Die Rapperin Roxanne Shante - geboren als Lolita Shanté Gooden am 8. März 1970 in Queens, New York - ist vor allem als die Roxanne bekannt, die Mitte der 1980er Jahre die Roxanne Wars auslöste und eine der ersten populären weiblichen MCs war. Die Roxanne Wars begannen 1984, als die Rap-Gruppe UTFO mit "Roxanne, Roxanne", der B-Seite ihrer Debütsingle, einen Überraschungshit hatte. Als UTFO bei einem Live-Auftritt nicht auftauchte, kam es zu einem Gespräch zwischen den Hip-Hop-DJs Marley Marl und Mr. Magic und der 14-jährigen Lolita Gooden, die Mitglied der Juice Crew war. Das Trio schrieb und nahm eine Antwort auf die B-Seite von UTFO auf und nannte sie "Roxanne's Revenge", die ein großer Hit wurde und die Roxanne Wars - im Wesentlichen eine Reihe von Antwort-/Battle-/Beef-Songs - in Gang setzte. Lolita Shanté Gooden änderte daraufhin ihren Künstlernamen in Roxanne Shanté und wurde zu einer der populärsten weiblichen MCs der damaligen Zeit. Die ursprüngliche Aufnahme von "Roxanne's Revenge" enthielt Beats aus der ursprünglichen Instrumentalversion von UTFOs "Roxanne, Roxanne" und war mit rechtlichen Problemen konfrontiert, wurde aber mit neuen Beats und einem überarbeiteten, harmloseren Text neu aufgenommen. Andere Roxanne-Songs überschwemmten den Markt, darunter Sparky D's "Sparky's Turn, Roxanne You're Through" und Roxanne Shanté's "Roxanne's Profile" und "Queen of Rox (Shanté Rox On)". Die Roxanne Wars machten die Welt sogar mit einigen Nachahmern bekannt, darunter The Real Roxanne. Roxanne Shanté nahm weiterhin eine Reihe von Singles auf - darunter "Bite This" (1985), "Runaway" (1985), "I'm Fly Shanté" (1986) und "Payback" (1987) - und erschien auf mehreren Compilations, bevor sie ihr Debütalbum Bad Sister (1989) veröffentlichte, das Platz 52 der Billboard R&B/Hip-Hop-Album-Charts erreichte. Als sie ihr zweites Album The Bitch is Back (1992) veröffentlichte, waren die Roxanne Wars schon fast vergessen und das Album war kein Erfolg. Im Jahr 1995 veröffentlichte sie Roxanne Shanté's Greatest Hits und zog sich aus dem Musikgeschäft zurück. Dennoch ist sie eine Ikone des Rap und Hip-Hop geblieben und war 2017 Gegenstand des Biopics Roxanne, Roxanne.