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Playlists & Musik von André Previn
André Previn war bekannt für seine Arbeit als klassischer Dirigent, Jazzpianist und Komponist von Filmmusik sowie für seine Fernsehauftritte. Der in Berlin geborene Previn wurde von seiner Familie in seiner Liebe zur Musik gefördert. Er erhielt Klavierunterricht an der Berliner Hochschule und spielte zu Hause oft mit seinem Vater, einem Anwalt, Beethoven-Sinfonien. Seine jüdische Familie emigrierte 1939 aus Nazi-Deutschland und lebte zunächst in Paris und dann in Los Angeles. Im Alter von 14 Jahren begann Previn bei MGM mit dem Orchestrieren und Arrangieren von Filmmusik und komponierte mit 18 Jahren seine erste Filmmusik für "The Sun Comes Up" (1949). Er wirkte an vielen bemerkenswerten Filmen mit und wurde für "Gigi" (1958), "Porgy and Bess" (1959), "Irma La Douce" (1963) und "My Fair Lady" (1964) mit dem Oscar ausgezeichnet. Außerdem schrieb er Filmmusiken für Filme wie "Elmer Gantry" (1960), "Die vier Reiter der Apokalypse" (1962), "Tal der Puppen" (1967) und "Rollerball" (1975). Er inszenierte auch Musicals im West End mit "The Good Companions" (1974) und am Broadway mit "Coco" (1970).
Sein Debüt als Dirigent gab er 1963 mit dem St. Louis Symphony Orchestra. Von 1968 bis 1979 leitete er das London Symphony Orchestra und veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Live-Alben seiner Konzerte, auf denen häufig seine russischen Lieblingskomponisten Tschaikowsky und Rachmaninow zu hören sind. Außerdem dirigierte er das Pittsburgh Symphony Orchestra von 1976 bis 1984, das Royal Philharmonic Orchestra von 1985 bis 1992 und das Los Angeles Philharmonic Orchestra von 1985 bis 1989.
Seine BBC-Sendung "André Previn's Music Hour" war ein weltweiter Erfolg, und im Vereinigten Königreich war er für seine Comedy-Auftritte als "Andrew Preview" in der "The Morecambe and Wise Christmas Show" sehr beliebt. Er konnte auch eine parallele Karriere als Jazzpianist verfolgen und nahm mit so unterschiedlichen Künstlern wie Benny Carter, Herb Ellis, Shelly Manne, Ella Fitzgerald, Doris Day, Itzhak Periman und Kiri Te Kanawa auf. Im Jahr 1998 veröffentlichte er seine Opernversion von "A Streetcar Named Desire". Sein 80. Geburtstag im Jahr 2009 wurde mit vier Konzerten in der Carnegie Hall gefeiert. Bis zu seinem Tod im Alter von 89 Jahren komponierte er weiter und wurde weithin dafür gefeiert, dass er die Kluft zwischen klassischer und populärer Musik überbrückte.