodenkoffer.info.Wollt ihr eure Forschungsgeschichte selbst einmal erzählen? Meldet euch unter podcastmethodenkoffer@gmail.com! Wir freuen uns auf euch! Musik von Kasdame. Hört euch seine geniale elektronische Musik auf Spotify an:https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
66:01 5/10/21
Folge 11: Psychologie und Sozialwissenschaften - wie geht das zusammen?
Teil II der Reihe "Wie geht das zusammen?"! Psychologie und Sozialwissenschaften haben eigentlich dasselbe Ziel: Das Handeln von Menschen zu ergründen und zu erklären. Warum gibt es dann die zwei unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen? Die Umweltpsychologin und Sozialwissenschaftlerin Lydia Heilen von der Leibniz Universität Hannover geht mit mir der Frage nach, was Psychologie und Sozialwissenschaften trennt - aber auch: wo die Grenzen verschwimmen. Wir resümieren: Die Psychologie interessiert sich insbesondere für die Vorhersagbarkeit des Handelns einzelner Individuen. Das hat sie mit der quantitativen Sozialforschung gemein. Die konstruktivistische, qualitative Sozialwissenschaft hingegen beschäftigt sich damit, wie Menschen kollektiv gesellschaftliche Phänomene hervorbringen und was diese für das Selbstverständnis einzelner Menschen bedeuten. Da wir viel über die Sustainable Development Goals der UN gesprochen haben, hier nochmal der Link zur UN-Website für euch zum Nachlesen: https://sdgs.un.org/goalsLydia Heilen könnt ihr über ihr Profil bei der Leibniz Universität Hannover kontaktieren: https://www.idn.uni-hannover.de/de/heilen/ Mehr Infos findet ihr auf www.methodenkoffer.info.Wollt ihr eure Forschungsgeschichte selbst einmal erzählen? Meldet euch unter podcastmethodenkoffer@gmail.com! Wir freuen uns auf euch! Musik von Kasdame. Hört euch seine geniale elektronische Musik auf Spotify an:https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
62:33 5/3/21
Folge 10: Fokussierte Ethnographie in der KiTa: Wie funktioniert Forschung mit kleinen Kindern?
Der Erziehungswissenschaftler Alexander Stärck vom Deutschen Jugendinstitut erzählt uns in dieser Folge, was bei der Forschung mit kleinen Kindern so alles anders ist. Er hat in Kindertagesstätten mittels fokussierter Ethnographie und Gruppendiskussionen mit kleinen Kindern erforscht, wie KiTa-Programme gegen Vorurteile und Diskriminierung wirken. In der Folge bekommt ihr von Alexander wertvolle Tipps, was beim Forschen mit, aber auch beim Feldzugang zu kleinen Kindern anders und besonders wichtig ist!Alexander Stärck könnt ihr über seine Profilseite beim Deutschen Jugendinstitut kontaktieren: https://www.dji.de/ueber-uns/mitarbeiterinnen/detailansicht/mitarbeiter/alexander-staerck.html. Einen Überblick über seine Forschung erhaltet ihr auf researchgate: https://www.researchgate.net/profile/Alexander-Staerck. Mehr Infos findet ihr auf www.methodenkoffer.info.Wollt ihr eure Forschungsgeschichte selbst einmal erzählen? Meldet euch unter podcastmethodenkoffer@gmail.com! Wir freuen uns auf euch! Musik von Kasdame. Hört euch seine geniale elektronische Musik auf Spotify an: https://open.spotify.com/artist/5b9m5IUX9KdzxiRsT9euNR
69:17 4/26/21

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