Éliane Branchard wurde am 28. März 1923 in Argelès-Gazost in den Hautes-Pyrénées geboren. Sie sang schon als Kind und besuchte eine Tanzschule in Tarbes, ohne jedoch eine künstlerische Karriere ins Auge zu fassen. Nach ihrer jungen Heirat mit Maurice Jean Bangratz am 6. Oktober 1939 kam sie nach dem Krieg nach Paris und wurde von mehreren Musikprofis entdeckt. Mit Hilfe von Gesangsunterricht bei Paulette Vétheuil komponierte sie mehrere Lieder, darunter "Au chant des mandolines", "Congo " und "Valse perdue", und trat im Radio und in Kabaretts in Frankreich und im Ausland auf. Als Éliane Embrun bekannt geworden, gelang es ihr ab 1947, mit Hilfe der Musiker Raymond Legrand und Albert Lasry erste Aufnahmen zu machen. Nachdem sie 1949 beim Chansonwettbewerb in Deauville Preise gewonnen hatte, wurde sie in den 1950er Jahren zu Auftritten im Libanon und in Brasilien gedrängt und trat in der Werbekarawane der Tour de France, der Music-Hall Parade oder in dem Film Une fille à croquer (1951) mit Serge Reggiani auf. Während ihre Karriere steil nach oben ging und Éliane Embrun immer beliebter wurde, entschied sich die Sängerin 1963, ihre künstlerische Laufbahn zu unterbrechen, um sich ihrer Familie zu widmen. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatregion wurde es bis in die 1990er Jahre ruhig um sie. Sie nahm an der Sendung La chance aux chansons teil und veröffentlichte 1993 ein neues Album mit dem Titel Douce France. Am 10. Februar 2009 starb Éliane Embrun in Saint-Mandé, während sie immer mehr aus der Mediensphäre verschwand.