Cissy Houston - geboren als Emily Drinkard am 30. September 1933 in Newark, New Jersey - war eine Gospel- und Soulsängerin, die vor allem als Gründungsmitglied der Sweet Inspirations und als Mutter des R&B/Pop-Superstars Whitney Houston bekannt wurde. Sie war auch die Tante von Dionne und Dee Dee Warwick und die Cousine der bahnbrechenden Opernsängerin Leontyne Price. Cissy Houston begann ihre Gesangskarriere 1938 als Mitglied der Gospelgruppe The Drinkard Four an der Seite ihrer Geschwister Larry, Nicky und Ann. Als die Schwestern Marie und Lee der Gruppe beitraten, wurden sie zu den Drinkard Singers. Nach der Veröffentlichung des Albums A Joyful Noise (1958) traten sie in Kirchen und an renommierten Veranstaltungsorten wie der Carnegie Hall auf. 1963 schloss sich Cissy Houston den Sweet Inspirations an, einer Gospel-/Soul-Gesangsgruppe, die ursprünglich von ihren Nichten Dionne und Dee Dee Warwick und der Sängerin Doris Troy gegründet worden war. Cissy Houston ersetzte Dionne Warwick, als diese die Gruppe verließ, um eine Solokarriere zu starten. The Sweet Inspirations sangen für Künstler wie Wilson Pickett, Otis Redding, Dusty Springfield, Lou Rawls und andere, bevor sie bei Atlantic Records unterschrieben und 1967 ihr selbstbetiteltes Debütalbum herausbrachten. Die Sweet Inspirations wurden von Elvis Presley engagiert, um bei seiner Rückkehr zu Live-Auftritten 1969 in Las Vegas, Nevada, den Backgroundgesang zu übernehmen. Während Elvis bis zu seinem Tod 1977 mit den Sweet Inspirations weiterarbeitete, verließ Cissy Houston die Gruppe nach dem Las Vegas-Auftritt, um sich auf ihre Solokarriere zu konzentrieren. Ihr Debütalbum, Presenting Cissy Houston, erschien 1970. Im Jahr 1972 veröffentlichte sie die Originalversion von "Midnight Train to Georgia", die ein Jahr später ein Hit für Gladys Knight & The Pips wurde. Cissy Houston arbeitete mehrere Jahre lang als Session-Sängerin, bevor sie zwei damals moderne R&B/Disco-Alben veröffentlichte: Cissy Houston (1977) und Think It Over (1978). Weitere Alben folgten, darunter Warning - Danger (1979) und Step Aside for a Lady (1980). 1985 veröffentlichte ihre Tochter Whitney Houston ihr selbstbetiteltes Album und wurde fast über Nacht zu einer der populärsten und beliebtesten Pop/R&B-Sängerinnen ihrer Generation. Während Cissy Houston weiterhin als Session-Sängerin arbeitete, hatte die Karriere ihrer Tochter Vorrang vor ihrer eigenen. Ihre eigenen Aufnahmen kehrten auf Alben wie Face to Face (1996), He Leadeth Me (1997), Love is Holding You (2001) und Walk On By Faith (2012) zu ihren Gospel-Wurzeln zurück. Nach dem Tod ihrer Tochter Whitney am 11. Februar 2012 zog sich Cissy Houston aus dem Rampenlicht zurück. Cissy Houston litt an der Alzheimer-Krankheit und starb am 7. Oktober 2024 im Alter von 91 Jahren.