Barry Adamson ist ein britischer Musiker, Komponist und Multiinstrumentalist. Er wurde am 11. Juni 1958 in Moss Side, einem Vorort von Manchester, geboren. Schon als Kind interessierte er sich für Kunst, Musik und Filme und schrieb seinen ersten Song "Brain Pain" im Alter von 10 Jahren. Nach einem kurzen Studium des Grafikdesigns tauchte er Ende der 1970er Jahre in die Punkszene von Manchester ein und spielte zunächst Bass in der Post-Punk-Band Magazine (1977-1981), die Alben wie Real Life (1978) und die Kultsingle "Shot by Both Sides" beisteuerte. Er spielte kurzzeitig bei den Buzzcocks, dann bei Visage und war auf deren ersten beiden Alben vertreten. Er arbeitete mit Luxuria und Pete Shelley zusammen und schloss sich dann Nick Cave and the Bad Seeds an, wo er auf vier Alben Bass spielte: From Her to Eternity (1984), The Firstborn Is Dead (1985), Kicking Against the Pricks (1986) und Your Funeral, My Trial (1986). 1987 tourte er mit Iggy Pop, bevor er eine Solokarriere im Zeichen des Eklektizismus begann, die zwischen Jazz, Elektro, Soul, Funk und Dub pendelte. Er schrieb auch mehrere Filmsoundtracks, die im selben Geist die Atmosphäre von Kinokrimis heraufbeschwören. Sein erstes Soloalbum, Moss Side Story (1989), ist ein imaginärer Soundtrack zu einem Film Noir, gefolgt von dem Soundtrack zu Delusion (1991). Mit den Alben Soul Murder (1992) und The Negro Inside Me (1993) setzte er seinen abwechslungsreichen Stil fort und komponierte anschließend mehrere Stücke für den Soundtrack von David Lynchs Film Lost Highway. Sein Stil entwickelte sich zu introspektiven und orchestralen Werken, mit von der Kritik gefeierten Alben wie Oedipus Schmoedipus (1996), As Above So Below (1998) und The King of Notting Hill (2002). Im Jahr 2002 gründete er sein Label Central Control und drehte seinen ersten Film, Therapist (2011), für den er natürlich auch die Musik komponierte, sowie Dreams of a Life (2012). Barry Adamson produzierte auch Remixe für Grinderman, Depeche Mode und Recoil und kehrte 2013 zu den Bad Seeds zurück, um das Album Push the Sky Away aufzunehmen und auf Tournee zu gehen. Zurück in seinem Studio nahm er das Album Know Where to Run (2016) auf, dem acht Jahre später Cut to Black (2024) folgte. Im Jahr 2026 schrieb er die Musik für den Dokumentarfilm SCALA!!!