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Der Rap-Pionier und Sozialchronist Gil Scott-Heron war eine der wichtigsten Stimmen der afroamerikanischen Protestbewegung. Er wurde am 1. April 1949 in Chicago geboren und wuchs in Jackson, Tennessee, und später in New York auf. Nach einem Universitätsstudium, bei dem er den afroamerikanischen Schriftsteller Langston Hughes kennenlernte, gab Scott-Heron sein literarisches Debüt mit dem Roman The Vulture und dem Essay The Nigger Factory (1972). Parallel dazu entwickelte sich seine musikalische Karriere, die später aufgrund des Erfolgs mit der poetischen Sammlung Small Talk at 125th & Lenox (1969), die unter dem Label Flying Dutchman veröffentlicht wurde, in den Vordergrund rückte. 1971 nahm er mit einem größeren Musikerteam Pieces of a Man auf, das eine neue Version des sozialen Manifests "The Revolution Will Not Be Televised" enthielt, das zu einer afroamerikanischen Hymne wurde. Die Zusammenarbeit mit dem Multiinstrumentalisten Brian Jackson, den er während seines Studiums kennengelernt hatte, setzte sich fort auf Winter of America (1974) mit seinem Hit "The Bottle", From South Africa to South Carolina (1975), It's Your World (öffentlich, 1976) und Bridges (1977), wobei Spoken Word, Jazz-Funk, Soul, Blues und engagierte Texte wie der über die Apartheid in Johannesburg miteinander verbunden wurden. In der Zwischenzeit gründete der Sänger die Midnight Band für das Album The First Minute of a New Day (1975) und eine Tournee. Nach der Veröffentlichung von zwei Soloalben, Secrets (1978) und dem treffend benannten 1980, ging Scott-Heron mit Stevie Wonder auf Tournee. Seine Drogensucht durchkreuzte jedoch seine Karriere und seine Beziehung zum Plattenlabel Arista, das sich 1985 von ihm trennte. Nachdem er sich ein Jahrzehnt lang von der Bühne zurückgezogen hatte, unterschrieb der Künstler bei TVT Records und nahm das Album Spirits (1994) auf, doch die persönlichen Probleme kamen mit mehreren Gefängnisaufenthalten wegen Drogenkonsums und häuslicher Gewalt wieder zum Vorschein. Als er 2010 zu Richard Russells Label XL Recordings zurückkehrte, das ihn produzierte, nahm er seinen elektrolastigen Schwanengesang I'm New Here auf, der von Jamie Smith von The xx unter dem Titel We're New Here neu abgemischt wurde. Am 27. Mai 2011 starb Gil Scott-Heron im Alter von 62 Jahren an den Folgen von HIV-Komplikationen. Bisher unveröffentlichte Stücke tauchen 2015 auf dem Album Nothing New auf. Im Jahr 2021 wurde er posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.