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Als wegweisender niederländischer Produzent, der seit den 1990er Jahren an der Spitze der Dance-Szene steht, hat Ferry Corsten maßgeblich dazu beigetragen, den Stil der Trance-Musik mit ihren gefühlvollen Synth-Melodien und ihrem hypnotischen Hedonismus zu prägen, und ist nach wie vor einer der einflussreichsten, weltweit tourenden Superstar-DJs der Branche. Ferry Corsten wurde am 4. Dezember 1973 in Rotterdam, Niederlande, geboren. Schon als Kind entdeckte er elektronische Musik über lokale Radiosender und war in seiner Jugend ein begeisterter Plattenkäufer, bevor er auf Schulpartys als DJ anfing und Mixes auf Kassettenrekordern zusammenstellte. Ein Plattenladen in Rotterdam, in dem der junge Tiësto arbeitete, wurde zu einem Treffpunkt für die aufstrebende Dance-Szene, und genau dort holte sich Ferry Corsten Tipps von gleichgesinnten angehenden Produzenten und veröffentlichte 1991 seine ersten Hardcore-Gabber-Kassetten zusammen mit einer Gruppe von Freunden, die sich „Spirit of Adventure“ nannten. Obwohl sein Herz schon immer dem Kreieren von Beats und Grooves galt, wurden ihm die Augen für die euphorisierende Kraft der Musik geöffnet, als er begann, in Clubs aufzulegen, und Mitte der 1990er Jahre war er einer der produktivsten Produzenten überhaupt, der Tracks unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte, um Ärger mit Plattenfirmen zu vermeiden. Sein frühes Album „Looking Forward“ unter dem Namen Ferr zeigte sein vielfältiges, weitreichendes Spektrum an Einflüssen, doch erst als Moonman gelang ihm 1996 der große Durchbruch, als die Radio-1-DJs Judge Jules und Pete Tong begannen, seinen mitreißenden House-Track „Don’t Be Afraid“ auflegten und er begann, Auftritte in Londons Superclubs zu ergattern. Außerdem gründete er das Label Tsunami Records und produzierte 1999 als System F die Trance-Hymne „Out of the Blue“, bevor sein Remix von William Orbits „Adagio for Strings“ von Samuel Barber Platz 5 der britischen Charts erreichte. Zu seinen weiteren Club-Hits gehörten der pulsierende Electro-Kracher „Punk“, der beschwingte Synth-Sturm „Rock Your Body Rock“ und eine Zusammenarbeit mit Marc Almond von Soft Cell namens „Soul on Soul“; außerdem landete er 2003 einen Hit in Asien, als er den Track „Connected“ für das japanische Pop-Sternchen Ayumi Hamasaki produzierte. Auch Ferry Corstens Projekt „Gouryella“ war ein wichtiger Teil seiner Karriere, seit es 1999 als Gemeinschaftsprojekt mit seinem alten Freund Tiësto ins Leben gerufen wurde. Das Duo produzierte gemeinsam wegweisende Trance-Tracks wie „Walhalla“ und „Tenshi“, doch als Tiësto die Partnerschaft 2001 verließ, produzierte Ferry Corsten unter diesem Namen weiterhin Remixe und Singles und verwandelte das Projekt 2015 in eine atemberaubende Live-Show, die er auf den weltweit führenden EDM-Festivals präsentierte. Unter seinem eigenen Namen erschienen die Alben „L.E.F.“ (2006), „Twice in a Blue Moon“ (2008) und „WKND“ (2012) voller klassischer Electro-Reisen und enthielten Gastbeiträge von Sängern wie Simon Le Bon, Betsie Larkin und Howard Jones. Im Jahr 2017 nahm er ein außerordentlich ambitioniertes neues Herzensprojekt in Angriff. Inspiriert von der Prog-Rock-Bühnenshow „Jeff Wayne’s War of the Worlds“ schuf Ferry Corsten gemeinsam mit einem Hollywood-Drehbuchautor eine Science-Fiction-Fantasiewelt und verwandelte die melodramatische Liebesgeschichte in eine fesselnde Electro-Trance-Oper, aus der das Doppelalbum „The Blueprint“ hervorging. Seit 2007 moderiert er zudem die interaktive Radiosendung „Corsten’s Countdown“ und ist nach wie vor an der Spitze der europäischen Trance-Szene sowie ein internationaler Star in der Club- und Festivalszene. Ferry Corsten legte 2019 mit dem Soundtrack zu „Don’t Go“ nach und veröffentlichte 2020 unter dem Namen „Ferr“ das Album „As Above So Below “. Nach der Veröffentlichung von „Connect“ (2024) arbeitete er 2026 gemeinsam mit Marsh an der Hit-Single „Attraction “.