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Als Klavierwunderkind gewann der Chinese Lang Lang (geboren am 14. Juni 1982 in Shenyang) eine Reihe von Wettbewerben, bevor er in die USA zog, wo sich seine Karriere weiterentwickelte. Mit nur achtzehn Jahren gab er sein erstes Konzert in der New Yorker Carnegie Hall (2001) und zwei Jahre später nahm er mit Daniel Barenboim und dem Chicago Symphony Orchestra das von der Kritik gefeierte Programm der Klavierkonzerte Tschaikowsky - Mendelssohn auf. Seitdem erreichen seine Alben wie das Recital Memory (2006) und das Programm Beethoven: Klavierkonzerte Nr. 1 & Nr. 4 regelmäßig die Spitzenplätze in den Klassik-Charts. Als erster chinesischer Künstler, der für einen Grammy nominiert wurde (2007), trat Lang Lang im darauffolgenden Jahr bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Peking auf und gründete eine Stiftung zur Förderung aufstrebender Talente. Mit seiner Aufnahme in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des amerikanischen Time-Magazins nahm sein Werdegang einen Starstatus an, der durch Sponsoren, Promotion, Beiträge zu Film- und Videospielmusik, Rock- (Mike Oldfield), Pop- (Bruno Mars), Rap- (Eminem, Kendrick Lamar) und Jazzalben (Herbie Hancock, Quincy Jones) sowie Auftritte mit Eventcharakter wie die Eröffnungsfeier der Weltausstellung in Shanghai (2010) noch verstärkt wurde. Im Jahr 2011 huldigte er Franz Liszt in My Piano Hero und veröffentlichte eine Sammlung, die ganz seinem Lieblingskomponisten gewidmet ist: The Chopin Album (CD/DVD, 2012). Im selben Jahr gab der Pianist ein Konzert vor 10.000 Zuschauern in der Berliner O2 World Arena. Lang Lang wurde von den Vereinten Nationen zum Friedensboten ernannt (2013). Er nahm das Doppelkonzert The Mozart Album mit den Wiener Philharmonikern unter Nikolaus Harnoncourt auf, trat bei den Grammy Awards mit Metallica auf und arbeitete an Jean-Michel Jarres Album Electronica 1: The Time Machine mit. Der Echo-Klassik-Preisträger (2013, 2015) veröffentlichte das Doppelkonzertrecital Lang Lang in Paris (2015) und kreuzte die Genres in New York Rhapsody (2016), in dem Herbie Hancock, Lindsey Stirling und Madeleine Peyroux zu Gast waren. Im Jahr 2020 folgte auf das im Vorjahr erschienene Erinnerungsalbum Piano Book die Aufführung von Bachs Goldberg-Variationen im Studio und in der Leipziger Kirche, in der der Komponist gewirkt hatte. In der nächsten Episode nimmt der Pianist am Todestag von Saint-Saëns teil, mit einem Programm, das den Karneval der Tiere unter der Leitung von Andris Nelsons und einer von Jimmy Fallon erzählten Version umfasst. Im Jahr 2025 erschien der zweite Band seines persönlichen musikalischen Tagebuchs, Piano Book 2, eine neue Zusammenstellung verschiedener Stücke großer Komponisten und anderer populärer Melodien.