Show cover of Wer macht Morgen?

Wer macht Morgen?

Wer macht Morgen - Warum wir die Zukunft jetzt neu denken müssen ist der Podcast für Alle, die sagen: Wissen ist gut - aber Können und Machen brauchen wir in unserem Land genauso dringend. Jobs, in denen wir nicht nur unseren Kopf benutzen machen viele sogar glücklicher. Wer macht Morgen? Oder anders gesagt: Wer macht Handwerk? Solaranlagen oder Wärmepumpen installieren, Wohnraum bauen, Strom- und Glasfaserleitungen legen… – handwerkliche Fachkräfte sind gefragt wie nie. An Arbeit und Zukunftsaussichten mangelt es nicht. Sehr wohl aber an Auszubildenden. Ein Problem, das heute schon sichtbar ist und morgen ernsthaft schmerzen könnte. Was tun? Wie kann es gelingen, wieder mehr Jugendlichen den Weg in die Berufe zu ebnen, die wirklich gebraucht werden? Wie können junge Menschen unterstützt werden, ihre wahren Neigungen und Talente zu entfalten? Journalistin und ARD-Moderatorin Anna Planken macht sich mit ihren Gästen auf die Suche nach Denkanstößen und Lösungen. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, die Politik – jeder kann etwas dazu beitragen, damit junge Menschen ihre Berufung finden und unser Land die Fachkräfte, die es so dringend braucht. Zu Gast sind in acht Folgen: Kathrin Martin, Gerald Hüther, Mathias Steiner, Christel Van Dieken, Bettina Starck-Watzinger, Julian Nida Rümelin, Michael Kellner und Bettina Schliephake-Burchardt.

Tracks

#14 Werkbank oder Hörsaal? Am besten beides!
Man lernt am besten, wenn man weiß, wofür. Janna Schaarschmidt-Davids kann ein Lied davon singen. In der Schule war Lernen eigentlich so gar nicht ihr Ding. Doch nach einem Praktikum bei einem Bestattungsunternehmen war für sie klar: Dieser Beruf ist es! Und plötzlich klappte es auch mit dem Lernen … Nach der Ausbildung legte sie ordentlich nach: mit dem Technischen Fachwirt und einem betriebswirtschaftlichen Studium im Handwerk. Dieser Weg hat aus ihr eine erfolgreiche Unternehmerin gemacht, die heute ihren eigenen Bestattungsbetrieb in Hamburg führt. Über die vielfältigen Möglichkeiten, im Handwerk zu studieren, informiert im Gespräch mit Anna Planken auch Simone Marhenke, Geschäftsführerin im Bereich Aus- und Weiterbildung an der Handwerkskammer zu Köln.
42:54 12/6/23
#13 Wie aus Wissen und Erfahrung Persönlichkeit wird
Wie können junge Menschen mit dem richtigen Grundwissen und anschließenden Weiterbildungen im Handwerk schrittweise über sich hinauswachsen?. Beispielhaft dafür steht Maren Kogge, die aus Leidenschaft am künstlerischen Arbeiten in ihren Beruf eingestiegen ist. Heute ist sie Kirchenmalermeisterin, Botschafterin des Handwerks, selbstständige Unternehmerin und bildet selbst aus. Professor Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), erläutert auch anhand seines eigenen Bildungsweges, warum eine Ausbildung eine sehr gute Basis für den persönlichen Werdegang ist. Und wie berufliche und akademische Bildung sich optimal ergänzen können.
42:42 11/23/23
#12 Mit Hand, Herz und ganz viel Köpfchen
Handwerk verbinden viele mit Fingerfertigkeit, Kraft und Präzision. Doch es gehört auch ein hohes Maß an Kopfarbeit dazu. Denn wer mit den Händen arbeitet, muss auch planen und entwerfen, Materialien auswählen und technische Zusammenhänge verstehen. Auch die Ausbildung bietet viele Möglichkeiten, praktische Erfahrung und gelernte Theorie miteinander zu verbinden. Wie Konditormeisterin Sarah Schell zeigt, die auf einer Berufsmesse den Anstoß für ihr triales Studium bekommen hat. Mit den so erlangten Abschlüssen als Gesellin und Meisterin sowie einem Bachelor und als Betriebswirtin des Handwerks führt sie jetzt ihren eigenen Konditorei- und Gastronomiefamilienbetrieb. Dr. Monika Hackel beschäftigt sich als Abteilungsleiterin für Struktur & Ordnung der Berufsbildung am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit der Frage, wie duale Ausbildungsberufe zukunftsfähig gestaltet werden können. Und wie es gelingt, Wissen, Können und Erfahrung optimal miteinander zu verzahnen.
47:44 11/8/23
#11 Nur Mut: Gründen im Handwerk
Wie kann es gelingen, aus einem Handwerksberuf heraus ein eigenes Unternehmen zu gründen? Es Schritt für Schritt aufzubauen und in die Zukunft zu führen? Wie ist es, Chef oder Chefin zu sein und auch die Ausbildung des Berufsnachwuchses zu verantworten? Die Schreinermeister Jonas Elmerich und Conrad Schricker berichten, wie sie ihren Traum vom eigenen Betrieb umgesetzt und welche Hürden sie dabei überwunden haben. Und warum sie sich immer wieder für diesen Weg entscheiden würden. Und auch Katja Lilu Melder, Geschäftsführende Gesellschafterin der BMG Santec und Pressesprecherin der UnternehmerFrauen im Handwerk, kann sich nichts anderes vorstellen, als ihre eigene Firma zu leiten – trotz vieler Herausforderungen, die sie in den vergangenen Jahren meistern musste.
45:45 10/18/23
#10 Warum Handwerk auch Kunstwerk ist
Die Fliesen im Alten Elbtunnel in Hamburg zu erhalten und zu erneuern, ist eine Mammutaufgabe. Hierfür braucht es immer wieder neue Ideen – technische und gestalterische. Wie er diese findet, berichtet Kunstkeramiker und Restaurator Hans Kuretzky. Die gelernte Goldschmiedin Barbara Schmidt leitet eine von 15 Gestaltungsakademien des Handwerks. Sie erläutert, wie Handwerkerinnen und Handwerker sich zum Gestalter bzw. zur Gestalterin im Handwerk weiterbilden und dabei ihre Kreativität entwickeln können. Antworten gibt diese Podcast-Episode auch auf die Frage, welche Handwerksberufe Kreativität erfordern und für welche kreativen Herausforderungen es handwerkliches Können braucht. Und natürlich auch darauf, welche kreativen Ideen für die Zukunft des Handwerks notwendig sind.
43:26 9/28/23
#9 Mit Handwerk in die weite Welt
Ob Schuheinlagen in Uganda oder der Bau von Obstpressen in Madagaskar: Mit dem Handwerk kann man viel rumkommen. In der ersten Episode unserer zweiten Staffel von „Wer macht Morgen?“ spricht Moderatorin Anna Planken mit Orthopädieschuhmachermeisterin Katharina Zäpernick und Metallbauer Thomas Müller über die Auslandseinsätze, die beide regelmäßig absolvieren. Welche Möglichkeiten gibt es für Handwerkerinnen und Handwerker aus Deutschland, im Ausland tätig zu werden? Wie läuft die Zusammenarbeit vor Ort ab? Und wie verändert ein Auslandsaufenthalt die Perspektiven auf den eigenen Beruf und das ganze Leben? Auch Sigrun Leffler von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit kommt zu Wort.
44:42 9/19/23
Special – Das Handwerk: Ein Rückblick und neue Einblicke
"Das Handwerk hat super Aussichten, aber das ist in der Gesellschaft noch nicht angekommen.“ In unserer Sonderfolge zitieren wir noch einmal ausgewählte Gäste zu den großen Themen des Handwerks: „Erfüllung“, „Bedeutung“ und „Bildung“. Dabei wird deutlich, wie eng diese Aspekte miteinander verwoben sind. Auch unser Gastsprecher Sebastian Kraft kann das bestätigen. Er ist Geschäftsführer der ARTA GmbH, einem Verbund von Meisterbetrieben aus unterschiedlichen Gewerken. Mit seinen Erfahrungen aus der Praxis kann er aus erster Hand berichten, wie es aktuell um das Handwerk bestellt ist. Und was es braucht, damit es eine Zukunft hat.
34:15 4/19/23
#8: In deinen Händen liegt der Erfolg (mit Bettina Schliephake-Burchardt)
Für ihre außergewöhnlichen Tortenkreationen wurde sie mehrmals ausgezeichnet: Bettina Schliephake-Burchardt ist eine der erfolgreichsten Konditormeisterinnen Deutschlands. Und auch als Fernsehjurorin ist sie mit ihrem Handwerk bekannt geworden. Sie lebt vor, wie man sich mit einer handwerklichen Ausbildung kreativ entfalten und verwirklichen kann – und welche Karrierewege sich auftun können. Ihr Tipp für die Berufswahl: das tun, was das Herz für richtig hält. Für die Konditormeisterin ist es die Arbeit mit den Händen, etwas zu schaffen, das sie mit einem Strahlen in den Augen nach Hause kommen lässt. Bettina Schliephake-Burchardt Konditormeisterin, Fernsehjurorin und Buchautorin: Bettina Schliephake-Burchardt zeigt, wie vielfältig das Handwerk ist. Redaktionelle Leitung: Anna Planken Aufnahmeleitung und Produktion: Jonas Ross
22:50 9/15/22
#7 Aufs Handwerk wird es ankommen (mit Michael Kellner)
"Wir brauchen Meister und nicht nur Master.“ Klimaschutz, Digitalisierung und Modernisierung von Infrastruktur: Mit diesen Themen hat Michael Kellner als Staatssekretär und Mittelstandsbeauftragter täglich zu tun. Seine Erkenntnis: Ohne das Handwerk geht hier gar nichts – vor allem mit Blick auf die ambitionierten Ziele der Bundesregierung. Goldene Zeiten fürs Handwerk? Wären da bloß nicht die fehlenden Fachkräfte … Das Handwerk zu stärken, ist Kellner daher ein wichtiges Anliegen. Im Interview spricht er darüber, wie das Wirtschaftsministerium zur Fachkräftesicherung beitragen kann. Und wie die duale Ausbildung attraktiver wird. Michael Kellner Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung: Michael Kellner weiß genau, wie wichtig das Handwerk für die Zukunft Deutschlands ist. Redaktionelle Leitung: Anna Planken Aufnahmeleitung und Produktion: Jonas Ross
26:38 9/1/22
#6 Gegen Akademisierungswahn (mit Julian Nida Rümelin)
„Bildung beschränkt sich nicht auf gute Noten.“ Zwischen beruflicher und akademischer Bildung herrscht ein Ungleichgewicht. Grund hierfür sei die Akademisierung der Gesellschaft, meint Julian Nida-Rümelin. Viele Menschen jagten einem falschen Ideal hinterher. Dabei sind Akademikerinnen und Akademiker weder erfolgreicher noch wichtiger für Wirtschaft und Gesellschaft. Dass duale und berufliche Ausbildung gleichwertig sind, ist den meisten nicht bewusst. Schluss mit dem Akademisierungswahn, fordert daher der Philosoph und Bildungskritiker. Und gleichen Respekt für verschiedene Begabungen und Fähigkeiten. Julian Nida-Rümelin Physiker, Philosoph und ehemalige Kulturstaatsminister: Julian Nida-Rümelin setzt sich seit Jahren für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ein. Redaktionelle Leitung: Anna Planken Aufnahmeleitung und Produktion: Jonas Ross
28:40 8/19/22
#5 Mein Handwerk macht mich stark (mit Matthias Steiner)
„Ich war froh, dass ich ein Handwerk lernen konnte.“ Matthias Steiner ist nicht nur ein erfolgreicher Sportler. Er ist auch Vollbluthandwerker. Geboren in eine Handwerkerfamilie, träumt er schon als Kind davon, ein Handwerk zu erlernen. Und erfüllt sich mit der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik seinen Traum. Sie ist für ihn mehr als ein Beruf, nämlich eine Schule des Lebens. Denn die Erfahrung, dass harte Arbeit und Fleiß belohnt werden, zahlt sich auch in seiner Karriere als Gewichtheber aus. Gute Zukunftsaussichten und Weiterbildungsmöglichkeiten: Steiner wünscht sich Praxistage, die jungen Menschen Lust auf Ausbildungsberufe machen. Matthias Steiner Olympiasieger, Welt- und Europameister im Gewichtheben und gelernter Anlagenmechaniker: Für Matthias Steiner sind Handwerksberufe nah am echten Leben. [steinertainment.com](https://steinertainment.com/) Redaktionelle Leitung: Anna Planken Aufnahmeleitung und Produktion: Jonas Ross
30:55 8/4/22
#4 Exzellenz ist nicht nur akademisch (mit Bettina Stark-Watzinger)
„Die duale Ausbildung hat unser Land stark gemacht und sie soll uns weiterhin stark machen.“ Einen dualen Ausbildungsberuf erlernen? Oder doch lieber studieren? Diese Frage hat auch Bettina Stark-Watzinger beschäftigt – und beschäftigt sie weiterhin: Die Bundesbildungsministerin stammt aus einer Handwerkerfamilie. Sie selbst hat eine akademische Laufbahn eingeschlagen. Dennoch sieht sie die zunehmende Akademisierung und den damit einhergehenden Fachkräftemangel in den Ausbildungsberufen kritisch. Zukunftsperspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten im Handwerk sollten bei Berufsorientierungsangeboten stärker vermittelt und handwerkliche Interessen schon früh geweckt und gefördert werden. Im Interview macht sie sich für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung stark. Bettina Stark-Watzinger Bundesministerin für Bildung und Forschung und Initiatorin der Exzellenzinitiative für die berufliche Bildung: Bettina Stark-Watzinger setzt sich dafür ein, Ausbildungsberufe attraktiver zu machen. Redaktionelle Leitung: Anna Planken Aufnahmeleitung und Produktion: Jonas Ross
30:28 7/21/22
#3 Kinder begreifen mit den Händen (mit Christel Van Dieken)
„Kindliche Entwicklung zu begleiten, heißt für mich, Kinder verstehen zu wollen.“ Kreativität, Entdeckungsfreude und handwerkliches Geschick: Für die frühkindliche Entwicklung sind sie wichtig, ist Diplom-Pädagogin Christel van Dieken überzeugt. Doch die Realität an Kitas und Schulen sieht anders aus. Denn hier steht die Wissensaneignung im Mittelpunkt. Kinder „begreifen“ ihre Umwelt buchstäblich nicht mehr mit den Händen. Nicht nur eine gesunde und glückliche Entwicklung wird dadurch verhindert – auch die Motivation, einen handwerklichen Beruf zu erlernen, wird erstickt. Ein Interview darüber, warum Kitas Forscher- und Experimentierräume sein sollten. Christel van Dieken Bildungsreferentin, Beraterin für Kitas und Grundschulen und Gründerin von „Waterkant Werkstattpädagogik“: Christel van Dieken engagiert sich dafür, die natürlichen Interessen, Fähigkeiten und Talente schon im frühen Kindesalter zu fördern
32:00 7/7/22
#2 Kinder fördern, aber richtig (mit Gerald Hüther)
„Es gibt kein Kind, das nicht etwas leisten will … und jedes Kind sucht sich das aus, was ihm am besten liegt.“ Die Freude am Lernen – im deutschen Bildungssystem mit seinen starren Lehrplänen und Bewertungen geht sie allzu oft verloren. Schon in Kita und Schule werden Kinder dazu erzogen, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Und sind mit dem Prinzip des Aussortierens konfrontiert, das sich auch durch Ausbildung und Beruf zieht. Mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche fordert daher der Hirnforscher Gerald Hüther. Denn dann können sie ihre eigenen Interessen und Neigungen entdecken. Gerald Hüther Professor für Neurobiologie, Bildungsaktivist und Autor: Gerald Hüther versteht sich als „Brückenbauer“ zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlicher Lebenspraxis.
40:16 6/23/22
#1 Folge deiner Berufung (mit Kathrin Martin)
„Stelle sicher, dass du tust, was dir wirklich Spaß macht. Und nicht das, von dem du meinst, dass andere es von dir erwarten.“ Im Gespräch mit Kathrin Martin wird deutlich, dass es nie zu spät ist, einem Traumberuf nachzugehen. Sie war eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, doch nach ihrem zweiten Burn-out im Alter von 40 Jahren war für sie klar, dass sie etwas ändern muss. Sie krempelte ihr gesamtes Leben um und machte ein Praktikum in einer Tischlerei. Die Arbeit gefiel ihr so gut, dass sie danach eine Lehre zur Schreinerin begann und heute ihr berufliches Glück im Handwerk gefunden hat. Kathrin Martin Die ehemalige Unternehmensberaterin ist erfolgreich ins Handwerk umgestiegen und führt heute als Schreinermeisterin ihre eigene Möbelmanufaktur.
25:02 6/14/22

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