Jo Lemaire ist eine belgische Sängerin und Songschreiberin, die in den frühen 1980er Jahren als eine Hälfte des Duos Jo Lemaire + Flouze bekannt wurde und später eine erfolgreiche Solokarriere startete. Geboren am 5. Januar 1956 in Gembloux, Belgien, begann sie ihre musikalische Reise 1979 mit der Gründung der New-Wave-Band Jo Lemaire + Flouze an der Seite ihres damaligen Ehemannes Philippe Depireux. Noch im selben Jahr veröffentlichten Jo Lemaire + Flouze ihr gleichnamiges Debütalbum, das den einzigartigen, von Punk, New Wave und elektronischer Musik beeinflussten Sound der Band präsentierte. Die Gruppe erlangte beachtliche Erfolge in Europa und Kanada und wurde zu einem wichtigen Bestandteil der belgischen New-Wave-Szene. 1981 veröffentlichten Jo Lemaire + Flouze ihr zweites Album Precious Time, das ihren wachsenden Ruf in der französischsprachigen Welt festigte. Die erfolgreichste Single der Band, eine Coverversion von Serge Gainsbourgs "Je Suis Venue Te Dire Que Je M'en Vais", wurde 1981 veröffentlicht und von der Kritik hoch gelobt. Trotz des Erfolges der Single und des dazugehörigen Albums Pygmy World" (1981) beschloss das Duo 1982, sich aufzulösen. Jo Lemaire veröffentlichte 1983 ihr erstes Soloalbum Concorde, das den Auftakt zu einer erfolgreichen Solokarriere bildete, die zu so populären Veröffentlichungen wie Jo Lemaire (1984), Stand Up (1987), Duelle (1990), Aujourd'hui (1992), Une Vie (1999) und Jo Prend La Mer (2003) führte. Im Laufe ihrer Karriere hat die belgische Chanteuse bei Auftritten bei Transmusicales de Rennes, Printemps de Bourges und Rock en France anderen europäischen Künstlern wie Edith Piaf, Jacques Brel und Will Tura Tribut gezollt. Ihr umfangreicher Katalog wurde in den Kompilationen Master Serie (1994), Tranches de vie (1996), Master Serie Vol. II (1999) und La Vie à deux (2007), die ein Duett mit dem Sänger Rocco Granata enthält, wieder aufgegriffen.