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Das London Philharmonic Orchestra, dessen Name mit LPO für London Philharmonic Orchestra abgekürzt wird, wurde 1932 von Thomas Beecham, seinem ersten Dirigenten, zusammen mit Malcolm Sargent gegründet. Als drittes bedeutendes Orchester der englischen Hauptstadt nach dem London Symphony Orchestra (1904) und dem BBC Symphony Orchestra (1930) musste das junge Ensemble seine Tätigkeit während des Zweiten Weltkriegs einstellen und sah seinen Mitbegründer mit der Gründung des Royal Philharmonic Orchestra im Jahr 1946 als Konkurrenten. Bei der Wiederbelebung nach dem Krieg engagierte das Orchester den niederländischen Dirigenten Eduard van Beinum für einen kurzen Zeitraum von drei Jahren (1947-1950), doch unter seinem Nachfolger Adrian Boult erlebte es zwischen 1950 und 1957 einen Aufschwung und wurde zu einem der größten internationalen Phalanxen. Das Orchester, das seit 1951 in der Royal Festival Hall beheimatet ist, bietet ein hochwertiges symphonisches Repertoire und arbeitet mit der Firma Decca Records zusammen, um seine Aufnahmen zu verwerten. Das Orchester wurde auf Tourneen in der ganzen Welt geschätzt und gab 1956 sogar in der Sowjetunion umjubelte Konzerte, ein Jahr bevor sich sein berühmter Dirigent zurückzog und William Steinberg an seine Stelle trat. Dieser blieb bis 1960 im Amt und übergab sein Amt an John Pritchard, der 1964 eine Partnerschaft mit dem Glyndebourne Festival einging, dessen Musikdirektor er war. 1967 trat Bernard Haitink seine Nachfolge an und bekleidete das Amt zwölf Jahre lang. In dieser Zeit erweiterte der niederländische Dirigent das Repertoire um die Symphonien von Bruckner, Mahler und Schostakowitsch und setzte seine Tourneen 1972 bis nach China fort. Trotz der Konkurrenz der Londoner Orchester konnte sich das LPO unter Georg Solti (1979 bis 1983) auf höchstem Niveau halten und nutzte die Einführung der Compact Disc, um dies unter den aufeinanderfolgenden Amtszeiten von Klaus Tennstedt (1983-1990) und Franz Welser-Möst (1996-1996) unter Beweis zu stellen. Neben den großen klassischen Werken öffnete sich das Orchester auch dem Pop, indem es symphonische Versionen von Stücken von Neil Diamond, Pink Floyd, Led Zeppelin, Yes oder Procol Harum aufnahm. Aufgrund interner Konflikte war das LPO vier Jahre lang ohne Chefdirigenten. Mit der Verpflichtung von Kurt Masur (2000-2007) und dann von Vladimir Jurowski (2007-2021) gewann das LPO wieder an Stabilität. Im Jahr 2021 übergibt letzterer sein Amt an Edward Gardner, der das Orchester 2003 zum ersten Mal als Gastdirigent geleitet hatte.