Die Karriere des finnischen Folk-Ensembles Värttinä lässt sich grob in zwei Phasen einteilen: die neue Värttinä und die alte Värttinä. Das alte Värttinä begann 1983, als zwei Schwestern, Sari und Mari Kaasinen aus Rääkkylä, eine Gesangsgruppe gründeten, die zunächst bei regionalen Musikwettbewerben auf sich aufmerksam machte, bevor sie beim Kaustinen Folk Music Festival, dem größten Folk-Festival in Skandinavien, erfolgreich auftrat. Die Band wurde zu einem wertvollen Sprungbrett für junge finnische Sängerinnen und Sänger, um ihre Karriere zu starten, aber als 1989 das zweite Album der Gruppe "Musta Lindu" erschien, waren die Schwestern der Meinung, dass das Projekt in seiner bisherigen Form ausgedient hatte und eine Veränderung notwendig war.
Eine neue Version der Band wurde nach einem Plattenvertrag mit Sonet Records wieder ins Leben gerufen. Die neue Band bestand aus einer starken weiblichen Gesangsgruppe und Musikern, die akustische Stücke spielten, die auf der finnisch-ugrischen Kultur basierten, aber auch Einflüsse aus Rock, Jazz und Pop aufnahmen. Das neue Format sicherte der Band einen begehrten finnischen Emma Award für das Album "Oi Dai", und die Band wurde in der Kategorie Weltmusik immer erfolgreicher, was in einem Auftritt beim Rock in Rio Festival 2001 gipfelte, wo sie vor mehr als 200.000 Zuschauern auftraten. Im Jahr 2012 schaffte es das 11. Studioalbum der Band, "Utu", auf Platz eins der Weltmusikcharts und 2013 feierte die Band ihr 30-jähriges Jubiläum und begann mit der Arbeit an ihrem 16.