Show cover of Die Choreografin

Die Choreografin

Erfrischend ehrlich und nahbar gibt Dorothea Einblicke in ihre Erfahrungen und Geschichten aus über 20 Jahren Choreografiearbeit in der freien Künstler:innenszene. Sie führt Interviews, reagiert auf aktuelles Geschehen, diskutiert andere Meinungen und spricht damit bei weitem nicht nur Choreograf:innen und Kunstschaffende an. Es ist ihr ein Anliegen einen alternativen und erfüllenden Weg für Kunstkreation aufzuzeigen, fernab von Wettbewerb und Konkurrenz. Hierfür stellt sie Modelle, praktische Tools und bewährte Methoden vor aus dem intentionalen Gemeinschaftsleben und agilen Management. Sie kombiniert persönliche Geschichten mit Übungen, Experimenten und Reflexionen für die Hörer:innen.  Choreografin sein ist eine Lebenshaltung. Dabei bringen sich insbesondere drei Rollen ein: die Künstlerin, die Unternehmerin und der Mensch. Dorothea zeigt sich in allen drei Facetten überraschend ungeschminkt und möchte Zuhörer:innen damit ermutigen, für sich und ihre Visionen zu gehen.  Das Buch zum Podcast: Neue Wege zur zeitgenössischen Choreografie - Grundlagen, Methodik und Werkzeuge für künstlerische Gestaltung und Teamarbeit  (Dorothea Eitel)

Tracks

Tanze was du bist und hast (103)
Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Bérengère Brulebois leitet die inklusive Tanztheater Compagnie INTUICIO in Saarbrücken. Heute spreche ich mit ihr über den Unterschied der Wörter inklusiv und integrativ. Wir überlegen und reflektieren über den Unterschied von finanzieller Barrierefreiheit und einem Handshake des Empowerments. Wir tauchen in Fragen ein, wie: Was, wenn (körperliche) Einschränkungen den tänzerischen Entdeckungsraum erweitern statt limitieren? Was, wenn wir uns statt  künstlich kategorisch abzugrenzen, dem WIE zuwenden, um in einer vielfältigen Gruppe Ziele zu erreichen oder bestimmte Resultate zu erzielen? Ein Gespräch, das Normität, Exklusivität und Schubladen zugunsten von authentischem Miteinander infrage stellt.
46:58 4/12/24
Kunstschaffende sind Gedankengut-Programmierer (102)
In der letzten Episode hab ich dir ausführlich von Memen erzählt - Gedankenschnipsel, die bestimmen, womit wir denken und wie sich das, womit wir denken auf unser Denken, Entscheiden und Handeln auswirkt. Meme sind sehr individuell, wir können aber auch normative Memen-Sets in unterschiedlichen Sektoren erkennen, z. B. partnerschaftlich/ familiär, gesellschaftlich/ kulturell oder in verschiedenen Spielwelten oder Kontexten.    Als Kunstschaffende können wir diese toxischen oder visionären Meme scannen, untersuchen und für unsere künstlerischen Inhalte nutzen. Wie das gehen kann und welche Strategien was bewirken, wird heute Thema sein. Außerdem schauen wir uns an, wie das, WOMIT die verschiedenen Rollen im Kulturbereich denken, beeinflusst, was, wie und welche Art von Kunst erschaffen wird.Zum Schluss noch eine Momentaufnahme, um deine eigenen Meme auszumachen, die dir eventuell hier und und da im Leben einen Strich durch die Rechnung machen.
30:09 3/23/24
Mit Memen denken, mit Kunst lenken (101)
WOMIT du denkst, legt fest, WAS du über etwas denken kannst.Die Einzelbausteine an Gedankengut, mit denen du denkst, heißen ‚Meme‘.Matrix ist das Gewebe auf dem neues Gedankengut eine Chance hat hängen zu bleiben und durch mehr und mehr Schnipsel ein neues Gedankengut-Gewebe aufbauen kann. Theaterräume sind  Erfahrungsräume, wo sinnlich und auf allen 5 Körpern (physisch, mental, emotional, energetisch, archetypisch) neuartiges, fremdes, noch keinen Sinn ergebendes Gedankengut durch erste Erzählungen und Erlebnisse eine Grundlage schaffen, um andere Denkweisen zu ermöglichen. Damit kann das Theater zu einem wichtigen Ort für Veränderung und Transformation werden. 
25:55 3/9/24
Vom ländlichen Skulpturengarten zum EU-Monstrum (100)
Heute erzähl ich dir, wie aus meinem einwöchigen Improvisationsprojekt mit einem Förderbedarf von knapp 5000 € eine Vision wurde, die sich über mehrere Jahre und 6 Länder erstrecken soll und dessen Kosten in die Hunderttausende geht.Ich stelle infrage, ob die aktuellen Systeme ermöglichen, dass kleine Projektideen auch klein bleiben und trotzdem umgesetzt werden können. Ich lade dich ein, selbst den Check zu machen: wo verirrst du dich? Wo driftest du ab von deinem eigentlichen Vorhaben, um überhaupt etwas machen zu können? Und steht das alles noch im Kraft/Kosten/Nutzen, den du verantworten möchtest?Tauch mit mit ein, in eine etwas verrückte Geschichte, die mir zum Glück bereits einiges Erfreuliches gebracht hat.  
37:22 2/24/24
Choreografie - Handwerk oder Lebenshaltung? (99)
„Choreographie ist zu 80 Prozent Handwerk!“ sagt Choreograph, Regisseur und Autor Konstantin Tsakalidis. „Choreografie ist eine Lebenshaltung, die wesentliche Fragen aufwirft und individuelle Antworten in eine ästhetische Form bringt.“ sagt Choreografin, Possibilitymanagerin und Autorin Dorothea Eitel.Ich freue ich mich, dass Konstantin zu  Gast in meinem Podcast ist, um diese gegensätzlichen Eingangsthesen - die zugleich jeweils unser Buch über Choreografie einleiten - auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu überprüfen.Die beiden Bücher erhältst du in allen (Online-)Buchhandlungen:Konstantin Tsakalidis: Choreographie - Handwerk und Vision: Fachbuch für ChoreographenDorothea Eitel: Neue Wege zur zeitgenössischen Choreografie: Grundlagen. Methodik und Werkzeuge für künstlerische Gestaltung und Teamarbeit 
45:32 2/10/24
Vier Grundrollen nach Robert Fritz (98)
Robert Fritz beschreibt in seinem Buch „Creating“ vier Grundrollen, die an einem Projekt insgesamt beteiligt sind: Collaborator, Amplifier, Technician, Supporter. Ich stelle sie dir heute vor, lade dich ein, dich selbst einzuordnen und gebe dir ein paar Fragen an die Hand, wie du dir darüber klar werden kannst, wen genau du in deinem Team haben möchtest und wir du diese Menschen ansprechen kannst.Sein Buch ist übrigens meine unbedingte Leseempfehlung in jeglicher Hinsicht!! 
15:16 1/27/24
Publikumversteher (97)
„Ich will Menschen nicht überzeugen müssen, Publikum sein zu wollen. Ich will in Menschen Sehnsüchte wecken oder Notwendigkeiten schaffen, Publikum zu werden.“Mit diesem Statement bin ich mit der Saxofonistin Gabriele Maurer und dem Choreografen Cedric Bauer ins Gespräch gegangen. Heute besonders spannend: der Blickwinkel aus der Musikerszene.In dieser knappen Stunde unterhalten wir uns u.a. darüber, ob unser Publikum pädagogisch abgeholt werden muss und was überhaupt pädagogische Maßnahmen sind und wann es lediglich eine Brücke ist, um das Stück leichter aufnehmen zu können. Wir fragen uns, ob und wie Achtsamkeitsübungen die Rezeptionsfähigkeit beeinflussenund wie frei wir uns in der Kunst zu sein wagen, wenn wir viel und neues und vielfältiges und auch ein bereites Publikum haben wollen. „You do you and be wild!“„Die Basis des Miteinander-Agierens ist das Erleben. Und In Social Media sind wir angehalten uns auf eine Art und Weise zu präsentieren, wie wir denken, dass uns andere erfahren wollen.“Wie werben wir für unser Stück?  Wie machen wir auf das, was wir tun aufmerksam?„Ich komme wegen dir, nicht der Kunst wegen“ scheint ein Credo der heutigen Zeit zu sein. Wie hilft uns Social Media hier weiter, um mit dieser Zielgruppe in Kontakt zu kommen? Wie authentisch sind wir dort und wie authentisch sind wir im Kontakt mit dem Publikum während unserer Darbietung. Und was hat Freundschaft mit Publikumsgewinnung zu tun?
54:27 1/13/24
wandelbar-Gemunkel (96)
Heute stelle ich dir eine neue Form der Performance-Dokumentation vor:Willkommen in der wandelbar.Eine ganz normale Bar, mit ganz normalen Getränken, netten Leuten und guten Gesprächen.Und du dazwischen.So kennst du das, nicht wahr?Und diese Bar ist wandelbar.Ein Experiment gefällig?Dann sind da spannende Menschen und außergewöhnliche Gespräche.Und du mittendrin.Du weißt nicht wie das geht?Wunderbar - betreten wir doch einfach gemeinsam das Feld des Nichtwissens - was für ein Abenteuer!Dieses Event sprengte am 12.09.2023 in seiner Mischung aus Barbesuch, Tanzperformance und aktiven Austausch- und Experimentierphasen das herkömmliche Verständnis von Kunst. Das Publikum war in seiner „Expertise als Mensch“ gefragt und trug entscheidend für ein Gelingen des kulturellen Events in Ludwigshafen am Rhein bei.Die heutige Episode collagiert Legenden der Performer, Perspektiven der wandelbar-Besuchen:innen und Legenden über die Legenden. Es ist ein Experiment, wie die ephemere darstellende Kunst auch jenseits von Videomitschnitten und Fotografie dokumentiert werden, ja, vielleicht sogar noch lebendiger die Zeit überdauern kann.Wenn du mehr zum Thema Legenden erfahren möchtest, lies das Interview von Fabienne Trüssel mit Dr. Juliane Geller: https://fabientruessel.wordpress.com/2023/11/28/interview-zu-legend-making/
33:10 12/23/23
Das Wahrheitsmandala (95)
These: Rituale wollen und müssen gefüllt werden mit innerer Notwendigkeit und persönlichem Investment. Eine formal-strukturelle Hülle  performativ virtuos zu befüllen, reicht nicht aus.Im Rahmen der Bundesweiten Artist Labs des Fonds Darstellende Künste wurde mit Performer:innen und Teilnehmer:innen das Wahrheitsmandala nach Joanna Macy durchgeführt. Heute spreche ich mit Dr. Marietta Schürholz, die das Ritual geleitet hat und Christina Hoffmann, die am Ritual teilgenommen hat und gebe selbst noch die dritte Perspektive, als Performancekünstlerin mit rein. Es ist ein inspirierendes Gespräch über die Frage, was es braucht, damit ein Ritual seine Kraft entfalten kann und wie wir mit der als Doppelrolle Künstler:in/ Ritualteilnehmer:in umgehen können. Wir sprechen drüber, wie Timing und Aktivität in den Händen eines ganzen Kollektivs liegt und wieso das Performen innerhalb eines Rituals nicht an Leistungsgedanken oder einen bestimmten Beitrag gekoppelt sein sollte, sondern das authentische Einlassen als künstlerisch trainierter Körper und Geist im Zentrum stehen sollte.
43:36 12/9/23
Das Permakultur-Design der Kunst und Kultur - Teil 6
Das Permakultur-Design wird längst schon nicht mehr nur auf ökologische Systeme angewendet. Es ist in der Organisationsentwicklung genauso zu finden wie in sozialen Kontexten. Ich habe die 12 Prinzipien auf meine choreografische Arbeit und allgemein auf den Kunst- und Kulturbereich übertragen. Über mehrere Episoden hinweg werde ich dir alle 12 Prinzipien vorstellen und sie mit konkreten Beispielen aus dem Kreativkontext unterfüttern.Heute wenden wir uns den Prinzipien „ Nutze Randzonen und schätze, was dort zu finden ist“ und „Nutze Veränderung und reagiere kreativ darauf“ zu.Falls du noch nicht weißt, wie Systeme funktionieren, fang am besten  bei der Episode „In Systemen denken“ an und hangele dich dann von Prinzip 1 an durch.
21:48 11/25/23
Das Permakultur-Design der Kunst und Kultur - Teil 5
Das Permakultur-Design wird längst schon nicht mehr nur auf ökologische Systeme angewendet. Es ist in der Organisationsentwicklung genauso zu finden wie in sozialen Kontexten. Ich habe die 12 Prinzipien auf meine choreografische Arbeit und allgemein auf den Kunst- und Kulturbereich übertragen. Über mehrere Episoden hinweg werde ich dir alle 12 Prinzipien vorstellen und sie mit konkreten Beispielen aus dem Kreativkontext unterfüttern.Heute wenden wir uns den beiden Prinzipien „Setze auf kleine, langsame Lösungen“ und „ Nutze und schätze die Vielfalt“ zu.Bei der Gelegenheit geh ich noch auf das Feiern ein, den Unterschied zwischen Wertschätzung und Dankbarkeit und stelle dir das Wertschätzungswerkzeug „Raumerfrischer“ vor.Falls du noch nicht weißt, wie Systeme funktionieren, fang am besten  bei der Episode „In Systemen denken“ an und hangele dich dann von Prinzip 1 an durch.
23:54 11/11/23
Das Permakultur-Design der Kunst und Kultur - Teil 4
Das Permakultur-Design wird längst schon nicht mehr nur auf ökologische Systeme angewendet. Es ist in der Organisationsentwicklung genauso zu finden wie in sozialen Kontexten. Ich habe die 12 Prinzipien auf meine choreografische Arbeit und allgemein auf den Kunst- und Kulturbereich übertragen. Über mehrere Episoden hinweg werde ich dir alle 12 Prinzipien vorstellen und sie mit konkreten Beispielen aus dem Kreativkontext unterfüttern.Heute wenden wir uns dem Prinzip „Integriere statt auszugrenzen“ zu. In dem Zusammenhang stelle ich dir das Werkzeug „X statt Y“ in drei Varianten vor. Du kannst es nutzen, um störende Energien in deinem Team aufs Tapet zu bringen und sie zu integrieren statt zu verstecken.    Falls du noch nicht weißt, wie Systeme funktionieren, fang am besten  bei der Episode „In Systemen denken“ an und hangele dich dann von Prinzip 1 an durch.
25:26 10/28/23
Das Permakultur-Design der Kunst und Kultur - Teil 3
Das Permakultur-Design wird längst schon nicht mehr nur auf ökologische Systeme angewendet. Es ist in der Organisationsentwicklung genauso zu finden wie in sozialen Kontexten. Ich habe die 12 Prinzipien auf meine choreografische Arbeit und allgemein auf den Kunst- und Kulturbereich übertragen. Über mehrere Episoden hinweg werde ich dir alle 12 Prinzipien vorstellen und sie mit konkreten Beispielen aus dem Kreativkontext unterfüttern.Heute wenden wir uns  den beiden Prinzipen „Verursache keinen Abfall“ und  „Gestalte vom Muster zum Detail“ zu. Falls du noch nicht weißt, wie Systeme funktionieren, fang am besten  bei der Episode „In Systemen denken“ an und hangele dich dann von Prinzip 1 an durch.
17:59 10/14/23
Das Permakultur-Design der Kunst und Kultur - Teil 2
Das Permakultur-Design wird längst schon nicht mehr nur auf ökologische Systeme angewendet. Es ist in der Organisationsentwicklung genauso zu finden wie in sozialen Kontexten. Ich habe die 12 Prinzipien auf meine choreografische Arbeit und allgemein auf den Kunst- und Kulturbereich übertragen. Über mehrere Episoden hinweg werde ich dir alle 12 Prinzipien vorstellen und sie mit konkreten Beispielen aus dem Kreativkontext unterfüttern.Heute wenden wir uns  den beiden Prinzipen  - Erwirtschafte einen Ertrag Nutze Selbstregulation und nimm Feedback an, um daraus zu lernen Verwende und wertschätze erneuerbare Ressourcen und Leistungen Falls du noch nicht weißt, wie Systeme funktionieren, fang am besten  bei der Episode „In Systemen denken“ an und hangele dich dann von Prinzip 1 an durch.
18:46 9/23/23
Das Permakultur-Design der Kunst und Kultur - Teil 1
Das Permakultur-Design wird längst schon nicht mehr nur auf ökologische Systeme angewendet. Es ist in der Organisationsentwicklung genauso zu finden wie in sozialen Kontexten. Ich habe die 12 Prinzipien auf meine choreografische Arbeit und allgemein auf den Kunst- und Kulturbereich übertragen. Über mehrere Episoden hinweg werde ich dir alle 12 Prinzipien vorstellen und sie mit konkreten Beispielen aus dem Kreativkontext unterfüttern.Heute wenden wir uns  den beiden Prinzipen  „Beobachte und interagiere“ und „Sammle, spare und speichere Energie“ zu.Falls du noch nicht weißt, wie Systeme funktionieren und die letzte Episode noch nicht gehört hast, empfehle ich dir, dies zuvor zu tun. 
21:17 9/9/23
In Systemen denken (88)
Heute stelle ich euch die 12 Prinzipien der Permakultur vor. Ich habe sie adaptiert, um sie in Kreationsprozessen anzuwenden. Bevor wir da jedoch tiefer einsteigen, brauchen wir ein Verständnis davon, wie Systeme funktionieren. Damit werden wir uns in der heutigen Episode beschäftigen. Zum einen wenden wir uns der Beschreibung von Systemen nach Donella H. Meadows zu, hauptsächlich stelle ich dir aber das Cynefin-Framework nach Dave Snowden vor, der einfache/komplexe/komplizierte/chaotische Systeme unterscheidet und ich gebe dir jeweils Bespiele aus der Praxis. In den nächsten Episoden werden wie immer wieder auf diese Grundlagen zurückkommen. 
21:10 8/26/23
Ich bin ein All-in-Augenzwinkern (87)
In der  letzten Episode habe ich euch ein Experiment vorgestellt, um euren Knacks auf die Spur zu kommen und sie als Künstler:innen in eure Arbeit und als Mensch in euren Alltag zu integrieren. Heute dürft ihr den spannenden Prozess der Schauspielerin Fabienne verfolgen, die sich mutig und transparent auf dieses doch sehr persönliche Experiment eingelassen hat. Dieses Beispiel ist als Anregung gedacht und zeigt, wie diese Gespräche verlaufen können. Und es ist zugleich hochindividuell und gibt lediglich eine Möglichkeit wieder. Macht euer Eigenes daraus, folgt eurem Instinkt und eurer Intuition, wenn ihr zusammen forscht und auf Entdeckungsreise geht. Viel Freude mit der Reise von Fabienne!   
46:52 8/12/23
Knacks - messerscharfe Skills für unbequeme Kunst (86)
Knacks sind  sind einzigartige intuitive Talente, die du von Geburt an mitbringst, für deine Umgebung aber nicht immer ganz angenehm sind, weswegen wir sie gern verstecken oder gar nicht erst nutzen. Heute stelle ich dir ein Experiment vor, wie du deinen Knacks auf die Spur kommen kannst und wie du sie dann in deine (künstlerische) Arbeit und deinen Alltag integrieren kannst. Für das Experiment brauchst du 2 Kinderfotos von dir und ein Team. Los geht’s! Empowered by possibility management, danke an Martina Riccarda Niklis.
16:52 7/22/23
Von den Überambitionierten und Aufschieberisten (85)
Jeder kennt sie: die Prokrastination. Doch kennst du auch die Präkrastination? Nicht jedes Gegenteil eines Übels ist ein Segen. Heute erzähle ich dir, was es damit jeweils auf sich hat. Dann schauen wir uns noch die Vorteile und Gefahren an, die das viel und wenig Zeit haben mit sich bringt und wie Etappenpläne und Zwischenschritte motivieren können.
16:35 7/8/23
Das neue WIR heißt Commitment
Inspiriert durch die Tor 4-Förderung der BASF, die mit der Frage nach einem „neuen WIR“ 6 Dreiergruppen ausgelost hat, um zusammen Kunst zu machen, spreche ich heute über 4 Formen des WIR, die m. E. alle nicht zuträglich sind für Kollaboration, und die das gemeinsame Schaffen eher hemmen als fördern. Es gibt  aus meiner Sicht ein „vereinnahmendes Wir“, ein „Verantwortung vermeidendes Wir“, eine „Wir sind als gleich - Wir-Illusion und ein vermeintlich „respektvolles Wir“. Das vereinnahmende Wir nutzend behaupte ich: Commitment ist das „neue Wir“ und das sollten WIR ;-) anstreben !
26:11 6/23/23
Scrum
Bei Scrum handelt es sich um ein Modell des agilen Projektmanagements, um Produkte zu entwickeln, deren Endergebnis noch nicht exakt festlegt ist, da man mit unbekannten Komponenten umgehen muss. In in sich abgeschlossenen Phasen Versionen erstellt ein Team Teilresultate und holt Feedback von Experten und der Zielgruppe ein, um auf der Basis weiterzuarbeiten oder ggf. auch eine ganz andere Richtung einzuschlagen. Die sog. Iteration habe ich bereits im Kontext der 8-teiligen Feedback-Reihe vorgestellt.Vorhaben, die mit der Scrum-Methode entwickelt werden, suchen häufig nach neuen Lösungen und müssen mit unvorhersehbaren Komponenten und noch unklaren Anforderungen klarkommen. Das allein trifft m. E. schon voll auf die Kunstentwicklung zu. Arbeiten wir jedoch partizipativ oder rezipientenorientiert haben wir noch mehr Unwägbares am Hals.Der Scrum-Leitfaden wurde für die Software-Entwicklung erarbeitet. Ich widme mich in dieser Episode dem Agilen Manifest daraus. Es besteht aus 4 Grundwerten und 12 Prinzipien. Diese habe ich übersetzt, um Möglichkeiten der künstlerischen Projektentwicklung unter Einbeziehung der Perspektive und Expertise von Rezipienten aufzuzeigen. 
21:48 6/9/23
Selbstverständlich Scheitern
„Irren ist menschlich, aber aus Leidenschaft im Irrtum zu verharren ist teuflisch.“Das Menschsein will nicht als Entschuldigung für unsere Irrtümer herhalten, sondern das Irren als Tugend unseres Menschseins verstanden werden. Tugend im Sinne der Tauglichkeit. Wozu also taugt uns der Irrtum bzw. das Scheitern (in der Kunstkreation und in unserem Leben)?Fehlschläge befeuern unseren Willen dranzubleiben oder ermöglichen das Loslassen eines Vorhabens. Der Wille gibt uns die Kraft, den eingeschlagenen Weg bis zum Ende zu gehen oder den Auftrieb, diesen Weg zu verlassen.Das Scheitern kann uns entschlossener und kämpferischer machen oder weiser.Die Erfahrung des Scheiterns macht uns offen für Neues.Irrtümer sind Etappen auf dem Weg zum Verständnis. Denn was wir wissen, wissen wir aus Erfahrung. Wenn ich nie irre, kann ich nicht sicher sein, ob meine Annahmen korrekt sind. Um diese Aussage besser zu begreifen, hab ich ein Experiment für dich. 
16:15 5/26/23
Schwärme: Ihre Schönheit und die Herausforderungen
Die Choreografin Mirjam Neuling spricht heute mit mir über Cluster Movement bzw. Schwarmphänomene als Technik für wirkungsvolle choreografische Bilder. Sie hat 8 Wochen mit einer mexikanischen generationenübergreifenden Gruppe aus Laien und Profis gearbeitet. Heute berichtet sie über ihr Vorgehen und schildert das Potenzial und ihre Faszination dieser Technik.Außerdem gebe ich ich dir noch Experimente mit auf den Weg, wie du im öffentlichen Raum deine Wahrnehmung für dieses Phänomene schulen kannst, um sie für deine Kreation zu nutzen und auch, wie du Schwarmbewegung initiieren kannst, um zu forschen, was warum sich wie auswirkt.
35:36 5/12/23
Vom gestalteten Geschehen zur künstlerischen Gestaltung
Ausdrucksebenen und Stilmittel helfen uns, eine Gestaltung zu einer ästhetischen Gestaltung werden zu lassen. M. E. braucht es dazu die Meisterschaft auf mindestens einer von 3 Ebenen: formale Vollkommenheit, funktionale Virtuosität oder inhaltliche Kommunikationsfähigkeit. Ob die künstlerische Gestaltung dann auch als diese wahrgenommen wird, hängt von der betrachtenden Person ab. Diese kann die künstlerische Gestaltung auf verschiedenen Ebenen wahrnehmen und für sich auswerten: auf der Illustrationsebene, der Abstraktionsebene oder auf der Konzeptebene. Ich schlage Dir ein Experiment vor, wie Du diese verschiedenen Möglichkeiten erforschen kannst. 
23:31 4/22/23
Wir können nicht ‘nicht gestalten’
Wir gestalten in jedem Moment immerzu unser Leben. Das Geschehen gestaltet sich in der Zeit entweder wie von selbst (unbewusst) oder das Geschehen wird gestaltet, indem wir wahrnehmen, Entscheidungen fällen und handeln (bewusst).Doch was macht eine bewusste Gestaltung aus? Wann nimmt eine Gestaltung Gestalt an? Wie wird eine unbewusste Gestaltung zu einer bewusst wahrgenommen Gestalt?Heute stelle ich Dir die 4 Phasen vor, die durchlaufen werden, bis eine Möglichkeit Gestalt annimmt. Wir schauen auf die Architektur einer Gestalt, welche Ebenen sie aufweist und untersuchen das Gestalterische in Routinen, Ritualen und Zeremonien.
21:37 4/8/23
Gendern mit Würde und Selbstverantwortung
Der Kunst - und Kulturbetrieb hat sich längst entschieden: Gendern gehört nicht nur zum guten Ton, sondern wird als ungeschriebene Regel, längst in Schrift und Wort vorausgesetzt. In 3 Kapiteln betrachte ich dieses Thema heute nicht unter der Fronten bildenden Fragestellung „Gendern: ja oder nein?“, sondern versuche mit Hilfe des Philosophen Kant aus dem 18 Jahrhundert und dem zeitgenössischen Hirnforscher Gerald Hüther  einen anderen Blick auf das Thema zu werfen, indem ich dem dem Würdebegriff auf den Grund zu gehe und schließlich zur radikalen Selbstverantwortung aus dem Possibility Management komme. Genderstreitigkeiten sind “Niederes Drama“ (Karpman): ein Opfer-Täter-Retter-Spiel, bei dem sich beide Parteien als Opfer fühlen. Wie können wir dieses destruktiven Teufelskreis in hohes Drama zu verwandeln? Meiner Ansicht nach müssen wir dafür einen einen Blick zu wagen bzw. Blicke gewährten, was eigentlich hinter dem Bedürfnis der Gendersprache liegt. Ich wende mich in dieser Episode einem heiklen Thema zu und hoffe, dass die Betrachtung als Chance verstanden und nicht als Ignoranz oder Intoleranz missverstanden wird.
44:28 3/25/23
Welt, Künste, Kultur
Im Gespräch mit der Tanzschaffenden Ari Hoffmann schlagen wir in dieser Episode einen großen Bogen vom Hühnerkollektiv zum Gnadenhof für alte Künstler - und das ist erst der Anfang für eine Kreativitätsschmiede im Herzen der ländlichen Pfalz. Nach ihrem Tanzstudium in den USA  kehrt sie mit einem anderen Tanzverständnis nach Deutschland zurück. Seither erforscht und initiiert sie Möglichkeiten, wo und wie Bewegung - viel weiter gefasst als Bühnen- und Freizeittanz -  für eine Gesellschaft Sinn stiften kann. 
46:38 3/11/23
Entfaltungsmöglichkeiten im Team
Heute möchte ich Dir meine Landkarte der Entfaltungsmöglichkeiten vorstellen. Sie ist eine Mischung aus dem Johari-Fenster, ein Modell von Joseph Luft und Harry Ingham und dem 4 Stufen-Kompetenz-Modell, das von dem Management-Trainer Martin M. Broadwell entwickelt wurde. Die Landkarte der Entfaltungsmöglichkeiten hilft uns dabei, Entscheidungen zu treffen, woran wir in unserem Team arbeiten möchten, wofür wir Zeit investieren und wofür nicht. Die beiden Momentaufnahmen am Ende der Folge, helfen dem Team dabei, sich gegenseitig bei der Potenzialentfaltung und bei Lernprozessen zu unterstützen. 
24:36 2/25/23
Das unterschätzte Potenzial von Netzwerk und Investition
Netzwerke und auch unbezahlte künstlerische Investitionen haben einen immensen Wert, der sich um ein Vielfaches in Form von Geld, geldwerten Leistungen, Nutzen von Ressourcen sowie Ersparnis von Zeit und Kapazitäten auszahlt. Heute erzählte ich Dir von meinen Erfahrungen und Ergebnissen. Ich werde außerdem darauf eingehen, warum wir auch mit unserem Wissen, Erfahrungen und künstlerischen Ideen nicht zurückhalten sollten, und wie geteilte Werte für alle einen Mehrwert generieren, den wir allein nicht erzielen können.
33:02 2/11/23
… bis der Zeitmangel kommt
Wir widmen uns noch einmal dem Thema Effizienz und Effektivität. Ich spreche über Zeitmanagement, über die Vor - und Nachteile davon viel oder wenig Zeit für etwas zu haben und wir schauen uns Edward’s und das Parkinsonsche Gesetz an sowie den Begriffe Prokrastination.Außerdem empfehle ich einvernehmliche Vereinbarungen als Basis für effektive und effiziente Zusammenarbeit. In dem Zusammenhang stelle ich am Ende noch kurz zwei einfache Methoden vor, wie man schnell ein Stimmungsbild der Gruppe  erhält, um darauf basierend Entscheidungen treffen zu können.
27:53 1/28/23

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