Siegfried Jerusalem, geboren am 17. April 1940 in Oberhausen, begann im Alter von acht Jahren mit dem Musikunterricht und studierte später Oboe, Klavier und Violine an der Folkwang-Hochschule für Musik und Tanz in Essen. Seine Gesangsausbildung begann 1962, und im selben Jahr gab er sein erstes Solokonzert. Jerusalems Durchbruch gelang ihm 1976 mit seinem Debüt als Lohengrin in Darmstadt und Aachen, was zu einer erfolgreichen Wagner-Karriere führte. Er nahm „Violanta“ (1980) auf, das 1982 mit einem Grammy Award ausgezeichnet wurde, sowie „Die Walküre“ (1981). Jerusalem, der auch unter dem Künstlernamen Siegfried Salem auftrat, sang an der Metropolitan Opera, am Royal Opera House und an der Wiener Staatsoper sowie bei Festivals wie Bayreuth, Tanglewood und Verbier. 1993 wurde ihm der Titel „Österreichischer Kammersänger“ verliehen, 1996 erhielt er den Bambi und 1997 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Im Jahr 2012 erhielt er den Bayerischen Maximilian-Orden für Wissenschaft und Kunst, und 2021 wurde er zum Ehrensenator der Musikhochschule Nürnberg ernannt.