Als Teil des legendären New Yorker Duos Mobb Deep war die Rap-Ikone Prodigy in den 1990er Jahren eine konfrontative, düstere Stimme des innerstädtischen Kampfes, und trotz seiner endlosen Kämpfe und Rivalitäten mit anderen Künstlern wurde er als eine der entscheidenden Figuren der goldenen Ära des Hip-Hop verehrt. Sein Großvater Budd Johnson und sein Großonkel Keg Johnson waren beide berühmte Jazzmusiker, und seine Mutter Frances Collins gehörte in den 60er Jahren zur Girlgroup The Crystals. Prodigy (mit bürgerlichem Namen Albert Johnson) wuchs jedoch in der New Yorker Wohnsiedlung Queensbridge auf, in der der Hip-Hop regierte, und war bereits mit 16 Jahren bei Jive Records unter Vertrag.
Obwohl sein Debütalbum ein Flop war, produzierte er zusammen mit seinem Schulfreund Havoc 1995 den Klassiker "The Infamous". Es folgten die großen Top-Ten-Hits "Hell On Earth", "Murda Muzik" und "Amerikaz Nightmare", mit denen Mobb Deep ihren Ruf als aggressive, rabiate Meister des Gangsta-Rap der Ostküste festigten.
Ihre düstere, wütende Stimmung stand in krassem Gegensatz zu dem prahlerischen G-Funk-Stil ihrer Kollegen von der Westküste, und Prodigy entfachte eine Reihe von hochkarätigen Fehden mit Snoop Dogg, Tupac Shakur, Jay-Z und dem Wu Tang Clan. Selbst als der Hip-Hop kommerzieller und charttauglicher wurde, behielt Prodigy seine harte, kompromisslose Haltung und seinen stählernen Vortrag auf seiner Trilogie von H.N.I.C."-Soloalben in den 2000er Jahren bei. Im Laufe der Jahre hatte er auch Gastauftritte auf Tracks von Nas, Notorious B.I.G. und Lil Kim und war 2017 mit Ghostface Killah, KRS-One und Ice T auf Tour, als sein lebenslanger Kampf mit Sichelzellenanämie zu seinem Tod im Alter von 42 Jahren führte.