Laurence Boulay, geboren am 19. Januar 1925 in Boulogne-Billancourt, Frankreich, war Cembalistin und Musikwissenschaftlerin. Von 1948 bis 1953 studierte sie am Conservatoire de Paris und zeichnete sich in verschiedenen Fächern aus, darunter Harmonielehre, Kontrapunkt und Fuge, Musikgeschichte und Ästhetik. Von 1956 bis 1961 unterrichtete sie am Conservatoire à rayonnement régional de Boulogne-Billancourt und verfasste später eine Dissertation zur Musikwissenschaft. 1968 gründete sie die Klasse für Basso continuo am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris, wo sie bis 1990 unterrichtete. Zu ihrer Karriere gehörten Auftritte mit Ensembles wie Le Rondeau de Paris sowie Tourneen in Deutschland und Skandinavien. Zu ihren bedeutenden Aufnahmen zählen die Aufnahme der „Leçons de ténèbres“ (an der Begleitorgel) sowie die Gesamtaufnahme der Cembalo-Werke von François Couperin. Sie verstarb am 29. Januar 2007 im 15. Arrondissement von Paris.