Obwohl der kleine kubanische Sänger Machito nur 1,70 m groß war, hatte er einen überragenden Einfluss auf das Latin-Jazz-Genre und gilt als derjenige, der den afrokubanischen Jazz und die Salsa einem breiten internationalen Publikum nahebrachte. Er war der Pflegebruder der berühmten kubanischen Sängerin Graciela Gutiérrez. Macho (wie er genannt wurde) begann seine eigene musikalische Karriere in den späten 1920er Jahren und spielte in verschiedenen Bands, bis er 1937 nach New York zog. Anschließend gründete er die Afro-Cubans, ein hoch angesehenes Ensemble aus versierten Musikern, die afrokubanische Rhythmen mit Jazz verschmolzen und so eine neue Art von Bigband-Musik schufen.
Die Afro-Cubans begründeten die Karrieren vieler Musiker und wurden von Künstlern wie Dizzy Gillespie, Charlie Parker und Stan Kenton als einflussreich für ihre Arbeit genannt. Dizzy Gillespie war lange mit den Afro-Cubans verbunden und trat regelmäßig mit der Band auf und arbeitete mit ihr zusammen. Mitte der 70er Jahre gründete Machito eine neue, abgespeckte Version von The Afro-Cubans und ging als achtköpfige Band auf Tournee. Das neue Format funktionierte gut und 1983 gewann er einen Grammy Award für die beste lateinamerikanische Aufnahme, womit sein herausragender Beitrag zur lateinamerikanischen Musik gewürdigt wurde. Ein Jahr später wartete Machito auf einen Auftritt im Ronnie Scott's Club und erlitt einen Schlaganfall, an dem er vier Tage später, am 19. April 1984, starb.